[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum galvanischen Abscheiden von Aluminium
aus aprotischen, sauerstoff- und wasserfreien, aluminiumorganischen Elektrolyten,
mit einem luftdicht verschließbaren und mit einem Inertgas beaufschlagbaren, beheizbaren
Galvanisiertrog, einer innerhalb des Galvanisiertroges angeordneten drehbaren Galvanisiertrommel,
einem mit dem Galvanisiertrog in Verbindung stehenden Vorratsbehälter für den Elektrolyten
und zwei weiteren Behältern zur Speicherung von Inertflüssigkeiten.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist durch die DE-PS 25 37 285 bekanntgeworden. Bei dieser
bekannten Vorrichtung muß die Galvanisiertrommel zum Be- und Entladen aus dem Galvanisiertrog
entnommen werden, was nicht nur sehr umständlich und zeitaufwendig ist, sondern auch
entsprechend große Ein- und Ausbringöffnungen für die Galvanisiertrommel erfordert.
Bekanntlich müssen die unter sauerstoff- und wasserfreien Bedingungen hergestellten
aluminiumorganischen Elektrolyte unter Luftabschluß gehalten werden, da jede Berührung
mit Luft durch Reaktion mit Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit eine erhebliche Verringerung
der Leitfähigkeit und damit der Lebensdauer zur Folge hat. Aus diesem Grunde muß das
Galvanisieren mit derartigen Elektrolyten unter Luftabschluß erfolgen. Bei der bekannten
Vorrichtung läßt sich dies nur dadurch erreichen, daß der Elektrolyt nach dem Galvanisieren
unter Schutzgasatmosphäre in seinen Vorratsbehälter .zurückgepumpt wird. Vor dem Wiedereinfüllen
des Elektrolyten in den Galvanisiertrog nach erneutem Beladen der Galvanisiertrommel
muß der Galvanisiertrog mit Inertflüssigkeit geflutet und anschließend unter Inertgasatmophäre
gesetzt werden. Dies ist umständlich und ze itaufwendig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, bei der zum
Be- und Entladen der Galvanisiertrommel mit Schüttgut diese nicht mehr aus dem Galvanisiertrog
entnommen zu werden braucht. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß zum Füllen der Galvanisiertrommel eine in das Innere des Galvanisiertroges über
eine Schleuse führende Transporteinrichtung für die zu behandelnden Teile vorgesehen
ist, die über einer verschließbaren Öffnung der G
alvanisiertrommel endet, daß das Öffnen und Verschließen der.Galvanisiertrommel von
außen vornehmbar ist und daß zum Entleeren der Galvanisiertrommel ein mit Inertgas
und Inertflüssigkeit beaufschlagbarer Ablaßbehälter vorgesehen ist, der unterhalb
des Galvanisiertroges angeordnet ist und mit diesem über ein absperrbares, rohrförmiges
Verbindungsstück in Verbindung steht.
[0004] Dies hat den Vorteil, daß sich in den mit Inertgas beaufschlagten Galvanisiertrog
immer Elektrolyt befindet, da praktisch nur ein geringfügiger Teil desselben in den
Ablaßbehälter abfließt. Daher ist es sehr vorteilhaft, wenn der am Verbindungsstück
angeflanschte Ablaßbehälter ein Volumen aufweist, das etwa dem Volumen des Inhaltes
der Galvanisiertrommel entspricht. Eine einfache Bauweise ergibt sich dadurch, daß
das rohrförmige absperrbare Verbindungsstück ein handelsübliches Kugelventil enthält.
[0005] Das Problem der Beladung der Galvanisiertrommel kann in . einfacher Weise dadurch
gelöst werden, daß die in das Innere des Galvanisiertroges führende Transporteinrichtung
durch einen schräg nach oben ansteigenden Kanal geführt ist, dessen außerhalb des
Galvanisiertroges.befindliches Ende in einen mit Inertflüssigkeit gefüllten Behälter
einer Flüssigkeitsschleuse eintaucht. Hierbei ist der mit Inertflüssigkeit gefüllte
Behälter dicht am Galvanisiertrog angeflanscht, wobei der die Transporteinrichtung
aufnehmende Kanal durch mindestens eine Trennwand gegen den Behälter der Flüssigkeitsschleuse
dichtend abgestützt ist.
[0006] Der Ablaßbehälter enthält zweckmäßigerweise einen perforierten Korb, der über eine
seitlich angeordnete, luftdicht verschließbare Öffnung entnehmbar ist.
[0007] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der in den Elektrolyt eingetauchte
Teil der Galvanisiertrommel von zwei Anoden umgeben, die derart gegeneinander verstellbar
sind, daß sie einen Durchgang für das zu entleerende Schüttgut bilden.
[0008] Vorteilhafterweise steht ein Inertgas-Vorratsbehälter über Ventile mit dem Galvanisiertrog,
dem Ablaßbehälter und dem E
lektrölyt-Vorratsbehälter in Verbindung, wobei die Steuerung der entsprechenden Ventile
derart erfolgt, .daß ein in sich geschlossener Inertgaskreislauf entsteht.
[0009] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind in dem-Galvanisiertrog zwei Galvanisiertrommeln
angeordnet, so daß gleichzeitig zwei Chargen unter zum Teil ungleichen Bedingungen
gefahren werden können.
[0010] Anhand der Zeichnung, in der zwei Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt sind,
wird-die Erfindung 'näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
Figur 1 eine Vorrichtung zum galvanischen Abscheiden von Aluminium in zum Teil vereinfachter
schematischer Darstellung und
Figur 2 eine Vorrichtung mit zwei Galvanisiertrommeln im Prinzip.
[0012] Mit 1 ist ein Galvanisiertrog bezeichnet, der mit einem Deckel 2 luftdicht verschlossen
ist. Der Galvanisiertrog
1 ist mit einer Heizung 3 versehen und weist einen Ablaufstutzen 4 auf, an welchem
ein rohrförmiges Verbindungsstück 5 angeflanscht ist, das ein Kugelventil 6 aufweist.
Dieses kann mit Hilfe eines Handhebels 7 betätigt werden. An dem Verbindungsstück
5 ist ein als
'Dechargierschleuse ausgebildeterrAblaßbehälter 8 angeflanscht, in dem ein perforierter
Füllkorb 9 mit abgeschrägten Boden 10 untergebracht ist. Der Füllkorb 9 kann durch
eine seitlich des Ablaßbehälters 8 angeordnete Öffnung 11 entnommen werden, welche
mit Hilfe eines Deckels 12 luftdicht verschließbar ist. Am Boden des Ablaßbehälters
8 ist über eine Leitung 13 ein Dreiwegehahn 14 angeschlossen, der über eine Leitung
15 mit einem luftdicht abgeschlossenen Elektrolyt-Vorratsbehälter 16 in Verbindung
steht. Der Elektrolyt-Vorratsbehälter 16 ist mit einem Überdruckventil 17 ausgestattet.
[0013] Der Dreiwegehahn 14 steht über eine Leitung 18 sowie einem Ventil 19 mit einem Behälter
20 in Verbindung, in welchen eine zum Fluten bzw. Spülen des Ablaßbehälters 8 benutzte
Inertflüssigkeit 21 abgelassen werden kann. Ferner steht die Leitung 18 über ein Ventil
22 und Leitung 23 mit einem weiteren Behälter 24 in Verbindung, in welchen eine zum
Waschen des Schüttgutes in dem Ablaßbehälter 8 benutzte Inertflüssigkeit 25 abgelassen
werden kann. Die beiden Bebehälter 20 und 24 sind mit Überdruckventilen 26 und 27
versehen. Die Behälter 20 und 24 sind unterhalb des Dreiwegehahnes 14 angeordnet,
so daß die Inertflüssigkeiten 21 und 25 mit Hilfe der Schwerkraft dort hineingelangen
können. Über Leitungen 28 und 29 können die Inertflüssigkeiten 21 und 25 mit Hilfe
von Pumpen 30 und 31 in Vorratsbehälter 32 und 33 gepumpt werden. Hierbei ist in die
Leitung 29 über ein Ventil 34 ein Verdampfer 35 eingeschaltet, mit. welchem die zum
Waschen benutzte Inertflüssigkeit 25 von angereichertem Elektrolyten gereinigt werden
kann. Auch die Behälter 32 und 33 sind mit Überdruckventilen 36 und 37 ausgestattet.
Die Behälter 32 und 33 sind normalerweise mit Inertflüssigkeiten 21 und 25 gefüllt,
wie mit gestrichelten Linien 38 und 39 angedeutet ist, die den Flüssigkeitsspiegel
angeben. Über Leitungen 40 und 41 stehen die Vorratsbehälter 32 und 33 mit dem Ablaßbehälter
8 in Verbindung. In den Leitungen 40 und 41 sind Ventile 42 und 43 zur Steuerung der
Inertflüssigkeiten 2
1 und 25 angeordnet.
[0014] Zur Beschickung der im Galvanisiertrog angeordneten Galvanisiertrommel 44 ist eine
Chargierschleuse 45 vörgesehen, die als Flüssigkeitsschleuse ausgebildet ist. Die
Chargierschleuse besteht aus einem Behälter 46, in dem sich Inertflüssigkeit 47 befindet,
wobei das Niveau 48 durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist. Der Behälter 46
ist mit Hilfe eines Flansches 49 am Galvanisiertrog 1 luftdicht befestigt. In dem
Behälter 46 ist mit Hilfe einer Blende 50 ein schräg nach oben ansteigender Kanal
51 befestigt, in dem eine Transporteinrichtung 52 nach Art eines Förderbandes in das
Innere des Galvanisiertroges 1 geführt ist. Das Ende 53 des Transportbandes endet
über einer Öffnung 54 der Galvanisiertrommel 44. Der Kanal 51 ist nach der anderen
Seite hin so weit verlängert, daß
'er in die Inertflüssigkeit 47 voll eintaucht, so daß das mit Hilfe eines weiteren
Förderbandes 55 aufgebbare Schüttgut auf das Ende des Förderbandes 52 und von dort
über das Ende 53 in die Galvanisiertrommel 44 gelangt. Das Förderband 55 ist bei dem
Ausführungsbeispiel nach Figur 1 vollständig in die Inertflüssigkeit 47 eingetaucht.
Es könnte aber auch schräg von oben in die Inertflüssigkeit 47 eintauchen, damit das
Schüttgut leichter auf das Förderband 55 aufgelegt werden kann. Die Beschickung des
Förerbandes 55 erfolgt über eine Öffnung 56 des Behälters 46, die mit Hilfe eines
Deckels 57 verschließbar ist. Die Blende 50 ist luftdicht zwischen dem Behälter 46
und dem Kanal 51 angeordnet und stützt den Kanal 51. Zur Erhöhung der Stabilität können
mehrere Blenden 50 vorgesehen sein. Daher kann das in das Innere der Galvanisiertrommel
1 reichende Ende des Kanals 51 lose durch eine Öffnung 58 in das Innere der Galvanisiertrommel
1 eingeführt werden. Dies erleichtert ganz erheblich die Montage.
[0015] Wie aus Figur 1 zu ersehen ist, weist die Galvanisiertrommel 44 einen hexagonalen
Querschnitt auf. Der Trommelmantel ist hierbei in an sich bekannter Weise perforiert.
Mit 59 ist die Achse der Galvanisiertrommel 44 bezeichnet, die im Trog 1 drehbar gelagert
ist. Die Galvanisiertrommel 44 ist mit einem Zahnkranz 60 ausgestattet, der mit einem
Zahnrad 61 im Eingriff steht. Das Zahnrad wird von einem in der Zeichnung nicht dargestellten
Elektromotor qngetrieben. Die Öffnung 54 der Galvanisiertrommel 44 ist mit einem Deckel
62 verschließbar. Da das Innere der Galvanisiertrommel 1 luftdicht abgeschlossen ist,
ist der Deckel 62 mit Hilfe einer Hubstange 63 abhebbar, die durch den Deckel 2 des
Galvanisiertroges 1 mit Hilfe einer Führung 64 dicht durchgeführt ist. Wie mit Hilfe
der Pfeile 65 und 66 angedeutet ist, kann die Hubstange 63 sowohl in Achsrichtung
als auch um ihre Drehachse 67 bewegt vierden. Am unteren Ende 68 der Hubstange ist
ein in der Zeichnung nicht näher dargestellter Entriegelungsmechanismus angeordnet,
mit dessen Hilfe die am Deckel 62 angeordneten Entriegelungsstifte 69 betätigt werden
können. Diese Entriegelungsstifte 69 treten mit entsprechenden Bohrungen am Rande
der Öffnung 54 der Galvanisiertrommel 44 in formschlüssige Verbindung.
[0016] Die Galvanisiertrommel 44 ist. von zwei spiegelbildlich angeordneten Anoden 70 umgeben,
wobei die Anodenanschlüsse 71 mit Hilfe von Anodendurchführungen 72 aus dem Galvanisiertrog
1 nach außen geführt sind.'Die Anoden 70 können durch Bewegen der Anodenanschlüsse
71 zur Wandung des Galvanisiertroges 1 hin verstellt werden, wie in gestrichelten
Linien angedeutet ist. Dadurch wird eine Öffnung 73 freigegeben, damit der Inhalt
der Galvanisiertrommel 44 über den Ablaufstutzen 4 in den Ablaßbehälter 8 entleert
werden kann.
[0017] An der Achse 59 ist über ein Seil 74 aus leitfähigem Material eine knüppelförmige
Kathode 75 befestigt, die mit dem in der Galvanisiertrommel 44 befindlichen Schüttgut
76 in Wirkverbindung treten kann. An die Achse 59 ist über ein weiteres Seil 77 ein
Kathodenanschluß 78 verbunden, der über eine Durchführung 79 durch den Deckel 2 des
Galvanisiertroges 1 geführt ist. Ferner weist der Deckel 2 des Galvanisiertroges noch
ein Überdruckventil 80 auf.
[0018] Ferner ist ein Inertgasbehälter 81 vorgesehen, der über eine Leitung 82 und Ventil
83 mit dem Galvanisiertrog 1 und über eine Leitung 84 und Ventil 85 mit dem Elektrolyt-Vorratsbehälter
16 in Verbindung steht. Über eine weitere Leitung 86 und Ventil 87 steht der.Inertgasbehälter
81 mit dem Verbindungsstück 5 in Verbindung.
[0019] Der Elektrolyt-Vorratsbehälter.16 steht über eine Leitung 88 mit dem Galvanisiertrog
1 in Verbindung, damit mit Hilfe einer Pumpe 80 im Bedarfsfalle Elektrolyt in den
Galvanisiertrog 1 gepumpt werden kann, um ein vorgegebenes Niveau 90 einhalten zu
können, wie mit gestrichelten Linien angedeutet ist.
[0020] Der Raum des Behälters 46 hinter der Blende 50 steht über eine Leitung 91 und Ventil
92 mit dem Elektrolyt-Vorratsbehälter 16 in Verbindung. Der Behälter 46 ist ferner
mit einem Überdruckventil 96 ausgestattet. Über Ventil 94 sowie eine Leitung 93 kann
der Ablaßbehälter 8 nach dem Waschen des Schüttgutes 76 mit Inertflüssigkeit 25 entweder
gelüftet oder mit Inertgas beaufschlagt werden. Ein Ventil 95 am Inertgas-Vorratsbehälter
81 wird benötigt für N
2-Bedarf aus der Flasche.
[0021] Für'die Beschreibung der Wirkungsweise der Vorrichtung ist angenommen, daß sich im
Galvanisiertrog 1 Aluminium-Elektrolyt befindet und.die Galvanisiertrommel 44 eine
Stellung einnimmt, in der die mit Deckel 62 verschlossene Öffnung 54 sich unter der
Hubstange 63 befindet. Ferner ist angenommen, daß alle Ventile geschlossen sind und
sich in den-Vorratsbehältern 32 und 33 Inertflüssigkeit zum Spülen bzw. Waschen befindet.
Ferner ist in dem Behälter 46 Inertflüssigkeit 47 zur Abdichtung der Chargierschleuse
45 vorhanden. Die Anlage ist also betriebsbereit.
[0022] Für einen Galvanisiervorgang werden nun folgende Arbeitsschritte vollzogen:
Öffnen der Galvanisiertrommel 44 durch Abheben des Deck els 62 mit Hilfe der Hubstange
63, in dem die Hubstange 63 in Pfeilrichtung 66 nach unten auf den Deckel 62 zu bewegt
wird, welcher die Öffnung 54 der Galvanisiertrommel 44 verschließt.
[0023] Durch Drehen der Hubstange 63 in Pfeilrichtung 65 wird der Deckel 62 entriegelt durch
Herausziehen der Entriegelungsstifte 69 aus den entsprechenden Bohrungen in der Wandung
der Öffnung 54 der Galvanisiertrommel 44. Danach wird die Hubstange 63 mit den daran
hängenden Deckel 62 in die in Figur 1 dargestellte Ausgangsstellung gefahren. Drehung
der Galvanisiertrommel 44 um 30° nach links in die in Figur 1 dargestellte Ausgangsstellung.
Dann Öffnen des Deckels 57 der Chargierschleuse 45.
[0024] Öffnen des Ventils 83 zum Verbinden der Galvanisiertrommel 1 mit dem Inertgas-Vorratsbehälter
81.
[0025] Beschicken der Galvanisiertrommel 44 mit Schüttgut 76 mit Hilfe der in Bewegung gesetzten
Förderbänder 55 und 52. Das durch das Volumen des zugeführten Schüttgutes 76 aus dem
Galvanisiertrog 1 verdrängte Inertgas strömt über das Ventil 83 in den Inertgas-Vorratsbehälter
81. Der.Inertgas-Vorratsbehälter 81 dient zum Druckausgleich bei Volumsänderungen
im Galvanisiertrog 1, im Verbindungsstück 5 und im Ablaßbehälter 8 der Dechargierschleuse
45. Durch diesen Inertkreislauf geht kein Inertgas verloren. Außerdem können die auszuführenden
Vorgänge, die anschließend noch näher beschrieben werden, immer mit 100%igem Inertgas
durchgeführt werden. Eventuell eingeschleppte Feuchtigkeit und Luft im Inertgas-Vorratsbehälter
8
1 wird chemisch beseitigt durch Al-Triäthyl. Nach dem Beladen der Galvanisiertrommel
44 Schließen des Ventils 83.
[0026] Die Galvanisiertrommel 44 wird um 30° im Uhrzeigersinn verdreht.
[0027] Verschließen der Galvanisiertrommel 44 mit Deckel 62 durch Absenken der Hubstange
63 und anschließendes entgegengesetztes Drehen in Pfeilrichtung 65, wodurch die Entriegelungsstifte
69 in die zugeordneten Bohrungen in der Wandung der Öffnung 54 der Galvanisiertrommel
44 formschlüssig eingreifen.
[0028] Einschalten des Trommelantriebs, so daß die Galvanisiertrommel 44 über Zahnrad 61
und Zahnkranz 60 zum Galvanisieren mit entsprechender Geschwindigkeit gedreht wird
und Anlegen der Galvanisierspannung am Kathodenanschluß 78 und den Anodenanschlüssen
71.
[0029] Nach Beendigung des Galvanisiervorganges Abschalten des Galvanisierstromes.
[0030] Die Anoden 70 werden in die gestrichelte Stellung ausgefahren, dait die Öffnung 73
entsteht.
[0031] Der Deckel 62 der Galvanisiertrommel 44 wird mit Hilfe der Hubstange 63 in der zuvor
beschriebenen Weise abgehoben.
[0032] Bevor nun die Galvanisiertrommel 44 entladen wird, sind zuvor folgende Vorgänge ausgeführt
worden: Durch Öffnen des Ventils 42 wurde der Ablaßbehälter 8 mit Inertflüssigkeit
21 gefüllt, wobei die im Ablaßbehälter 8 befindliche
[0033] Luft über das geöffnete Ventil 94 entwichen ist. Anschließend wurden beide Ventile
geschlossen und das Ventil 87 zum Inertgas-Vorratsbehälter 81 geöffnet. Ferner wurden
das Ventil 19 zum Behälter 20 geöffnet und der Dreiwegehahn 14 so verstellt, daß über
die Leitung 18 die Spülflüssigkeit vom Ablaßbehälter 8 in den Behälter 20 abfließen
konnte. Außerdem strömte Inertgas vom Inertgas-Vorratsbehälter 81 in den Ablaßbehälter
8 über die Leitung 86.
[0034] Die Luft im Behälter 20 konnte hierbei über das Überdruckventil 26 entweichen. Das
Ende des Flutvorganges kann beispielsweise über eine Niveauregelung vorgenommen werden,
was hier jedoch nicht weiter beschrieben ist. Danach wurden die Ventile 19 und 87
sowie der Dreiwegehahn 14 geschlossen. Damit befindet sich im Behälter 8 lediglich
Inertgas aus dem Inertgas-Vorratsbehälter 81.
[0035] Mit Hilfe des Handhebels 7 wird nun das Kugelventil 6 geöffnet, so daß Elektrolyt
aus dem Galvanisiertrog 1 durch das Verbindungsstück 5 in den Ablaßbehälter 8 fließt,
wobei das verdrängte Inertgas in den Galvanisiertrog 1 strömt. Zum Druckausgleich
wird das Ventil 83 geöffnet. Nun wird die Trommel um 180
0 in die Entleerungsposition gedreht, so daß das Schüttgut 76 über das Verbindungsstück
5 in den Füllkorb 10 des Vorratsbehälters 8 fällt. Hierbei wird Elektrolyt aus dem
Vorratsbehälter 8 in den Galvanisiertrog 1 zurückverdrängt, so daß in dem Ablaßbehälter
8 sich nur sehr wenig Elektrolyt befindet. Durch entsprechende Bemessung des Volumens
des Ablaßbehälters 8 kann die noch verbleibende Elektrolytmenge auf ein Minimum begrenzt
werden.
[0036] Danach wird das Kugelventil 6 geschlossen.
[0037] Der Dreiwegehahn 14 wird nun so gestellt, daß eine Verbindung vom Ablaßbehälter 8
zum Elektrolyt-Vorratsbehälter 16 hergestellt ist, und zwar über die Leitungen 13
und 15. Zum Druckausgleich werden die Ventile 85 und 87 geöffnet so daß sich das Inertgas
des unter Inertgasatmosphäre stehenden Elektrolyt-Vorratsbehälters 16 über das Ventil
85 zu dem Inertgas-Vorratsbehälter 81 ausgleichen kann,. während das Volumen des abgelassenen
Elektrolyten im Ablaßbehälter über Ventil 87 durch Inertgas ersetzt wird. Hierbei
wird vorausgesetzt, daß sich im Elektrolyt-Vorratsbehälter 16 stets 100%ige Inertgasatmosphäre
befindet.
[0038] Sobald der Ablaßbehälter 8 völlig entleert ist, wird der Dreiwegehahn 14 geschlossen.
[0039] Der sich im Elektrolyt-Vorratsbehälter 16 befindliche Elektrolyt wird mittels Pumpe
89 über Leitung 88 in den Galvanisiertrog 1 zurückgepumpt, wobei das Elektrolytvolumen
durch Inertgas über Ventil 85 ersetzt wird. Danach Schließen des Ventils 85.
[0040] Nun wird das Ventil 43 geöffnet. Dadurch fließt die zum Waschen vorgesehene Inertflüssigkeit
25 aus dem Vorratsbehälter 33 über Leitung 41 in den Ablaßbehälter 8. Hierbei kann
die Inertatmosphäre im Ablaßbehälter 8 über Ventil 87 und Leitung 86 in den Inertgas-Vorratsbehälter
81 strömen.
[0041] Es wird das Ventil 43 vom Vorratsbehälter 33 geschlossen. Der Dreiwegehahn 14 wird
nun so gßstellt, daß der Ablaßbehälter 8 über Leitungen 18 und 23 in den Behälter
24 fließen kann, wenn das Ventil 22 geöffnet wird. Die aus dem Ablaßbehälter 8 abfließende
Inertflüssigkeit 25 wird durch Öffnen des Ventil 94 über Leitung 93 durch Luft ersetzt.
[0042] Danach werden das Ventil 22 und der Dreiwegehahn 14 ge- . schlossen.
[0043] Durch Abnehmen des Deckels 12 kann der Ablaßbehälter 8 geöffnet werden und der Füllkorb
9 mit dem gewaschenen Schüttgut 76 entnommen werden. Es wird bemerkt, daß der Waschvorgang
in der beschriebenen Weise beliebig oft wiederholt werden kann.
[0044] Der entleerte Füllkorb 9 wird in den Ablaßbehälter 8 zurückgestellt und durch Aufsetzen
des Deckels 12 der Ablaßbehälter 9 luftdicht verschlossen.
[0045] Durch Öffnen des Ventils 42 wird bei geöffnetem Ventil 94 der Ablaßbehälter 8 mit
Inertflüssigkeit 21 aus den Vorratsbehälter 32 geflutet, wodurch die verdrängte Luft
über Ventil 94 entweichen kann. Danach wird das Ventil 94 geschlossen und über Ventil
87 Inertgas über Leitung 86 in den Ablaßbehälter 8 eingelassen.
[0046] Der Dreiwegehahn 14 wird nun so eingestellt, daß über Leitung 18 und geöffnetem Ventil
19 die sich im Ablaßbehälter 8 befindliche Waschflüssigkeit in den Behälter 20 entleeren
kann, wobei die abgelassene Flüssigkeit über Ventil 87 mit Inertgas ersetzt wird.
[0047] Der Ausgangszustand ist wieder hergestellt, nachdem zwischenzeitlich die Inertflüssigkeiten
21 und 25 von den Behältern 20 und 24 mit Hilfe der Pumpen 30 und 31 in die Vorratsbehälter
32 und 33 zurückgefördert wurden. Die zum Waschen verwendete Inertflüssigkeit 25 wird
von angereichertem Elektrolyt mit Hilfe des Verdampfers 35 gereinigt. Die Galvanisiertrommel
44 wird für den nächsten Galvanisiervorgang in die in Figur 1 dargestellte Stellung
zurückgeführt und die Anoden 70 in die stark ausgezogene Stellung gemäß Figur 1 zurückgebracht.
[0048] In Figur 2 ist eine Ausführung dargestellt, bei der in einem Galvanisiertrog 100
.zwei Galvanisiertrommeln 101 und 102 untergebracht sind. Während eine mittlere Anode
103 feststeht, sind die beiden äußeren Anoden 104 und 105 nach außen verstellbar,
so daß das zu galvanisierende Schüttgut über ein gemeinsames Verbindungsstück 106,
welches ein Kugelventil 107 enthält, in einen gemeinsamen Ablaßbehälter 108 abgelassen
werden kann. Der Ablaßbehälter 108 enthält einen Füllkorb 109 zur Entnahme des Schüttgutes
nach Entfernen eines Deckels 110. Für jeden der Galvanisiertrommeln 101 und 102 ist
eine eigene Beschickungsvorrichtung 111 und 112 vorgesehen, die entsprechend dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 ausgeführt sind. Ferner sind in einem Deckel 113 zwei Hubstangen 114
und 115 zum jeweiligen Öffnen der Galvanisiertrommeln 101 und 102.
[0049] Die Steuerung der Vorrichtung gemäß Figur 2 erfolgt in entsprechender Weise wie bei
der Vorrichtung gemäß Figur 1. Bei der Vorrichtung nach Figur 2 können die beiden
Galvanisiertrommeln 101 und 102 gleichzeitig oder abwechselnd beschickt werden, wobei
jedoch der Elektrolyt aus dem Elektrolyt-Vorratsbehälter 16 über Niveauwächter im
Galvanisiertrog 100 aufrechterhalten werden muß. Aus diesem Grunde sind gleichwirkende
Teile in Figur 2 mit gleichen Bezugszeichen wie in Figur 1 versehen.
1. Vorrichtung zum galvanischen Abscheiden von Aluminium aus aprotischen, sauerstoff-
und wasserfreien, aluminiumorganischen Elektrolyten, mit'einem luftdicht verschließbaren
und mit einem Inertgas beaufschlagbaren, beheizbaren Galvanisiertrog, einer innerhalb
des Galvanisiertroges angeordneten drehbaren Galvanisiertrommel, einem mit dem Galvanisiertrog
in Verbindung stehenden Vorratsbehälter für den Elektrolyten und zwei weiteren Behältern
zur Speicherung von Inertflüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet , daß zum Füllen der
Galvanisiertrommel (44) eine in das Innere des Galvanisiertroges (1) über eine Schleuse
(45) führende Transporteinrichtung (52) für das zu behandelnde Schüttgut (76) vorgesehen
ist, die über einer verschließbaren Öffnung (54) der Galvanisiertrommel (44) endet,
daß das Öffnen und Verschließen der Galvanisiertrommel (44) von Außen vornehmbar ist
und daß zum Entleeren der Galvanisiertrommel (44) ein mit Inertgas und Inertflüssigkeit
beaufschlagbarer Ablaßbehälter (8) vorgesehen ist, der unterhalb des.Galvanisiertroges
(1) angeordnet ist und mit diesem über ein absperrbares, rohrförmiges Verbindungsstück
(5) in Verbindung steht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das rohrförmige absperrbare
Verbindungsstück (5) ein Kugelventil (6) enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die in das Innere
des Galvanisiertroges (1) führende Transporteinrichtung (52) durch einen schräg nach
oben ansteigenden Kanal (51) geführt ist, dessen außerhalb des Galvanisiertroges (1)
befindliches Ende in einen mit Inertflüssigkeit gefüllten Behälter (46) einer Chargierschleuse
(45) eintaucht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß der die Transporteinrichtung
(52). aufnehmende Kanal (51) durch mindestens eine Blende (50) gegen den Behälter
(46) der Chargierschleuse (45) dichtend abgestützt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Transporteinrichtung
(52) aus mindestens einem Förderband besteht, auf dessen in die Inertflüssigkeit eintauchenden
Teil das zu galvanisierende Schüttgut (,76) auflegbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5., dadurch gekennzeichnet , daß der
Behälter (46) der Chargierschleuse (45) am Galvanisiertrog (1) gasdicht angeflanscht
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß der
am Verbindungsstück (5) angeflanschte Ablaßbehälter (8) ein Volumen aufweist, das
etwa dem Volumen des Inhaltes der Galvanisiertrommel (44) entspricht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß der Ablaßbehälter (8)
einen perforierten Füllkorb (9) enthält, der über eine seitlich angeordnete luftdicht
verschließbare Öffnung (11) entnehmbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß der Füllkorb (9) einen
schrägen Boden (10) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß der
in den Elektrolyt eintauchende Teil der Galvanisiertrommel (44) von zwei Anoden (70)
umgeben ist, die derart gegeneinander verstellbar angeordnet sind, daß sie eine Öffnung
(73) für das zu entleerende Schüttgut (76) bilden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Fluten und Waschen des Ablaßbehälters (8) und im Bedarfsfalle des Galvanisiertroges
(1) zwei über und zwei unter dem Galvanisiertrog (1) bzw. Ablaßbehälter (8) angeordnete
Behälter (32, 33 bzw. 20, 24) für Inertflüssig keiten vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß ein
Inertgas-Vorratsbehälter (81) über Ventile (83, 87, 85) mit dem Galvanisiertrog (1),
dem Ablaßbehälter (8) und dem Elektrolyt-Vorratsbehälter (16) in Verbindung steht,
wobei die Steuerung der entsprechenden Ventile (83, 85, 87) derart erfolgt, daß ein
in sich geschlossener Inertgaskreislauf entsteht.
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Öffnen der Galvanisiertrommel (44) durch eine durch
den Deckel (2) des Galvanisiertroges (1) geführte Entriegelungsvorrichtung vornehmbar
ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet , daß die Entriegelungsvorrichtung
im wesentlichen aus einer dreh- und axial verschiebbaren Hubstange (63) besteht.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet , daß in
dem Galvanisiertrog (100) zwei Galvanisiertrommeln (101, 102) angeordnet sind, denen
je eine Beschickungsvorrichtung (111, 112) zugeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , daß die Galvanisiertrommeln
(101, 102) nebeneinander angeordnet sind und eine gemeinsame feststehende Mittelanode
(103) aufweisen, während die beiden AuBenanoden (104, 105) beweglich angeordnet sind.
Bezugszeichenliste
1 Galvanisiertrog
2 Deckel
3 Heizung
4 Ablaufstutzen
5 Verbindungsstück
6 Kugelventil
7 Handhebel
8 Ablaßbehälter
9 Füllkorb
10 Boden
11 Öffnung
12 Deckel
13 Leitung
14 Dreiwegehahn
15 Leitung
16 Elektrolyt-Vorratsbeh.
17 Überdruckventil
18 Leitung
19 Ventil
20 Behälter
21 Inertflüssigkeit
22 Ventil
23 Leitung
24 Behälter
25 Inertflüssigkeit
26 Überdruckventil
27 "
28 Leitung
29 "
30 Pumpe
31 Pumpe
32 Vorratsbehälter
33 "
34 Ventil
35 Verdampfer
36 Überdruckventil
37 "
38 gestrichelte Linie
39 "
40 Leitungen
41 "
42 Ventil
43 n
44 Galvanisiertrommel
45 Chargierschleuse
46 Behälter
47 Inertflüssigkeit
48 gestrichelte Linie
49 Flansch
50 Blende
51 Kanal
52 Transporteinrichtung
53 Ende
54 Öffnung
55 Förderband
56 Öffnung
57 Deckel
58 Öffnung
59 Achse
60 Zahnkranz
61 Zahnrad
62 Deckel
63 Hubstange
64 Führung
65 Pfeile
66 "
67 Drehachse
68 Ende
69 Entriegelungsstifte
70 Anoden
71 Anodenanschluß
72 Anodendurchführung
73 Öffnung
74 Seil
75 Kathode
76 Schüttgut
77 Seil
78 Kathodenanschluß
79 Durchführung
80 Überdruckventil
81 Inertgas-Vorratsbehälter
82 Leitung
83 Ventil
84 Leitung
85 Ventil
86 Leitung
87 Ventil
88 Leitung
89 Pumpe
90 Niveau
91 Leitung
92 Ventil
93 Leitung
94 "
95 Ventil
96 Überdruckventil
100 Galvanisiertrog
101 Galvanisiertrommel
102 "
103 Anode
104 "
105 "
106 Verbindungsstück
107 Kugelventil
108 Ablaßbehälter
109 Füllkorb
110 Deckel
111 Beschickungsvorr.
112 "
113 Deckel
114 Hubstange
115 "