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EP 0 038 500 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.07.1984 Patentblatt 1984/27 |
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Anmeldetag: 11.04.1981 |
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Rudermaschinenlagerung
Support for steering engine
Support pour moteur à gouverner
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE FR NL |
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Priorität: |
17.04.1980 DE 3014799
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.10.1981 Patentblatt 1981/43 |
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Anmelder: Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH |
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60596 Frankfurt (DE) |
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Erfinder: |
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- Heinemann, Jörg, Ing.grad.
D-2060 Bad Oldesloe (DE)
- Heinrich, Dieter, Ing.grad.
D-2000 Hamburg 60 (DE)
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Vertreter: Sass, Adolph et al |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Hydraulische Ruderanlagen weisen einen Drehflügelmotor auf, dessen drehbarer Teil
mit dem Ruderschaft und dessen Gehäuse mit dem Schiffskörper verbunden sind. Die Lagerung
des Gehäuses kann entweder starr oder nur in horizontaler Richtung elastisch ausgeführt
sein. Wenn große und schwere Rudermaschinen mit dem Schiffskörper fest verbunden sind,
können plötzliche Bewegungsänderungen wie Explosionen, Grundberührungen u.ä. die Schiffshaut,
die Verbindungsstellen und die Maschinen selbst mit großen Beschleunigungskräften
belasten, die erhebliche Schäden anrichten. Insbesondere sind Schiffskörper aus GFK
oder Holz, wie sie für Spezialaufgaben eingesetzt werden, stark gefährdet.
[0002] In der DE-C-893 311 ist eine Lagerung einer Rudermaschine gezeigt, bei der Gummipuffer
an den Lagerbolzen zur Drehmomentübertragung vom Maschinengehäuse auf den Schiffskörper
dienen. In axialer Richtung kann das Gehäuse an den Bolzen auf- und niefergleiten.
Diese Anordnung ist insbesondere vorgesehen, um Ungenauigkeiten bei der Montage auszugleichen.
[0003] Ferner ist in der DE-B-1 234 561 ein Rudertraglager beschrieben, bei dem zwischen
einem mit der
nruderschaft verbundenen und einem schiffsfesten Lagerflansch elastische Segmentunterlagen
aus Schwingmetall eingefügt sind. Hierdurch soll eine gewünschte radiale Einstellbarkeit
des Lagers unterstützt werden. Diese Schwingmetallkörper sind nicht in der Lage, eine
allseitige elastische Lagerung des Ruderschaftes zu bewirken.
[0004] Schließlich ist es aus der US-A-3 037 355 bekannt, zwischen einer schiffsfesten und
einer mit den Lagerflanschen einer Rudermaschine verbundenen Hülse einen Federungskörper
zur Drehmomentübertragung einzusetzen. Axiale Beschleunigungskräfte können von dieser
Lagerung nicht absorbiert werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine hydraulische Rudermaschinenanlage so zu lagern,
daß ab bestimmten auftretenden Kräften völlige Elastizität in allen Richtungen gewährleistet
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0007] Ein wesentlicher Vorteil der Lagerung nach der Erfindung besteht darin, daß Kräfte
unterhalb vorbestimmter Werte, die die Anlage nicht gefährden, auf eine quasi feste
Lagerung einwirken, während für oberhalb dieser Werte liegende Kräfte volle Elastität
besteht. Dadurch wird verhindert, daß große Beschleunigungskräfte zerstörende Wirkungen
auf den Schiffskörper ausüben können.
[0008] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt.
Figur 1 zeigt eine Rudermaschine mit einer im Schnitt dargestellten Lagerstelle und
Figur 2 ein Diagramm der Federkennlinie.
[0009] In Figur 1 ist die Rudermaschine mit 1 bezeichnet. An ihr sind ein oberer Flansch
2a und ein unterer Flansch 2b befestigt. Zwischen ihnen ist ein Flansch 3 eines mit
dem Schiffsfundament 4 fest verbundenen Lagerbockes 5 angeordnet. Ein Federelement
6 in Form eines Ringkörpers ist zwischen Flansch 2a und Flansch 3 eigesetzt. Das elastische
Federelement ist beidseitig mit Metallplatten 6a und 6b fest verbunden (Schwingmetall).
Verteilt über das Federelement 6 in einem bestimmten radialen Abstand von den seitlichen
Begrenzungskanten sind Bohrungen 7 zur Aufnahme von Schraubenbolzen 8 angeordnet,
die in der Metallplatte 6a befestigt sind. Die Schraubenbolzen dienen im eingebauten
Zustand über die Muttern 9 dazu, dem Federelement 6 eine vorbestimmte Vorspannung
zu geben, die normalerweise größer ist als das Eigengewicht der Rudermaschine. In
gleicher Weise wird ein weiteres Federelement 10 zwischen Flansch 2b und Flansch 3
eingesetzt und vorgespannt.
[0010] Die Flansche 2a und 2b der Maschine sowie der Flansch 3 des schiffsfesten Lagerbockes
werden durch einen zentralen Bolzen 11, der zweiteilig ausgeführt ist, fest miteinander
verbunden. Im Bereich des Flansches 3 ist ein sich axial erstreckendes elastisches
Federelement 12 angeordnet, das beim Zusammenziehen der Bolzenteile 11 ebenfalls vorgespannt
wird. Während der Bolzen 11 mit dem Federelement 12 zur Übertragung der Drehmomente
auf den Schiffskörper dienen, nehmen die Federelemente 6 und 10 alle vertikalen Kräfte
auf. Durch die besondere Konstruktion bezüglich Vorspannung und Zentrierung der Federelemente
werden Federwege erst ab bestimmten Kräften bewirkt.
[0011] Aus dem Diagramm nach Figur 2, in dem über den Federweg die Federkraft aufgetragen
ist, kann entnommen werden, daß im Kräftebereich zwischen A und B die Lagerung wie
eine starre Lagerung wirkt. Oberhalb von A und unterhalb von B, d. h. nach Überschreiten
bestimmter Grenzwerte, setzt die elastische Wirkung der Federung ein, die etwa den
dargestellten linearen Verlauf hat. Bei Auftreten sehr großer Beschleunigungskräfte
können dagegen Abweichungen eintreten, wie sie gestrichelt eingezeichnet sind.
[0012] Durch die Ausbildung der Lagerung werden große Kräfte durch die Federwege vorzugsweise
in vertikaler Richtung vermindert und ein Pendeln, Schaukeln und Vibrieren der Maschinen
durch die mit Vorspannung eingesetzten and als Mittenzentrierung ausgebildeten Federelemente
verhindert.
1. Rudermaschine, die über einen Ruderschaft ein Ruderblatt steuert, welches mit einer
zusatzlichen Antriebseinheit versehen ic,1. wobei die Rudermaschine über Federungselemente
auf dem Schiffskörper gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß zu einer in jeder
Richtung elastischen Befestigung der Rudermaschine (1) auf dem Schiffskörper vertikal
und horizontal zusammenwirkende, konstruktiv getrennte Lagereinheiten mit Federungselementen
(6, 10) zur Übertragung der vertikalen Kräfte und mit Federungselementen (12) zur
Übertragung der Drehmomente auf den Schiffskörper dienen.
2. Rudermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Dämpfung starker
vertikaler Beschleunigungskräfte zwei für große positive und negative Federwege ausgebildete,
vorgespannte Schwingmetallkörper (6, 10) mit sprunghafter Federkennlinie zwischen
den Lagerflanschen (2a, 2b) der Rudermaschine (1) und einem etwa in der Mitte zwischen
den Lagerflanschen (2a, 2b) angeordneten Flansch (3) eines Lagerblocks (5) eingepaßt
sind.
3. Rudermaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung etwa gleicher
positiver und negativer Federwege der obere durch die Rudereinrichtung (1) belastete
Schwingmetallkörper (6) in seinen axialen Abmessungen stärker als der untere Schwingmetallkörper
(10) ausgelegt ist.
4. Rudermaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung der
Schwingmetallkörper (6, 10) sprunghaft ansteigt und größer ist als has Eigengewicht
der kompletten Rudereinrichtung.
5. Rudermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Drehmomentenübertragung
ein in bekannter Weise in einer Zentralbohrung des Lagerflansches (2a, 2b) angeordnetes,
sich in axialer Richtung erstreckendes und über einen zweiteiligen Bolzen (11) vorgespanntes
elastisches Federungselement (12) vorgesehen ist.
1. A steering mechanism, which controls a rudder blade via a rudder shaft, which has
an additional drive unit, and wherein the mechanism is carried by spring elements
on the body of the boat, characterised in that for resilient fixing in all directions
of the steering mechanism (1), there are provided vertically and horizontally cooperating,
but separate, bearing units, with spring elements (6,10) for transmitting the vertical
forces to the body of the boat, and with spring elements (12) for transmitting the
rotational moments.
2. A steering mechanism according to claim 1, characterised in that, for damping of
large vertical acceleration forces, two pre-tensioned vibration mounts (6, 10), designed
for large positive and negative spring movements and with nonlinear characteristics,
are mounted between the bearing flanges (2a, 2b) of the steering mechanism and a flange
(3) on a bearing block (5) lying approximately in the middle between flanges (2a,
2b).
3. A steering mechanism according to claim 2, characterised in that in order to achieve
approximately equal positive and negative spring movements the upper vibration mount
(6) loaded by the steering mechanism (1) has a larger axial dimension than the lower
mount (10).
4. A steering mechanism according to claim 2, characterised in that the prestressing
of the vibration mounts (6, 10) increases suddenly and is greater than the actual
weight of the complete steering mechanism.
5. A steering mechanism according to claim 1, characterised in that a resilient spring
element (12) is provided for transmission of rotary moments which, in known fashion,
is arranged in a central bore of the bearing flanges (2a, 2b), extends in the axial
direction and is pretensioned by a two part bolts (11).
1. Moteur de gouvernail qui commande par l'intermédiaire d'une mèche un safran qui
est muni d'une unité de commande complémentaire, ce moteur de gouvernail étant monté
sur le corps du navire par l'intermédiaire d'éléments de suspension, caractérisé en
ce que des unités de paliers, avec éléments de suspension (6, 10), construites distinctement,
qui coopèrent verticalement et horizontalement pour une fixation élastique, dans chaque
sens, du moteur de gouvernail (1) au corps du navire, servent à la transmission des
efforts verticaux et, avec des éléments de suspension (12), à la transmission des
couples de rotation au corps du navire.
2. Moteur de gouvernail suivant la revendication 1, caractérisé en ce que pour l'amortissement
de puissants efforts d'accélération verticaux, deux éléments élastiques (6, 10) à
courbe caractéristique d'élasticité changeante, soumis à une tension préalable et
prévus pour de grandes courses d'élasticité positives et négatives, sont montés entre
les brides de palier (2a, 2b) du moteur de gouvernail (1) et une bride (3) d'un corps
de palier (5) qui est prévue approximativement à mi-distance entre les brides de palier
(2a, 2b).
3. Moteur de gouvernail suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'en vue de
l'obtention de courses d'élasticité positives et négatives approximativement égales,
l'élément élastique supérieur (6) qui est chargé par le moteur de gouvernail (1),
est prévu de dimensions axiales supérieures à celles de l'élément élastique inférieur
(10).
4. Moteur de gouvernail suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la tension
préalable des éléments élastiques (6, 10) augmente par bonds et est supérieure au
poids propre de l'ensemble de l'appareil de gouvernail.
5. Moteur de gouvernail suivant la revendication 1, caractérisé en ce que pour la
transmission des couples de rotation, il est prévu un élément de suspension élastique
(12) qui, comme il est connu, est monté dans un passage central de la bride de palier
(2a, 2b), qui s'étend dans le sens axial et qui est soumis à une tension préalable
à l'intervention d'un axe en deux parties (11).
