[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Energieerzeugung.
[0002] Die Erzeugung von Energie bzw. die Umwandlung von Energie ist insbesondere in Anbetracht
der ständig wachsenden Energiekosten ein allgemein autretendes Problem. Dabei wird
mehr und mehr versucht, auf allgemein leicht zugängliche Energien zurückzugreifen
und beispielsweise das Verbrennen fossiler Stoffe zu vermeiden, da derartige Energiequellen
nicht unbegrenzt verfügbar sind. Stattdessen besteht die Bestrebung, Energie aus allgemein
zugänglichen Potentialunterschieden zu gewinnen, beispielsweise potentieller Energie
bei Wasserkraftwerken, aus Windenergie bei
[0003] Windkraftwerken, aus Strahlungsenergie bei Solarzellen und aus unterschiedlichen
Wärmeinhalten über Wärmepumpen.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine neuartige Vorrichtung zur Energieerzeugung
zu schaffen, welche unabhängig von fossilen Brennstoffen ist, und die Möglichkeit
gibt, aus allgemein zugänglicher Energie Arbeit zu gewinnen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung gelöst, die gekennzeichnet
ist durch Antriebskörper, die mindestens eine Kammer einschließen, deren Volumen mittels
mindestens jeweils eines beweglich an dem Antriebskörper angeordneten Auftriebkörpers
und Gewichtskörpers steuerbar ist; mindestens eine, die Kammern der Antriebskörper
verbindende geschlossene Leitung, wobei die Leitung und die Kammern mit einem flüssigen
oder gasförmigen Medium geringerer Dichte als die Umgebung der Vorrichtung bei gleichem
Druck wie diese Umgebung gefüllt sind; und Energieabnehmer, die durch das Umlaufen
der geschlossenen Leitung erzeugte Energie in an sich bekannter Weise abnehmen.
[0006] Ein besonderer Vorteil der Vorrichtung besteht darin, daß sie lediglich Wärme aus
ihrer Umgebung abzieht, wozu keinerlei hohe Temperaturdifferenzen notwendig sind,
wie es bei herkömmlichen Wärmekraftmaschinen häufig der Fall ist.
[0007] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Vorrichtung bei jeder Temperatur
betrieben werden kann, bei der sich die gasförmigen oder flüssigen Medien, mit denen
sie arbeitet, im gasförmigen bzw. flüssigen Aggregatzustand befinden.
[0008] Weiterhin ist die Vorrichtung einfach herzustellen, benötigt wenig Betriebsaufwand
und ist - im Gegensatz zu vielen Energieerzeugern - umweltfreundlich und ohne Produktion
von Abfall wie Verbrennungsgasen, radioaktiven Abfällen und ähnlichem zu betreiben.
[0009] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnung
erläutert sind. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Längsschnitt;
und
Fig. 2 ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ebenfalls im Längsschnitt.
[0010] In Figur 1 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei
dem eine geschlossene, flexible Leitung 20, welche mit einem gasförmigen oder flüssigem
Medium gefüllt ist, über Rollen 22 läuft, welche bei dem Umlaufen der Leitung über
diese Rollen erzeugte Energie aufnehmen und weiterleiten. Die Weiterverarbeitung derart
produzierter mechanischer Arbeit ist allgemein bekannt und soll daher nicht weiter
beschrieben werden. Beispielsweise kann ein elektrischer Generator durch eine Rolle
22 getrieben werden, es ist jedoch auch möglich, direkt mechanische Arbeit zu leisten,
beispielsweise über an eine Rolle 22 angeschlossene Getriebe oder ähnliches.
[0011] An der Leitung 20 sind mehrere Antriebskörper 12 befestigt, welche eine Kammer 14
veränderlichen Volumens aufweisen. Bei dem in Figur 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel
handelt es sich um zylinderförmige Antriebskörper, in welchen jeweils ein erster,
durch einen Auftriebskörper 16 belasteter Stempel 17 möglichst reibungsarm, aber die
Kammer 14 gegen das umgebende Medium abdichtend, läuft, sowie ein zweiter Stempel
19, der ebenfalls abgedichtet durch einen.Gewichtskörper 18 bewegbar ist. Durch bekannte
und geeignete mechanische Mittel wird die Reibung zwischen Zylinderwand und Stempeloberfläche
gering gehalten. Der Auftriebskörper 16 weist eine geringere Dichte als das die Vorrichtung
1O umgebende Medium auf, so daß er stets eine Auftriebskraft erfährt, mittels welcher
der an ihm befestigte Stempel 17 je nach Lage des Antriebskörpers im Zylinder hin-
und herbewegt wird. Der Gewichtskörper 18 besteht aus einem Material, welches dichter
als das die Vorrichtung umgebende Material ist und bewirkt durch sein Gewicht ebenfalls
eine Veränderung der Kammer 14 des Antriebskörpers 12.
[0012] Die Vorrichtung kann beispielsweise frei aufgestellt werden,also lediglich von Luft
umgeben; bevorzugt wird sie jedoch in einer Kammer mit einem flüssigen oder gasförmigen
Medium relativ hoher Dichte betrieben, um die Auftriebskräfte optimal zu nutzen.
[0013] Dabei ist es besonders bevorzugt, beispielsweise Helium für die Füllung des Auftriebskörpers
16 zu verwenden, und die Gewichtskörper 18 beispielsweise mit Quecksilber zu füllen,
aus Blei herzustellen oder ähnliches.
[0014] Im folgenden soll nun die Betriebsweise des Ausführungsbeispiels der Erfindung an
Hand der Figur 1 beschrieben werden.
[0015] Wie in Figur 1 gezeigt, wird die geschlossene Leitung 20 durch die Antriebskörper
12 angetrieben, wobei der Antrieb durch unterschiedliche Verteilung des in der Leitung
20 zirkulierenden Mediums, welches leichter als die Umgebung ist, sich jedoch bei
gleichem Druck wie diese befindet, bewirkt wird. Wie in Figur 1 auf dem linken Abschnitt
zu erkennen ist, wirken die Auftriebskräfte und das Gewicht des Gewichtskörpers:18
gegeneinander, so daß bei einer vertikalen Stellung des
Antriebskörpers das leichtere Medium des geschlossenen Leitungssystems 20 in die -
maximal durch Auseinanderziehen der Stempel 17, 19 - geöffnete Kammer einströmt, und
dadurch eine zusätzliche Auftriebskraft bewirkt.
[0016] Auf der - in Figur 1 - rechten Seite des Leitungssystems wird nun durch die Kräfteumkehr
- der Antriebskörper wird um 180
0 gedreht - über die Auftriebskraft des Auftriebskörpers 16 sowie das Gewicht des Gewichtskörpers
18 das leichtere Medium aus der Kammer 14 durch Zusammenpressen der Stempel 17, 19
entfernt. Es tritt also lediglich eine Umverteilung des leichteren Mediums ein, wodurch
unterschiedlicher Auftrieb erreicht wird und die Vorrichtung in der Umdrehung gehalten
wird. Die zu dieser Umverteilung des Mediums notwendige thermische Energie entnimmt
die Vorrichtung aus ihrer Umgebung. Die Vorrichtung sollte daher bevorzugt in einer
gut wärmeleitenden Umgebung untergebracht werden, damit der Wärmeverlust der Umgebung
schnell ausgeglichen werden kann, beispielsweise in einem See, in erwärmtem Wasser
aus Kühltürmen oder ähnlichem.
[0017] In Figur 2 ist eine weiteres bevorzügtes Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt,
welches zwei geschlossene Leitungen 20, 28 mit Medien unterschiedlicher Dichte aufweist.
Zusätzlich zu der Kammer 14, die durch die Stempel 17, 19 begrenzt wird und ein Medium
enthält, welches leichter als das die Vorrichtung umgebende ist, ist eine zweite geschlossene
Leitung 28 vorgesehen, welche mit Nebenkammern 24 der Zylinder in Verbindung steht..
In jedem Zylinder sind zusätzlich zur Kammer 14 Nebenkammern vorgesehen, welche durch
die Zylinderstirnflächen und die der Kammer 14 entgegengesetzten Seiten der Stempel
17,19 und die Zylirderwände gebildet werden. Diese Nebenkanmern 24 besitzen ebenfalls
ein veränderliches Volumen, wobei ihr Volumen dann, wenn das Volumen der Kammer 24
ein Minimum besitzt, maximal ist und umgekehrt. Dementsprechend wird dann, wenn -
wie in Figur 2 auf der linken Seite dargestellt - das Volumen der Kammer 14 durch
Herausziehen des ersten Stempels 17 mittels des
Auftriebskörpers 16 und Herausziehen des zweiten Stempels 19 mittels des Gewichtskörpers
18 ein maximales Volumen besitzt, wodurch das leichte Medium der Leitung 20 zum Erzielen
eines Auftriebs auf der in Figur 2 dargestellten linken Seite der Vorrichtung erreicht
wird, auf der rechten Seite der Vorrichtung werden durch Zusammendrücken der Stempel
17, 19 mittels des Gewichtskörpers 18 und des Auftriebskörpers 16,welche bei 180 0-Drehung
des Zylinders die Kammer 14 zusammendrücken, gleichzeitig die Nebenkammern 24 vergrößert
und mit dem in der Leitung 28 befindlichen schwereren Medium als das der Umgebung
gefüllt. Hierdurch wird zusätzliches Gewicht auf die in Figur 2 der Zeichnung rechte
Seite der Vorrichtung gebracht.
[0018] Selbstverständlich sollen die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele, die lediglich
zylinderförmige Antriebskörper aufweisen, nicht einschränkend auf den Erfindungsgedanken
wirken. Die Auftriebskörper können genauso gut Blasen- oder Ballon-artige Körper aus
flexibler Kunststoffolie sein, an deren Wänden in etwa mittig einander entgegengesetzt
ein Auftriebskörper und ein Gewichtskörper befestigt sind. Bei einer der "linken Stellung"
der Figuren entsprechenden Anordnung würde sodann mittels eines oben angeordneten
Auftriebskörpers und eines nach unten ziehenden Gewichtskörpers die Kunststoffblase
auseinandergezogen und leichtes, flüssiges Medium aus der umlaufenden Leitung angezogen,
während bei einer der rechten Seite der Figuren entsprechenden Stellung der Gewichtskörper
durch sein Gewicht auf die Kunststoffblase drücken würde und der Auftriebskörper durch
seinen Auftrieb von unten zur Volumenverminderung der eingeschlossenen Kammer beitragen
würde, wodurch das in dem Kunst- stoffkör
per befindliche Medium ausströmt und der Auftrieb der Kammer 24 entsprechend vermindert
wird.
[0019] Die Energiegewinnung bei der vorbeschriebenen Vorrichtung findet also aufgrund der
Umverteilung von auftriebbewirkendem gasförmigem oder flüssigem Medium statt, wobei
diese Umverteilun
g des auftriebbewirkenden Gases auch mit einer Umverteilung von abtriebbewirkendem
Gas gekoppelt sein kann, so daß beide Umverteilungen sich ergänzen.
[0020] Die in der vorstehenden Beschreibung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale
der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
1. Vorrichtung zur Energieerzeugung, gekennzeichnet durch Antriebskörper (12), die
mindestens eine Kammer (14) einschließen, deren Volumen mittels mindestens jeweils
eines beweglich an dem Antriebskörper angeordneten Auftriebskörpers(16) und Gewichtskörpers
(18) steuerbar ist; mindestens eine, die Kammern (14) der Antriebskörper verbindende
geschlossene Leitung (20), wobei die Leitung (20) und die Kammer(n) (14) mit einem
flüssigen oder gasförmigen Medium geringerer Dichte als die Umgebung der Vorrichtung
bei gleichem Druck wie diese Umgebung gefüllt sind; und Energieabnehmer (22), die
durch das Umlaufen der geschlossenen Leitung (20) erzeugte Energie in an sich bekannter
Weise abnehmen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebskörper (12)
zylinderförmig sind und die Volumenänderung der Kammern (14) mittels eines ersten
mit einem Auftriebskörper (16) verbundenen, in Richtung der Zylinderlängsachse bewegbaren
Stempels (17) und mittels eines zweiten, mit einem Gewichtskörper (18) verbundenen
Stempels (19) erfolgt, wobei die Bewegung der Stempel (17, 19) begrenzt ist, so daß
eine Verbindungsleitung (21) zwischen der geschlossenen Leitung und der jeweiligen
Kammer (14) des Antriebskörpers (12) stets geöffnet bleibt und die Stempel, welche
das flüssige oder gasförmige Medium geringerer Dichte gegen die Umgebung abdichten,
durch einen äußeren Anschlag im Zylinder gehalten werden, wobei die Bewegung der Stempel
gegenläufig erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftriebskörper (16)
flexible, mit mindestens einer Verbindungsleitung (20) verbundene Kunststoffkörper
sind, an deren Oberfläche jeweils mindestens ein Gewichtskörper mit einer höheren
Dichte als der der Umgebung und ein Auftriebskörper mit einer geringeren Dichte als
das umgebende Medium derart angeordnet sind, daß Auftriebskraft und Gewicht derart
gegeneinander wirken, daß bei vorbestimmten Positionen des Kunststoffkörpers das Volumen
des Kunststoffkörpers verringert und bei anderen vorbestimmten Positionen das Volumen
des Kunststoffkörpers vergrößerbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch,gekennzeichnet, daß Auftriebs- und Gewichtskörper
in die flexible Kunststoffolie eingegossen sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung vollständig in einen Behälter mit einem flüssigen oder gasförmigen
Medium vorbestimmter Dichte und vorbestimmten Druckes eingetaucht ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Masse der Auftriebskörper (16) und der Gewichtskörper (18) gleich ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Auftriebskörper (12) zwei durch eine zweite geschlossene Leitung untereinander
verbundene, in ihrem Volumen veränderliche Nebenkammern (24) aufweist, wobei diese
zweite geschlossene Leitung und die mit ihr verbundenen Nebenkammern (24) mit einem
Medium höherer Dichte als die des umgebenden Mediums gefüllt sind, wobei die Nebenkammern
(24) derart angeordnet sind, daß eine Verringerung des Volumens der Kammer (14) zu
einer Vergrößerung des Volumens der Nebenkammern führt.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Energieabnehmer Rollen (22) sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieabnehmer mit
herkömmlichen Generatoren für elektrische Energie betrieblich verbunden sind.