(19)
(11) EP 0 037 437 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
26.11.1986  Patentblatt  1986/48

(21) Anmeldenummer: 80108018.5

(22) Anmeldetag:  18.12.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4: G07F 9/00, G07F 9/06, E05G 1/06

(54)

Tresor zur Aufnahme von Münzen aus Münz-Spielautomaten, insbesondere für eine Aufstellung in Spielhallen

Safe for the receipt of coins from coin-fed amusement apparatuses, particularly for installation in amusement arcades

Coffre-fort pour la réception de monnaies d'appareils pour jeux déclenchés par pièces de monnaie, notamment pour l'installation dans des salons de jeux


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE

(30) Priorität: 06.02.1980 DE 8003414 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.10.1981  Patentblatt  1981/41

(71) Anmelder: Glawe, Hans Jürgen
D-2000 Hamburg 60 (DE)

(72) Erfinder:
  • Glawe, Hans Jürgen
    D-2000 Hamburg 60 (DE)

(74) Vertreter: Richter, Werdermann & Gerbaulet 
Neuer Wall 10
20354 Hamburg
20354 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Tresor zur Aufnmahme von Münzen aus in Spielhallen aufgestellten Münz-Spielautomaten, mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1, aufgefährten Merkmalen.

    [0002] Derartige Tresore dienen insbesondere in Spielhallen, Lokalen oder anderen Räumlichkeiten, in welchen eine größere Anzahl von durch Münzeinwurf betätigbarer Geräte, insbesondere Spielautomaten od.dgl., aufgestellt sind, zur diebstahlsicheren Aufbewahrung der nur in bestimmten Zeitabständen von einer dazu befugten Person abgeholten Münzen.

    [0003] Die Tresore sind unterhalb der Spielgeräte hinter einer vorzugsweise vorhandenen Zwischenwand aufgestellt und entweder an der Wand oder am Boden verankert. Die Einwurfschächte oder Sammelbehälter für die Münzen einer Anzahl von Spielgeräten sind dann über vorzugsweise von der Rückwand der Spielgeräte abgehende und hinter der vorzugsweise vorhandenen Zwischenwand nach unten führende Umlenk-Verbindungsschächte jeweils an eine Münzeneintrittsöffnung des Tresors angeschlossen, so daß die in die angeschlossenen Geräte eingeworfenen Münzen in einer gegebenenfalls gelenkten Fallbewegung automatisch in den Tresor gelangen.

    [0004] Derartige Anordnungen sind bekannt, wobei in den Tresoren unterhalb der Einfallöffnungen Sammelbeutel für die Münzen angeordnet sind, die von Zeit zu Zeit von einem Abholer geleert und ausgewechselt werden können. Vorteilhaft ist bei derartigen Anordnungen, daß sie Schutz gegen Diebstähle durch das Spielpublikum oder andere Personen in der Spielhalle oder dem Lokal bieten, in denen solche Tresore aufgestellt sind. Nachteilig ist dabei aber die Verwendung offener Beutel, die vor allem bei einem Fehlen weiterer Kontrollmöglichkeiten auch einen für zuverlässig gehaltenen Abholer leicht verlocken können, zumindest einen Teil des Geldes aus den Sammelbeuteln zu entnehmen, die darüber hinaus keinerlei Schutz gegen Diebstähle oder Überfälle beim Transport des Geldes bieten.

    [0005] Um diesen Nachteilen zu begegnen, sind diebstahlsichere Transportkassetten entwickelt worden, die bisher auswechselbar in die einzelnen Geräte oder Spielautomaten eingesetzt werden. Diese Transportkassetten besitzen eine mit einem Sperrschieber verschließbare Münzen-Einfallüffnung mit einem zugehörigen Stellmechanismus, der vor dem Einsetzen der Kassette in eine entriegelte Ausgangsstellung gebracht wird und beim Einschieben der Kassette in eine gerätefeste Führung mit einem gerätefesten Anschlagstift zusammenwirkt und gegen die Kraft einer Feder in eine die Münzen-Einfallöffnung freigebende Stellung zurückgeschoben wird, bevor die Kassette in dem Gerät verriegelt wird. Beim Herausnehmen der Kassette aus dem Gerät wird dann die Einfallöffnung durch den von der Feder zurückgeschobenen Schieber geschlossen und der Schieber von einer Rastvorrichtung des Stellmechanismus sicher verriegelt. Die durch das im Hinblick auf eine nicht zu häufige Auswechselung dieser Kassetten gewählte Fassungsvermögen und den Platz für den Einbau des Stell- und Verriegelungsmechnismus bestimmte Größe dieser bekannten Kassetten führt zu einem Raumbedarf, der den Einsatz dieser Kassetten nur in verhältnismäßig großen Geräten zuläßt. Ausserdem erfordert die Ausrüstung der Tresore mit derartig ausgebildeten Kassetten zusätzliche Geräteeinbauten, die den Herstellungsaufwand und damit die Kosten der Geräte erhöhen.

    [0006] Um den optischen Eindruck der Spielgeräte nicht zu beeinträchtigen und aus Gründen der Diebstahlsicherheit ist es außerdem nicht erwünscht, daß die Kassetten an der Geräteaußenseite sichtbar sind. Das Gerät muß deshalb zum Auswechseln der Kassetten geöffnet werden, so daß der Auswechselvorgang verhältnismäßig umständlich und zeitraubend ist und darüber hinaus auch noch vom Publikum,den Spielern od.dgl. mit verfolgt und beobachtet werden kann.

    [0007] Aus diesen Gründen werden diebstahlsichere Transportkassetten trotz ihrer Vorteile nur in beschränktem Umfang eingesetzt.

    [0008] Bekannt ist ferner ein Tresor zur Aufnahme von Münzen aus einem Münz-Fernsprecher (GB-A-1 315971). Dieser Tresor, der integrierter Bestandteil einer Sockelplatte für eine Fernsprechzelle ist, besteht aus einer Eintrittsöffnung für die Münzen in seiner oberen Abdeckplatte und aus einem unterhalb der Eintrittsöffnung in dem Tresorinnenraum herausnehmbar angeordneten Sammelbehältnis für die Münzen, das als eine einschiebbare Transportkassette mit einer beim Herausnehmen der Transportkassette aus dem Tresor selbsttätig durch eine federbeaufschlagte, horizontal zu bewegende Verschlußplatte verschließbaren Einfüllöffnung für die Münzen ausgebildet ist. Die Transportkassette ist in dem Tresor auf dessen Boden stehend angeordnet, wobei die Einfallöffnung in der oberen Abdeckplatte der allseitig geschlossen ausgebildeten Transportkassette unterhalb der Austrittsöffnung eines mit dem Münz-Fernsprecher verbundenen Zuführschachtes für die Münzen zum Tresor angeordnet ist. Das Verschließen der Einfallöffiiung in der oberen Abdeckplatte der Transportkassette, wenn diese aus dem Tresor herausgenommen wird, erfolgt mittels der Verschlußplatte.

    [0009] Es ist bei diesem bekannten Tresor nachteilig, daß die Einfallöffnung in einem Abstand von der Austrittsöffnung des Münzzuführschachtes angeordnet ist, so daß die Möglichkeit besteht, den Münzzulauf zur Transportkassette abzuzweigen, d.h. solche Manipulationen vorzunehmen, daß die Münzen in den Tresorinnenraum geleitet werden, jedoch nicht in den Innenraum des Sammelbehältnisses. Außerdem muß die Transportkassette mit den Abmessungen des Innenraumes des Tresors übereinstimmende Abmessungen aufweisen, da sonst beim Einsetzen der Transportkassette in den Innenraum des Tresors nicht gewährleistet ist, daß die Einfallöffnung in der oberen Abdeckplatte der Transportkassette mit der Austrittsöffnung des Münzzuführungsschachtes fluchtet. Der Zwischenraum zwischen der oberen Abdeckung der Transportkassette und der oberen Tresorabdeckung macht auch eine Manipulation der die Einfallöffnung verschließenden Verschlußplatte möglich. Durch Einführen eines geeigneten Werkzeuges, wie z.B. eines einendseitig abgebogenen Stabes, kann das Verschließen der Einfallöffnung verhindert werden, so daß nach der Entnahme der Transportkassette dieser die in ihr enthaltenen Münzen widerrechtlich entnommen werden können.

    [0010] Eine andere Art der Münzaufnahme ist der US-A-3 428 216 zu entnehmen. Hier ist ein Sammelbehältnis mittels Führungen in den Innenraum eines Verkaufsautomaten einschiebbar, das im eingeschobenen Zustand mittels eines Schlosses in dem Gehäuse gegen unbeabsichtigtes Herausziehen gesichert ist.

    [0011] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung löst die Aufgabe, einen verbesserten Münzen-Tresor für Spielhallen zu schaffen, der unter Verbesserung der Diebstahlssicherheit der automatisch von einzelnen Spielgeräten in den Tresor geleiteten Münzen auch eine erhöhte Sicherheit gegen Diebstahl und andere Gefahren beim Abholen und beim Transport der von Zeit zu Zeit aus dem Tresor entnommenen Münzen gewährleistet.

    [0012] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung einen Tresor zur Aufnahme von Münzen aus in Spielhallen aufgestellten Münz-Spielautomaten vor, der, die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufweist.

    [0013] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind gegenüber den bekannten diebstahlsicheren Vorrichtungen und Tresoren mit auswechselbaren Beuteln oder Transportkassetten für die Geldaufnahme darin zu sehen, daß ein verbesserter Diebstahlschutz beim Abholen und Transport des Geldes gegeben ist, das in den diebstahlsicheren Transportkassetten sicher geschutzt ist, so daß ein Diebstahl ohne Aufbrechen und damit vor allem ein unbemerktes Entnehmen von Geld durch den Abholer ausgeschlossen ist. Im Hinblick auf die beträchtlichen Summen, die in größeren Spielhallen umgesetzt werden, ist ein wesentlicher Vorteil der Erfindung auch darin zu sehen, daß der Tresor ohne Aufwand von hohen Kosten auch eine nachträgliche Ausrüstung von Spielhallen gestattet. Der Tresor gewährleistet somit eine gegenüber bekannten Anordnungen erheblich verbesserte Diebstahlsicherheit, da ein unerwünschtes Offnen der Kassetten nur möglich ist, wenn diese aufgebrochen bzw. zerstört werden. Hinzu kommt noch, daß die im Innenraum des Tresors der diebstahlgesicherten Aufbewahrungs- und Transporteinrichtung für die Münzen angeordneten Transportkassetten lagegesichert sind und nicht ohne weiteres nach erfolgtem Offnen des Tresors diesem entnommen werden können. Beim Einschieben der Transportkassetten ist immer gewährleistet, daß die Einfallöffnungen mit den Münzaustrittsöffnungen der Zuführungsschächte fluchten. Ein seitlicher Münzaustritt wird vermieden.

    [0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung qehen aus den Unteransprüchen hervor.

    [0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnung näher erläutert.

    [0016] Der erfindungsgemäß ausgebildete Tresor für beispielsweise drei auswechselbare, in Größe und Aufbau übereinstimmende, diebstahlsichere Transportkassetten 12,12a und 12b als Sammelbehältnis für die Münzen ist mit 10 bezeichnet. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nur die erfindungswesentlichen Teile des Tresors 10 dargestellt und beispielsweise das Sicherheitsschloß bzw. die Sicherheitsschlösser zum Verschließen der Tresortür 11 nicht dargestellt.

    [0017] Der Tresor 10 weist in seiner oberen Abdeckplatte 13 drei den einzelnen Transportkassetten 12,12a,12b zugeordnete Eintrittsöffnungen 15,15a und 15b für die Münzen mit nach oben aus der oberen Abdeckplatte 13 des Tresors 10 herausgeführten Anschlußstutzen 14,14a und 14b für den Anschluß der Stutzen an mit den jeweils darüber angeordneten ufd in der Zeichnung nicht dargestellten Spielautoüaten verbundenen Zuführungsrohre für die Münzen auf

    [0018] Unterhalb einer jeden Eintrittsöffnung 15,15a,15b ist im Innenraum 19 des Tresors 10 ein durchgehender, trichterförmiger Zuführungsschacht 16 bzw. 16a bzw. 16b an der Innenwandfläche der obren Abdeckplatte 13 des Tresors befestigt.

    [0019] In den Austrittsbereichen der drei Zuführungsschächte 16,16a 16b sind eine der Anzahl dieser Schächte entsprechende Anzahl von Trägerplatten 18,18a und 18b angeordnet, von denen jede Trägerplatte zwei seitliche Führungsschienen 20,22 bzw. 20a, 22a bzw. 20b, 22b für die einzuschiebenden Transportkassetten 12, 12a, 12b tragen, wobei je zwei Führungsschienen 20, 22 und 20a, 22a und 20b, 22b paarweise zusammengefaßt sind. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform bestehen die seitlichen Führungsschienen 20,22 und 20a, 22a und 20b, 22b aus U-förmigen Abwinkelungen der Trägerplatten 18, 18a, 18b.

    [0020] Anstelle von getrennt angeordneten Trägerplatten 18, 18a, 18b kann auch eine durchgehende Trägerplatte vorgesehen sein, die die Führungsschienen 20, 22 und 20a, 22a und 20b, 22b für die einzelnen Transport Kassetten 12, 12a, 12b trägt und die an den Seitenwänden und der Rückwand des Tresors 10 befestigt sein kann.

    [0021] Jeweils an einer Führungsschiene der paarweise zusammengefaßten Führungsschienen 20, 22 und 20a, 22a und 20b, 22b für die einzelnen Transportkassetten 12, 12a, 12b, beispielsweise an den Führungsschienen 22, 22a und 22b, ist je ein Ausschnitt 24 bzw. 24a vorgesehen, wobei der Ausschnitt in der Führungsschiene 22b nicht sichtbar ist. Auf die Wirkungsweise dieser Ausschnitte 24 und 24a in den Führungsschienen 22, 22a, 22b wird nachstehend noch näher eingegangen.

    [0022] Ferner ist zwischen den beiden Führungsschienen 20, 22 und 20a, 22a und 20b, 22b ein beispielsweise nach unten abgebogener Lappen der Trägerplatte 18,18a,18b oder an der Tresorrückwand angeordneter, stiftförmiger Anschlag 26 vorgesehen, auf dessen Wirkungsweise nachstehend ebenfalls noch näher eingegangen wird.

    [0023] Jede der Transportkassetten 12, 12a, 12b besteht aus einem Gehäuse 30 mit einer oberen Verschlußplatte 32 und einer in dieser ausgebildeten Durchbrechung 34 als Einfallöffnung für die Münzen. Diese Münzen-Einfallöffnung 34 ist durch einen Sperrschieber 36 eines an der Unterseite der oberen Deckplatte 32 angebrachten Stell- und Verriegelungsmechanismus an sich bekannter Bauart verschließbar.

    [0024] Durch eine Abstufung an den oberen Gehäuselängskanten und der darüberliegenden Seitenränder der Deckplatte 32 sind seitliche kanalartige Führungen 40 und 42 ausgebildet, die die mit den Führungsschienen 20, 22 und 20a, 22a und 20b, 22b der im Tresor 10 fest eingebauten Führungen zusammen wirken. Eine Randaussparung 44 im Bereich der Führung 42 fluchtet bei eingeschobener Transportkassette mit der Aussparung 24 der jeweiligen Führungsschiene 22 bzw. 22a bzw. 22b. Die bei eingeschobener Transportkassette 12 bzw. 12a bzw. 12b übereinanderliegenden Schlitze 24 bzw. 24a und 44 dienen zur Verriegelung der eingeschobenen Transportkassette mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten, durch ein Schloß 46 schwenkbaren und in die Schlitze 24 bzw. 24a und 44 eingreifenden, schwenkfähig an der Transportkassette 12 bzw. 12a bzw. 12b angebrachten Riegels. Ein weiteres Schloß dient zur Öffnung der Transportkassette, deren Deckel 32 zum Entleeren abgenommen werden kann. Ein Handgriff 50 an der Kassettenvorderseite erleichtert das Einschieben und Herausnehmen in den jeweiligen Führungen 20, 22 bzw. 20a, 22a bzw. 20b, 22b.

    [0025] Der in an sich bekannte Stell- und Verriegelungsmechanismus wird bei leerer Transportkassette in eine Vorbereitungsstellung gebracht, in welcher der Schieber 36 die öffnung 34 verschließt, jedoch nicht verriegelt ist.

    [0026] Beim Einschieben beispielsweise der Transportkassette 12 in die Führungen 20,22 wird der Schieber 36 gegen die Kraft einer zum Stellmechanismus gehörenden Feder in eine die Öffnung 34 der Transportkassette 12 freigebende Stellung bewegt, und zwar mittels des durch eine rückwärtige Öffnung in die eingeschobene Kassette eintretenden, im Tresor befestigten Anschlagstiftes 26, der mit einem Gegenanschlag des Stellmechanismus der Transportkassette 12 zusammenwirkt. Die Kassette wird dann in der eingeschobenen Stellung mittels des Schlosses 46 und des in die Schlitze 24 und 44 der Führung geschwenkten Riegels im Tresor gesichert.

    [0027] Die von einem Spielautomaten kommenden Münzen gelangen durch die jeweilige - Eintrittsöffnung 14 in den sich anschließenden Zuführungsschacht 16 durch die unmittelbar an die untere Zuführungsschachtöffnung anschließende, vom Schieber 36 freigtegebene Kassettenöffnung 34 in die Transportkassette.

    [0028] Zum Herausnehmen der Transportkassette wird der Sperrriegel aus den Verriegelungsschlitzen 24 und 44 der Führungsschiene 22 zurückgeschwenkt und die Kassette herausgezogen, wobei der Schieber 36 in seine Schliestellung zurückkehrt und mittels eines in der Vorbereitungsstellung außer Kraft gesetzten Verriegelungsorganes gegen eine erneute Öffnung gesperrt wird. In dieser Sperrstellung ist es nicht möglich, den Schieber 36 beispielsweise mittels eines in seiner Wirkung dem Anschlagstift 26 entsprechenden Werkzeuges zu Öffnen.

    [0029] Eine erneute Öffnung auf diese Weise ist nur möglich, wenn vorher der Stell- und Verriegelungsmechanismus wieder in seine entriegelte Vorbereitungsstellung gebracht wurde.

    [0030] Das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel eines Tresors mit drei auswechselbaren Transportkassetten 12, 12a, 12b ist besonders vorteilhaft, da eine solche Tresorgröße vor allem für eine nachträgliche Ausrüstung einer Spielhalle od.dgl. besonders günstig ist, weil sie bei begrenztem Raumbedarf den Anschluß von Spielautomaten gestattet, die beispielsweise an einer vorgesetzten Zwischenwand aufgehängt werden können, hinter welcher der Tresor 10 im Boden verankert und die Münzen-Zuführungsleitungen von den einzelnen Spielautomaten zu den Einfüllstutzen 14,14a, 14b des Tresors 10 verlegt werden können und damit für das Spielpublikum nicht sichtbar sind.

    [0031] Zur zusätzlichen Sicherung der in dem Innenraum 19 des Tresors 10 angeordneten Zuführungsschächte 16,16a und 16b und der Führungen 20,22 und 20a,22a und 20b,22b kann im oberen Teil des Tresorinnenraumes 19 im Bereich der Offnung der Tür 11 des Tresors 10 eine nach vorn abschließende, vorzugsweise aus Stahlblech bestehende Abdeckplatte 126 vorgesehen sein.


    Ansprüche

    1. Tresor zur Aufnahme von Münzen aus in Spielhallen aufgestellten Münz-Spielautomaten, bestehend aus einem durch die obere Tresorabdeckplatte (13) hindurchgeführten und bis in den Tresorinnenraum geführten Münzzuführschacht (16) und aus einem im Bereich des Münzzuführschachtes in dem Tresorinnenraum (10) herausnehmbar angeordneten Sammelbehältnis für die Münzen, das als eine einschiebbare, diebstahlssichere, allseitig geschlossene Transportkassette (12, 12a, 12b ausgebildet ist derem obere Abdeckplatte (32) eine in eingeschobenem Zustand der Transportkassette (12, 12a, 12b) mit der Anstrittsöffnung des Münzzuführschachtes (16, 16a, 16b) dechungsgleiche Einfallöffnung (34) aufweist, du beim Herausnehem der Transportkassette (12, 12a, 12b) aus dem Tresor (10) selbsttätig durch einen Sperrschieber (36) verschließar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der oberen Abdeckplatte (13) des Tresors (10) eine Anzahl von etwa senkrecht nach unten verlaufenden Zuführschächten (16, 16a, 16b) für die Münzen angeordnet sind, daß jeder Zuführschacht (16, 16a, 16b) in Höhe seines unteren Endes zwischen der Türöffnung und der Rückwand des Tresors (10) eine an seinem unteren Ende befestigte, zum Tresorboden parallele Trägerplatte (18, 18a, 18b) mit zwei parallel zueinander verlaufenden schienenartigen Seitenführungen (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b) für die in die Führungen einschiebbare und in diesen gehaltene Transportkassette (12; 12a; 12b) trägt, wobei die obere Abdeckplatte (32) einer jeden Transportkassette (12, 12a, 12b) abnehmbar und mittels eines Schlosses verschließar ist, daß jede Transportkassette (12, 12a, 12b) an ihren Seitenwänderen in Transportkassettenlängsrichtung verlaufende nutenförmige Führungen (40, 42) zur Aufnahme der Schienartigen Führungen (20, 22, 20a, 22a, 20b, 22b) aufweist, die bei eingeschobener Transportkassette mit einem in der jeweiligen schienenartigen Führung (42) ausgebildeten Schlitz (24;24a) fluchtet, wobei die Randaussparung (44) und der mit ihr fluchtende Schlitz (24;24a) mittels eines durch ein Schloß (46) drehbaren, an der Transportkassette (12,12a,12b) angeordneten Riegels an den schienenartigen Führungen (20,22;20a,22a;20b,22b) verriegelbar sind und daß der Sperrschieber (36) Teil einer an der Unterseite der Deckelplatte (32) angeordneten Stell- und Verriegelungseinrichtung ist.
     
    2. Tresor nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine gemeinsame, in dem Tresor (10) befestigte und eine Trennwand zum oberen Teil des Tresorinnenraumes (19) bildende Trägerplatte für daran ausgebildete Führungen (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b) für den Einschub der Transportkassetten (12, 12a, 12b).
     
    3. Tresor nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine den oberen Teil des Tresorinnenraumes (19) im Bereich der Türöffnung des Tresors (10) nach vorn abschließende, vorzugsweise aus Stahlblech bestehende Abdeckplatte (126).
     


    Claims

    1. Safe for the reception of coins from coin-fed amusement apparatuses, particularly for installation in amusement arcades comprising a coin feeding shaft (16) leading through the upper safe cover plate (13) into the safe interior and a receptacle for the coins arranged in the area of the coin feeding shaft in the safe interior (10) and removable, which is constructed as a push-in, theft-proof transport safe (12, 12a, 12b) closed on all sides, the upper cover plate (32) of which in pushed-in position of the transport safe (12, 12a, 12b) having an access aperture (34) which matches the exit aperture of the coin feeding shaft (16, 16a, 16b) when the transport safe is in pushed-in position and which is automatically closed by means of a slide lock (36) when the transport safe (12, 12a, 12b) is withdrawn from the safe (10), characterized in that a number of feeding shafts (16, 16a, 16b) for the coins running approximately vertically down is arranged in the upper cover plate (13) of the safe (10), in that each feeding shaft (16, 16a, 16b) at the height of its lower end between the door aperture and the rear of the safe (10) has a supporting plate (18, 18a, 18b) parallel with the bottom of the safe fixed to its lower end with two parallel lateral guides (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b) in the form of rails for the transport cassette (12; 12a; 12b) which can be pushed into these guides and which is held in these guides, whereby the upper cover plate (32) of each transport cassette (12, 12a, 12b) is removable and can be locked by means of a lock, in that each transport cassette (12, 12a, 12b) has guides (40, 42) in the form of grooves at its lateral walls running in the longitudinal direction of the transport cassette to receive the rail-like guides (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b) which, when the transport cassette is pushed-in, is aligned with a slot (24; 24a) provided in the respective rail-like guide (42), whereby the marginal jog (44) and the slot (24, 24a) aligned with it are lockable at the rail-like guides (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b) by means of a bar which can be turned through a lock (46) and which is positioned on the transport cassette (12, 12a, 12b) and in that the slide lock (36) is part of a positioning and locking device which is positioned on the lower side of the cover plate (32).
     
    2. Safe according to claim 1, characterized by a common supporting plate which is fixed in the safe (10) and which forms a deviding panel to the upper part of the safe interior (19) for guides (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b) arranged on this supporting plate for the pushing-in of the transport cassettes (12, 12a, 12b).
     
    3. Safe according to claims 1 and 2, characterized by a cover plate (126) locking the upper part of the safe interior (19) in the area of the door aperture of the safe (10) to the front, which preferably consists of sheet steel.
     


    Revendications

    1. Coffre-fort pour la réception de monnaies d'appareils pour jeux déclenchés par pièces de monnaie, notamment pour l'installation dans des salons de jeux, comportant une goulotte d'amenée des pièces de monnaie (16) traversant la plaque supérieure de recouvrement (13) et allant jusqu'à l'intérieur du coffre-fort et un collecteur de pièces de monnaie placé de manière amovible à l'intérieur du coffre-fort (10) dans la zone de la goulotte d'amenée des pièces de monnaie et formé comme une cassette de transport (12, 12a, 12b) antivol, fermée de tous les côtés et pouvant être introduite par glissement dans le coffre-fort, dont la plaque supérieure de recouvrement (32) présente un orifice de chute (34) coïncidant avec l'orifice d'entrée de la goulotte d'amenée (16,16a, 16b) des pièces de monnaie, lorsque la cassette de transport est introduite par glissement, orifice qui, lorsque l'on retire la cassette de transport (12, 12a, 12b) du coffrefort (10), peut être fermé automatiquement par un registre d'arrêt (36), caractérisé en ce qu'un certain nombre de goulottes d'amenée des pièces de monnaie (16,16a, 16b) descendant de façon à peu près verticale sont placées dans la plaque supérieure de recouvrement (13) du coffre-fort (10), que chaque goulotte d'amenée (16, 16a, 16b) porte, à hauteur de son extrémité inférieure entre l'ouverture de la porte et le dos du coffre-fort (10), une plaque de support (18, 18a, 18b) fixée à son extrémité inférieure et parallèle au fond du coffre-fort qui présente deux guides latéraux (20, 22 ; 20a, 22a ; 20b, 22b) semblables à des rails, parallèles l'un à l'autre, pour la cassette de transport (12, 12a, 12b) qui peut être introduite par glisement dans les guides et qui est maintenue dans ces guides, la plaque supérieure de recouvrement (32) de chaque cassette de transport (12, 12a, 12b) pouvant être retirée et fermée au moyen d'une serrure, que chaque cassette de transport (12, 12a, 12b) présente, sur ses parois latérales, des guides (40, 42) en forme de rainure menés dans le sens longitudinal des cassettes de transport pour le logement des guides du type rail (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b), plaque de recouvrement qui, lorsque la cassette de transport est introduite par glissement, s'aligne sur une fente (24, 24a) formée dans le guide de type rail respectif (42), l'évidement marginal (44) et la fente (24, 24a) s'alignant sur cet évidement pouvant être verrouillé au moyen d'un verrou monté sur la cassette de tranaport (12, 12a, 12b) sur les guides du type rail (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b) pivotant par une serrure (46) et que le registre d'arrêt (36) est une partie d'un dispositif d'arrêt et de verouillage placé sur la face inférieure de la plaque du couvercle (32).
     
    2. Coffre-fort selon la revendication 1, caractérisé par une plaque de support commune, fixée au coffre-fort (10) et formant une cloison par rapport à la partie supérieure de l'intérieur (10) du coffre-fort pour les guides (20, 22; 20a, 22a; 20b, 22b) qui y sont formés pour l'introduction de la cassette de transport (12, 12a, 12b).
     
    3. Coffre-fort selon les revendications 1 et 2, caractérisé par une plaque de recouvrement (126) fermant sur le devant la partie supérieure de l'intérieur (19) du coffre-fort dans la zone de l'ouverture de la porte du coffre-fort (10), constitué de préférence par de la tôle d'acier.
     




    Zeichnung