(19)
(11) EP 0 041 580 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.12.1981  Patentblatt  1981/50

(21) Anmeldenummer: 80102857.2

(22) Anmeldetag:  06.06.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3F24H 1/22, F24H 1/18, F24H 1/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(71) Anmelder: Bühlmann, Marcel
CH-2552 Orpund (CH)

(72) Erfinder:
  • Bühlmann, Marcel
    CH-2552 Orpund (CH)

(74) Vertreter: Habbel, Hans-Georg 
Postfach 34 29
48019 Münster
48019 Münster (DE)

   


(54) Kombinationsboiler für Heiz- und Brauchwarmwasser


(57) Die Erfindung schaffteine Vorrichtung zur Erzeugung von heißen Fluiden, in der die durch Heizgas freiwerdende Energie vollständig ausgenutzt wird, dadurch daß der eigentliche Brauchwasserboiler innerhalb eines größeren Behälters angeordnet ist, an seiner Außenseite mit einem Wärmetauscher ausgerüstet ist und der größere Behälter in einen Heizungskreis eingeschaltet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kombinationsboiler oder Doppelmantelboiler, der Brauchwarmwasser und Heizwasser gleichzeitig aufbereitet, das selbst durch eine Wärmepumpe (oder andere Kältemaschine) aufgeheizt wird (vermittels Heißgas - Frigen).

[0002] Die Konstruktion des Koppelmantelboilers - von außen gegen innen - ist folgende:

Außenmantel aus V2A Stahlblech,

Isolation aus Polyurethanschaum,

Innenmantel aus V2A Stahlblech,

Hohlraum für Heizwasser,

Mantelkondensator oder Rohrschlangen auf dem Innenbehälter aufgeschweißt,

Innenbehälter für Brauchwarmwasser aus V4A Stahlblech.


Beschreibung des Mantelkondensators:



[0003] Ein Chromstahlmantel V4A wird auf den Innenbehälter für Brauchwarmwasser aufgeschweißt und durch Punktschweißen in Abständen von 2 cm auf seiner ganzen Fläche im Verband mit dem Innenbehälter verbunden. Die Außenränder dieser so behandelten Fläche werden mit dem Innenbehälter hermetisch verschweißt. Sodann werden zwischen den Innenbehälter und den aufgeschweißten Chromstahlmantel ca. 45 - 50 atü Druck gegeben, wodurch kleine Kammern entstehen, durch die das Gas fließen kann.

[0004] Es besteht die Möglichkeit, durch durchgehende Schweißnähte mehrere Kreisläufe zu schaffen, die an mehrere Wärmepumpen oder Kältemaschinen angeschlossen werden können.

Beschreibung der Rohrschlangen:



[0005] Anstelle des aufgeschweißten Mantelkondensators können auch Kondensatorleitungen (Kupfer- oder Stahlrohre) durchgehend auf den Innenbehälter aufgeschweißt werden (spiralförmig).

[0006] Auch hier besteht die Möglichkeit des AnschlieBens mehrerer Kreisläufe durch getrennt geführte Rohrschlangen.

[0007] Ein Boiler ist ein Gerät zum Speichern von Warmwasser mit möglichst geringem Energieverlust.

[0008] Die bisher verwendeten Boiler konnten entweder zur Aufbereitung von Brauchwarmwasser oder Heizwasser eingesetzt werden, da der Kondensator durch die ihn unmittelbar umgebende Isolation die Wärme nur in eine Richtung, nämlich nach innen (Innenbehälter) abgeben konnte. Somit ging ein Teil der Wärme (Energie) in der Isolation verloren. Außerdem mußten bisher bei diesem System der Warmwasseraufbereitung mit Wärmepumpen (oder anderen Kältemaschinen) zwei Boiler eingesetzt werden, wenn man Brauchwarmwasser und Heizwasser erzeugen wollte.

[0009] Die zum Patent angemeldete Erfindung besteht darin, daß die durch das Heißgas freiwerdende Wärme (Energie) vollständig ausgenutzt wird dadurch, daß ein Teil der Wärme an den Innenbehälter (Brauchwarmwasser) und die übrige Wärme an den den Mantelkondensator umgebenden Hohlraum (Heizwasser)-, der bei normalen Boilern nicht vorhanden ist, abgegeben wird.

[0010] Die Erzeugung der Wärme sowie das Aufheizen des Wassers geschieht auf folgende Art:

[0011] Das Kältemittel (Frigen) wird in einer oder mehreren Wärmepumpen oder anderen Kältemaschinen komprimiert und von dort als Heißgas durch Druck in den Kondensator weitergeleitet. Dieser gibt nunmehr die Wärme gleichzeitig nach innen ins Brauchwarmwasser und nach außen ins Heizwasser ab. Das sich im Kondensator abkühlende Heißgas verflüssigt sich und sammelt sich unten am Kondensator. Von dort aus wird es wieder in die Wärmepumpe(n) oder Kältemaschine(n) zurückgeführt.

Beschreibung zur beiliegenden Zeichnung



[0012] Das Aufheizen des Wassers (Heiz- und Brauchwarmwasser) erfolgt im Boilermantel (8), der die Funktion eines Kondensators hat.

[0013] Es kann mit einem oder mehreren Kreisläufen gearbeitet werden.

[0014] Das Beispiel auf der Zeichnung zeigt einen 1000 ltr. Boiler. Er wird auch in anderen Größen hergestellt.

[0015] Die Bedeutung der Bezugszeichen ist folgende:

1 Wärmeisolierter Behälter

2 Isolation

3 Rücklauf Heizwasser kalt

4 Vorlauf Heizwasser heiß

5 Boiler

6 Brauchwasser kalt

7 Brauchwasser heiß

8 Aufgeschweißter Mantelkondensator oder Rohrschlangen

9 Heißgas gasförmig, von Wärmepumpe

10 Gas flüssig, zur Wärmepumpe

W Zwischenraum zwischen Innenwand, wärmeisolierter Behälter und Außenwandboiler 5




Ansprüche

Kombinationsboiler, dadurch gekennzeichnet, daß die im Mantelkondensator (8) befindliche Wärme zum Teil an den Innenbehälter (7) (Brauchwarmwasser) und der andere Teil an den den Mantelkondensator (8) umgebenden Hohlraum (Heizwasser), der bei normalen Boilern nicht vorhanden ist, abgegeben wird.
 
Von einem primärseitigen Heizmedium durchströmter Kombinationsboiler mit einem sekundärseitiges Heizwasser enthaltenen Außenbehälter (1) und einem in diesem angeordneten Innenbehälter (5) für Brauchwasser, dadurch gekennzeichnet, daß durch materialschlüssige Verbindung eines Kondensators mit den Außenseiten des Innenbehälters (5) ein Mantelkondensator (8) gebildet ist und die im Mantelkondensator (8) befindliche Wärme zum Teil an den Innenbehälter (5) und zum Teil an den durch einen den Mantelkondensator (8) außen umgebenden Außenbehälter (1) geschaffenen Zwischenraum (W)abgegeben wird, wobei der Zwischenraum (W) das sekundärseitige Heizwasser enthält.
 




Zeichnung







Recherchenbericht