[0001] Die Erfindung betrifft einen Heizeinsatz für eine Kamin-Feuerstelle, mit einer Anzahl
von Rohren, welche dazu bestimmt sind, die durch dieselben mittels eines Ventilators
beförderte Luft aufzuheizen und an den Raum abzugeben.
[0002] Der Kamin, welcher in der Schweiz vorwiegend als Cheminee bezeichnet wird, erfreut
sich in zahlreichen Ländern grosser Beliebtheit. Ein beträchtlicher Nachteil der bekannten
Kaminkonstruktionen liegt jedoch darin, dass die vom Kaminfeuer entwickelte Wärme
zum überwiegenden Teil, d.h. zu etwa 80 bis 90 %, mit den Rauchgasen an die Aussenluft
abgegeben wird. Die üblichen Kamine weisen daher einen überaus niedrigen Gesamtwirkungsgrad
auf, was in Zeiten der bestehenden und vermutlich noch sich verschärfenden Energieknappheit
nicht ohne weiteres hingenommen werden kann.
[0003] Man hat daher bereits seit geraumer Zeit versucht, Kamine mit besserer Wärmeausnutzung
zu bauen. So zeigt beispielsweise die US-PS 4 096 849 aus dem Jahre 1978 eine Kaminkonstruktion,
in welcher die Raumluft durch natürliche Thermik zirkuliert, in Berührung mit den
heissen Wänden eines Kammersystems aufgeheizt wird und anschliessend im oberen Kaminbereich
in den zu beheizenden Raum austritt. Diese Kaminkonstruktion kann zweifellos eine
gewisse Verbesserung in der Ausnutzung der im Brennstoff latent enthaltenen Energie
bringen, doch sind die ihr anhaftenden Nachteile so beträchtlich, dass sie sich bisher
in grösserem Stil nicht durchsetzen konnte. Dabei handelt es sich im wesentlichen
um folgendes:
- Die Anlage muss gleich von Anfang an mit dem Kamin erstellt werden; eine nachträgliche
Anbringung ist mit einem derart beträchtlichen baulichen Aufwand verbunden, dass dies
praktisch unzumutbar ist.
- Da die Luftumwälzung allein auf der Wirkung der natürlichen Thermik beruht, ist
die tatsächlich erzielbare Verbesserung der Wärmeausbeute minimal.
- Der Eintritt der Luft in das Zirkulationssystem liegt im unmittelbaren Bereich der
Feuerung, so dass das Risiko besteht, dass Rauchgase, Ascheteilchen etc. angesaugt
und durch Thermowirkung in den Raum befördert werden.
[0004] Eine weitere bekannte Vorrichtung dieser Art zeigt die US-PS 4 131 106, die ebenfalls
aus dem Jahre 1978 stammt. Hier wird ausserhalb des Hauses Kaltluft angesaugt und
durch einen Ventilator durch ein Rohrsystem gefördert, das sich über den Boden und
die Rück- und Oberseite der Feuerstelle erstreckt. Auch diese bekannte Anlage bedingt
erhebliche und kostspielige bauliche Veränderungen am bestehenden Kamin und kommt
somit für den nachträglichen Einbau nicht in Frage. Eine Anpassbarkeit an verschiedene
Kamingrössen ist ebenfalls nicht gegeben.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Heizeinsatz für den nachträglichen
Einbau in Kamin-Feuerstellen vorzuschlagen, welcher keinerlei bauliche Veränderungen
am Kamin erfordert und sich an Kamine verschiedener Grösse anpassen lässt. Ferner
soll der erfindungsgemässe Heizeinsatz einen ausgezeichneten Wirkungsgrad gewährleisten
und somit in erheblichem Umfange zur Heizkosteneinsparung beitragen. Schliesslich
soll der Heizeinsatz eine optimale Verteilung der austretenden Heissluft im Raum gewährleisten.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch die im unabhängigen Anspruch 1 definierte Merkmalskombination.
Bevorzugte Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0007] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel nebst einiger Konstruktionsvarianten anhand
der beiliegenden Zeichnung beschrieben.
Fig. 1 ist eine vereinfachte Schnittdarstellung eines mit einem Heizeinsatz versehenen
Kamins,
Fig. 2 ist eine Perspektivansicht des Heizeinsatzes,
Fig. 3 ist die zu Fig. l zugehörige Frontansicht,
Fig. 4 ist die Draufsicht auf den gleichen Heizeinsatz bei abgenommenem Kaminoberteil
und
Fig. 5 und 6 sind Schnittdarstellungen zweier Ausführungsvarianten.
[0008] Fig. 1 zeigt in vereinfachter Form einen in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneten
Kamin, welcher einen Boden 2, eine Rückwand 3, ein oberes Abdeckteil 4 sowie zwei
Seitenwände 5 und 6 (Fig. 3) aufweist. Der Kamin ist in bekannter Weise über einen
Rauchfang 7 mit der Atmosphäre verbunden.
[0009] Innerhalb des von den Kaminwänden 2 bis 4 umschlossenen Raumes befindet sich ein
Heizeinsatz, der in seiner Gesamtheit mit 7 bezeichnet ist und dessen Konstruktion
und Funktion nachstehend beschrieben werden.
[0010] Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, weist der Heizeinsatz 46 drei im gegenseitigen Abstand
voneinander angeordnete Luftsammelkästen 8, 9, 10 auf, welche durch parallel verlaufende
Stahlrohre 11 bzw. 12 miteinander verbunden sind. Die Stahlrohre 11 verlaufen zwischen
den beiden Luftsammelkästen 8 und 9 und liegen, wie Fig. 1 zeigt, unterhalb der mit
F bezeichneten Feuerstelle. Zwischen den beiden Luftsammelkästen 9 und 10 erstrecken
sich die gebogenen Stahlrohre 12, welche somit oberhalb der Feuerstelle, d.h. praktisch
im Flammenbereich liegen. An den unteren, vorderen Luftsammelkasten 8 ist über eine
flexible Leitung 13 ein Ventilator 14 angeschlossen, dessen Elektromotor über ein
Kabel 15 mit Strom versorgt werden kann. Bei eingeschaltetem Ventilator 1
1l saugt dieser in Richtung des Pfeiles P
1 Luft aus dem Raum an und drückt dieselbe durch die Rohre 11 und 12, wobei sie erhitzt
wird. Zu beiden Seiten des Luftsammelkastens 10 sind zwei Luftaustrittsstutzen 16
angeordnet, welche die Luft in den Raum leiten und deren Konstruktion später noch
eingehend beschrieben wird.
[0011] Ein Vorteil der in Fig. 2 in vereinfachter Form dargestellten Ausführungsform liegt
darin, dass die Luftansaugestelle nach Belieben von der Feuerstelle entfernt sein
kann, so dass kein Risiko besteht, dass Rauch oder Ascheteilchen angesaugt und über
das Luftverteilsystem wieder in den Raum befördert werden. Je nach Wunsch wäre es
auch möglich, den Ansaugestutzen des Ventilators 14 ausserhalb des Gebäudes anzuordnen,
so dass kalte und saubere Frischluft angesaugt wird. Weitere Vorteile des Heizeinsatzes
werden nachstehend im Hinblick auf die Figuren 1 bis 4 beschrieben.
[0012] Gemäss Fig. 1 bestehen die unteren, am Boden 2 des Kamins aufliegenden Rohre 11 aus
je einem Mantelrohr lla, in welches teleskopisch ein Innenrohr llb hineinragt. Das
Innenrohr ist an der Mündungsstelle des Mantelrohres lla mit einer hitzefesten Ringdichtung
llc versehen, und das Innenrohr llb lässt sich somit aus dem Mantelrohr lla herausziehen,
ohne dass nennenswerte Undichtheitsverluste auftreten. Auf diese Weise lässt sich
die Länge der unteren Rohre 11 nach Belieben verlängern und somit der Länge des bestehenden
Kaminbodens 2 anpassen.
[0013] Die zwischen den beiden Rohren lla und llb an der Stelle llc angeordnete Dichtung
ist vorzugsweise ein an der Innenfläche des Mantelrohres lla angeordneter
.Metallring.
[0014] Auch die der Rückwand 1 des Kamins benachbarten Rohre 12 sind, wie Fig. 1 zeigt,
zweiteilig ausgebildet. Vom hinteren Luftsammelkasten 9 ragt ein vertikales Rohrstück
12a nach oben, welches von einem gebogenen Mantelrohr 12b teleskopisch umfasst wird.
Dabei ist der untere, dem Rohrstück 12a benachbarte Abschnitt des Mantelrohres 12b
geradlinig ausgeführt, so dass sich das Mantelrohr 12b nach Belieben gegenüber dem
unteren Rohrstück 12a in der Höhe verschieben lässt. Da die Mantelröhre 12b an sich
schon gegenüber den unteren Rohrstücken 12a geneigt sind und ausserdem noch den oberen
Luftsammelkasten 10 tragen, ist die Anbringung einer speziellen Feststellvorrichtung,
wie die Erfahrung gezeigt hat, nicht nötig. Durch das gemäss Fig. 1 nach links wirkende
Moment sind die Mantelrohre 12b in jeder Lage gegenüber den Rohrstücken 12a genügend
gesichert.
[0015] Wie sich ferner aus der linken Hälfte der Fig. 4 ergibt, kann der obere Luftsammelkasten
10 beidseitig mit je einer um ca. 45° geneigten Stirnwand 10a versehen sein, in deren
Bohrung lOb ein Verteilerstutzen 17 lose einge-. steckt ist. Der mit einem düsenartigen
Mundstück 18 versehene Verteilerstutzen 17 ist in seinem hinteren, der Stirnwand 10a
zugewandten Endabschnitt 17a abgekröpft und sitzt, wie erwähnt, lose in der entsprechenden
Bohrung lOb der Stirnwand 10a. Auf diese Weise lässt sich der Verteilerstutzen 17
um die mit A bezeichnete Achse drehen, womit der Luftaustritt in den Raum innerhalb
eines grossen Winkels variiert werden kann.
[0016] Wie ferner Fig. l und 4 zeigen, ist der Verteilerstutzen 17 auf ein Rohrstück 17b,
an welchem sich auch der Endabschnitt 17a befindet, lose aufgeschoben. Der Verteilerstutzen
17 lässt sich somit gegenüber dem Rohrstück 17b verschieben und damit der jeweiligen
Tiefe der Feuerstelle anpassen.
[0017] Gemäss Fig. 3 befinden sich die einzelnen Rohre 12 in einem gegenseitigen Abstand
a. Der zwischen zwei aneinandergrenzenden Rohren 12 bestehende Zwischenraum ist gemäss
Fig. 3 durch gitterartige Metalleinsätze 48 überbrückt. Diese haben den Zweck, die
sonst nach hinten entweichende Hitze teilweise abzuhalten. Auf diese Weise wird gewährleistet,
dass der Grossteil der Hitze an den Heizröhren 12 vorbeistreift, wodurch eine bessere
Nutzung der Energie zustande kommt. Trotz dieser Verbesserung gestatten die Metalleinsätze
48 jedoch, dass die Verbrennungslüft auch von hinten zur Feuerstelle Zutritt hat.
[0018] Um nun zu verhindern, dass die an der Feuerstelle F erzeugte Wärme direkt nach oben
durch den Rauchfang entweicht, ist eine weitere Vorrichtung vorgesehen, welche nachstehend
unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 4 beschrieben wird. An einer drehbar gelagerten
Achse 19, welche sich über die Gesamtlänge des Heizeinsatzes erstreckt und quer zur
Achse der Rohre 12 verläuft, sind eine Reihe von Regulierklappen 20 angeordnet. Diese
Regulierklappen sind drehstarr mit der rotierend gelagerten Achse 19 verbunden und
befinden sich in einem gegenseitigen Abstand derart, dass gerade eine Regulierkappe
20 den Zwischenraum zwischen zwei aneinandergrenzenden Rohren 12 abdecken kann. Durch
Verschwenken der Achse 19 mittels beispielsweise einer in Fig. 3 angedeuteten Kurbel
21 oder eines von der Vorderseite der Feuerstelle aus bedienbaren Hebels lassen sich
sämtliche Regulierklappen gemeinsam entweder gegen die Aussenflächen der Rohre 12
anlegen oder von denselben abheben. Auf diese Weise kann der von der Feuerstelle ausgehende
Wärmestrom optimal geregelt, d.h. die Wärme nach Belieben innerhalb des Kamins gestaut
werden.
[0019] In ähnlicher Weise ist am Oberteil des Heizeinsatzes eine drehbar gelagerte Achse
22 angeordnet, an welcher drehstarr mehrere nach unten ragende Abdeckplatten 23 befestigt
sind. Die Achse 22 kann ebenfalls durch ein nicht dargestelltes Betätigungsorgan von
der VOrderseite des Kamins aus betätigt werden, um damit den Wärmefluss bzw. Wärmestau
innerhalb des vom Heizeinsatz umgrenzten Raumes zu regulieren.
[0020] Eine Variante dieser Ausführungsform zeigt die perspektivische Figur 2, wobei hier
mehrere Regulierklappen 24 an einer drehbar gelagerten Achse 25 befestigt sind. Diese
Regulierklappen 24, welche ebenfalls der Krümmung der Rohre 12 angepasst und jeweils
im Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Röhren angeordnet sind, erstrecken sich
bei dieser Variante über die Gesamtlänge der Röhren 12. Gemäss einer weiteren Variante
könnten die Klappen 24 auch geradlinig sein. Auch wäre es möglich, die Regulierklappen
im Querschnitt, von der Innenseite des Heizeinsatzes aus gesehen, konkav-gewölbt auszubilden.
[0021] Der beschriebene Heizeinsatz weist im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen, durch
welche der Kaminwirkungsgrad verbessert werden soll, den grossen Vorteil auf, dass
er sich ohne jegliche Umbauarbeiten in den Kamin einsetzen und an jede beliebige Kamingrösse
sowohl bezüglich der Kamintiefe als auch bezüglich der Höhe desselben anpassen lässt.
Da in dem Röhrensystem stets ein gewisser Ueberdruck herrscht, ist gewährleistet,
dass weder Rauch noch Ascheteilchen in das Röhrensystem eintreten können. Die Röhren
11 und 12 sowie die Abdeckklappen 20 und 23 werden aus massivem Stahlblech hergestellt
und bilden somit ideale Wärmespeicher, welche die an der Feuerstelle entwickelte Hitze
aufnehmen und daher eine Art Wärmepuffer bilden.
[0022] Die Ansaugstelle des Ventilators 14 kann an beliebigem Ort zwecks Ansaugung frischer
und reiner Luft aufgestellt werden. Grundsätzlich wäre es auch möglich, in die aus
dem Ventilator 14 austretende Druckleitung zur Klimatisierung des Raumes eine Flüssigkeit
einzusprühen.
[0023] Die gekrümmten Röhren 12 haben an sich bereits die Wirkung, dassdie an der Feuerstelle
F entstehende Heissluft längs der gekrümmten Innenfläche des Heizeinsatzes schräg
nach oben in den Raum geleitet wird. Dank der vielseitigen Verstellbarkeit der Mundstücke
17 lassen sich die beiden aus dem Rohrsystem austretenden Heissluftstrahlen beliebig
in den Raum dirigieren.
[0024] Die Fig. 4 zeigt zwei Ausführungsformen von Blasrohren 17, die sich in der Abwinkelung
des Endabschnitts 17a unterscheiden. Je nach der gewählten Abwinkelung ergibt sich
auch ein anderer Verstellbereich.
[0025] Der Ventilator 14 kann, wie Fig. 1 zeigt, in beliebiger Distanz von der Feuerstelle
F oder aber, wenn das Feuer kaum Rauch entwickelt, gemäss Fig. 4 in grösserer Nähe
derselben aufgestellt werden.
[0026] Die beschriebene Ausführungsform lässt sich vom Fachmann innerhalb der im unabhängigen
Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung in mannigfaltiger Weise abwandeln.
So wäre es beispielsweise auch möglich, den Heizeinsatz als geschlossenes Röhrensystem
auszubilden und mit den Heizkörpern einer mit einem geschlossenen Warmwasserkreislauf
versehenen Zentralheizungsanlage zu verbinden. Die wichtigere Anwendung des Heizeinsatzes
dürfte jedoch in der beschriebenen Warmluft erzeugung liegen, da dies, wie Versuche
gezeigt haben, das ausserordentlich rasche Aufheizen eines selbst grossen Raumes gestattet
und insbesondere in der Uebergangszeit eine vollwertige Heizung darstellt.
[0027] Ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in Fig. 5 dargestellt,
wobei der Kamin wiederum mit den bereits eingeführten Bezugszahlen bezeichnet wurde.
Der Heizeinsatz besteht hier aus mehreren, im gegenseitigen Abstand angeordneten starren,
gekrümmten Rohren 26, deren untere bzw. obere Enden in je einen Luftsammelkasten 27
bzw. 28 münden. An den oberen Luftsammelkasten 28 schliessen sich zu beiden Seiten
desselben Heissluftverteilerrohre 29 an, die mit Mundstücken 30 versehen sind. Die
Verteilerrohre 29 sind vorzugsweise plastisch verformbare Ganzmetallschläuche mit
einer balgförmigen Oberfläche, die sich nach Belieben in die gewünschte Form bringen
lassen. Die Anpassbarkeit des Heizeinsatzes an verschiedene Kamingrössen ist bei dieser
Ausführungsform nach Fig. 5 dadurch gegeben, dass der untere Abschnitt des Heizeinsatzes
durch entsprechend angeordnete Stellglieder, beispielsweise zwei beidseitig vorgesehene
Schrauben 31, angehoben werden kann. Damit lässt sich der Heizeinsatz so verstellen,
dass die Verteilerrohre 29. stets am Oberteil des Kamines anliegen.
[0028] In Anpassung an einen kleineren Kamin werden somit die Schrauben 31 entweder entfernt
oder ganz eingeschraubt, so dass der Heizeinsatz die in Figur 5 mit unterbrochenen
Linien gezeichnete Stellung einnimmt.
[0029] Auch bei dieser Ausführungsform des Heizeinsatzes sind Regulierklappen 32 vorgesehen,
welche sich von hinten über die Zwischenräume zwischen aneinandergrenzenden Rohren
26 legen lassen. Sämtliche Regulierklappen 32 sind der Krümmung der Rohre 26 angepasst
und starr mit einer drehbar gelagerten Achse 33 verbunden, die über eine Kurbel oder
einen Hebel von der Vorderseite des Kamines aus betätigt werden kann.
[0030] Bei der Variante gemäss Figur 6 sind die Rohre des Einsatzes mit 34 bezeichnet und
ebenfalls mit Regulierklappen 35 und 36 versehen, die sich über drehbare Achsen 37
und 38 verschwenken lassen. Im Gegensatz zu den bisher beschriebenen Ausführungsformen
ist hier der untere, mit 39 bezeichnete Krümmungsabschnitt der einzelnen Rohre biegsam
ausgebildet, d.h. er besteht vorzugsweise aus einem Ganzmetallschlauch mit balgförmiger
Oberfläche, so dass der Winkel zwischen dem unteren, waagerechten Schenkel der Rohre
34 und dem gekrümmten, oberen Schenkel nach Belieben verändert werden kann. Durch
ein Hitzeschild 40 ist der empfindlichere Krümmungsabschnitt 39 sämtlicher Rohre 34
vor der direkten Einwirkung des Feuers geschützt.
[0031] Die unteren, hier mit 34a bezeichneten waagerechten Rohrabschnitte münden auch bei
dieser Ausführungsform in einen Luftsammelkasten 41, der mit einem nicht dargestellten
Ventilator verbunden ist. Zusätzlich ist an der nach innen, gegen die Feuerstelle
gerichteten Seite des Luftsammelkastens 41 eine Blasdüse 42 angeordnet, deren Blasöffnung
durch eine Regulierschraube 43 reguliert werden kann. Die Blasdüse steht mit dem Luftraum
des Luftsammelkastens 41 in Verbindung und kann je nach Bedarf dazu dienen, das Feuer
durch Zufuhr weiterer Verbrennungsluft anzufachen.
[0032] Der Oberteil sämtlicher Rohre 34 mündet in einen oberen Sammelkasten 44, zu dessen
beiden Seiten wiederum plastisch verformbare Ganzmetallschläuche 45 angeordnet sind,
an deren Enden nicht dargestellte Luftaustritts-Mundstücke befestigt sind. Dank dieser
Anordnung lässt sich dieser Heizeinsatz ebenfalls jeder beliebigen Kamingrösse anpassen.
[0033] Das beschriebene Gerät bedarf praktisch keiner Wartung und lässt sich mit Hilfe eines
20 Watt-Ventilators mit geringstem Energiebedarf betreiben. Die ohne zusätzliche Umweltbelastung
gewonnene Wärme ist beträchtlich und kann in Uebergangszeiten eine vollwertige Wohnraumheizung
bieten und ausserdem ist das Gerät konstruktiv einfach und lässt sich somit mit relativ
geringen Herstellungskosten produzieren.
1) Heizeinsatz für Kamin-Feuerstelle, mit einer Anzahl von Rohren, welche dazu bestimmt
sind, die durch dieselben mittels eines Ventilators beförderte Luft aufzuheizen und
an den Raum abzugeben, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe eine geschlossene Baueinheit
darstellt, die sich ohne jegliche Umbauarbeiten an der Feuerstelle anbringen lässt,
und dass die Rohre desselben an Tiefe und Höhe des Kamins anpassbar sind.
2) Heizeinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine untere Reihe von
praktisch geradlinigen Rohren (11) zwischen zwei Luftsammelkästen (8, 9) angeordnet
sind und dass, vom hinteren Luftsammelkasten (9) ausgehend, eine zweite Reihe von
Rohren (12) vorgesehen sind, welche in einen oberen Luftsammelkasten (10) münden,
von welchem aus die Heissluft über regulierbare Mundstücke (17) in den Raum austritt,
wobei der Ventilator (14) über einen biegsamen Schlauch (13) an den unteren, vorderen
Luftsammelkasten (8) angeschlossen ist, wobei jedes Rohr der unteren Rohrreihe (11)
ein äusseres Mantelrohr (lla) und ein teleskopisch verschiebbar in demselben gelagertes
Innenrohr (llb) aufweist und die Länge der Rohre (11) somit der Tiefe des Kamins anpassbar
ist.
3) Heizeinsatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rohrreihe
(12) eine Anzahl vom unteren, hinteren Luftsammelkasten (9) vertikal nach oben ragenden
Rohrstutzen (12a) aufweist, welche teleskopartig mit oberen, gekrümmten Rohrabschnitten
(12b) zusammenwirken.
4) Heizeinsatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume zwischen
benachbarten Rohrstutzen (12a) durch Metallgitter (18) bzw. Lochblechstreifen abgedeckt
sind.
5) Heizeinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Zwischenräume zwischen benachbarten oberen Rohrabschnitten (12b) durch der Rohrkrümmung
angepasste Regulierklappen (20, 23) ganz oder teilweise abdeckbar sind, wobei die
Regulierklappen (20, 23) drehstarr mit einer drehbar gelagerten und von der Frontseite
des Kamins aus verschwenkbaren Achse (19, 22, 25) verbunden sind.
6) Heizeinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass beidseits
des oberen Luftsammelkastens (10) je ein Verteilerstutzen (17, 17a, 17b) angeordnet
ist, dessen abgekröpfter Endabschnitt (17a) in eine Bohrung des Luftsammelkastens
(10) drehbar hineinragt, so dass der gesamte Verteilerstutzen (17, 17a, 17b) um die
Achse des Endabschnitts (17a) verschwenkt werden kann
7) Heizeinsatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerstutzen
zwei teleskopartig verschiebbar miteinander verbundene Teile (17, 17b) aufweist und
damit in seiner Länge verstellbar ist.
8) Heizeinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre mindestens
an ihren unteren Krümmungsstellen (39) als Ganzmetallschläuche plastisch verformbar
ausgebildet sind.
9) Heizeinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren,
vorderen Luftsammelkasten (41) eine Blasdüse (42) angeordnet ist, welche mit dem Luftraum
des genannten Luftsammelkastens (41) verbunden ist und gegebenenfalls zur gesteuerten
Zufuhr zusätzlicher Verbrennungsluft zur Feuerstelle dient.