[0001] Die Erfindung betrifft einen Blindstecker oder Trennstecker zum Abdecken oder Trennen
von Schaltkontakten in LSA-PLUS-Anschlussleisten fernmeldetechnischer Geräte.
[0002] Die Anmelderin hat ein mittlerweile weit verbreitetes Anschlusssystem - kurz LSA-PLUS-System
- entwickelt, nach welchem die dünnen Adern von Fernsprechkabeln löt-, schraub- und
abisolierfrei an speziell ausgebildete Kontaktelemente von beispielsweise Anschlussleisten
angeschaltet werden können. Diese Kontaktelemente weisen mindestens zwei aufrechtstehende
Federzungen auf, welche einen Schlitz begrenzen, in den die jeweilige Ader quer hineingedrückt
wird. Die Federzungen und der Schlitz sind so bemessen, dass beim Hineindrücken der
Ader von den scharfen Seitenkanten der Federzungen die Isolation zerschnitten wird
und gleichzeitig diese Seitenkanten geringfügig in das Leitermaterial der Ader eindringen.
[0003] Auf diese Weise ergibt sich ein auch nach langen Betriebszeiten elektrisch sicherer
und mechanisch festerelektrischerAnschluss.
[0004] Moderne fernsprechtechnische Geräte und ihre Anschlussleisten weisen eine Vielzahl
von auf engem Raum dicht nebeneinander angeordneten Kontaktelementen auf, um eine
entsprechend grosse Anzahl von Adern anschalten zu können. Aufgrund der standardisierten
Grösse von Anschlussleisten ergibt sich häufig der Fall, dass eine gewisse Anzahl
von Schaltelementen für einen gegebenen Anwendungsfall nicht benötigt wird.
[0005] Aus der US-A-4108 522 ist ein Stecker zum Abdecken und Trennen von andersartigen
Schaltkontakten bekannt, bei dem an einem oberen Ziehkopf ein verbreiteter mittlerer
Stützteil anschliesst, an dessen Unterseite zwei Federzungen mit Rastnasen und zwischen
diesen ein zentraler Führungssteg angeordnet sind, und der auf eine Buchsenleiste,
diese mit den Rastnasen umgreifend, aufrastbar ist.
[0006] Weiter ist aus der US-A-2239426 ein elektrischer Schalter zum Schalten ebenfalls
anderer Schaltkontakte als solcher des LSA-PLUS-Systems bekannt, der einen Stecker
aus einem einstückigen Kunststoffteil aufweist.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Blindstekker oder Trennstecker der eingangs genannten
Art zu entwickeln, mit welchem die Kontaktstellen der Kontaktelemente in raumsparender
und zuverlässiger Weise abgedeckt oder zusätzlich berührungslos unter Vermeidung von
Verschmutzungen durch Kunststoffabrieb getrennt werden können.
[0008] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass an einem oberen Ziehkopf
des Steckers ein verbreiterter mittlerer Stützteil anschliesst, an dessen Unterseite
zwei Federzungen mit Rastnasen und zwischen diesen ein zentraler Führungssteg angeordnet
sind, und dass der Stecker in die LSA-PLUS-Anschlussleiste einsteckbar und darin mit
den Rastnasen verrastbar ist.
[0009] Vorzugsweise sind im mittleren Stützteil mehrere Zentrieransätze angeformt.
[0010] Im Fall des Trennsteckers sind vorteilhaft an den Federzungen unterhalb der Rastnasen
Verlängerungen zum Trennen von Schaltkontakten in der Anschlussleiste vorgesehen.
[0011] Die Federzungen mit ihren Rastnasen sind so gestaltet, dass sie beim Einstecken des
Blind-oder Trennsteckers in die entsprechende Öffnung der Anschlussleiste eine raumsparende
und zuverlässige Abdeckung der Schaltkontakte durch Einrasten der Rastnasen hinter
Schultern in der Anschlussleiste ergeben und im Fall des Trennsteckers gleichzeitig
die Schaltkontakte auftrennen, ohne die Kontaktstellen an den Federlaschen der Schaltkontakte
zu berühren.
[0012] Ein sicherer unverrutschbarer Sitz des Stekkers in der Anschlussleiste wird bei der
Ausgestaltung der Erfindung durch die am mittleren Stützteil angeformten Zentrieransätze
gewährleistet, die beim Eindrücken des Steckers in dafür vorgesehene Ausnehmungen
der Anschlussleisten eingreifen.
[0013] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung im einzelnen
beschrieben.
[0014] Es zeigen:
Fig. einen Trennstecker in Vorderansicht;
Fig. den Trennstecker nach Fig. 1 in teilgeschnittener Seitenansicht;
Fig.3 den Trennstecker nach Fig.1 in Draufsicht;
Fig. 4 einen Blindstecker in Vorderansicht;
Fig.5 den Blindstecker nach Fig.4 in teilgeschnittener Seitenansicht;
Fig. den Blindstecker nach Fig. 5 in Draufsicht.
[0015] Der in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Trennstecker 1 besteht aus einem einstückigen
Kunststoffteil und weist einen mittleren verbreiterten Stützteil 2 auf, an dem ein
oberer Ziehkopf 4 sowie unten zwei Federzungen 5 mit nach aussen weisenden Rastnasen
6 und dazwischen ein zentraler Führungssteg 3 angeformt sind. Die Rastnasen 6 weisen
je eine seitliche Schrägrampe 6a und eine untere Verlängerung 6b auf, die zum Trennen
von Ruhekontakten in der Anschlussleiste dient.
[0016] Zur Sicherung des in die Anschlussleiste eingedrückten Trennsteckers 1 gegen seitliche
Verschiebungen sind an der Unterfläche des mittleren Stützteiles 2 beidseitig jeweils
zwei Zentrieransätze 8 mit Schrägflächen angeformt. Ferner ist im Ziehkopf 4 eine
Durchgangsbohrung 7 vorgesehen, in welche zum Herausziehen des Trennsteckers ein entsprechend
ausgebildetes Werkzeug eingeführt werden kann.
[0017] Beim Einsetzen des Trennsteckers in eine entsprechende Öffnung in einer - nicht dargestellten
- Anschlussleiste werden die Federzungen 5 seitlich aufgrund der an den Rastnasen
6 ausgebildeten schrägen Rampen 6a zurückgebogen. Sobald der Trennstecker 1 seine
endgültige Abdeckposition erreicht hat, federn die beiden Zungen 5 zurück, und die
Rastnasen 6 hintergreifen entsprechende Ausnehmungen in der Anschlussleiste. Gleichzeitig
greifen auch die Zentrieransätze 8 in entsprechende Kerben oder Ausnehmungen der Anschlussleiste.
[0018] Die Kontaktstellen der Kontaktelemente bzw. der Ruhekontakte werden dabei von den
Verlängerungen 6b der Rastnasen 6 aufgetrennt, wobei jedoch ein Kunststoffabrieb von
diesen Teilen des Trennsteckers 1 an den Kontaktstellen der Kontaktelemente vermieden
wird und diese sauber bleiben.
[0019] Bei der Ausführung nach Fig. 4 bis 6, welche in ihren wesentlichen Bauteilen dem
Trennstecker nach Fig. 1 bis 3 entspricht, sind lediglich die Federzungen 5 mit ihren
Rastnasen 6 sowie der zentrale Führungssteg 3 verkürzt, wodurch sich ein sog. Blindstecker
ergibt, der die Steckeröffnung in der Anschlussleiste verschliesst und einen Abgriff
verhindert. Bei dieser Ausführung werden die Ruhekontaktfedern in der Anschlussleiste
nicht berührt, da die Verlängerungen 6b an den Federzungen 5 des Trennsteckers nach
Fig. 1 bis 3 fehlen. Der zentrale Führungssteg 3 verläuft parallel zu den beiden Federzungen
5 unter einem gewissen Zwischenabstand und weist einen schmaleren Endteil mit balligen
Führungsflächen auf, der über Schrägflächen in einen breiteren Führungsteil übergeht.
Dieser Führungssteg 3 dient zur Führung des Blindsteckers 1 bei seinem Einsetzen in
die vorgesehene Öffnung der Anschlussleiste, was entweder von Hand oder unter Zuhilfenahme
eines in die Öffnung eingreifenden Werkzeuges vorgenommen werden kann.
1. Blindstecker oder Trennstecker zum Abdekken oder Trennen von Schaltkontakten in
LSA-PLUS-Anschlussleisten fernmeldetechnischer Geräte, dadurch gekennzeichnet, dass
an einem oberen Ziehkopf (4) des Steckers (1) ein verbreiterter mittlerer Stützteil
(2) anschliesst, an dessen Unterseite zwei Federzungen (5) mit Rastnasen (6) und zwischen
diesen ein zentraler Führungssteg (3) angeordnet sind, und dass der Stecker (1) in
die LSA-PLUS-Anschlussleiste einsteckbar und darin mit den Rastnasen (6) verrastbar
ist.
2. Blindstecker oder Trennstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im
mittleren Stützteil (2) mehrere Zentrieransätze (8) angeformt sind.
3. Trennstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Federzungen (5)
unterhalb der Rastnasen (6) Verlängerungen (6b) zum Trennen von Schaltkontakten in
der Anschlussleiste vorgesehen sind.
1. Dummy plug or infinity plug for protecting or opening switching contacts in LSA-PLUS
terminal strips of telecommunication devices, characterized in that a top grip (4)
of the plug (1) is joined by an enlarged central supporting portion (2) the underside
of which is provided with two resilient tabs (6) including detents (6), with a central
guiding web (3) disposed therebetween, and that the plug (1) is adapted to be inserted
into the LSA-PLUS terminal strip and to be locked therein by means of the detents
(6).
2. Dummy plug or infinity plug as claimed in claim 1, characterized in that a plurality
of centring lugs (8) are integrally formed with the central supporting portion (2).
3. Infinity plug as claimed in claim 1, characterized in that the resilient tabs (5)
are provided beneath the detents (6) with extensions (6b) for opening switching contacts
in the terminal strip.
1. Fiche borgne, ou fiche de séparation, pour recouvrir ou séparer des contacts de
commutation de barrettes de connexion LSA-PLUS d'appareils de télécommunication, caractérisée
en ce qu'une pièce d'appui centrale élargie (2) se raccorde à une tête de traction
supérieure (4) de la fiche (1) et qu'à sa face inférieure sont disposées deux languettes
élastiques (5), avec des saillies d'arrêt (6), entre lesquelles se trouve une traverse
de guidage centrale (3) et en ce que la fiche (1) peut être enfoncée dans une barrette
de connexion LSA-PLUS, avec blocage par les saillies d'arrêt (6).
2. Fiche borgne, ou fiche de séparation, selon la revendication 1, caractérisée en
ce que plusieurs saillies de centrage (8) sont constituées dans la pièce d'appui centrale
(2).
3. Fiche de séparation, selon la revendication 1, caractérisée en ce que des prolongements
(6b) sont prévus sur les languettes élastiques (5), en-dessous des saillies d'arrêt
(6), pour séparer les contacts de commutation de la barrette de connexion. ü ·u