[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Widerstandseinrichtung für Hochspannungsanlagen
mit in derselben Achse zu einem Stapel aufeinandergeschichteten und mit scheibenförmigen
Kontaktelementen untereinander verbundenen zylindrischen Widerstandselementen mit
unterschiedlichem Durchmesser, wobei jeweils ein inneres Widerstandselement mit kleinerem
Durchmesser zwischen jeweils zwei in axialer Richtung benachbarten äußeren Widerstandselementen
mit größerem Durchmesser eingeschachtelt ist, indem jedes scheibenförmige Kontakt--element
eine zu seiner einen Seite hin offene Einprägung zur.Aufnahme eines inneren Widerstandselementes
und eine zu seiner anderen Seite hin offene Einprägung zur Aufnahme eines äußeren
Widerstandselementes aufweist.
[0002] Bei einer bekannten Widerstandseinrichtung dieser Art (AT-PS 163 127) sind die äußeren
Widerstandselemente jeweils kreisringförmig ausgebildet, während die inneren Widerstandselemente
von einem 'kompakten Kreiszylinder gebildet sind. Die elektrische Verbindung zwischen
jeweils elektrisch aufeinanderfolgenden Widerstandselementen erfolgt bei der bekannten
Widerstandseinrichtung mittels scheibenförmiger Kontaktelemente, wobei jeweils in
axialer Richtung aufeinanderfolgende Kontaktelemente durch isolierende Scheiben galvanisch
voneinander getrennt sind. Der Stapel aus Widerstandselementen und scheibenförmigen
Kontaktelementen wird bei der bekannten Widerstandseinrichtung offenbar durch Mittel
zusammengehalten, die außerhalb des Stapels angeordnet sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Widerstandseinrichtung für Hochspannungsanlagen
vorzuschlagen, die nicht nur in axialer Richtung, sondern auch in radialer Richtung
einen verhältnismäßig geringen Raumbedarf hat und die sich durch eine hohe mechanische
Festigkeit auszeichnet.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einer Widerstandseinrichtung der eingangs angegebenen
Art erfindungsgemäß die inneren Widerstandselemente wie die äußeren Widerstandselemente
kreisringförmig ausgebildet, und die als Tragkörper ausgebildeten scheibenförmigen
Kontaktelemente weisen eine Mittenausnehmung auf; die Mittenausnehmungen der scheibenförmigen
Kontaktelemente sind von einer Spannhülse aus Kunststoff durchsetzt, die Spannelemente
zum Zusammenspannen des Stapels trägt.
[0005] Ein Vorteil dererfindungsgemäßen Widerstandseinrichtung besteht darin, daß die zu
ihrem Zusammenspannen erforderlichen Bauteile innerhalb des die Widerstandseinrichtung
bildenden Stapels verlaufen, so daß in radialer Richtung durch die zum Verspannen
des Stapels erforderlichen Bauteile ein zusätzlicher Raumbedarf nicht entsteht. Ein
weiterer Vorteil wird darin gesehen, daß durch die erfindungsgemäße zentrale Verspannung
der Widerstandseinrichtung eine hohe mechanische Festigkeit gewonnen ist, die zusätzlich
dadurch gefördert ist, daß die scheibenförmigen Kontaktelemente als Tragkörper ausgebildet
sind, also verhältnismäßig massiv ausgestaltet sind.
[0006] Diese Vorteile wirken.sich besonders dann günstig aus, wenn dieerfirdungsgemäße Widerstandseinrichtung
in Kombination mit induktiven Spannungswandler für vollisolierte, metallgekapselte
Hochspannungsschaltanlagen einzusetzen ist. Derartige Schaltanlagen sind bekanntlich
bewußt räumlich sehr eng bemessen, so daß entsprechenden Anforderungen auch die in
ihnen unterzubringenden Einrichtungen genügen müssen. Dies ist bei dererfindungsgemäßen
Widerstandseinrichtung der Fall.
[0007] Da die Spannhülse dererfindungsgemäßen Widerstandseinrichtung auf Zug beansprucht
ist, besteht sie vorteilhafterweise aus einem faserverstärkten Kunststoff. Die Spannhülse
kann demzufolge aus einem Glasfasermaterial hergestellt sein, bevorzugt wird jedoch
die Verwendung eines textilfaserverstärkten Gießharzes, weil sich ein derartiger Kunststoff
auch in SF
6-isolierten Schaltanlagen als vorteilhaft erwiesen hat.
[0008] Die Spannhülse dererfindungsgemäßen Widerstandseinrichtung trägt an ihren Enden vorteilhafterweise
Buchsen zur Anbringung der Spannelemente. Diese Buchsen können in unterschiedlicher
Weise an der Spannhülse befestigt sein; als besonders vorteilhaft wird es jedoch aus
Festigkeeits-und Fertigungsgründen angesehen, wenn die Buchsen auf die Spannhülse
aufgeklebt sind.
[0009] Auch die Spannelemente können bei der erfindungsgemäßen Widerstandseinrichtung unterschiedlich
ausgebildet sein; bevorzugt wird jedoch eine Ausführung, bei der an der Buchse an
einem Ende der Spannhülse ein als Spannscheibe ausgebildetes Spannelement befestigt
ist und die Buchse am anderen Ende der Spannhülse ein Gewinde trägt, auf das ein-als
Druckscheibe ausgeführtes Spannelement aufgeschraubt ist.
[0010] Um eine Widerstandseinrichtung mit möglichst gleichmäßiger Spannungsverteilung in
Richtung der Achse zu erreichen, sind die inneren Widerstandselemente bei der erßndungsgemäßen
Widerstandseinrlchtung bei gleicher Höhe wie die äußeren Widerstandselemente im Querschnitt
so bemessen, daß jedes innere Widerstandselement einen gleichgroßen elektrischen Widerstand
wie jedes äußere Widerstandselement aufweist.
[0011] Bestehen die innneren und die äußeren Widerstandselemente aus gleichem Widerstandsmaterial,
dann sind die inneren Widerstandselemente vorteilhafterweise derart bemessen, daß
sie einen mit den äußeren Widerstandselementen übereinstimmendes Volumen aufweisen.
[0012] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, daß bei erfirdungsgemäßen Widerstandseinrichtung
jedes scheibenförmige Kontaktelement einen umlaufenden, äußeren Ring aufweist, dessen
Durchmesser mit der über 'die Einprägungen gemessenen Höhe des scheibenförmigen Kontaktelementes
übereinstimmt. Bei einer derartigen Ausgestaltung der scheibenförmigen Kontaktelemente
an ihrem äußeren Rande läßt sich infolge der oben behandelten Bemessung der inneren
und der äußeren Widerstandselemente erreichen, daß die scheibenförmigen Kontaktelemente
bezüglich ihrer äußeren Ringe in jeweils gleichbleibenden Abständen aufeinander folgen,
was sich bezüglich der elektrischen Eigenschaften dererfindungsgemäßen Widerstandseinrichtung
insbesondere im Falle einer Beaufschlagung mit Stoßspannungen sehr vorteilhaft auswirkt.
[0013] Zur Erläuterung der
Erfindurgist in der Figur ein Aus- . führungsbeispiel dererfind ungsgemäßen Widerstandseinrichtung
im Schnitt dargestellt.
[0014] Dieerfindungsgemäße Widerstandseinrichtung 1 enthält eine Vielzahl von scheibenförmigen
Kontaktelementen 2, die in Richtung einer Achse 3 der Widerstandseinrichtung 1 aufeinanderfolgend
angeprdnet sind. Jedes scheibenförmige Kontaktelement 2 weist eine Mittenausnehmung
4 auf. Außerdem ist jedes scheibenförmige Kontaktelement mit einer zu einer Seite
hin offenen Einprägung 5 zur Aufnahme eines inneren Widerstandselementes 6 mit verhältnismäßig
kleinem Durchmesser versehen. Eine weitere zur anderen Seite des scheibenförmigen
Kontaktelementes 2 hin offene Einprägung 7 dient zur Aufnahme eines äußeren Widerstandselementes
8 mit im Vergleich größerem Durchmesser. Jedes scheibenförmige Kontaktelement 2 weist
einen umlaufenden, äußeren Ring 9 auf. Der Ring 9 ist so bemessen, daß sein Durchmesser
D der Höhe H des Kontaktelementes 2 entspricht, die über die Einprägungen 5 und 7
meßbar ist. Der Ring dient zur Steuerung der elektrischen Feldstärke und verhindert,
daß örtlich die zulässige Feldstärke überschritten wird.
[0015] Wie der Figur ferner zu entnehmen ist, folgt in axialer Richtung der. Widerstandseinrichtung
1 auf jeweils ein inneres Widerstandselement 6 mit kleinerem Durchmesser ein äußeres
Widerstandselement 8 mit größerem Durchmesser. Die galvanische Verbindung zwischen
jeweils aufeinanderfolgenden Widerstandselementen 6 und 8 erfolgt über die scheibenförmigen
Kontaktelemente 9, die sich in ihrer Ausgestaltung nicht unterscheiden; denn das oberhalb
des äußeren Widerstandselementes 8 befindliche scheibenförmige Kontaktelement 9 läßt
sich in derselben Ausgestaltung auch als das unterhalb dieses äußeren Widerstandselementes
8 liegende scheibenförmige Kontaktelement verwenden, indem es nur umgedreht wird.
[0016] Die inneren Widerstandselemente 6 und die äußeren Widerstandselemente 8 sind in ihrer
Höhe übereinstimmend ausgeführt; sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Breite,
um zu erreichen, daß - bei gleichem.Widerstandsmaterial - der von jeweils einem Widerstandselement
6 bzw. 8 gegebene Widerstandswert gleich groß ist.
[0017] Die scheibenförmigen Kontaktelemente 2 sind im Bereich ihrer Mittenöffnung 4 von
einer Spannhülse 10 durchsetzt, die aus einem belastbaren Kunststoff, insbesondere
ebem faserverstärkten Kunststoff, besteht. Die Spannhülse ist an ihrem einen Ende
11 mit einer Buchse 12 versehen, die auf dieSpannhülse 11 aufgeklebt ist. An der Buchse
12 ist eine Spannscheibe 13 befestigt, die einen nahezu so großen Durchmesser wie
die scheibenförmigen Kontaktelemente 2 aufweist. Aus isolationstechnisch Gründen ist
die Spannscheibe an ihrem äußeren Umfange in Richtung auf das benachbarte scheibenförmige
Kontaktelement 2 abgebogen. Zwischen der SpannscheLbe 13 und dem benachbarten scheibenförmigen
Kontaktelement 2 sind Tellerfedern . 14 angebracht. Außerdem ist außen an der Spannscheibe
13 ein Kontaktstück 15 angebracht, das sich in das Innere der Spannhülse 10 erstreckt
und zur Aufnahme eines figürlich nicht dargestellten Kontaktstiftes dient. Über diesen
Kontaktstift erfolgt der Anschluß der Widerstandseinrichtung 1 auf dieser Seite.
[0018] An ihrem anderen Ende 16 ist auf die Spannhülse eine weitere Buchse 17 aufgeklebt,
die ein Gewinde
. trägt. Auf die Buchse 17 ist eine Druckscheibe 18 aufgeschraubt, die ein Innengewinde
19 aufweist. Die Druckscheibe 18 ist mit einer Ausnehmung-20 auf ihrer dem Innern
der Widerstandseinrichtung 1 zugewandten Seite versehen, um das oberste innere Widerstandselement
6 in seiner Lage zu fixieren, Beim Aufschrauben der Druckscheibe 18 auf die Buchse
17 erfolgt das Verspannen des Stapels aus den Widerstandselementen 6 und 8 zusammen
mit den scheibenförmigen Kontaktelementen zu einem mechanisch sehr festen Aufbau,
wobei die scheibenförmigen Kontaktelemente 2 aufgrund ihres relativ massiven Aufbaus
als konstruktive Elemente wesentlich zu der mechanisch festen Ausführung beitragen.
Beim Aufschrauben der Druckscheibe 18 wird übrigens mittels einer Scheibe 21 verhindert,
daß das oberste innere Widerstandselement 6 beschädigt wird.
[0019] Der elektrische Anschluß der Widerstandseinrichtung 1 an ihrer in der Figur oberen
Seite erfolgt über die Druckscheibe 18, die zu diesem Zwecke eine Mittenbohrung 22
trägt. Durch diese Mittenbohrung 22 kann ein nicht dargestellter Kontaktbolzen geführt
werden., der dann eine elektrische Verbindung beispielsweise mit dem Innenleiter einer
vollisolierten, metallgekapselten Hochspannungsschaltanlage herstellt.
[0020] Mit der Erfindung wird eine Widerstandseinrichtung für . Hochspannungsanlagen vorgeschlagen,
die sich nicht nur durch einen raumsparenden Aufbau auszeichnet, sondern auch eine
hohe mechanische Festigkeit besitzt.
1. Widerstandseinrichtung für Hochspannungsanlagen mit in derselben Achse zu einem
Stapel aufeinander geschichteten und mit scheibenförmigen Kontaktelementen untereinander
verbundenen zylinddschen Widerstandselementen mit unterschiedlichem Durchmesser, wobei
jeweils ein inneres Widerstandselement mit kleinerem Durchmesser zwischen jeweils
zwei in axialer Richtung benachbarten äußeren Widerstandselementen mit größerem Durchmesser
eingeschachtelt ist, indem jedes scheibenförmige Kontaktelement eine zu seiner einen
Seite hin offene Einprägung zur Aufnahme eines inneren Widerstandselementes und eine
zu seiner anderen Seite hin offene Einprägung zur Aufnahme eines äußeren Widerstandselementes
aufweist , dadur chgekenn- zeichnet, daß die inneren Widerstandselemente (6) wie die
äußeren Widerstandselemente (8) kreisringförmig ausgebildet sind, daß die als Tragkörper
ausgebildeten scheibenförmigen Kontaktelemente (2) eine Mittenausnehmung (4) aufweisen
und daß die Mittenausnehmungen (4) der scheibenförmigen Kontaktelemente (2) von einer
Spa-nnhülse (10) aus Kunststoff durchsetzt sind, die Spannelemente (13, 18) zum Zusammenspannen
des Stapels trägt.
2. Widerstandseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnetdaß die Spannhülse
(10) aus einem faserverstärkten Kunststoff besteht.
3. Widerstandseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannhülse (10) an ihren Enden (11, 16) Buchsen (12,17) zur Anbringung der Spannelemente
trägt.
4. Widerstandseinrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeiohnet , daß die Buchsen
(12, 17) auf die Spannhülse geklebt sind.
5. Widerstandseinrichtung nach Anspruch 3 oder 4 , dadurch gekennzeichnet, daß an
der Buchse (12) an einem Ende (11) der Spannhülse (10) ein als Spannscheibe (13) ausgebildetes
Spannelement befestigt ist und daß die Buchse (17) am anderen Ende (16) der Spannhülse
(10) ein Gewinde trägt, auf das ein als Druckscheibe (18) ausgeführtes Spannelement
aufgeschraubt ist..
6. Widerstandseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet,
daß die inneren Widerstandselemente (6) bei gleicher Höhe wie die äußeren Widerstandselemente
(8) im Querschnitt so bemessen sind, daß jedes innere Widerstandselement (6) einen
gleich großen elektrischen Widerstand wie jedes äußere Widerstandselement aufweist.
7. Widerstandseinrichtung nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, daß bei. gleichem
Widerstandsmaterial für die inneren und die äußeren Widerstandselemente (6, 8) die
inneren Wider-. standselemente (6) ein mit den äußeren Widerstandselementen (8) übereinstimmendes
Volumen aufweisen.
8. Widerstandseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet
, daß jedes scheibenförmige Kontaktelement (2) einen umlaufenden, äußeren . Ring_
(9) aufweist, dessen Durchmesser (D) mit der über die Einprägungen (5, 7) gemessenen
Höhe (H) des scheibenförmigen Kontaktelementes (2) übereinstimmt.