[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lichtreklamen- und Informations-Einrichtung
bestehend aus einem Gehäuse mit mindestens einer Bildscheibe und einer im Gehäuse
angeordneten Lichtquelle. Zwischen Lichtquelle und Bildschirm ist ein Diapositivfilm
mit mindestens einem Bild oder einer Information angeordnet.
[0002] Solche Lichtreklamen-Einrichtungen sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt,
wovon eine zum Beispiel in der Schweizerischen Patentschrift Nr. 401 667 beschrieben
ist. Im weiteren sind Lichtreklamen- und Informations-Einrichtungen bekannt, bei welchen
das Reklamebild oder die Information für eine bestimmte Zeit beleuchtet wird und nachfolgend
durch Ausschalten der Beleuchtung wieder verschwindet. Bei solchen Einrichtungen finden
Diapositivfilme oder auch Papierplakate Verwendung. Dabei kann immer wieder das gleiche
Bild gezeigt werden, oder es werden mehrere Bilder in Form einer Filmrolle zusammengehängt,
wobei die Rolle während der Zeit in welcher die Lichtquelle ausgeschaltet ist jeweils
um ein Bild weiter transportiert wird. Der Film, bzw. das Papierplakat, ist dabei
hinter der Bildscheibe angeordnet und wird durch eine im Gehäuse angeordnete Lichtquelle
beleuchtet.
[0003] Die bekannten Ausführungen solcher Einrichtungen haben den Nachteil, dass bei ausgeschalteter
Lichtquelle das Bild durch die Bildscheibe undeutlich erkannt werden kann. Besonders
störend wirkt sich dies aus, wenn der Film transportiert wird, um das nächste Bild
in die Beleuchtungsposition zu bringen. Insbesondere bei Werbebildern wird dadurch
der Wirkungseffekt zwischen der leeren Bildscheibe und dem aufleuchtenden Werbebild
reduziert.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Einrichtung zu schaffen, bei welcher
das Bild hinter der Bildscheibe bei ausgeschalteter Lichtquelle keinen störenden Einfluss
auf den Betrachter hat. Zudem soll auch die störende Wirkung des durchlaufenden Bildes,
bzw. Filmes, beim Bildwechsel vermieden werden. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst,
dass an der Innenfläche der Bildscheibe eine Beschichtung angebracht und die Lichtdurchlässigkeit
der beschichteten Scheibe um 15 bis 50 % reduziert ist. Die Beschichtung kann dabei
aus einer Kunststoffolie bestehen, welche mindestens einseitig mit einem optisch klaren
Metallfilm versehen ist. Anstelle der Kunststoffolie können aber auch fein verteilte
Pünktchen aus reflektierendem Material, z.B. weisser Farbe oder ähnlicher Art, auf
die Innenfläche der Bildscheibe aufgebracht werden, wodurch das gewünschte Resultat
ebenfalls erreicht werden kann. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Beschichtung
aus einem direkt auf die Innenfläche der Bildscheibe aufgedampften Metallfilm bestehen.
[0005] Beim Betrieb der erfindungsgemässen Einrichtung befindet sich der Diapositivfilm
mit dem Werbebild oder der Information in farbiger oder schwarz/weisser Ausführung
zwischen der Bildscheibe und der Lichtquelle, innerhalb des Gehäuses. Wird die Lichtquelle
eingeschaltet, so wird das Bild oder die Information durch die Bildscheibe von aussen
klar sichtbar. Bei ausgeschalteter Lichtquelle ist es dagegen nicht möglich, das Bild
zu erkennen, da die reduzierte Durchlässigkeit der beschichteten Scheibe die Durchsicht
in den dunklen Kasten verhindert. Auch der rollende Film kann von aussen nicht erkannt
werden, und die Bildscheibe erscheint deshalb bei ausgeschalteter Lichtquelle als
gleichmässig gefärbte ruhige Fläche. Anstelle des Diapositivfilmes kann auch ein elektronisches
Anzeigefeld oder ein Bildschirm Verwendung finden.
[0006] Eine zusätzliche Verbesserung der Bildqualität und der Wirkung der leeren Bildfläche
ergibt sich, wenn für die Bildscheibe reflexarmes Glas verwendet wird. Dies kann dadurch
erreicht werden, dass die äussere Fläche der Bildscheibe schwach geätzt ist. Dies
hat zur Folge, dass auf der Bildscheibe keine unerwünschten Spiegelungen von fremden
Objekten auftreten und gleichzeitig die Farbwirkung bei gefärbtem Glas oder Beschichtung
gleichmässiger ist. Die Aetzung darf dabei nur so stark sein, dass das mit Abstand
zur Bildscheibe angeordnete Bild noch in der gewünschten Weise sichtbar ist.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die Beschichtung so ausgeführt, dass
das von aussen einfallende Licht so stark reflektiert wird, dass die Bildscheibe bei
abgeschalteter Licht- 'quelle einen Spiegel bildet. Diese Ausführungsform hat den
zusätzlichen Vorteil, dass die Einrichtung bei ausgeschalteter Lichtquelle als Spiegelfläche
benutzt werden kann. Dadurch eröffnen sich weitere Einsatzmöglichkeiten für derartige
Geräte. Beim Einsatz der Bildscheibe als Spiegelfläche hat es sich auch als vorteilhaft
erwiesen, das Werbebild oder die Information nur auf einer Teilfläche der Bildscheibe
erscheinen zu lassen. Dadurch lassen sich wiederum besondere Effekte erreichen, indem
ein Teil der Bildscheibe dauernd als Spiegel und ein anderer Teil abwechselnd als
Spiegel und als Bild erscheint. Die Bildscheibe kann auch in eine Wand eingebaut sein.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine rechteckförmige Lichtreklamen- und Informations-Einrichtung
[0009] Die Lichtreklamen- und Informations-Einrichtung besteht aus einem Gehäuse 1, welches
mindestens an einer Seite mit einer Bildscheibe 2 versehen ist. Im Innern des Gehäuses
1 befindet sich eine Lichtquelle 3, z.B. in der Form einer Leuchtröhre. Im Gehäuse
1 ist zwischen der Bildscheibe 2 und der Lichtquelle 3 ein Diapositivfilm angeordnet,
auf welchem das Reklamebild oder die Information schwarz/weiss oder farbig abgebildet
ist. Die Innenfläche 7 der Bildscheibe 2 ist mit einer Beschichtung 8 versehen. Diese
Beschichtung besteht im beschriebenen Beispiel aus einem hochtransparenten Polyesterfilm,
welcher mit einer optisch klaren Aluminium-Bedampfung versehen ist. Dieser Polyester
film ist auf die Innenfläche 7 der Bildscheibe 2 aufgeklebt. Durch den aufgeklebten
Film wird die Lichtdurchlässigkeit der Scheibe 2 um ca. 40 % reduziert. Diese Lichtreduktion
wirkt sich jedoch nur auf von aussen cinfallondes Licht aus. Die Lichtquelle 3 ist
so stark ausgestaltet, dass das Bild auf dem Diapositivfilm 4, für Betrachter ausserhalb
des Gerätes 1, bei eingeschalteter Lichtquelle 3 klar und in voller Farbqualität erscheint.
Die Aussenfläche 9 der Bildscheibe 2 ist schwach geätzt, um unerwünschte Reflexionen
von sich ausserhalb des Gerätes befindlichen Objekten zu verhindern. Als Grundlage
für die Bildscheibe 2 wird ein handelsübliches reflexarmes Glas verwendet. Im weiteren
weist das Gerät eine Steuer- und Antriebseinrichtung 10 auf, welche beim Einsatz von
Filmrollen für den Transport des Filmes und die Steuerung der Beleuchtung vorprogrammiert
wird.
[0010] Beim Betrieb des Gerätes wird die Lichtquelle 3 für eine bestimmte Zeit eingeschaltet,
wodurch der Bildausschnitt des Diapositivfilmes 4 hinter der Bildscheibe 2 für einen
Betrachter ausserhalb des Gerätes sichtbar wird. Nach einer bestimmten vorgewählten
Zeit wird die Lichtquelle 3 ausgeschaltet, und der Diapositivfilm 4 wird um ein ganzes
Bild weiter transportiert. Dabei kann der Film 4 sowohl von der Rolle 5 zur Rolle
6, wie auch umgekehrt, transportiert werden. Sobald sich das neue Bild auf dem Film
4 hinter der Bildscheibe 2 befindet wird die Lichtquelle 3 erneut eingeschaltet, und
das neue Reklamebild oder die neue Information ist für den Betrachter sichtbar. Während
des Transportes des Films und bei ausgeschalteter Lichtquelle 3 verhindert die Beschichtung
8, bzw. die aufgeklebte Folie die Durchsicht durch die Bildscheibe 2 in den dunklen
Raum innerhalb des Gehäuses 1. Dadurch kann weder das Bild auf dem Film 4 noch der
allfällig laufende Film 4 selbst erkannt werden.
1. Lichtreklamen- und Informations-Einrichtung bestehend aus einem Gehäuse mit mindestens
einer Bildscheibe und einer im Gehäuse angeordneten Lichtquelle, wobei zwischen Lichtquelle
und Bildscheibe ein Diapositivfilm angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an
der Innenfläche (7) der Bildscheibe (2) eine Beschichtung (8) angebracht, und dass
die Lichtdurchlässigkeit der beschichteten Scheibe (2) um 15 bis 50 % reduziert ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (8)
aus einer Kunststoffolie besteht, welche mindestens einseitig mit einem optisch klaren
Metallfilm versehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (8)
aus fein verteilten Pünktchen aus reflektierendem Material besteht.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (8)
aus einem direkt auf die Innenfläche (7) der Bildscheibe (2) aufgedampften Metallfilm
besteht.
5. Einrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontfläche
(9) der Bildscheibe (2) schwach geätzt ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung
(8) das von aussen einfallende Licht so stark reflektiert, dass die Bildscheibe (2)
bei äbgeschalteter Lichtquelle einen Spiegel bildet.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der beleuchtete Teil
des Films (4) nur eine Teilfläche der Bildscheibe (2) bedeckt.