[0001] Die Erfindung betrifft eine Regelvorrichtung zur Regelung der Erwärmung von Brauchwasser
für einen Speicherbehälter unter Verwendung eines mit einem Primär- und einem Sekundärkreislauf
ausgestatteten, getrennt angeordneten Wärmetauschers, wobei das zu erwärmende Wasser
im Sekundärkreislauf dem Speicherbehälter bodenseitig entnommen und durch eine thermostatgesteuerte
Ladepumpe über den Wärmetauscher in erwärmtem Zustand deckelseitig rückgeführt wird.
[0002] Bei üblichen Brauchwasserbereitern ist innen etwa in der unteren Hälfte eines z.B.
zylindrischen, stehenden und mit entsprechender Wärmeisolierung versehenen Speicherbehälters
ein Wärmetauscher angebracht, der mit dem Heizkreislauf - meistens einer Zentralheizungsanlage
- beaufschlagt wird. Bei derartigen Anlagen gibt das z.B. vom Zentralheizungskessel
kommende Heizmedium einen Teil der in ihm enthaltenen Wärmemenge an das im Speicherbehälter
befindliche Wasser ab, welches sich, bedingt durch die Konvektion, gleichmäßig erwärmt.
Je höher aber dabei die Temperatur des Wassers im Behälter ansteigt, desto höher wird
auch die Temperatur des vom Wärmetauscher zurückfließenden Wassers. Das bedeutet aber,
daß der Temperaturunterschied zwischen dem Inhalt des Speicherbehälters und dem z.B.
vom Heizkessel kommenden Wassers ("Vorlauf") geringer wird und demzufolge immer weniger
Wärme in das Brauchwasser abgegeben wird; die Leistung bzw. der Wirkungsgrad des Wärmetauschers
sinken daher mit zunehmender Temperatur des Brauchwassers ab.
[0003] Bei einer Brauchwasserbereitung mittels Sonnenenergie ist die Anordnung im wesentlichen
gleich der oben beschriebenen, wobei in diesem Fall der Wärmetauscher mit dem Heizkreislauf
der Solaranlage verbunden ist.
[0004] Dieser oben beschriebene, bei zunehmender Temperatur des Brauchwassers sinkende Wirkungsgrad
des Wärmetauschers führt bei Anwendung von Wärmepumpen zur Brauchwasserbereitung zu
Problemen, weil die Wärmepumpe nur eine geringe Leistungsbreite hat und bei sinkender
Leistungsabgabe abschaltet. Dies hat zur Folge, daß mit zunehmender Temperatur des
Brauchwassers die Einschaltdauer der Pumpe abnimmt und diese intermittierend zu arbeiten
beginnt. Bedingt durch die notwendigen Abkühlzeiten bis zur Wiedereinschaltung der
Wärmepumpe wird der Zeitraum bis zur kompletten Erwärmung des Brauchwasserbereiters
entsprechend vergrößert bzw. die maximal mögliche Temperatur erreicht.
[0005] Andererseits ist aus der DT-OS 25 08 135 ein Speicher mit einem getrennten Wärmetauscher
bekannt, welcher primärseitig an eine Heizungsanlage angeschlossenEt. Sekundärseitig
ist eine thermostatgesteuerte Pumpe vorgesehen, welche das zu erwärmende Wasser dem
Speicher unten entnimmt, durch den Wärmetauscher leitet, und dem Speicher oben zurückführt.
Als kennzeichnendes Merkmal ist im Wärmetauscher ein elektrisches Heizgerät vorgesehen,
welches eine zusätzliche Wärmezufuhr und damit eine gewisse Anpassung an schwankende
Betriebsverhältnisse ermöglicht. Eine Kombination eines solchen Wärmetauschers mit
einer Wärmepumpe erfordert den Einsatz kostspieliger elektrischer Energie und kann
daher aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht in Betracht gezogen werden.
[0006] Ziel der Erfindung ist es daher, eine im Aufbau einfache Regelvorrichtung der eingangs
angegebenen Art zu schaffen, wobei bei der Anwendung einer Wärmepumpe ein intermittierendes
Arbeiten der Wärmepumpe vermieden werden soll.
[0007] Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß ein erster Thermostat im Speicher,
vorzugsweise im Bereich der Mitte des Speichers und ein zweiter Thermostat im Bereich
zwischen der Kaltwasserzone am Boden des Speicherbehälters und der Eintrittsstelle
des Sekundärkreislaufes in den Wärmetauscher angeordnet sind, wobei der erste Thermostat
die Ladepumpe für den Ladevorgang einschaltet, und der zweite Thermostat die Ladepumpe
zur Beendigung des Ladevorgangs ausschaltet, und wobei der erste Thermostat bei einer
vorbestimmten unteren Brauchwassertemperatur geschlossen ist, und der zweite Thermostat
bei einer vorbestimmten oberen Brauchwassertemperatur geöffnet ist.
[0008] Der Primärkreislauf enthält vorzugsweise eine Wärmepumpe, wobei der Wärmetauscher
in seiner Wärmeübertragungsleistung mit der Wärmepumpe derart abgestimmt ist, daß
die maximal abgegebene Wärmemenge mit höchster Temperatur auf das Brauchwasser übertragen
wird. Dieser Sekundärkreislauf ist zusätzlich vorzugsweise mit einem Drosselventil
zur Einstellung bzw. Regulierung der Durchflußmenge und einem Thermoflußverhinderer
ausgerüstet.
[0009] Die erfindungsgemäße Regelvorrichtung gewährleistet.nun im Verein mit der abgestimmten
Wärmeübertragungsleistung des Wärmetauschers und der mittels des Drosselventils eingestellte
Fördermenge des Sekundärkreislaufes eine Temperaturerhöhung des an der tiefstmöglichen
Stelle entnommenen kalten Brauchwassers auf die maximal mögliche Endtemperatur bei
höchstens einmaligem Durchlauf des zu erwärmenden Brauchwassers. Der Speicher wird
von oben geladen und die Trennschichte zwischen warmmund kalten Brauchwasser wandert
nach unten, bis die Ladung des Speichers beendet ist. Es kommt daher zu keiner unerwünschten
Vermischung von warmen und kalten Wasser, wie dies durch die Konvektion bedingte Turbulenz
bei herkömmlichen Speichern der Fall ist.
[0010] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung
erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Beispiels der erfindungsgemäßen Regelvorrichtung
für eine Speicher mit' einem getrennten Wärmetauscher, welcher primärseitig an eine
Wärmepumpe angeschlossen ist,
Figur 2 ein weiteres Beispiel einer Variante des Beispiels nach Figur 1, und
Figur 3 ein Beispiel nach Figur 2 für zwei Speicher.
[0011] In Fig. 1 ist der druckfeste Speicherbehälter mit 1 bezeichnet und hat vorzugsweise
die Form eines stehenden Zylinders mit gewölbtem Boden 2 und ebenso gewölbtem Deckel
3.
[0012] In den Boden 2 führt ein Kaltwasser-Zuführrohr 4, dessen innerem Ende ein Prallblech
5 gegenüberliegt. Im Deckel 3 befindet sich die Entnahmeleitung 6 für das Brauchwasser.
Auch im Oberteil des Speicherbehälters 1, nahe dem Deckel 3, befindet sich ein Verteilerblech
7. Der Sekundärkreislauf ist durch die Rohrstücke 8a, 8b und 8c aufgebaut. Das Rohrstück
8a kommt von dem allgemein mit 9 bezeichneten Wärmetauscher und mündet in den Deckel
3. Das Rohrstück 8b geht vom Boden 2 aus zu einer.Ladepumpe 10, einem einstellbaren
Drosselventil 11 und einem Thermoflußverhinderer 12, der eine Zirkulation ohne Lauf
der Ladepumpe verhindert. Das Rohrstück 8c führt vom Thermoflußverhinderer 12 zum
Wärmeaustauscher 9 zurück. Für die Regelung sind im Sekundärkreislauf die Thermostate
Tl und T2 vorgesehen, wobei der Thermostat T1 etwa mittig am Speicher 1 und der Thermostat
T2 beim Eintritt des Rohrstückes 8c in den Wärmeaostaoscher 9 angeordnet sind.
[0013] Der Primärkreislauf besteht aus einer Wärmepumpe 13, einer Umwälzpumpe 14, einem
Vorrangventil (elektromagnetisch betätigbares Dreiwegventil) 15, welches im dargestellten
Anwendungsfalle die Heizung 16 außerhalb der Ladezeit des Brauchwasserbereiters versorgt.
Ferner ist im Primärkreislauf der Thermostat T3 angeordnet, und zwar bei der Eintrittsstelle
des Primärkreislaufmediums in den Wärmeaustauscher 9.
[0014] Die Regelung dieses Systems erfolgt auf folgende Art: Eine Schalteinrichtung ist
mit 17 bezeichnet und enthält ein Relais mit einer Spule 18 und mit im Ruhezustand
offenen Kontakten 19, 20a und 20b. Die Spule 18 liegt in Serie mit den Kontakten der
ebenfalls in Serie liegenden Thermostate Tl und T2 an einer Versorgungsspannung (z.B.
Netzspannung). Ist die Temperatur des Brauchwassers im Speicher 1 genügend hoch, so
ist der Kontakt des Thermostates T1 offen. Der Kontakt des Thermostates T2 ist geschlossen,
da kaltes Brauchwasser im Sekundärkreislauf von der Bodenseite des Speichers her ansteht.
Wird warmes Brauchwasser über die Entnahmeleitung 6 entnommen, so fließt kaltes Wasser
über das Zuführrohr 4'zu. Sobald die Temperatur an der Stelle des Thermostates Tl
einen vorbestimmten Wert unterschreitet, schließt der Kontakt des Thermostates Tl
und schließt damit den Stromkreis für die Spule 18, sodaß die Kontakte 19, 20a und
20b schließen. Der Kontakt 19 dient als Selbsthaltekontakt, d.h. er überbrückt den
Kontakt des Thermostaten Tl. Durch die geschlossenen Kontakte 20a und 20b werden einerseits
das elektromagnetisch betätigte Vorrangventil 15 direkt, und andererseits die Ladepumpe
10 über den Kontakt des Thermostaten T3 an die Versorgunssspannung gelegt. Der Kontakt
des Thermostaten T3 ist unterhalb einer vorbestimmten Temperatur des Primärkreislaufmediums
geöffnet, d.h. die Ladepumpe beginnt erst dann zu arbeiten, bis beim Thermostat T3
die Vorlauftemperatur erreicht ist.
[0015] Die Wärmeübertragungsleistung des Wärmetauschers 9 und die mittels Drosselventil
11 eingestellte Fördermenge des Sekundärkreislaufes gewährleisten nun eine Temperaturerhöhung
des an der tiefstmöglichen Stelle entnommenen kalten Brauchwassers und eine Temperaturerhöhung
auf die maximal mögliche Endtemperatur bei höchstens einmaligem Durchlauf des zu erwärmenden
Brauchwassers. Der Speicher 1 wird von oben geladen und die Trennschicht zwischen
warmen und kalten Brauchwasser wandert nach unten, bis die Ladung des Speichers 1
beendet ist und der Thermostat T2 .den Stromkreis für die Spule 18 unterbricht, sodaß
die Kontakte 19, 20a und 20b unterbrechen und somit das Vorrangventil 15 wieder auf
Heizbetrieb umgestellt wird.
[0016] Ist die Heizung 16 nicht in Betrieb, dann schaltet außer den oben beschriebenen Schaltvorgängen
der Thermostat Tl zusätzlich die Wärmepumpe 13 ein und den Primärkreislauf zu. Nach
Erreichung der maximalen Vorlauftemperatur schaltet der Thermostat T3 wieder die Ladepumpe
10 ein, womit sichergestellt ist, daß der Sekundärkreislauf erst bei voller Leistungsabgabe
des Primärkreislaufes in Betrieb gesetzt wird. Der Thermostat T1 kann in beliebiger
Höhe des Speicherbehälters angeordnet sein, bestimmend für seine Lage ist normalerweise
der gewünschte Entladungszustand des Speichers bis zum Einsetzen des Aufheizvorganges.
[0017] Selbstverständlich sind auch andere Ausführungsformen möglich, z.B. kann die Wärmepumpe
nur zur Brachwasserbereitung eingesetzt sein oder kann der Primärkreislauf von einem
Zwischenmedium oder Kühlmittel durchströmt sein. Auch bei der Regelung sind andere
Elemente gleicher Wirkung möglich, so kann z.B. der Thermostat T3 durch ein Zeitrelais
ersetzt werden, d.h. die Ladepumpe wird nach dem Schließen der Kontakte 20a, 20b um
ein vorbestimmtes Zeitintervall verzögert eingeschaltet.
[0018] Selbstverständlich kann statt einer Wärmepumpe zur Energiezufuhr z.B. auch ein Zentralheizungskessel
oder eine Solaranlage eingesetzt werden. Auch bei diesen Heizsystemen gewährleistet

die während des ganzen Ladevorganges konstante Wärmeübertragungsleistung einen gleichbleibenden
hohen Wirkungsgrad der Anlage.
[0019] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Durchflußmenge des
Sekundärkreislaufes des Wärmetauschers in Abhängigkeit von der Austrittstemperatur
des Wassers aus dem Wärmetauscher geregelt wird.
[0020] Eine Vorrichtung hiefür enthält im Sekundärkreislauf ein Stellglied zur Regelung
der Durchflußmenge, welches in Abhängigkeit von der mittels eines zusätzlichen Temperaturfühlers
festgestellten Austrittstemperatur des Wassers aus dem Wärmetauscher geregelt ist
(Fig. 2 und 3).
[0021] Die Regelung der Durchflußmenge kann stetig oder unstetig, d.h. beispielsweise als
Zeitpunktregelung erfolgen.
[0022] In Fig. 2 und 3 sind die zur Fig. 1 gleichen Elemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen, sodaß sich deren Beschreibung erübrigt. Wie beim Beispiel nach Fig. 1 geht
das Rohrstück 8b vom Boden 2 aus zu einer Ladepumpe 10, einem einstellbaren Drosselventil
11. Parallel zum Drosselventil 11 liegt ein Magnetventil 21 in Serie mit einem weiteren
Drosselventil 22, Das Rohrstück 8c
-führt vom Drosselventil 11 zum Wärmeaustauscher 9 zurück.
[0023] Ein zusätzlicher Thermostat T4 ist beim Austritt des Sekundärkreislaufes aus dem
Wärmetauscher 9 angeordnet.
[0024] Die Regelung gemäß dem Beispiel nach Fig. 2 erfolgt auf folgende Weise:
Ist die Temperatur des Brauchwassers in Speicher 1 genügend hoch, so ist der Kontakt
des Thermostates T1 offen. Der Kontakt des Thermostates T2 ist geschlossen, da kaltes
Brauchwasser von der Bodenseite des Speichers her ansteht. Wird warmes Brauchwasser
über die Entnahmeleitung 6 entnommen, so fließt kaltes Wasser über das Zuführrohr
4 zu. Sobald die Temperatur an der Stelle des-Thermostates T1 einen vorbestimmten
Wert unterschreitet, schließt der Kontakt des Thermostates T1 und schließt damit den
Stromkreis für die Spule 18, sodaß die Kontakte 19, 20a und 20b schließen. Der Kontakt
19 dient als Selbsthaltekontakt, d.h. er überbrückt den Kontakt des Thermostaten Tl.
Durch die geschlossenen Kontakte 20a und 20b werden einerseits das elektromagnetisch
betätigte Vorrangventil 15 direkt und andererseits über den Kontakt des Thermostaten
T3 die Ladepumpe, sowie das Magnetventil 21 über den Kontakt des Thermostaten T4 an
die Versorgungsspannung gelegt. Der Kontakt des Thermostaten T3 ist unterhalb einer
vorbestimmten Temperatur des Primärkreislaufmediums geöffnet, d.h. die Ladepumpe beginnt
erst dann zu arbeiten, bis bein Thermostat T3 die Vorlauftemperatur erreicht ist.
Der Kontakt des Thermostaten T4 ist oberhalb einer vorbestimmten Temperatur von vorzugsweise
50°C geschlossen, sodaß das Magnetventil 21 geöffnet ist und die Durchflußmenge ein
Maximum ist. Sinkt die Temperatur beim Thermostaten T4, so öffnet der Kontakt des
Thermostaten T4 bedingt durch dessen Hysterese bei ca. 45°C und das Magnetventil 21
schließt, sodaß die Durchflußmenge ein Minimum ist. Die maximale bzw. minimale Durchflußmenge
wird durch die Drosselventile 11 bzw. 22 festgelegt und gewährleisten nun eine Temperaturerhöhung
des an der tiefstmöglichen Stelle entnommenen kalten Brauchwassers und eine Temperaturerhöhung
auf die maximale Endtemperatur bei höchstens einmaligem Durchlauf des zu erwärmenden
Brauchwassers.-Der Speicher 1 wird von oben geladen und die Trennschichte zwischen
warmen und kaltem Brauchwasser wandert nach unten, bis die Ladung des Speichers 1
beendet ist und der Thermostat T2 den Stromkreis für die Spule 18 unterbricht, sodaß
die Kontakte 19, 20a und 20b unterbrechen und somit das Vorrangsventil 15 wieder auf
Heizbetrieb umgestellt wird.
[0025] Die Fig. 3 zeigt die Anwendung der Erfindung bei der Kombination einer Wärmepumpe
13 mit einem Speicher 1 für die Brauchwassererzeugung und einem Speicher 1' für die
Heizwassererzeugung, wobei die dem Speicher 1' zugeordneten Elemente mit den gleichen
Bezugszeichen wie beim Speicher 1, jedoch mit Apostroph (') versehen sind. In diesem
Falle ist ein weiterer Kontakt 20c im Relais der Regeleinrichtung 17 vorgesehen, welcher
den Stromkreis zur Inbetriebsetzung der Ladepumpe 10' unterbricht, sobald die Spule
18 des Relais erregt.wird, sodaß der Kreis zur Brauchwassererzeugung vorrangig betrieben
wird. Die Funktion dieser Anordnung gleicht ansonsten jener des vorherigen Ausführungsbeispiels,
sodaß sich deren Beschreibung erübrigt.
[0026] In beiden beschriebenen Ausführungsbeispielen nach Fig. 2 und 3 bewirkt die überbrückung
(Bypass) des im Sekundärkreislauf liegenden ersten Drosselventils 11, 11' durch das
Magnetventil 21, 21' oder der Kombination Magnetventil 21, 21' mit dem zweiten Drosselventil
22, 22' eine Erhöhung der Durchflußmenge des Wassers durch die Wärmeaustauscher 9,
9', sodaß ein erhöhtes Wärmeangebot der Wärmepumpe ein Einschalten des Thermostaten
T4 bzw. T4' bewirkt und in vorteilhafter Weise zur rascheren Füllung des Speichers
genützt werden kann.
[0027] Das Stellglied zur Regelung der Durchflußmenge kann erfindungsgemäß auch als stetig
verstellbares Ventil ausgebildet sein, welches z.B. durch eihen Stellmotor verstellbar
ist und zwar ebenfalls in Abhängigkeit von der Wassertemperatur an der Austrittsstelle
des Sekundärkreislaufes aus dem Wärmeaustauscher; wobei die z.B. mittels eines Thermoelementes
gemessene, der Temperatur entsprechende Spannung (Istwert) verstärkt und mit einem
wählbaren Sollwert verglichen wird, wobei die Differenzspannung zwischen Soll- und
Istwert über einen Endverstärker dem Stellmotor zugeführt wird. Mit einem derartigen
Regelkreis kann auch der Antriebsmotor für die Ladepumpe 10, 10' geregelt werden,
d.h. als Stellglied wirken, wobei durch Änderung der Umdrehungszahl in Abhängigkeit
von der obigen Differenzspannung die Durchflußmenge dem jeweiligen Wärmeangebot angepaßt
wird. In diesem Fall ist der Antriebsmotor an den Ausgang des Endverstärkers angeschlossen.
1. Regelvorrichtung zur Regelung der Erwärmung von Brauchwasser für einen Speicherbehälter
unter Verwendung eines mit einem Primär- und einem Sekundärkreislauf ausgestatteten,
getrennt angeordneten Wärmetauschers, wobei das zu erwärmende Wasser im Sekundärkreislauf
dem Speicherbehälter bodenseitig entnommen und durch eine thermostatgesteuerte Ladepumpe
über den Wärmetauscher in erwärmtem Zustand deckelseitig rückgeführt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß ein erster Thermostat (Tl) im Speicher (1), vorzugsweise im Bereich
der Mitte des Speichers und ein zweiter Thermostat (T2) im Bereich zwischen der Kaltwasserzone
am Boden des Speicherbehälters (1) und der Eintrittsstelle des Sekundärkreislaufes
in den Wärmetauscher (9) angeordnet sind, wobei der erste Thermostat (T1) die Ladepumpe
(10) für den Ladevorgang einschaltet, und der zweite Thermostat (T2) die Ladepumpe
zur Beendigung des Ladevorgangs ausschaltet, und wobei der erste Thermostat (T1) bei
einr vorbestimmten unteren Brauchwassertemperatur geschlossen ist, und der zweite
Thermostat (T2) bei einer vorbestimmten oberen Brauchwassertemperatur geöffnet ist.
2. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein dritter Thermostat
(T3) beim Eintritt des Primärkreislaufes in den Wärmetauscher (9) angeordnet ist,
welcher in Serie mit dem Stromkreis für die Ladepumpe (10) geschaltet ist und dadurch
der Einschaltvorgang für die Ladepumpe (10) durch den ersten Thermostaten (T1) ermöglicht,
wobei der dritte Thermostat (T3) bei einer vorbestimmten oberen Temperatur des Primärkreislaufmediums
geschlossen ist.
3. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Primärkreislauf
des Wärmetauschers (9) in an sich bekannter Weise ein Dreiwegventil (15) angeordnet
ist, welches beim Ladevorgang durch den ersten und zweiten Thermostat (T1, T2) zu-
bzw. abgeschaltet wird.
4. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Sekundärkreislauf
in Serie mit der Ladepumpe (10) ein einstellbares Drosselventil (11) vorgesehen ist,
wobei die Durchflußmenge im Sekundärkreislauf in Abhängigkeit von der Wärmeübertragungsleistung
des Wärmetauschers (9) durch das Drosselventil so eingestellt bzw. reguliert ist,
daß eine maximale mögliche Endtemperatur des zu erwärmenden Wassers bei der einmaligen
Umwälzung gewährleistet ist.
5. Regelvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Sekundärkreislauf
ein Stellglied zur Regelung der Durchflußmenge vorgesehen ist, welches in Abhängigkeit
von der, mittels eines Temperaturfühlers festgestellten Austrittstemperatur des Wassers
aus dem Wärmetauscher (9) geregelt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das-Stellglied ein Magnetventil
(21) umfaßt, welches parallel zu einem ersten Drosselventil (11) im Sekundärkreislauf
liegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Drosselventil
(22) in Serie mit dem Magnetventil (21) liegt.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Temperaturfühler
ein Thermostat (T4) an der Austrittsstelle des Sekundärkreislaufes beim Wärmeaustauscher
(9) vorgesehen ist, welcher oberhalb einer vorbestimmten Wassertemperatur von vorzugsweise
50°C geschlossen ist und dadurch das Magnetventil (21) öffnet, wenn die Ladepumpe
in Betrieb gesetzt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied als stetig
verstellbares Ventil ausgebildet ist.
0. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnete daß das stetig verstellbare
Ventil vorzugsweise durch einen Stellmotor verstellbar ist, wobei ein Thermoelement
als Thermofühler vorgesehen ist, dessen Spannung verstärkt und als Istwert mit einem
wahlbaren Sollwert verglichen wird, wobei die Differenz zwischen Soll- und Istwert
über einem Endverstärker dem Stellmotor für das stetig verstellbare Ventil zugeführt
ist.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladepumpe
(10, 10') 10 als Stellglied vorgesehen ist, wobei der Antriebsmotor der Ladepumpe
an den Ausgang des Endverstärkers angeschlossen ist.