[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur wärmedämmenden Lagerung einer elektrischen
Heizwendel, insbesondere für eine strahlungsbeheizte Kochplatte, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, sowie eine zur Verwendung mit der Vorrichtung besonders geeignete
Wärmedämmplatte und ein zu ihrer Herstellung besonders-geeignetes Verfahren.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist beispielsweise aus der DE-OS 28 06 367 bekannt. Die
Dämmschicht auf der Basis von Kieselsäureaerogel ist bei dieser bekannten Vorrichtung
als einzige Wärmedämmschicht zwischen der Heizwendel und dem Boden der Aufnahmeschale
aus Blech eingebracht, so daß die ausgezeichneten Wärmedämmeigenschaften dieses speziellen
Wärmedämmaterials optimal ausgenutzt werden. Eine ausreichende Temperaturbeständigkeit
in unmittelbarer Nachbarschaft der Heizwendel, die direkt auf der Dämmschicht aufliegt,
wird durch Zusatz von Aluminiumoxid angestrebt, welches einem Sintern des Kieselsäureaerogels
bei Temperaturen über etwa 700°C entgegenwirkt; dabei kann Aluminiumoxid in Form von
Verstärkungsfasern oder als zusätzliche Beimischung in einer Menge bis zu 12% in dem
Dämmaterial auf der Basis von Kieselsäureaerogel enthalten sein. Die Verwendung ausschließlich
des Materials der hochwirksamen Dämmschicht als Wärmedämmaterial ermöglicht eine ausreichende
Wärmedämmung trotz flacher Bauweise. Stoffe für Trübungsmittel sind dabei Mangandioxid,
Titandioxid und Zirkonoxid.
[0003] Dämmaterial dieser Art besitzt zwar einen extrem hohen Wärmedurchleitwiderstand,
ist aber mechanisch wenig stabil, da es im Bereich bereits niedriger Spannungsspitzen
zu Abbröckelungen oder Abbröselungen neigt. Daher müssen sämtliche Kanten geschützt
werden, wozu etwa ein eigener Abstandsring zwischen der Unterfläche der Glaskeramikabdeckung
der Kochplatte und der oberen Auflagefläche des Dämmaterials dient. Insbesondere ist
die Befestigung der Heizwendel auf diesem Material schwierig. Im Falle der DE-OS 28
06 367 sind hierzu Metalldrahtklammern vorgesehen, die in das Dämmaterial eingesteckt
sind. Durch das Arbeiten der Heizwendel im Betrieb lockern sich diese Metalldrahtklammern
jedoch bereits nach wenigen Aufheizzyklen und können so keine ausreichende Verankerung
bilden.
[0004] Daher ist es etwa aus der DE-AS 23 39 768 oder den DE-OSen 25 51 137 und 27 44 079
auch bereits bekannt geworden, besondere Lagereinrichtungen für die Heizwendel an
der Oberseite der Dämmschicht vorzusehen, so daß die Dämmschicht zumindest nicht alleine
die Lagerkräfte aufnehmen muß. Wenn eine wirklich zuverlässige Lagesicherung der Heizwendel
erzielt werden soll, so muß hierfür konstruktiv erheblicher Aufwand getrieben werden.
[0005] Gemäß der älteren deutschen Patentanmeldung P 30 08 505.3 ist daher auch schon vorgeschlagen
worden, die Dämmschicht auf der Basis von feinporigem Kieselsäure- aerogel nur im
Bodenbereich der Aufnahmeschale vorzusehen und darüber einen Formkörper aus temperaturbeständigem
und insbesondere mechanisch festem Material, etwa mit anorganischem Kleber gebundenes
Aluminiumsilikat, zur sauberen Lagerung der Heizwendel vorzusehen. Dieses Material
besitzt jedoch eine schlechtere Wärmedämmung, so daß sich gegenüber einer Verwendung
von ausschließlich dem Material der Dämmschicht die Bauhöhe der Vorrichtung etwas
vergrößert. Dafür kann der Formkörper zur Lagerung der Heizwendel als billiges Preßteil
hergestellt werden, welches nur in die Aufnahmeschale eingesetzt werden muß, die bereits
unmittelbar gegen den Boden der Aufnahmeschale verpreßtes Material der Wärmedämmschicht
enthält. Hierbei ist allerdings wieder relativ aufwendig, das Material der bodenseitigen
Dämmschicht in einem Umfangsrand über die Ebene der Heizwendel nach oben zu ziehen,
was anzustreben ist, wenn auch am Umfangsrand der Heizwendel eine entsprechend gute
Wärmedämmung erfolgen soll, um eine Aufheizung des Randes der Aufnahmeschale zu vermeiden.
[0006] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Gattung sowie eine Wärmedämmplatte zur Bildung des Wärmedämmaterials
hierfür zu schaffen, die sowohl über ausgezeichnete Wärmedämmeigenschaften bei geringer
Bauhöhe verfügt, als auch eine konstruktiv einfache und zuverlässige Lagesicherung
der Heizwendel gewährleistet.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 bzw. des Anspruchs 8.
[0008] Damit wird eine zweischichtige Bauweise des Wärmedämmmaterials bzw. der das Wärmedämmaterial
bildenden, vorgefertigten Wärmedämmplatte erzielt, bei der die untere Dämmschicht
auf der Basis von Kieselsäureaerogel in der bekannten Weise für eine maximale Wärmedämmung
auf engstem Raum genutzt wird, während die obere Lagerschicht demgegenüber nur geringfügig
abfallende Wärmedämmeigenschaften aufweist. Dafür aber ist die obere Lagerschicht
gehärtet, wozu zur Erzielung einer Hochtemperaturbeständigkeit ein anorganisches Bindemittel
verwendet wird. Eine solche Härtung von feindispersen, in der Flammenpyrolyse hergestellten,
mikroporösen Isoliermaterialien ist in der älteren deutschen Patentanmeldung P 29
42 087.9 vorgeschlagen worden, wobei auch temperaturbeständige anorganische Bindemittel,
bevorzugt etwa glasbildende Stoffe eingesetzt werden; auf diese ältere Anmeldung wird
wegen weiterer Einzelheiten insoweit ausdrücklich Bezug genommen.
[0009] Für die Lagerschicht ist jedoch ein Grundmaterial auf der Basis von pyrogenem Aluminiumoxid
anstelle von pyro
- gener Kieselsäure zu bevorzugen, da pyrogene Kieselsäure zwar noch etwas bessere
Wärmedämmeigenschaften ergibt, Material auf der Basis von Aluminiumoxid-Aerogel aber
auch ohne weitere zusätzliche Maßnahmen erheblich temperaturbeständiger ist. Zusätzlich
können in das Isoliermaterial der Lagerschicht hochtemperaturbeständige Materialien
wie Manganoxid, Titanoxid oder Zirkonoxid eingeführt werden, um die Temperaturbeständigkeit
bei Bedarf weiter zu erhöhen.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht somit aus der Aufnahmeschale beispielsweise
in Form eines Blechnapfes, der Wärmedämmplatte zur Bildung des aus Dämmschicht und
Lagerschicht bestehenden Wärmedämmaterials und der Heizwendel, die unmittelbar an
der Lagerschicht der Wärmedämmplatte gelagert ist. Die Wärmedämmplatte kann in kostengünstiger
Weise vorgefertigt werden, wozu gemäß Anspruch 13 eine der Schichten - die Dämmschicht
oder die Lagerschicht - aus amorphem Pulver der gewünschten Konsistenz zur Erzielung
einer Druckfixierung vorgepreßt, sodann das Material der anderen Schicht aufgebracht
und mit der vorgepreßten Schicht unter höherem Druck fertiggepreßt wird, worauf die
Aushärtung unter geeigneter Wärmeeinwirkung erfolgen kann. Dadurch entsteht eine einstückige
Wärmedämmplatte, die eine innige Verbindung der Dämmschicht mit der Lagerschicht durch
Verkrallung der Partikel gewährleistet. Da die mechanisch stabile Lagerschicht für
die Dämmschicht eine zusätzliche Abstützung bietet, kann die so gebildete zweischichtige
Wärmedämmplatte ohne übermäßige Gefahr von Beschädigungen gehandhabt, transportiert
und versandt werden, um an gegebenenfalls anderer Stelle in die erfindungsgemäße Vorrichtung
eingebaut zu werden. Die Herstellung der Wärmedämmplatte als Preßformteil ermöglicht
darüber hinaus ohne jeglichen Zusatzaufwand die Anbringung von wendelförmigen Nuten
an der Oberseite der Lagerschicht, in welche die Heizwendel denkbar einfach mit einem
hochtemperaturbeständigen anorganischen Kleber eingeklebt werden kann, sowie eine
muldenförmige Ausbildung dieses Bereichs der Lagerschicht mit umlaufendem Umfangsrand,
der infolge der mechanischen Festigkeit des Materials der Lagerschicht unmittelbar
die Auflagefläche für die Glaskeramikabdeckung der Kochplatte bilden kann, so daß
ein separater Abstandsring in kostengünstiger Weise entfallen kann.
[0011] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden.Beschreibung
einer Ausführungsform anhand der Zeichnung.
[0012] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
[0013] Die veranschaulichte Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Aufnahmeschale
1 aus Metall, insbesondere Aluminiumblech, und Wärmedämmaterial in Form einer Wärmedämmplatte
2, welche an der Innenseite einer Umfangswand 3 der Aufnahmeschale 1 zwischen deren
Boden 4 und einer Heizwendel 5 angeordnet ist. Die elektrisch betriebene Heizwendel
5 weist nicht näher dargestellte elektrische Anschlüsse auf, die auf geeignete Weise
aus dem Bereich der Aufnahmeschale 1 herausgeführt sind. Die dargestellte Vorrichtung
dient zur Strahlungsbeheizung einer Glaskeramikabdeckung einer Kochplatte, wobei die
nicht näher dargestellte Glaskeramikplatte auf einer Auflagefläche 22 aufliegt und
damit Abstand vom oberen Rand der Umfangswand 3 der Aufnahmeschale 1 sowie von der
Heizwendel 5 erhält. Die Umfangswand 3 der Aufnahmeschale 1 und damit die gesamte
Vorrichtung hat in Draufsicht im wesentlichen Kreisform und liegt konzentrisch zu
einer Mittelachse 14.
[0014] Die Wärmedämmplatte 2 besteht aus einer oberen Lagerschicht 7, welche in wendelförmigen
Nuten 8 die Heizwendel 5 aufnimmt. An der der Heizwendel 5 gegenüberliegenden Seite
der Lagerschicht 7 ist eine Dämmschicht 9 vorgesehen, die am Boden 4 der Aufnahmeschale
1 anliegt und aus feinporigem Kieselsäureaerogel besteht. Dieses Material ist an sich
bekannt und weist neben dem Kieselsäureaerogel in aller Regel eine Mineralfaserverstärkung
und/oder ein Trübungsmittel auf; solche hochwirksamen Wärmedämm-Materialien werden
durch die Anmelderin unter der Bezeichnung MINILEIT (eingetr. Warenzeichen) vertrieben,
wobei hinsichtlich Einzelheiten des Materials auf die einschlägigen DE-OSen 27 47
663, 27 48 307 und 27 54 956 verwiesen wird, auf die insoweit ausdrücklich Bezug genommen
wird. Bevorzugt wird ein Material für die Dämmschicht 9 verwendet, welches aus 30
bis 50% pyrogener Kieselsäure, 20 bis 50% Trübungsmittel und 5 bis 15% Aluminiumfasern
besteht, sowie in einem Raumgewicht von 200 bis
400 kg/m
3 vorliegt, jedoch nicht organisch oder anorganisch gehärtet zu sein braucht. Ein solches
Spezial-Wärmedämmaterial besitzt eine Wärmeleitfähigkeit, die geringer ist als ruhende
Luft und darüber hinaus nur wenig temperaturabhängig ist. Allerdings sind die aus
pulverförmigen Grundstoffen gepreßten Platten aus einem solchen Material mechanisch
wenig widerstandsfähig und schwierig herzustellen. Daher werden Platten aus diesem
Material in der Regel im Zuge der Herstellung mit einem festen Glasgewebe umgeben
und nachträglich in der gewünschten Form zugeschnitten.
[0015] Die obere Lagerschicht 7 besteht aus einem Aluminiumoxid-Aerogel anstelle des Kieselsäure-Aerogels
der Dämmschicht 9, oder einer geeigneten Mischung beider Aeregele. Derartiges Isoliermaterial
auf der Basis von Aluminiumoxid-Aerogel ist bis höhere Temperaturen beständig als
auf der Basis von Kieselsäure-Aerogel. Darüber hinaus kann die Lagerschicht 7 bei
Bedarf zur weiteren Erhöhung der Temperaturbeständigkeit Zuschläge an hochtemperaturbeständigen
Stoffen wie Manganoxid, Zirkonoxid oder Titanoxid enthalten. Vor allem aber ist das
Material der Lagerschicht 7 mit einem anorganischen Bindemittel, beispielsweise mit
geeigneten glasbildenden Stoffen, gehärtet, wie dies an sich aus der älteren deutschen
Patentanmeldung P 29 42 087.9 bekannt ist, auf die wegen weiterer Einzelheiten im
Zusammenhang mit der Härtung derartigen Materials ausdrücklich Bezug genommen wird.
Dadurch besitzt das Material der Lagerschicht 7 nur geringfügig schlechtere Wärmedämmeigenschaften
als dasjenige der Dämmschicht 9, ist aber mechanisch erheblich fester und widerstandsfähiger,
so daß die Lagesicherung der Heizwendel 5 unmittelbar an der Lagerschicht 7 keine
Probleme mehr aufwirft. Hierzu könnten beispielsweise die Heizwendel 5 haltende Metalldrahtklammern
in das Material der Lagerschicht 7 eingesteckt werden, wobei die Nuten 8 nicht zwangsläufig
erforderlich wären, jedoch ist bevorzugt, die Heizwendel 5 in wendelförmigen Nuten
8 mittels eines hochtemperaturbeständigen anorganischen Klebers 6 zu befestigen, wobei
Kleber mit einer Temperaturbeständigkeit bis zu 1150°C, also völlig ausreichend, zur
Verfügung stehen.
[0016] Infolge der Härtung des Materials der Lagerschicht 7 können die Auflageflächen 22
unmittelbar an der Oberseite eines Umfangsrandes 10 ausgebildet werden, der in der
veranschaulichten Weise eine Mulde in der Lagerschicht 7 zur Aufnahme der Heizwendel
5 umfangsseitig umgibt und so eine Wärmeabstrahlung zur Umfangswand 3 der Aufnahmeschale
1 hin sicher vermeidet. Zur weiteren Erhöhung der Stabilität des Materials im Bereich
der Auflagefläche 22 kann das Material im oberen Endbereich 11 des Umfangsrandes 10
zusätzlich verdichtet sein.
[0017] Die Wärmedämmplatte 2 aus der unteren Dämmschicht 9 und der oberen Lagerschicht 7
samt Nuten 8 und Umfangsrand 10 mit Auflagefläche 22 kann als einstückiges Preßteil
hergestellt werden. Hierzu wird zunächst das pulverförmige Material einer der Schichten
7 oder 9 in eine Pressenform eingegeben und zur Druckfixierung vorgepreßt, wobei der
Druck unter 25 bar liegen sollte und ein Druck von 15 bis 20 bar bevorzugt ist; mit
einem Druck von 18 bar wurden gute Ergebnisse erzielt. Sodann wird das Material der
anderen Schicht 9 oder 7 zugefügt und der Rohling für die gesamte Wärmedämmplatte
2 in einem Zuge unter einem höheren Druck von mehr als 25 bar fertiggepreßt, insbesondere
bei einem Druck zwischen 25 und 40 bar; mit einem Druck von 30 bar hierfür wurden
gute Ergebnisse erzielt. Bevorzugt wird zunächst die Lagerschicht 7 in umgekehrter
Stellung vorgepreßt und verbleibt für das Fertigpressen in dieser Lage.
[0018] Um die Verdichtung des Endbereiches 11 des Umfangsrandes 10 zu erzielen, wird im
Zuge der Nachpressung mit einem geeigneten Randstempel, der auf die Auflagefläche
22 wirkt, nachverdichtet, so daß ein zusätzlicher Arbeitsgang hierfür nicht erforderlich
ist.
[0019] Zweckmäßig wird der Rohling für die Wärmedämmplatte 2 in gegenüber der Betriebsstellung
umgedrehter Stellung gepreßt, da dann eine leichtere Füllung des reliefartigen Bodens
der Pressenkammer möglich ist, welcher dem Negativ der Lagermulde der Lagerschicht
7 für die Heizwicklung 5 entspricht. Der Randstempel für die Nachverdichtung drückt
dann von unten gegen die Auflagefläche 22 am Rohling.
[0020] Nach entsprechender Wärmeeinwirkung durch Wärmestrahlung oder in einem üblichen Ofen
bei etwa 700
0 für 20 bis 30 Minuten kann die fertige Wärmedämmplatte 2 entnommen werden. Zur Montage
braucht lediglich der Kleber 6 in die Nuten 8 eingebracht und die Heizwendel 5 eingesetzt
werden, wonach die Wärmedämmplatte 2 mit der Heizwendel in die Aufnahmeschale eingesetzt
werden kann. Der die Wärmedämmplatte 2 bildende Formkörper besitzt durch die Härtung
der Lagerschicht 7 ausreichende Stabilität, wobei die anfälligere freie Kante der
Dämmschicht 9 durch die der Rundung zwischen der Umfangswand 2 und dem Boden 4 der
Aufnahmeschale
1 entsprechende Rundung bruchgeschützt ist. Daher kann die Wärmedämmplatte 2 ohne große
Beschädigungsgefahr versandt und montiert werden, und ist natürlich selbständig handelbar.
[0021] Für das Material der Lagerschicht 7 bzw. der Dämmschicht 9 sind nachstehend noch
zwei konkrete Beispiele zur Veranschaulichung angegeben.
Beispiel 1
[0022] Material für die Lagerschicht 7:

[0023] Material für die Dämmschicht 9:

Beispiel 2
[0024] Material für die Lagerschicht 7:

Material für die Dämmschicht 9 wie Beispiel
1.
[0025] Die Prozent-Angaben beziehen sich auf Gewichtsprozente in der Rohstoffmischung.
1. Vorrichtung zur wärmedämmenden Lagerung einer elektrischen Heizwendel, insbesondere
für eine strahlungsbeheizte Kochplatte, mit einer Aufnahmeschale für zwischen der
Heizwendel und dem Boden der Aufnahmeschale angeordnetes Wärmedämmaterial, welches
wenigstens eine bodenseitige hochwirksame Dämmschicht aus feinporigem Kieselsäure-
aerogel insbesondere mit Mineralfaserverstärkung und/oder Trübungsmittel aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Heizwendel (5) und der Dämmschicht (9) in
an sich bekannter Weise eine Lagerschicht (7) für die Heizwendel (5) mit gegenüber
der Dämmschicht (9) unterschiedlicher Konsistenz vorgesehen ist, und daß die Lagerschicht
(7) ebenfalls ein in der Flammenpyrolyse hergestelltes, mikroporöses, teilchenförmiges
Isoliermaterial als Grundstoff sowie vorzugsweise Mineralfaserverstärkung und/oder
Trübungsmittel aufweist, jedoch mit einem anorganischen Bindemittel gehärtet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermaterial der
Lagerschicht (7) pyrogenes Aluminiumoxid aufweist oder ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermaterial
der Lagerschicht (7) mit hochtemperaturbeständigen Materialien wie insbesondere Manganoxid,
Titanoxid oder Zirkonoxid angereichert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite
der Lagerschicht (7) wendelförmige Nuten (8) zur Aufnahme der Heizwendel (5) aufweist,
in denen die Heizwendel (5) mittels eines hochtemperaturbeständigen anorganischen
Klebers (6) gehalten ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschicht
(7) einen über die Ebene der Heizwendel (5) hinausragenden einstückigen Umfangsrand
(10) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsrand (10) an
seiner Oberseite unmittelbar eine Auflagefläche (22) für die übliche Glaskeramikabdeckung
od. dgl. der Kochplatte bildet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsrand
(10) in seinem oberen Endbereich (11) zusätzlich verdichtet ist.
8. Wärmedämmplatte für die Lagerung einer elektrischen Heizwendel, insbesondere für
eine strahlungsbeheizte Kochplatte, wobei die Wärmedämmplatte wenigstens eine bodenseitige
hochwirksame Dämmschicht feinporigen Kieselsäureaerogels insbesondere mit Mineralfaserverstärkung
und/oder Trübungsmittel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämmschicht (9)
eine Lagerschicht (7) für die Heizwendel (5) mit gegenüber der Dämmschicht (9) unterschiedlicher
Konsistenz trägt, und daß die Lagerschicht (7) ebenfalls ein in der Flammenpyrolyse
hergestelltes, mikroporöses, teilchenförmiges Isoliermaterial als Grundstoff sowie
vorzugsweise Mineralfaserverstärkung und/oder Trübungsmittel aufweist, jedoch mit
einem anorganischen Bindemittel ausgehärtet ist.
9. Wärmedämmplatte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermaterial
der Lagerschicht (7) pyrogenes Aluminiumoxid aufweist oder ist.
10. Wärmedämmplatte nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermaterial
der Lagerschicht (7) mit hochtemperaturbeständigen Materialien wie insbesondere Manganoxid,
Titanoxid oder Zirkonoxid angereichert ist.
11. Wärmedämmplatte nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lagerschicht (7) an der der Dämmschicht (9) gegenüberliegenden Seite muldenförmig
mit einem einstückigen Umfangsrand (10) ausgebildet ist, der um wenigstens etwa die
Dicke einer bestimmungsgemäßen Heizwendel (5) in zu deren Mittelach= se (14) paralleler Richtung ausragt.
12. Wärmedämmplatte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsrand
(10) in seinem eine Auflagefläche (22) für die übliche Glaskeramikabdeckung od. dgl.
der Kochplatte bildenden Endbereich (11) zusätzlich verdichtet ist.
13. Verfahren zur Herstellung einer Wärmedämmplatte nach wenigstens einem der Ansprüche
8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Material der einen Schicht vorgepreßt und
die so vorgepreßte Schicht mit dem Material der anderen Schicht unter gegenüber dem
Vorpressen höheren Druck fertiggepreßt wird, und daß die Lagerschicht des gepreßten
Rohlings durch Wärmeeinwirkung gehärtet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgepreßte Schicht
die Lagerschicht ist.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorpressen
unter einem Druck von weniger als 25 bar, vorzugsweise bei 15 bis 20 bar, insbesondere
etwa 18 bar, und das Fertigpressen unter einem Druck von mehr als 25 bar, vorzugsweise
bei 25 bis 40 bar, insbesondere bei etwa 30 bar erfolgt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der
Umfangsrand im Zuge des Fertigpressens mit erhöhtem Druck nachgepreßt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagerschicht beim Fertigpressen unterhalb der Dämmschicht angeordnet ist.
18. Verfahren nach den Ansprüchen 14 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschicht
mit nach unten weisender Lagermulde und nach unten weisendem Umfangsrand vorgepreßt,
sodann das Material für die Dämmschicht eingebracht und dieses gegen die Oberseite
der umgekehrt angeordneten Dämmschicht fertiggepreßt wird.