[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bürstabdeakung für rotierend angetriebene walzenförmige
Reinigungsbürsten, insbesondere an Handbürst- bzw. Handbürstsauggeräten mit vorzugsweise
mehreren in Abständen voneinander zwischen die Borstenbüschel der Bürste eingreifenden
Querstegen.
[0002] Eine Bürstabdeckung bei solchen Geräten hat nicht nur den Zweck, den aufgebürsteten
Staub einem Absaugkanal zuzuführen, sondern auch das Herumwickeln von losen Gegenständen,
z. B. von Kleidungsstücken u. dgl., um die Bürste zu vermeiden. Dieselbe kann aber
auch noch dazu ausgebildet sein, die durch die Bürste mitgenommenen Fäden abzustreifen,
um diese einem Auffangbehälter zuzuführen bzw. in einen Absaugkanal abzuleiten, wie
dies beispielsweise in den bekannten Geräten gemäß der DE-OS 23 33 817 oder der Oe
Patentschrift Nr. 308 23 bzw. der Oe Patentschrift Nr. 297 647 beschrieben ist. Um
dies zu ermöglichen, werden quer zur Bürstachse sog. Abstreifkämme im oberen Bereich
der Bürste, d. h. an der dem Reinigungsgegenstand entgegengesetzten Seite, so angeordnet,
daß die abgestreiften Fäden ohne Behinderung einem anschliessenden Auffangbehälter
oder einem Absaugkanal zugeführt werden können. Die Ableitung der abgestreiften Fäden
ist dann am wirksamsten, wenn der Abstreifkamm an der nach abwärts gerichteten Drehseite
der Bürste angeordnet ist (DE-OS 2333817). Bei allen bisher bekannten Bürstabdeckungen
besteht aber weiterhin die Gefahr, daß durch die rotierende Bürste lose Gegenstände
an der Unterseite der Abdeckung hineingezogen werden. Selbst bei einer knapp um die
Bürste und bis an die untere Mantellinie derselben angeordneten Abdeckung verbleibt
an den borstenfreien Stellen der Bürste ein genügend großer Spalt, der sich von der
Abdeckung bis zur Bürstwelle hin erstreckt, welcher zusammen mit der Elastizität der
Borstenbüschel diese gefährliche Eigenschaft rotierender Bürsten ermöglicht. Besonders
bei motorisch angetriebenen Handbürstgeräten, deren Handlichkeit dazu führt, daß diese
sehr leicht in die Nähe der Kleidung der Bedienungsperson gebracht werden können,
bedeutet dies eine Gefährdung derselben. Nicht zuletzt ist aus diesem Grund eine Beschädigung
einer solchen Vorrichtung durch die wesentlich höhere Bürstumdrehung, im Gegensatz
zu manuell bewegbaren Bodenkehrgeräten, unvermeidbar.
[0003] Die in den oben angeführten Patentschriften beschriebenen Anordnungen sind aber keineswegs
in der Lage, das Hineinziehen loser Gegenstände zu verhindern,und somit eine Beschädigung
der Vorrichtung oder die Gefährdung der diese bedienenden Person zu vermeiden, da
die nachteiligen Folgen bereits dann voll wirksam sind, wenn Kleidungsstücke o. ä.
über die Achsmitte der Bürste hineingezogen werden.
[0004] Zweck der Erfindung ist es, eine Bürstabdeckung zu schaffen, welche diese Nachteile
vermeidet und einen besseren Schutz für die das Gerät bedienende Person gewährleistet.
[0005] Erfindungsgem
fß wird dies dadurch erreicht, wenn die Querstege an der der Reinigungsseite gelegenen
Bürsthälfte im Bereich der offenen Unterseite der Abdeckung zwischen die . Borstenbüschel
der Bürste eingreifen. Schon die Anordnung eines einzigen Steges zwischen zwei Borstenbüscheln
gemäß der Erfindung, z. B.-in der halben freien Länge der Bürste, erschwert das Hineinziehen
loser Gegenstände zwischen Bürste und Abdeckung. Vorteilhaft-ist es, mehrere Stege
in Abständen voneinander zu verwenden, welche so angeordnet sind, daß die Borstenbüschel
mindestens einige Millimeter unter diesen vorstehen, sodaß der-Reinigungsvorgang durch
dieselben nicht behindert bzw. eingeschränkt wird. Die zweckmäßigerweise mit rechteckigem
Querschnitt ausgebildeten Querstege können dabei auch in einem schrägen Winkel zur
Bürstachse angeordnet sein.
[0006] Die Anbringung der Querstege kann in einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erfolgen,
daß diese an der nach aufwärts gerichteten Drehseite der Bürste zwischen der Abdeckung
und der Bürstwelle angeordnet sind. Dabei ist es zweckmäßig, die einzelnen bis etwa
an die Bürstwelle reichenden Querstege einstückig mit der Abdeckung zu fertigen.
[0007] Besonders vorteilbringend ist es aber, wenn gemäß einer anderen, für alle Bürstanordnungen
geeigneten Weiterbildung der Erfindung, die Querstege unterhalb der Bürstwelle(n)
an der gesamten Breite der Bürstabdeckung durchgehend angeordnet sind. Damit ist auch
eine leicht austauschbare Anbringung derselben an der Abdeckung möglich.
[0008] Diese kann gemäß einer vorteilhaften Fortbildung der Erfindung dadurch erfolgen,
daß die Querstege mittels beiderseits an diesen anbringbaren Längsstegen an der Unterseite
der Abdeckung einsetzbar sind. Die'Querstege bilden daher mit den Längsstegen einen
Rahmen, welcher beispielsweise durch Eigenspannung oder mit Hilfe von federnden Klammern
in der Abdeckung haltbar angebracht werden kann.
[0009] Bei zwei oder mehreren parallel nebeneinander angeordneten mit nach innen gerichteter
Drehrichtung angetriebenen Reinigungsbürsten können gemäß einer weiteren vorteilbringenden
Fortbildung der Erfindung die Querstege an einem zwischen den Bürsten, vorzugsweise
unter dem Schnittpunkt der Mantellinien derselben liegenden, an der Abdeckung anbringbaren
Längssteg angeordnet sein. Es ist dabei auch möglich, den Achsabstand beider Bürsten
zu vergrößern und den Längssteg zwischen den Bürsten ggf. bis an die Oberkante der
Abdeckung reichend auszubilden, um dessen Stabilität zu vergrößern. Die an dem Längssteg
anbringbaren Querstege können entweder nur bis nahe den Bürstwellen oder auch unterhalb
derselben durchgehend bis zu den Unterkanten der Abdeckung reichend angeordnet sein.
[0010] Sind in der Abdeckung zwei oder mehrere Bürsten parallel nebeneinander liegend angeordnet,
so kann in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein,
daß die Querstege einer Bürstseite gegenüber jener der anderen Bürstseite etwa um
den halben Durchmesser eines Borstenbüschels versetzt angeordnet sind. Da zusammenhängend
damit auch die Borstenbüschel beider Bürsten um diesen Abstand zu versetzen sind,
ergibt sich dadurch an der gesamten Länge der Bürstabdeckung eine lückenlose Anordnung
von Borstenbüscheln, die eine wirksame Reinigung des Gegenstandes in einem Arbeitsgang
ermöglicht.
[0011] Die Erfindung wird anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert: Es zeigen:
Fig. 1 u. 2 je eine Bürstabdeckung nach der Erfindung mit einer in dieser angeordneten
Reinigungsbürste, Fig. 3 u. 4 ebenfalls im Querschnitt je eine weitere Ausbildung
der erfindungsgemäßen Abdeckung mit zwei parallel nebeneinander liegenden in diesen
angeordneten Reinigungsbürsten und Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie I-I in Fig.
4.
[0012] In dem erfindungsgemäßen Beispiel in Fig. 1 ist die Reinigungsbürste 1, die aus der
Bürstwelle 2 und den Borstenbüscheln 3 besteht, von der Abdeckung 4 umgeben, welche
in einen Absaugkanal 5 einer staubabsaugenden Einrichtung mündet. An der nach aufwärts
gerichteten Drehseite der Bürste 1. sind in Längsrichtung derselben in einigen Abständen
zwischen den Borstenbüscheln 3 quer liegende Stege 6, die mit der Abdeckung 4 verbunden
sind, bis knapp an die Bürstachse 2 reichend angeordnet.
[0013] Die Fig. 2 zeigt eine von der Abdeckung 4 umschlossene Reinigungsbürste 1, bei welcher
die Querstege 6 unter der Bürstwelle 2 durchgehend über die gesamte Breite der offenen
Abdeckung 4 angeordnet sind. Um das Auswechseln der Reinigungsbürste 1 zu ermöglichen,
- sofern diese an der Vorrichtung nicht selbst austauschbar gelagert ist - ist die
mit den Querstegen 6 verbundene Abdeckung 4 in dem Gehäuse 10 der Vorrichtung, in
welcher der Absaugkanal 5 angeordnet ist, einsetzbar. Die Abdeckung 4 wird demnach
über die Bürste 1 geschoben und ist daher an ihrer 0berseite in einer Breite, die
etwa dem Bürstdurchmesser entspricht, geöffnet. Die Abdeckung 4 rastet in Einkerbungen
des Gehäuses 10 ein und ist durch Eigenspannung in demselben haltbar.
[0014] In Fig. 3, die eine Bürstanordnung mit zwei parallel nebeneinander liegenden, mit
nach innen gerichteter Drehbewegung angetriebenen Reinigungsbürsten zeigt, sind die
querliegenden und jeweils bis zu den Bürstwellen 2 reichenden Querstege an einem unter
dem Schnittpunkt der Mantellinien der Bürsten 1 u. 1' anbringbaren Längssteg 7 angeordnet.
Der mit den Querstegen verbundene Längssteg kann einstückig mit der Abdeckung gefertigt
sein oder mit Hilfe von Federklammern o. dgl. in diese einsetzbar abgeordnet werden.
[0015] Die Fig. 4 zeigt wiederum die Anordnung von zwei parallel nebeneinander liegenden
Reinigungsbürsten in einer erfindungsgemäß ausgebildeten Bürstabdeckung. Bei dieser
sind die Querstege 6, die in der Mitte einen zur Versteifung dienenden Längssteg 11
aufweisen, mit Längsstegen 12 uj 13 verbunden, welche in Längsrichtung der Bürsten
1 u. 1' beiderseits nach oben hin mit nach innen gewölbten Laschen ausgebildet sind.
Die mit den Längsstegen 12 u. 13 verbundenen Laschen rasten in Ausnehmungen der Abdeckung
4 ein, sodaß dadurch eine leicht austauschbare Anbringung der Querstege 6 in der Abdeckung
4 möglich ist.
[0016] In der Fig. 5 ist beispielsweise die-Anordnung der Querstege 6 entlang der Bürsten
1 u. 1' dargestellt. Die Querstege einer Bürste und somit auch die Borstenbüschel
derselben sind dabei gegenüber jenen der anderen Bürste etwa um den halben Durchmesser
eines Borstenbüschels versetzt angeordnet, sodaß trotz der Querstege eine lückenlose
Anordnung von Borstenbüscheln in der gesamten Bürstlänge möglich ist. In diesem Ausführungsbeispiel
ist zwischen zwei nebeneinander liegenden Borstenbüscheln 3 je ein Quersteg 6 vorgesehen.
Die Anzahl der erforderlichen Querstege 6 ist je nach Bürstanordnung und Bürstausbildung
verschieden; auch die Ausbildung der Abdeckung 4 kann ausschlaggebend für die Zahl
der notwendigen Querstege sein, um damit die erfindungsgemäßen Vorteile zu erzielen.
Eine Kombination der verschiedenen Ausführungen untereinander ist möglich. Die möglichen
Anordnungen beschränken sich daher keineswegs auf die dargestellten Ausführungsbeispiele;
so können beispielsweise die-Querstege 6 in verschiedenen Abständen voneinander angeordnet
oder auch mit unterschiedlichen Längen bzw. Querschnitten ausgebildet sein.
[0017] Die Erfindung ist daher für die verschiedensten Bürstausbildungen und Bürstanordnungen
anwendbar. Der Einfachheit halber sind in den Ausführungsbeispielen die Borstenbüschel
parallel zur Längsachse der Bürste dargestellt, obwohl üblicherweise schraubenförmig
o. dgl. an der Bürstwelle verlaufende Bürstbüschelanordnungen bevorzugt verwendet
werden. Die erfindungsgemäße Bürstanordnung ist auch für zwei oder mehrere parallel
nebeneinander in der Vorrichtung oder in der Abdeckung gelagerte Reinigungsbürsten
vorteilbringend anwendbare selbst dann, wenn die Borstenbüschel beider Bürsten ineinander
greifend angeordnet sind.
1. Bürstabdeckung für rotierend angetriebene walzenförmige Reinigungsbürsten, insbesonders
an Handbürst- bzw. Hand- bürstsauggerpten mit vorzugsweise mehreren in Abständen voneinander zwischen die Borstenbüschel
(3) der Bürste (1) eingreifenden Querstegen (6),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querstege (6) an der der Reinigungsseite gelegenen Bürsthälfte im Bereich
der offenen Unterseite der Abdeckung (4) zwischen die Borstenbüschel (3) der Bürste
(1) eingreifen.
2. Bürstabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstege (6) an
der nach aufwärts gerichteten Drehseite der Bürste (1) zwischen der Abdeckung (4)
und der Bürstwelle (2) angeordnet sind.
3. Bürstabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstege (6) unterhalb
der Bürstwelle(n) (2,21) in der gesamten Breite der offenen Abdeckung (4)-durchgehend angeordnet sind.
4. Bürstabdeckung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstege (6) mittels
beiderseits anbringbaren Längsstegen (12, 13) an der Unterseite der Abdeckung einsetzbar
sind.
5. Bürstabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, für zwei oder mehrere parallel
nebeneinander in dieser angeordneten, mit nach innen gerichteter Drehrichtung angetriebenen
Reinigungsbürsten (1, 1'), dadurch gekennzeichnet,daß die Querstege (6) an einem zwischen
den Bürsten (1, 1'), vorzugsweise unter dem Schnittpunkt der Mantellinie derselben
liegenden, an der Abdeckung (4) anbringbaren Längssteg (7) angeordnet sind.
6. Bürstabdeckung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, für zwei oder mehrere parallel
nebeneinander in dieser angeordnetenReinigungsbürsten (1, 1'), dadurch gekennzeichnet,
daß die Querstege (6) einer Bürstseite gegenüber jener der anderen Bürstseite versetzt
angeordnet sind.