(19)
(11) EP 0 041 596 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.12.1981  Patentblatt  1981/50

(21) Anmeldenummer: 81102012.2

(22) Anmeldetag:  18.03.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01R 4/24, H01R 9/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 11.06.1980 DE 3021798

(71) Anmelder: KRONE GmbH
D-1000 Berlin 37 (DE)

(72) Erfinder:
  • Forberg, Horst
    D-1000 Berlin 42 (DE)
  • Delakowitz, Bernd
    D-1000 Berlin 27 (DE)

(74) Vertreter: Beetz & Partner Patentanwälte 
Steinsdorfstrasse 10
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Anschlussleiste mit Doppelkontakt-Anschlusselementen zum Anschliessen isolierter Drähte


    (57) Bei einer Vorrichtung zum Anschließen isolierter Drähte an Doppelkontakt-Anschlußelementen (2) aus blattförmigem, federndem Kontaktmaterial mit zwei Schlitzen zum löt-, schraub- und abisolierfreien Klemmkontakt sind die Anschlußelemente (2) zwecks weniger aufwendiger Herstellung und verringerten Platzbedarfs bei NebeneinanderAnordnung v-förmig ausgebildet und derart in Längsrichtung in eine Anschlußleiste (1) steckbar, daß sich jeweils zwei benachbarte Anschlußelemente (2) mit ihren Winkelflächen (2c) parallel gegenüberliegen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine.Vorrichtung zum Anschließen isolierter Drähte an Doppelkontakt-Anschlußelementen aus blattförmigem, federndem Kontaktmaterial mit zwei Schlitzen, deren an eine erweiterte Einführöffnung anschließender, von scharfen Kanten begrenzter Hauptteil eine Breite aufweist, die kleiner als die Dicke der metallischen Seele der Drähte ist, so daß beim Eindrücken der Drähte in die Schlitze die Drahtisolationen durchschnitten und Kontaktverbindungen zwischen den Drähten und den Anschlußelementen hergestellt werden, und bezweckt die Schaffung einer solchen Vorrichtung, die entsprechend ihrem hohen Bedarf kostengünstig als Massenartikel herstellbar ist.

    [0002] Ein löt-, schraub- und abisolierfreier, kurzgenannt LSA-Klemmverbinder mit Doppelkontakten für den Anschluß von zwei nebeneinander angeordneten Kabel- oder Schaltadern der Fernmeldetechnik ist in verschiedenen Ausführungen bekannt.

    [0003] So zeigen die DE-PS 2 142 850 eine elektrische Klemmvorrichtung zum Anschluß eines oder mehrerer isolierter Drähte an einem Anschlußelement mit wenigstens zwei Schlitzen und die DE-PS 1 765 584 einen Klemmanschluß zwischen einem oder zwei isolierten Drähten und einem Anschlußelement mit zwei aus je zwei relativ zueinander federnden, zur Entfernung der Drahtisolation geeigneten Kontaktschenkeln bestehenden Schlitzen.

    [0004] Die Nachteile bestehen bei diesen Klemmverbindern darin, daß beim Einbau in Anschlußleisten wegen der aufwendigen Herstellung und des großen Platzbedärfs bei nebeneinander liegender Anordnung die Verwendung dieser Klemmverbinder verbesserungsbedürftig ist.

    [0005] Die DE-OS 2 338 056 zeigt andererseits eine v-förmige Anschlußklemme, die zwei Schlitze aufweist, wobei der eine Schlitz zum Halten und der andere Schlitz zum Kontaktieren eines Leiters dient. Beide Schlitze sind unterschiedlich ausgebildet.

    [0006] Der Nachteil dieser Anschlußklemme ist ebenfalls der hohe Platzbedarf beim Einbau in Anschlußleisten. Ferner sind die Kontaktschenkel starr angeordnet, und eine Anschlußklemme nimmt nur einen Draht auf.

    [0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß beim Einbau in Anschlußleisten weniger Aufwand und Platzbedarf erreicht werden und eine gute Kontaktierung gewährleistet ist.

    [0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Anschlußelemente v-förmig ausgebildet und derart in Längsrichtung in eine Anschlußleiste steckbar sind, daß sich jeweils zwei benachbarte Anschlußelemente mit ihren Winkelflächen gegenüberliegen.

    [0009] Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der einzelnen Maßnahmen dieser Erfindung sind im Patentanspruch 2 gekennzeichnet.

    [0010] Durch die neue Vorrichtung werden zwei wesentliche erfindungsbestimmende Vorteile erreicht:

    1. Durch das v-förmige Anschlußelement werden zwei Leiter dauerhaft unter einer guten Kontaktgabe miteinander verbunden, wobei die beiden Blattfederschenkel beim Eindrücken jedes unter 45° stehenden Leiters gegenläufig verdreht werden, wodurch vorteilhafte Torsionskräfte entstehen.

    2. Durch eine platzsparende Anordnung der Anschlußelemente in der Anschlußleiste, bei der benachbarte Anschlußelemente mit ihren Winkelflächen einander gegenüberliegen, können bedeutend mehr Leiter als bisher auf demselben Raum angeschlossen werden.



    [0011] In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt: Es zeigt:

    Fig. 1: Die Draufsicht der Anschlußleiste, wobei der obere Teil in einer anderen Schnittebene dargestellt ist, um die Lage der v-förmigen Anschlußelemente zu verdeutlichen,

    Fig. 1a: einen Querschnitt nach Fig. 1, wobei zwei Anschlußelemente nach Fig. 3 sichtbar sind,

    Fig. 2: ein Anschlußelement als einfachen v-förmigen Doppelkontakt,

    Fig. 3: ein Anschlußelement in Form eines v-förmigen Doppelkontakts mit einer unterhalb der Kontaktierungsschenkel angeformten Verlängerung für einen trennbaren Ruhekontakt,

    Fig. 4: ein Fig. 3 entsprechendes Anschlußelement mit gegenüber Fig. 3 umgekehrter v-Form,

    Fig. 5: ein Anschlußelement mit Doppelkontakt und einer Querverbindung zu einem weiteren Doppelkontakt zum Anschluß von vier Leitern,

    Fig. 6: ein Fig. 5 entsprechendes Anschlußelement zum Anschluß von vier Leitern, wobei in der Mitte der Querverbindung ein Abgreifkontakt für einen überspannungsableiter . in einem separaten Magazin dargestellt ist.



    [0012] Wie die Figuren 1 bis 6 zeigen, sind die Anschlußkontakte 2 als v-förmige Doppelkontakte ausgebildet.

    [0013] Jeder einzelne Schenkel 2a, 2b des Anschlußelementes 2 bildet einen LSA-Kontakt.

    [0014] Die Anschlußelemente 2 werden in Längsrichtung in die Anschlußleiste 1 gesteckt, wobei in vorteilhafter Weise zwei benachbarte Anschlußelemente 2 sich mit ihren Winkelflächen 2c parallel gegenüberliegen.

    [0015] Wie die Figuren 1a, 3, 4, 5 und 6 zeigen, weisen die Anschlußelemente 2 Verlängerungen 3, 3a unterhalb des Kontaktierungsbereiches auf.

    [0016] In den Figuren 1 und 1a sind Anschlußelemente gemäß den Figuren 3 und 4 dargestellt.

    [0017] Diese Anschlußelemente 2 besitzen als Verlängerung 3, 3a trennbare Ruhekontakte, die bekanntlich durch einen (nicht dargestellten) Trennstecker getrennt werden, der durch die Öffnung 4 der Anschlußleiste 1 gesteckt wird, so daß er die Kontaktwölbungen 5 der Verlängerungen 3, 3a trennt.

    [0018] Ferner zeigt die Fig. 1 Rippen 6, die die Leiter beim Kontaktieren in ihrer Lage festlegen.

    [0019] Beim Kontaktierungsvorgang werden die beiden äußeren Kontaktschenkel 2a', 2b' eines Doppelkontaktes am Isolierkörper der Anschlußleiste 1 abgestützt, wobei sich die beiden inneren Schenkel 2a", 2b" in ihrem oberen Bereich gegenseitig halten.

    [0020] Die Fig. 5 zeigt ein Anschlußelement 2 mit zwei Doppelkontakten 2a, 2b und einer Verlängerung 3 als Querverbindung zu einem weiteren Doppelkontakt 2a, 2b, so daß insgesamt vier Leiter anschließbar sind.

    [0021] Die Fig. 6 zeigt ebenfalls ein solches Anschlußelement für vier Leiter entsprechend Fig. 5, wobei in der Mitte an der Querverbindung 3 zusätzlich ein Abgreifkontakt 7 für einen Überspannungsableiter in einem separaten Magazin vorgesehen ist.

    [0022] Durch diese Maßnahmen ist einerseits die Torsionsfähigkeit der Kontaktschenkel gesichert, und andererseits wird der Platzbedarf für eine sonst erforderliche abstützende Rippe des Isolierkörpers der Anschlußleiste eingespart.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Anschließen isolierter Drähte an Doppelkontakt-Anschlußelementen aus blattförmigem, federndem Kontaktmaterial mit zwei Schlitzen, deren an eine erweiterte Einführöffnung anschließender, von scharfen Kanten begrenzter Hauptteil eine Breite aufweist, die kleiner als die Dicke der metallischen Seele der Drähte ist, so daß beim Eindrücken der Drähte in die Schlitze die Drahtisolationen durchschnitten und Kontaktverbindungen zwischen den Drähten und den Anschlußelementen hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Anschlußelemente (2) v-förmig ausgebildet und derart in Längsrichtung in eine Anschlußleiste (1) steckbar sind, daß sich jeweils zwei benachbarte Anschlußelemente (2) mit ihren Winkelflächen (2c) parallel gegenüberliegen.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an den v-förmigen Anschlußelementen (2) unterhalb des Kontaktierungsbereiches Verlängerungen (3, 3a) angebracht sind, die als trennbare Ruhekontakte, als Querverbindung zwischen zwei v-förmigen Anschlußelementen oder als solche Querverbindung (3) mit einem Abgreifkontakt (7) für einen Überspqnnungsableiter ausgebildet sind.
     
    3. Doppelkontakt-Anschlußelement, gekennzeichnet durch zwei ebene Zungen aus Kontaktmaterial, die durch eine Faltlinie V-förmig miteinander verbunden sind, wobei. jede Zunge eine kurze Kante aufweist, die an dem gemeinsamen Schnittpunkt der Kanten mit der Faltlinie unterbrechungslos in eine kurze Kante der jeweils anderen Zunge übergeht, und wobei jede Zunge über einen Teil ihrer Länge durch einen Schlitz unterteilt ist, der sich zu der jeder Zunge eigenen kurzen Kante öffnet, wobei die Öffnung zum leichteren Einführen eines Leiters vergrößert ist, und wobei der Schlitz durch wenigstens eine scharfe Kante definiert ist, die die Isolation eines durch die vergrößerte Öffnung quer in den Schlitz eingedrückten isolierten Leitungsdrahts durchschneidet und mit der Seele des Leiters elektrischen Kontakt bildet.
     
    4. Doppelkontakt-Anschlußelement nach Anspruch 3, dadurch - gekennzeichnet, daß ein von den kurzen Kanten des Anschlußelements fernes Ende in Verlängerung einen Kontakt bildet, der zusammen mit einem weiteren Kontakt ein Paar von trennbaren Ruhekontakten bildet.
     
    5. Doppelkontakt-Anschlußelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein von den kurzen Kanten des Anschlußelements fernes Ende in Verlängerung eine einstückige Querverbindung mit einem gleichartigen Ende eines zweiten, gleichartigen Doppelkontakt-Anschlußelements bildet.
     
    6. Vereinigtes Doppelkontakt-Anschlußelement-Paar, bei dem jedes Anschlußelement ein Doppelkontakt-Anschlußelement nach Anspruch 5 ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelkontakte des Paars parallel angeordnet sind, wobei die V-Querschnittsformen auf einer gemeinsamen Symmetrieachse und in eine gemeinsame Richtung weisend orientiert sind.
     
    7. Doppelkontakt-Anschlußelement-Paar nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine mit dem Paar einstückig ausge- bildete, als Abgreifkontakt dienende seitliche Abzweigung der Querverbindung.
     
    8. Anschlußleiste zur Aufnahme einer Mehrzahl Doppelkontakt- Anschlußelemente nach einem der Ansprüche 3-5 oder einer Mehrzahl Anschlußelement-Paare nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch Einbauöffnungen für die Anschlußelemente oder Anschlußelement-Paare, in die benachbarte Doppelkontakt-Anschlußelemente so einsetzbar sind, daß ihre jeweiligen benachbarten Zungen zueinander parallel sind.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 1, im wesentlichen wie vorstehend beschrieben.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 1, im wesentlichen wie unter Bezugnahme auf jede Figur der Zeichnung vorstehend beschrieben bzw. gezeigt.
     
    11. Doppelkontakt-Anschlußelement nach Anspruch 3, im wesentlichen wie unter Bezugnahme auf Fig. 2 der Zeichnung vorstehend beschrieben bzw. gezeigt.
     
    12. Doppelkontakt-Anschlußelement nach Anspruch 4, im wesentlichen wie unter Bezugnahme auf die Fig. 3 oder 4 der Zeichnung vorstehend beschrieben bzw, gezeigt.
     
    13. Doppelkontakt-Anschlußelement nach Anspruch 5, im wesentlichen wie unter Bezugnahme auf Fig. 5 oder 6 der Zeichnung vorstehend beschrieben bzw. gezeigt.
     
    14. Vereinigtes Doppelkontakt-Anschlußelement-Paar nach Anspruch 6, im wesentlichen wie unter Bezugnahme auf die Fig. 5 oder 6 der Zeichnung vorstehend beschrieben bzw. gezeigt.
     
    15. Doppelkontakt-Anschlußelement-Paar nach Anspruch 7, im wesentlichen wie unter Bezugnahme auf Fig. 7 der Zeichnung vorstehend beschrieben bzw. gezeigt.
     
    16. Anschlußleiste nach Anspruch 8, im wesentlichen wie unter Bezugnahme auf Fig. 1 oder la der Zeichnung vorstehend beschrieben bzw. gezeigt.
     




    Zeichnung