[0001] Die Erfindung betrifft einen Matrixdrucker gemäß Oberbegriff des Patentanspruches
1. Durch die DE-AS 25 16 149 ist eine Vorrichtung zum Konstanthalten des Abstandes
des Druckkopfes eines Matrixdruckers vom Aufzeichnungsträger bekannt. Dabei ist der
Druckkopf selbst verschieblich auf dem Druckschlitten befestigt, steht unter der Auflast
einer zwischen dem Druckkopf und dem Schlitten wirksamen Feder und stellt seinen Abstand
zum Aufzeichnungsträger über eine Tastrolle selbsttätig ein.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, unter Verzicht auf eine selbsttätige Druckspalteinstellung
einen Matrixdrucker zu schaffen, bei dem der Druckspalt vorgegeben und in vorgegebenen
Bereichen variiert werden kann. Diese Aufgabe ist aus der Forderung erwachsen, einen
konstruktiv einfachen, für eine Großserienproduktion geeigneten, preiswerten Drucker
zu schaffen.
[0003] Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, den Matrixdrucker entsprechend den im Patentanspruch
1 niedergelegten Merkmalen zu gestalten. Auf Ausgestaltungen der Erfindung gemäß den
Unteransprüchen wird verwiesen.
[0004] Durch die Erfindung wird die gestellte Aufgabe in technisch fortschrittlicher Weise
dadurch gelöst, daß die zum Anstellen des Druckkopfes erforderliche Beweglichkeit
desselben in den verschieblichen Einsatzrahmen gelegt und dadurch eine starre Verbindung
zwischen Druckkopf und Schlitten hergestellt werden kann. Dies ist fertigungsmäßig
und bezüglich der Fertigungskosten ein erheblicher Vorteil, weil Bewegungsmechanismen
an einem bewegten Teil, unter gleichzeitiger Erfüllung einer präzisen Führung der
bewegten Teile, sehr aufwendig sind. Außerdem verringert sich so die Masse der bewegten
Teile, wodurch auch die Antriebsleistung für den Druckkopf reduziert werden kann.
[0005] Patentanspruch 2 zeigt auf, daß die Druckeinstellung in einfacher Weise über Exzenter
erfolgen kann. Werden diese Exzenter drehfest mit der Führungsstange verbunden, so
genügt eine einfache Drehung der Führungsstange, um einen gewünschten Druckspalt einzustellen.
[0006] Fertigungsmäßig ergibt sich der weitere Vorteil, daß der Einsatzrahmen mit allen
an ihn anzubauenden Einheiten unabhängig von den im Druckergehäuse fest eingebauten
Teilen getrennt gefertigt werden kann. In kinematischen Verbindungen zwischen Antriebselementen
des Druckergehäuses und des Einsatzrahmens genügt eine einfache formschlüssige Steckkupplung,
die eine Axialverschiebung ihrer Kupplungsteile zueinander zuläßt.
[0007] In den beigefügten Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der wesentlichen Teile eines Matrixdruckers.
Fig. 2 eine Einzelheit aus Fig. 1.
[0008] Der in Fig. 1 dargestellte Matrixdrucker hat einen Druckkopf 1, der auf einem Schlitten
2 unverschieblich befestigt ist. Am vorderen Ende des Schlittens 2 ist eine zylindrische
Führungshülse 3 befestigt und auf eine Führungsstange 4 aufgesteckt. Die Führungsstange
4 ist parallel zu einer Druckgegenlage.7 in Form einer Friktionswalze angeordnet.
An beiden Enden der Führungsstange 4 sind Exzenter 5 und 6 angeordnet, die sich unter
der Wirkung einer Feder 23 (s. Fig. 2) an entsprechenden Teilen des Druckergehäuses
8 anlegen.
[0009] Die Führungsstange 4 ist in einem Einsatzrahmen 9 gehaltert.
[0010] Weiterhin zeigt Fig. 1 einen Seilantrieb 10 zum Antrieb des Schlittens 2 und einen
Hauptantriebsmotor 11 zum Antrieb des Seilantriebs 10. Mit der Motorwelle des Hauptantriebsmotors
11 ist eine Taktscheibe 12 verbunden, die über eine Lichtschranke 28 die jeweilige
Position des Druckschlittens 2 und damit die jeweilige Druckposition des Druckkopfes
1 einer nicht dargestellten Steuerung meldet.
[0011] Zum Antriebssystem gehört weiterhin ein Nebenantriebsmotor 13, der über ein Getriebe
26 und weiter nicht beschriebene Freiläufe in einer Drehrichtung eine Welle 16 mit
einem Schneckengetriebe 15 und über dieses eine Antriebswelle 14 des Farbbandsystems
und in einer anderen Drehrichtung eine Zeilenschaltvorrichtung 17 treibt. Weiterhin
ist zum Drehen der Druckgegenlage 7 ein Stechfreilauf 22 vorgesehen.
[0012] Am Einsatzrahmen 9 sind neben der Führungsstange 4 der Hauptanstriebsmotor 11, der
Seilantrieb 10, eine weitere Schlittenführung 25, der Nebenantriebsmotor 13, die Welle
16, das Getriebe 15 und die nicht eingezeichnete Farbbandkassette befestigt. Zur Farbbandkassette
gehört ein Farbband 21, welches in einem kurzen Ausschnitt eingezeichnet ist. Mit
einer strichpunktierten Linie 24 ist die Achse des Druckko
Dfes 1 bezeichnet.
[0013] Am Druckeergehäuse angebaut sind die Antriebselemente der Zeilenschaltvorrichtung
17, deren Eingang eine Welle 18 bildet. Die Welle 18 ist mit ihrem vorderen vierkantigen
Ende in eine entsprechend mit einem Innenvierkant versehene Hülse 20 eingesteckt.
Diese Steckverbindung bildet eine formschlüssige Kupplung 19, die das aus der Druckspalteinstellung
resultierende relative Verschieben des Einsatzrahmens 9 zum Druckergehäuse 8 ohne
Unterbrechung der kinematischen Verbindung zuläßt.
[0014] Fig. 2 zeigt den am Druckergehäuse 8 unter der Wirkung der Feder 23 anliegenden Exzenter
5, der hier drehfest mit der Führungsstange 4 verbunden sein soll. Zum Festlegen der
Exzenterposition ist eine Schraube 26 vorgesehen. Weiterhin ist eine Gleitführungsbahn
27 des Druckergehäuses 28 angedeutet, auf der der Einsatzrahmen 9 verschieblich ruht.
1. Matrixdrucker mit einem in Richtung auf die im Druckergehäuse gelagerte Druckgegenlage
durch Verschieben des Druckkopfes zur Druckspalteinstellung anstellbaren Druckkopf,
wobei der Druckkopf auf einem Schlitten befestigt und der Schlitten auf einer parallel
zur Druckgegenlage angeordneten Führungsstange geführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß im Druckergehäuse (8) ein Einsatzrahmen (9) vorgesehen ist, der Einsatzrahmen
parallel zur Druckkopfachse (24) und senkrecht zur Druckgegenlage (7) verschieblich
ist, und daß zwischen dem Einsatzrahmen (9) und dem Druckergehäuse (8) eine Stellvorrichtung
zum Festlegen der Verschiebeposition vorgesehen ist und die Führungsstange (4), eventuelle
weitere Schlittenführungen (25), der Schlittenantrieb und das Farbbandsystem am Einsatzrahmen
(9) angebaut sind.
2. Matrixdrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellvorrichtung
im wesentlichen aus zwei an den Enden der Führungsstange (4) angeordneten verdreh-
und arretierbaren Exzentern (5, 6), die an einer Stirnkante des Druckergehäuses (8)
unter der Wirkung einer zwischen dem Einsatzrahmen (9) und dem Druckergehäuse (8)
angeordneten Feder anliegen.
3. Matrixdrucker nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
der kinematischen Verbindung zwischen am Druckergehäuse (8) angebauten Antriebselementen
und am Einsatzrahmen (9) angebauten weiteren Antriebselementen eine eine Axialverschiebung
ihrer Kupplungsteile zueinander zulassende formschlüssige Kupplung (19) vorge- sehen ist.