[0001] Die Erfindung betrifft eine Abluftleuchte mit einem Gehäuse mit einer Öffnung zum
Anschluß an eine Absauganlage, und mit einer Drosseleinrichtung zwischen dieser Absauganlage
und der Öffnung im Gehäuse in Form eines Kunststoffteiles, dessen Öffnungsquerschnitt
durch Abschneiden markierter Teile vergrößerbar ist.
[0002] Strömungstechnisch sind die einzelnen Abluftleuchten parallel an eine Absauganlage
angeschlossen; die über die einzelne Leuchte geführte Abluftmenge hängt daher vom
Strömungswiderstand.der Abluftleuchte, d.h. von dem von ihr erzeugten Druckabfall
ab, der seinerseits wieder eine Funktion der Luftmenge ist. Wegen dieser Zusammenhänge
besteht die Forderung, den Druckabfall einer Abluftleuchte veränderbar zu machen.
Hierzu hat man beispielsweise Tellerventile verwendet, mit denen sich der Strömungswiderstand
stetig verändern läßt.
[0003] Mitunter ist es jedoch bereits ausreichend,- wenn man den Strömungswiderstand einer
Abluftleuchte stufenweise verändern und einer gegegebenen Anlagenkonfiguration anpassen
kann. Eine sehr einfache Einstellmöglichkeit dieser Art ist in der AT-PS 328 678 beschrieben:
Danach wird zwischen Absauganlage und das Gehäuse ein konisch verlaufendes Rohrstück
aus Kunststoff gesetzt, von dem sich durch Einkerbungen markierte Teile abschneiden
lassen, wodurch der wirksame Querschnitt und damit der Strömungswiderstand einstellbar
ist. Diese "Düsen" wurden jedoch immer nur in Anlagen eingesetzt, bei denen die einzelnen
Abluftleuchten mit der Absauganlage durch Abluftrohre verbunden sind.
[0004] Bei Abluftanlagen mit Unterdruckdecke ist man dagegen andere Wege gegangen: Die Gehäuse
der hierfür verwendeten Abluftleuchten weisen auf ihrer Oberseite eine Vielzahl von
verhältnismäßig kleinen Schlitzen auf, deren effektiver Querschnitt durch querverschiebbare
Abdeckleisten veränderbar ist. Eine solche aus dem DE-Gbm 71 35 369 bekannte Abluftleuchte
ist aber nicht nur verhältnismäßig aufwendig; ihr haftet auch der Nach-
' teil an, daß der durch die Verstelleinrichtung abdeckbare Bereich von Arbeitspunkten
verhältnismäßig klein ist. Vor allem lassen sich keine hohen Widerstände (größer 10
Pascal) bei niedrigem Volumenstrom (kleiner 80 m
3pro Stünde) einstellen.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den mit einer Abluftleuchte der eingangs
genannten Art überatreichbaren Einstellbereich mit einfachen Mitteln zu vergrößern.
Die Lösung dieser Aufgabe ist durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gekennzeichnet.
[0006] Die Erfindung schafft somit eine Abluftleuchte, deren Einstellbereich durch Wahl
einer entsprechend großen Anzahl von Öffnungen allen praktisch auftretenden Bedingungen
gerecht wird. Zur Einstellung dienen dabei billige Kunststoffdeckel, durch die ein
Teil der Öffnungen vollständig geschlossen und gegebenenfalls der Durchtrittsquerschnitt
einer weiteren Öffnung durch Ausschneiden eines Teiles des Deckels reduziert ist.
[0007] Besonders vorteilhaft ist es, in den beiden Längswänden des Gehäuses der Abluftleuchte
jeweils fünf gleichmäßig verteilte kreisrunde Öffnungen mit einem Querschnitt von
mindestens 20 ."cm vorzusehen und kreisrunde Deckel mit konzentrischen Einkerbungen
zu verwenden. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art wird anhand der Figuren näher erläutert;
es zeigen
FIG 1 einen Querschnitt durch eine Abluftleuchte,
FIG 2 eine Draufsicht auf einen Deckel,
FIG 3 einen Querschnitt durch diesen Deckel entlang Linie III-III in FIG 2, und
FIG 4 ein Volumenstrom-/Druckdiagramm, das den überdeckten Einstellbereich erkennen
läßt.
[0008] Das mit 1 bezeichnete Gehäuse der Abluftleuchte hat im wesentlichen vertikale Seitenwände
11, 12, eine Lichtaustrittsöffnung 13 und einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt.
In den Seitenwänden sind jweils fünf kreisrunde Öffnungen mit gleichem Querschnitt
und untereinander gleichem Abstand angeordnet, von denen zwei Öffnungen 101 und 102
in FIG 1 erkennbar sind. In dem Gehäuse ist mittig die Leuchtstofflampe 10 und um
sie herum ein rinnenförmiger Reflektor angeordnet. Letzterer besteht aus einem fest
in dem Gehäuse montierten Dachspiegel 141 und zwei Seitenspiegeln 142, 143, die zusammen
mit einem Raster eine aus dem Gehäuse herausnehmbare Einheit bilden. Seitenspiegel
und Dachspiegel sind so angeordnet, daß zwischen ihnen jeweils ein Längsspalt 140
offenbleibt, durch die vom Raum durch die Lichtaustrittsöffnung 13 eintretende Abluft
zu den Öffnungen 101, 102 gelangt.
[0009] Jede der Öffnungen in dem Gehäuse 1 ist durch einen kreisrunden Deckel 2 aus Kunststoff
verschließbar, der hierzu auf der Innenseite einen kreisrunden Wulstrand 23 und vier
hakenförmige Federarme 22 aufweist, die durch die Öffnungen 101, 102 greifen und sich
hinter den Kanten der Öffnung verhaken. Der Wulstring dient dabei der Abdichtung.
[0010] Auf der Vorderseite-weist der Deckel 2 koaxiale Einkerbungen a bis f auf, durch die
ein kreisförmiger Innenteil 20 und konzentrische Kreisringe 21 gebildet werden. Jede
der Einkerbungen begrenzt somit eine der möglichen Öffnungsquerschnitte.
[0011] In FIG 4 ist der Druckabfall d P (Ordinate) über dem Abluftvolumenstrom V (Abszisse)
aufgetragen, wobei die Anzahl der abgedeckten Öffnungen bzw.. die jeweils zum Einsatz
kommende Schneidrille als Parameter am oberen Rand angegeben ist. Daraus ist ersichtlich,
daß sich einerseits Volumenströme .bis zu 500 m
3pro Stunde bei einem Druckabfall von 30 Pascal bewältigen lassen (alle Öffnungen offen),
daß aber trotzdem auch bei einem so niedrigen Volumenstrom wie 20 m
3pro Stunde immer noch ein Druckabfall von mehr als 20 Pascal erreichbar ist. In letzterem
Fall sind neun Öffnungen vollständig verschlossen und im Deckel der zehnten Öffnung
ist das mittlere Teilstück 20 herausgeschnitten, so daß die Durchtrittsöffnung durch
die Einkerbung f bestimmt ist.
1. Abluftleuchte mit einem Gehäuse mit einer Öffnung zum Anschluß an eine Absauganlage,
und mit einer Drosseleinrichtung zwischen dieser Absauganlage und der Öffnung im Gehäuse
in Form eines Kunststoffteiles, dessen Öffnungsquerschnitt durch Abschneiden markierter
Teile vergrößerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) mindestens zwei
Öffnungen (101, 102) gleicher Form und gleichen Querschnitts aufweist, daß diese Öffnungen
durch einsprengbare Deckel (2) aus Kunststoff verschließbar sind, und daß diese Deckel
ausschneidbare Teile (20, 21) aufweisen, die durch Einkerbungen (a bis f) voneinander
abgegrenzt sind.
2. Abluftleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (101,
102) des Gehäuses (1) in dessen vertikalen Seitenwänden (11, 12) angeordnet und gleichmäßig
über die Länge des Gehäuses verteilt sind.
3. Abluftleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Öffnungen (101,
102) auf die beiden Seitenwände (11, 12) des Gehäuses (1) gleichmäßig verteilt sind.
4. Abluftleuchte nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Lichtaustrittsöffnung (13) des Gehäuses (1) und den Öffnungen - (101, 102) ein rinnenförmiger
Reflektor für eine Leuchtstofflampe (10) angeordnet ist, der in seinem oberen Drittel
zwei symmetrisch zur Mittellinie verlaufende Längsschlitze (140) aufweist, die zwischen
einem fest im Gehäuse montierten Dachspiegel (141) und zwei herausnehmbaren Seitenspiegeln
(142, 143) gebildet ist.
5. Abluftleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die
Öffnungen (101, 102) des Gehäuses (1) mindestens einen Querschnitt von 20 m2haben.
6. Abluftleuchte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Öffnungen (101,
102) und die Deckel (2) kreisförmig und die Einkerbungen (a bis f) koaxial angeordnet
sind.