[0001] Die Erfindung betrifft einen Munitionskanal zum Zuführen der Munition zu einer um
eine Elevationsachse (E) schwenkbare Waffe (4), mit zwei Endteilen, von denen der
eine mit der Waffe (4) schwenkbar ist, mit einer Mehrzahl von zwischen den beiden
Endteilen schwenkbar angeordneten Lamellen (L
l-L
n), durch welche zug- und torsionsfedernde Elemente geführt sind.
[0002] Bei einem bekannten Munitionskanal dieser Art (GB-PS 583 410) weisen die nebeneinander
angeordneten Lamellen ineinander greifende Vorsprünge, bzw. Vertiefungen auf, über
welche die Lamellen bajonettverschlussartig aufeinandergelagert sind. Zudem sind die
Lamellen über zwei durchgehende flexible federnd angeordnete, bzw. als Feder ausgebildete
Elemente miteinander verbunden.
[0003] Nachteil dieser bekannten Anordnung ist der komplizierte Aufbau der einzelnen Lamellen.
[0004] Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, einfache,
leicht herzustellende Lamellen zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Lamellen (L
I-L
n) auf einer an den beiden Endteilen schwenkbar befestigten, zur Elevationachse koaxialen
Welle (5), schwenkbar gelagert sind, und dass die Elemente (13) im gleichen radialen
Abstand von der Welle (5) angeordnet sind.
[0006] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Munitionskanals in Seitenansicht in einer
der maximalen Elevation entsprechenden Stellung;
Fig. 2 den Munitionskanal nach Fig. 1 in Ansicht und teilweise im Schnitt;
Fig. 3 eine Lamelle des Munitionskanals im Detail;
Fig. 4 einen Teilschnitt nach Linie IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Munitionskanals, vereinfacht dargestellt,
und
Fig. 6 zwei Beispiele für Elemente zur Verbindung einzelner Lamellen des Munitionskanals.
[0007] In Fig. 1 und 2 ist ein Munitionskanal 1 dargestellt, dessen Endteile durch eine
Wand 2 einerseits und durch eine drehbar gelagerte Scheibe 3 anderseits gebildet sind.
Die Wand 2 ist in nicht näher dargestellter Weise beispielsweise mit einem Patronenmagazin
oder mit einem weiteren, zum Magazin führenden Kanalabschnitt verbunden. Die Scheibe
3 ist mit einer Waffe 4 verbunden und mit dieser um eine Elevationsachse E schwenkbar.
[0008] Koaxial zur Elevationsachse E der Waffe ist eine Welle 5 in der Wand 2 befestigt
und in der Scheibe 3 gelagert. Der Munitionskanal 1 ist durch eine Mehrzahl von Lamellen
L
I bis L gebildet, die mit ihren Oeffnungen 6 auf der Welle 5 schwenkbar gelagert sind.
Die Lamellen L
1 bis L
n, deren Form am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind jeweils mit einer Durchtrittsöffnung
7 für die Munition versehen. Auf einem gemeinsamen Radius R um die Achse der Oeffnung
6 sind drei Paar Oeffnungen 10 in den Lamellen L angefertigt, von denen je ein Paar
auf jeder Seite der Oeffnung 6 im unteren Bereich 11 der Lamelle angeordnet sind,
während sich das dritte Paar im oberen Bereich 12 der Lamelle L befindet.
[0009] Durch die einander entsprechenden Oeffnungen 10 aller
La-mellen L1bis L
n werden elastische Elemente 13 geführt, die an den Endteilen, d.h. an der Wand 2 sowie
an der schwenkbaren Scheibe 3 in nicht näher dargestellter Weise befestigt sind.
[0010] Die Durchtrittsöffnung 7 der Lamelle L ist gemäss Fig. 3 im mittleren Bereich erweitert
und mit einer axialen Führungsfläche 8 für Patronengurte versehen. Die Führungsfläche
8 sorgt dafür, dass die Patronenspitze nie die Lamellen touchiert. Die Führungsfläche
8 (Fig. 4) ist durch ein Stück Material gebildet, das eine grössere Härte aufweist
als die Patronengurte selber. Mit Vorteil wird ein Stück vom gehärteten Stahl in das
Material der Lamellen, die beispielsweise aus Kunststoff hergestellt werden, eingegossen.
[0011] Die Wand 2 ist mit einer Eintrittsöffnung 14 (Fig. l) versehen, deren Längsachse
mit Vorteil unter einem ungefähr dem mittleren Elevationswinkel entsprechenden Ausgangswinkel
zur horizontalen Ebene geneigt ist. Aus Fig. 2 ist die Stellung der ersten Lamelle
L
1 ersichtlich, deren Durchtrittsöffnung 7 praktisch dauernd unter dem gleichen Ausgangswinkel
geneigt ist wie die in Fig. 2 nicht dargestellte Eintrittsöffnung 14. Die Befestigungspunkte
für die Elemente 13 an der Wand 2 entsprechen der Anordnung der Oeffnungen 10 für
eine unter gleichem Ausgangswinkel geneigte Lamelle L.
[0012] Die Scheibe 3 ist mit einer Austrittsöffnung 15 versehen (Fig. 1), deren Form der
Durchtrittsöffnung 7 der Lamellen L entspricht. Der Verteilung der Oeffnungen 10 gegenüber
der Durchtrittsöffnung 7 einer Lamelle L entsprechend sind auch die Befestigungspunkte
für die Elemente 13 an der Scheibe 3 gegenüber der Austrittsöffnung 15 verteilt, alle
im gleichen Abstand von der Elevationsachse angeordnet.
[0013] Die Scheibe 3 ist zusammen mit der um die Elevationsachse E verschwenkbaren Waffe
4 in beiden Drehrichtungen verschwenkbar. Ueber die Elemente 13 wird die Verschwenkung
der Scheibe 3 auf die Lamellen L , L
n-1 .... bis
L1 übertragen, wobei die Durchtrittsöffnung 7 der letzten Lamelle L
n jeweils praktisch unter dem gleichen Winkel geneigt wird wie die Austrittsöffnung
15 der Scheibe 3. Damit die der jeweiligen Elevation der Waffe 4 entsprechende Verschwenkung
gleichmässig auf alle Lamellen L
n-1, L
n-2 usw. übertragen wird, sind die Elemente 13 vorzugsweise im ganzen Bereich elastisch
bzw. zug- und torsionsfedernd ausgebildet; beispielsweise können Gummibänder oder
-schläuche, vorgespannte Zug- und Torsionsfedern usw. als Elemente 13 verwendet werden
(Fig. 6). Allerdings können auch bisher bekannte flexible Mittel erfindungsgemäss
elastisch zwischen den Endteilen des Munitionskanals vorgespannt werden, wie es in
Fig. 5 schematisch dargestellt ist. Mit 13a ist der flexible, mit 13b der elastische
Befestigungsteil der Elemente 13 bezeichnet.
[0014] In Fig. 2 ist eine der maximalen Elevation entsprechende extreme Verschwenkung der
letzten Lamelle L
n um einen Winkelt α gegenüber der ersten Lamelle L
1 dargestellt; eine der minimalen Elevation entsprechende extreme Verschwenkung derselben
um einen Winkel ß in der anderen Drehrichtung ist strichpunktiert angedeutet.
[0015] Bei Verschwenkung der Scheibe 3 werden die durch die Oeffnungen 10 einzelner Lamellen
L geführten elastischen Elemente 13 in der Länge gespannt und auf einem virtuellen
Zylindermantel mit Radius R schraubenförmig gewunden (vgl. Fig. l). Dabei wird die
Verschwenkung gleichmässig auf alle Lamellen L
1 bis L
n übertragen.
[0016] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel werden 30 Lamellen L verwendet. Beim Elevationsbereich
von -5° bis + 85° wurde ein Ausgangswinkel von 30 gewählt.
[0017] Die erfindungsgemässe Wahl des Ausgangswinkels bringt wesentliche Vorteile. So wird
eine Patronenzuführung auf engstem Raum, d.h. bei der minimal notwendigen Kanallänge
realisiert. Der notwendige Abstand beider Endteile des Munitionskanals (Wand 2, Scheibe
3) hängt nämlich von der Verwindbarkeit der Patronengurte ab. Es ist beispielsweise
durchaus möglich, den Ausgangswinkel einem extremen Elevationswinkel (z.B. -5°) anzupassen
und die Lamellen L
1 bis L
n nur in einer Drehrichtung zu verschwenken. Der dabei notwendige von der Verwindbarkeit
des Gurtes abhängige Abstand beider Endteile konnte durch die erfindungsgemässe Wahl
des Ausgangswinkels halbiert werden, da die Verwindbarkeit der Patronengurte in beiden
Drehrichtungen optimal ausgenützt wird. Da die Verwindbarkeit in beiden Drehrichtungen
jeweils etwas unterschiedlich ist, weicht auch der Ausgangswinkel etwas vom mittleren
Elevationswinkel ab (30° anstatt 40°).
[0018] Beim in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Paar Elemente 13
vorgesehen. Es können allerdings nur drei einzelne oder gar eine andere Anzahl Elemente
13 gewählt werden, je nach Elastizität der verwendeten Elemente 13, wobei auf gleichmässige
Kräfteübertragung bzw. auf günstige Beanspruchung der Lamellen zu achten ist. Dadurch,
dass alle Elemente 13 im gleichen radialen Abstand von der Welle 5 angeordnet sind,
wird für eine gleichmässige Beanspruchung der einzelnen Elemente 13 gesorgt.
1. Munitionskanal zum Zuführen der Munition zu einer um eine Elevationsachse (E) schwenkbare
Waffe, mit zwei Endteilen, von denen der eine mit der Waffe (4) schwenkbar ist, mit
einer Mehrzahl von zwischen den beiden Endteilen schwenkbar angeordneten Lamellen
(Ll-Ln), durch welche zug- und torsionsfedernde Elemente (13) geführt sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lamellen (L1-Ln) auf einer an den beiden Endteilen schwenkbar befestigten, zur Elevationsachse koaxialen
Welle (5) schwenkbar gelagert sind und dass die Elemente (13) im gleichen radialen
Abstand von der Welle (5) angeordnet sind.
2. Munitionskanal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei Elemente
(13) vorhanden sind.
3. Munitionskanal nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (13)
durch Gummibänder gebildet sind.
4. Munitionskanal nach Anspruch 1, mit einer dem einen Endteil zugeordneten Austrittsöffnung
(15) und mit einer dem anderen Endteil zugeordneten Eintrittsöffnung (14), dadurch
gekennzeichnet, dass die Eintrittsöffnung (14) um einen , dem mittleren Elevationswinkel
entsprechenden Winkel zur horizontalen Ebene geneigt ist, und dass die Austrittsöffnung
(15) aus dieser Ausgangslage durch Verschwenken des Endteiles (3) in beiden Drehrichtungen
dem momemtanen Elevationswinkel entsprechend verschwenkbar ist.
5. Munitionskanal nach Anspruch 3, bei dem jede Lamelle (L1-Ln) als eine Scheibe mit einer der Munition entsprechenden Durchtrittsöffnung (7) ausgebildet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Lamelle (L1-Ln) eine der Welle (5) entsprechende Oeffnung (6) aufweist und mit mindestens drei Oeffnungen
(10) für die Elemente (13) versehen ist.
6. Munitionskanal nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei der drei Oeffnungen
(10) zu einer Seite der Durchtrittsöffnung (7) und zu beiden Seiten der Welle (5)
entsprechenden Oeffnung angeordnet sind und die dritte Oeffnung (10) sich auch der
anderen Seite der Durchtrittsöffnung (7) befindet.