[0001] Grundlage der Erfindung
[0002] Die Erfindung betrifft Entwickler zur Verwendung bei elektrofotografischen Aufzeichnungen
und befaßt sich mit der Beschichtung für fließfähige Träger, die mit diesen Entwikklern
verwendet werden.
[0003] Die Erfindung betrifft Doppelkomponentenentwickler zur Verwendung bei elektrofotografischen
Aufzeichnungen und betrifft speziell die beschichteten Träger, die mit solchen Entwicklern
verwendet werden.
[0004] Entwicklermaterialien bestehen aus einer Mischung von Toner und Toner- und Trägerpartikel,
wobei die Größe der Tonerpartikel im Vergleich zu den Abmessungen der Trägerpartikel
verhältnismäßig klein sind. Die Toner- und die Entwicklerpartikel haben entgegengesetzte
reibungselektrische Ladungen, so daß die Tonerpartikel solange an der Oberfläche der
Trägerpartikel gehalten werden, bis der Entwickler in Kontakt mit dem latenten elektrostatischen
Bild gelangt und die Tonerpartikel sich von den Trägerpartikeln trennen und ihrerseits
an das latente Bild anlagern.
[0005] Das Entwicklermaterial wird dann zurückgeführt, um weitere Tonerpartikel aufzunehmen,
um den elektrofotografischen Prozeß zu wiederholen. Ständige Rückführung der Trägerpartikel
kann dazu führen, daß sie ihre Gestalt verlieren wie bei den meisten verwendeten Beschichtungsmaterialien
und dabei ihre Querschnittsabmessungen verringern, wodurch ein Zusammenprallen der
Tonermaterialien herbeigeführt wird, wodurch der Wert der reibungselektrischen Ladung
des Trägers verändert wird.
[0006] Dieser Verlust des Trägers an reibungselektrischer Ladung hat dramatischen Effekt
auf die Güte der durch den elektrofotografischen Prozeß produzierten Kopie.
[0007] Bei beschichteten Trägern haben sich Doppelkomponenten entwickler als brauchbar erwiesen
und eine gute Beschreibung der Probleme im Zusammenhang mit den Trägerkomponenten
ist in der US-Patentschrift 37 78 262 enthalten, ausgegeben an die International Business
Machines Corporation, wobei Teflon-S beschichtete Trägerkomponenten beschrieben sind.
[0008] Die Vorteile beschichteter Träger sind bekannt, und der wichtigste ist, daß die Lebensdauer
des Trägers durch die Verbesserung der Feuchtigkeitswiderstandsfähigkeit des Trägers
und durch Aufrechterhaltung der richtigen reibungselektrischen Änderung auf dem Träger
verlängert wird. Beschichtungen auf den Trägern verhindern weiterhin die Oxydation
des Trägers unter Einbeziehung ferromagnetischer Substratmaterialien. Beschichtungsmaterialien
sind mit unterschiedlichen Ergebnissen benutzt worden. lackbeschichtete Träger, harzbeschichtete
Stahlnocken in Verbindung mit anderen Harzbeschichtungen, welche Styrol-Acryl-Copolymere,
Vinylchlorid-Acetat-Copolymere, Celluloseacetat-Butyrate und Nitrocellulose Kompositionen,
welche ladungsorientierende orientierte Farbstoffe enthalten, sind in der Industrie
bekannt.
[0009] Ein bekanntes Verfahren zur Anbringung der Beschichtung zu der vorliegenden Erfindung
ist in den US-Patenten 26 48 609, 27 99 241 und 31 96 827 sowie 32 41 520, Wurster,
bekannt. Ein Beispiel für die Anwendung des Wurster-Verfahrens zur Beschichtung fließfähiger
Träger ist als Beispiel in der US-Patentschrift 37 98 167 beschrieben. Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist die Ausstattung eines Entwicklers mit einem Träger
von hohem Abnutzungswiderstand.
[0010] Weiter ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Entwickler mit einem Träger
zu verbinden, der eine hohe reibungselektrische Leistungsfähigkeit über seine ganze
Lebensdauer besitzt.
[0011] Ein weiterer Erfindungsgegenstand ist ein Dualkomponententräger mit niedrigem Tonerverschleiß.
[0012] Weiterer Erfindungsgegenstand ist die Verwendung einer Trägerbeschichtung, welche
die Verwendung von Substraten ermöglicht, die bisher in Entwicklern nicht erwünscht
waren.
[0013] Es ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung Träger zu schaffen, die
eine längere Lebensdauer bei Verwendung in Dualkomponententonern aufweisen.
[0014] Kurze Zusammenfassung der Erfindung
[0015] Gemäß vorliegender Erfindung wird ein Verfahren und die Anwendung von Beschichtungen
auf einen fließfähigen Träger für Dualkomponententoner beschrieben, der für elektrofotografische
Aufzeichnungen verwendet wird. Das Verfahren besteht aus den Schritten der Reaktion
eines polyfunktionalen Polyisocyanats mit einem hydroxyenthaltenden Polymer in Gegenwart
eines Katalysators zwecks Bildung einer filmbildenden Beschichtungslösung.
[0016] Die Beschichtungslösung wird dann den Trägerpartikeln zugeführt, und zwar vorzugsweise
mittels eines Fließbettverfahrens, so daß die äußere Zone des Trägers der Trägerpartikel
von der Schichtlösung benetzt werden. Bei Verwendung des Wurster Fließbettverfahrens
werden die Trägerpartikel durch Doppelkammern geführt. Die erste Kammer enthält die
Beschichtungslösung, welche in die Kammer in Form eines Nebels eingesprüht wird. Die
zweite Kammer enthält wärmetrockene Luft, in welche der Lösungsmittelträger ausgedampft
wird. Je Trägerpartikel werden vorzugsweise auf 80 bis 100°C erwärmt und vorzugsweise
solange durch die Doppelkammern geführt, bis die gewünschte Schichtstärke auf den
Trägerpartikel aufgebaut ist. Die Partikel werden dann ausgehärtet und sind für die
Benutzung bereit.
[0017] Wenn das polyfunktionelle Polyisocyanat mit dem Hydroxyl enthaltenden Polymer reagiert,
werden gute Ergebnisse erzielt, wenn 1,1 bis 1,5 Teile des Polyisocyanats mit einem
Teil des Hydroxyls zur Reaktion gebracht werden. Die günstigste Reaktion findet statt,
wenn zwischen 1,4 und 1,55 Teile des Polyisocyanats mit einem Teil des Hydroxylpolymers
zur Reaktion gebracht werden.
[0018] Vorzugsweise ist das polyfunktionelle Polyisocyanat ein trifunktionelles aliphatisches
Polymer und das hydroxylfunktionale Polymer wird aus der Gruppe der hydroxylierten
Styrole, Acrylcopolymere, hydroxylierten Polyestern, hydroxylierten Acrylen, styrolierten
Allylalkoholen, Epoxiden, Polylaktonen oder Polydimethylisiloxanen ausgewählt. Die
mit den angegebenen Reagenzien verwende.ten Katalysatoren sind vorzugsweise Zinkoktoat
oder Dibutylin-Dilaurat. Die Beschichtung, die auf den Trägerpartikeln erzeugt wird,
ist vorzugsweise eine aliphatische-aromatische quervernetzte Urethanbeschichtung,
oder die Beschichtung kann eine aliphatisch quervernetzte oder eine aromatisch quervernetzte
Urethanbeschichtung sein.
[0019] Bei der Anwendung der Beschichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann das einzelne
Trägermaterial im Querschnitt zwischen 30 und 450 µ stark sein, wobei die äußere Oberflächenzone
der erwähnten Partikel zwischen 160 und 320 cm
2/g Material betragen.
[0020] Das spezielle Trägermaterial kann vorzugsweise ein synthetisches Ferritmaterial sein,
jedoch kann es auch aus einem anderen Trägermaterial aus der Gruppe der Ferrite, Stahlgranulat,
Glasperlen oder Sand bestehen. Vorzugsweise besteht das Trägermaterial gemäß vorliegender
Erfindung aus einem ferromagnetischen Material, welches aus einem synthetischen Ferritmaterial
hergestellt ist. Dieses synthetische Material kann aus einem oder mehreren der Oxide
von Eisen, Zink, Kupfer und Nickel bestehen. Die günstigesten Zahlen für die Bestandteile
liegen bei Nickeloxid zwischen 10,5 und 13 Gew.-%, bei Kupferoxid zwischen 2 und 3
Gew.%, bei Zinkoxid zwischen 20,3 und 27,7 Gew.% und der Rest besteht aus Eisen(II)-oxid.
Der vorzugsweise maximale Durchmesser beträgt bei den ferritsynthetischen Ferriten
zwischen 30 und 150 µ.
[0021] Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 ist die Darstellung einer epoxid-quervernetzten Beschichtung.
Fig. 2 ist die Darstellung einer Epoxid : Epoxid und Epoxid : Polyester kreuzvernetzte
Beschichtung.
Fig. 3 ist die Darstellung einer Epoxid : Polyesterbeschichtung.
Fig. 4 ist die Darstellung einer Polyester : Polyester quervernetzten Beschichtung.
Fig. 5 ist eine Ansicht eines Substratmaterials, das bei der Erfindung verwendet wird.
Fig. 6 ist ein Diagramm, welches die verbesserten Ergebnisse des beschichteten Trägers
gemäß Erfindung zeigt und
Fig. 7 ist ein schematisches Diagramm des Fließbettverfahrens, welches in Verbindung
mit der Erfindung verwendet wird.
[0022] Ausführliche Beschreibung zu den Zeichnungen Die Beschichtungslösung gemäß der Erfindung
wird durch Vermischen eines polyfunktionellen Polyisocyanats mit einem Hydroxyl, welches
ein Polymer enthält in Gegenwart eines Katalysators erhalten, wobei eine aliphatisch-aromatisch
quervernetzte Urethan-Gießlösung entsteht. Die primäre Reaktion kann wie folgt geschrieben
werden:

[0023] Hierin stellt R
1 ein Epoxid oder Polyestermolekül und R
2 den polymeren Teil des Isocyanatmoleküls dar.
[0024] Die primäre Reaktion erfolgt zwischen der OH-Gruppe und dem Isocyanat zwecks Bildung
einer Urethankette (OCONH). Diese Reaktion produziert ein aliphatisch-aromatisches
quervernetztes Urethan, welches das Substratträgermaterial beschichtet. Die hierbei
gezeigten Quervernetzungsmöglichkeiten sind eine Epoxid : Epoxidurethan quervernetzte
Beschichtung gemäß den Figuren 1 bis 4 der Zeichnungen. Die Darstellung in Fig. 1
zeigt eine Epoxid 10 : Epoxid 10 kreuzvernetzte Gießlösung. Die Kreuzvernetzung wird
erreicht durch das Urethanglied 12, welches sich an die Hydroxylglieder der aromatischen
Komponente des Epoxid 10 in Fig. 1 anheckt.
[0025] In Fig. 2 ist ein Epoxid 10 in Kreuzvernetzung mit einem anderen Epoxid 10 zu einem
Urethan 12 gezeigt, wobei das Expoid 10 die aromatische Komponente bildet. Ein aliphatischer
Komponentenpolyester 14 ist ebenfalls quervernetzt, wird querversetzt durch das Urethan
12 mit einer Hydroxylgruppe von dem Epoxid 10. Die Fig. 2 stellt eine armomatische
aliphatische kreuzvernetzte Komponente dar, die in den nachfolgenden Beispielen benutzt
und beschrieben wird.
[0026] In Fig. 3 ist eine Epoxid 10 aromatische Komponente kreuzvernetzt mit einer aliphatischen
Polyesterkomponente 14 durch die Urethankomponenten 12. Das Urethan 12 wiederum ist
an die Hydroxylkomponenten der aromatischen und aliphatischen Komponenten angehängt.
[0027] Fig. 4 stellt die endgültige Darstellung der Quervernetzung der Kreuzvernetzung dar,
welche erscheinen kann zwischen einem aliphatischen Polyester 14 und einem anderen
aliphatischen Polyester 14', die durch das Urethan 12 miteinander verbunden sind.
[0028] Die Beschichtungslösung besteht insgesamt aus vier Komponenten zusätzlich zu einem
Lösungsmittel. Die Formel für die Gießlösung ist 68,3% Araldite 6084 aufgelöst in
Methylethylketon in etwa 35% Festkörper. Araldite 6084 ist ein Epoxidharz mit einer
Äquivalentmasse von 294 kg bezogen auf 100% Feststoffe.
[0029] Die zweite verwendete Komponente ist DESMODUR 650A-65; dies ist ein hydroxylierter
Polyester, der zu der vorhandenen Lösung in einer Menge von etwa 4,5 Gew.-% ab als
Basis zugesetzt wird. DESMODUR wird vom Hersteller als Lösung mit 65% festen Bestandteilen
mit einer Äquivalentmasse von 330 g geliefert.
[0030] Das Polyisocyanat, DESMODUR N-75 wird mit etwa 27,2 Gew.- % als Ausgangsbasis hinzugefügt.
DESMODUR wird mit 75% festen Bestandteilen geliefert und hat eine Äquivalentmasse
von 255 g. Diese Komponenten werden vor der Hinzugabe des Katalysators gut vermengt.
Der Katalysator, Zinkoktoat, wird hinzugefügt in einer Menge zwischen 0,05 und 0,16
Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Gießlösung, vorzugsweise werden zwischen
0,1 und 0,13% verwendet. Mit dem Träger gemäß vorliegender Erfindung kann jedes geeignete
elektroskopische Trägermaterial verwendet werden. Typische Tonermaterialien sind Epoxidharze,
Polystyrolharze, Vinyltoluolharze, Polyesterharze,, Methacrylharze, styrol-acryl-polymere
Harze, acryl-polymere Harze und Mischungen hiervon. Typische Pigmentierungsmittel
sind Russe und Kohlenfarbstoffe.
[0031] Die nachfolgenden Beispiele beschreiben die Verwirklichung dieser Erfindung im einzelnen.
Wenn nicht anders angegeben, sind die Prozentsätze in Gew.-% zu verstehen. Dabei wurden
synthetische Ferritperlen verwendet, die von D.M. Stevens Co. bezogen wurden, und
die als RAW CB-100 bezeichnet sind. Eine fotografische Vergrößerung im Maßstab 200
ist
[0032] in Fig. 5 der Zeichnungen dargestellt.
[0033] Bei den nachfolgenden Beispielen wurden die reibungselektrischen Werte wie folgt
bestimmt: Die relativen reibungselektrischen Werte, die durch den Kontakt der Trägerperlen
mit den Tonerpartikel erzeugt werden, werden mit Hilfe eines Faraday Käfigs gemessen.
Die Anordnung umfaßt einen Messingzylinder mit einem Durchmesser von 4,87 mm und einer
Länge von 4,45 mm. Ein Sieb mit 16 Maschen je Millimeter wird an jedem Ende des Zylinders
befestigt. Der Zylinder wird gewogen, mit 3 g einer Mischung der Träger-und Tonerpartikel
geladen und dann mit einem Kondensator und einem parallelgeschalteten Elektrometer
verbunden. Nunmehr wird trockene komprimierte Luft von 4,1 bar durch den Messingzylinder
für die Dauer von 30 Sekunden hindurchgeblasen. Die Ladung des Kondensators wird dann
an dem Elektrometer abgelesen. Daraufhin wird die Kammer erneut gewogen, um den Gewichtsverlust
festzustellen. Das Ergebnis wird dazu verwendet, die Tonerkonzentration und die Ladung
in µC/g Toner zu ermitteln. Da die reibungselektrischen Meßwerte relativ sind, müssen
die Messungen für Vergleichszwecke unter exakt identischen Bedingungen durchgeführt
werden. So wurde in allen Beispielen ein Toner verwendet, der aus einem Styrol-n-Butylmethacrylat-Copolymer
und Ruß in Verbindung mit einem einheitlichen reibungselektrischen Kontakt verwendet.
Selbstverständlich können andere geeignete Toner, wie sie oben aufgeführt sind, die
Toner in den Beispielen ersetzen.
Beispiel 1:
[0034] Eine Trägergießlösung wird hergestellt durch Vermengen von 27,2% DESMODUR N-75, 68,1%
ARALDIT 6084, das sind 24,5% in Methylethylketon, 4,7% DESMOPHEN 650-65 und 0,16%
Zinkoktoat. Die Lösung hat dann eine Konzentration von 40% Festbestandteilen.
[0035] Ein synthetisches Ferrit mit einer Nennpartikelgröße von 90 g und einem Oberflächeninhalt
von 341 cm
2/g wird auf eine Temperatur von 90°C vorerhitzt und wird mit 2,27 Kilogramm der Lösung
mit Hilfe des Wurster Fließbettverfahrens ausgegcssen. Die Lösung wird für 20 Minuten
aufgebraucht und der beschichtete Träger wird für weitere 10 Minuten fluodisiert,
um eine vollständige Abdampfung des Lösungsmittels sicherzustellen. Der beschichtete
Träger wurde dann vom Bett entfernt und war frei fließend.
[0036] Eine Entwicklermischung wurde hergestellt durch Sieben des Trägermaterials mit 4
bis 10 Maschen/mm und vermengt mit 0,7 Teilen Styrol-Copolymer-Toner mit etwa 100
Teilen gesiebten Trägermaterials. Der relative reibungselektrische Wert des Trägers
mit Hilfe des Faraday Käfigs gemessen, liegt bei 12,8 µC/g Toner.
Beispiel 2:
[0037] Der Versuch des Beispiels 1 wurde wiederholt mit Ausnahme, daß die Menge des Zinkoktoats
auf 0,14% vermindert wurde. Der relative reibungselektrische Wert liegt bei 12,5 µC/g
Toner.
Beispiel 3:
[0038] Der Versuch des Beispiels 1 wurde wiederholt, jedoch der Anteil des Zinkoktoats auf
0,13% reduziert. Der relative reibungselektrische Wert liegt um 12,4 µC/g Toner. Das
Entwicklergemisch wurde in einem Xerox-9400-Kopierer getestet und produziert 150.000
Kopien bevor Untergrund und Bildschwärzung beeinträchtigt werden.
Beispiel 4:
[0039] Die Trägermaterialien der Beispiele 1, 2 und 3 werden vermengt und in einem Ofen
bei 150°C während 30 Minuten erwärmt, um die Kreuzvernetzung zu vollenden. Die Oberfläche
des gehärteten Trägermaterials wurde gemessen und mit 285 cm
2/g bestimmt. Durch Mischen von 0,7 Teilen Styrol-Copolymer-Toner mit etwa 100 Teilen
vernetzten Trägermaterials wurde eine Entwicklermischung zubereitet. Der relative
reibungselektrische Wert des Trägers liegt bei 15 gC/g Toner. Das Entwicklergemisch
wurde wieder maschi-nengetestet in einem Xerox-9400-Kopierer und erzeugt 250.000 Kopien,
wobei für die ganze Dauer des Tests der hohe Bildkontrast und geringe Untergrundbeeinträchtigung
gehalten wurden.
Beispiel 5:
[0040] Das Trägermaterial wurde wie in Beispiel 1 hergestellt mit der Ausnahme, daß die
Gießlösung aus einem Polymethylmethacrylatharz in 1,1,1-Trichlorethan mit 10 Gew.-%
bestand. Der Oberflächenanteil des Trägermaterials wurde gemessen und es ergaben sich
etwa 400 cm
2/g.
[0041] Eine Entwicklermischung wurde durch Mischen von 0,7 Teilen Styrol-Copolymer-Toner
mit etwa 100 Teilen Trägermaterial hergestellt. Der relative reibungselektrische Wert
des Trägers liegt bei 16 µC/g Toner. Dieses Entwicklergemisch wurde in einem Xerox-9400-Kopierer
getestet und erzeugt weniger als 100.000 Kopien bis Untergrund und Bildschwärzung
beeinträchtigt werden.
[0042] Fig. 6 ist eine grafische Darstellung der Ladung je Masse des beschichteten Materials
über die Verschleißzeit. Die Ladung je Masse ist natürlich die reibungselektrische
Ladung, die weiter oben erwähnt wurde. Es ist wünschenswert, daß Ladung je Masse-Verhältnis
über die Verschleißzeit oder die Lebensdauer der Trägerpartikel hinaus konstant oder
so konstant wie möglich bleibt. Die früher erwähnte Veränderung in dem reibungselektrischen
Wert hat die Qualität der Kopien der elektrofotografischen Maschine wesentlich beeinträchtigt.
Die drei Kurven in der Grafik, die Linien 18, 20 und 22 stellen Testergebnisse dar.
Die Kurve 18 bezieht sich auf das Verfahren der Herstellung der Beschichtungslösung
durch Reaktion des polyfunktionellen Polyisocyanats im Bereich von 0,9 bis zu 1 Teil
des Hydroxyl enthaltenden Polymers. Wie aus der Bildung der Kurve 18 ersichtlich ist,
wird mit der Verlängerung der Verschleißzeit auch die reibungselektrische Ladung verstärkt,
bis die Spitze 24 der Fig. 6 erreicht ist. Danach nimmt der reibungselektrische Wert
ziemlich stark ab.
[0043] Die Kurve 20 bezieht sich auf das Verfahren, bei dem eins polyfunktionelles Polyisocyanat
in dem Bereich von 1,1 bis 1 Teil mit dem Hydroxy enthaltenden Polymer zur Reaktion
gebracht ist. Hierbei bleibt die Kurve 20 über einen größeren Bereich etwas konstanter
und nimmt nach Erreichen eines Höhepunktes 26 nur relativ langsam in ihrem reibungselektrischen
Wert ab.
[0044] Aus der Kurve 22 ist zu entnehmen, daß sich hier die reibungselektrische Ladung am
meisten stabil über die gesamte Verschleißzeit erweist, wenn nämlich 1,5 Teile des
polyfunktionellen Polyisocyanats mit einem Teil des Hydroxyl enthaltenden Polymers
zur Reaktion gebracht werden. Mit zunehmender Verschleißzeit werden die reibungselektrischen
Ladungen sogar stufenweise in ihrem Wert vergrößert, so daß klar ersichtlich ist,
daß dies die zu bevorzugende Herstellungsmethode für die Herstellung von beschichteten
Komponenten darstellt.
[0045] Der Verschleißtest wurde in der Weise durchgeführt, daß eine bestimmte Menge von
beschichtetem Trägermaterial in einem Behälter untergebracht wurde und dieser Behälter
auf einem Farbrüttler rotiert wurde. Die Zeit, die der Container auf dem Farbrüttler
angebracht war, stellt die Verschleißzeit dar.
[0046] Weitere Modifikationen und Verzweigungen der Erfindung werden dem Fachmann beim Lesen
dieser Beschreibung ohne weiteres offenbart werden und als im Rahmen dieser Erfindung
befindlich, erkannt werden.
1. Verfahren zur Beschichtung eines fließfähigen Trägers zur Verwendung bei elektrofotografischen
Aufzeichnungen, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte
a) Reaktion eines polyfunktionellen Polyisocyanats mit Hydroxyl enthaltenden Polymeren
in Gegenwart eines Katalysators zur Bildung einer Beschichtungslösung,
b) Einführung dieser Lösung in ein fließfähiges Trägersubstrat bestehend aus winzigen
Materialteilchen,
c) Beschichtung der äußeren Oberfläche des Teilchenmaterials mit der Beschichtungslösung,
d) Aushärten der Beschichtungslösung auf der äußeren Oberfläche des Materialteilchensubstrats.
2. Verfahren nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch den Schritt der Reaktion
des polyfunktionalen Polyisocyanats im Bereich von 1,1 bis 1,5 Teilen zu einem Teil
des Hydroxyl enthaltenden Polymers.
3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch
a) Einführung der Lösung in das Teilchensubstrat durch Hindurchbewegung der Teilchen
durch einen Lösungssprühstrahl und
b) Überführung des Teilchenmaterials aus dem Sprühstrahl in eine Warmluftzone.
4. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine zyklische Hindurchführung
des Teilchenmaterials von der Sprühzone zu der Trockenwarmluftzone bis die vorgesehene
Beschichtungsdicke auf der Außenseite des Teilchensubstratmaterials aufgebaut ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur bei dieser
zyklischen Beschichtung auf 90°C bis 100°C gehalten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das polyfunktionale Polyisocyanat
ein trifunktionelles aliphatisches polymeres Isocyanat ist.
7. Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das hydroxyl-funktionelle
Polymer aus der Gruppe der hydroxylierten Polyester, hydroxylierten Styrolacrylen,
styrolisiertem Allylalkohol, Epoxid, Polylactonen oder Polydimethylsiloxanen ausgewählt
ist.
8. Verfahren nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator aus
der Gruppe der Zinkoktoate oder der Dibutylin-Dilaurat ausgewählt ist.
9. Verfahren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch die zusätzlichen Schritte
a) Bewegen des Teilchenmaterials aus dem Sprühstrahl der Beschichtungslösung in die
Trockenwarmzone und
b) zyklische Hindurchführung des Teilchensubstratmaterials von dem Sprühstrahl der
Beschichtungslösung zu der warmen Trockenluftzone und zurück zu der Besprühung der
Belichtungslösung bis die gewünschte Schichtdicke auf der Außenseite des Teilchensubstratmaterials
aufgebaut ist.
10. Ein fließfähiges Teilchensubstratträgermaterial in Übereinstimmung mit dem Verfahren
nach Anspruch 1.
11. Ein fließfähiges Teilchensubstratträgermaterial beschichtet in Übereinstimmung
mit dem Verfahren nach Anspruch 2.
12. Ein fließfähiger mit einem zerkleinerten Substrat und einem aliphatischen und
aromatischen kreuzvernetztem Urethan als Beschichtung über der äußeren Oberfläche.
13. Ein beschichteter fließfähiger Träger zur Verwendung bei der elektrofotografischen
Aufzeichnung, gekennzeichnet durch ein zerkleinertes Substrat mit einer aliphatischen
kreuzvernetzten Beschichtung auf deren äußerer Oberfläche.
14. Ein beschichteter fließfähiger Träger zur Verwendung für elektrofotografische
Aufzeichnungen, gekennzeichnet durch ein zerkleinertes Substrat mit einer aromatischen
kreuzvernetzten Beschichtung auf der äußeren Oberfläche
15. Ein beschichteter Träger nach Anspruch 12, bei welchem die zerkleinerten Substratmaterialien
eine Durchmesserdimension zwischen 30 und 450 µ aufweisen.
16. Ein beschichteter Träger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das zerkleinerte
Substratmaterial an der äußeren Oberfläche mit einer Dichte von 160 bis 350 cm2/g Material eingebracht ist.
17. Ein beschichteter Träger nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Substratmaterial
aus Stahlgranulat, Glasperlen oder Sand besteht.
18. Ein beschichteter Träger nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das zerkleinerte
Substratmaterial ein ferromagnetisches Material ist.
19. Beschichteter Träger nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch ein synthetisches
Ferritmaterial.
20. Ein beschichtetes Trägermaterial entsprechend Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das zerkleinerte Substratmaterial aus synthetischen magnetischen Teilchen besteht
und zwar von 1 oder mehreren der Oxide von Eisen, Zink, Kupfer und Nickel.
21. Ein beschichtetes Trägermaterial entsprechend Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stärken der Partikel zwischen 30 und 150 g liegen.
22. Ein beschichteter Träger entsprechend Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
das Teilchensubstratmaterial aus vier Metalloxiden zusammengesetzt ist und zwar in
folgender Gewichtsverteilung: