[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem bekannten Ofen dieser Art (DE-PS 676 440) besteht das Feuerraumteil aus
einem aus Winkeleisen und Flacheisen aufgebauten Rahmengestell, in das Schamotteplatten
eingesetzt sind. Der Mantel besteht aus einer Vielzahl von aufeinandergesetzten und
nebeneinandergesetzten Kacheln. Infolge dieses geschilderten Aufbaus ist der bekannte
Ofen nicht insgesamt transportabel, sondern muß an Ort und Stelle gesetzt werden,
wobei insbesondere die zahlreichen Kacheln des Mantels sorgfältig und von Hand vermörtelt
gesetzt werden müssen. Außerdem muß an den Übergangsstellen zwischen den zahlreichen
Schamotteplatten eine hohe Paßgenauigkeit vorhanden sein oder beim Setzen des Ofens
durch Nachbearbeitung hergestellt werden, um Rauchgasaustritte in den Zwischenraum
zwischen dem Feuerraumteil und dem Mantel zu verhindern.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ofen zu schaffen, der mit geringerem
Aufwand, sei es im Herstellerwerk oder sei es am Aufstellungsort, zusammenbaubar ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist der Ofen erfindungsgemäß so ausgebildet, wie im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegeben.
[0005] Wegen des großen Formats der Bauteile sowohl des Feuerraumteils als auch des Mantels
kann der erfindungsgemäße Ofen einfach und ohne die Notwendigkeit von Fachkräften
zusammengebaut werden. Der Begriff "großformatig" bedeutet bei den Bauteilen des Feuerraumteils
ein großes Format im Vergleich zu herkömmlichen Schamottesteinen oder Schamotteplatten
und bei den Bauteilen des Mantels ein großes Format im Vergleich zu herkömmlichen
Ofenkacheln. Der selbsttragende Aufbau sowohl des Feuerraumteils als auch des Mantels
ergibt eine Gewichtseinsparung. Der erfindungsgemäße Ofen ist im fertig zusammengebauten
Zustand insgesamt oder zumindest in vor-zusammengebauten Teileinheiten transportabel,
die dann mit äußerst geringem Montageaufwand zusammengesetzt werden können. Etwaig
erforderliche Nachbearbeitungen, insbesondere an den Bauteilen des Feuerraumteils,
sind wegen der geringeren Zahl der Bauteile wesentlich reduziert. Die Fugen zwischen
den großformatigen Bauteilen des Mantels müssen nicht gasdicht sein, da im Zwischenraum
zwischen dem Feuerraumteil und dem Mantel keine Rauchgase strömen.
[0006] Die in den Ansprüchen verwendeten Begriffe "in Umfangsrichtung", "ringförmig" oder
dgl. sollen eine nach Art eines Ringes geschlossene Konfiguration bedeuten. Diese
kann vorzugsweise kreisförmig sein, kann aber auch insbesondere im wesentlichen rechteckig
oder quadratisch sein.
[0007] Wie bei dem bekannten Ofen steht der Zwischenraum unten und oben über geeignete Öffnungen
mit der Umgebung in Verbindung. Die durch den Zwischenraum strömende Luft dient der
Heizung des zu heizenden Raumes durch Konvektion und dient außerdem dazu, die Außentemperatur
des Mantels auf eine als besonders angenehm empfundene Temperatur im Bereich von beispielsweise
40 bis 90°C zu bringen.
[0008] Um die Feuerraum-Bauteile trotz ihres größeren Formats im Betrieb mit größerer Sicherheit
frei von funktionsbeeinträchtigenden Rissen zu halten, kommen vorzugsweise besonders
hochtemperaturfeste Materialien zum Einsatz, beispielsweise Materialien auf Siliciumkarbid-Basis,
Materialien auf Bauxit-Basis (sogenannte Hartschamotte bzw. hochtonerdehaltige Schamotte)
oder spezielle Schamottesorten, die infolge des Vorhandenseins von Cordierit-Phase
eine verringerte Wärmedehnung besitzen. Außerdem kann man bei der Herstellung der
Feuerraumteil-Bauteile auf möglichst gleichmäßige, vorzugsweise in mehreren Richtungen
erfolgende, Verdichtung der pulverförmigen Ausgangsstoffe bei der Herstellung achten.
Der Mantel besteht vorzugsweise aus wärmespeicherndem und/ oder aus keramischem Material.
Hierfür eignet sich insbesondere hochwertige Keramik mit relativ hohem Schamotteanteil,
z.B. im Bereich von 50 bis 70%. Zur ästethischen Verbesserung des Aussehens der Mantel-Bauteile
und zur Annäherung an den optischen Eindruck konventioneller Kachelöfen können diese
Bauteile mit einem aufgedruckten Kachelmuster versehen sein.
[0009] Vorzugsweise ist der Ofenaufbau derart, daß das Feuerraumteil und der Mantel auf
einem gemeinsamen Sockel ruhen. Dies wirkt sich ebenfalls im Sinne einer Gewichtsminderung
des gesamten Ofens aus. Der Sockel kann beispielsweise aus Beton oder Stahl bestehen.
[0010] Das Feuerraumteil kann ebenfalls mit mehreren Umfangsabschnitten aufgebaut sein,
die immer noch größer als herkömmliche Schamottesteine sind.
[0011] Vorzugsweise ist die Wandung des Feuerraumteils und/oder der Mantel mit mehreren
aufeinandergestellten, ringförmigen Einheiten aufgebaut. Vorzugsweise sind jeweils
zwei aufeinandergestellte Einheiten sowie eine obere Abschlußkappe vorgesehen. Besonders
einfach gestaltet sich der Zusammenbau des Ofens. wenn man Zwischenringe zwischen
den aufeinandergestellten Einheiten vorsieht, wobei günstigerweise die jeweils obere
Einheit kleinere Außenabmessungen als die untere aufweist.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist es bevorzugt, daß die feuerfesten Bauteile des
Feuerraumteils von einem Feuerraumteilmantel eng umschlossen sind. Dieser kann beispielsweise
aus Blech oder einem hinreichend temperaturbeständigen Fasermaterial, beispielsweise
Glasfasern in keramischem, wärmehärtendem Kleber auf der Basis von Kieselsäuren, bestehen.
Der Feuerraumteilmantel hat keine Tragaufgabe, sondern soll lediglich als Sicherheitsmaßnahme
für die Gasdichtheit des Feuerraumteils dienen. Wenn kein Feuerraumteilmantel vorhanden
ist, muß man auf andere Weise für ausreichende Gasdichtheit an den Zusammenfügungsstellen
der Feuerraum-Bauteile sorgen, vorzugsweise durch geeignete Anschlußflächenvorbereitung,
von Haus aus ausreichend dichte Fugen und/oder durch geeignete gesonderte Dichtungen,
beispielsweise aus Asbest, aus Graphit, aus einem Dichtmaterial auf Graphitbasis mit
verteilten Gastreibbestandteilen, die bei Temperaturerhöhung frei werden, oder dgl.
[0013] Zweckmäßigerweise sieht man -außen am Übergang zweier benachbarter Mantel-Bauteile
und/oder außen am Sockel eine geeignete Verkleidung, vorzugsweise ebenfalls aus keramischem
Material, vor.
[0014] Vorzugsweise ist innerhalb des Feuerraumteils ein gesonderter Feuerungseinsatz angeordnet,
der insbesondere den Rost zur Auflage des Brennmaterials enthält, der aber auch zusätzlich
noch den Aschenkasten enthalten kann. Dieser Feuerungseinsatz ruht vorzugsweise ebenfalls
auf dem Ofensockel, wobei vorzugsweise eine wärmeisolierende Basisplatte für den Feuerungseinsatz
vorgesehen ist.
[0015] In Ausgestaltung der Erfindung ist oben im Feuerraumteil ein Einsatz mit mindestens
einer aufrechten Trennwand zur Umlenkung der Rauchgase angeordnet. Vorzugsweise handelt
es sich um einen Einsatz mit zwei aufrechten Trennwänden, so daß die Rauchgasströmung
zuerst nach oben, dann auf der anderen Seite einer ersten Trennwand nach unten und
schließlich auf der anderen Seite einer weiteren Trennwand wieder nach oben erfolgt.
Der Einsatz besteht vorzugsweise aus keramischem Material.
[0016] Der Einsatz kann einen Rauchgasstutzen zur Abführung der Rauchgase aus dem Ofen aufweisen
und mitsamt dem Rauchgasstutzen relativ zum Mantel drehbar sein. Auf diese Weise kann
man den Ofen leicht an die Lage des Schornsteins relativ zum Ofen anpassen, ohne den
gesamten Ofen drehen zu müssen und dabei möglicherweise eine ungünstige Lage der Brennstoffeinfüllöffnung
in Kauf nehmen zu müssen. Zweckmäßigerweise hat der Mantel eine in Umfangsrichtung
genügend große Öffnung, um ein Drehen des Rauchgasstutzens relativ zum Mantel problemlos
zu gestalten.
[0017] Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im folgenden anhand teilweise
schematischer Darstellungen an einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Ofens;
Fig. 2 den oberen Bereich eines Feuerraumteils versehen mit einem Einsatz, in räumlicher
Darstellung;
Fig. 3 eine Einzelheite des Ofensockels in größerem Maßstab, im Vertikalschnitt;
Fig. 4 den Übergang zwischen zwei Umfangsabschnitten eines Feuerraumteil-Bauteils,
im Querschnitt.
[0018] Der dargestellte Ofen ist - grob gesehen - im wesentlichen radialsymmetrisch mit
vertikaler Zentralsymmetrieachse. Der Ofen 2 weist einen in Draufsicht kreisrunden
Sockel 4 auf, auf dessen Oberseite - grob betrachtet - ein in der Draufsicht kreisrundes
Feuerraumteil 6 sowie das Feuerraumteil 6 umgebend und in der Draufsicht ebenfalls
kreisförmig ein Mantel 8 ruhen.
[0019] Der Sockel 4 weist als tragenden Bestandteil einen Ring 10 auf, der aus kräftigem
Stahlblech gepreßt ist. Der Ring 10 besitzt eine senkrechte Außenwand 12, von der
unten ein Flansch 14 zur Auflage auf der Aufstellungsfläche 16 des Ofens 2 nach innen
vorragt und von der oben ein oberer Flansch 18 nach innen vorragt. Der obere, waagerechte
Flansch 18 besitzt drei nach oben vorragende, ringförmige Vorsprünge 20, 22, 24. Der
Innenrand des oberen Flansches 18 definiert eine kreisrunde öffnung 26, deren Durchmesser
etwa 50 bis 80% des Außendurchmessers der Außenwand 12 beträgt. Das innere Ende des
oberen Flansches 18 ist senkrecht nach unten und dann 28 waagerecht nach innen umgebogen,
so daß ein Absatz
/zur Auflage einer Unterstützungsplatte 30 gebildet ist.
[0020] Der innerste, ringförmige Vorsprung 24 dient zur Außenzentrierung eines unteren,
ringförmigen Feuerraumteil-Bauteils 32, das auf der Oberseite des oberen Flansches
18 ruht. Das zylindrische Bauteil 32 ist etwa 60 bis 120 cm hoch. Auf seiner oberen
Stirnfläche ruht ein Ring 34. Auf dem Ring 34 ruht ein oberes, ringförmiges Feuerraumteil-Bauteil
36, das einen etwas kleineren Außendurchmesser als das untere Bauteil 32 besitzt.
Das obere, zylindrische Bauteil 36 hat eine Höhe von 60 bis 120 cm. Auf dem oberen
Bauteil 36 ruht eine Kappe 38, die im wesentlichen umgekehrt topfförmig ist und einen
radial fortragenden Rauchgasstutzen 40 aufweist. Die Teile 32, 34, 36, 38 bestehen
aus feuerfestem Material, vorzugsweise aus Materialien, wie sie in der Beschreibungseinleitung
als besonders günstig herausgestellt worden sind.
[0021] Zwischen den Bauteilen 32/34 und 34/36 ist durch in Fig. 1 angedeutete Nut-Feder-Verbindungen
für Zentrierung und bleibende Lagezuordnung gesorgt; zwischen den Bauteilen 36/38
geschieht dies durch einen ringförmigen Absatz. Die Kontaktflächen zwischen den Teilen
32/34/36/38 sind so bearbeitet, daß sich eine ausreichende Gasdichtheit ergibt.
[0022] Der mittlere Vorsprung 22 des oberen Flansches 18 dient zur Innenzentrierung eines
unteren, ringförmigen Mantel-Bauteils 42. Dieses zylindrische, untere Bauteil 42 ist
etwas höher als das Bauteil 32. Oben auf der Stirnseite des Bauteils 42 ruht ein Zwischenring
44 aus Stahl. Der Zwischenring 44 weist einen nach unten ragenden, ringförmigen Innenzentriervorsprung
46 sowie einen nach oben ragenden, ringförmigen Außenzentriervorsprung 48 mit kleinerem
Durchmesser als der Innenzentriervorsprung 46 auf. Auf der Oberseite des Zwischenrings
44 ruht ein oberes, ringförmiges Mantel-Bauteil 50. Dieses zylindrische, obere Bauteil
50 hat einen etwas kleineren Durchmesser als das untere Bauteil 42 und hat etwa dieselbe
Höhe wie das obere Feuerraum-Bauteil 36. Eine runde Kappe 52 bildet den oberen Abschluß
des oberen Mantel-Bauteils 50. Die Teile 42, 50 und 52 bestehen aus keramischem Material,
wobei vorzugsweise auf den Außenseiten der Bauteile 42 und 50 im Siebdruckverfahren
ein Druck aufgebracht ist, der diesen Teilen optisch den Eindruck gibt, als bestünden
sie aus einzelnen Kacheln.
[0023] Der Sockel 4 weist außen eine Verkleidung 54 aus keramischem Material auf. Die Verkleidung
54 kann aus.einem einzigen, ringförmigen Teil oder aus mehreren, beispielsweise zwei
bis vier, Segmenten bestehen. Die Verkleidung ist mit einer entsprechenden Rille 56
in den äußersten Vorsprung 20 eingehängt, wobei die Verkleidung 54 zusätzlich auf
der Aufstellungsfläche 16 aufstehen kann aber nicht muß. Am Zwischenring 44 ist ebenfalls
eine Verkleidung 58 aus keramischem Material eingehängt. Die Verkleidung 58 kann ebenfalls
aus einem einzigen ringförmigen Teil oder aus mehreren Segmenten, beispielsweise zwei
bis vier Segmenten, bestehen. Die Verkleidung 58 ist mit einer entsprechenden Rille
in einen nach oben ragenden, äußeren, ringförmigen Vorsprung 60 des Zwischenrings
44 eingehängt.
[0024] Einzelheiten der Ausbildung des oberen Flansches 18 und der Anordnung der Bauteile
32 und 42 sowie der Verkleidung 54 relativ zu dem oberen Flansch 18 ergeben sich am
deutlichsten aus Fig. 3, auf die wegen der Einzelheiten besonders hingewiesen wird.
Statt die Verkleidung 54 in einen Vorsprung einzuhängen,kann,insbesondere bei einstückig
ringförmiger Ausbildung, die Verkleidung 54 auch ohne gesonderte Befestigung einfach
die Wand 12 umgebend vorgesehen werden, wie in Fig. 1 dargestellt. Hierbei kann ein
nach innen ragender Zentriervorsprung 62 zur Anlage an der Wand 12 vorgesehen sein.
[0025] Im Bereich zwischen dem mittleren Vorsprung 22 und dem inneren Vorsprung 24 befinden
sich rings um den oberen Flansch 18 verteilt mehrere Öffnungen 64. Auch die Wand 12
und die Verkleidung 54 weisen ringsum verteilt mehrere öffnungen 67 bzw. 66 auf. Ferner
sind am oberen Ende des Bauteils 5o oder in der Kappe 52 ringsum verteilt mehrere
Öffnungen 68 vorgesehen. Somit kann unten am Ofen 2 Luft radial von außen nach innen
durch die Verkleidung 54 und die Wand 12 in das Innere des Sockels eintreten, von
dort durch die Öffnungen 64 durch den ringförmigen Zwischenraum 70 zwischen dem Feuerraumteil
6 und dem Mantel 8 nach oben strömen und dort durch die Öffnungen 68 radial nach außen
austreten. Hierdurch wird der Mantel 8 kühler gehalten, und es ergibt sich eine raschere
und insgesamt intensivere Heizwirkung über die Strahlungswirkung des Ofens hinaus
durch die so induzierte Konvektionswirkung. Es sei angemerkt, daß die radiale Breite
des Zwischenraums 54 zwischen dem Feuerraumteil 6 und dem Mantel 8 oben zwischen den
Bauteilen 36 und 50 kleiner ist als unten zwischen den Bauteilen 32 und 42. Die Größenordnung
dieser Radialabmessung des Zwischenraums 70 liegt im Bereich von einigen Zentimetern.
Die genaue Festlegung wird sinnvollerweise am besten so getroffen, daß der Mantel
8 auf seiner Außenseite eine für gute Strahlungswirkung und für angenehmen Aufenthalt
in seiner Nähe günstige Temperatur erreicht, beispielsweise im Bereich von 40 bis
90° C.
[0026] Auf dem bereits beschriebenen Absatz 28 des Sockels 4, der eine zentrale öffnung
hat, liegt eine Basisplatte 3
0, beispielsweise aus isolierendem Material, beispielsweise aus
Perlitbeton oder Vermikulit (=spezielle Glimmersorte) auf. Auf dieser Basisplatte 3o
ruht ein sog. Geschränk bzw. ein Feuerungseinsatz 72. Der Feuerungseinsatz 72 weist
im wesentlichen den beispielsweise zum leichteren Einbringen geteilten Feuerungsrost
74 und darunter einen Aschenkasten 76 auf. Es versteht sich, daß der Feuerungseinsatz
72 durch entsprechende Türen im Mantel 8 und im Feuerraumteil 6 von außen zugänglich
ist, wobei die Tür des Feuerraumteils geeignete Öffnungen zum Zutritt von Verbrennungsluft
aus dem Zwischenraum 70 aufweist.
[0027] Wie Fig. 2 zeigt, ist an der Kappe 38 des Feuerraumteils 6 ein Einsatz 78 befestigt,
der von der Kappe 38 nach unten nahezu oder ganz bis zum unteren Ende des Bauteils
36 ragt. Der Einsatz 78 hat im Querschnitt die Gestalt eines dreischenkligen Sterns,
wobei jeder Sternschenkel eine radiale Trennwand 80 bildet, die vom Zentrum des Bauteils
36 bis zum Innenumfang der Wandung des Bauteils 36 reicht. Dadurch sind zwischen den
sich vertikal erstreckenden Trennwänden 80 drei zylindersegmentförmige Räume 82 gebildet.
Am unteren Ende des Einsatzes 78 sind zwei der drei Räume 82 waagerecht abgeschlossen,
und am oberen Ende des Einsatzes 78 sind alle drei Räume 82 waagerecht abgeschlossen,
wobei einer der Räume 82 in den Rauchgasstutzen 40 mündet. Eine der Trennwände 80
weist am unteren Ende eine Öffnung 84 auf, und eine andere Trennwand 80 weist am oberen
Ende eine Öffnung 86 auf. Die Konstruktion ist so getroffen, daß die Rauchgase zunächst
von unten in den einzigen, unten offenen Raum 82 eintreten, dort nach oben strömen
durch die obere öffnung 86 treten, dann im benachbarten Raum 82 nach unten strömen,
dort durch die untere öffnung 84 treten, dann durch den dritten Raum 82 wieder nach
oben strömen und von dort durch den Rauchgasstutzen 40 den Ofen 2 verlassen. Der Einsatz
78 kann mitsamt der Kappe 38 und dem Rauchgasstutzen 40 um die vertikale Ofenachse
gedreht werden, so daß der Rauchgasstutzen entsprechend den örtlichen Gegebenheiten
zum Schornstein hin ausgerichtet werden kann, ohne daß man in der Drehung des gesamten
Ofens 2 festgelegt ist. Um diese Drehung der Kappe 38 zu ermöglichen, ist im Bauteil
5o an dessen oberem Ende ein entsprechender Umfangsschlitz von der Höhe des Rauchgasstutzens
4o vorgesehen. Dieser kann im nicht vom Rauchgasstutzen 4o eingenommenen Bereich abgedeckt
sein.
[0028] In Fig. 1 erkennt man, daß der dargestellte Ofen 2 mit einer Transportsicherung 88
ausgerüstet ist. Die Transportsicherung 88 ist im Zwischenraum 7o angeordnet und besteht
aus käfigartigen angeordneten, senkrechten, um den Umfang des Ofens verteilten Stahlstäben
9
0. Die Stahlstäbe 9o sind unten in nicht dargestellter Weise mit dem oberen Flansch
18 des Sockels 4 verschraubt und greifen oben nach innen über die Kappe 38. Die Stäbe
9o folgen im mittleren Bereich der Durchmesserverkleinerung des Ofens 2. Zur besseren,
gegenseitigen Lagefixierung der Stäbe 9o können ein oder mehrere Umfangsringe vorgesehen
sein, wobei ein Umfangsring 92 oberhalb der Kappe 38 eingezeichnet ist. Die Transportsicherung
88 kann entweder nach Aufstellung des Ofens 2 nach oben entnommen werden oder auch
während des Betriebes im Ofen 2 verbleiben. Die Stahlstäbe 90 können federnde Zwischenglieder
zum Ausgleich unterschiedlicher Wärmedehnungen der Stahlstäbe 90 und des Feuerraumteils
6 besitzen.
[0029] Zwischen dem Feuerraumteil 6 und dem Mantel 8 können Zentrierstützen vorgesehen sein,
insbesondere zwischen den Bauteilen 32 und 42. Diese können aus feuerfestem Material,
vorzugsweise aus dem gleichen Material wie die Bauteile 32, 34, 36 und 38, bestehen.
Insbesondere, wenn
"man eine größere Zahl solcher Zentrierstützen um den Umfang des Ofens verteilt anordnet,
erreicht man eine verbesserte Wärmeleitung vom Feuerraumteil 6 zum Mantel 8 sowie
ein merklich gesteigertes wärmespeichervermögen des gesamten Ofens 2.
[0030] In Fig. 4 ist als Querschnittsausschnitt eine Ausführungsmöglichkeit dargestellt,
bei der das Bauteil 32 aus mehreren Umfangsabschnitten 32a, 32b, ... besteht. Bevorzugt
sind zwei bis vier derartige Umfangsabschnitte. Die Abdichtung der vertikalen Fuge
zwischen zwei benachbarten Umfangsabschnitten 32a und 32b kann konstruktiv besonders
einfach dadurch gelöst werden, daß an dieser Stelle eine Zentrierungsstütze 94 zwischen
dem Bauteil 32 und dem Bauteil 42 vorgesehen ist. Die nach innen weisende Seite der
Zentrierstütze 94 hat eine
Oberflächengestalt nach Art eines konvexen, aufrechten Zylindermantelsektors, und die
Umfangsenden der Umfangsabschnitte 32a und 32b sind auf ihrer Außenseite komplementär
geformt, wobei jedoch weiter innen eine radial gerichtete Fuge bzw. Berührungsfläche
zwischen den beiden Umfangsabschnitten 32a und 32b verbleibt. Zusätzlich kann eine
Dichtung z.B. aus Asbest, Graphit, dem weiter vorn erläuterten Dichtmaterial auf Graphitbas'is
mit Gastreibebestandteilen, oder dergleichen zwischen den Umfangsabschnitten 32a und
32b sowie zwischen den Umfangsabschnitten und der Zentrierungsstütze 94 vorgesehen
sein. Die Zentrierungsstütze 94 besitzt auf ihrer Innenseite in Umfangsrichtung beidseits
neben dem zylindersektorförmigen Bereich in Umfangsrichtung verlaufende Flächen, um
ein zu starkes Auseinandergehen der Umfangsabschnitte 32a und 32b in Radialrichtung
zu verhindern.
[0031] Beim in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Feuerraumteil-Bauteile
32, 34, 36, 38 mit Ausnahme der Unterseite mit einem eng anliegenden Blechmantel 96
zur Steigerung der Gasdichtigkeit versehen.
[0032] Nach den gleichen Grundsätzen wie der vorstehend beschriebene, in Draufsicht - grob
gesehen - kreisrunde Ofen kann ein in Draufsicht im wesentlichen rechteckiger oder
quadratischer Ofen aufgebaut werden. Zentrierungsstützen kann man in diesem Fall an
den Ecken und/oder in den Mittelbereichen der Seiten vorsehen. Wenn man die Feuerraumteil-Bauteile
nicht ringförmig geschlossen ausbildet, sondern aus mehreren (Umfangs-)Abschnitten
zusammensetzt, können die Übergänge zwischen diesen Abschnitten in den Ecken und/oder
in den Mittelbereichen der Seiten liegen.
[0033] Der erfindungsgemäße Ofen ist im fertig zusammengebauten Zustand zumindest bei den
kleinen bis mittleren Baugrößen transportabel, wobei man - falls erforderlich - lediglich
die Verkleidung 54 und/oder die Verkleidung 58 zum Transport abnehmen sollte und/oder
bei schwierigen Liefersituationen (niedrige Türen, enge Treppenaufgänge und dergleichen)
die Transportsicherung 9o vorsehen kann. Insbesondere bei sehr großen Baugrößen kann
ein Transport im-teilzerlegten Zustand vorteilhafter sein,beispielsweise mit abgenommener
"oberer Hälfte" des Ofens, bestehend aus den Bauteilen 36, 38, 5
0, 52. Ein "transportabler Ofen" im Sinne der Erfindung soll also ein Ofen sein, der
entweder insgesamt fertig zusammengebaut transportiert werden kann oder der zumindest
beim Zusammenbau am Betriebsort nur noch wenige Handgriffe zum Zusammenbau weniger
Teile erfordert. Wenn der Ofen insgesamt zusammengebaut aufgestellt wird, ist lediglich
noch der Rauchgasstutzen 4o in die richtige Richtung zu drehen und mit dem Schornstein
zu verbinden, um den Ofen in Betrieb nehmen zu können.
1. Ofen nach Art eines Kachelofens, mit einem inneren Feuerraumteil, das mindestens
innenseitig aus feuerfestem Material aufgebaut ist, mit einem das Feuerraumteil umgebenden
und von diesem gesonderten, von einer Rauchgasbeaufschlagung freien Mantel, und mit
einem umgebungsluftdurchströmbaren, ringförmigen Zwischenraum zwischen dem Feuerraumteil
und dem Mantel,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Feuerraumteil (6) mit großformatigen Bauteilen (32, 36) selbsttragend aufgebaut
ist; und daß der Mantel (8) mit in Umfangsrichtung über Fugen aneinander anschließenden,
großformatigen Bauteilen (42, 50) selbsttragend aufgebaut ist.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Feuerraumteil (6) und der
Mantel (8) auf einen gemeinsamen Sockel (4) frei aufgesetzt sind.
3. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Feuerraumteil (6)
mit mehreren Umfangsabschnitten aufgebaut ist.
4. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung
des Feuerraumteils (6) und/ oder der Mantel (8) mit mehreren aufeinandergestellten,
ringförmigen Einheiten (32,36; 42,50) aufgebaut ist.
5. Ofen nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen metallischen Zwischenring (44)
zwischen aufeinandergestellten Manteleinheiten (42, 50).
6. Ofen nach einem.der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Feuerraumteil
(6) außen einen Feuerraumteilmantel (88) aufweist.
7. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Verkleidung (54,
58) außen am Sockel (4) des Ofens (2) und/oder außen am Übergang zwischen Manteleinheiten
(42,50).
8. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des
Feuerraumteils (6) ein den Rost (74) enthaltender Feuerungseinsatz (72) angeordnet
ist.
9. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß oben im Feuerraumteil
(6) ein Einsatz (78) mit mindestens einer aufrechten Trennwand (80) zur Umlenkung
der Rauchgase angeordnet ist.
10. Ofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (78) einen Rauchgasstutzen
(40) zur Abführung der Rauchgase aus dem Ofen (2) aufweist und daß der Einsatz (78)
mitsamt dem Rauchgasstutzen (49) relativ zum Mantel (50) drehbar ist.
11. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine
Transportsicherung (88), die vorzugsweise zwischen dem Feuerraumteil (6) und dem Mantel
(8) angeordnet ist.