[0001] Diese Erfindung betrifft eine selbsttätige Sicherung eines Rolladens gegen unbefugtes
Hochschieben von außen mittels einer Riegelvorrichtung, die nach dem Herunterlassen
des Rolladenpanzers in ihre Verriegelungsstellung bewegt wird, insbesondere eine Verriegelung
der Rolladenwelle. Diese Sicherung kann bei Rollläden aus Metall, Holz, Kunststoff
oder mehreren kombinierten derartigen Materialien verwendet werden und mit bekannten
Riegelvorrichtungen zur Sicherung von Rolläden kombiniert werden, um die Wirkung derartiger
Sicherungen zu verbessern.
[0002] Es ist bereits eine große Anzahl von Riegelvorrichtungen bzw. Sicherungen für Rolläden
bekannt, die nach den verschiedensten Mechanismen funktionieren. Solche Vorrichtungen
sind aber meist von aufwendiger Bauart und dadurch störanfällig oder ihr Riegelmechanismus
läßt in seiner Funktionstüchtigkeit zu schnell nach. Sehr oft sind sie auch teuer
in Anschaffung und Wartung. Darüber hinaus sind solche Vorrichtungen nur bedingt oder
gar nicht in alle oder wenigstens mehrere verschiedenartige Rolladentypen einbaubar.
[0003] In der DE-OS 27 48 411 ist eine selbsttätig wirkende Rolladenverriegelungseinrichtung
beschrieben, bei der die Aufwickelwalze für den Rolladenpanzer eine Rolladenwalze
(Hohlachse) ümschließt, in die von der Seite ein feststehendes Verriegelungsbauteil
hineinragt. Am Rolladenpanzer ist ein Hebel eingebaut, der durch Öffnungen in der
Aufwickelwalze und der Rolladenwalze hindurch in das Verriegelungsbauteil bei herabgelassenem
Rolladen eingreift. Der Drehpunkt des Hebels liegt entweder am Befestigungspunkt des
Hebels mit der Rolladenwalze oder der Aufwickelwalze.
[0004] Diese Ausführung erfordert durch die koaxiale Anordnung von Aufwickelwalze und Rolladenwalze
einen Mindestdurchmesser, der den einer einfachen Welle erheblich übersteigt, so daß
bei aufgewickeltem Rolladenpanzer ein erheblicher Raumbeadrf vorhanden ist.
[0005] Aus der DE-AS 20 59 485 ist eine selbsttätige Sicherung eines Rolladens gegen Hochschieben
von außen mittels eines in Abhängigkeit von der Aufwickelstellung des Rolladenpanzers
über einen zweiarmigen Hebel betätigbaren Riegels bekannt. Dabei ist eine etwa eine
spiralförmige Führungsnut aufweisende Scheibe mit der Rolladenwickelwalze drehfest
verbunden, wobei ein am oberen Hebelarm angeordneter Führungszapfen in diese Nut eingreift
und ein unterer Hebelarm mit dem Riegel verbunden ist. Diese bekannte Rolladensicherung
hat jedoch den Nachteil, daß ein konstruktionsbedingter Raumbedarf neben der Rolladenwelle
für die Sicherung notwendig ist.
[0006] Gegenstand des deutschen Patentes 24 37 912 ist eine selbsttätige Sicherung eines
Rolladens gegen unbefugtes Hochschieben von außen mittels einer mit der Rolladenwelle
verbundenen Riegelvorrichtung, die nach dem Herunterlassen des Rolladenpanzers in
ihre Verriegelungsstellung bewegt wird und mit dem Rolladenpanzer und/oder der Führungsschie
ne des Rolladenpanzers in.Eingriff kommt. Das Kennzeichnende dieser Sicherung besteht
darin, daß der Riegel durch einen Arm eines innerhalb der Rolladenwelle gelagerten
zweiarmigen Hebels gebildet wird, der durch eine Durchbrechung des Mantels der Rolladenwelle
aus dieser heraus bewegbar ist, oder daß Segmente des Mantels der Rolladenwelle in
axialer Richtung derart gelenkig miteinander verbunden sind, daß sie im herabgelassenen
Zustand des Rolladenpanzers aus der Umfangslinie der Welle herausklappen.
[0007] Der Nachteil dieser Sicherung besteht darin, daß sie zwar das Hochschieben des eigentlichen
Rolladenpanzers von außen verhindert, jedoch die Rolladenwelle nicht gegen unbefugtes
Drehen sichert.
[0008] Aus der DE-OS 28 25 059 ist eine selbsttätige Sicherung eines Rolladens gegen unbefugtes
Hochschieben von außen bekannt, bei der eine Verriegelung der Rolladenwelle, die nach
dem Herunterlassen des Rolladenpanzers aktiviert wird, vorgesehen ist. Die konstruktive
Lösung dieser Sicherung sieht vor, daß ein an der äußeren Seite des Gurtscheibenendstückes
angeordneter Exzenterhebel vorgesehen ist, der nach dem Herablassen des Rolladenpanzers
automatisch mit einem im Bereich der Aufhängung der Rolladenwelle befindlichen Widerlager
zum Eingriff kommt und eine Verriegelung der Rolladenwelle gegen eine Aufwärtsbewegung
des Rolladenpanzers bewirkt und daß der Exzenterhebel durch Drehung der Gurtscheibe
in Richtung der Aufwärtsbewegung des Rolladenpanzers aus dem Widerlager lösbar ist.
[0009] Diese selbsttätige Sicherung stellt auf dem Gebiet des Rolladenbaus zwar einen Fortschritt
dar, der auch beim nachträglichen Einbau in vorhandene Rolladeneinrichtungen benutzt
werden kann, aber nicht für alle Gurtscheibengrößen und-typen gleichermaßen gut geeignet
ist.
[0010] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine einfache und bei vorhandenen
Rolladeneinrichtungen gleichgut einbaubare selbsttätige Sicherung eines Rolladens
gegen unbefugtes Hochschieben von außen zur Verfügung zu stellen, bei der durch die
konstruktive Ausgestaltung eine Sicherung der Rolladenwelle gegen unbefugtes Drehen
erfolgt und die für Gurtscheiben unterschiedlicher Ausführungen gleichgut geeignet
ist.
[0011] Diese Aufgabe wird bei der eingangs geschilderten selbsttätigen Sicherung nach der
Erfindung dadurch gelöst, daß die Einsteckkapsel, die das Drehlager für die Rolladenwelle
bildet, kraftschlüssig mittels eines Verriegelungshebels mit der Gurtscheibe verbunden
wird und der Verriegelungshebel gleichzeitig mit dem feststehenden Lagerbolzen der
Rolladenwelle zum Eingriff kommt.
[0012] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist also eine selbsttätige Sicherung eines
Rolladens gemäß Oberbegriff von Anspruch 1, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die
Gurtscheibe und die Walzeneinsteckkapsel durch einen schwenkbaren Verriegelungshebel
kraftschlüssig miteinander in Eingriff stehen, der schwenkbare Verriegelungshebel
bei herabgelassenem Rolladenpanzer mit einem zur Drehachse des Rolladenpanzers feststehenden
Bolzen zum Eingriff kommt. Die Sicherung nach der Erfindung eignet sich besonders
zur Arretierung des vollständig herabgelassenen Rolladenpanzers, doch ist sie auch
für die Fixierung anderer Einstellungen des Rolladenpanzers brauchbar.
[0013] Bei einer Ausführungsform der Sicherung ist vorgesehen, daß ein ringförmiger Seitensteg
der Gurtscheibe mit einem entsprechend angeordneten und ausgebildeten ringförmigen
Steg an der Walzeneinsteckkapsel durch einen schwenkbaren Verriegelungshebel kraftschlüssig
miteinander in Eingriff stehen, der schwenkbare Verriegelungshebel bei herabgelassenem
Rolladenpanzer mit einem zur Drehachse des Rolladenpanzers feststehenden Bolzen zum
Eingriff kommt und die Seitenstege im Durchmesser unterschiedlich sind und koaxial
ineinandergreifen, wobei diese jeweils etwa übereinstimmende Durchbrüche unterschiedlicher
Weite aufweisen.
[0014] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der konstruktiven Ausbildung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0015] Im heruntergelassenen Zustand wird zusätzlich zu der kraftschlüssigen Verbindung
zwischen der Gurtscheibe und der Einsteckkapsel der Rolladenwelle eine kraftschlüssige
Verbindung zwischen Einsteckkapsel und Gurtscheibe über einen schwenkbaren Verriegelungshebel
hergestellt, der durch seinen gleichzeitigen Eingriff mit dem feststehenden Lagerbolzen
die Rolladenwelle gegen unerwünschte Drehbewegung blockiert. Die Entriegelung erfolgt
dadurch, daß über das Gurtband eine geringfügige Drehbewegung der Gurtscheibe gegenüber
der Walzeneinsteckkapsel ausgelöst wird und so eine Verschiebung der Durchbrüche in
den Seitenstegen von Gurtscheibe und Einsteckkapsel gegeneinander ausgelöst wird,
wodurch der Rand des Seitensteges am Durchbruch der Einsteckkapsel auf den einen Hebelarm
des schwenkbaren Verriegelungshebels einwirkt, dadurch die Kraft der Feder kompensiert
und durch das Schwenket den anderen Hebelarm aus dem Eingriff mit dem Lagerbolzen
bzw. dem darauf angeordneten Zinkenrad löst. Um diese Wirkung zu erzeugen, sind die
Seitenstege koaxial zueinander entsprechend angeordnet und weisen entsprechend ausgebildete
und zueinander in richtiger Stellung angeordnete Durchbrüche unterschiedlicher Weite
auf, durch die der eine Hebelarm des Verriegelungshebels reicht. Sobald Zug mittels
des Gurtbandes auf die Gurtscheibe ausgeübt wird, ist die Verriegelung gelöst. Bei
heruntergelassenem Rolladenpanzer und dadurch im wesentlichen zugentlastetem Gurt
an der Gurtscheibe stehen die Durchbrüche in den Seitenstegen so zueinander, daß der
eine Hebelarm des Kipphebels unter der Kraft der Feder durch beide Seitenstege greift
und gleichzeitig der andere Hebelarm des Kipphebels den Eingriff und Kraftschluß mit
dem feststehenden Lagerbolzen erzeugt, so daß eine Drehung der Rolladenwelle nicht
möglich ist. Eine unbefugt auf die Rolladenwelle wirkende Drehkraft führt zwar auch
zu einer geringfügigen Verschiebung der Durchbrüche der Seitenstege zueinander, löst
jedoch die Verriegelung nicht. Die geringe Gurtspannung, die durch eine etwa im Gurtwickelkasten
vorhandene Feder oder gleichwertige Einrichtung bei herabgelassenem Rolladen erzeugt
wird, reicht noch nicht aus, um den Entriegelungsvorgang einzuleiten, obwohl der Gurt
dabei nicht völlig entspannt ist. Die Entriegelung ist nur möglich durch eine auf
die Gurtscheibe wirkende ausreichende Drehkraft beim Hochziehen des Rolladenpanzers.
[0016] Zur Entriegelung kommt es entscheidend darauf an, daß zunächst die Kante einer Aussparung
des Seitensteges der Gurtscheibe auf den Verriegelungshebel einwirkt und diesen somit
schwenkt, so daß die Durchbruchkante des Seitensteges der Walzeneinsteckkapsel derart
zum Eingriff kommt, daß der Kipphebel ausgeschwenkt verbleibt, die entgegengesetzt
permanent auf den Kipphebel wirkende Federkraft kompensiert ist und durch die Schwenkbewegung
der andere Hebelarm des Kipphebels aus seinem verriegelnden Eingriff mit dem Lagerbolzen
gelöst ist. Um eine unbefugte Einwirkung auf die Gurtscheibe von außen zu verhindern,
kann an der dem Rolladenpanzer zugewandten Seite der Gurtscheibe eine Sicherungsblende,
die die Gurtscheibe teilweise überlappt oder umfaßt, vorgesehen sein.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird die selbsttätige Sicherung der Rolladenwelle
nach der vorliegenden Erfindung kombiniert mit der selbsttätigen Sicherung über den
Mantel der Rolladenwelle gemäß dem deutschen Patent 24 37 912. Diese bevorzugte Kombination
schließt zwei Möglichkeiten ein. Bei der ersten Möglichkeit wird eine zusätzliche
Verriegelung des Rolladenpanzers und/oder der Führungsschiene durch einen Arm eines
innerhalb der Rolladenwelle gelagerten zweiarmigen Hebels, der durch eine Durchbrechung
des Mantels der Rolladenwelle aus dieser heraus bewegbar ist, erreicht. Bei der zweiten
Möglichkeit gemäß dem deutschen Patent ist eine zusätzliche Verriegelung des Rolladenpanzers.durch
ein oder mehrereSegmente des Mantels der Rolladenwelle vorgesehen, die in axialer
Richtung derart gelenkig miteinander verbunden sind, daß sie im herabgelassenen Zustand
des Rollladenpanzers aus der Umfangslinie der Welle herausklappen.,
[0018] Wegen Einzelheiten dieser zusätzlichen Verriegelung über den Mantel der Rolladenwelle,
insbesondere mittels eines herausklappbaren Segmentes aus der Rolladenwelle, wird
auf den Inhalt der DE-PS 24 37 912 verwiesen. Diese Sicherung des Rolladenpanzers
verhindert das unerwünschte Hochschieben desselben in den Raum zwischen Rolladenwelle
und Rolladenkastenwand.
[0019] Die Sicherung gemäß der vorliegenden Erfindung arretiert die Rolladenwelle gegen
unbefugte Drehbewegung. Durch die bevorzugte Kombination beider Sicherungseinrichtungen
wird eine optimale Sicherung des Rolladens gegen unbefugtes Hochschieben erreicht.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen konstruktiven Ausbildung besteht darin,
daß sie in vorhandene Rolladenkonstruktionen jederzeit eingebaut werden kann, kein
zusätzlicher Raum für diese Einrichtung erforderlich wird und eine sichere und zuverlässige
Funktion gewährleistet ist. Eine Wartung des Verriegelungsmechanismus ist nicht erforderlich.
Es können also die üblichen konstruktiven Ausführungsformen der Rolladenwelle und
anderer Teile ohne Änderung beibehalten werden, wenn die erfindungsgemäße Sicherung
angebracht wird. Dadurch ergeben sich auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile, weil
keine Umstellungen bei der Produktion, Lagerhaltung und Endmontage der Rollläden notwendig
werden.
[0020] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Rolladensicherung gegen unbefugtes Hochschieben
gelangt bei herabgelassenem Rolladenpanzer selbsttätig in die Verriegelungsstellung,
sie kann also nicht vergessen werden und erfüllt damit ihre Aufgabe zuverlässig. Der
Einbau der erfindungsgemäßen Sicherung in neue oder bereits bestehende Rolladeneinrichtungen
schlägt also auch volkswirtschaftlich zu Buch, weil mögliche Einbrüche in derart gesicherte
Gebäude erschwert oder sogar verhindert werden. Die erfindungsgemäße Sicherung gehört
somit zum Bereich der vorbeugenden Maßnahmen gegenüber Einbruchsdelikten.
[0021] Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung, die folgendes
zeigt, noch näher erläutert:
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Explosionszeichnung der konstruktiven Ausbildung
von Gurtscheibe und Lagerkapsel.
Fig. 2 zeigt die gleichen Teile in zusammengebautem Zustand im Querschnitt.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht der Innenseite einer Gurtscheibe, und
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Darstellung in auseinandergezogener Form einer Verriegelung
des Rolladenpanzers gemäß deutschem Patent 24 37 912.
[0022] Fig. 1 zeigt im Detail eine auseinandergezogene Darstellung der erfindungsgemäßen
konstruktiven Ausbildung von der in die Rolladenwalze einsteckbaren Walzeneinsteckkapsel
1, der Verriegelungsvorrichtung, der Gurtscheibe 2 und der Achslagerung des Rolladens
auf der linken Seite der Abbildung. Das eigentliche Achslager 11 weist eine Platte
auf, die am Rolladenkasten oder am seitlichen Mauerwerk befestigt ist, mit einem runden
Lagerteil für die Gurtscheibe und einen daran anschließenden feststehenden viereckigen
Bolzen, dessen Ende wieder als Rundzylinder ausgebildet ist. Rechts daneben ist ausschnittsweise
die Gurtscheibe wiedergegeben, die die bekannte Ausführungsform eines U-förmigen Profils
für die Aufnahme des Rolladengurtes aufweist und auf der einen Seite einen im Umfang
zur Gurtscheibe geringer ausgebildeten Seitensteg 2a hat. (Wegen der perspektivischen
Wiedergabe in Fig. 1 nicht erkennbar.) Die Gurtscheibe sitzt im zusammengebauten Zustand
auf dem zylindrischen.Lagerteil des Achslagers 11. Neben der Gurtscheibe ist das Zinkenrad
5 wiedergegeben, das im zusammengebauten Zustand fest auf dem Lagerbolzen 8 sitzt
und bei dieser Ausführungsform als Widerlager für den Verriegelungshebel 6 dient.
Bei einer vereinfachten Ausführung greift der Kipphebel direkt am Bolzen 8 an, um
die Verriegelung zu bewirken. Der Bolzen weist dann eine entsprechend ausgebildete
Eingriffsmöglichkeit, beispielsweise eine Nut, auf. Der Verriegelungshebel 6 ist als
zweiarmiger Kipphebel ausgebildet, dessen einer Hebelarm zum Eingriff mit dem Zinkenrad
5 eine entsprechende zackenförmige Spitze aufweist und dessen anderer Hebelarm so
ausgebildet ist, daß er durch die Druchbrüche 3 in den Seitenstegen 1a und 2a ragt.
Drehpunkt für den Verriegelungshebel 6 ist der Stift 7, der an der Scheibe der Kapselhülse
10 befestigt ist, in der Abbildung jedoch getrennt wiedergegeben ist. In der Mitte
von Fig. 1 ist das eigentliche Drehlager 9 abgebildet, das im zusammengebauten Zustand
in der Kapselhülse 10 der Walzeneinsteckkapsel 1 sitzt. Die Walzeneinsteckkapsel 1
weist einen Schaft auf, der in die Rollladenvelle eingesteckt wird, daran schließt
sich eine Kapselhülse 10 zur Aufnahme des Drehlagers 9 an. An der Stirnseite der Scheibe
ist der ringförmige Seitensteg 1a mit den beiden Durchbrüchen 3 am Rand angesetzt.
Der Durchmesser des Seitensteges 1a ist größer als der Durchmesser des Seitensteges
2a der Gurtscheibe 2 und umfaßt im eingebauten Zustand den Seitensteg 2a koaxial.
Es ist aber auch möglich, die Größe der Durchmesser umgekehrt auszubilden, d.h. daß
1a kleiner ist als 2a und vom letzteren umfaßt wird. Die Feder 4 sitzt auf dem Stift
12, der in einem entsprechenden Loch in der Scheibe der Walzeneinsteckkapsel 1 in
montiertem Zustand angeordnet ist.
[0023] Es ist beispielsweise auch möglich, das Zinkenrad 5 durch einen Innenzahnkranz,der
kraftschlüssig am Achslager 11 angeordnet ist, zu ersetzen, in den dann ein entsprechend
angeordneter Verriegelungshebel 6 eingreift, um die Verriegelung zu bewirken.
[0024] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße konstruktive Ausführung
von Gurtscheibe 2, Achslager 11 und Walzeneinsteckkapsel 1 in zusammengebautem Zustand.
Aus dem Achslager 11 erstreckt sich der Bolzen 8,auf dem das Zinkenrad 5 sitzt, mit
dem zylindrischen Endteil des Bolzens bis in den Hülsenteil der Walzeneinsteckkapsel
1.
[0025] Auf dem zylindrischen Endteil des Bolzens 8 sitzt das Drehlager 9, das im vorliegenden
Fall jedoch der Obersichtlichkeit halber weggelassen worden, normalerweise aber in
der Kapselhülse 10 angeordnet ist. An das Achslager 11 schließt sich die Gurtscheibe
2 mit dem Seitensteg 2a an, der vom Seitensteg la der Walzeneinsteckkapsel 1 koaxial
umschlossen ist. Auf dem Stift 7 sitzt der Verriegelungshebel 6, der durch die Durchbrüche
3 in den Seitenstegen la und 2a reicht und dadurch die kraftschlüssige Verbindung
zwischen Gurtscheibe und Walzeneinsteckkapsel herstellt.
[0026] Fig. 3 zeigt die bereits in Fig. 1 wiedergegebene Gurtscheibe 2 von der anderen Seite,
so daß die Anordnung des Seitensteges 2a mit dem Durchbruch 3 zu erkennen ist.
[0027] Fig. 4 zeigt eine Einrichtung zur Verriegelung des Rolladenpanzers mit einem ausklappbaren
Mantel, der mit dem nicht gezeigten Rolladenpanzer zum Eingriff kommt und eine Verriegelung
nach dem im deutschen Patent 24 37 912 beschriebenen Eingriffsweise bewirkt. Die dargestellte
Ausführungsform der Mantelvorrichtung ist in diesem Fall über die als Steckverbindung
ausgebildete Rolladenwelle 13, die zum Eingriff mit dem zylindrischen Teil"der Walzeneinsteckkapsel
1 vorgesehen ist. Die Rolladenwelle weist den Mantel 14 auf, der aus mehreren Segmenten
besteht, wobei im vorliegenden Falle das Segment 20 feststehend ist und das Segment
21 ausklappbar ist. Anstelle eines ausklappbaren Segmentes 21 können auch mehrere
Segmente ausklappbar sein. An das ausklappbare Segment 21 schließt sich der Rolladenpanzer,
der hier nicht gezeigt ist, an. Bei hochgezogenem Rolladenpanzer legen sich die ausklappbaren
Segmente des Mantels 14 kreisförmig an. Bei heruntergelassenem Rolladenpanzer werden
diese Segmente vorzugsweise stumpfwinklig ausgeklappt, wodurch der Radius des Mantels
vergrößert und das äußerste Segment mit dem Rolladenpanzer zum Eingriff kommt.
[0028] Die doppelte Verriegelung des heruntergelassenen Rolladenpanzers über Rolladenwelle
und Mantel der Rolladenwelle zur Verriegelung des eigentlichen Panzers bietet eine
besondersgute Absicherung gegen das Hochschieben des Rolladenpanzers von außen.
[0029] Die selbsttätige Sicherung der Rolladenwelle nach der Erfindung besteht aus einfachen
und preiswerten Teilen, die sich leicht einbauen lassen. Für die Herstellung dieser
Teile werden übliche Werkstoffe von hoher Festigkeit,wie Stahl, Aluminiumlegierungen
oder Kunststoffe, verwendet. Die erfindungsgemäße Ausbildung und Anordnung der Gurtscheibe
hat den besonderen Vorteil, daß Gurtscheibenbreite und Gurtscheibendurchmesser entsprechend
den speziellen Anforderungen ausgewählt werden können und im Prinzip alle gängigen
Größen von bekannten Gurtscheiben mit dem zusätzlichen Seitensteg versehbar sind,
so daß die erfindungsgemäße Einrichtung für Rolladen und Rolltore unterschiedlicher
Ausführungsformen verwendbar ist.
1. Selbsttätige Sicherung eines Rolladens gegen unbefugtes Hochschieben von außen
mittels einer Riegelvorrichtung, die nach dem Herunterlassen des Rolladenpanzers in
ihre Verriegelungsstellung bewegt wird, dadurch gekennzeichnet , daß
(a) ein seitliches Achslager mit einem runden Lagerteil (11) für eine Gurtscheibe
(2) und ein sich daran anschließender feststehender viereckiger Lagerbolzen (8), dessen
Ende wieder als Rundzylinder ausgebildet ist, vorhanden sind;
(b) die Gurtscheibe (2) einen ringförmigen Steg (2a) und die Walzeneinsteckkapsel
(1) einen ringförmigen Steg (1a) aufweisen, die Seitenstege (1a,2a) im Durchmesser
unterschiedlich sind und koaxial ineinandergreifen und jeweils übereinstimmende Durchbrüche
(3) unterschiedlicher Weite aufweisen, durch die ein schwenkbarer Verriegelungshebel
(6) kraftschlüssig eingreift;
(c) der schwenkbare Verriegelungshebel (6) bei herabgelassenem Rolladenpanzer mit
dem zur Drehachse des Rolladenpanzers feststehenden Lagerbolzen (8) zum Eingriff kommt.
2. Sicherung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungshebel (6) mit einem auf dem feststehenden
Lagerbolzen (8) angeordneten Zinkenrad (5) zum Eingriff kommt.
3. Sicherung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare
Verriegelungshebel (6) durch eine in oder an der Walzeneinsteckkapsel (1) vorhandene
Feder (4) zum Eingriff mit dem feststehenden Zinkenrad (5) gebracht wird.
4. Sicherung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (4) eine Blattfeder
ist, die auf einem parallel zur Drehachse angeordneten in der Walzeneinsteckkapsel
(1) vorhandenen Stift (7) sitzt und auf den Verriegelungshebel (6) wirkt.
5. Sicherung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare
Verriegelungshebel (6) als ein Kipphebel ausgebildet und auf einem parallel zur Drehachse
des Rolladenpanzers angeordneten in der Einsteckkapsel (1) vorhandenen Stift (7) sitzt
und in Durchbrüche (3) der ringförmigen Seitenstege (1a, 2a), der Gurtscheibe (2)
und der Walzeneinsteckkapsel (1) eingreift.
6. Sicherung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet; daß die Walzeneinsteckkapsel
(1) als Drehlager für die Rolladenwelle ausgebildet ist.