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(11) |
EP 0 042 483 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1985 Patentblatt 1985/01 |
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Anmeldetag: 07.05.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: G21F 9/34 |
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Verfahren und Einrichtung zur Endlagerung von länglichen radioaktiven Bauteilen
Process and device for the permanent storage of building elements of prolonged radioactivity
Procédé et dispositif pour le stockage final d'éléments de construction de longue
radioactivité
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR LI SE |
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Priorität: |
16.05.1980 DE 3018857
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.1981 Patentblatt 1981/52 |
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Anmelder: KRAFTWERK UNION AKTIENGESELLSCHAFT |
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D-4330 Mülheim (Ruhr) (DE) |
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Erfinder: |
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- Dannehl, Günther
D-6057 Dietzenbach (DE)
- Haase, Walter
D-8757 Karlstein (DE)
- Zeitzschel, Günter
D-6000 Frankfurt/Main (DE)
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| (74) |
Vertreter: Mehl, Ernst, Dipl.-Ing. et al |
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Postfach 22 13 17 80503 München 80503 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Endlagerung von länglichen radioaktiven
Bauteilen kleineren Querschnittes unter Verformung zu einer Spule.
[0002] Bei dem aus der französischen Patentschrift FR-A-2 390 811 (Fig. 8) und der Druckschrift
»Elektrotechnik« 60 (1978), Nr. 4, Seite 24 beschriebenen Verfahren sind die länglichen
Bauteile Brennstäbe aus Kernreaktor-Brennelementen. Sie werden zur Endlagerung folgendermaßen
behandelt:
Die Brennstäbe müssen aus dem Verband des Brennelements gelöst werden, denn sie sollen
einzeln oder zu mehreren mit einer Hülle aus duktilem Werkstoff umgeben werden, damit
ein Einschluß entsteht, der auch bei der anschließenden Verformung zur Verringerung
der Länge gasdicht bleibt. Als Verformung ist neben anderem das spiralförmige Wickeln
zu einer Scheibenspule vorgesehen. Mehrere Scheibenspulen sollen dann, wie in der
Druckschrift »Elektrotechnik« angegeben ist, in einem weiteren Behälter angeordnet
werden, der ebenfalls zur Abdichtung zusammengeschweißt wird. Der Behälter wird dann
in einem vorgefertigten keramischen Aufnahmebehälter mit Deckel eingebracht und heißisostatisch
bei Drücken von 1000 bar und Temperaturen von 1350° C zu einem dichten und kompakten
Körper gepreßt.
[0003] Obwohl Einzelheiten der vorgenannten Behandlung, z. B. in bezug auf die dazu erforderlichen
Werkzeuge und Werkräume offengelassen sind, kann das bekannte Verfahren nur in einem
nach Größe und Ausstattung umfangreichen Werk ablaufen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist demgegenüber die Beseitigung von Instrumentierungssonden
für einen Kernreaktor. Solche Sonden können eine Länge von mehreren Metern haben,
obwohl ihr Durchmesser höchstens wenige Zentimeter dick ist. So haben die zur Führung
von Meßleitungen dienenden Rohre in den Reaktordruckbehältern von Druck- und Siedewasserreaktoren
bei einer Länge von 6 m oder mehr oft einen kleineren Durchmesser als 1 cm. Wenn solche
Sonden zum Beispiel wegen einer Störung ausgewechselt werden müssen, hat man deshalb
bisher durch Zersägen für eine Zerlegung in kurze Abschnitte gesorgt, die mit den
normalen Transportmitteln, z. B. in Form der bekannten Normfässer mit 2001 1 Inhalt
abtransportiert werden konnten. Die Zerlegung ist jedoch wegen der starken Aktivierung
solcher Sonden außerordentlich schwierig. Im übrigen ist der Abtransport der zerlegten
Sonden nur bis zu einer Verarbeitungsstätte möglich, in der die Teile in eine für
die Endlagerung geeignete Form, z. B. durch Einbetten in Beton, gebracht werden müssen.
Die Erfindung erreicht demgegenüber die Endlagerung der vorgenannten Sonden auf einfache
Weise und vor allem mit weniger Personaleinsatz in strahlungsgefährdeter Umgebung
dadurch, daß Instrumentierungssonden für einen Reaktorkern während ihrer Entnahme
aus dem Reaktordruckbehälter in dem Raum unterhalb des Behälters mit einer fernbedienbaren
Wickelmaschine auf einen Spulenkörper aufgewickelt und zusammen mit diesem in einem
Abschirmbehälter untergebracht werden und daß der Abschirmbehälter dann mit einem
strahlungssicheren Verschluß versehen und zu einem Zwischen-und/oder Endlager abtransportiert
wird.
[0005] Bei der Erfindung entfällt das bisherige Zerlegen der Sonden vollständig. Außerdem
kann das bei der Erfindung vorgesehene Aufwickeln auf einen Spulenkörper der einzige
Arbeitsgang sein, der für die Endlagerung erforderlich ist, weil der Abschirmbehälter
selbst so ausgebildet werden kann, daß er für eine Endlagerung geeignet ist. Man kann
den Spulenkörper aber auch gegebenenfalls gemeinsam mit anderen, vorzugsweise gleichen
Spulenkörpern in größere Behälter einbringen, die dann für die Endlagerung vorgesehen
sind und möglicherweise nach einer weiteren Konditionierung, z. B. durch Vergießen,
mit Beton, abtransportiert werden.
[0006] Das neue Verfahren wird vorzugsweise so ausgeführt, daß der Spulenkörper in den Abschirmbehälter
eingesetzt und dort mit der Sonde bewickelt wird. Dabei kann der Spulenkörper auch
während des Bewickelns in den Abschirmbehälter hineinbewegt werden. Man erreicht auf
diese Weise eine bestimmte Führung des Wikkelgutes auf dem Spulenkörper. Bei mehrlagiger
Aufwicklung kann die Bewegung hin- und hergehend sein, wobei zweckmäßigerweise dafür
gesorgt wird, daß der Spulenkörper am Ende des Wickelvorganges in der tiefsten Stellung
innerhalb des Abschirmbehälters sitzt.
[0007] Als Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung kann auf einem Grundrahmen
ein Antriebsmotor und ein Getriebe angeordnet sein, das mit dem Antriebsmotor gekoppelt
ist und eine Welle mit einer Drehbewegung und einer Längsbewegung in Richtung der
Drehachse betätigt. Auf dem gleichen Grundrahmen ist ein topfförmiger Abschirmbehälter
lösbar so befestigt, daß seine Öffnung der Welle zugekehrt ist. In dieser Öffnung
sitzt ein Spulenkörper, der über eine lösbare Kupplung mit der Welle verbunden ist.
[0008] Der Abschirmbehälter besteht aus einem geeigneten Abschirmmaterial. Im Hinblick auf
die mechanischen Beanspruchungen sind hierfür Stahl- oder Gußeisen gut geeignet. Es
kann sich aber auch um metallisch verstärktes mineralisches Material, wie Beton handeln.
Die Wandstärke wird im Hinblick auf die zulässige Oberflächendosisleistung bemessen.
Sie wird üblicherweise zwischen 200 und 400 mm liegen.
[0009] Die Öffnungen des Abschirmbehälters können mit einschraubbaren Abschirmstopfen zu
verschließen sein. Dabei sollte der für das Einsetzen des Spulenkörpers vorgesehene
Hauptstopfen eine Welle aufweisen, die die Betätigung des Spulenkörpers bei aufgesetztem
Stopfen ermöglicht.
[0010] Der Spulenkörper wird zweckmäßigerweise mit der fliegenden Lagerung im Abschirmkörper
befestigt. Zu diesem Zweck kann er auf einem Dorn in der Öffnung des Abschirmbehälters
sitzen. Dabei kann der Spulenkörper als Ganzes oder mit einem besonderen Spulenteil
bei der Drehbewegung der Welle während des Aufwikkelvorganges hin- und herbewegbar
angeordnet sein. Die zu dieser Längsbewegung erforderliche Kraft kann von dem Wickelgut
ausgeübt werden. Ferner kann dem Spulenkörper ein Hüllrohr zugeordnet sein, das ein
elastisches Aufspringen des Wickelgutes verhindert und damit den Außendurchmesser
festlegt. Das Hüllrohr kann mit dem Spulenkörper verbunden werden, um mit diesem einen
gut zu transportierenden Körper zu bilden.
[0011] Besonders günstig ist es, wenn der Abschirmbehälter eine tangential an den Umfang
des Spulenkörpers führende Bohrung aufweist, die nach Beendigung des Aufwickelvorganges
zwangsläufig durch den Spulenkörper verschlossen ist. Zusätzlich zu diesem zwangsläufigen
Verschluß kann man aber auch weitere Stopfen vorsehen. Außerdem kann man dem Abschirmbehälter
ein Führungsrohr zuordnen, mit dem er in bezug auf den jeweiligen Einsatzort verstellbar
ist. Dies ist besonders vorteilhaft für den Fall, daß an einem Reaktordruckbehälter
mehrere räumliche nicht weit voneinander entfernte Meßleitungen abtransportiert werden
sollen.
[0012] Der bei der neuen Einrichtung vorgesehene Grundrahmen sollte mindestens ein Strahlenschutzüberwachungsgerät
aufweisen. Damit kann sich das z. B. für das »Einfädeln« notwendige Bedienungspersonal
über die Strahlungsgefahr informieren. Außerdem kann man damit Strahlungswerte ermitteln,
die eine Dekontamination erfordern.
[0013] Dem Motor und/oder dem Getriebe kann eine Vorrichtung zur Begrenzung des am Spulenkörper
wirkenden Drehmomentes zugeordnet sein. Dies ist wichtig, damit verhindert wird, daß
zu starke Kräfteströme an dem aufzuwickelnden Bauteil oder der neuen Einrichtung entstehen,
die nur mit großem Personalaufwand in strahlungsgefährdeten Bereichen wieder zu beheben
sind. Aus dem gleichen Grunde sollte dem Motor und/oder dem Getriebe ein Endschalterfür
einen maximalen Längsweg der Welle zugeordnet sein.
[0014] Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnung ein
Ausführungsbeispiel beschrieben. Dabei zeigt die Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch
den Unterteil des Reaktordruckbehälters eines Siedewasserreaktors mit den dort sitzenden
Steuerstabantrieben und der darunter plazierten Einrichtung beim Ziehen einer Meßsonde.
Die Fig. 2 und 3 zeigen diese Einrichtung in zwei zueinander senkrechten Vertikalschnitten
in größerem Maßstab.
[0015] Mit 1 ist der Reaktordruckbehälter eines Siedewasserreaktors für z. B. 1300 MWe bezeichnet,
der in einer Betonabschirmung 2 sitzt. Der Boden 3 des Reaktordruckbehälters enthält
eine Vielzahl von Stutzen 4 für Steuerstabantriebe. Weitere Stutzen sind für Meßsonden
6 vorgesehen, mit denen z. B. der Neutronenfluß oder die Temperatur oder der Druck
des Kühlwassers ermittelt werden. Die Sonden 6 sind üblicherweise in fingerdicken
Metallrohren angeordnet, die durch druckdichte Verschraubungen in den Reaktordruckbehälter
1 eingeführt sind. Ihre Länge beträgt je nach der Höhenlage, an der im Reaktordruckbehälter
gemessen werden soll, 4 bis 10 m. Damit ist ein Bauteil gegeben, das im Fall einer
Störung nur schwierig abtransportiert werden kann, weil es aus dem Reaktordruckbehälter
kommt und demgemäß stark aktiviert ist. Außerdem ist auch unterhalb der Steuerstabantriebe
4 noch eine erhebliche Strahlenbelastung vorhanden, so daß dort ein Arbeiten nur mit
besonderen Schutzmaßnahmen möglich ist.
[0016] Nach der Erfindung ist unterhalb der Steuerstabantriebe eine als Ganzes mit 10 bezeichnete
Einrichtung vorgesehen, mit der solche Sonden 6 aus dem Reaktordruckbehälter 1 gezogen
und dabei aufgewickelt werden. Die Einrichtung 10 umfaßt einen Grundrahmen 11, auf
dem ein Abschirmbehälter 12 z. B. bei 13 lösbar befestigt ist. Der Abschirmbehälter
12 ist ein überwiegend zylindrischer Topf mit einer Wandstärke D von etwa 400 mm.
Seine Öffnung 14 sitzt, wie Fig. 3 zeigt, zentrisch in dem Topf. Sie ist mit einem
Stopfen 15 bis auf eine innere Kammer verschlossen, in der ein Spulenkörper 16 auf
einem Dorn 17 fliegend gelagert ist.
[0017] Der Spulenkörper 16 steht in der in Fig. 2 bezeichneten Betriebsstellung über eine
lösbare Kupplung 18, die z. B. in Form einer Zahnwelle ausgebildet ist, mit einer
Welle 20 in Verbindung, die in dem Stopfen 15 drehbar gelagert ist, wie der Pfeil
21 zeigt und außerdem eine in ihrer Längsrichtung verlaufende Bewegung aufweist. Dies
soll mit dem Pfeil 22 bezeichnet sein.
[0018] Der Welle 20 ist eine Antriebswelle 23 zugeordnet, die über einen nicht weiter dargestellten
Drehmomentbegrenzer, z. B. in Form einer Rutschkupplung 24 und einen nicht weiter
dargestellten Endschalter angekuppelt ist. Die Antriebswelle 23 ist die Abtriebsseite
eines Getriebes 25, das von einem Elektromotor 26 betätigt wird.
[0019] Die Fig. 3 zeigt, daß in dem topfförmigen Abschirmbehälter 12 eine tangential an
den Umfang der Öffnung 14 führende Bohrung 28 vorgesehen ist, durch die die in den
Fig. 2 und 3 nur durch eine strichpunktierte Linie angedeutete Sonde 6 dem Spulenkörper
16 zugeführt wird. Mit dieser Bohrung fluchtet die Einführungsöffnung eines Hüllrohres
29, das den Außendurchmesser des Wickelgutes begrenzt. Zur Führung der Sonde 6 außerhalb
des Abschirmbehälters 12 dienen Führungsrohre 30, die teleskopierend ausgebildet sind
und an einer verstellbaren Halterung 31 sitzen. Dort ist auch ein Strahlungsmeßgerät
32 angebracht, mit dem überwacht werden kann, daß der Abschirmbehälter 12 mit der
Sonde 6 eine für den Abtransport genügend kleine Strahlung aufweist.
[0020] Die Fig. 1 zeigt, daß die Einrichtung 10 durch eine Schleuse 35 mit einer als Hängebahn
ausgebildeten Transporteinrichtung 36 zu einem Wagen 37 unterhalb des Reaktordruckbehälters
1 gebracht werden kann. Dieser Wagen ist auf einer als Drehscheibe wirkenden Plattform
38 so verstellbar, daß das Führungsrohr 30 die gewünschte Position der abzutransportierenden
Sonde 6 anfahren kann. Die Fahrbewegung kann schon durch Fernbedienung erfolgen.
[0021] Nach dem Einfädeln und Aufwickeln der Sonde kann die Einrichtung 10 ohne Personaleinsatz
so weit abtransportiert werden, daß sie aus dem strahlungsgefährdeten Bereich 39 in
den außerhalb der Abschirmung 2 liegenden Bereich kommt. Dort kann man den Abschirmbehälter
12 abbauen und nach einem gegebenenfalls zusätzlichen Verschließen der daran vorliegenden
Öffnungen, insbesondere der Bohrung 28, direkt zu einem Endlager abfahren.
[0022] Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß der mit dem Abschirmbehälter 12 praktisch
strahlungsfrei abtransportierte Spulenkörper 16 mit der aufgewickelten Sonde 6 und
dem Hüllrohr 29 in eine für die Handhabung strahlender Abfälle vorgesehene Anlage
gebracht wird, wo gegebenenfalls mehrere Spulenkörper in größere Behälter eingebracht
werden, die dann mit Beton oder einem anderen Bindemittel vergossen werden, so daß
ein endlagerungsfähiges Produkt geschaffen wird.
1. Verfahren zur Endlagerung von länglichen radioaktiven Bauteilen kleinen Querschnittes
unter Verformung zu einer Spule, dadurch gekennzeichnet, daß Instrumentierungssonden
für einen Reaktorkern während ihrer Entnahme aus dem Reaktordruckbehälter in dem Raum
unterhalb des Behälters mit einer fernbedienbaren Wickelmaschine auf einen Spulenkörper
aufgewickelt und zusammen mit diesem in einem Abschirmbehälter untergebracht werden
und daß der Abschirmbehälter dann mit einem strahlungssicheren Verschluß versehen
und zu einem Zwischen- und/oder Endlager abtransportiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper in den
Abschirmbehälter eingesetzt und dort mit der Sonde bewickelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper während
des Bewickelns in den Abschirmbehälter hineinbewegt wird.
4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß auf einem Grundrahmen (11) ein Antriebsmotor (26) und ein Getriebe
(25) angeordnet sind, das mit dem Antriebsmotor (26) gekoppelt ist und eine Welle
(20) mit einer Drehbewegung und einer Längsbewegung in Richtung der Drehachse betätigt,
daß auf dem Grundrahmen (11) ein topfförmiger Abschirmbehälter (12) lösbar so befestigt
ist, daß seine Öffnung (14) der Welle (20) zugekehrt ist, und daß in der Öffnung (14)
ein Spulenkörper (16) sitzt, der über eine lösbare Kupplung (18) mit der Welle (20)
verbunden ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper (16)
auf einem Dorn (17) in der Öffnung (14) des Abschirmbehälters (12) sitzt.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschirmbehälter
(12) eine tangential an den Umfang des Spulenkörpers (16) führende Bohrung (28) aufweist,
die nach Beendigung des Aufwickelvorganges zwangsläufig durch den Spulenkörper (16)
verschlossen ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Spulenkörper (16)
ein Hüllrohr (29) zugeordnet ist, daß eine der Bohrung (28) zugeordnete Ausnehmung
aufweist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Motor
(26) und/oder dem Getriebe (25) eine Vorrichtung (24) zur Begrenzung des am Spulenkörper
(16) wirkenden Drehmoments zugeordnet ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung
(14) des Abschirmbehälters (12) mit einschraubbaren Abschirmstopfen (15) zu verschließen
ist und daß ein Antriebsstutzen des Spulenkörpers (16) in dem Stopfen (15) mit der
Welle des Getriebes (25) zu kuppeln ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Spulenteil im Spulenkörper (16) bei der Drehbewegung der Welle (20) während des Aufwickelvorganges
hin- und herbewegbar ist.
1. A process for the final storage of elongate radioactive components of small cross-section
by deformation to form a coil, characterised in that during their removal from the
reactor pressure container into the space beneath the container, instrumentation probes
for a reactor core are wound by a remote-controlled winding machine onto a coil body
and, together with said coil body, are accommodated in a screening container; and
that the screening container is then provided with a radiation-proof seal and is transported
to an intermediate and/orfinal store.
2. A process as claimed in Claim 1, characterised in that the coil body is inserted
into the screening container and the probe is there wound around it.
3. A process as claimed in Claim 1, characterised in that the coil body is moved into
the screening container during the winding operation.
4. Apparatus for carrying out the process claimed in one of the Claims 1 to 3, caracterised
in that on a base frame (11) there is arranged a drive motor (26) and a gearing (25)
which is coupled to the drive motor (26) and actuates a shaft (20) with a rotary movement
and a longitudinal movement in the direction of the axis of rotation; that apot-shaped
screening container (12) is detachably fixed to the base frame (11) in such manner
that its opening (14) faces towards the shaft (20); and that in the opening (14),
there is located a coil body (16) which is connected to the shaft (20) by way of a
disconnectable coupling (18).
5. Apparatus as claimed in Claim 4, characterised in that the coil body (16) is positioned
on a mandrel (17) in the opening (14) of the screening container (12).
6. Apparatus as claimed in Claim 4 or 5, characterised in that the screening container
(12) has a bore (28) which leads tangentially to the periphery of the coil body (16)
and which, at the end of the winding operation, is automatically closed by the coil
body (16).
7. Apparatus as claimed in Claim 6, characterised in that the coil body (16) is allotted
an encasing tube (29) which has an opening allotted to the bore (28).
8. Apparatus as claimed in one of the Claims 4 to 7, characterised in that the motor
(26) and/or the gearing (25) is/are assigned a device (24) which serves to limit the
torque which acts on the coil body (16).
9. Apparatus as claimed in one of the Claims 4 to 8, characterised in that the opening
(14) in the screening container (12) is to be closed by means of a screwed-in screening
plug (15); and that a drive connection of the coil body (16) is to be coupled in the
plug (15) to the shaft of the gearing (25).
10. Apparatus as claimed in one of the Claims 4 to 9, characterised in that a coil
element in the coil body (16) can be moved back and forth during the rotary movement
of the shaft (20) in the winding operation.
1. Procédé pour le stockage final d'éléments radioactifs allongés de faible section
transversale, moyennant une déformation les amenant sous la forme d'une bobine, caractérisé
par le fait qu'on enroule, sur un corps de bobine, des sondes d'instrumentation pour
un coeur de réacteur, pendant leur retrait hors du caisson sous pression de réacteur,
dans l'espace situé audes- sous dudit caisson à l'aide d'une enrouleuse pouvant être
télécommandée et qu'on place lesdites sondes ainsi que le corps de bobine dans un
récipient de protection et qu'on munit ensuite ce récipient d'un dispositif de fermeture
étanche au rayonnement et qu'on l'évacue jusqu'à un lieu de stockage intermédiaire
et/ou final.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé par le fait qu'on place le corps
de bobine dans le récipient de protection et que dans ce dernier on enroule la sonde
sur ledit corps.
3. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé par le fait qu'on introduit le
corps de bobine dans le récipient de protection pendant l'enroulement de la sonde
sur ledit corps.
4. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé suivant l'une des revendications 1
à 3, caractérisé par le fait que sur un cadre de base (11) se trouvent disposés un
moteur d'entraînement (26) et une transmission (25) qui est accouplée au moteur d'entraînement
(26) et actionne un arbre (20) selon un mouvement de rotation et un mouvement de déplacement
longitudinal suivant la direction de l'axe de rotation, qu'un récipient de protection
.(12) en forme de pot est fixé sur le cadre de base (11) d'une manière détachable
en sorte que son ouverture (14) est tournée vers l'arbre (20), et que dans l'ouverture
(14) prend appui un corps de bobine (16) qui est relié à l'arbre (20) par l'intermédiaire
d'un accouplement détachable (18).
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé par le fait que le corps de
bobine (16) prend appui sur une broche (17) dans l'ouverture (14) du récipient de
protection (12).
6. Dispositif suivant la revendication 4 ou 5, caractérisé par le fait que le récipient
de protection (12) possède un perçage (28) débouchant tangentiellement sur le pourtour
du corps de bobine (16) et qui est obturé obligatoirement par le corps de bobine (16)
à la fin de l'opérration d'enroulement.
7. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé par le fait qu'au corps de bobine
(16) est associé un tube-enveloppe (29) qui possède un évidement associé au perçage
(28).
8. Dispositif suivant l'une des revendications 4 à 7, caractérisé par le fait qu'au
moteur (26) et/ou à la transmission (25) est associé un dispositif (24) servant à
limiter le couple de rotation agissant sur le corps de bobine (16).
9. Dispositif suivant l'une des revendications 4 à 8, caractérisé par le fait que
l'ouverture (14) du récipient de protection (12) doit être obturée avec un bouchon
de protection (15) vissable et qu'un manchon d'entraînement du corps de bobine (16)
doit être accouplé, dans le bouchon (15), à l'arbre de la transmission (25).
10. Dispositif suivant l'une des revendications 4 à 9, caractérisé par le fait qu'un
élément de bobine dans le corps de bobine (16) peut être déplacé suivant un mouvement
de va-et-vient lors du mouvement de rotation de l'arbre (20) pendant l'opération d'enroulement.

