| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 041 203 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
|
08.06.1988 Patentblatt 1988/23 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
05.09.1984 Patentblatt 1984/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.05.1981 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: H05B 3/74 |
|
| (54) |
Vorrichtung zur wärmedämmenden Lagerung einer elektrischen Heizwendel, insbesondere
für eine strahlungsbeheizte Kochplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung
Arrangement for the thermally insulated accommodation of an electrical helical heating
element, in particular for a cooking plate heated by radiation and method for its
manufacture
Dispositif pour loger de façon thermiquement isolée une hélice chauffante électrique,
en particulier pour une plaque de cuisson chauffée par rayonnement et procédé pour
sa fabrication
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
29.05.1980 DE 3020326
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
09.12.1981 Patentblatt 1981/49 |
| (73) |
Patentinhaber: Grünzweig + Hartmann und Glasfaser AG |
|
D-67059 Ludwigshafen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Kummermehr, Hans
D-6700 Ludwigshafen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: KUHNEN, WACKER & PARTNER |
|
Alois-Steinecker-Strasse 22 85354 Freising 85354 Freising (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 004 302 CH-A- 544 044 DE-A- 2 500 586 DE-A- 2 729 930 DE-A- 2 806 367 FR-A- 2 416 614 GB-A- 1 433 478 US-A- 3 636 309
|
EP-A- 0 027 264 DE-A- 2 165 569 DE-A- 2 551 137 DE-A- 2 748 307 DE-B- 2 339 768 FR-A- 2 425 786 US-A- 3 055 831
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
Bemerkungen: |
|
The file contains technical information submitted after the application was filed
and not included in this specification |
|
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur wärmedämmenden Lagerung einer elektrischen
Heizwendel, insbesondere für eine strahlungsbeheizte Kochplatte, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und ein zu ihrer Herstellung besonders geeignetes Verfahren.
[0002] Bei einer Vorrichtung gemäß der DE-A-2806 367 ist die Dämmschicht auf der Basis von
Kieselsäureaerogel ist bei dieser bekannten Vorrichtung als einzige Wärmedämmschicht
zwischen der Heizwendel und dem Boden der Aufnahmeschale aus Blech eingebracht, so
daß die ausgezeichneten Wärmedämmeigenschaften dieses speziellen Wärmedämmaterials
optimal ausgenutzt werden. Eine ausreichende Temperaturbeständigkeit in unmittelbarer
Nachbarschaft der Heizwendel, die direkt auf der Dämmschicht aufliegt, wird durch
Zusatz von Aluminiumoxid angestrebt, welches einem Sintern des Kieselsäureaerogels
bei Temperaturen über etwa 700 °C entgegenwirkt; dabei kann Aluminiumoxid in Form
von Verstärkungsfasern oder als zusätzliche Beimischung in einer Menge bis zu 12 %
in dem Dämmaterial auf der Basis von Keiselsäureaerogel enthalten sein. Die Verwendung
ausschließlich des Materials der hochwirksamen Dämmschicht als Wärmedämmaterial ermöglicht
eine ausreichende Wärmedämmung trotz flacher Bauweise. Stoffe für Trübungsmittel sind
dabei Mangandioxid, Titandioxid und Zirkonoxid.
[0003] Dämmaterial dieser Art besitzt zwar einen extrem hohen Wärmedurchleitwiderstand,
ist aber mechanisch wenig stabil, da es im Bereich bereits niedriger Spannungsspitzen
zu Abbröckelungen oder Abbröselungen neigt.
[0004] Daher müssen sämtliche Kanten geschützt werden, wozu etwa ein eigener Abstandsring
zwischen der Unterfläche der Glaskeramikabdeckung der Kochplatte und der oberen Auflagefläche
des Dämmaterials dient. Insbesondere ist die Befestigung der Heizwendel auf diesem
Material schwierig. Im Falle der DE-A-2806 367 sind hierzu Metalldrahtklammern vorgesehen,
die in das Dämmaterial eingesteckt sind. Durch das Arbeiten der Heizwendel im Betrieb
lockern sich diese Metalldrahtklammern jedoch bereits nach wenigen Aufheizzyklen und
können so keine ausreichende Verankerung bilden.
[0005] Daher ist es etwa aus der DE-B-2339 768 oder den DE-A 2551 137 und 2744 079 auch
bereits bekannt geworden, besondere Lagereinrichtungen für die Heizwendel an der Oberseite
der Dämmschicht vorzusehen, so daß die Dämmschicht zumindest nicht alleine die Lagerkräfte
aufnehmen muß. Wenn eine wirklich zuverlässige Lagesicherung der Heizwendel erzielt
werden soll, so muß hierfür konstruktiv erheblicher Aufwand getrieben werden. Die
DE-B-2339 768 liegt dem Obergegriff des Anspruchs 1 zugrunde.
[0006] Gemäß der älteren Patentanmeldung EP-A-0 035 280 (Stand der Technik gemäß Art. 54(3)
EPÜ) ist daher auch schon vorgeschlagen worden, die Dämmschicht auf der Basis von
feinporigem Kieselsäureaerogel nur im Bodenbereich der Aufnahmeschale vorzusehen und
darüber einen Formkörper aus temperaturbeständigem und insbesondere mechanisch festen
Material, etwa mit anorganischem Kleber gebundenes Aluminiumsilikat, zur sauberen
Lagerung der Heizwendel vorzusehen. Dieses Material besitzt jedoch eine schlechtere
Wärmedämmung, so daß sich gegenüber einer Verwendung von ausschließlich dem Materiai
der Dämmschicht die Bauhöhe der Vorrichtung etwas vergrößen. Dafür kann der Formkörper
zur Lagerung der Heizwendel als billiges Preßteil hergestellt werden, welches nur
in die Aufnahmeschale eingesetzt werden muß, die bereits unmittelbar gegen den Boden
der Aufnahmeschale verpreßtes Material der Wärmedämmschicht enthält. Hierbei ist allerdings
wieder relativ aufwendig, das Material der bodenseitigen Dämmschicht in einem Umfangsrand
über die Ebene der Heizwendel nach oben zu ziehen, was anzustreben ist, wenn auch
am Umfangsrand der Heizwendel eine entsprechend gute Wärmedämmung erfolgen soll, um
eine Aufheizung des Randes der Aufnahmeschale zu vermeiden.
[0007] Ähnlich ist aus der DE-A-2729 930 eine strahlungsbeheizte Kochplatte bekannt, deren
elektrische Heizwendel auf einem Isolierträger in Form einer Scheibe aus einem pappeähnlichen
Material gelagert ist, wobei auf dem pappeähnlichen Material eine mechanisch einwandfreie
und erschütterungsfeste Lagerung der elektrischen Heizwiderstände gewährleistet ist.
Der so gebildete Isolierträger wiederum ist auf Isolierschichten oder -scheiben gelagert,
wobei insbesondere die untere Isolierschicht geringe mechanische Festigkeit besitzen
kann, beispielsweise aus einem nicht oder nur schwach verdichteten Schüttmaterial,
etwa fein verteilter Kieselsäure bestehen kann. Insgesamt ergibt sich somit bei dieser
bekannten Vorrichtung der Aufbau mit einer bodenseitigen, mechanisch wenig festen,
dafür gut wärmedämmenden Schicht beispielsweise auf der Basis von Kieselsäureaerogel,
und darüber einer speziellen mechanisch festeren Lagerschicht zur Abstützung der Heizwendel.
Auch hier aber leistet das Material der festen Lagerschicht einen nur untergeordneten
Beitrag zur Wärmedämmung und vergrößert so über der wirksamen Wärmedämmschicht die
Bauhöhe der Lagevorrichtung.
[0008] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Gattung hierfür zu schaffen, die sowohl über ausgezeichnete
Wärmedämmeigenschaften bei geringer Bauhöhe verfügt, ais auch eine konstruktiv einfache
und zuverlässige Lagesicherung der Heizwendel gewährleistet.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1.
[0010] Damit wird eine zweischichtige Bauweise des Wärmedämmaterials bzw. der das Wärmedämmaterial
bildenden, vorgefertigten Wärmedämmplatte erzielt, bei der die untere Dämmschicht
auf der Basis von Kieselsäureaerogel in der bekannten Weise für eine maximale Wärmedämmung
auf engstem Raum genutzt wird, während die obere Lagerschicht demgegenüber nur geringfügig
abfallende Wärmedämmeigenschaften aufweist. Dafür aber ist jedenfalls die obere Lagerschicht
gehärtet, wozu zur Erzielung einer Hochtemperaturbeständigkeit ein anorganisches Bindemittel
verwendet wird. Eine solche Härtung von feindispersen, in der Flammenpyrolyse hergestellten,
mikroporösen Isoliermateralien als Grundstoff, der in der Regel mit Mineralfasern
verstärkt ist und ein Trübungsmittel wie insbesondere Ilmenit aufweist, ist in der
älteren Patentanmeldung EP-A-0 027 264 (Stand der Technik gemäß Art. 54(3) EPÜ) vorgeschlagen
worden, wobei auch temperaturbeständige anorganische Bindemittel, bevorzugt etwa glasbildende
Stoffe eingesetzt werden; auf diese ältere Anmeldung wird wegen weiterer Einzelheiten
insoweit ausdrücklich Bezug genommen. Aus der EP-A-0 027 264 ist auch bereits ein
mehrschichtiger Wärmeisolierkörper auf der Grundlage von Kieselsäure - oder Aluminiumoxidaerogel
bekannt, dessen Schichten unterschiedlich gehärtet sind. Bei Bedarf kann dabei natürlich
auch die Dämmschicht entsprechend gehärtet werden, da hierdurch deren mechanische
Widerstandsfähigkeit etwa für einen wirkungsvollen Kantenschutz erhöht wird, wenn
auch auf Kosten eines allerdings geringfügigen Abfalles der Wärmedämmfähigkeit; da
jedoch die Dämmschicht nicht die mechanische Widerstandsfähigkeit der Lagerschicht
zu besitzen braucht, wird man die Dämmschicht häufig nicht härten.
[0011] Für die Lagerschicht ist jedoch ein Grundmaterial auf der Basis von pyrogenem Aluminumoxid
anstelle von pyrogener Kieselsäure zu bevorzugen, da pyrogene Kieselsäure zwar noch
etwas bessere Wärmedämmeigenschaften ergibt, Material auf der Basis von Aluminiumoxid-Aerogel
aber auch ohne weitere zusätzliche Maßnahmen erheblich temperaturbeständiger ist.
Zusätzlich können in das Isoliermaterial der Lagerschicht hochtemperaturbeständige
Materialien wie Manganoxid, Titanoxid oder Zirkonoxid eingeführt werden, um die Temperaturbeständigkeit
bei Bedarf weiter zu erhöhen.
[0012] Die erfindunsgemäße Vorrichtung besteht somit aus der Aufnahmeschale beispielsweise
in Form eines Blechnapfes, der Wärmedämmplatte zur Bildung des aus Dämmschicht und
Lagerschicht bestehenden Wärmedämmaterials und der Heizwendel, die unmittelbar an
der Lagerschicht der Wärmedämmplatte gelagert ist. Die Wärmedämmplatte kann in kostengünstiger
Weise vorgefertigt werden, wozu gemäß Anspruch 9 eine der Schichten - die Dämmschicht
oder die Lagerschicht - aus amorphem Pulver der gewünschten Konsistenz zur Erzielung
einer Druckfixierung vorgepreßt, sodann das Material der anderen Schicht aufgebracht
und mit der vorgepreßten Schicht unter höherem Druck fertiggepreßt wird, worauf die
Aushärtung unter geeigneter Wärmeeinwrkung erfolgen kann. Dadurch entsteht eine einstückige
Wärmedämmplatte, die eine innige Verbindung der Dämmschicht mit der Lagerschicht durch
Verkrallung der Partikel gewährleistet. Da die mechanisch stabile Lagerschicht für
die Dämmschicht eine zusätzliche Abstützung bietet, kann die so gebildete zweischichtige
Wärmedämmplatte ohne übermäßige Gefahr von Beschädigungen gehandhabt, transportiert
und versandt werden, um an gegebenenfalls anderer Stelle in die erfindungsgemäße Vorrichtung
eingebaut zu werden. Die Herstellung der Wärmedämmplatte als Preßformteil ermöglicht
darüber hinaus ohne jeglichen Zusatzaufwand die Anbringung von wendelförmigen Nuten
an der Oberseite der Lagerschicht, in welche die Heizwendel denkbar einfach mit einem
hochtemperaturbeständigen anorganischen Kleber eingeklebt werden kann, sowie eine
muldenförmige Ausbildung dieses Bereichs der Lagerschicht mit umlaufendem Umfangsrand,
der infolge der mechanischen Festigkeit des Materials der Lagerschicht unmittelbar
die Auflagefläche für die Glaskeramikabdeckung der Kochplatte bilden kann, so daß
ein separater Abstandsring in kostengünstiger Weise entfallen kann.
[0013] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung einer Ausführungsform anhand der Zeichnung.
[0014] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
[0015] Die veranschaulichte Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Aufnahmeschale
1 aus Metall, insbesondere Aluminiumblech, und Wärmedämmaterial in Form einer Wärmedämmplatte
2, welche an der Innenseite einer Umfangswand 3 der Aufnahmeschale 1 zwischen deren
Boden 4 und einer Heizwendel 5 angeordnet ist. Die elektrisch betriebene Heizwendel
5 weist nicht näher dargestellte elektrische Anschlüsse auf, die auf geeignete Weise
aus dem Bereich der Aufnahmeschale 1 herausgeführt sind. Die dargestellte Vorrichtung
dient zur Strahlungsbeheizung einer Glaskeramikabdeckung einer Kochplatte, wobei die
nicht näher dargestellte Glaskeramikplatte auf einer Auflagefläche 22 aufliegt und
damit Abstand vom oberen Rand der Umfangswand 3 der Aufnahmeschale 1 sowie von der
Heizwendel 5 erhält. Die Umfangswand 3 der Aufnahmeschale 1 und damit die gesamte
Vorrichtung hat in Draufsicht im wesentlichen Kreisform und liegt konzentrisch zu
einer Mittelachse 14.
[0016] Die Wärmedämmplatte 2 besteht aus einer oberen Lagerschicht 7, welche in wendelförmigen
Nuten 8 die Heizwendel 5 aufnimmt. An der der Heizwendel 5 gegenüberliegenden Seite
der Lagerschicht 7 ist eine Dämmschicht 9 vorgesehen, die am Boden 4 der Aufnameschale
1 anliegt und aus feinporigem Kieselsäureaerogel besteht. Dieses Material ist an sich
bekannt und weist neben dem Kieselsäureaerogel in aller Regel eine Mineralfaserverstärkung
und/oder ein Trübungsmittel auf; solche hochwirksamen Wärmedämm-Materialien werden
durch die Patentinhaberin unter der Bezeichnung MINILEIT (eingetr. Warenzeichen) vertrieben,
wobei hinsichtlich Einzelheiten des Materials auf die einschlägigen DE-Osen 2747 663,
2748 307 und 2754 956 verwiesen wird, auf die insoweit ausdrücklich Bezug genommen
wird. Bevorzugt wird ein Material für die Dämmschicht 9 verwendet, welches aus 30
bis 50 % pyrogener Kieselsäure, 20 bis 50 % Trübungsmittel und 5 bis 15 % Aluminiumfasern
besteht, sowie in einem Raumgewicht von 200 bis 400 kg/m
3 vorliegt, jedoch nicht organisch oder anorganisch gehärtet zu sein braucht. Ein solches
Spezial-Wärmedämmaterial besitzt eine Wärmeleitfähigkeit, die geringer ist als ruhende
Luft und darüber hinaus nur wenig temperaturabhängig ist. Allerdings sind die aus
pulverförmigen Grundstoffen gepreßten Platten aus einem solchen Material mechanisch
wenig widerstandsfähig und schwierig herzustellen. Daher werden Platten aus diesem
Material in der Regel im Zuge der Herstellung mit einem festen Glasgewebe umgeben
und nachträglich in der gewünschten Form zugeschnitten.
[0017] Die obere Lagerschicht 7 besteht aus einem Aluminiumoxid-Aerogel anstelle des KieselsäureAerogels
der Dämmschicht 9, oder einer geeigneten Mischung beider Aerogele. Derartiges Isoliermaterial
auf der Basis von Aluminiumoxid-Aerogel ist bis höhere Temperaturen beständiger als
auf der Basis von Kieselsäure-Aerogel. Darüber hinaus kann die Lagerschicht 7 bei
Bedarf zur weiteren Erhöhung der Temperaturbeständigkeit Zuschläge an hochtemperaturbeständigen
Stoffen wie Manganoxid, Zirkonoxid oder Titanoxid enthalten. Vor allem aber ist das
Material der Lagerschicht 7 mit einem anorganischen Bindemittel, beispielsweise mit
geeigneten glasbildenden Stoffen, gehärtet, wie dies an sich aus der älteren Patentanmeldung
EP-A-0 027 264 (Stand der Technik gemäß Art. 54(3) EPÜ) bekannt ist, auf die wegen
weiterer Einzelheiten im Zusammenhang mit der Härtung derartigen Materials ausdrücklich
Bezug genommen wird. Dadurch besitzt das Material der Lagerschicht 7 nur geringfügig
schlechtere Wärmedämmeigenschaften als dasjenige der Dämmschicht 9, ist aber mechanisch
erheblich fester und widerstandsfähiger, so daß die Lagesicherung der Heizwendel 5
unmittelbar an der Lagerschicht 7 keine Probleme mehr aufwirft. Hierzu könnten beispielsweise
die Heizwendel 5 haltende Metalldrahtklammern in das Material der Lagerschicht 7 eingesteckt
werden, wobei die Nuten 8 nicht zwangsläufig erforderlich wären, jedoch ist bevorzugt,
die Heizwendel 5 in wendelförmigen Nuten 8 mittels eines hochtemperaturbeständigen
anorganischen Klebers 6 zu befestigen, wobei Kleber mit einer Temperaturbeständigkeit
bis zu 1 150°C, also völlig ausreichend, zur Verfügung stehen.
[0018] Infolge der Härtung des Materials der Lagerschicht 7 können die Auflageflächen 22
unmittelbar an der Oberseite eines Umfangsrandes 10 ausgebildet werden, der in der
veranschaulichten Weise eine Mulde in der Lagerschicht 7 zur Aufnahme der Heizwendel
5 umfangsseitig umgibt und so eine Wärmeabstrahlung zur Umfangswand 3 der Aufnahmeschale
1 hin sicher vermeidet. Zur weiteren Erhöhung der Stabilität des Materials im Bereich
der Auflagefläche 22 kann das Material im oberen Endbereich 11 des Umfangsrandes 10
zusätzlich verdichtet sein.
[0019] Die Wärmedämmplatte 2 aus der unteren Dämmschicht 9 und der oberen Lagerschicht 7
samt Nuten 8 und Umfangsrand 10 mit Auflagefläche 22 kann als einstückiges Preßteil
hergestellt werden. Hierzu wird zunächst das pulverförmige Material einer der Schichten
7 oder 9 in eine Pressenform eingegeben und zur Druckfixierung vorgepreßt, wobei der
Druck unter 25 bar liegen sollte und ein Druck von 15 bis 20 bar bevorzugt ist; mit
einem Druck von 18 bar wurden gute Ergebnisse erzielt. Sodann wird das Material der
anderen Schicht 9 oder 7 zugefügt und der Rohling für die gesamte Wärmedämmplatte
2 in einem Zuge unter einem höheren Druck von mehr als 25 bar fertiggepreßt, insbesondere
bei einem Druck zwischen 25 und 40 bar; mit einem Druck von 30 bar hierfür wurden
gute Ergebnisse erzielt. Bevorzugt wird zunächst die Lagerschicht 7 in umgekehrter
Stellung vorgepreßt und verbleibt für das Fertigpressen in dieser Lage.
[0020] Um die Verdichtung des Endbereiches 11 des Umfangsrandes 10 zu erzielen, wird im
Zuge der Nachpressung mit einem geeigneten Randstempel, der auf die Auflagefläche
22 wirkt, nachverdichtet, so daß ein zusätzlicher Arbeitsgang hierfür nicht erforderlich
ist.
[0021] Zweckmäßig wird der Rohling für die Wärmedämmplatte 2 in gegenüber der Betriebsstellung
umgedrehter Stellung gepreßt, da dann eine leichtere Füllung des reliefartigen Bodens
der Pressenkammer möglich ist, welcher dem Negativ der Lagermulde der Lagerschicht
7 für die Heizwicklung 5 entspricht. Der Randstempel für die Nachverdichtung drückt
dann von unten gegen die Auflagefläche 22 am Rohling.
[0022] Nach entsprechender Wärmeeinwirkung durch Wärmestrahlung oder in einem üblichen Ofen
bei etwa 700° für 20 bis 30 Minuten kann die fertige Wärmedämmplatte 2 entnommen werden.
Zur Montage braucht lediglich der Kleber 6 in die Nuten 8 eingebracht und die Heizwendel
5 eingesetzt werden, wonach die Wärmedämmplatte 2 mit der Heizwendel in die Aufnahmeschale
eingesetzt werden kann. Der die Wärmedämmplatte 2 bildende Formkörper besitzt durch
die Härtung der Lagerschicht 7 ausreichende Stabilität, wobei die anfälligere freie
Kante der Dämmschicht 9 durch die der Rundung zwischen der Umfangswand 2 und dem Boden
4 der Aufnahmeschale 1 entsprechende Rundung bruchgeschützt ist. Daher kann die Wärmedämmplatte
2 ohne große Beschädigungsgefahr versandt und montiert werden, und ist natürlich selbständig
handelbar. Für das Material der Lagerschicht 7 bzw. der Dämmschicht 9 sind nachstehend
noch zwei konkrete Beispiele zur Veranschaulichung angegeben.
Beispiel 1
[0023] Material für die Lagerschicht 7:
58,4 % pyrogene Kieselsäure
20,0 % Ilmenit
8,1 % Al2O3
11,0 % Aluminiumsilikatfaser
2,5 % Härter.
Material für die Dämmschicht 9:
59,6 % pyrogene Kieselsäure
34,8 % Ilmenit
5,6 % Aluminiumsilikatfaser.
Beispiel 2
[0024] Material für die Lagerschicht 7:
29,2 % pyrogene Kieselsäure
29,2 % pyrogenes Aluminiumoxid
20,0 % Ilmenit
8,1 % Al2O3
11,0 % Aluminiumsilikatfaser
2,5 % Härter.
Material für die Dämmschicht 9 wie Beispiel 1. Die Prozent-Angaben beziehen sich auf
Gewichtsprozente in der Rohstoffmischung.
1. Vorrichtung zur wärmedämmenden Lagerung einer elektrischen Heizwendel, insbesondere
für eine strahlungsbeheizte Kochplatte, mit einer Aufnahmeschale (1) für zwischen
der Heizwendel (5) und dem Boden, (4) der Aufnahmeschale (1) angeordnetes Warmedämmaterial,
welches eine bodenseitiger hochwirksame Dämmschicht (9) aus feinporigem pyrogenem
Kieselsäureaerogel, insbesondere mit Mineralfaserverstärkung und/ oder Trübun g-szmittel,
sowie eine zwischen der Heizwendel (5) und der Dämmschicht (9) angeordnete Lagerschicht
(7) für die Heizwendel aufweist, welche von anderer Konsistenz als die Dämmschicht
(9) ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschicht aus in der Flammenpyrolyse hergestelltem,
mikroporösem, teilchenförmigem Isoliermaterial besteht, wobei das Isoliermaterial
mit einem anorganischen Bindemittel gehärtet ist und vorzugsweise noch eine Mineralfaserverstärkung
und/oder Trübungsmittel aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermaterial der
Lagerschicht (7) pyrogenes Aluminiumoxid aufweist oder ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermaterial
der Lagerschicht (7) mit hochtemperaturbeständigen Materialien wie insbesondere Manganoxid,
Titanoxid oder Zirkonoxid angereichert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite
der Lagerschicht (7) wendelförmige Nuten (8) zur Aufnahme der Heizwendel (5) aufweist,
in denen die Heizwendel (5) mittels eines hochtemperaturbeständigen anorganischen
Klebers (6) gehalten ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschicht
(7) einen über die Ebene der Heizwendel (5) hinausragenden einstückigen Umfangsrand
(10) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsrand (10) an
seiner Oberseite unmittelbar eine Auflagefläche (22) für die übliche Glaskeramikabdeckung
od. dgl. der Kochplatte bildet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsrand
(10) in seinem oberen Endbereich (11) zusätzlich verdichtet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wärmedämmaterial in Form einer separaten zweischichtigen Wärmedämmplatte (2) vorliegt.
9. Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Material der einen Schicht der Wärmedämmplatte (2) vorgepreßt und die so vorgepreßte
Schicht mit dem Materiai der anderen Schicht unter gegenüber dem Vorpressen höheren
Druck fertiggepreßt wird, und daß die Lagerschicht des gepreßten Rohlings durch Wärmeeinwirkung
gehärtet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgepreßte Schicht
die Lagerschicht ist.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorpressen
unter einem Druck von weniger als 25 bar, vorzugsweise bei 15 bis 20 bar, insbesondere
etwa 18 bar, und das Fertigpressen unter einem Druck von mehr als 25 bar, vorzugsweise
bei 25 bis 40 bar, insbesondere bei etwa 30 bar erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsrand
im Zuge des Fertigpressens mit erhöhtem Druck nachgepreßt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschicht
beim Fertigpressen unterhalb der Dämmschicht angeordnet ist.
14. Verfahren nach den Ansprüchen 10 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschicht
mit nach unten weisender Lagermulde und nach unten weisendem Umfangsrand vorgepreßt,
sodann das Material für die Dämmschicht eingebracht und dieses gegen die Oberseite
der umgekehrt angeordneten Dämmschicht fertiggepreßt wird.
1. Device for the heat-insulating bedding of an electrical heating spiral, especially
for a radiation-heated cooking plate, with a tray (1) for heat-insulating material
arranged between the heating spiral (5) and the bottom (4) of the tray (1), which
material comprises, on the bottom side, a highly effective insulating layer (9) of
finely porous pyrogenic silica aerogel, in particular with mineral fibre reinforcement
and/or opacifiers, and a bedding layer (7) for the heating spiral located between
the heating spiral (5) and the insulating layer (9), which bedding layer is of different
consistency from the insulating layer (9), characterised in that the bedding layer
consists of microporous, particulate insulating material produced by flame pyrolysis,
the insulating material being hardened by an inorganic binder and preferably also
has a mineral fibre reinforcement and/or opacifiers.
2. Device according to Claim 1, characterised in that the insulating material of the
bedding layer (7) contains or consists of pyrogenic aluminium oxide.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterised in that the insulating material
of the bedding layer (7) is enriched with highly heat-resistant materials such as
in particular manganese oxide, titanium oxide or zirconium oxide.
4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the upper face
of the bedding layer (7) has spiral grooves (8) for receiving the heating spiral (5),
in which grooves the heating spiral (5) is held by means of a highly heat-resistant
inorganic adhesive (6).
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the bedding layer
(7) has an integral peripheral rim (10) projecting beyond the plane of the heating
spiral (5).
6. Device according to Claim 5, characterised in that the peripheral rim (10) directly
forms, on its upper face, a supporting surface (22) for the conventional vitreous
ceramic covering or the like, of the cooking plate.
7. Device according to Claim 5 or 6, characterised in that the peripheral rim (10)
is additionally densified in its upper end zone (11).
8. Device according to one of the preceding Claims, characterised in that the heat-insulating
material is present in the form of a separate two- layer heat-insulating plate (2).
9. Method for the production of a device according to Claim 8, characterised in that
the material of one layer of the heat-insulating plate (2) is pre-compressed and the
layer pre-compressed in this way is finally compressed with the material of the other
layer under a higher pressure with respect to the precompressing and that the bedding
layer of the pressed blank is hardened by the action of heat.
10. Method according to Claim 9, characterised in that the pre-compressed layer is
the bedding layer.
11. Method according to Claim 9 or 10, characterised in that the pre-compression takes
place at a pressure of less than 25 bars, preferably at 15 to 20 bars, in particular
at approximately 18 bars and the final compression takes place at a pressure of more
than 25 bars, preferably at 25 to 40 bars, in particular at approximately 30 bars.
12. Method according to one of Claims 9 to 11, characterised in that the peripheral
rim is subsequently compressed at increased pressure in the course of the final compression.
13. Method according to one of Claims 9 to 12, characterised in that at the time of
final compressing, the bedding layer is located below the insulating layer.
14. Method according to Claims 10 and 13, characterised in that the bedding layer
is pre-compressed with a bedding trough pointing downwards and a peripheral rim pointing
downwards, then the material for the insulating layer is introduced and this is finally
compressed against the upper side of the inverted insulating layer.
1. Dispositif de support calorifuge d'un filament chauffant électrique, en particulier
pour une plaque de cuisson chauffée par rayonnement, avec une coque (1) de logement
du matériau calorifuge disposé entre le filament chauffant (5) et la base (4) de la
coque (1), et comportant du côté de la base une couche isolante (9) très efficace
en aérogel de silice microporeux, avec en particulier un renforcement par fibre minérale
et/ou des agents opacifiants, ainsi que, entre le filament chauffant (5) et la couche
isolante (9), une couche support (7) du filament chauffant (5), de consistance différente
de celle de la couche isolante (9), caractérisé en ce que la couche support est constituée
d'un matériau isolant particulaire, microporeux, produit par pyrolyse ignée, ce matériau
étant durci par un liant minéral et présentant en plus, de préférence, un renforcement
par fibre minérale et/ou des agents opacifiants.
2. Dispositif selon revendication 1, caractérisé en ce que le matériau isolant de
la couche support (7) contient ou est de l'alumine pyrogène.
3. Dispositif selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le matériau
isolant de la couche support (7) est enrichi par des matériaux résistant à haute température,
tels en particulier qu'oxyde de manganèse, oxyde de titane ou zircone.
4. Dispositif selon une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la face supérieure de la couche support (7) présente des gorges hélicoïdales (8) pour
le logement du filament chauffant (5), qui est fixé dans lesdites gorges au moyen
d'une colle minérale (6) résistant à haute température.
5. Dispositif selon une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
la couche support (7) présente un bord circonférentiel (10) monobloc, en saillie sur
le plan du filament chauffant (5).
6. Dispositif selon revendication 5, caractérisé en ce que la face supérieure du bord
circonférentiel (10) constitue directement une face d'appui (22) pour le revêtement
vitrocéramique classique ou autre de la plaque de cuisson.
i. Dispositif selon une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que la zone d'extrémité
supérieure (11) du bord circonférentiel (10) est en outre densifiée.
8. Dispositif selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau
calorifuge se présente sous la forme d'une plaque calorifuge (2) séparée, comportant
deux couches.
9. Procédé de production d'un dispositif selon revendication 8, caractérisé en ce
que le matériau d'une couche de la plaque calorifuge (2) est précomprimé; la couche
ainsi précomprimée est soumise avec le matériau de la seconde couche à la compression
finale sous une pression supérieure à celle de précompression; et la couche support
de l'ébauche comprimée est durcie thermiquement.
10. Procédé selon revendication 9, caractérisé en ce que la couche précomprimée est
la couche support.
11. Procédé selon une des revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que la précompression
s'effectue sous une pression inférieure à 25 bars, et de préférence comprise entre
15 et 20 bars, et notamment d'environ 18 bars, et la compression finale sous une pression
supérieure à 25 bars, de préférence comprise entre 25 et 40 bars, et notamment d'environ
30 bars.
12. Procédé selon une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que
le rebord circonférentiel est recomprimé sous pression plus élevée pendant la compression
finale.
13. Procédé selon une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que
la couche support est disposée au-dessous de la couche isolante pendant le pressage
final.
14. Procédé selon revendications 10 et 13, caractérisé en ce que la couche support
est précomprimée avec l'auge de logement et le rebord circonférentiel dirigés vers
le bas; le matériau de la couche isolante est ensuite introduit, puis comprimé contre
la face supérieure de la couche isolante inversée.
