(57) Multifokale Brillenlinse mit einer Gleitsichtfläche (1), die eine Fernsicht (2)-
eine Progressions (3)-und eine Nahsichtzone (4) aufweist und die durch eine in ihrem
Verlauf durch die Konvergenzbewegung des Auges bestimmte Hauptblicklinie (5) in ein
nasales und ein temporales Gebiet geteilt wird. In der kurzen Progressionszone (3)
existiert längs der Hauptblicklinie (5) Astigmatismus im Rahmen einer zulässigen Minderung
des Visus. über die gesamte Gleitsichtfläche (1) weisen Punkte mit gleichem horizontalen
Abstand von der Hauptblicklinie (5) und gleicher Höhe angenähert gleiche Werte von
Astigmatismus und Einstellfehler auf und die Verzeichnung auf beiden Seiten der Hauptblicklinie
(5) ist so gewählt, dass die horizontalen und vertikalen Richtungsdifferenzen auf
verträgliche Werte reduziert sind. Die so ausgebildete Gleitsichtfläche (1) weist
keine Symmetrie auf und stellt eine Asphäre im allgemeinsten Sinne dar; sie ermöglicht
die Ausbildung von multifokalen Brillenlinsen, bei denen die Empfindlichkeit des brillenbewehrten
Augenpaares (7, 8) gegenüber- binokular nicht harmonisierenden Sehstrahlen (14, 15)
berücksichtigt ist und die deshalb ein angenehmes binokulares Sehen erlauben.
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