(19)
(11) EP 0 037 958 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.10.1981  Patentblatt  1981/42

(21) Anmeldenummer: 81102437.1

(22) Anmeldetag:  31.03.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3F24F 13/078
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH IT LI NL SE

(30) Priorität: 03.04.1980 DE 3013147

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmoll, Kurt
    D-8225 Traunreut (DE)
  • Goltz, Rüdiger
    D-8220 Haslach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Abluftleuchte für eine Unterdruckdecke


    (57) Bei einer Abluftleuchte für Unterdruckdecken weist das Leuchtengehäuse (1) eine Anzahl von etwa 5 bis 10 Öffnungen (101, 102) verhältnismäßig großen Querschnittes auf, die durch Deckel (2) aus Kunststoff abdeckbar sind. Die Deckel haben durch Einkerbungen (a bis f) voneinander abgegrenzte, herauschneidbare Bereiche (20, 21), so daß der wirksame Öffnungsquerschnitt und damit der Strömungswiderstand in entsprechenden Stufen veränderbar ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Abluftleuchte mit einem Gehäuse mit einer Öffnung zum Anschluß an eine Absauganlage, und mit einer Drosseleinrichtung zwischen dieser Absauganlage und der Öffnung im Gehäuse in Form eines Kunststoffteiles, dessen Öffnungsquerschnitt durch Abschneiden markierter Teile vergrößerbar ist.

    [0002] Strömungstechnisch sind die einzelnen Abluftleuchten parallel an eine Absauganlage angeschlossen; die über die einzelne Leuchte geführte Abluftmenge hängt daher vom Strömungswiderstand.der Abluftleuchte, d.h. von dem von ihr erzeugten Druckabfall ab, der seinerseits wieder eine Funktion der Luftmenge ist. Wegen dieser Zusammenhänge besteht die Forderung, den Druckabfall einer Abluftleuchte veränderbar zu machen. Hierzu hat man beispielsweise Tellerventile verwendet, mit denen sich der Strömungswiderstand stetig verändern läßt.

    [0003] Mitunter ist es jedoch bereits ausreichend,- wenn man den Strömungswiderstand einer Abluftleuchte stufenweise verändern und einer gegegebenen Anlagenkonfiguration anpassen kann. Eine sehr einfache Einstellmöglichkeit dieser Art ist in der AT-PS 328 678 beschrieben: Danach wird zwischen Absauganlage und das Gehäuse ein konisch verlaufendes Rohrstück aus Kunststoff gesetzt, von dem sich durch Einkerbungen markierte Teile abschneiden lassen, wodurch der wirksame Querschnitt und damit der Strömungswiderstand einstellbar ist. Diese "Düsen" wurden jedoch immer nur in Anlagen eingesetzt, bei denen die einzelnen Abluftleuchten mit der Absauganlage durch Abluftrohre verbunden sind.

    [0004] Bei Abluftanlagen mit Unterdruckdecke ist man dagegen andere Wege gegangen: Die Gehäuse der hierfür verwendeten Abluftleuchten weisen auf ihrer Oberseite eine Vielzahl von verhältnismäßig kleinen Schlitzen auf, deren effektiver Querschnitt durch querverschiebbare Abdeckleisten veränderbar ist. Eine solche aus dem DE-Gbm 71 35 369 bekannte Abluftleuchte ist aber nicht nur verhältnismäßig aufwendig; ihr haftet auch der Nach-' teil an, daß der durch die Verstelleinrichtung abdeckbare Bereich von Arbeitspunkten verhältnismäßig klein ist. Vor allem lassen sich keine hohen Widerstände (größer 10 Pascal) bei niedrigem Volumenstrom (kleiner 80 m3pro Stünde) einstellen.

    [0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den mit einer Abluftleuchte der eingangs genannten Art überatreichbaren Einstellbereich mit einfachen Mitteln zu vergrößern. Die Lösung dieser Aufgabe ist durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gekennzeichnet.

    [0006] Die Erfindung schafft somit eine Abluftleuchte, deren Einstellbereich durch Wahl einer entsprechend großen Anzahl von Öffnungen allen praktisch auftretenden Bedingungen gerecht wird. Zur Einstellung dienen dabei billige Kunststoffdeckel, durch die ein Teil der Öffnungen vollständig geschlossen und gegebenenfalls der Durchtrittsquerschnitt einer weiteren Öffnung durch Ausschneiden eines Teiles des Deckels reduziert ist.

    [0007] Besonders vorteilhaft ist es, in den beiden Längswänden des Gehäuses der Abluftleuchte jeweils fünf gleichmäßig verteilte kreisrunde Öffnungen mit einem Querschnitt von mindestens 20 ."cm vorzusehen und kreisrunde Deckel mit konzentrischen Einkerbungen zu verwenden. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art wird anhand der Figuren näher erläutert; es zeigen

    FIG 1 einen Querschnitt durch eine Abluftleuchte,

    FIG 2 eine Draufsicht auf einen Deckel,

    FIG 3 einen Querschnitt durch diesen Deckel entlang Linie III-III in FIG 2, und

    FIG 4 ein Volumenstrom-/Druckdiagramm, das den überdeckten Einstellbereich erkennen läßt.



    [0008] Das mit 1 bezeichnete Gehäuse der Abluftleuchte hat im wesentlichen vertikale Seitenwände 11, 12, eine Lichtaustrittsöffnung 13 und einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt. In den Seitenwänden sind jweils fünf kreisrunde Öffnungen mit gleichem Querschnitt und untereinander gleichem Abstand angeordnet, von denen zwei Öffnungen 101 und 102 in FIG 1 erkennbar sind. In dem Gehäuse ist mittig die Leuchtstofflampe 10 und um sie herum ein rinnenförmiger Reflektor angeordnet. Letzterer besteht aus einem fest in dem Gehäuse montierten Dachspiegel 141 und zwei Seitenspiegeln 142, 143, die zusammen mit einem Raster eine aus dem Gehäuse herausnehmbare Einheit bilden. Seitenspiegel und Dachspiegel sind so angeordnet, daß zwischen ihnen jeweils ein Längsspalt 140 offenbleibt, durch die vom Raum durch die Lichtaustrittsöffnung 13 eintretende Abluft zu den Öffnungen 101, 102 gelangt.

    [0009] Jede der Öffnungen in dem Gehäuse 1 ist durch einen kreisrunden Deckel 2 aus Kunststoff verschließbar, der hierzu auf der Innenseite einen kreisrunden Wulstrand 23 und vier hakenförmige Federarme 22 aufweist, die durch die Öffnungen 101, 102 greifen und sich hinter den Kanten der Öffnung verhaken. Der Wulstring dient dabei der Abdichtung.

    [0010] Auf der Vorderseite-weist der Deckel 2 koaxiale Einkerbungen a bis f auf, durch die ein kreisförmiger Innenteil 20 und konzentrische Kreisringe 21 gebildet werden. Jede der Einkerbungen begrenzt somit eine der möglichen Öffnungsquerschnitte.

    [0011] In FIG 4 ist der Druckabfall d P (Ordinate) über dem Abluftvolumenstrom V (Abszisse) aufgetragen, wobei die Anzahl der abgedeckten Öffnungen bzw.. die jeweils zum Einsatz kommende Schneidrille als Parameter am oberen Rand angegeben ist. Daraus ist ersichtlich, daß sich einerseits Volumenströme .bis zu 500 m3pro Stunde bei einem Druckabfall von 30 Pascal bewältigen lassen (alle Öffnungen offen), daß aber trotzdem auch bei einem so niedrigen Volumenstrom wie 20 m3pro Stunde immer noch ein Druckabfall von mehr als 20 Pascal erreichbar ist. In letzterem Fall sind neun Öffnungen vollständig verschlossen und im Deckel der zehnten Öffnung ist das mittlere Teilstück 20 herausgeschnitten, so daß die Durchtrittsöffnung durch die Einkerbung f bestimmt ist.


    Ansprüche

    1. Abluftleuchte mit einem Gehäuse mit einer Öffnung zum Anschluß an eine Absauganlage, und mit einer Drosseleinrichtung zwischen dieser Absauganlage und der Öffnung im Gehäuse in Form eines Kunststoffteiles, dessen Öffnungsquerschnitt durch Abschneiden markierter Teile vergrößerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) mindestens zwei Öffnungen (101, 102) gleicher Form und gleichen Querschnitts aufweist, daß diese Öffnungen durch einsprengbare Deckel (2) aus Kunststoff verschließbar sind, und daß diese Deckel ausschneidbare Teile (20, 21) aufweisen, die durch Einkerbungen (a bis f) voneinander abgegrenzt sind.
     
    2. Abluftleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (101, 102) des Gehäuses (1) in dessen vertikalen Seitenwänden (11, 12) angeordnet und gleichmäßig über die Länge des Gehäuses verteilt sind.
     
    3. Abluftleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Öffnungen (101, 102) auf die beiden Seitenwände (11, 12) des Gehäuses (1) gleichmäßig verteilt sind.
     
    4. Abluftleuchte nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Lichtaustrittsöffnung (13) des Gehäuses (1) und den Öffnungen - (101, 102) ein rinnenförmiger Reflektor für eine Leuchtstofflampe (10) angeordnet ist, der in seinem oberen Drittel zwei symmetrisch zur Mittellinie verlaufende Längsschlitze (140) aufweist, die zwischen einem fest im Gehäuse montierten Dachspiegel (141) und zwei herausnehmbaren Seitenspiegeln (142, 143) gebildet ist.
     
    5. Abluftleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Öffnungen (101, 102) des Gehäuses (1) mindestens einen Querschnitt von 20 m2haben.
     
    6. Abluftleuchte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Öffnungen (101, 102) und die Deckel (2) kreisförmig und die Einkerbungen (a bis f) koaxial angeordnet sind.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht