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EP 0 036 643 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.01.1985 Patentblatt 1985/03 |
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Anmeldetag: 20.03.1981 |
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Durch Umgebungsluft gekühltes Abgasrohr zur Begrenzung der ortungswirksamen infrarotstrahlung
Air-cooled exhaust pipe for limiting the locatable infrared radiation
Tuyau d'échappement refroidi par l'air ambiant pour limiter la radiation infrarouge
détectable
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB NL |
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Priorität: |
20.03.1980 DE 3010598
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.09.1981 Patentblatt 1981/39 |
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Anmelder: Deutsche Forschungsanstalt für
Luft- und Raumfahrt e.V. |
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53175 Bonn (DE) |
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Erfinder: |
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- Stäger, Wolfgang, Ing.grad.
Hann.-Münden (DE)
- Wulf, Rudolf, Dipl.Ing.
D-3400 Göttingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Rehberg + Hüppe |
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Postfach 31 62 37021 Göttingen 37021 Göttingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Kühlung des Endes eines Abgasrohres,
insbes. Schiffschornstein, Auspuffrohre von Panzern, Hubschraubern u.dgl. zur Abfuhr
von heissen Gasen von Antriebsmaschinen, insbesondere Motoren, Turbinen o.dgl., durch
Luft zur Begrenzung der ortungswirksamen Infrarotstrahlung, mit einem das freie Ende
des Abgasrohres umgebenden sowie sich darüber hinaus in Ausströmrichtung erstreckenden
Mantelrohr, zwischen dem und dem Abgasrohr ein Ringraum für den Durchtritt der Kühlluft
gebildet ist, wobei das Mantelrohr an allen Stellen einen derart vergrösserten Durchmesser
als das Abgasrohr aufweist, dass sich weder die heissen Abgase des Kernstrahls noch
die Mischzone an die Innenwandung des Mantelrohrs anlegen können.
[0002] Beim Betrieb von Antriebsmaschinen entstehen notwendigerweise heisse Abgase, die
durch ein Abgasrohr an die Umgebung abgegeben werden müssen. Diese heissen Abgase
heizen dabei auch das Abgasrohr selbst auf. Da derartige Abgasrohre in der Regel aus
Metall bestehen, nehmen auch die freien Endbereiche der Abgasrohre, die an sich von
der Umgebungsluft gekühlt werden, eine beachtliche Temperatur an. Zusätzlich lässt
es sich nicht vermeiden, dass von den Antriebsmaschinen her Russ- und Verkoklungsteilchen
mit dem Abgas abgeführt werden, die sich an Ecken und Kanten, auch im Bereich des
freien Endes des Abgasrohres an der Wandung ansetzen und dort nachglühen. Im militärischen
Bereich ist es bekannt, die Infrarotortung von solchen heissen Stellen an Abgasrohren
dazu einzusetzen, um die betreffenden Objekte zu erkennen und zu orten. Durch diese
Infrarotortung können insbesondere Schiffsschornsteine leicht ausgemacht werden, weil
die freien Enden der dort verwendeten Abgasrohre eine beachtliche Temperatur, etwa
in der Grössenordnung von 400 bis 500°C annehmen. Diese Temperaturen werden teilweise
bei ungünstigen Windrichtungen noch überschritten, also wenn die Fahrtrichtung des
Schiffes und die Windrichtung so ungünstig zu einander liegen, dass die Abgasströmung
im Abgasrohr nach einer Seite hin an die Wandung im Austrittsbereich angedrückt wird.
Dies kommt insbesondere dann vor, wenn ein Schiffsschornstein starkem Querwind ausgesetzt
ist.
[0003] Bei Schiffsschornsteinen wird üblicherweise eine Verkleidung des Schornsteines durchgeführt.
Die Verkleidung erstreckt sich um den Schornstein herum und bis in eine gewisse Höhe
relativ zum freien Ende des Abgasrohres. Durch diese Verkleidung wird aber die Kühlung
des eigentlichen Abgasrohres infolge Umgebungsluft wesentlich verschlechtert. Unter
einem bestimmten Einblickwinkel ist daher ein solches Schiff von einem Flugkörper
immer noch zu orten. Bei Panzern und Hubschraubern liegen die Auspuffrohre ohne Ummantelung
in der Umgebungsluft, so dass hier eine Kühlung eintritt. Andererseits besteht aber
damit die Gefahr, dass das Abgasrohr selbst heiss wird und auf einer grösseren Länge
für die Ortung frei zugänglich ist.
[0004] Eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art ist aus der US-A-3 817 030 bekannt.
Es wird zur Erschwerung der Infrarotortung ein Aufsatz auf das Auspuffrohr einer Wärmekraftmaschine
gezeigt und beschrieben, der auf das Gehäuse dieser Wärmekraftmaschine aufgesetzt
ist. Dabei ist das Abgasrohr von einem Mantelrohr umgeben. Es ist ein Gebläse vorgesehen,
welches Umgebungsluft ansaugt und als Kühlluft zunächst auf die Antriebsmaschine bläst,
wobei die sich dabei erwärmende Kühlluft dann auch durch den Ringraum zwischen Abgasrohr
und Mantelrohr geleitet wird. Diese Kühlluft wird somit durch Zwangströmung geführt;
eine Ejektorwirkung ist nicht vorhanden. Das Gewicht des Gebläses sowie seine zugehörige
Antriebsmaschine erhöhen in nachteiliger Weise das Gewicht des Fahrzeuges z.B. eines
Kriegsschiffes, ganz abgesehen von dem erforderlichen Raumbedarf, auch für die zugehörigen
Leitungen. In nachteiliger Weise ist bei der bekannten Vorrichtung das Mantelrohr
mit dem heissen Abgasrohr metallisch leitend verbunden, so dass das Ende des Abgasrohres
einerseits und das Ende des Mantelrohres andererseits jeweils entsprechende Temperaturen
annehmen werden.
[0005] Die DE-A-1 576 781 zeigt eine Abgasanlage für Panzerfahrzeuge, die dazu dient, das
Orten, also das Wahrnehmen mit dem Auge, der heissen Abgase bzw. abgasführenden Teile,
zu erschweren. Hierzu wird darauf abgestellt, eine Temperatursenkung der Abgase, nicht
jedoch der abgasführenden Teile zu bewirken. Zu diesem Zweck wird ein Kühlluftgebläse
eingesetzt, dessen Luft mit den heissen Abgasen innig vermischt wird, so dass die
Temperatur des so gebildeten Mischgasstromes herabgesetzt ist. Die Abgasrohre selbst
befinden sich in der Umgebungsluft und werden die Temperatur des Abgases annehmen,
so dass ein solcher Panzer mit einem Infrarotortungsgerät zu erkennen ist.
[0006] Aus der FR-A-2 010 188 ist ein Abgasrohr zur Abfuhr von heissen Abgasen von Antriebsmaschinen
bekannt, bei welchem es darauf ankommt, die Abfuhr des Gases möglichst schnell zu
bewerkstelligen. Zur Erschwerung der Infrarotortung ist diese bekannte Vorrichtung
nicht geeignet. Das Mantelrohr ist mit dem Abgasrohr an mehreren Stellen metallisch
leitend verbunden. Zwar tritt bei dieser Vorrichtung eine gewisse Kühlwirkung ein,
wenn die Vorrichtung in der richtigen Richtung ausgerichtet durch die Luft bewegt
wird, was beispielsweise bei einem Schiffsschornstein schon nicht anwendbar ist, jedoch
lässt sich nicht vermeiden, dass auch das Mantelrohr durch die metallisch leitende
Verbindung mit dem Abgasrohr eine beachtliche Temperatur annehmen wird, die zur Infrarotortung
ausreicht.
[0007] Die DE-B-1 099 799 zeigt eine Auspuffleitung für Kraftwagen, die nach oben aus dem
Dach des Wagenkastens herausgeführt werden soll, um Belästigung von Strassenpassanten
und ein Aufheizen des Wagenkastens zu vermeiden. Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen,
dass das Abgasrohr mit zwei konzentrischen Rohrstücken umgeben werden soll, die beide
oberhalb des Wagenkastens enden. Hier wird zwischen Rohren ein Ejektor für das Ansaugen
und Zumischen von kühler Umgebungsluft gebildet. Infolge der grossen axialen Länge
des inneren der zwei Mantelrohre wird sich aber das Abgas auch an diesem Mantelrohr
berührend anlegen und dieses entsprechend aufheizen. Auch bei dieser Vorrichtung entstehen
somit heisse Stellen innerhalb eines temperierten Feldes. Diese Konstellation ist
ideal für eine Infrarotortung.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art so weiterzubilden, dass die Infrarotortung des Endes des Abgasrohres stark erschwert
ist und dabei keine oder möglichst wenig zusätzliche Energie aufzuwenden ist. Erfindungsgemäss
wird dies dadurch erreicht, dass das Mantelrohr mit dem Ende des Abgasrohres einen
Ejektor zum Ansaugen und Zumischen von kühler Umgebungsluft bildet. Damit wird erstmalig
auch in diesem Bereich der Technik ein Ejektor eingesetzt, der jedoch hier zur Lösung
der gestellten und speziellen Aufgabe dient. Zur Zumischung der Umgebungsluft wird
keine zusätzlich Antriebsenergie benötigt. Die kühle Umgebungsluft ummantelt gleichsam
die heissen Abgase, wobei selbstverständlich nach dem Ende des Abgasrohres ringförmig
eine Mischungszonge zwischen den heissen Abgasen und der kühlen Umgebungsluft auftritt.
Das Mantelrohr des Ejektors lässt sich ohne weiteres so konstruieren und auslegen,
dass auch diese Mischzone die Grenzschicht an der Innenwandung des Mantelrohres nicht
erreicht. Das Mantelrohr bleibt also kühl. Dabei wird durch die angesaugte Umgebungsluft
das freie Ende des Mantelrohres auf eine Temperatur gekühlt, die unter 100°C liegt.
Hierfür ist keinerlei Zusatzantrieb erforderlich; es wird durch die Diffusorwirkung
des Ejektors sogar noch Energie eingespart. Dies hat seine Ursache darin, dass eine
Druckrückgewinnung stattfindet. Mit Hilfe des Ejektors findet eine Verminderung des
Gegendruckes für die Antriebsmaschine statt. Insbesondere Gasturbinen-Wirkungsgrade
sind stark abhängig von diesem Gegendruck, der sich aus dem Druckverlust der Abgasleitung
und des Abgasaustritts zusammensetzt. Durch die Anwendung eines Ejektors wird somit
gleichzeitig der Turbinenwirkungsgrad verbessert. Durch den Einsatz des Ejektors erübrigt
sich auch die etwaige Verwendung von zusätzlichen Gebläsen. Damit wird auch Gewicht
sowie Antriebsenergie eingespart. Das Mantelrohr des Ejektors wird so ausgebildet,
dass die kühle Umgebungsluft möglichst verlustfrei zuströmen kann.
[0009] Der zwischen dem Endbereich des Abgasrohres und dem Mantelrohr gebildete Einlauf
des Ejektors kann entgegen der Einlaufrichtung der zuzumischenden Umgebungsluft einen
sich erweiternden Querschnitt aufweisen. Grundsätzlich ist aber auch ein zylindrischer
Querschnitt möglich. Die Erweiterung erweist sich jedoch in strömungstechnischer Hinsicht
als günstig. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass sich die Mischzone zwischen dem
Kernstrahl des Primärstrahls und des Sekundärstrahls kegelförmig erweitert.
[0010] Das Querschnittsverhältnis des Mantelrohres zum Abgasrohr sollte mindestens 1,5 betragen.
Trotz dieses kleinen Querschnittsverhältnisses wird eine grosse Menge Sekundärluft
angesaugt und somit eine wirksame Kühlung im Endbereich des Mantelrohres erzielt.
[0011] Dem Mantelrohr kann ein weiteres Mantelrohr nachgeschaltet sein, wobei die beiden
Mantelrohre einen zweiten Ejektor bilden. Dieses System ist erweiterungsfähig. Mit
dieser Massnahme wird einerseits die Temperatur in den Randbereichen noch weiter herabgesetzt
und andererseits der Einblickwinkel von oben verkleinert.
[0012] Zusätzlich kann in einem Mantelrohr eine Ringleitung für die Zufuhr von unter Druck
geförderter Sperrluft vorgesehen sein, die über eine Ringdüse an die Innenwandung
des Mantelrohres ausgeblasen wird. Diese Sperrluftausblasung dient zur Absenkung der
Wandtemperatur an dem gefährdeten Teil des freien Teils des Mantelrohres. Für die
Bereitstellung der Sperrluft kann ein Gebläse erforderlich sein, allerdings sind die
hier zu fördernden Mengen relativ gering. Die Ringdüse kann auch in einzelne Bereiche
unterteilt sein, die je nach Windrichtung allein zum Ausblasen der Sperrluft benutzt
werden, um diese Massnahme möglichst wirksam durchzuführen.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden weiter beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform des Abgasrohres mit Ejektor,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform des Abgasrohres mit Ejektor und
Fig. 3 eine Ausführungsform des Ejektors mit zusätzlicher Sperrluftausblasung.
[0014] Durch das Abgasrohr 1, von dem nur der Endbereich dargestellt ist, werden gemäss
Pfeil 2 die heissen Abgase in die Umgebung abgegeben. Das freie Ende 3 ist von einem
Mantelrohr 4 umgeben, der hier als sich unstetig erweiternder Doppelkegel ausgebildet
ist. Das Mantelrohr 4 besitzt einen Einlauf 5, der das freie Ende 3 des Abgasrohres
1 umgreift, so dass auf diese Weise ein Ejektor gebildet ist, der zwischen dem äusseren
Durchmesser des Abgasrohres 1 und dem Einlauf 5 die Umgebungsluft gemäss den Pfeilen
6 ansaugt und mitreisst. Der Kernstrahl 7 behält dabei die Temperatur der Abgase gemäss
Pfeil 2. Die Umgebungsluft gemäss Pfeil 6 bildet an der Innenwandung 8 des Mantelrohres
4 eine Grenzschicht. Zwischen beiden erstreckt sich ein Ring, der als Mischungszone
9 bezeichnet ist und in welchem sich eine Mischtemperatur aus den heissen Abgasen
und der Umgebungsluft einstellt. Wie ersichtlich, ist die Formgebung des Mantelrohres
4 so gewählt, dass sich weder der Kernstrahl 7 noch die Mischungszone 9 an der Innenwandung
8 des Mantelrohres.4 anlgegen können. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das
Mantelrohr 4, insbesondere an seinem freien Ende 10, weiches am meisten gefährdet
ist, eine Temperatur annimmt, die auf jeden Fall unter 100 °C liegt. Damit ist eine
Infrarotortung unter bestimmtem Einblickswinkel nicht mehr möglich, wenn das freie
Ende 3 des Abgasrohres 1 nicht sichtbar ist.
[0015] Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 ist ein zylinderförmiges Mantelrohr 4' vorgesehen.
Die geometrischen Verhältnisse des Innendurchmessers D des Mantelteils 4', des Innendurchmessers
d des Abgasrohres 1 und der überstehenden Länge L des Mantelrohres 4' sind aufeinander
abgestimmt. Das Querschnittsverhältnis ergibt sich von

für Schiffsschornsteine vorgegebener Bauart. Aus Platzgründen ist man bei Schiffsschornsteinen
oft gezwungen, die Querschnittsverhältnisse klein zu wählen. Je nach Querschnittsverhältnis
ist die axiale Länge L = 1-5 D zu wählen.
[0016] Es versteht sich, dass bei den Ausführungsformen der Fig. 1 und 2 nur ein einziger
Ejektor Anwendung findet. Selbstverständlich ist es möglich, auch mehrere Mantelrohre
4 bzw. 4' mit sich jeweils erweiterndem Durchmesser hintereinanderzuschalten, um auf
diese Weise mehrere Ejektoren in Verbindung mit einem Abgasrohr 1 zu schaffen.
[0017] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 baut auf demjenigen der Fig. 2 auf und zeigt zusätzlich
die Anordnung einer Sperrluftausblasung. Zu diesem Zweck ist das Mantelrohr 4' mit
einer Ringleitung 11 versehen, die über einen Anschluss 12 gemäss Pfeil 13 von einer
Druckluftquelle versorgt wird. Das Ausblasen der Sperrluft erfolgt entweder über den
gesamten Umfang oder mit Hilfe geteilter Düsensegmente nur über einen Teil des Umfangs
je nach Windrichtung gemäss den Pfeilen 14. Hierdurch wird eine zusätzliche Grenzschicht
im Bereich des besonders gefährdeten freien Endes 10 des Mantelrohres 4' geschaffen.
Freilich ist damit der Nachteil verbunden, dass für das Gebläse Gewicht und Antriebsenergie
aufgewendet werden muss. Es ist aber möglich, die Sperrluftmenge gering, etwa in der
Grössenordnung von 2% der Abgasmenge, zu halten. Die Sperrluftausblasung kann auch
dann zusätzlich gewählt werden, wenn der äussere Durchmesser des Schornsteins aus
anderen Gründen nicht besonders gross gewählt werden kann.
1. Vorrichtung zur Kühlung des Endes eines Abgasrohres, insbes. Schiffsschornstein,
Auspuffrohr von Panzern, Hubschraubern u.dgl., zur Abfuhr von heissen Gasen von Antriebsmaschinen,
insbesondere Motoren, Turbinen od.dgl., durch Luft zur Begrenzung der ortungswirksamen
Infrarotstrahlung" mit einem das freie Ende des Abgasgasrohres umgebenden sowie sich
darüber hinaus in Ausströmrichtung erstreckenden Mantelrohr, zwischen dem und dem
Abgasrohr ein Ringraum für den Durchtritt der Kühlluft gebildet ist, wobei das Mantelrohr
an allen Stellen einen derart vergrösserten Durchmesser als das Abgasrohr aufweist,
dass sich weder die heissen Abgase des Kernstrahls noch die Mischzone an die Innenwandung
des Mantelrohres anlegen können, dadurch gekennzeichnet, dass das Mantelrohr (4, 4')
mit dem Ende (3) des Abgasrohres (1) einen Ejektor zum Ansaugen und Zumischen von
kühler Umgebungsluft bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen dem Endbereich
(3) des Abgasrohres (1) und dem Mantelrohr (4, 4') gebildete Einlauf des Ejektors
entgegen der Einlaufrichtung (6) der zuzumischenden Umgebungsluft einen sich erweiternden
Querschnitt aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mantelrohr
(4, 4') im Anschluss an den Einlauf (5) zylindrisch oder sich in Strömungsrichtung
erweiternd ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Querschnittsverhältnis
des Mantelrohrs (4, 4') zum Abgasrohr (1) mindestens 1,5 beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mantelrohr
(4, 4') ein weiteres Mantelrohr nachgeschaltet ist, wobei die beiden Mantelrohre einen
zweiten Ejektor bilden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Mantelrohr
(4, 4') eine Ringleitung (11) für die Zufuhr von unter Druck geförderter Sperrluft
vorgesehen ist, die über eine Ringdüse an die Innenwandung des Mantelrohrs ausgeblasen
wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringdüse in einzelne
Bereiche unterteilt ist.
1. Device for cooling the end of an exhaust pipe, especially a ship's funnel, the
exhaust pipe of tanks or helicopters, and the like, so as to remove the hot gases
of drive machinery, especially engines, turbines or the like, by air in order to restrict
the infra-red radiation which permits location detection, the device having a jacket
pipe which surrounds the free end of the exhaust pipe and extends beyond it in the
exit direction, between which jacket pipe and the exhaust pipe there is formed an
annular space for the passage of the cooling air, the jacket pipe having, throughout
its length, a diameter which is sufficiently larger than that of the exhaust pipe
that neither the hot exhaust gases of the core jet nor the mixing zone can touch the
inner wall of the jacket pipe, characterised in that the jacket pipe (4, 4') forms,
together with the end (3) of the exhaust pipe (1), an ejector for drawing in and admixing
cool air from the surroundings.
2. Device according to Claim 1, characterised in that the inlet of the ejector formed
between the end zone (3) of the exhaust pipe (1) and the jacket pipe (4, 4') has a
cross-section which increases counter to the inlet direction (6) of the surrounding
air which is to be admixed.
3. Device according to Claim 1 to 2, characterised in that after the inlet (5) the
jacket pipe (4, 4') is constructed to be cylindrical or flared in the flow direction.
4. Device according to Claim 1 to 3, characterised in that the ratio of the cross-section
of the jacket pipe (4, 4') to the exhaust pipe (1) is not less than 1.5.
5. Device according to Claim 1 to 4, characterised in that the jacket pipe (4, 4')
is followed by a further jacket pipe, with the two jacket pipes forming a second ejector.
6. Device according to Claim 1 to 5, characterised in that in one jacket pipe (4,
4') there is provided a circular pipeline (11) for supplying barrier air conveyed
under pressure, which air is blown, via a circular jet, against the inner wall of
the jacket pipe.
7. Device according to Claim 6, characterised in that the circular jet is subdivided
into individual zones.
1. Dispositif pour le refroidissement d'une extrémité d'un conduit de gaz usés en
particulier d'une cheminée de navire, d'un tuyau d'échappement de char, d'hélicoptère
et analogues, pour l'évacuation de gaz brûlants de machines d'entraînement, en particulier
de moteurs, turbines ou analogues, au moyen de l'air, en vue de Imiter le rayonnement
infrarouge favorisant le repérage, dispositif comportant une chemise tubulaire qui
entoure l'extrémité libre du conduit de gaz usés et qui s'étend au-delà dans le sens
de l'écoulement, un espace annulaire étant formé entre la chemise tubulaire et le
conduit de gaz usés, pour le passage de l'air de refroidissement, cependant que la
chemise tubulaire présente, en tous endroits, un diamètre accru par rapport à celui
du conduit de gaz usés, de sorte que ni les gaz brûlants du jet central ni la zone
de mélange ne peuvent s'appliquer à la paroi intérieure de la chemise tubulaire, caractérisé
en ce que la chemise tubulaire (4, 4') forme, avec l'extrémité (3) du conduit de ganz
usés, un éjecteur pour l'aspiration et l'addition, par mélange, d'air ambiant froid.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'entrée de l'éjecteur,
formée entre la zone d'extrémité (3) du conduit de gaz usés (1) et la chemise tubulaire
(4, 4') comporte une section transversale s'élargissant dans le sens contraire de
celui (6) de l'entrée de l'air ambiant à ajouter par mélange.
3. Dispositif suivant les revendications 1 à 2 caractérisé en ce qu'à la suite de
l'entrée (5), la chemise tubulaire (4, 4') est cylindrique ou s'élargit dans le sens
de l'écoulement.
4. Dispositif suivant les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rapport des
sections transversales de la chemise tubulaire (4, 4') et du conduit de gaz usés (1)
est d'au moins 1,5.
5. Dispositif suivant les revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'à la suite de
la chemise tubulaire (4, 4'), il est disposé une autre chemise tubulaire, les deux
formant un deuxième éjecteur.
6. Dispositif suivant les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, dans une chemise
tubulaire (4, 4'), on prévoit une conduite annulaire (11) pour l'alimentation en air
de barrage sous pression, qui est soufflé, par l'intermédiaire d'une buse annulaire,
contre la paroi intérieure de la chemise tubulaire.
7. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce que la buse annulaire
est divisée en différentes zones.
