[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Vorrichtungen zur Durchführung eines Verfahrens
zur energiesparenden Gewinnung von Nutzwärme aus der Umgebung oder aus Abfallwärme
unter Verwendung einer reversiblen chemischen Reaktion.
[0002] Es sind bereits eine Reihe von Wärmepumpen bekannt, welche nach dem Kompressions-
bzw. Absorptionsprinzip arbeiten. Hierbei werden leicht verdampfbare Flüssigkeiten
mit niederem Dampfdruck wie Halogenkohlenwasserstoffe oder Ammoniak mechanisch oder
thermisch bis zur einsetzenden Verflüssigung komprimiert, wobei als Heizenergie bzw.
Nutzwärme die Kondensationswärme der jeweiligen Arbeitsstoffe erhalten wird. Die Nutzwärme
besteht aus der Verdampfungsenthalpie, welche durch Umweltenergie bestritten wird
und der Kompressionswärme, welche aus dem mechanischen oder thermischen Antrieb stammt.
Es finden somit lediglich Aggregatszustandsänderungen statt, chemische Veränderungen
werden bewußt vermieden.
[0003] Die Leistungszahlen, d.h. das Verhältnis von abgegebener Nutzwärme zu aufgewendeter
Hilfsenergie, liegen bei elektrisch betriebenen Kompressionswärmepumpen zwischen 2
bis 4. Bei Absorptionswärmepumpen, welche grundsätzlich mit fossiler Energie betrieben
werden, ist diese Zahl ca. 1,3. Im Vergleich hierzu verfügt ein ÖI-oder Gasheizkessel
über eine Leistungszahl von ca. 0,8.
[0004] Durch die generelle Energieverknappung sind in der letzten Zeit auch thermochemische
Wärmepumpen interessant geworden, bei denen man die Aufnahme oder Abgabe von Energie
bei einer reversiblen chemischen Reaktion auszunutzen versucht. Der Vorteil thermochemischer
Wärmepumpen gegenüber den bisher benutzten Wärmepumpen besteht darin, daß für die
Aufrechterhaltung der Enthalpie einer chemischen Reaktion im allgemeinen weit geringere
Mengen Hilfsenergie benötigt werden als für reine Kompressions- und/oder Kondensationsprozesse.
Theoretisch bedeutet dies, daß thermochemische Wärmepumpen zu höheren Leistungszahlen
fähig sein sollten als die bekannten auf rein physikalischer Basis arbeitenden Wärmepumpen.
Als reversible chemische Reaktionen sind bisher insbesondere die Erdalkalichloridhydrate
bzw. Ammoniakate untersucht worden. Diese Systeme erschienen insbesondere interessant
im Zusammenhang mit der Speicherung von Wärme, beispielsweise von Solarenergie; vgl.
DE-A 27 58 727 und DE-A 28 10 360. Diese Systeme haben praktisch noch keine Bedeutung
erlangt, da eine Reihe von Forderungen erfüllt werden müssen, die von diesen chemichen
Systemen nicht oder nur unvollständig erfüllt werden:
1. Volle Reversibilität der chemischen Reaktion, was gleichbedeutend mit hoher Zykluslebensdauer
der Arbeitsstoffe ist.
2. Möglichst hohe Reaktionsenthalpie, verbunden mit der Zusatzforderung, daß der energieaufnehmende
Prozeß bei möglichst tiefer Temperatur abläuft (Nutzung von Umweltenergie nicdriger
Energiestufe) und der energieliefernde Prozeß Wärmeenergie auf einem Temperaturniveau
liefert, welches ausreicht, um zumindest Gebäudcheizungen betreiben zu können.
3. Der reaktionskinetische Ablauf muß den gestellten Anforderungen voll genügen; d.h.
das System darf nicht zu langsam arbeiten.
4. Gute Wärmeleitfähigkeit der Arbeitsstoffe, um den Wärmeaustauschprozeß möglichst
wenig zu behindern.
5. Ungiftigkeit der Arbeitsstoffe, um bei etwaigen Leckagen des an sich voll verkapselten
Wärmepumpensystems keine gesundheitlichen Gefahren heraufzubeschwören.
6. Vertretbarer Preis der Arbeitsstoffe.
[0005] Die Erdalkalichloridhydrate dissozieren und verdampfen nicht mehr stark genug bei
Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. Sie können somit nur unter Zuhilfenahme
von Wärme aus dem Erdreich, aus laufenden Gewässern oder Grundwasser betrieben werden,
was den Anwendungsbereich erheblich einschränkt. Jedenfalls kann die für jedermann
verfügbare Umgebungsluft nicht als Energieträger unterhalbdes Gefrierpunktes eingesetzt
werden.
[0006] Weiterhin ist die Wärmeleitfähigkeit der bisher vorgeschlagenen Arbeitsstoffe gering,
so daß sich erhebliche Probleme bei den Wärmeaustauschprozessen ergeben. Zumindest
braucht man bei den bisher vorgeschlagenen Arbeitsstoffen sehr große Wärmeaustauschflächen,
was zu unerwünscht großvolumigen Aggregaten führt.
[0007] Weitere erhebliche Schwierigkeiten ergeben sich aus dem Stoff- und Energietransport.
So verlangsamt sich die Geschwindigkeit der Reaktion in dem Maße, wie wasser- bzw.
ammoniakfreie Salze sich mit Schichten von Salzhydrat bzw. Ammoniakat umhüllen. Auch
aus diesem Grunde ist eine großflächige Verteilung der Arbeitsstoffe unvermeidbar.
[0008] In den letzten Jahren sind einige Metallhydride näher untersucht worden, um sie ggf.
für die Gewinnung und Speicherung von Wasserstoff zu verwenden, welcher als Alternativenergie
sowohl für Motoren als auch für Heizungen prinzipiell infrage kommt. Die Hydridbildung
bzw. Hydridspaltung ist mit einer erheblichen Enthalpieänderung verbunden, was bei
den geplanten Verwendungszwecken dieser Metallhydride zu erheblichen Schwierigkeiten
und Nachteilen führt. Bei den Versuchsfahrzeugen ist daher bereits vorgeschlagen worden,
die Abwärme des Motors und der Auspuffgase zur Erwärmung der Hydridspeicher zu verwenden.
In den Sommermonaten kann durch Wärmeaustausch mit dem Hydridspeicher unmittelbar
klimatisiert werden. Große Schwierigkeiten bestehen hingegen bei der Startphase, da
auch bei niedrigen Temperaturen ein ausreichender Wasserstoffdruck vorhanden sein
muß, um den Motor zu starten und die Zeitspanne zu überbrücken, bis die Abgase warm
genug sind, um für die Heizung des Hydridspeichers eingesetzt zu werden. Es ist deshalb
auch schon ein kombiniertes Wasserstoffspeichersystem vorgeschlagen worden, bei dem
Betankung des Fahrzeuges und Heizung des Hauses miteinander verbunden sind und dabei
die frei werdenden Energiemengen der Hydridbildung sinnvoll verwertet werden; vgl.
H. Buchner, Das Wasserstoff-Hydrid-Energiekonzept, Chemie Technik 7 (1978), Seite
371 bis 377. Demnach können etwa 30 % des Wärmegehaltes von Wasserstoff bei Raumtemperatur
durch Hydridbildung in Nutzwärme höherer Temperatur verwandelt werden. Es wird daher
empfohlen, stets Wasserstoffgewinnung und Wärmewiedergewinnung bei diesen Verfahren
miteinander zu koppeln.
[0009] In Umkehrung dieses Konzepts ist auch vorgeschlagen worden, Solarwärme zur Hausklimatisierung
mit Hilfe von Metallhydriden zu speichern. Als Primärenergiequelle ist ein Flachsolarkollektor
mit rund 100°C angenommen, als Hilfswärmebad die Erde auf einem Temperaturniveau von
rund 10°C, als Wärmespeicher und Wärmetransformation dienen zwei Metallhydridspeicher
mit CaNi
s- und Fe
o,
5Ti
Q,
5-Pulver, zwischen denen Wasserstoffgas durch Offnen eines Ventils ausgetauscht werden
kann. Wärmeaustauscher koppeln die beiden Hydridbehälter außerdem an die Primärenergiequelle,
an das Hilfswärmebad oder an den Verbraucher, ein Haus; vgl. H. Wenzl, Wasserstoff
in Metallen: Herausragende Eigenschaften und Beispiele für deren Nutzung, Kernforschungsanlage
Jülich GmbH, Januar 1980, Seite 66, 67 sowie Figur 13. Eine Überschlagsrechnung zeigt
jedoch, daß dieses Konzept keine Aussicht auf Realisierung hat, da die Hydridspeicher
viel zu groß dimensioniert sein müßten, um in rentablen Dimensionen für die Speicherung
von Solarenergie dienen zu können.
[0010] Aus der DE-A-28 08 876 ist bekannt, die Wärmetönung bei der Bildung und den Zerfall
von Metallhydriden auszunutzen, beispielsweise mit Hilfe üblicher Wärmepumpen. Da
übliche Wärmepumpen eine Reihe von Verschleißteilen aufweisen und obendrein für eine
Vorrichtung der dort beschriebenen Art eine relativ aufwendige Regel- und Steuervorrichtung
notwendig ist, ist dieses Verfahren praktisch nicht zur Anwendung gekommen.
[0011] Aus der FR-A-691 648 ist ein System miteinander verbundener Rohre bekannt, die mit
einem Wärmetransportmittel gefüllt sind. Es handelt sich dabei weder um die Verwendung
von Metallhydriden noch um die Verwendung von Wärmerohren (heat pipes), da diese damals
noch nicht einmal erfunden waren.
[0012] Aus der US-A-4,044,819 ist ein System zur Übertragung von thermischer Energie bekannt
unter Verwendung von Metallhydriden, bei welchem Sonnenkollektoren, Wärmetanks, Wärmeaustauscher
und Energiequellen durch Verbrennung fossiler Rohstoffe miteinander kombiniert sind.
Hierbei ist auch die Verwendung von zwei verschiedenen Metallhydriden beschrieben,
die bei verschiedenen Temperaturen zerfallen. Die Verwendung von Wärmerohren (heat
pipes) ist hierin nicht erwähnt. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, Vorrichtungen
zur Durchführung eines Verfahrens zur energiesparenden Gewinnung von Nutzwärme aus
der Umgebung oder aus Abfallwärme unter Verwendung einer reversiblen chemischen Reaktion,
nämlich der Bildung und des Zerfalls von Metallhydriden, in miteinander durch Leitungen
verbundenen ersten und zweiten Behältern zu entwickeln, wobei diese Behälter etwa
zur Hälfte mit einem Metallhydrid und die andere Hälfte mit dem hydridbildenden Metall
bzw. der hydridbildenden Legierung gefüllt sind. Die Behälter werden durch Druckveränderänderung
abwechselnd miteinander mit Wasserstoff be- und entladen und die freiwerdende Energie
der Kompression und der Hydridbildung durch Wärmeaustausch als Nutzwärme abgeführt
und verbrauchte Wärme der Entspannung und der Wasserstoffabgabe des Hydrids durch
Wärmeaustausch mit der Umgebung oder mit Abfallwärme ersetzt. Die Behälter sind etwa
gleich groß und sind entweder mit dem gleichen Metallhydrid bzw. hydridbildenden Legierungen
gefüllt und permanent durch ein Rohrleitungssystem mit umschaltbarer Saug/Druckpumpe
miteinander verbunden, oder sie sind mit zwei verschiedenen Metallhydriden bzw. hydridbildenden
Metallen gefüllt, die sich durch unterschiedliche Wasserstoffabsorptions- bzw. Desorptionsenergie
unterscheiden (und somit bei verschiedenen Temperaturen Wasserstoff aufnehmen bzw.
wieder abgeben), wobei das Metallhydrid mit der niedrigeren Wasserstoffdesorptionsenergie
im ersten Behälter (1) und das Metallhydrid mit der höheren Wasserstoffdesorptionsenergie
im zweiten Behälter (2) vorhanden ist und die Behälter (1) und (2) durch eine Rohrleitung
(3). permanent miteinander verbunden sind. Diese Aufgabe kann erfindungsgemäß bei
Verwendung des gleichen Metallhydrids bzw. der gleichen hydridbildenden Legierung
dadurch gelöst werden, daß die Wärmeaustauscher vier Wärmerohre (heat pipes) (5, 6,
7, 8) sind, von denen ein erstes und ein zweites (7, 8) permanent mit der Zuführung
für Abfallwärme und ein drittes und viertes (5, 6) permanent mit der Abführung der
Nutzwärme verbunden sind, und das erste und das dritte (5, 7) permanent mit dem ersten
Behälter (1) und das zweite und das vierte (6, 8) permanent mit dem zweiten Behälter
(2) verbunden sind.
[0013] Wenn die Behälter (1) und (2) mit zwei verschiedenen Metallhydriden oder hydridbildenden
Metallen gefüllt sind, die sich durch unterschiedliche Wasserstoffabsorptions- bzw.
Desorptionsenergie unterscheiden, ist die Aufgabe dadurch lösbar, daß die Wärmeaustauscher
vier Wärmerohre (5, 6,7,8) sind, von denen ein erstes (7) permanent mit der Zuführung
für Abfallwärme und mit dem ersten Behälter (1), ein zweites (5) permanent mit der
Abführung der Nutzwärme und mit dem ersten Behälter (1) verbunden ist, ein drittes
(6) abschaltbar mit der Abführung der Nutzwärme und dem zweiten Behälter (2), und
ein viertes (8) abschaltbar mit der Zuführung für Wärme aus der Verbrennung fossiler
Brennstoffe und dem zweiten Behälter (2) verbunden ist.
[0014] Die Metallhydride teilt man aufgrund ihrer Eigenschaft, bei niederen oder höheren
Temperaturen zu zerfallen, in die Niedertemperaturhydride und Hochtemperaturhydride
ein. Insbesondere wenn es um die Heizung von Häusern mit der Wärme der Umgebung geht,
kommen eigentlich nur die Niedertemperaturhydride infrage. Soll hingegen Abfallwärme
aus Kraftwerken oder Industrieanlagen verwertet werden, bieten sich die Hochtemperaturhydride
an. Für die Beheizung von Wohnhäusern eignet sich insbesondere das Eisentitanhydrid.
Dieses Hydrid kann im Bereich -20 bis +70° C rasch gebildet und wieder gespalten werden,
wobei der Druckbereich von 0,1 bis 12 bar völlig ausreicht, Bildung und Spaltung zu
steuern. Die hohe Geschwindigkeit der Reaktion, die hohe metallische Wärmeleitfähigkeit
der Metallhydride und die lange Zykluslebensdauer Metall/Metallhydrid, die hohe Energiedichte
ermöglichen den Einsatz dieses Metallhydrids, sofern es gelingt, das System hermetisch
abzuschließen und insbesondere den Zutritt von Sauerstoff zu vermeiden. Wesentlich
entschärft wird dieses Problem, wenn man den Wärmepumpenprozeß nach dem Absorptionsprinzip
durchführt und somit auf eine leckempfindliche Saug/ Druckpumpe verzichten kann. Auch
ist der Preis dieser Legierung bei Abnahme von Großmengen bereits auf DM 10,-/kg gesunken,
so daß die Investitionskosten für eine Haushaltsheizung auf Basis dieses Metallhydrids
im Vergleich zu herkömmlichen Wärmepumpen wesentlich niedriger liegen können.
[0015] Ein weiterer Vorteil der Metallhydride ist, daß sie sich als ausgesprechen gefahrlos
und ungiftig erwiesen haben, so daß keine aufwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen
werden müssen. Für eine Hausheizung beispielsweise dürfte es völlig genügen, das System
mit einem Sicherheitsventil und einer nach außen führenden Leitung zu verbinden, so
daß beispielsweise im Falle des Brandes und damit verbundenen Überhitzung des Systems
der Wasserstoff gefahrlos nach außen abgeblasen werden kann, wo er sich aufgrund der
niedrigen spezifischen Dichte sofort nach oben in der Atmosphäre verteilt und keine
weitere Gefahrenquelle mehr darstellt.
[0016] Bei der erfindungsgemäßen Verwendung der Metallhydride sind jedoch eine Reihe anderer
Probleme zu beachten. Beispielsweise führen bereits Spuren von Sauerstoff zu einer
Inaktivierung der Metallhydride, so daß die reversible Hydridbildung schon durch geringe
Mengen von Sauerstoff erheblich beeinträchtigt wird bzw. völlig zum Erliegen kommt.
Es ist daher unbedingt erforderlich, das Gesamtsystem aus den beiden Behältern (1),
(2), das umschaltbare Rohrleitungssystem (3) und die Saug/Druckpumpe (4) hermetisch
von der Umwelt abzuschließen. D;3 die meisten Metallhydride bei erhöhten Temperaturen
mit reinem Wasserstoff reaktiviert werden können, sollte dieser Teil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung leicht ausbaubar und transportierbar sein, um ihn im Falle einer Störung
durch eintretenden Sauerstoff ersetzen und regenerieren zu können. Gegebenenfalls
könnte man das Metallhydrid auch durch - vorgeschaltete sauerstoffbindende Medien
schützen. Hierzu zählen auf Trägermaterial wie Silikagel, Chromtrioxid in Patronen
(Oxisorb, Messer Griesheim).
[0017] Um den Wärmeaustausch an den Metallhydridbehältern rasch und verlustarm durchzuführen,
sollte ein großflächiger Kontakt mit den beiden Austauschersystemen (5), (6), (7)
und (8) möglich sein. Zum anderen sollte die Masse der Ummantelung sowie der Wärmeaustauscher
klein gehalten werden, da sonst die Wärmekapazität dieser Teile unnötig groß wird
und beim Umschalten des Systems erhebliche Verzögerungen und Wärmeverluste auftreten
würden.
[0018] Eine derartige Heizung würde die folgenden Zyklen aufweisen:
a) Wasserstoff wird vom Behälter (1) zum Behälter (2) gepumpt. Aus dem Hydrid im Behälter
(1) bildet sich wieder Metall, während sich im Behälter (2) Hydrid bildet. Die freiwerdende
Wärme im Behälter (2) wird durch den Wärmeaustausch direkt als Nutzwärme abgeführt.
Sobald sich praktisch alles Hydrid im Behälter (1) ins Metall und das Metall im Behälter
(2) zum Hydrid umgewandelt hat, wird keine weitere Wärme im Behälter (2) mehr frei,
so daß das System jetzt umgeschaltet werden muß.
b) Durch das Rückpumpen des Wasserstoffs vom Behälter (2) in den Behälter (1) kehrt
sich die Reaktion der Hydridbildung um, so daß jetzt im Behälter (1) Wärme frei wird.
Selbstverständlich wird kurz nach dem Umschalten zunächst keine Nutzwärme anfallen,
da der Behälter (1) durch Wärmeaustausch mit der Umgebung maximal die Umgebungstemperatur
besitzen wird und erst durch Hydridbildung der Behälter (1) entsprechend erwärmt werden
muß, bis die Temperatur auf die gewünschte Höhe angestiegen ist. Diese Umschaltphase
wird umso länger sein, je größer die Wärmekapazität des Systems ist und je größer
die Differenz zwischen der Temperatur der Nutzwärme und der Umgebungswärme ist. Erst
wenn der Behälter (1) die Temperatur der Nutzwärme erreicht oder überstiegen hat,
sollte die Nutzwärme entnommen werden. Um die im Umschaltzeitpunkt im Behälter (2)
vorhandene Speicherwärme sinnvoll zu nutzen, sollte sie entweder dazu verwendet werden,
Brauchwarmwasser zu bereiten oder den Behälter (1) durch Wärmeaustausch mit Behälter
(2) bis zur Einstellung der Gleichgewichtstemperatur vorzuwärmen.
[0019] Die erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchfürung des Verfahren verwendet für den
Wärmeaustausch sogenannte Wärmerohre (heat pipes; vgl. P. Dunn und D.A. Reay, Heat
Pipes, Pergamon Press, 1976). Es handelt sich um hermetisch abgeschlossene Metallrohre,
welche teilweise mit einer leicht verdampfbaren Flüssigkeit gefüllt sind. Die Wärmeübertragung
erfolgt durch Verdampfen der Flüssigkeit am unteren Ende und Abgabe der Verdampfungswärme
durch Rekondensation der Flüssigkeit am oberen Ende des Rohres. Diese Wärmerohre wirken
als Dioden, da Wärme stets nur in einer Richtung übertragen werden kann, nämlich von
unten nach oben. Reicht die Wärmemenge am unteren Ende nicht mehr zur Verdampfung
der Flüssigkeit aus, kann auch kein Dampf mehr aufsteigen und oben kondensieren. Sobald
also das obere Ende wärmer ist als das untere, findet kein Wärmetransport mehr statt.
Diese Wärmerohre haben obendrein den Vorteil, daß die Wärmeleitfähigkeit um 3 Zehnerpotenzen
höher liegt als die des Kupfers.
[0020] Durch die Verwendung dieser Wärmerohre bei den erfindungsgemäßen Vorrichtungen entfällt
somit die Umschaltung der Wärmeaustauschersysteme, da die Wärmerohre die Wärme stets
nur in der einen gewünschten Richtung transportieren können. In einem solchen Fall
muß nur noch die Richtung des Wasserstoffstromes durch die Pumpe (4) umgekehrt werden.
Dies kann durch entsprechende Ventile geschehen, oder aber durch Umkehr der Pumpendrehrichtung.
Bei der Absorptionswärmepumpe erfolgt die Umkehr der Strömungsrichtung des Wasserstoffs
durch einfaches An- und Abschalten der fossilen Heizquelle nach Maßgabe der Arbeitszyklenzeit.
[0021] Während also beim Wärmeaustausch mit Luft, Wasser, frostschutzhaltigem Wasser oder
anderen Flüssigkeiten bei jeder Phasenumkehr auch die entsprechenden Wärmeaustauscher
umgeschaltet werden müssen, was einen erheblichen apparativen Aufwand und entsprechende
Steuerungsvorrichtungen zur Voraussetzung hat, kann hierauf bei Verwendung von Wärmerohren
verzichtet werden. Die Umkehr der Pumprichtung des Wasserstoffes kann bei dieser bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung durch Thermostaten oder aber sogar durch eine einfache
Zeitschaltuhr erfolgen. Die gewonnene Nutzwärme kann durch die Diodenwirkung der Wärmerohre
stets nur in der gewunschten Richtung fließen, so daß es nie zu einer phasenverkehrten
Schaltung kommen kann. Selbstverständlich kann aber auch bei Verwendung von Wärmerohren
nicht vermieden werden, daß nach dem Umschalten zunächst eine gewisse Zeit lang keine
Nutzwärme entnommen werden kann, da zunächst der abgekühlte Behälter durch Hydridbildung
und ggf. Wärmeaustausch auf die Temperatur der zu entnehmenden Nutzenergie gebracht
werden muß.
[0022] Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung wird die Druckveränderung thermisch
bewirkt. Hierdurch entfällt zwar die Saug/Druckpumpe, dafür ist es notwendig zwei
verschiedene Metallhydride zu verwenden. Die beiden Metallhydride müssen sich durch
unterschiedliche Wasserstoffabsorptions- bzw. Desorptionsenergie unterscheiden und
somit bei verschiedenen Temperaturen den Wasserstoff aufnehmen bzw. wieder abgeben.
Das Metallhydrid mit der niedrigeren Wasserstoffdesorptionsenergie ist in der Lage
Wärme der Umgebung oder Abfallwärme zu verwerten, während das zweite Metallhydrid
mit höherer Wasserstoffdesorptionsenergie mit Wärme gespeist werden muß, wie sie beispielsweise
aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe gewonnen werden kann.
[0023] Eine typische Kombination von zwei verschiedenen Metallhydriden stellt ein Titan-Eisen-Manganhydrid
und ein Titan-Zirkon-Chrom-Manganhydrid dar. Die chemische Zusammensetzung dieser
Hydride lautet TiFe
o,
8Mn
O,
2H
2 sowie Tio,gZro"CrMnH3.
[0024] Die Absorptions- bzw. Desorptionstemperaturen dieser beiden Metallhydride betragen
+ 65° C und + 121 C bzw. - 6° C und + 50° C. Hieraus läßt sich eine theoretische Systemleistungszahl
von 1,6 errechnen.
[0025] Auch diese Vorrichtung besteht ebenfalls aus zwei Behältern (1), (2), die jeweils
gefüllt sind mit etwa zur Hälfte Metallhydrid und dem hydridbildenden Metall der zwei
verschiedenen Metallhydride, ein Verbindungsrohr (3), wechselseitig umschaltbaren
Wärmeaustauschern (5), (6), für die Abführung der Nutzwärme und wechselseitig umschaltbaren
Wärmeaustauschern (7), (8) für die Zuführung der Wärme der Umgebung oder Abfallwärme
bzw. der fossilen Wärme sowie Leitung (13), (14) und umschaltbaren Absperrventilen
(11), (12).
[0026] Auch hierfür werden erfindungsgemäß Wärmerohre verwendet. Während das Wärmerohr (7)
nach wie vor mit Wärme der Umgebung oder Abfallwärme gespeist wird, wird das Wärmerohr
(8) intermittierend mit Wärme gespeist, die durch Verbrennung fossiler Brennstoffe
entstanden ist. Die zusätzliche Leitung (13), (14) und umschaltbare Absperrventile
(11), (12) sind notwendig um eine direkte Weiterleitung der fossil erzeugten Wärme
an den Nutzwärmestrom zu unterbinden. Diese würde dadurch verhindert, daß während
der Periode der Wasserstoffdesorption der Wärmeaustauscher des Wärmerohres (6) durch
bypass-Führung des Nutzwärmestromes außer Betrieb gesetzt wird. Dies erfolgt durch
entsprechende Betätigung des Absperrventils (11 ).
[0027] Während der Außerbetriebsetzung des Wärmerohres (6) kommt es zu einem Wärmestau in
dem Anteil des Nutzwärme führenden Stromes, der im Wärmeaustauscher festgehalten wird.
Dies hat die erwünschte Folge daß sich das Wärme transportierende Medium im Wärmerohr
überhitzt und fast völlig in schlecht wärmeleitenden Dampf ohne Kondensationsmöglichkeit
übergeht. Hierdurch wird der Wärmetransport zum Wärmetauscher am Kopf des Wärmerohres
stark reduziert. Prinzipiell wäre es möglich auch in die bypass-Leitung ein zweites
Absperrventil einzubauen, welches im Gegentakt die bypass-Leitung Öffnet oder schließt.
Eine solche Anordnung erfordert jedoch weiteren Steuerungsaufwand.
[0028] Ebenso ist es notwendig in die Zuleitung für fossil erzeugte Wärme zum Wärmerohr
(8) eine bypass-Leitung (14) und ein Absperrventil (12) einzubauen.
[0029] Sofern es der jeweilige Verwendungszweck der Nutzwärme erforderlich macht, diese
kontinuierlich entnehmen zu können, ist es erforderlich, entweder die Nutzwärme teilweise
in einem Wärmespeicher, beispielsweise Glaubersalzwärmespeicher, zu überführen, oder
aber zwei erfindungsgemäße Vorrichtungen parallel einzusetzen und aus ihnen die Nutzwärme
phasenverschoben zu entnehmen. Der Zyklus eines derartigen Doppelsystems würde dann
beispielsweise nach dem Rhythmus verlaufen (1), (1'). (2), (2'), (1) etc. Für die
normale Beheizung eines Hauses ist es jedoch ohne weiteres akzeptabel, daß jeweils
nach der Umschaltung für gewisse Zeit keine Nutzwärme entnommen werden kann, insbesondere
wenn diese Phasen ohne Zurverfügungstellung von Nutzwärme relativ kurz sind.
[0030] Die Dimensionierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung und die Länge der jeweiligen
Phasen hängt in erheblichem Maße von den Mengen der benötigten Nutzwärme, dem Anfall
der Umweltwärme oder Abfallwärme und den Investitionskosten ab. So wäre es bei Verwendung
der Umgebungsluft sicherlich sinnvoll, nur jeweils einen Zyklus pro Tag ablaufen zu
lassen, da dann die stets etwas wärmere Tagesluft ausgenutzt würde. Hierbei würden
aber die Investitionskosten der Anlage und der benötigten Metallhydridmengen erheblich
höher liegen. Erfindungsgemäß ist es möglich und außerordentlich vorteilhaft die Zyklen
wesentlich kürzer zu gestalten, beispielsweise in 30 Min. bis 3 Std., und dadurch
die Größe und lnvestitionssumme der Anlage erheblich zu senken. Theoretisch ist es
durchaus möglich, die Zyklen noch mehr zu verkürzen, z. B. auf 10 Minuten jedoch würde
dadurch der Investitionsaufwand proportional nicht mehr so stark absinken. Außerdem
würde sich bei noch kürzeren Zyklen bereits die Kinetik der Hydridbildung störend
bemerkbar machen.
[0031] Die Dimensionierung ergibt sich aus folgender Überschlagsrechnung: Bei einem maximalen
Wärmebedarf pro Heiztag in einem Einfamilienhaus von 100 kWatt müßte ein Reaktionsbehälter
mindestens 3000 kg Metall bzw. Metallhydrid enthalten. Bei Verkürzung der einzelnen
Phasen auf eine Std. sinkt der Hydridbedarf bereits auf 125 kg pro Behälter. Bei dem
bereits genannten Preis von etwa 10 DM pro kg sinkt somit die Investitionssumme unter
den herkömmlicher Wärmepumpen, wobei die höhere Effizienz und die problemlosere Verwendung
der Umweltwärme einen nahezu universellen Einsatz zumindest in den Breitengraden ermöglichen,
bei denen die Außentemperaturen nur selten unter -10°C absinken. Besonders vorteilhaft
lassen sich die erfindungsgemäßen Vorrichtung dort einsetzen, wo größere Mengen Abfallwärme
auf relativ niedrigem Temperaturniveau zur Verfügung stehen, beispielsweise Kühlwasser
oder Kondensate aus Elektrizitätswerken, Stahlwerken, Kokereien, chemischen Betrieben
etc. Diese Wärmemengen lassen sich relativ einfach und verlustarm über längere Entfernungen
transportieren und können an den jeweiligen Verbraucherstellen erfindungsgemäß in
Nutzwärme höherer Temperatur umgewandelt werden. Nur so ist beispielsweise denkbar,
Fernwärmeleitungen bei relativ niedrigen Temperaturen zu betreiben und nur jeweils
in den Haushalten oder an den Verbraucherstellen Wärme der gewünschten höheren Temperatur
zu entnehmen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird somit wie ein Wärmetransformator
eingesetzt. Im Gegensatz zur elektrischen Energie, die sich über weitere Entfernungen
nur dann verlustarm transportieren läßt, wenn die Spannung hoch ist, läßt sich Wärme
in einem Leitungssystem dann verlustarm transportiren, wenn die Temperaturdifferenzen
zur Umgebung gering sind.
[0032] Aus den Darlegungen geht ohne Zwang zu weiterer Differenzierung hervor, daß die erfindungsgemäßen
Wärmepumpenvarianten auch zur Kälteerzeugung genutzt werden können. Speziell die Absorptionswärmepumpe
würde sich zur solaren Kühlung eignen, da das obere Temperaturniveau für die Prozeßführung
bei Wahl entsprechender Metallhydride bereits im Bereich des Leitungsvermögens nicht
konzentrierender Solarkollektoren liegt.
[0033] In den nachfolgenden Figuren sind das Prinzip sowie bevorzugte Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtungen näher erläutert.
Figur 1 zeigt die erste Ausführungsform unter Verwendung von Wärmerohren sowohl für
die Zuführung der Umweltwärme als auch zur Abführung der Nutzwärme, bei der aufgrund
der Diodenwirkung keine Umschaltungen notwendig sind.
Figur 2 zeigt die zweite Ausführungsform unter Verwendung von Wärmerohren, bei der
die Druckveränderung thermisch erfolgt.
[0034] In allen Figuren bedeuten (1) und (2) die mit Metall bzw. Metallhydrid gefüllten
Behälter,
(3) das umschaltbare Rohrleitungssystem für Wasserstoff,
(4) die ggf. umschaltbare Pumpe für den Wasserstoff,
(5) und (6) die Wärmeaustauscher für die Nutzwärme
(7) und (8) die Wärmeaustauscher für die Umgebungswärme bzw. Abfallwärme,
(11) und (12) Absperrventile,durch die die Abnahme von Nutzwärme bzw. die Zufuhr von
fossiler Wärme intermittierend unterbrochen werden kann,
(13) und (14) bypass-Leitungen für die Abnahme von Nutzwärme bzw. die Zufuhr von fossiler
Wärme, die gegebenenfalls durch weitere nicht eingezeichnete Absperrventile im Wechselrhythmus
mit den Absperrventilen (11) und (12) geschaltet werden können.
1. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur energiesparenden Gewinnung von
Nutzwärme aus der Umgebung oder aus Abfallwärme unter Verwendung einer reversiblen
chemischen Reaktion der Bildung und des Zerfalls von Metallhydriden in miteinander
durch Leitungen verbundenen ersten und zweiten Behältern, welche etwa zur Hälfte mit
einem Metallhydrid und die andere Hälfte mit dem hydridbildenden Metall bzw. der hydridbildenden
Legierung gefüllt sind, wobei man die Behälter durch Druckveränderung abwechselnd
nacheinander mit Wasserstoff be- und entlädt und die frei werdende Wärme der Kompression
und der Hydridbildung durch Wärmeaustausch als Nutzwärme abführt und verbrauchte Wärme
der Entspannung und der Wasserstoffabgabe des Hydrids durch Wärmeaustausch mit der
Umgebung oder mit Abfallwärme ersetzt,und wobei die Behälter (1 und 2) etwa gleich
groß sind, mit dem gleichen Metallhydrid bzw. hydridbildenden Legierung gefüllt sind
und permanent durch ein Rohrleitungssystem (3) mit umschaltbarer Saug/Druckpumpe (4)
miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeaustauscher vier
Wärmerohre (heat pipes) (5, 6, 7, 8) sind, von denen ein erstes und ein zweites (7,
8) permanent mit der Zuführung für Abfallwärme und ein drittes und viertes (5, 6)
permanent mit der Abführung der Nutzwärme verbunden sind, und das erste und das dritte
(5, 7) permanent mit dem ersten Behälter (1) und das zweite und das vierte (6, 8)
permanent mit dem zweiten Behälter (2) verbunden sind.
2. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur energiesparenden Gewinnung von
Nutzwärme aus der Umgebung oder aus Abfallwärme unter Verwendung einer reversiblen
chemischen Reaktion der Bildung und des Zerfalls von Metallhydriden in miteinander
durch Leitungen verbundenen ersten und zweiten Behältern, welche etwa zur Hälfte mit
einem Metallhydrid und die andere Hälfte mit dem hydridbildenden Metall bzw. der hydridbildenden
Legierung gefüllt sind, wobei man die Behälter durch Druckveränderung abwechselnd
nacheinander mit Wasserstoff be- und entlädt und die frei werdende Wärme der Kompression
und der Hydridbildung durch Wärmeaustausch als Nutzwärme abführt und verbrauchte Wärme
der Entspannung und der Wasserstoffabgabe des Hydrids durch Wärmeaustausch mit der
Umgebung oder mit Abfallwärme ersetzt, wobei die Behälter (1 und 2) etwa gleich groß
und mit zwei verschiedenen Metallhydriden bzw. hydridbildenden Metallen gefüllt sind,
die sich durch unterschiedliche Wasserstoffabsorptions- bzw. Desorptionsenergie unterscheiden
(und somit bei verschiedenen Temperaturen Wasserstoff aufnehmen bzw. wieder abgeben),
wobei das Metallhydrid mit der niedrigen Wasserstoffdesorptionsenergie im ersten Behälter
(1) und das Metallhydrid mit der höheren Wasserstoffdesorptionsenergie im zweiten
Behälter (2) vorhanden ist, die Behälter (1 und (2) durch eine Rohrleitung (3) permanent
miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeaustauscher vier
Wärmerohre (5, 6, 7, 8) sind, von denen ein erstes (7) permanent mit der Zuführung
für Abfallwärme und mit dem ersten Behälter (1), ein zweites (5) permanent mit der
Abführung der Nutzwärme und mit dem ersten Behälter (1) verbunden ist, ein drittes
(6) abschaltbar mit der Abführung der Nutzwärme und dem zweiten Behälter (2), und
ein viertes (8) abschaltbar mit der Zuführung für Wärme aus der Verbrennung fossiler
Brennstoffe und dem zweiten Behälter (2) verbunden ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei nahezu gleich
große Systeme nebeneinander phasenverschoben zur Abfühurng der Nutzwärme geschaltet
sind.
1. Dispositif pour la mise en oeuvre d'un procédé pour récupérer, d'une manière économisant
l'énergie, une chaleur utile à partir de l'environnement ou d'une chaleur perdue,
moyennant l'utilisation d'une réaction chimique réversible de formation et de dissociation
d'hydrures métalliques dans un premier et un second récipients reliés entre eux par
des canalisations et remplis pour moitié environ par un hydrure métallique et pour
moitié par le métal formant l'hydrure ou l'alliage formant l'hydrure, et dans lequel
on charge et on décharge successivement et de façon alternée les récipients avec de
l'hydrogène, par modification de la pression, et on évacue la chaleur libérée produite
par la compression et la formation de l'hydrure, en tant que chaleur utile, au moyen
d'un échange thermique, et on remplace la chaleur consommée lors de la détente et
lors du dégagement de l'hydrogène de l'hydrure, par échange thermique avec l'environnement
ou avec une chaleur perdue,et dans lequel les récipients (1 et 2) possèdent des tailles
à peu prés identiques, sont remplis par le même hydrure métallique ou par le même
alliage formant l'hydrure et sont reliés entre eux de façon permanente par un système
de canalisations tubulaires (3) comportant une pompe aspirante/refoulante (4) commutable,
caractérisé en ce que les échangeurs de chaleur sont quatre tubes échangeurs de chaleur
(heat pipes) (5, 6, 7, 8), dont un premier et un second (7, 8) sont reliés de façon
permanente au système d'amenée de la chaleur perdue et un troisième et un quatrième
(5, 6) sont reliés de façon permanente au système d'évacuation de la chaleur utile,
et que le premier et le troisième tubes (5, 7) sont reliés en permanence au premier
récipient (1) et que le second et le quatrième tubes (6, 8) sont reliés en permanence
au second récipient(2).
2. Dispositif pour la mise en oeuvre d'un procédé pour récupérer, d'une manière économisant
l'énergie, une chaleur utile à partir de l'environnement ou d'une chaleur perdue,
moyennant l'utilisation d'une réaction chimique réversible de formation et de dissociation
d'hydrures métalliques dans un premier et un second récipients reliés entre eux par
des canalisations et remplis pour moitié environ par un hydrure métallique et pour
moitié par le métal formant l'hydrure ou l'alliage formant l'hydrure, et dans lequel
on charge et on décharge successivement et de façon alternée les récipients avec de
l'hydrogène, par modification de la pression, et on évacue la chaleur libérée porduite
par la compression et la formation de l'hydrure, en tant que chaleur utile, au moyen
d'un échange thermique, et on remplace la chaleur consommée lors de la détente et
lors du dégagement de l'hydrogène de l'hydrure, par échange thermique avec l'environnement
ou avec une chaleur perdue et dans lequel les récipients (1 et 2) possèdent des tailles
à peu prés identiques et sont remelis par deux hydrures métalliques différents ou
par des métaux différents produisant l'hydrure, qui se différencient par une énergie
différente d'absorption ou de désorption de l'hydrogène, (et par conséquent reçoivent
ou délivrent à nouveau de l'hydrogène à des températures différentes), l'hydrure métallique
possédant l'énergie la plus faible d'absorption de l'hydrogène étant présent dans
le premier récipient (1) et l'hydrure métallique possédant l'énergie supérieure de
désorption de l'hydrogène étant présent dans le second récipient (2), les récipients
(1) et (2) étant reliés entre eux en permanence par l'intermédiaire d'une canalisation
tubulaire (3), caractérisé en ce que les échangeurs de chaleur sont quatre tubes échangeurs
de chaleur (5,6,7,8), dont un premier (7) est relié de façon permanente au système
d'amenée de la chaleur perdue et au premier récipient (1), et dont un second (5) est
relié de façon permanente au système d'évacuation de la chaleur utile et au premier
récipient (1), et dont un troisième (6) est relié d'une manière pouvant être déconnectée,
au système d'évacuation de la chaleur utile et au second récipient (2), et dont un
quatrième (8) est relié, de façon à pouvoir être déconnecté, au système d'amenée de
la chaleur provenant de la combustion de combustibles fossiles et au second récipient
(2).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que deux systèmes possédant
des tailles presque identiques sont branchés côte- à-côte en étant déphasés pour l'évacuation
de la chaleur utile.
1. An apparatus for carrying out a process for the energy-saving recovery of useful
heat from the environment or from waste heat with utilization of a reversible chemical
reaction of forming and decomposing metal hydrides in first and second reservoirs
which are connected with each other by lines and about one half of which is filled
with a metal hydride while the other half is filled with the hydride-forming metal
or the hydride-forming alloy, said reservoirs being alternatingly and successively
charged and discharged with hydrogen by pressure variation, and the liberated heat
of the compression and the hydride formation being removed as useful heat by heat
exchange and consumed heat of expansion and of the hydrogen evolution of the hydride
being replaced by heat exchange with the environment or with waste heat; the reservoirs
(1 and 2) having about the same size, being filled with the same metal hydride or
hydride-forming alloy and being permanently connected with each other by a piping
system (3) with a reversible suction/pressure pump (4), characterized in that the
heat exchangers are four heat pipes (5, 6, 7, 8), a first and a second (7, 8) of which
are permanently connected with the supply for waste heat and a third and fourth (5,
6) of which is permanently connected with the removal of the useful heat, and the
first and the third (5, 7) of which are permanently connected with the first reservoir
(1) and the second and the fourth (6, 8) of which are permanently connected with the
second reservoir (2).
2. Apparatus for carrying out a process for the energy-saving recovery of useful heat
from the environment or from waste heat with utilization of a reversible chemical
reaction of forming and decomposing metal hydrides in first and second reservoirs
connected by pipes and about one half of which is filled with a metal hydride while
the other half is filled with the hydride-forming metal or the hydride-forming alloy,
said reservoirs being alternatingly and successively charged and discharged with hydrogen
by pressure variation, and the liberated heat of the compression and the hydride formation
being removed as useful heat by heat exchange and consumed heat of expansion and of
the hydrogen evolution of the hydride being replaced by heat exchange with the environment
or with waste heat; the reservoirs (1 and 2) having about the same size and being
filled with two different metal hydrides or hydride-forming metals which differ by
different hydrogen absorption or desorption energy (and, therefore, take up or release
again hydrogen at different temperatures), the metal hydride having the lower hydrogen
desorption energy being present in the first reservoir (1) and the metal hydride having
the higher hydrogen desorption energy being present in the second reservoir (2), the
reservoirs (1 and 2) being permanently connected by a line (3), characterized in that
the heat exchangers are four heat pipes (5, 6, 7, 8), a first (7) of which is permanently
connected with the supply of waste heat and with the first reservoir (1), a second
(5) of which is permanently connected with the removal of useful heat and with the
first reservoir (1), a third (6) of which is disconnectably connected with the removal
of the useful heat and the second reservoir (2), and a fourth (8) of which is disconnectably
connected with the supply of heat from the combustion of fossil fuels and the second
reservoir (2).
3. An apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that two systems having
almost the same size are connected in parallel with phase displacement for removing
the useful heat.