(19)
(11) EP 0 036 905 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.10.1981  Patentblatt  1981/40

(21) Anmeldenummer: 80107283.6

(22) Anmeldetag:  21.11.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E04C 3/30
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 29.03.1980 DE 8008815 U

(71) Anmelder: Holdschlag, Heinrich
D-4280 Borken (DE)

(72) Erfinder:
  • Holdschlag, Heinrich
    D-4280 Borken (DE)

(74) Vertreter: Hauck, Hans, Dipl.-Ing. et al
Mozartstrasse 23
D-80336 München
D-80336 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Stütze zur Erstellung von Gebäuden


    (57) Die Erfindung betrifft eine Stütze zur Erstellung von Gebäuden, die vier Eckelemente aufweist, welche durch ein tragendes Mittelelement miteinander verbunden sind. Das tragende Mittelelement ist an Stellen unterbrochen, an denen Deckenträger, Binder, Sparren, Pfetten und dgl. Bauelemente durch die Stütze geführt werden sollen, während die Eckelemente durchlaufend ausgebildet sind. Die Stütze kann als Holzkonstruktion, Stahlkonstruktion oder Verbundkonstruktion ausgebildet sein.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Stütze zur Erstellung von Gebäuden mittels von mehreren Stützen getragenen Deckenträgern, Bindern, Sparren, Pfetten und dergleichen Bauelementen, welche vier miteinander verbundene Eckelemente aufweist, deren Abstand voneinander mindestens in einer orthogonalen Richtung mindestens der Stärke eines Deckenträgers, Binders, Sparrens, einer Pfette u. dergl. entspricht.

    [0002] Derartige Stützen können vorgefertigt werden und ermöglichen das Erstellen von Häusern, Hallen u. dergl. Gebäuden nach dem Fertigbauprinzip, wobei die vorgefertigten Bauteile an der Baustelle montiert werden. Die Stützen haben den Vorteil, daB sie ggf. über mehrere Geschosse durchlaufen können und gleichzeitig einen einfachen Anschluß von Deckenträgern, Bindern etc. ermöglichen, da diese zwischen den Eckelementen hindurchgeführt werden können.

    [0003] Derartige Stützen sind beispielsweise aus der DE-GM 78 33 451 bekanntgeworden. Bei diesen bekannten Stützen sind die Eckelemente durch abnehmbar angeordnete Verkleidungsplatten miteinander verbunden. Soll ein Deckenträger, Binder etc. durch die Stütze hindurchgeführt werden, werden an dieser Stelle die Verkleidungsplatten entfernt, und der Deckenträger bzw. Binder wird beispielsweise mittels Bolzen an den Eckelementen befestigt.

    [0004] Es hat sich jedoch gezeigt, daB eine derartige Konstruktion nur geringen statischen Anforderungen genügt, da hierbei die Verkleidungsplatten im wesentlichen nur eine Verbindungsfunktion zwischen den Eckelementen ausüben und keine tragende Funktion besitzen. Statt dessen werden die auftretenden Kräfte und Momente von den Eckelementen aufgenommen und abgeleitet, deren Abmessungen jedoch aufgrund der baulichen Gegebenheiten Grenzen unterworfen sind.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stütze der gattungsmäßigen Art zu schaffen, die verbesserte statische Eigenschaften aufweist. Diese Aufgabe wird bei einer eingangs beschriebenen Stütze erfindungsgemäB'dadurch gelöst, daB die Eckelemente durch ein tragendes Mittelelement miteinander verbunden sind.

    [0006] (Verbundelement) Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Stütze\haben die Eckelemente im wesentlichen nur eine Versteifungsfunktion für die Stütze, während die auftretenden Kräfte bzw. Momente allein von dem Mittelelement aufgenommen und abgeleitet werden. Die Übertragung der Kräfte bzw.

    [0007] Momente von einem Deckenträger auf die Stütze findet dabei beispielsweise so statt, daß der Deckenträger zwischen die Eckelemente in die Stütze eingeführt wird und dabei auf dem tragenden Mittelelement aufliegt. Die Eckelemente erstrecken sich seitlich am Deckenträger vorbei und stellen somit eine seitliche Halterung für diesen dar. Neben ihrer versteifenden Funktion haben somit die Eckelemente die Aufgabe, das AnschlieBen von Deckenträgern, Bindern, Sparren, Pfetten etc. an die Stütze zu erleichtern. Dieses trifft ebenfalls auf Wandelemente, Fenster u. dergl. Bauelemente zu, die ebenfalls in dem zwischen zwei Eckelementen befindlichen Zwischenraum an der Stütze montiert werden können.

    [0008] Somit .ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäB ausgebildeten Stütze das tragende Mittelelement an Stellen unterbrochen, an denen, die Deckenträger, Binder, Sparren, Pfetten u. dergl; Bauelemente durch die Stütze geführt werden sollen. Bei eingeschossiger Bauweise wird somit das tragende Mittelelement kürzer ausgebildet als die Eckelemente, so daB im oberen Endbereich der Stütze die entsprechenden Träger, Binder u. dergl. angeschlossen werden können. Soll sich die erfindungsgemäßausgebildete Stütze über mehrere Geschosse erstrecken, so daB die Eckelemente die Höhe von mindestens zwei Geschossen aufweisen, so besteht das tragende Mittelelement aus mehreren, den jeweiligen GeschoBhöhen entsprechenden Einzelelementen, die im Abstand der jeweiligen GeschoBdeckenträger voneinander angeordnet sind. Bei einer derartigen Bauweise werden die Deckenträger in die jeweiligen Zwischenräume zwischen den Einzelelementen eingeführt, so daB sie auf dem unteren Element aufliegen. Das darüber angeordnete Element stützt sich dann auf dem Deckenträger ab und kann selbst ggf. weitere Deckenträger, Binder, Sparren u. dergl. tragen. Offensichtlich haben somit bei mehrgeschossiger Bauweise die durchlaufenden Eckelemente der Stütze auch die Aufgabe, die einzelnen Längen des tragenden Mittelelementes miteinander zu verbinden.

    [0009] ZweckmäBigerweise ist die erfindungsgemäBausgebildete Stütze so ausgestaltet, daB das tragende Mittelelement in mindestens einer orthogonalen Richtung gegenüber der AuBenseite der Eckelemente zurückspringt. Diese Ausgestaltung eröffnet die Möglichkeit des Anschlusses von Wandelementen, Fenstern u. dergl. Bauelementen an die Stütze, wobei diese in den zwischen zwei benachbarten Eckelementen vorhandenen Zwischenraum eingeschoben werden. Naturgemäß empfiehlt es sich, diesen Raum so zu bemessen, daB er an die Stärke der Wandelemente, Fenster u. dergl. angepaßt ist. Der Raum kann des weiteren auch zur Aufnahme von Leitungen, Rohren u. dergl. Installationen genutzt werden, je nach Ausgestaltung. NaturgemäB wird eine Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, bei der in beiden orthogonalen Richtungen derartige Räume zum Anschließen von Wandelementen, Fenstern bzw. zur Aufnahme von Leitungen, Rohren u. dergl. zur Verfügung stehen.

    [0010] Bezüglich der Abmessung des Abstandes zwischen den Eckelementen der Stütze ergibt sich eine Reihe von Möglichkeiten, die vom jeweiligen Einsatzzweck der Stütze abhängen. So weisen bei einer Ausführungsform die Eckelemente in beiden orthogonalen Richtungen einen Abstand voneinander auf, der mindestens der Stärke eines Deckenträgers, Binders, Sparrens, einer Pfette u. dergl.-Bauelementes entspricht. Bei dieser Ausführungsform kann die Stütze in beiden orthogonalen Richtungen beispielsweise einen Deckenträger aufnehmen, der zwischen den entsprechenden Eckelementen hindurchgeführt ist. Andere Ausführungsformen sind möglich, bei denen der Abstand der Eckelemente so bemessen ist, daB in einer orthogonalen Richtung ein Deckenträger durch die Stütze hindurchführbar ist, während in der anderen orthogonalen Richtung in der vorstehend beschriebenen Weise Wandelemente bzw. Fenster angeschlossen werden können. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Eckelemente in einer orthogonalen Richtung einen Abstand voneinander aufweisen, der mindestens der Stärke eines Deckenträgers und Sparrens entspricht, und in der anderen orthogonalen Richtung einen Abstand voneinander, der mindestens der Stärke einer Pfette entspricht. Bei dieser Ausführungsform ist das tragende Mittelelement im oberen Endbereich der Stütze zur Ausbildung eines durch Deckenträger, Sparren und Pfette bestehenden Knotens ausgenommen. Der Deckenträger erstreckt sich hierbei in einer orthogonalen Richtung durch die Stütze hindurch und liegt auf dem tragenden Mittelelement auf. Aus der anderen orthogonalen Richtung wird die FuBpfette durch die Stütze hindurchgeführt und liegt auf dem Deckenträger auf. Der Sparren wird aus der gleichen orthogonalen Richtung wie der Deckenträger durch die Stütze hindurchgeführt und stützt sich dabei auf der FuBpfette ab. Die Eckelemente der Stütze dienen als seitliche Halterung für den aus Deckenträger, FuBpfette und Sparren bestehenden Knoten und erstrecken sich bis zum oberen Sparrenrand.

    [0011] sich Offensichtlich lassen/somit mit der erfindungsgemäB ausgestalteten Stütze derartige Knoten ohne großen Montageeinsatz auf der Baustelle herstellen, wobei die zugehörigen Bauelemente weitgehend vorgefertigt sein können. Es sei nochmals erwähnt, daB infolge der Anordnung des tragenden Mittelelementes von der Stütze relativ groBe Lasten bzw. Moments aufgenommen und abgeführt werden können, ohne daß die Stützenabmessungen hierzu übermäBig groB ausgelegt werden müssen. Durch die Anordnung der durchlaufenden Eckelemente lassen sich auch Stützen fertigen, die sich über mehrere Geschosse erstrecken, wobei die Mittelelemente an denjenigen Stellen unterbrochen sind, an denen tragende Bauelemente in die Stütze eingeführt werden sollen. Des weiteren haben die Eckelemente neben ihrer versteifenden Funktion die Aufgabe, den Anschluß von anderen Bauelementen an die Stütze zu ermöglichen bzw. zu erleichtern.

    [0012] Um die Verankerung der Stütze in einem Fundament zu ermöglichen, ist das tragende Mittelelement zweckmäBigerweise im unteren Stützenendbereich zwischen den Eckelementen mit mindestens einem sich über die Eckelemente hinauserstreckenden StützfuB versehen. Dieser StützfuB kann beispielsweise als Flach- oder U-Eisen ausgebildet sein und wird in einfacher Weise im Fundament einbetoniert, so daB sich ein fester Halt für die Stütze ergibt. Dadurch, daß der Stützfuß zwischen den Eckelementen angeordnet ist, bleibt er für das Auge relativ verborgen und erhält durch die Eckelemente weiteren seitlichen Halt.

    [0013] Was die zur Herstellung der Stütze geeigneten Baumaterialien anbetrifft, so kommen bevorzugt Holz und Stahl zur Anwendung. Holzkonstruktionen eignen sich insbesondere für kleinere Bauwerke, beispielsweise Einfamilienhäuser, während Stahlkonstruktionen naturgemäß für Bauwerke geeignet sind, bei denen gröBere Belastungen auftreten, beispielsweise Hallen. Verbundkonstruktionen sind ebenfalls ausführbar, bei denen beispielsweise das Mittelelement aus einem Stahlprofil und die Eckelemente aus Holz bestehen können. Bei reinen Holzkonstruktionen sind das tragende Mittelelement und die Eckelemente vorzugsweise mittels Nut und Feder und Leimverbindung miteinander verbunden.

    [0014] Wenn Stahlprofile für die Konstruktion eingesetzt werden, so bieten sich vorzugsweise Doppel-T-Profile oder Kastenprofile an. Die Eckelemente und das Mittelelement werden hierbei zweckmäBigerweise miteinander verschweiBt, obwohl auch Schraub- bzw. Nietverbindungen möglich sind.

    [0015] SchlieBlich sei noch auf eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung hingewiesen, bei der das tragende Mittelelement ein Verbundelement aus einem Doppel-T-Profil aus Stahl und Holz ist, oder Stahlprofilen während die Eckelemente aus Holz/bestehen. Hierbei besitzt das Mittelelement ein verbessertes Tragvermögen. Die Eckelemente weisen Aussparungen auf, in die die jeweiligen Flanschendbereiche des Doppel-T-Profiles eingeführt sind, so daB sich eine gute Verzahnung zwischen dem Mittelelement und den Eckelementen ergibt. Im übrigen sind die Eckelemente mit den Holzteilen des Mittelelementes verbunden. Bei dieser Konstruktion sind diverse AnschluBvarianten von Trägern, Bindern etc. denkbar, wobei ggf. bei durchlaufendem Doppel-T-Profil nur die Holzteile des Mittelelementes zur Aufnahme der Träger, Binder etc. unterbrochen sind.

    [0016] Die Erfindung wird nunmehr anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäB ausgebildeten Stütze;

    Fig. 2 einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäB ausgebildeten Stütze, wobei'die Stütze in Verbindung mit zwei Wandelementen gezeigt ist;

    Fig. 3 eine schematische perspektivische Ansicht von zwei erfindungsgemäB ausgebildeten Stützen in Verbindung mit einem Deckenträger, einem Sparren und einer Fußpfette; und

    Fig. 4 eine Vorderansicht eines Stützenfußes.



    [0017] Die in Fig. 1 im Querschnitt dargestellte erfindungsgemäB ausgebildete

    1 besteht aus einem Mittelelement 2 und vier Eckelementen 3. Sowohl das Mittelelement 2 als auch die Eckelemente 3 bestehen aus Massivholzelementen, die über Nut und Feder 4 sowie Leimverbindungen aneinander befestigt sind. Die Eckelemente 3 sind in bezug auf das Mittelelement 2 so angeordnet, daB sich zwischen benachbarten Eckelementen Freiräume 13 ergeben, die zum Anschließen von anderen Bauelementen an die Stütze, beispielsweise Trägern, Bindern, Sparren, Pfetten, Wandelementen, Fensterelementen u. dergl. Verwendung finden können.

    [0018] Die Stütze ist im wesentlichen so ausgebildet bzw. bemessen, daB das Mittelelement 2 im wesentlichen die statischen Aufgaben (Lastabnahme) wahrnimmt, während die Eckelemente 3 zur Versteifung der Stütze bzw. als Montageelemente zum Anschließen der erwähnten Bauelemente dienen. Von wesentlicher Bedeutung ist, daB in denjenigen Fällen, in denen Träger, Binder u. dergl. in die Stütze hinein bzw. durch die Stütze hindurch geführt werden, das Mittelelement 2 unterbrochen ist, so daB diese Bauelemente auf dem Mittelelement aufliegen können, während die Eckelemente 3 durchlaufen und somit eine seitliche Halterung für die Bauelemente bilden. Auch wenn sich die Stütze über mehrere Geschosse erstreckt, sind die Eckelemente 3 durchlaufend ausgebildet, während das Mittelelement 2 an denjenigen Stellen ausgenommen ist, an denen beispielsweise Deckenträger in die Stütze hineingeführt werden sollen. Die Eckelemente 3 sichern somit auch den Zusammenhalt des Mittelelementes, falls dieses aus mehreren Einzelelementen bestehen sollte. Beispielsweise kann eine derartige Stütze im Querschnitt quadratisch ausgebildet und von Ecke zu Ecke 25 cm breit sein, während die im Querschnitt quadratischen Eckelemente eine Breitenabmessung von 7 cm aufweisen können.

    [0019] Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten Stütze 5 ebenfalls im Querschnitt. Bei dieser Stütze sind die Eckelemente 9 ebenfalls aus Massivholz (Brettschichtholz) ausgebildet, während das Mittelelement 6 als Verbundelement aus zwei Holzteilen 8 und einem Doppel-T-Stahlträger 7 ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform weist das Mittelelement 6 im Vergleich zu der Ausführungsform der Fig. 1 ein verbessertes Tragvermögen auf. Die Eckelemente 9 sind mit Ausnehmungen 10 versehen, in die sich die Flanschendbereiche 11 des Doppel-T-Trägers 7 hineinerstrecken. Dadurch wird eine gute Verzahnung der Eckelemente 9 mit dem Mittelelement 6 erreicht. Im übrigen sind die Eckelemente auch hier wieder mit den Holzteilen 8 des Mittelelementes verleimt. Dies schlieBt jedoch nicht aus, daB auch andere Verbindungsarten Anwendung finden können.

    [0020] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Stütze sind die Eckelemente 9 in einer orthogonalen Richtung so weit zusammengerückt, daB der dazwischen befindliche Raum zur Aufnahme von relativ dünnen Wandelementen 12 genutzt werden kann. Diese Wandelemente 12 werden in den Zwischenraum eingeschoben und dort in irgendeiner geeigneten Weise befestigt. Auf diese Weise ist eine relativ einfache AnschluBmöglichkeit von Wandelementen an die Stütze gegeben.

    [0021] Fig. 3 zeigt in schematischer Ansicht zwei erfindungsgemäBausgebildete Stützen 20 im fertigmontierten Zustand bei einem Einfamilienhaus. Die Stützen 20 sind in geeigneter Weise in Fundamenten verankert und leiten die Kräfte bzw. Momente der Konstruktion in diese ab. Wie man Fig. 3 entnehmen kann, ist ein horizontal verlaufender Deckenträger 23 durch beide Stützen 20 geführt und liegt dabei auf den beiden Mittelelementen (nicht gezeigt) der Stützenauf. Senkrecht zum Deckenträger 23 erstreckt sich ebenfalls in Horizontalrichtung eine FuBpfette 24, die durch eine Stütze 20 verläuft. Die FuBpfette 24 liegt auf dem Dekkenträger 23 auf. Als weiteres Element erstreckt sich ein Sparren 22 unter dem Winkel der Dachneigung durch die Stütze 20 hindurch und liegt dabei auf der FuBpfette 24 auf. Der Sparren 22 trägt die Elemente des Daches, dessen Abschluß bei 25 dargestellt ist.

    [0022] Aus Fig. 3 kann man entnehmen, daß sich die erfindungsgemäß ausgebildete Stütze in hervorragender Weise zur Aufnahme des hier dargestellten und aus Deckenträger 23, FuBpfette 24 und Sparren 22 bestehenden Knotens eignet. Wie erwähnt, erstreckt sich das Mittel--element der Stütze hierbei nur bis zum Deckenträger 23, der auf dem tragenden Uittelelement aufliegt. Die Eckelemente 21 der Stütze laufen jedoch bis zum oberen Rand des Sparrens 22 durch. Es ist für den Fachmann ersichtlich, daB sich durch die konstruktive Ausgestaltung der Stütze eine sehr einfache Ausbildung des Knotenpunktes ergibt, wobei die entsprechenden Bauelemente auf der Baustelle ohne Schwierigkeiten montiert werden können.

    [0023] Fig. 4 zeigt in schematischer Weise den Anschluß einer Stütze 30 an ein Fundament 35. Dieser Anschluß kann in einfacher Weise dadurch vorgenommen werden, daB die Stütze 30 in ihrem unteren Endbereich mit einem Stützfuß 33 versehen wird, der sich über das untere Ende der Stütze hinauserstreckt. Hierzu kann beispielsweise ein U-Eisen Verwendung finden, das mit der Stütze, wie bei 34 gezeigt, verschraubt sein kann. Der Stützfuß ist dabei nur am Mittelelement 31 der Stütze befestigt, so daB er zwischen zwei benachbarten Eckelementen 32 angeordnet ist. Dies hat den Vorteil,.daB der Stützfuß 33 relativ verdeckt angebracht ist, wobei die Eckelemente 32'ihm einen zusätzlichen seitlichen Halt geben. Das untere Ende des StützfuBes wird bei der Montage der Stütze einbetoniert.


    Ansprüche

    1. Stütze zur Erstellung von Gebäuden mittels von mehreren Stützen getragenen Deckenträgern, Bindern, Sparren, Pfetten u. dergl. Bauelementen, welche vier miteinander verbundene Eckelemente aufweist, deren Abstand voneinander mindestens in einer orthogonalen Richtung mindestens der Stärke eines Deckenträgers, Binders, Sparrens, einer Pfette u. dergl. entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Eckelemente (3,9,21,32) durch ein tragendes Mittelelement (2,6,31) miteinander verbunden sind.
     
    2. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB das tragende Mittelelement (2,6,31) an Stellen unterbrochen ist, an denen die Deckenträger (23), Binder, Sparren (22), Pfetten (24) u. dergl. durch die Stütze (1,5,20,30) geführt werden sollen.
     
    3. Stütze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Eckelemente die Höhe von mindestens zwei Geschossen aufweisen, während das tragende Mittelelement aus mehreren, den jeweiligen GeschoBhöhen entsprechenden Einzelelementen besteht, die im Abstand der jeweiligen Geschoßdeckenträger voneinander angeordnet sind.
     
    4. Stütze nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das tragende Mittelelement (2,6,31) in mindestens einer orthogonalen Richtung gegenüber der Außenseite der Eckelemente (3,9,21,32) zurückspringt.
     
    5. Stütze nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daB die Eckelemente (3,21) in beiden orthogonalen Richtungen einen Abstand voneinander aufweisen, der mindestens der Stärke eines Deckenträgers, Binders, Sparrens, einer Pfette u. dergl. Bauelementes entspricht.
     
    6. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB die Eckelemente (21) in einer orthogonalen Richtung einen Abstand voneinander aufweisen, der mindestens der Stärke eines Deckenträgers (23) und Sparrens (22) entspricht, und in der anderen orthogonalen Richtung einen Abstand voneinander, der mindestens der Stärke einer Pfette (24) entspricht.
     
    7. Stütze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das tragende Mittelelement im oberen Endbereich der Stütze (20) zur Ausbildung eines aus Deckenträger (23), Sparren (22) und Pfette (24) bestehenden Knotens ausgenommen ist.
     
    8. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB die Eckelemente (9) in einer orthogonalen Richtung einen Abstand voneinander aufweisen, der mindestens der Stärke eines Deckenträgers, Binders bzw, Sparrens entspricht, und in der anderen orthogonalen Richtung einen Abstand voneinander, der mindestens der Stärke eines Wandelementes (12) entspricht.
     
    9. Stütze nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daB das tragende Mittelelement (31) im unteren Stützenendbereich zwischen den Eckelementen (32) mit mindestens einem sich über die Eckelemente (32) hinauserstreckenden Stützfuß (33) versehen ist.
     
    10. Stütze nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daB die Eckelemente (3,21,32) und das tragende Mittelelement (2,31) aus Holz bestehen.
     
    11. Stütze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daB die Eckelemente (3) und das tragende Mittelelement (2) mittels Nut und Feder (4) und Leimverbindung miteinander verbunden sind.
     
    12. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daB die Eckelemente und das tragende Mittelelement aus Stahlprofilen bestehen.
     
    13. Stütze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daB das tragende Mittelelement ein Doppel-T-Profil ist.
     
    14. Stütze nach einem der Ansprüche 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daB die Eckelemente und das tragende Mittelelement miteinander verschweiBt sind.
     
    15. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das tragende Mittelelement (6) ein Verbundelement aus einem Doppel-T-Profil (?) aus Stahl und Holz (8) ist, während die Eckelemente(9) aus Holz oder Stahlprofilen bestehen.
     
    16. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daB das tragende Mittelelement und die Eckelemente aus Kastenprofilen bestehen.
     




    Zeichnung