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EP 0 041 255 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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09.12.1981 Patentblatt 1981/49 |
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Anmeldetag: 29.05.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: E04F 15/024 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH FR GB IT LI |
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Priorität: |
29.05.1980 DE 3020330
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Anmelder: Höllfritsch, Erich, Dipl.-Volkswirt |
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D-8501 Behringsdorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Höllfritsch, Erich, Dipl.-Volkswirt
D-8501 Behringsdorf (DE)
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Vertreter: LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH |
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Postfach 3055 90014 Nürnberg 90014 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Verfahren zur Herstellung eines Doppelbodens |
(57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren Zur Herstellung eines Doppelbodens, dessen Oberboden
aus Platten eines bestimmten Formats zusammengesetzt wird. Dabei ergab sich bisher
die Notwendigkeit, die den Rand des Oberbodens bildenden und an die Zimmerwand angrenzenden
Platten an der Baustelle auf ein Maß zuzuschneiden, das dem Zwischenraum zwischen
dem bereits verlegten Plattenverbund und der Zimmerwand entspricht. Diese Notwendigkeit
entfällt, wenn nach dem Vorschlag der Erfindung so vorgegangen wird, daß derZwischenraum
unterVerwendung einer verlorenen Schalung mit einer Masse ausgegossen wird, die nach
dem Aufbringen auf die Schalung unter Bildung einer horizontalen Oberfläche auseinanderfließt
und hiernach in diesem Zustand aushärtet.
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Doppelbodens innerhalb
eines durch Wände begrenzten Raumes, wobei der Oberboden aus vorzugsweise bereits
mit einem Nutzbelag versehenen Platten zusammengesetzt wird.
[0002] Doppelböden werden vor allem dort eingerichtet, wo sich die Zweckmäßigkeit oder sogar
die Notwendigkeit für die Schaffung eines bodenseitigen Raumes zur Unterbringung von
Installationen ergibt. Dabei stellt sich häufig die Forderung, daß dieser Raum auch
noch nach Fertigstellung der Bodenkonstruktion zugänglich bleibt, beispielsweise für
die Durchführung von Reparaturen oder von Änderungen bzw. Erweiterungen der Installationen.
Dieser Forderung kann dadurch Rechnung getragen werden, daß den Oberboden bildende
(Fertig)Platten unter Verwendung einer auf dem Unterboden bzw. der Massivdecke angeordneten
Aufständerung, die aus Stützen oder Schienen bestehen kann, so im Verband verlegt
werden, daß sie im Bedarfsfall von der Aufständerung abgehoben werden können und damit
der unter dem Oberboden liegende Raum zugänglich wird. Es versteht sich, daß ebenso
wie die Öffnung dieses Raumes auch die spätere Wiederherstellung des geschlossenen
Plattenverbandes sich mit möglichst wenig handwerklichem und zeitlichem Aufwand bewerkstelligen
lassen muß. Hierauf ist bei der Ausbildung der Oberbodenplatten in besonderem Maß
Rücksicht zu nehmen. Ein besonderes Erfordernis besteht deshalb darin, daß die Platten
sehr maßgenau hergestellt sein müssen. Dies erklärt, weshalb die Oberbodenplatten
verhältnismäßig teuer sind. Hinzu kommt, daß die Platten häufig bereits farbikmäßig
mit einem Nutzbelag versehen sind. Eine Bearbeitung solcher Platten an der Baustelle,
wie sie bisher für die Ausfüllung der aufgrund des vorgegebenen Plattenformats verbleibenden
Zwischenräume zwischen den außenliegenden (randseitigen) Platten und den Zimmerwänden
und der innerhalb der Türöffnungen liegenden Oberbodenbereiche erforderlich war, wirkt
sich wegen des damit verbundenen Plattenverschnitts stark kostenerhöhend aus. Es ist
weiterhin zu berücksichtigen, daß sich eine derartige Bearbeitung der Platten an Ort
und Stelle nur schwerlich so genau ausführen läßt, daß keine breiteren, das Gesamtbild
des Oberbodens beeinträchtigenden Fugen zwischen den Platten entstehen.
[0003] Die sich aufgrund des Standes der Technik stellende Aufgabe, nämlich ein im Vergleich
zu der bisherigen Arbeitsweise bei der Herstellung von aus Platten zusammengesetzten
Oberböden rationeller und kostengünstiger durchführbares Verfahren zur Verfügung zu
stellen, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die aufgrund des vorgegebenen Plattenformats
zwischen den außenliegenden (randseitigen) Platten und den Wänden verbleibenden Zwischenräume
sowie gegebenenfalls auch die innerhalb von Türöffnungen liegenden Oberbodenbereiche
unter Verwendung einer verlorenen Schalung mit einer Masse ausgegossen werden, die
nach dem Aufbringen auf die Schalung unter Bildung einer horizontalen Oberfläche auseinanderfließt
und hiernach in diesem Zustand aushärtet.
[0004] Bei Anwendung der Erfindung ist demnach eine nachträgliche Bearbeitung der Oberbodenplatten
an der Baustelle nicht mehr erforderlich. Es fällt deshalb auch kein Plattenverschnitt
an. Das Ausfüllen der Zwischenräume zwischen den im Verband verlegten Oberbodenplatten
und den Wänden kann im Prinzip nach dem in der DE-OS beschriebenen Verfahren erfolgen.
Die verlorene Schalung für die Aufnahme der Gießmasse kann aus Gipskartonplatten bestehen,
die im Vergleich zu den Oberbodenplatten sehr viel billiger sind und sich an der Baustelle
auch leicht auf die benötigten Größen zuschneiden lassen. Die Aufständerung für die
Oberbodenplatten kann auch für die Auflage der Schalungsplatten herangezogen werden.
[0005] Die Anordnung der Oberbodenplatten auf der Aufständerung kann so getroffen werden,
daß der im Hinblick auf das Plattenformat nicht ausfüllbare Raum die Form eines den
Plattenverband umlaufenden Frieses erhält, der dann entsprechend der Erfindungslehre
ausgegossen wird. Zweckmäßigerweise wird hierbei so vorgegangen, daß die Gießmasse
nur in einer solchen Stärke auf die Schalung aufgebracht wird, daß noch eine der Dicke
des Nutzbelages der Oberbodenplatten entsprechende Niveaudifferenz zu der Oberseite
der Oberbodenplatten verbleibt und diese Differenz nach dem Aushärten der Gießmasse
mit dem Nutzbelag ausgeglichen wird.
[0006] Da die Schalungsplatten keine tragende Funktion zu
' erfüllen brauchen, diese vielmehr von der Gießmasse übernommen wird, kann ihre Stärke
wesentlich geringer sein als die der Oberbodenplatten. Dadurch wird auch die Voraussetzung
dafür geschaffen, daß die Gießmasse in einer sich aus der zu erwartenden Belastung
des Oberbodens ergebenden Erfordernisseh entsprechenden Stärke aufgebracht werden
kann.
[0007] Bei der Ausfüllung der innerhalb der Türöffnungen liegenden Oberbodenbereiche kann
in derselben Weise verfahren werden wie bei der Ausfüllung der Zwischenräume zwischen
dem aus den Oberbodenplatten gebildeten Verband und den Wänden.
[0008] Als Gießmasse für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zweckmäßig
eine Fließestrichmasse verwendet, die beispielsweise auf der Basis eines Anhydritbinders
aufgebaut ist. Eine solche Masse ist in der DE-AS 19 66 658 beschrieben. Der Einsatz
einer solchen Masse bringt den Vorteil mit sich, daß die bei der Verarbeitung teigiger
Estrichmassen erforderlichen Arbeiten für die Nivellierung der Estrichoberseite fortfallen.
1. Verfahren zur Herstellung eines Doppelbodens innerhalb eines durch Wände begrenzten
Raumes, wobei der Oberboden aus vorzugsweise bereits mit einem Nutzbelag versehenen
Platten zusammengesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgrund des vorgegebenen
Plattenformats zwischen den außenliegenden (randseitigen) Platten und den Wänden verbleibenden
Zwischenräume sowie gegebenenfalls auch die innerhalb von Türöffnungen liegenden Oberbodenbereiche
unter Verwendung einer verlorenen Schalung mit einer Masse ausgegossen werden, die
nach dem Aufbringen auf die Schalung unter Bildung einer horizontalen Oberfläche auseinanderfließt
und hiernach in diesem Zustand aushärtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1 unter Verwendung von mit Nutzbelägen versehenen Oberbodenplatten,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gießmasse nur in einer solchen Stärke aufgebracht
wird, daß noch eine der Dicke des Nutzbelages der Oberbodenplatten entsprechende Niveaudifferenz
zu der Oberseite der Oberbodenplatten verbleibt und diese Differenz nach dem Aushärten
der Gießmasse mit dem Nutzbelag ausgeglichen wird.
