(19)
(11) EP 0 038 434 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.10.1981  Patentblatt  1981/43

(21) Anmeldenummer: 81102321.7

(22) Anmeldetag:  27.03.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01H 43/12, H01H 36/00, H01H 67/22
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR GB IT LI

(30) Priorität: 01.04.1980 DE 3012579

(71) Anmelder:
  • Zimmermann, Walter
    D-6680 Neunkirchen/Saar (DE)
  • Zimmermann, Maja geb. Horvatin
    D-6680 Neunkirchen/Saar (DE)

(72) Erfinder:
  • Zimmermann, Walter
    D-6680 Neunkirchen/Saar (DE)
  • Zimmermann, Maja geb. Horvatin
    D-6680 Neunkirchen/Saar (DE)

(74) Vertreter: Basten, Hans, Dipl.-Phys. 
Alpenweg 2
D-8137 Berg 4
D-8137 Berg 4 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vielseitig verwendbare Verteilerstufe


    (57) Es handelt sich bei der Erfindung um eine Verteilerstufe zur Vorgabe von Steuerprogrammen und zur Ansteuerung und/oder Aktivierung einer Vielzahl elektrischer Einzelelemente (3) und/oder einzeln zu aktivierender Anschlußstellen, wobei in einer oder in mehreren Ebenen im wesentlichen parallel liegende Leiterbahnen (6, 7, 8, 9, 10) und/ oder Position im wesentlichen gleiche Leiterbahnabschnitte gegliederte Leiterbahnen in jedem Leiterbahnabschnitt mindestens einen Anschlußpunkt und/oder iene isoliert geführte Abzweigung aufweist, wobei diese Anschlußpunkte und/ oder Abzweigungen auf einem gemeinsamen Abschnittskontakt (4) koordiniert sind, der als Schalt- und/oder als Anschlußpunkt fungieren kann. Eine Verteilerstufe (2) kann der ersteren (1) über Verbindungen (11) parallel geschaltet sein.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Verteilerstufe zur Vorgabe von Steuerprogrammen und/oder Aktivierung ..... nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Um technische Vorgänge wie beispielsweise Überwachung von Temperaturen, Zeiten, Geschwindigkeiten, Reaktionen allgemein usw. in ihrem augenblicklichen Stand, sowie aber auch ihren Trend dem Beobachter sichtbar zu machen, sind Schaltanordnungen und Verteilerstufen bekannt, die durch digitale oder analoge oder aus beiden gemischte Anzeigen diese Werte dem Beobachter vermitteln.

    [0003] Weiterhin sind Schaltanordnungen und Verteilerstufen bekannt, die der Aufgabe dienen, technische Vorgänge auf bestimmte Werte zu fixieren, wobei diese Werte in vorher zu bestimmender Reihenfolge durch eine Codierung der Verteilerstufe eingestellt werden können.

    [0004] Durch moderne Transistor- und integrierte Schaltungstechnik ist es möglich, eine Vielzahl von elektrischen Einzelelementen beispielsweise Leuchtdioden, Relais usw. in bestimmter Reihenfolge zu aktivieren. Jedoch ist es nicht möglich über die Verteilerstufe zurück die Aktiverung verschiedener elektrischer Einzelelemente zu registrieren, noch weniger ist es möglich, über derartige Verteilerstufen technische Programme mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Codierungen ablaufen zu lassen.

    [0005] Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Verteilerstufe zur Vorgabe von Steuerprogrammen und zur Ansteuerung und/oder Aktivierung einer Vielzahl elektrischer Einzelelemente und/oder einzeln zu aktivierender Anschlußstellen bzw. eines zu bestimmenden Bruchteils hiervon in zu bestimmender Reihenfolge mit mehreren in einer oder in mehreren Ebenen im wesentlichen parallel liegenden Leiterbahnen zu erstellen, die es gestattet, eine Vielzahl elektrischer Einzelelemente und/oder Anschlußstellen zu aktivieren und/oder anzusteuern mit einer Schaltanordnung, die mit einem geringen Aufwand an Leitungsführung und ohne störanfällige und temperaturempfindliche aktive elektronische Einheiten bei einfacher Handhabung zu gewährleisten ist.

    [0006] Dies wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 erreicht.

    [0007] Bei zum Beispiel fünf linear angeordneten Leiterbahnen, die in zwölf Abschnitte aufgeteilt sind, ist es bereits möglich sechzig Einzelelemente und/oder Anschlußstellen zu aktivieren und/oder anzusteuern. Diese Anordnung wäre beispielsweise sinnvoll für die analoge Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige einer Uhr. Die Einzelelemente könnten Leuchtdioden sein, die beispielsweise durch die Codierstufe eines Quarzuhrenwerkes aktiviert würden. Über Einzelanschlüsse könnten zur Weiterleitung z.B. Relais geschaltet werden, welche irgendwelche physikalische Prozessabläufe zu programmieren hätten.

    [0008] Nach einem weiteren erfinderischen Merkmal wird mindestens eine zweite Verteilerstufe mit der ersteren elektrisch so gekoppelt, daß wechselseitig über die Einzel-Elemente und/oder -Anschlüsse der einen Verteilerstufe die andere Verteilerstufe angesteuert wird, bzw. der aktivierte Zustand der Einzel-Elemente und/oder -Anschlüsse der anderen Verteilerstufe registriert wird.

    [0009] Die Ansteuerung und/oder Aktivierung kann entweder manuell über Kontaktknebel, Kontaktstöpsel, Schalter usw. oder vollelektrisch oder elektromechanisch automatisch oder elektromechanisch.halbautomatisch über RElais, Stellmotoren, Impulssteuerungen usw. erfolgen.

    [0010] Nach einem weiteren Kennzeichen soll die Verteilerstufe in Miniaturausführung erstellt sein. Dies ist möglich, da sie mit allerkleinsten elektrischen Potentialen betrieben werden kann und also auch gedrängt auf kleinstem Raum unterzubringen ist. Eine konzentrisch orientierte Anordnung der Leiterbahnen und Kontakte, sowie die im wesentlichen radiale Ausrichtung der Leiterbahnabzweigungen im Hinblick auf das Zentrum der Verteilerstufe erweist sich hier sowohl zum Zwecke der optimalen Raumaufteilung als auch technischer Kombinationsvorteile wegen als besonders geeignet. So bei der Kombination der Verteilerstufe mit einem elektromechanischen Schrittschalter. Durch die Verwendung eines manuell, mechanisch. oder durch Stromimpulse automatisch betriebenen Schrittschalters, insbesondere eines Magnetschrittschalters, kann im Zusammenhang mit der Aktivierung der Leiterbahnen und Kontakte der Verteilerstufe eine auf die Anordnung der Leiterbahnabzweigungen abgestimmte Schrittschaltfolge erzielt werden. Eine solche Schaltvorrichtung erweist sich in Verbindung mit der Verteilerstufe teilweise auch dann als vorteilhaft,wenn die hinsichtlich des elektrischen Potentials vorliegenden Voraussetzungen den Einsatz vollelektrischer SChalter erlauben würden.

    [0011] Der elektromechanische Magnetschrittschalter ermöglicht die stromunabhängige Fixierung einer aktuellen Schaltkonstellation, da die Postion der mechanischen Schaltkontakte bei Stromdurchgang für die Aktivierung der kontaktierten Leiterbahnen und Kontakte der Verteilerstufe entscheidend ist. Bei Spannungsausfällen ändert sich die Kontakteinstellung nicht. Während in solchen Fällen z.B. bei vollelektrischen Zähl- und Registrierapparaten die angezeigten Ziffern gelöscht werden, werden die letzten Anzeigewerte konserviert, soweit die unveränderte Stellung der Schaltkontakte des Magnetschrittschalters gewährleistet ist.

    [0012] Die stalibe Position der mechanischen Schaltkontakte wird durch die kennzeichnenden konstruktiven Merkmale der Magnetschrittschalters gesichert. Desgleichen ermöglichen diese kennzeichnenden Merkmale die hochzahlige, exakt auf die relativ kurzen Distanzen zwischen den einzelnen Leiterbahnabzweigungen eingerichtete Schrittschaltfolge. Da der so konstruierte Schrittschalter ein sehr geringes Trägheitsmoment hat, eignet er sich auch zum automatischen Betrieb mittelselektrischer Impulse, die in kurzen Zeitabständen aufeinander folgen. Eine Kombinationsmöglichkeit zur unmittelbaren Integration des elektromagnetisch automatisch arbeitenden Magnetschrittschalters mit der Verteilerstufe ergibt sich durch eine Variante derselben, die ebenfalls in einem der kennzeichnenden Anspruchsmerkmale festgehalten ist. Eine zu den in Abschnitte eingeteilten Leiterbahnen im wesentlichen parallel laufende, nicht unterteilte Kontaktleiterbahn z.B. ermöglicht die Einzelaktivierung einer der Zahl der unterteilten Leiterbahnen gleichen Anzahl von fest stehenden Elektromegneten, die jeweils einzeln mit einer der unterteilten Leiterbahnen zusammen geschaltet sind. Werden diese in einer bestimmten Reihenfolge nacheinander durch elektrische Impulse aktiviert, so bewirkt ihre magnetische Anziehungskraft zugleich die Fortbewegung einer ihnen parallel zugeordneten beweglichen Magnetreihe und der mechanischen Schaltkontakte, die dann in die nächste Schaltstellung einrasten. Die Hinzunahme einer oder mehrerer mit den in Abschnitte gegliederten Leiterbahnen parallel laufenden, nicht oder anders als die anderen Leiterbahnen unterteilten Leiterbahnen erbringt darüberhinaus noch weitere Kombinationsmöglichkeiten der Verteilerstufe.

    [0013] Nachfolgend wird an Hand der beigefügten Zeichnung ein Ausführungsbeispiel näher erläutert:

    In der Zeichnung sind zwei analog angeordnete und elektrisch parallel gekoppelte Verteilerstufen 1 und 2 dargestellt. Die Einzelelemente bzw. -Anschlüsse 3 bzw. die sie versorgenden Abzweigungen sind jeweils zu Fünfergruppen zusammengefaßt, denen je eine Kontaktstelle 4 zugeordnet ist.



    [0014] Auch die übrigen Kontakte 5 sind jeweils für die Abzweigungen, Elemente und/oder Anschlüsse im Bereich eines der gleich gegliederten Leiterbahnabschnitte der Leiterbahnen 6,7,8,9 und 10 zuständig.

    [0015] Im Falle der Einzelaktivierung bestimmter Elemente und/oder Anschlußstellen ist jeweils eine bestimmte Leiterbahn und ein bestimmter Kontakt aktiviert. Die Aktivierung von Elementen und/oder Anschlußgruppen setzt die Schaltung mehrerer Leiterbahnen mit einem oder mehreren Kontakten oder einer Leiterbahn mit mehreren Kontakten voraus.

    [0016] Bei dem gezeigten Beispiel handelt es sich um konzentrisch angeordnete Leiterbahnen bei beiden Verteilerstufen 1 und 2, wobei dei Koppelung durch Verbingungen 11 in derselben Reihenfolge beider Verteilerstufen erfolgt. Es sind natürlich alle anderen Zuordnungen möglich.


    Ansprüche

    1. Verteilerstufe zur Vorgabe von Steuerprogrammen und zur Ansteuerung und/oder Aktivierung einer Vielzahl elektrischer Einzelelemente und/oder einzeln zu aktivierender Anschlußstellen bzw. eines zu bestimmenden Bruchteils hiervon in zu bestimmender Reihenfolge mit mehreren in einer oder in mehreren Ebenen im wesentlichen parallel liegenden Leiterbahnen dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei in nach Länge und/oder Position im wesentlichen gleiche Leiterbahnabschnitte gegliederte Leiterbahnen in jedem Leiterbahnabschnitt mindestens einen Anschlußpunkt und/öder eine isoliert geführte Abzweigung aufweisen,
    und daß diese Anschlußpunkte und/oder Abzweigungen mit mindestens einem allen gleichen Leiterbahnabschnitten der verschiedenen Leiter gemeinsamen Abschnittskontakt koordiniert sind, der als Schalt- und/oder als Anschlußkontakt fungieren kann, und daß die Codierung für die Aktivierung und/oder Ansteuerung der. an die Verteilerstufe angeschlossenen Vielzahl der Einzelelemente und/oder einzeln aktivierbaren Anschlußstellen eindeutig durch die Kombination jeweils einer bestimmten Leiterbahn mit einem bestimmten Abschnittskontakt erfolgt.
     
    2. Verteilerstufe nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß den gleich gegliederten Leiterbahnen mindestens eine weitere nicht oder anders gegliederte Kontaktleiterbahn zugeordnet ist, durch deren Schaltkombination mit Abzweigungen von anderen mit unterschiedlichem Potential belegten Leiterbahnen weitere vorher zu bestimmende Elemente und/oder Anschlußstellen einzeln oder in Gruppen aktiviert werden können.
     
    3. Verteilerstufe nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß sie mit mindestens einer zweiten, im wesentlichen analog aufgebauten elektrisch gekoppelt ist,
    daß von der ersten Verteilerstufe aus die Einzelelemente und/oder die einzeln aktivierbaren Anschlußstellen der zweiten geschaltet und/oder aktiviert werden können und daß bei dieser Schaltanordnung bei einer außerhalb der ersten Verteilerstufe liegenden Schalt- und/oder Aktivierungsvorrichtung aktivierte und/oder anzusteuernde Einzelelemente und/oder Anschlußstellen der zweiten Stufe durch die Einzelelemente und/oder Anschlußstellen der ersten als aktiviert bzw. als aktivierbar nachgewiesen werden können.
     
    4. Verteilerstufe nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Aktiverung und/oder Ansteuerung manuell, über Kontaktknebel, Kontaktstöpsel, Schalter usw. erfolgt.
     
    5. Verteilerstufe nach Anspruch 1, 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierung und/oder Ansteuerung vollelektrisch oder elektromechanisch automatisch oder halbautomatisch über Relais, Stellmotoren, Impulssteuerungen usw. erfolgt.
     
    6. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß sie bei kleinstem Raum- und Materialbedarf und im wesentlichen linear fortlaufender Anordnung der Einzelelemente, Anschlußstellen bzw. und/oder Schaltpositionen, sowie bei Anordnung der Leiterbahnen in einer Ebene im wesentlichen konzentrisch orientierte Leiterbahnen und Kontakte sowie im wesentlichen radial ausgerichtete Leiterbahnabzweigungen und/oder Kontaktabzweigungen aufweist,
    oder daß sie bei im übrigen gleichen Bedingungen und Anordnung der Leiterbahnen in mehreren Ebenen im wesentlichen konzentrisch: orientierte Leiterbahnen und Kontakte und im wesentlichen konzentrisch und/oder radial ausgerichtete Leiterbahnabzweigungen und/oder Kontaktabzweigungen aufweist.
     
    7. Verteilerstufe nach Anspruch 1 - 6 dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelaktivierung der Elemente und/oder Anschlußstellen über einen vollelektrisch, elektromechanisch oder manuell betriebenen Schrittschalter erfolgt, der in Abhängigkeit von den ihn steuernden elektrischen und/oder Bewegungsimpulsen die Frequenz, den Rhythmus und die Richtung der Schaltfolge bestimmt, indem durch ihn die Leiterbahnen und Kontakte entsprechend der im Aufbau der Verteilerstufe beinhalteten Codierung miteinander kombiniert werden.
     
    8. Verteilerstufe nach Anspruch 1 und 7 dadurch gekennzeichnet, daß der Schrittschalter aus einer Reihe von mehreren linear angeordneten Permanent- und/oder Elektromagneten und einer weiteren Anzahl von zeitweilig magnetisch aktivierbaren Elementen und/oder permanenten Magneten besteht, die der erstgenannten Reihe von linear angeordneten Magneten parallel zugeordnet sind.
     
    9. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß eine Magnetreihe des Schrittschalters in einer oder in beiden Richtungen ihres linearen Verlaufs parallel zu der anderen Magnetreihe verschiebbar ist, oder daß beide Magnetreihen in einer oder in beiden Richtungen ihres linearen Verlaufs parallel zueinander verschiebbar sind.
     
    10. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die beiden linear und parallel zueinander angeordneten Magnetreihen hinsichtlich der Abstände der Einzelmagnete zueinander jeweils in einer Reihe gleiche Abstände aufweisen, die jedoch verschieden sind gegenüber den Abständen zwischen den Magneten der anderen Magnetreihe.
     
    11. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Magnetreihen jeweils auf einem Kreisumfang angeordnet sind.
     
    12. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Länge beider Magnetreihen bezogene Anzahl der Schaltschritte dem Produkt aus der Anzahl der Magnete der beiden Magnetreihen gleich ist.
     
    13. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die eine Magnetreihe örtlich fixiert und die andere Magnetreihe beweglich angeordnet ist, und daß die Magnete einer Reihe in einer bestimmten Reihenfolge elektromagnetisch aktiviert werden können, um die Fortbewegung und die Fortbewegungsrichtung der beweglichen Magnetreihe zu bewirken.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht