[0001] Die Erfindung betrifft eine Verteilerstufe zur Vorgabe von Steuerprogrammen und/oder
Aktivierung ..... nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Um technische Vorgänge wie beispielsweise Überwachung von Temperaturen, Zeiten, Geschwindigkeiten,
Reaktionen allgemein usw. in ihrem augenblicklichen Stand, sowie aber auch ihren Trend
dem Beobachter sichtbar zu machen, sind Schaltanordnungen und Verteilerstufen bekannt,
die durch digitale oder analoge oder aus beiden gemischte Anzeigen diese Werte dem
Beobachter vermitteln.
[0003] Weiterhin sind Schaltanordnungen und Verteilerstufen bekannt, die der Aufgabe dienen,
technische Vorgänge auf bestimmte Werte zu fixieren, wobei diese Werte in vorher zu
bestimmender Reihenfolge durch eine Codierung der Verteilerstufe eingestellt werden
können.
[0004] Durch moderne Transistor- und integrierte Schaltungstechnik ist es möglich, eine
Vielzahl von elektrischen Einzelelementen beispielsweise Leuchtdioden, Relais usw.
in bestimmter Reihenfolge zu aktivieren. Jedoch ist es nicht möglich über die Verteilerstufe
zurück die Aktiverung verschiedener elektrischer Einzelelemente zu registrieren, noch
weniger ist es möglich, über derartige Verteilerstufen technische Programme mit einer
Vielzahl von unterschiedlichen Codierungen ablaufen zu lassen.
[0005] Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Verteilerstufe zur
Vorgabe von Steuerprogrammen und zur Ansteuerung und/oder Aktivierung einer Vielzahl
elektrischer Einzelelemente und/oder einzeln zu aktivierender Anschlußstellen bzw.
eines zu bestimmenden Bruchteils hiervon in zu bestimmender Reihenfolge mit mehreren
in einer oder in mehreren Ebenen im wesentlichen parallel liegenden Leiterbahnen zu
erstellen, die es gestattet, eine Vielzahl elektrischer Einzelelemente und/oder Anschlußstellen
zu aktivieren und/oder anzusteuern mit einer Schaltanordnung, die mit einem geringen
Aufwand an Leitungsführung und ohne störanfällige und temperaturempfindliche aktive
elektronische Einheiten bei einfacher Handhabung zu gewährleisten ist.
[0006] Dies wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 erreicht.
[0007] Bei zum Beispiel fünf linear angeordneten Leiterbahnen, die in zwölf Abschnitte aufgeteilt
sind, ist es bereits möglich sechzig Einzelelemente und/oder Anschlußstellen zu aktivieren
und/oder anzusteuern. Diese Anordnung wäre beispielsweise sinnvoll für die analoge
Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige einer Uhr. Die Einzelelemente könnten Leuchtdioden
sein, die beispielsweise durch die Codierstufe eines Quarzuhrenwerkes aktiviert würden.
Über Einzelanschlüsse könnten zur Weiterleitung z.B. Relais geschaltet werden, welche
irgendwelche physikalische Prozessabläufe zu programmieren hätten.
[0008] Nach einem weiteren erfinderischen Merkmal wird mindestens eine zweite Verteilerstufe
mit der ersteren elektrisch so gekoppelt, daß wechselseitig über die Einzel-Elemente
und/oder -Anschlüsse der einen Verteilerstufe die andere Verteilerstufe angesteuert
wird, bzw. der aktivierte Zustand der Einzel-Elemente und/oder -Anschlüsse der anderen
Verteilerstufe registriert wird.
[0009] Die Ansteuerung und/oder Aktivierung kann entweder manuell über Kontaktknebel, Kontaktstöpsel,
Schalter usw. oder vollelektrisch oder elektromechanisch automatisch oder elektromechanisch.halbautomatisch
über RElais, Stellmotoren, Impulssteuerungen usw. erfolgen.
[0010] Nach einem weiteren Kennzeichen soll die Verteilerstufe in Mi
niaturausführung erstellt sein. Dies ist möglich, da sie mit
allerkleinsten elektrischen Potentialen betrieben werden kann und also auch gedrängt
auf kleinstem Raum unterzubringen ist. Eine konzentrisch orientierte Anordnung der
Leiterbahnen und Kontakte, sowie die im wesentlichen radiale Ausrichtung der Leiterbahnabzweigungen
im Hinblick auf das Zentrum der Verteilerstufe erweist sich hier sowohl zum Zwecke
der optimalen Raumaufteilung als auch technischer Kombinationsvorteile wegen als besonders
geeignet. So bei der Kombination der Verteilerstufe mit einem elektromechanischen
Sc
hrittschalter. Durch die Verwendung eines manuell, mechanisch. oder durch Stromimpulse
automatisch betriebenen Schrittschalters, insbesondere eines Magnetschrittschalters,
kann im Zusammenhang mit der Aktivierung der Leiterbahnen und Kontakte der Verteilerstufe
eine auf die Anordnung der Leiterbahnabzweigungen abgestimmte Schrittschaltfolge erzielt
werden. Eine solche Schaltvorrichtung erweist sich in Verbindung mit der Verteilerstufe
teilweise auch dann als vorteilhaft,wenn die hinsichtlich des elektrischen Potentials
vorliegenden Voraussetzungen den Einsatz vollelektrischer SChalter erlauben würden.
[0011] Der elektromechanische Magnetschrittschalter ermöglicht die stromunabhängige Fixierung
einer aktuellen Schaltkonstellation, da die Postion der mechanischen Schaltkontakte
bei Stromdurchgang für die Aktivierung der kontaktierten Leiterbahnen und Kontakte
der Verteilerstufe entscheidend ist. Bei Spannungsausfällen ändert sich die Kontakteinstellung
nicht. Während in solchen Fällen z.B. bei vollelektrischen Zähl- und Registrierapparaten
die angezeigten Ziffern gelöscht werden, werden die letzten Anzeigewerte konserviert,
soweit die unveränderte Stellung der Schaltkontakte des Magnetschrittschalters gewährleistet
ist.
[0012] Die stalibe Position der mechanischen Schaltkontakte wird durch die kennzeichnenden
konstruktiven Merkmale der Magnetschrittschalters gesichert. Desgleichen ermöglichen
diese kennzeichnenden Merkmale die hochzahlige, exakt auf die relativ kurzen Distanzen
zwischen den einzelnen Leiterbahnabzweigungen eingerichtete Schrittschaltfolge. Da
der so konstruierte Schrittschalter ein sehr geringes Trägheitsmoment hat, eignet
er sich auch zum automatischen Betrieb mittelselektrischer Impulse, die in kurzen
Zeitabständen aufeinander folgen. Eine Kombinationsmöglichkeit zur unmittelbaren Integration
des elektromagnetisch automatisch arbeitenden Magnetschrittschalters mit der Verteilerstufe
ergibt sich durch eine Variante derselben, die ebenfalls in einem der kennzeichnenden
Anspruchsmerkmale festgehalten ist. Eine zu den in Abschnitte eingeteilten Leiterbahnen
im wesentlichen parallel laufende, nicht unterteilte Kontaktleiterbahn z.B. ermöglicht
die Einzelaktivierung einer der Zahl der unterteilten Leiterbahnen gleichen Anzahl
von fest stehenden Elektromegneten, die jeweils einzeln mit einer der unterteilten
Leiterbahnen zusammen geschaltet sind. Werden diese in einer bestimmten Reihenfolge
nacheinander durch elektrische Impulse aktiviert, so bewirkt ihre magnetische Anziehungskraft
zugleich die Fortbewegung einer ihnen parallel zugeordneten beweglichen Magnetreihe
und der mechanischen Schaltkontakte, die dann in die nächste Schaltstellung einrasten.
Die Hinzunahme einer oder mehrerer mit den in Abschnitte gegliederten Leiterbahnen
parallel laufenden, nicht oder anders als die anderen Leiterbahnen unterteilten Leiterbahnen
erbringt darüberhinaus noch weitere Kombinationsmöglichkeiten der Verteilerstufe.
[0013] Nachfolgend wird an Hand der beigefügten Zeichnung ein Ausführungsbeispiel näher
erläutert:
In der Zeichnung sind zwei analog angeordnete und elektrisch parallel gekoppelte Verteilerstufen
1 und 2 dargestellt. Die Einzelelemente bzw. -Anschlüsse 3 bzw. die sie versorgenden
Abzweigungen sind jeweils zu Fünfergruppen zusammengefaßt, denen je eine Kontaktstelle
4 zugeordnet ist.
[0014] Auch die übrigen Kontakte 5 sind jeweils für die Abzweigungen, Elemente und/oder
Anschlüsse im Bereich eines der gleich gegliederten Leiterbahnabschnitte der Leiterbahnen
6,7,8,9 und
10 zuständig.
[0015] Im Falle der Einzelaktivierung bestimmter Elemente und/oder Anschlußstellen ist jeweils
eine bestimmte Leiterbahn und ein bestimmter Kontakt aktiviert. Die Aktivierung von
Elementen und/oder Anschlußgruppen setzt die Schaltung mehrerer Leiterbahnen mit einem
oder mehreren Kontakten oder einer Leiterbahn mit mehreren Kontakten voraus.
[0016] Bei dem gezeigten Beispiel handelt es sich um konzentrisch angeordnete Leiterbahnen
bei beiden Verteilerstufen 1 und 2, wobei dei Koppelung durch Verbingungen 11 in derselben
Reihenfolge beider Verteilerstufen erfolgt. Es sind natürlich alle anderen Zuordnungen
möglich.
1. Verteilerstufe zur Vorgabe von Steuerprogrammen und zur Ansteuerung und/oder Aktivierung
einer Vielzahl elektrischer Einzelelemente und/oder einzeln zu aktivierender Anschlußstellen
bzw. eines zu bestimmenden Bruchteils hiervon in zu bestimmender Reihenfolge mit mehreren
in einer oder in mehreren Ebenen im wesentlichen parallel liegenden Leiterbahnen dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens zwei in nach Länge und/oder Position im wesentlichen
gleiche Leiterbahnabschnitte gegliederte Leiterbahnen in jedem Leiterbahnabschnitt
mindestens einen Anschlußpunkt und/öder eine isoliert geführte Abzweigung aufweisen,
und daß diese Anschlußpunkte und/oder Abzweigungen mit mindestens einem allen gleichen
Leiterbahnabschnitten der verschiedenen Leiter gemeinsamen Abschnittskontakt koordiniert
sind, der als Schalt- und/oder als Anschlußkontakt fungieren kann, und daß die Codierung
für die Aktivierung und/oder Ansteuerung der. an die Verteilerstufe angeschlossenen
Vielzahl der Einzelelemente und/oder einzeln aktivierbaren Anschlußstellen eindeutig
durch die Kombination jeweils einer bestimmten Leiterbahn mit einem bestimmten Abschnittskontakt
erfolgt.
2. Verteilerstufe nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß den gleich gegliederten
Leiterbahnen mindestens eine weitere nicht oder anders gegliederte Kontaktleiterbahn
zugeordnet ist, durch deren Schaltkombination mit Abzweigungen von anderen mit unterschiedlichem
Potential belegten Leiterbahnen weitere vorher zu bestimmende Elemente und/oder Anschlußstellen
einzeln oder in Gruppen aktiviert werden können.
3. Verteilerstufe nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß sie mit mindestens
einer zweiten, im wesentlichen analog aufgebauten elektrisch gekoppelt ist,
daß von der ersten Verteilerstufe aus die Einzelelemente und/oder die einzeln aktivierbaren
Anschlußstellen der zweiten geschaltet und/oder aktiviert werden können und daß bei
dieser Schaltanordnung bei einer außerhalb der ersten Verteilerstufe liegenden Schalt-
und/oder Aktivierungsvorrichtung aktivierte und/oder anzusteuernde Einzelelemente
und/oder Anschlußstellen der zweiten Stufe durch die Einzelelemente und/oder Anschlußstellen
der ersten als aktiviert bzw. als aktivierbar nachgewiesen werden können.
4. Verteilerstufe nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Aktiverung
und/oder Ansteuerung manuell, über Kontaktknebel, Kontaktstöpsel, Schalter usw. erfolgt.
5. Verteilerstufe nach Anspruch 1, 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierung
und/oder Ansteuerung vollelektrisch oder elektromechanisch automatisch oder halbautomatisch
über Relais, Stellmotoren, Impulssteuerungen usw. erfolgt.
6. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
daß sie bei kleinstem Raum- und Materialbedarf und im wesentlichen linear fortlaufender
Anordnung der Einzelelemente, Anschlußstellen bzw. und/oder Schaltpositionen, sowie
bei Anordnung der Leiterbahnen in einer Ebene im wesentlichen konzentrisch orientierte
Leiterbahnen und Kontakte sowie im wesentlichen radial ausgerichtete Leiterbahnabzweigungen
und/oder Kontaktabzweigungen aufweist,
oder daß sie bei im übrigen gleichen Bedingungen und Anordnung der Leiterbahnen in
mehreren Ebenen im wesentlichen konzentrisch: orientierte Leiterbahnen und Kontakte
und im wesentlichen konzentrisch und/oder radial ausgerichtete Leiterbahnabzweigungen
und/oder Kontaktabzweigungen aufweist.
7. Verteilerstufe nach Anspruch 1 - 6 dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelaktivierung der Elemente und/oder Anschlußstellen
über einen vollelektrisch, elektromechanisch oder manuell betriebenen Schrittschalter
erfolgt, der in Abhängigkeit von den ihn steuernden elektrischen und/oder Bewegungsimpulsen
die Frequenz, den Rhythmus und die Richtung der Schaltfolge bestimmt, indem durch
ihn die Leiterbahnen und Kontakte entsprechend der im Aufbau der Verteilerstufe beinhalteten
Codierung miteinander kombiniert werden.
8. Verteilerstufe nach Anspruch 1 und 7 dadurch gekennzeichnet, daß der Schrittschalter
aus einer Reihe von mehreren linear angeordneten Permanent- und/oder Elektromagneten
und einer weiteren Anzahl von zeitweilig magnetisch aktivierbaren Elementen und/oder
permanenten Magneten besteht, die der erstgenannten Reihe von linear angeordneten
Magneten parallel zugeordnet sind.
9. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
daß eine Magnetreihe des Schrittschalters in einer oder in beiden Richtungen ihres
linearen Verlaufs parallel zu der anderen Magnetreihe verschiebbar ist, oder daß beide
Magnetreihen in einer oder in beiden Richtungen ihres linearen Verlaufs parallel zueinander
verschiebbar sind.
10. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden linear und parallel zueinander angeordneten Magnetreihen hinsichtlich
der Abstände der Einzelmagnete zueinander jeweils in einer Reihe gleiche Abstände
aufweisen, die jedoch verschieden sind gegenüber den Abständen zwischen den Magneten
der anderen Magnetreihe.
11. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Magnetreihen jeweils auf einem Kreisumfang angeordnet sind.
12. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
daß die auf die Länge beider Magnetreihen bezogene Anzahl der Schaltschritte dem Produkt
aus der Anzahl der Magnete der beiden Magnetreihen gleich ist.
13. Verteilerstufe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Magnetreihe örtlich fixiert und die andere Magnetreihe beweglich angeordnet
ist, und daß die Magnete einer Reihe in einer bestimmten Reihenfolge elektromagnetisch
aktiviert werden können, um die Fortbewegung und die Fortbewegungsrichtung der beweglichen
Magnetreihe zu bewirken.