[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kraftstoffeinspritzanlage für gemischverdichtende,
fremdgezündete Brennkraftmaschinen mit kontinuierlicher Einspritzung in das Saugrohr,
in dem ein Meßorgan sowie eine durch ein Fahrpedal willkürlich betätigbare Drosselklappe
hintereinander angeordnet sind und das Meßorgan entsprechend der durchströmenden Luftmenge
gegen eine Rückstellkraft bewegt wird und dabei das bewegliche Teil eines in der Kraftstoffleitung
angeordneten, je Zylinder der Brennkraftmaschine ein Differenzdruckventil umfassenden
Zumeßventils für die Zumeßung einer der Luftmenge proportionalen Kraftstoffmenge verstellt,
wobei die Zumeßung bei konstanter, jedoch in Abhängigkeit von Brennkraftmaschinen-Kenngrössen
änderbarer Druckdifferenz an den Differenzdruckventilen erfolgt und die Druckdifferenz
durch eine Drossel in einem Steuerdruckkreislauf beeinflußt wird.
[0002] Die zunehmenden Ansprüche an die Abgasqualität und an den Kraftstoffverbrauch beim
Betrieb von Brennkraftmaschinen, insbesondere der Brennkraftmaschinen von Kraftfahrzeugen,
erfordern eine hohe Qualität der Kraftstoffzumessung und der Kraftstoffaufbereitung.
Dazu wurden Kraftstoffeinspritzanlagen der genannten Art geschaffen, durch die für
Brennkraftmaschinen unter allen Betriebsbedingungen selbsttätig ein günstiges Kraftstoff-Luft-Gemisch
erzeugt wird, um so den Kraftstoff möglichst vollständig zu verbrennen und dadurch
bei hoher Leistung der Brennkraftmaschine und geringem Kraftstoffverbrauch die Entstehung
von giftigen Abgasen zu vermeiden oder zumindest stark zu vermindern. Hierzu muß die
Kraftstoffmenge den Erfordernissen jedes Betriebszustandes der Brennkraftmaschine
entsprechend sehr genau zugemessen und die Proportionalität zwischen Luftmenge und
Kraftstoffmenge in Abhängigkeit von Brennkraftmaschinen-Kenngrössen, wie z.B. Drehzahl,
Last und Temperatur geändert werden.
[0003] So sind z.B. unter Berücksichtigung der Kenngröße Temperatur Brennkraftmaschinen
mit Kraftstoffeinspritzanlagen der gattungsgemäßen Art bekannt (Bosch, Technische
Unterrichtung Benzineinspritzung K-Jetronik, 1. Ausgabe Februar 1974), bei denen während
der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine zum Ausgleich der Kondensationsverluste an
den kalten Brennräumen und an den Saugrohrwänden der Brennkraftmaschine ein angereichertes
Kraftstoff-Luft-Gemisch zugeführt wird. Diese Regelung erfolgt durch einen den Steuerdruck
der Kraftstoffeinspritzanlage beeinflussenden Warmlaufregler, der aus einem federbelasteten
Regelventil besteht, das durch einen elektrisch beheizten Bimetall-Streifen gesteuert
wird. Im betriebswarmen Zustand der Brennkraftmaschine hält der Warmlaufregler den
Steuerdruck auf einem konstanten Überdruck. Der Warmlaufregler ist an der Brennkraftmaschine
so angeordnet, daß er die Temperatur der Brennkraftmaschine annimmt. Diese Kraftstoffeinspritzanlagen
weisen jedoch den Nachteil auf, daß beim. Beschleunigen der Brennkraftmaschine aufgrund
der systemimmanenten Trägheit der Kraftstoffeinspritzanlagen eine Abmagerung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
erfolgt, die ein schlechteres Fahrverhalten und eine höhere NO -Emission x bewirkt.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles muß bei der Auslegung der Warmlaufphase der Kraftstoffeinspritzanlagen
für die Beschleunigung diese Abmagerung berücksichtigt werden, so daß die Brennkraftmaschine
im Leerlauf und Konstantbetrieb mit einem derart stark angereicherten Kraftstoff-Luft-Gemisch
betrieben wird, das in diesen Betriebsbereichen nicht erforderlich ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kraftstoffeinspritzanlage der eingangs genannten
Art auf einfachste Weise derart zu verbessern, daß in der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine
beim Beschleunigen durch eine definierte Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
das Fahrverhalten des Fahrzeuges verbessert wird.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst. Weitere Merkmale der Erfindung beinhalten die Unteransprüche. Die mit der
Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß während der Warmlaufphase
der Brennkraftmaschine im Leerlauf und Konstantbetrieb nur eine geringe Anreicherung
des Kraftstoff-Luft-Gemisches erforderlich ist und eine erhöhte Anreicherung nur während
der Beschleunigung erfolgt, so daß aufgrund des insgesamt geringen Anreicherungsbedarfes
neben einer erheblichen Kraftstoffersparnis auch eine deutliche Absenkung der CO-,
HC-und NO
x-Abgasemission erzielt wird. Darüber hinaus erfolgt die Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
während der Beschleunigung aufgrund der geringen Trägheit der Membranen in den Differenzdruckventilen
nahezu verzögerungsfrei.
[0006] In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Kraftstoffeinspritzanlage mit Lambda-Regelung und elektronischer Signalgebung,
Fig. 2 eine Kraftstoffeinspritzanlage ohne Lambda-Regelung und elektronischer Signalgebung,
Fig. 3 eine Kraftstoffeinspritzanlage ohne Lambda-Regelung und pneumatischer Signalgebung,
Fig. 4 eine Kraftstoffeinspritzanlage mit Lambda-Regelung und pneumatischer Signalgebung,
Fig. 5 die detaillierte Darstellung einer variablen Drossel vorrichtung der Kraftstoffeinspritzanlagen
der Fig. 2 und 3,
Fig. 6 einen Schaltplan für die Signalgebung der Kraftstoffeinspritzanlage der Fig.
1,
Fig. 7 einen elektrischen Schaltplan für die Signalgebung der Kraftstoffeinspritzanlage
der Fig. 2,
Fig. 8 einen elektrischen Schaltplan für die Signalgebung der Kraftstoffeinspritzanlage
der Fig. 4, und
Fig. 9 einen elektrischen Schaltplan für die Signalgebung einer Kraftstoffeinspritzanlage,
bei der die Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches stufenförmig erfolgt.
[0007] Bei der in der Fig. 1 anhand der erfindungswesentlichen Teile dargestellten Kraftstoffeinspritzanlage
strömt die Verbrennungsluft ebenso wie bei den in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Kraftstoffeinspritzanlagen
in Pfeilrichtung in ein Saugrohr 1. In dem Saugrohr 1 ist ein nicht gezeigtes Meßorgan
und eine durch ein Fahrpedal willkürlich betätigbare Drosselklappe 2 hintereinander
angeordnet. Mit dem Meßorgan wird in bekannter Weise die das Saugrohr 1 durchströmende
Luftmenge gemessen und ein an sich bekanntes Zumeßventil für die Zumeßung einer der
Luftmenge proportionalen Kraftstoffmenge verstellt. Das Zumeßventil umfasst je Zylinder
der Brennkraftmaschine ein Differenzdruckventil, von denen zwei Differenzdruckventile
3 und 4 dargestellt sind und die jeweils eine Oberkammer 5 bzw. 6 und eine Unterkammer
7 bzw. 8 aufweisen. Das Differenzdruckventil 3 umfasst eine die Oberkammer 5 von der.Unterkammer
7 trennende Membrane 9, die durch eine in der Oberkammer 5 angeordnete Druckfeder
10 belastet wird, und das Differenzdruckventil 4 umfasst eine die Oberkammer 6 von
der Unterkammer 8 trennende Membrane 11, die durch eine in der Oberkammer 6 angeordnete
Druckfeder 12 belastet wird. Die durch das Differenzdruckventil 3 bzw. 4 bemessene
Kraftstoffmenge wird über die Kraftstoffleitung 13 bzw. 14 den nicht gezeigten Einspritzventilen
zugeführt.
[0008] Der von einer Elektrokraftstoffpumpe 15 durch die Kraftstoffleitung 16 drucklos aus
einem Kraftstoffbehälter 17 geförderte Kraftstoff wird einer Systemdruckleitung 18
zugeführt und von dieser über Kraftstoffleitungen 19 und 20 und Drosselvorrichtungen
21 und 22 in die Oberkammer 5 und 6 geleitet. Durch eine von der Systemdruckleitung
18 abzweigenden, eine Festdrossel 23 aufweisenden Kraftstoffleitung 24 wird der Kraftstoff
ebenfalls zuerst der Unterkammer 7 des Differenzdruckventiles 3 und von dieser durch
eine Kraftstoffleitung 25 der Unterkammer 8 des Differenzdruckventiles 4 zugeleitet.
Von dieser Unterkammer 8 wird der Kraftstoff durch eine Kraftstoffleitung 26 in den
Kraftstoffbehälter 17 zurückgeführt. Von der Systemdruckleitung 18 zweigt auch eine
Kraftstoffleitung 27 ab, in die ein Druckbegrenzungsventil 28 .geschaltet ist, das
bei zu großem Systemdruck Kraftstoff von der Systemdruckleitung 18 in den Kraftstoffbehälter
17 zurückfließen lässt. In der Kraftstoffleitung 26 ist eine variable Drossel 29 angeordnet,
die durch ein elektronisches Steuergerät 30 und ein an sich bekanntes Lambda-Steuergerät
30a beeinflussbar ist. Als Signalgeber für das Steuergerät 30 finden ein durch die
Drosselklappe 2 betätigter Drosselklappenschalter 31, eine Lambda-Sonde 32 (Sauerstoffmeßfühler)
und ein Temperatürschalter 33 Verwendung.
[0009] Die Funktion der Erfindung, die in Bezug auf das Steuergerät 30 anhand des elektrischen
Schaltplanes der Fig. 6 detaillierter beschrieben wird, ist folgende:
In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden als Brennkraftmaschinen-Kenngrössen
zur Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches beim Beschleunigen während der Warmlaufphase
der Brennkraftmaschine die Stellung der Drosselklappe 2, die öl- bzw. Kühlwassertemperatur
und die Lambda-Sonden-Erkennung verwendet. Wird während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine,
die dem Steuergerät 30 durch die noch nicht erkennende Lambda-Sonde und den Temperaturschalter
33 signalisiert wird, die Drosselklappe 2 aus der gezeigten geschlossenen Stellung
in die öffnungsstellung bewegt, öffnet der Drosselklappenschalter 31 durch die sich drehende Drosselklappe und über das Steuergerät
30 und das Lambda-Steuergerät 30a wird durch die variable Drossel 29 die Durchflußöffnung
in der Kraftstoffleitung 26 kurzfristig vergrößert. Dadurch wird der Druck in den
Unterkammern 7 und 8 abgesenkt und die Druckdifferenz zwischen der Oberkammer 5 und
der Unterkammer 7 des Differenzdruckventils 3 und der Oberkammer 6 und der Unterkammer
8 des Differenzdruckventils 4 erhöht. Die Membranen 9 und 11, die im Zusammenwirken
mit den Kraftstoffleitungen 13 und 14 als Membranventile wirken, wölben sich nach
unten und geben einen größeren Ringquerschnitt frei, so daß eine größere Menge Kraftstoff
zu den Einspritzventilen gefördert wird. Nach der Beendigung der Warmlaufphase, die
dem Steuergerät 30 entweder beim Erreichen einer bestimmten öl- oder Kühlwassertemperatur
durch den Temperaturschalter 33 oder durch.die erkennende Lambda-Sonde 32-signalisiert wird, wird durch die variable Drossel 29 die Durchflußöffnung in der
Kraftstoffleitung 26 wieder verkleinert. Der Druck in den Unterkammern 7 und 8 steigt
an, die Druckdifferenz zwischen der Oberkammer 5 und der Unterkammer 7 des Differenzdruckventils
3 und der Oberkammer 6 und der Unterkammer 8 des Differenzdruckventiles 4 fällt ab,
so daß an den Kraftstoffleitungen 13 und 14 durch die geringer werdenden Wölbungen
der Membranen 9 und 11 ein geringerer Ringquerschnitt freigegeben und die zu den Einspritzdüsen
geförderte Kraftstoffmenge verringert wird. Dadurch wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch
bei gleichbleibender Luftmenge wieder abgemagert.
[0010] Das in der Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet sich von
dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 lediglich dadurch, daß in der Kraftstoffleitung
26 anstelle der variablen Drossel 29 eine Drosselvorrichtung 34 angeordnet ist, die
zwei unterschiedliche Festdrosseln 35, 36 umfasst. Diese Drosselvorrichtung 34 wird
durch eine in der Fig. 7 anhand eines elektrischen Schaltplanes näher erläutertes
Steuergerät 37 geregelt, das durch die Brennkraftmaschinen-Kenngrössen-Stellung der
Drosselklappe 2 und die öl- bzw. Kühlwassertemperatur der Brennkraftmaschine gesteuert
wird. Die Drosselvorrichtung 34, die in der Fig. 5 detailliert dargestellt ist, umfasst
einen Führungskörper 39, der eine Kraftstoff-Zufluß-öffnung 40 für die Kraftstoffleitung
26 und eine Kraftstoff-Abfluß-Öffnung 41 für die Kraftstoffleitung 26 aufweist. Die
Kraftstoff-Zufluß-Öffnung 40 und die Kraftstoff-Abfluß-Öffnung 41 sind einerseits
über eine Ausdrehung 42 eines in dem Führungskörper 39 verschiebbar angeordneten Steuerschiebers
43 und der Festdrossel 35 verbindbar, und andererseits über eine Ausdrehung 44 des
Steuerschiebers 43 und einer Festdrossel 36, die einen kleineren Durchflußquerschnitt
als die Festdrossel 35 aufweist, verbindbar. Der Steuerschieber 43 ist durch einen
von der Steuereinheit 37 erregbaren Elektromagneten 45 in Pfeilrichtung A verschiebbar
und wird bei nicht erregtem Elektromagneten 45 von einer zwischen einer Stirnwand
46 des Führungskörpers 39 und einem Bund 47 des Steuerschiebers 43 angeordneten Druckfeder
48 in der dargestellten Lage gehalten, in der die Festdrossel 35 durch einen Steg
49 zwischen den Ausdrehungen 42 und 44 gegenüber der Kraftstoff-Zuführ-öffnung abgesperrt
ist. Alle anderen Teile sind mit den entsprechenden Teilen der Fig. 1 identisch und
weisen dieselben Bezugszeichen auf.
[0011] Die Funktion der Erfindung ist folgende:
In diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung werden als Brennkraftmaschinen-Kenngrössen
zur Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches beim Beschleunigen während der Warmlaufphase
der Brennkraftmaschine die Stellung der Drosselklappe 2 und die öl-bzw. Kühlwassertemperatur
verwendet. Wird während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine die dem Steuergerät
37 durch den Temperaturschalter 33 signalisiert wird, die Drosselklappe 2 aus der
gezeigten geschlossenen Stellung in eine öffnungsstellung bewegt, schließt der Drosselklappenschalter
31 durch die sich drehende Drosselklappe kurzfristig und über das Steuergerät 37 wird
der Elektromagnet 45 erregt. Dieser zieht an und verschiebt den Steuerschieber 43
so weit in Pfeilrichtung A, bis die Festdrossel 36 durch den Steg 49 gegenüber der
Kraftstoff-Zufluß-öffnung 40 abgesperrt ist und der Kraftstoff von der Kraftstoff-Zufluß-Öffnung
40 über die Ausdrehung 42 und durch die Festdrossel 35 zur Kraftstoff-Abfluß-öffnung
41 fließt. Dadurch wird der Druck in den Unterkammern 7 und 8 abgesenkt und die Druckdifferenz
zwischen der Oberkammer 5 und der Unterkammer 7 des Differenzdruckventiles 3 und der
Oberkammer 6 und der Unterkammer 8 des Differenzdruckventiles 4 erhöht. Die Membranen
9 und 11, die im Zusammenwirken mit den Kraftstoffleitungen 13 und 14 als Membranventile
wirken, wölben sich.nach unten und geben einen größeren Ringquerschnitt frei, so daß
eine größere Menge Kraftstoff zu den Einspritzventilen gefördert wird. Nach der Beendigung
der Warmlaufphase, die dem Steuergerät 30 beim Erreichen einer bestimmten öl- oder
Kühlwassertemperatur durch den Temperaturschalter 33 signalisiert wird, fällt der
Elektromagnet 45 ab und der Steuerschieber 43 wird durch die Druckfeder 48 in die
gezeigte Stellung zurückgeführt, so daß durch die Festdrossel 36 die Durchflußöffnung
in der Kraftstoffleitung 26 wieder verkleinert wird. Der Druck in den Unterkammern
7 und 8 steigt an, die Druckdifferenz zwischen der Oberkammer 5 und der Unterkammer
7 des Differenzdruckventiles 3 und der Oberkammer 6 und der Unterkammer 8 des Differenzdruckventiles
4 fällt ab, so daß an den Kraftstoffleitungen 13 und 14 durch die geringer werdenden
Wölbungen der Membranen 9 und 11 ein geringerer Ringquerschnitt freigegeben wird und
die zu den Einspritzdüsen geförderte Kraftstoffmenge verringert wird. Dadurch wird
das Kraftstoff-Luft-Gemisch bei gleichbleibender Luftmenge wieder abgemagert.
[0012] In dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden als Brennkraftmaschinen-Kenngrössen
zur Anfettung des Kraftstoff-Luft-Gemisches beim Beschleunigen während der Warmlaufphase
der Brennkraftmaschine der Unterdruck im Saugrohr 1 und die Ö1- bzw. Kühlwassertemperatur
verwendet. Die Kenngrösse Saugrohrunterdruck wird durch eine in Strömungsrichtung
der Verbrennungsluft gesehen hinter der Drosselklappe 2 in das Saugrohr 1 mündende
Unterdruckleitung 50 einer Unterdruckkammer 51 und einer von dieser abzweigenden und
eine Festdrossel 52 aufweisenden Unterdruckleitung 53 einer Unterdruckkammer 54 eines
Unterdruckbehälters 54 zugeführt. Zwischen den Unterdruckkammern 51 und 54 ist eine
Membrane 56 angeordnet, die über ein verlängertes Ende 57 des Steuerschiebers 43 mit
diesem fest verbunden ist. Der Steuerschieber 43 wird also im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 2 nicht elektromagnetisch sondern pneumatisch betätigt. In der Unterdruckleitung
50 ist zwischen die Einmündung derselben in das Saugrohr 1 und der Abzweigung der
Unterdruckleitung 53 ein Elektromagnetventil 58 angeordnet, das durch den Temperaturschalter
33 gesteuert wird.
[0013] Die Funktion der Erfindung ist folgende:
Wird während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine, die dem Elektromagnetventil
48 durch den Temperaturschalter 33 signalisiert wird, und in der das Elektromagnetventil
58 die Unterdruckleitung 50 offenhält, die Drosselklappe 2 aus der gezeigten geschlossenen
Stellung in eine öffnungsstellung bewegt, baut sich der Saugrohrunterdruck infolge
der Festdrossel 52 in der Unterdruckkammer 54 langsamer ab als in der Unterdruckkammer
51, so daß durch den kurzfristig größeren Unterdruck in der Unterdruckkammer 54 unter
Überwindung der Federkraft der Druckfeder 48 (Fig. 5) der Steuerschieber in Pfeilrichtung
A bewegt wird, bis die Festdrossel 36 durch den Steg 49 gegenüber der Kraftstoff-Zufluß-öffnung
40 abgesperrt ist und der Kraftstoff von der Kraftstoff-Zufluß-Öffnung 40 über die
Ausdrehung 42 und durch die Festdrossel 45 zur Kraftstoff-Abfluß-Öffnung 41 fließt.
Dadurch wird der Druck in den Unterkammern 7 und 8 abgesenkt und die Druckdifferenz
zwischen der Oberkammer 5 und der Oberkammer 7 des Differenzdruckventiles 3 und der
Oberkammer 6 und der Unterkammer 8 des Differenzdruckventiles 4 erhöht. Die Membranen
9 und 11, die im Zusammenwirken mit den Kraftstoffleitungen 13 und 14 als Membranventile
wirken, wölben sich nach unten und geben einen größeren Ringquerschnitt frei, so daß
eine größere Menge Kraftstoff zu den Einspritzventilen gefördert wird. Hat sich der
Unterdruck in den Unterdruckkammern 51 und 54 angepasst, was in etwa am Ende des Beschleunigungsvorganges
der Fall ist, wird der Steuerschieber durch die Druckfeder 48 wieder in die gezeigte
Stellung zurückgeführt, so daß durch die Festdrossel 36 die Durchflußöffnung in der
Kraftstoffleitung 26 wieder verkleinert wird. Dadurch wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch
in der bereits beschriebenen Art bei gleichbleibender Luftmenge wieder abgemagert.
Nach der Beendigung der Warmlaufphase wird infolge des Erreichens einer bestimmten
öl- oder Kühlwassertemperatur durch den Temperaturschalter 33 das Elektromagnetventil
48 angesteuert und durch dieses die Unterdruckleitung verschlossen, wodurch der Unterdruckbehälter
und somit auch die Drosselvorrichtung 34 funktionslos wird.
[0014] In dem in der Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden als Brennkraftmaschinen-Kenngrößen
zur Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches beim Beschleunigen während der Warmlaufphase
der Brennkraftmaschine der Saugrohrunterdruck, die öl- bzw. Kühlwassertemperatur und
die Lambda-Sonden-Erkennung verwendet. Wird während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine,
die dem anhand des elektrischen Schaltplanes der Fig. 8 detailliert beschriebenen
Steuergerät 30' durch die noch nicht erkennende Lambda-Sonde und den
Temperaturschalter 33 signalisiert wird, die Drosselklappe 2 aus der gezeigten geschlossenen
Stellung in eine öffnungsstellung bewegt, baut sich der Saugrohrunterdruck infolge
der Festdrossel 52 in der Unterdruckkammer 54 langsamer ab als in der Unterdruckkammer
51, so daß durch den kurzfristig größeren Unterdruck der Unterdruckkammer 54 die Membrane
56 bewegt wird. Diese Bewegung wird in Form eines Signales dem Steuergerät 30' und
dem Lambda-Steuergerät 30a zugeleitet, durch das die variable Drossel 29 die Durchflußöffnung
in der Kraftstoffleitung 26 vergrößert. Die Erhöhung der Druckdifferenz zwischen den
Unterkammern 7 bzw. 8 und den Oberkammern 5 bzw. 6 erfolgt dann wie bereits zu dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 beschrieben. Nach der Beendigung der Warmlaufphase,
die dem Steuergerät 30' entweder beim Erreichen einer bestimmten Öl-oder Kühlwassertemperatur
durch den Temperaturschalter 33 oder durch die erkennende Lambda-Sonde 32 signalisiert
wird, wird durch die variable Drossel 29 die Durchflußöffnung in der Kraftstoff-Rückführleitung
26 wieder verkleinert, wodurch die Druckdifferenz zwischen den Unterdruckkammern 7
bzw. 8 und den Oberkammern 5 bzw. 6, wie ebenfalls bereits zu dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 beschrieben, abgesenkt wird.
[0015] In dem Schaltplan der Fig. 6 umfasst der Drosselklappenschalter 31 zwei Schaltkontakte
58 und 59, von denen der Schaltkontakt 58 beim Verdrehen der Drosselklappe 2 aus der
Leerlaufstellung heraus und der Schaltkontakt 59 beim Verdrehen der Drosselklappe
2 über einen Drosselklappenwinkel von z.B. annähernd 15° hinaus geöffnet wird. Das
elektronische Steuergerät 30 besteht aus zwei Verzögerungsschaltungen (Monoflop) 60
und 61, einer logischen Verknüpfung 62 und einem Transistor 63. Die Verzögerungsschaltung
60 ist dem Schaltkontakt 58 und die Verzögerungsschaltung 61 dem Schaltkontakt 59
zugeordnet. Die Eingangsgrößen für das elektronische Steuergerät 30 sind die Schaltkontakte
58 und 59, der Temperaturschalter 33 und die Klemme 64 am Lambda-Steuergerät, die
ein Massepotential bei nicht erkennender Lambda-Sonde bildet. Die Ausgangsgröße des
elektronischen Steuergerätes 30 ist die Klemme 65 des Lambda-Steuergerätes, die das
Tastverhältnis, d.h. die Beeinflussung der Fettigkeit des Kraftstoff-Luft-Gemisches
durch das Lambda-Steuergerät bestimmt.
[0016] Während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine ist der Temperaturschalter 33 bis
zu einer angenommenen z.B. öltemperatur von + 35° C geschlossen und die Klemme 64
bildet bei nicht erkennender Lambda-Sonde ein Massepotential. Wird die Brennkraftmaschine
aus dem Leerlauf beschleunigt - Schaltkontakt 58 öffnet - oder beim Überschreiten
eines Drosselklappenwinkels von 15 ° - Schaltkontakt 59 öffnet - kommt durch die Verzögerungsschaltung
60 oder durch die Verzögerungsschaltung 61 über die logische Verknüpfung 62 und den
Transistor 63 an der Klemme 65 für ca. 3 Sekunden Massepotential zur Anlage, wodurch
eine zeitlich auf diesen Zeitraum begrenzte Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
durch Veränderung des Tastverhältnisses im Lambda-Steuergerät erfolgt. Beim Schließen
der Drosselklappe vor Ablauf dieser Anreicherungszeit wird die Anreicherung infolge
Beeinflussung durch den Drosselklappenschalter durch Rücksetzen der Verzögerungsschaltungen
abgebrochen. Erkennt die Lambda-Sonde, d.h. beim'Erreichen ihrer Betriebstemperatur,
oder beim Erreichen einer Oltemperatur größer + 35° C infolge des sich öffnenden Schalters
33, kommt bei sich schließenden Schaltkontakten 58 und 59 kein Massepotential der
Klemme 65 zur Anlage, so daß keine Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches erfolgt.
[0017] In dem Schaltplan der Fig. 7 umfasst der Drosselklappenschalter 31 zwei Schaltkontakte
58 und 59, von denen der Schaltkontakt 58 beim Verdrehen der Drosselklappe 2 aus der
Leerlaufstellung heraus und der Schaltkontakt 59 beim Verdrehen der Drosselklappe
2 über einen Drosselklappenwinkel von annähernd 15 ° hinaus geöffnet wird. Das elektronische
Steuergerät besteht aus zwei Verzögerungsschaltungen (Monoflop) 60 und 61 einer logischen
Verknüpfung 66 und einem Transistor 63. Die Verzögerungsschaltung 60 ist dem Schaltkontakt
58 und die Verzögerungsschaltung 61 dem Schaltkontakt 59 zugeordnet. Die Eingangsgrößen
für das elektronische Steuergerät 37 sind die Schaltkontakte 58 und 59 und der Temperaturschalter
33. Die Ausgangsgröße des elektronischen Steuergerätes 37 ist die Klemme 65 des Lambda-Steuergerätes,
die das Tastverhältnis des Lambda-Steuergerätes bestimmt.
[0018] Während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine ist der Temperaturschalter 33 bis
zu einer angenommenen z.B. öltemperatur + 35° C geschlossen. Wird die Brennkraftmaschine
im Leerlauf beschleunigt - Schaltkontakt 58 öffnet - oder beim Überschreiten eines
Drosselklappenwinkels 15 ° - Schaltkontakt 59 öffnet -kommt durch die Verzögerungsschaltung
60 oder durch die Verzögerungsschaltung 61 über die logische Verknüpfung 66 und den
Transistor 63 an der Klemme 65 für ca. 3 Sekunden Massepotential zur Anlage, wodurch
eine zeitlich auf diesen Zeitraum begrenzte Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
durch.Veränderung des Tastverhältnisses im Lambda-Steuergerät erfolgt. Beim Schließen
der Drosselklappe vor Ablauf dieser Anreicherungszeit wird die Anreicherung infolge
Beeinflussung durch den Drosselklappenschalter durch Rücksetzen der Verzögerungsschaltungen
abgebrochen. Beim Erreichen einer öltemperatur größer + 35
0 C kommt infolge des sich öffnenden Schalters 33 bei sich schließenden Schaltkontakten
58, 59 kein Massepotential an der Klemme 65 zur Anlage, so daß keine Anreicherung
des Kraftstoff-Luft-Gemisches erfolgt.
[0019] In dem Schaltplan der Fig. 8 ist mit 67 ein Schaltkontakt bezeichnet, der über den
Unterdruckbehälter 55 in Abhängigkeit vom Saugrohrunterdruck geschaltet wird. Das
elektronische Steuergerät 30' besteht aus einer dem Schaltkontakt 67 zugeordneten
Verzögerungsschaltung (Monoflop) 68, einer logischen Verknüpfung 69 und einem Transistor
63. Die Eingangsgrößen für das elektronische Steuergerät 30' ist der Schaltkontakt
67, der Temperaturschalter 33 und die Klemme 64 am Lambda-Steuergerät, die ein Massepotential
bei nicht erkennender Lambda-Sonde bildet. Die Ausgangsgröße des elektronischen Steuergerätes
30' ist die Klemme 65 des Lambda-Steuergerätes, die das Tastverhältnis des Lambda-Steuergerätes
bestimmt.
[0020] Während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine ist der Temperaturschalter 33 bis
zu einer angenommenen, z.B. Öltemperatur von + 35 ° C geschlossen und die Klemme 64
bildet bei nicht erkennender Lambda-Sonde ein Massepotential. Wird die Brennkraftmaschine
aus dem Leerlauf beschleunigt, öffnet der Schaltkontakt 67 und es kommt durch die
Verzögerungsschaltung 68 über die logische Verknüpfung 69 und den Transistor 63 an
der Klemme 65 für ca. 3 Sekunden Massepotential zur Anlage, wodurch eine zeitlich
auf diesen Zeitraum begrenzte Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches durch Veränderung
des
Tastverhältnisses im Lambda-Steuergerät erfolgt. Beim Schließen der Drosselklappe vor
Ablauf dieser Anreicherungszeit bewirkt die Anreicherung infolge Beeinflussung durch
den Schaltkontakt 67 durch Rücksetzen der Verzögerungsschaltung 68 abgebrochen. Erkennt
die Lambda-Sonde oder beim Erreichen einer Öltemperatur größer + 35 ° C infolge des
öffnens des Schalters 33, kommt bei sich schließendem Schaltkontakt 67 kein Massepotential
an der Klemme 65 zur Anlage, so daß keine Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
erfolgt..
[0021] In dem Schaltplan der Fig. 9 umfasst der Drosselklappenschalter 39 zwei Schaltkontakte
58 und 59, von denen der Schaltkontakt 58 ein Verdrehen der Drosselklappe 2 aus der
Leerlaufstellung heraus und der Schaltkontakt 59 beim Verdrehen der Drosselklappe
2 über einen Drosselklappenwinkel von annähernd 15 ° hinaus geöffnet wird. Das elektronische
Steuergerät 70 besteht aus zwei Verzögerungsschaltungen (Monoflop) 60 und 61, einer
logischen Verknüpfung 71 und zwei Transistoren 72 und 73. Die Verzögerungsschaltung
60 ist dem Schaltkontakt 58 und die Verzögerungsschaltung 61 dem Schaltkontakt 59
zugeordnet. Die Eingangsgrößen für das elektronische Steuergerät 70 sind die Schaltkontakte
58 und 59, die Temperaturschalter 33 und 74 und die Klemme 64 am Lambda-Steuergerät,
die ein Massepotential bei nicht erkennender Lambda-Sonde bildet. Die Ausgangsgrößen
des elektronischen Steuergerätes 70 sind die Klemmen 65 und 75 des Lambda-Steuergerätes,
die das Tastverhältnis des Lambda-Steuergerätes bestimmen.
[0022] Während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine ist der Temperaturschalter 74 bis
zu einer angenommenen z.B. öltemperatur von + 15 ° C geschlossen und die Klemme 64
bildet bei nicht erkennender Lambda-Sonde ein Massepotential. Wird die Brennkraftmaschine
aus dem Leerlauf beschleunigt - Schaltkontakt 58 öffnet - oder beim Überschreiten
eines Drosselklappenwinkels von 15 ° - Schaltkontakt 59 öffnet -kommt durch die Verzögerungsschaltung
60 oder die Verzögerungsschaltung 61 über die logische Verknüpfung 71 und den Transistor
72 an der Klemme 75 für ca. 3 Sekunden Massepotential zur Anlage, wordurch ein zeitlich
auf diesen Zeitraum begrenzte Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches durch Veränderung
des Tastverhältnisses im Lambda-Steuergerät erfolgt.
[0023] Beim Schließen der Drosselklappe vor Ablauf dieser Anfettungszeit wird die Anfettung
infolge Beeinflussung durch den Drosselklappenschalter durch Rücksetzen der Verzögerungsschaltungen
abgebrochen. Erreicht die öltemperatur + 15 ° C, erfolgt ein Schließen des Temperaturschalters
33 bis zu einer angenommenen öltemperatur von + 35 ° C. Wird die Brennkraftmaschine
aus dem Leerlauf beschleunigt - Schaltkontakt 58 öffnet - oder beim Überschreiten
eines Drosselklappenwinkels von 15 ° - Schaltkontakt 59 öffnet - kommt durch die Verzögerungsschaltung
60 oder durch die Verzögerungsschaltung 61 über die logische Verknüpfung 71 und den
Transistor 73 an der Klemme 65 für ca. 3 Sekunden Massepotential zur Anlage, wodurch
eine zeitlich auf diesen Zeitraum begrenzte Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
durch Veränderung des Tastverhältnisses im Lambda-Steuergerät erfolgt, die unter dem
Anreicherungsgrad der über die Klemme 75 erfolgten Anreicherung liegt. Beim Schließen
der Drosselklappe vor Ablauf dieser Anreicherungszeit wird die Anreicherung infolge
Beeinflussung durch den Drosselklappenschalter durch Rücksetzen der Verzögerungsschaltungen
abgebrochen. Erkennt die Lambda-Sonde oder beim Einreichen einer öltemperatur größer
+ 35
0 C infolge des öffnenden Schalters 33, kommt bei sich schließenden Schaltkontakten
58 und 59 kein Massepotential an der Klemme 65 zur Anlage, so daß keine Anfettung
des Kraftstoff-Luft-Gemisches erfolgt.
1. Kraftstoffeinspritzanlage für gemischverdichtende, fremdgezündete Brennkraftmaschinen
mit kontinuierlicher Einspritzung in das Saugrohr, in dem ein Meßorgan sowie eine
durch ein Fahrpedal willkürlich betätigbare Drosselklappe hintereinander angeordnet
sind und das Meßorgan entsprechend der durchströmenden Luftmenge gegen eine Rückstellkraft
bewegt wird und dabei das bewegliche Teil eines in der Kraftstoffleitung angeordneten,
je Zylinder der Brennkraftmaschine ein Differenzdruckventil umfassenden Zumeßventils
für die Zumeßung einer der Luftmenge proportionalen Kraftstoffmenge verstellt, wobei
die Zumeßung bei konstanter, jedoch in Abhängigkeit von Brennkraftmaschinen-Kenngrößen
änderbarer Druckdifferenz an den Differenzdruckventilen erfolgt, und die Druckdifferenz
durch eine Drossel in einem Steuerdruckkreislauf beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drossel eine Festdrossel (23) ist und daß zur Beeinflussung der Druckdifferenz
in Abhängigkeit von der Fahrpedalstellung in einer Kraftstoffleitung (26) eine variable
Drosselvorrichtung (29, 34) angeordnet ist, die durch eine Steuereinrichtung (30,
30', 30a, 37, 55, 70) derart beeinflußbar ist, daß während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine
beim Beschleunigen die Druckdifferenz an den Differenzdruckventilen (3, 4) erhöht
wird und infolge der daraus resultierenden Kraftstoffmengenanreicherung ein fetteres
Kraftstoff-Luft-Gemisch bewirkt wird.
2. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die variable
Drosselvorrichtung (29) durch eine variable Drossel und die Steuereinrichtung durch
ein elektronisches Steuergerät (30) sowie ein an sich bekanntes Lambda-Steuergerät
(30a) gebildet wird und die Signalgeber für das elektronische Steuergerät (30) ein
durch die Drosselklappe (2) betätigter Drosselklappenschalter (31), eine Lambda-Sonde
(32) und ein Temperaturschalter (33) sind.
3. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die variable
Drosselvorrichtung (34) durch zwei Festdrosseln (35, 36) mit unterschiedlichen Durchflußquerschnitten
und die Steuereinrichtung durch ein elektronisches Steuergerät (37) gebildet wird,
wobei die Festdrosseln (35, 36) wechselweise die Kraftstoff-Rückführleitung (26) steuern
und die Signalgeber für das elektronische Steuergerät (37) der durch die Drosselklappe
(2) betätigte Drosselklappenschalter (31) und der Temperaturschalter (33) sind.
4. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die variable
Drosselvorrichtung (34) durch zwei Festdrosseln (35, 36) mit unterschiedlichen Durchflußquerschnitten
und die Steuereinrichtung durch einen Unterdruckbehälter (55) gebildet wird, und die
Signalgeber für den Unterdruckbehälter (55) der Unterdruck im Saugrohr (1) und der
Temperaturschalter (33) sind, der ein in einer'das Saugrohr (1) und den Unterdruckbehälter
(55) verbindenden Unterdruckleitung (50) angeordnetes Elektromagnetventil (58) steuert.
5. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die variable
Drosselvorrichtung (29) durch eine variable Drossel und die Steuereinrichtung durch
ein elektronisches Steuergerät (30') sowie das an sich bekannte Lambda-Steuergerät
(30a) gebildet wird, und die Signalgeber für das elektronische Steuergerät (30') der
den Unterdruckbehälter (55) beeinflussende Unterdruck im Saugrohr (1), die Lambda-Sonde
(32) und der Temperaturschalter (33) sind.
6. Kraftstoffeinspritzanlage nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drosselklappenschalter (31) zwei Schaltkontakte (58, 59) umfasst, von denen
ein erster Schaltkontakt (58) beim Verdrehen der Drosselklappe (2) aus der Leerlaufstellung
heraus und ein zweiter Schaltkontakt (59) beim Verdrehen der Drosselklappe (2) über
einen Drosselklappenwinkel von z.B. annähernd 15 hinaus geöffnet wird.
7. Kraftstoffeinspritzanlage nach den Ansprüchen 2, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das elektronische Steuergerät (30) zwei Verzögerungsschaltungen (Monoflop) (60,
61), eine logische Verknüpfung (62) und einen Transistor (63) umfasst, wobei dem ersten
Schaltkontakt (58) des Drosselklappenschalters (31) eine Verzögerungsschaltung (60)
und dem zweiten Schaltkontakt des Drosselklappenschalters (31) eine Verzögerungsschaltung (61) zugeordnet ist, die Eingangsgrössen
für das elektronische Steuergerät (30) die Schaltkontakte (58, 59) des Drosselklappenschalters
(31), der Temperaturschalter (33) und die Lambda-Sonde (32) sind, und die Ausgangsgröße
des elektronischen Steuergerätes (30) eine das Tastverhältnis am Lambda-Steuergerät
bestimmende Klemme (65) ist.
8. Kraftstoffeinspritzanlage nach den Ansprüchen 3 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das elektronische Steuergerät (37) zwei Verzögerungsschaltungen (Monoflop) (60,
61), eine logische Verknüpfung (66) und einen Transistor (63) umfasst, wobei.dem ersten
Schaltkontakt des Drosselklappenschalters (31) eine Verzögerungsschaltung (60) und
dem zweiten Schaltkontakt (59) des Drosselklappenschalters (31) eine Verzögerungsschaltung
(61) zugeordnet ist, die Eingangsgrössen für das elektronische Steuergerät (37) die
Schaltkontakte (58, 59) des Drosselklappenschalters (31) und der Temperaturschalter
(33) sind und die Ausgangsgröße des elektronischen Steuergerätes (37) eine das Tastverhältnis
am Lambda-Steuergerät bestimmende Klemme (65) ist.
9. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das elektronische
Steuergerät (30') eine Verzögerungsschaltung (Monoflop) (68), eine logische Verknüpfung
(69) und einen Transistor (63) umfasst, wobei die Verzögerungsschaltung (68) einem
durch den Unterdruckbehälter (55) in Abhängigkeit vom Saugrohrunterdruck schaltbaren
Schaltkontakt (67) zugeordnet ist, die Eingangsgrössen für das elektronische Steuergerät
(30') der Schaltkontakt (67) der Temperaturschalter (33) und die Lambda-Sonde (32)
sind, und die Ausgangsgröße des elektronischen Steuergerätes (30') eine das Tastverhältnis
am Lambda-Steuergerät bestimmende Klemme (65) ist.
10. Kraftstoffeinspritzanlage nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung ein elek- tronisches Steuergerät (70) ist, das zwei Verzögerungsschaltungen (Monoflop) (60,
61), eine logische Verknüpfung (71) und zwei Transistoren (72, 73) umfasst, wobei
dem ersten Schaltkontakt (58) des Drosselklappenschalters (31) eine Verzögerungsschaltung
(60) und dem zweiten Schaltkontakt (59) des Drosselklappenschalters (31) eine Verzögerungsschaltung
(61) zugeordnet ist, die Eingangsgrössen für das elektronische Steuergerät (70) die
Schaltkontakte (58, 59) des Drosselklappenschalters (31), zwei auf unterschiedliche
Temperaturen ansprechende Temperaturschalter (33, 74) und die Lambda-Sonde sind, und
die Ausgangsgrößen des elektronischen Steuergerätes (70) zwei ein unterschiedliches
Tastverhältnis am Lambda-Steuergerät bestimmende Klemmen (65, 75) sind.
11. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die variable
Drosselvorrichtung (34) einen Führungskörper (39) umfasst, der eine Kraftstoff-Zufluß-Öffnung
(40) und eine Kraftstoff-Abfluß-Öffnung (41) aufweist, die einerseits über eine erste
Ausdrehung (42) eines in dem Führungskörper (39) verschiebbar angeordneten Steuerschiebers
(43) und der einen Festdrossel (35) verbindbar sind, und andererseits über eine zweite
Ausdrehung (44) des Steuerschiebers (43) und der anderen Festdrossel (36) verbindbar
sind.
12. Kraftstoffeinspritzanlage nach den Ansprüchen 3 und 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerschieber (43) durch einen von der Steuereinheit (37) erregbaren Elektromagneten
(45) in eine Lage verschiebbar ist, in der die Kraftstoff-Zufluß-öffnung (40) und
die Kraftstoff-Abfluß-Öffnung (41) über die eine Festdrossel (35) miteinander verbunden
sind und daß der Steuerschieber (43) bei nicht erregtem Elektromagneten (45) von einer
zwischen einer Stirnseite (46) des Führungskörpers (39) und einem Bund (47) des Steuerschiebers
(43) angeordnete Druckfeder (48) in einer Lage gehalten wird, in der die Kraftstoff-Zufluß-öffnung
(40) und die Kraftstoff-Abfluß-öffnung (41) über die andere Festdrossel (36) miteinander
verbunden sind.
13. Kraftstoffeinspritzanlage nach den Ansprüchen 4 und 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerschieber (43) mit einer Membrane (56) des Unterdruckbehälters (55) verbunden
ist und in Abhängigkeit vom Saugrohrunterdruck und des vom Temperaturschalter (33)
angesteuerten Elektromagnetventiles (58) in eine erste Lage bringbar ist, in der die
Kraftstoff-Zufluß-öffnung (40) und die Kraftstoff-Abfluß-Öffnung (41) über die eine
Festdrossel (35) miteinander verbunden sind und in eine zweite Lage bringbar ist,
in der die Kraftstoff-Zufluß-Öffnung (40) und die Kraftstoff-Abfluß-Öffnung (41) über
die andere Festdrossel (36) miteinander verbunden sind.