[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Handlampe mit mindestens einer Leuchtstoffröhre,
mit einem die Leuchtstoffröhre teilweise umgebenden, rinnenförmigen Reflektorgehäuse
zur Halterung und für den elektrischen Anschluss der Leuchtstoffröhre und mit einem
mit dem Reflektorgehäuse verbundenen, koaxial zu diesem angeordneten, an ein Wechselstromnetz
anschliessbaren Vorschaltgerät, wobei das Reflektorgehäuse, die Leuchtstoffröhre und
das Vorschaltgerät in einem lichtdurchlässigen Schutzrohr untergebracht sind, das
mit einem eine Durchführung für ein Netzkabel aufweisenden Handgriff versehen ist.
[0002] Eine solche Handlampe ist beispielsweise aus der CH-PS 581 290 bekannt und stellt
eine bewährte, robuste und wartungsfreundliche Leuchte dar. Da die Handlampe sehr
kompakt sein muss, entstehen Schwierigkeiten zur Unterbringung des für den Betrieb
einer Leuchtstoffröhre erforderlichen Vorschaltgeräts. Im Falle der Verwendung einer
Vorschaltdrossel bestehen die Nachteile darin, dass diese gross, schwer und verhältnismässig
kostspielig ist, so dass ihre Unterbringung in einer Handlampe praktisch auszuschliessen
ist. Ein Widerstands-Vorschaltglied zusammen mit einer geeigneten Zündvorrichtung
vermeidet zwar das Erfordernis einer Drossel, verlagert die Nachteile jedoch auf die
Abfuhr der erzeugten Verlustwärme. Der Einbau eines Widerstandsdrahtes in das Netzkabel
bringt eine wesentliche Einschränkung wegen der nicht zu ändernden Länge des Widerstandsdrahtes
und der Unmöglichkeit einer Reparatur eines beschädigten Netzkabels mit sich. Beim
Einbau eines Vorwiderstandes in die Handlampe treten beträchtliche Schwierigkeiten
in bezug auf die erforderliche Wärmeabfuhr auf.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demnach darin, eine Handlampe der
eingangs genannten Art zu schaffen, die ein kostengünstiges, raumsparendes und insbesondere
bezüglich erzeugter Verlustwärme zuverlässiges Vorschaltgerät enthält.
- Erfindungsgemäss ist die Handlampe dadurch gekennzeichnete dass das Vorschaltgerät
ein elektronisches Hochspannungs-Speisegerät ist und dass ein langgestreckter, mit
dem Hochspannungs-Speisegerät bzw. mit der Leuchtstoffröhre verbundener Vorwiderstand
sich am oder im Reflektorgehäuse befindet, wobei das Reflektorgehäuse als Kühlkörper
für den Vorwiderstand dient.
[0004] Vorzugsweise ist das Hochspannungs-Speisegerät eine auf einer Leiterplatte angeordnete
Spannungsvervielfacher-Gleichrichterschaltung, deren Eingang über das Netzkabel an
die Netzwechselspannung anschliessbar ist und deren Ausgangsklemmen steckbar mit der
Leuchtstoffröhre bzw. mit dem Vorwiderstand verbunden sind, wobei die Leiterplatte
im Schutzrohr koaxial zur Leuchtstoffröhre bzw. zum Reflektorgehäuse angeordnet ist.
Vorzugsweise sind das Reflektorgehäuse mit der Leuchtstoffröhre und das Hochspannungs-Speisegerät
im Schutzrohr mittels eines die Durchführung für das Netzkabel aufweisenden stopfenartigen
Verschlussteils über eine lösbare Einrastvorrichtung gehalten. Mehrere je ein Reflektorgehäuse
mit Leuchtstoffröhre und ein Hochspannungs-Speisegerät enthaltende lichtdurchlässige
Schutzrohre können parallel zueinander durch endseitige Brückenglieder miteinander
zu einer Handlampe mit mehreren Leuchtstoffröhren verbunden werden, wobei das eine
Brückenglied als Handgriff mit einer Durchführung für das Netzkabel ausgebildet wird.
Alternativ kann auch ein einziges lichtdurchlässiges Schutzrohr vorgesehen werden,
in welchem die Reflektorgehäuse und die Hochspannungs-Speisegeräte durch innere Vorsprünge,
z.B. Rippen, in Querrichtung gehalten sind.
[0005] Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachstehend anhand der Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen
Handlampe mit einer einzigen Leuchtstoffröhre,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Handlampe der Fig. 1, zum Teil im Schnitt,
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen
Handlampe mit zwei Leuchtstoffröhren, zum Teil im Schnitt,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Handlampe der Fig. 3,
Fig. 5, 5 und 7 Schnitte längs den Linien V-V, VI-VI und VII-VII in Fig. 3, wobei
im Schnitt der Fig. 5 eine Leiterplatte mit einer Spannungsvervielfacherschaltung
nicht dargestellt ist.
[0006] Gemäss Fig. 1 und 2 enthält die dargestellte Handlampe ein lichtdurchlässiges, vorzugsweise
durchsichtiges Schutzrohr 8, das ein verschlossenes Ende mit einer Schutzkappe 14
hat. Vom andern Ende her ist in das Schutzrohr 8 die Zusammensetzung eines Halters
1, in welchen eine Leuchtstoffröhre 32 aufgenommen ist, einer Leiterplatte 16, welche
die Bauteile einer allgemein mit 3 bezeichneten Spannungsvervielfacher-Gleichrichterschaltung
trägt, und eines stopfenartigen Verschlussteils 4 eingesetzt. Das Verschlussteil 4
ist mit dem Schutzrohr 8 durch einen Rasterknopf 6, der mit einer Aussparung 7 im
Schutzrohr 8 in Eingriff steht, zug-und drehfest verbunden. Der Halter 1 weist einen
halbzylindrischen, die Leuchtstoffröhre 32 zum Teil umfassenden Reflektor und Kontakt-Endteile
18 auf, die mit je einem der üblichen äusseren Kontaktstifte der Leuchtstoffröhre
32 in elektrischer und mechanischer Verbindung stehen. Eines der Kontakt-Endteile
18 ist stiftförmig nach aussen geführt und in eine auf der Leiterplatte 16 angeordnete
Verbindungsklemme 25 eingesteckt. Das andere Kontakt-Endteil 18 ist über einen Widerstandsdraht
17 in eine weitere, auf der Leiterplatte 16 angeordnete Verbindungsklemme 2 gesteckt.
Der Widerstandsdraht 17 ist in den Reflektorteil des Halters 1 eingebettet, so dass
er sich längs des Halters 1 erstreckt. Dadurch wirkt der Halter 1 als Kühlkörper für
den Widerstandsdraht 17 und vermeidet das Auftreten einer übermässig hohen Temperatur.
[0007] Der durch den Widerstandsdraht 17 dargestellte Vorwiderstand für die Leuchtstoffröhre
32 kann in beliebiger, dauerhafter Weise ausgebildet sein. Beispielsweise kann der
Widerstandsdraht 17 in wärmefestes Material, aus welchem der Halter 1 bestehen kann,
eingebettet, z.B. eingepresst, sein. Der Halter 1 kann auch an seiner Oberfläche mit
einem Widerstands- überzug geeigneter Form und Abmessungen versehen sein. Des weitern
kann der Halter 1 ganz oder teilweise aus einem Material geformt sein, das den erforderlichen
Widerstand bzw. spezifischen Widerstand aufweist.
[0008] Die Leiterplatte 16 ist in ihrer Lage bezüglich des Verschlussteils 4 durch einen
Schlitz 9 im Verschlussteil 4 fixiert. Ein in einer Durchführung des Verschlussteils
4 liegendes Netzkabel 10 ist auf der Leiterplatte 16 mittels einer Zugentlastungsbride
12 festgehalten und elektrisch an eine Kabelklemme 13 angeschlossen. Die Spannungsvervielfacher-Gleichrichterschaltung
3 ist von einem Isolierrohr 5 umgeben. Ueber den die Schaltung 3 umschliessenden Endbereich
des Schutzrohrs 8 ist ein ebenfalls mit einer Durchführung für das Netzkabel 10 versehener
Handgriff 15 gescho- .ben, der abgezogen werden kann, wenn bei einer Wartung der Handlampe,
z.B. zum Ersetzen der Leuchtstoffröhre 32, das Schutzrohr 8 durch Drücken des Rasterknopfes
6 zu entfernen ist.
[0009] Die Spannungsvervielfacher-Gleichrichterschaltung 3 kann eine an sich bekannte, direkt
an das Wechselspannungsnetz anschliessbare, Speicherkondensatoren 26, 27 und Dioden
28 enthaltende Spannungsvervielfacherschaltung sein, insbesondere eine Spannungsvervierfacherschaltung
bei Netzspannungen von 110 V, und allenfalls eine Spannungsverdreifacher- oder Spannungsverdopplerschaltung
für höhere Netzspannung von beispielsweise 220 V.
[0010] Beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 3 bis 7 sind zwei Lampeneinheiten mit je
ihrem Schutzrohr 8 und ihrer Spannungsvervielfacher-Gleichrichterschaltung parallel
zueinander angeordnet. Hierbei entspricht jede Einheit im wesentlichen dem in den
Fig. 1, 2 dargestellten Ausführungsbeispiel. Unterschiede bestehen darin, dass die
Schutzkappe 14 durch ein gemeinsames Brückenstück 29 mit einem Aufhängehaken sowie
der Handgriff 15 und das Verschlussteil 4 durch einen rohrförmigen Handgriff 20 und
durch ein Brückenstück 19 ersetzt sind. Leiter 22 sind von jeder Schaltung 3 durch
Löcher 21 im Brückenstück 19 geführt. Die Kabelklemme 13 auf der Leiterplatte jeder
Schaltung 3 ist durch eine im Handgriff 20 angeordnete Anschlussklemme 31 ersetzt.
Das Netzkabel 10 ist durch einen in das offene Ende des Handgriffs 20 eingesetzten
Verschlussstopfen 30 verankert.
[0011] In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform mit mehreren, z.B. zwei parallel
angeordneten Leuchtstoffröhren kann auch ein einziges, die Halter mit den Leuchtstoffröhren
und die Spannungsvervielfacher-Gleichrichterschaltungen umschliessendes lichtdurchlässiges
Schutzrohr vorgesehen sein, wobei dann wieder Brückenstücke ähnlich den Fig. 3 bis
7 verwendet werden. Zur Ficierung der Lage der Halter und der genannten Schaltungen
in der Querrichtung wird dieses gemeinsame Schutzrohr vorzugsweise zweiteilig (zweischalig)
ausgebildet, wobei die eine Schalenhälfte mit inneren Vorsprüngen, z.B. Rippen, geformt
wird, zwischen welche die festzuhaltenden Teile gelegt werden.
[0012] In allen Ausführungsbeispieln kann die Handlampe auf die in Fig. 3 dargestellte Weise
wasserdicht gestaltet werden, nämlich durch die Anordnung von 0-Ringen zwischen dem
bzw. jedem Isolierrohr 8 und dem Verschlussteil 4 bzw. dem Brückenstück 19.
[0013] Es ist auch ersichtlich, dass beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 bis 7 mit zwei
Leuchtstoffröhren die eine funktionsfähig bleibt, wenn die andere ausfällt.
1. Handlampe mit mindestens einer Leuchtstoffröhre, mit einem die Leuchtstoffröhre
teilweise umgebenden, rinnenförmigen Reflektorgehäuse zur Halterung und für den elektrischen
Anschluss der Leuchtstoffröhre und mit einem mit dem Reflektorgehäuse verbundenen,
koaxial zu diesem angeordneten, an ein Wechselstromnetz anschliessbaren Vorschaltgerät,
wobei das Reflektorgehäuse, die Leuchtstoffröhre und das Vorschaltgerät in einem lichtdurchlässigen
Schutzrohr untergebracht-sind, das mit einem eine Durchführung für ein Netzkabel aufweisenden
Handgriff versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorschaltgerät (3) ein elektronisches
Hochspannungs-Speisegerät ist, und dass ein langgestreckter, mit dem Hochspannungs-Speisegerät
(3) bzw. der Leuchtstoffröhre (32) verbundener Vorwiderstand (17) sich am oder im
Reflektorgehäuse (1) als Kühlkörper für den Vorwiderstand (17) dient.
2. Handlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochspannungs-Speisegerät
(3) eine auf einer zum Reflektorgehäuse (1) koaxial im Schutzrohr (8) angeordneten
Leiterplatte (16) befindliche Spannungsvervielfacher-Gleichrichterschaltung (26,27,28)
ist, deren Eingang über das Netzkabel (10) an die Netzwechselspannung anschliessbar
ist und deren Ausgangsklemmen (2,25) mit der Leuchtstoff- röhre (32) bzw. mit dem
Vorwiderstand (17) lösbar, z.B. steckbar, verbunden sind.
3. Handlampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochspannungs-Speisegerät
(3) und das Reflektorgehäuse (1) mit der Leuchtstoffröhre (32) innerhalb des Schutzrohrs
(8) durch ein Verschlussteil (4;19) und durch eine betätigbare Einrastvorrichtung
(6,7), welche das Verschlussteil (4;19) im Schutzrohr (8) verriegelt, festgehalten
sind.
4. Handlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere
Reflektorgehäuse (1) mit je einer Leuchtstoffröhre (32) und je einem koaxialen Hochspannungs-Speisegerät
(3) parallel zueinander angeordnet und von je einem lichtdurchlässigen Schutzrohr
(8) oder einem gemeinsamen lichtdurchlässigen Schutzrohr umschlossen sind.
5. Handlampe nach Anspruch 4, mit je einem Schutzrohr, dadurch gekennzeichnet, dass
alle Schutzrohre (8) an ihren Enden durch je ein gemeinsames Brückenstück (19,29)
abgeschlossen sind, wobei das eine Brückenstück (19) mit einem eine Durchführung für
das Netzkabel (10) aufweisenden Handgriff (20) versehen ist.
6. Handlampe nach Anspruch 4, mit einem gemeinsamen Schutzrohr, dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzrohr in Längsteilung zweiteilig ausgebildet ist, wobei mindestens eines
der beiden Längsteile mit inneren Vorsprüngen, z.B. Rippen, zum Festlegen der Lage
des Reflektorgehäuses und des Hochspannungs-Speisegeräts versehen ist.