[0001] Die Erfindung betrifft feuerfeste, gasdurchlässige Baukörper zum Einblasen eines
Gases in ein Metallbehandlungsgefäss durch dessen Auskleidung hindurch.
[0002] Die zum Roheisenfrischen dienenden Sauerstoffaufblas-Verfahren, welche unter den
Namen «LD»-, «LDAC»-, «OLP»-, «BOF»-Verfahren bekannt sind, wurden neuerdings in metallurgischer
Hinsicht dahingehend verbessert, dass durch den Konverterboden Sekundärgase, wie Stickstoff
oder Argon, gesteuert eingeblasen werden. Auch bei anderen Metallbehandlungsgefässen,
wie etwa Pfannen zur Nachbehandlung von Stahl oder Lichtbogenöfen, kommt das Einblasen
von Gas in das Metallbad durch den Gefässboden oder die Auskleidung der Gefässwände
hindurch in Betracht.
[0003] An die in die Auskleidung des Bodens oder der Seitenwände des Gefässes einzusetzenden
gasdurchlässigen feuerfesten Steine, durch welche die Gaseinleitung erfolgt, wird
die Forderung gestellt, dass ihre Haltbarkeit derjenigen der übrigen feuerfesten Auskleidung
entspricht, da ein Auswechseln verschlissener Gasdurchblassteine im heissen Zustand
etwa bei einem Konverterboden schwierig ist. Ferner soll die Gaseinleitung sowohl
kontinuierlich als insbesondere auch diskontinuierlich möglich sein; d.h. das Gefäss
soll auch ohne Gaseinleitung betreibbar sein und nach dem Wiedereinschalten der Gaszufuhr
sollen die Steine in unveränderter Weise gasdurchlässig sein. Ausserdem soll die Gasdurchlässigkeit
der Steine über ihre Gebrauchsdauer, d.h. über eine ganze Ofenreise, im wesentlichen
gleich bleiben.
[0004] Die bisher bekannten gasdurchlässigen Steine aus porösem feuerfestem Material entsprechen
diesen Forderungen nicht. Ihre Haltbarkeit in Frischgefässen ist wesentlich geringer
als die des umliegenden Auskleidematerials. So halten in einem Sauerstoffkonverter
im Boden eingebaute poröse Steine weniger als 100 Chargen stand, wogegen die übrige
Auskleidung Haltbarkeiten von 500 Chargen und mehr erbringt. Ferner ist mit porösen
Steinen eine diskontinuierliche Gaszufuhr nicht mögich; es dringt Metall in die Poren
der Steine ein und erstarrt dort. Nach Wiedereinschalten der Gaszufuhr ist der Stein
nicht mehr ausreichend gasdurchlässig.
[0005] In der älteren Patentanmeldung EP-A1-0 021 861 hat die Anmelderin eine zum Einsetzen
in den Boden eines Metallbehandlungsgefässes bestimmte Vorrichtung zum Einblasen eines
Behandlungsgases in ein Metallbad aufgezeigt, welche eine merklich verbesserte Haltbarkeit
gegenüber den bisher bekannten gasdurchlässigen Steinen besitzt und das Einblasen
der gewünschten Gasmengen gestattet. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen in
einem feuerfesten, gasdurchlässigen Baukörper, wobei in das feuerfeste Material in
axialer Richtung eine Mehrzahl von ebenen, gewellten, rohrförmigen oder drahtförmigen
metallischen Trenngliedern von geringer Wandstärke eingebettet ist. Nach einer Ausführungsform
besteht dieser feuerfeste, gasdurchlässige Baukörper aus mindestens zwei, an Längsflächen
aneinander liegenden Segmenten aus feuerfestem nicht porösem Material sowie dazwischen
angeordneten Metall-Lagen, wobei die Segmente längsseitig durch ein gemeinsames Metallgehäuse
zusammengefasst sind, das an Längsflächen der Segmente dicht, gegebenenfalls unter
Verwendung einer Mörtelzwischenschicht, anliegt und eine der Stirnseiten des Baukörpers
mit mindestens einem Anschluss und einem Verteilungsraum für die Gaszufuhr versehen
ist.
[0006] Zur Herstellung solcher Baukörper muss ein vorgefertigter Block aus feuerfestem Material
in die erforderlichen Streifen oder Segmente zerschnitten werden, was einen sehr aufwendigen
Herstellungsschritt darstellt. Da nämlich die Segmente in der Regel eine geringe Dicke
und eine grosse Länge besitzen, sind durch Verpressen von feuerfestem Material hergestellte
Segmente nicht hinreichend handhabungsfähig und verziehen sich, falls sie einem Steinbrand
unterworfen werden.
[0007] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, den Aufbau solcher Baukörper derart zu verbessern,
dass eine vereinfachte Herstellung möglich ist und vorgefertigte Segmente mit ausreichender
Stabilität Anwendung finden können.
[0008] Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Gasdurchsatzkapazität zu erhöhen, ohne hierbei
die gute Haltbarkeit der Baukörper zu beeinträchtigen.
[0009] Diese Aufgaben werden nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die Metall-Lagen mit
dem feuerfesten Material der Segmente verpresst sind, wobei wenigstens eine der aneinanderliegenden
Längsflächen der Segmente mit einer Metall-Lage versehen ist.
[0010] Durch die Anordnung mitverpresster Metallauflagen wird die Herstellung und Handhabung
relativ dünner Segmente mit grosser Länge wesentlich erleichtert, da die Metallauflage
als eine Art Armierung der Segmente wirkt, welche deren Stabilität erhöht. Die Anwendung
von Segmenten oder Teilkörpern mit mitverpressten Metallauflagen vereinfacht ferner
den Zusammenbau mehrerer Segmente zu einem Baukörper, weil dabei nunmehr das Einlegen
von Blechplatten entbehrlich wird. Trotzdem können falls gewünscht zwischen den Segmenten
Metallplattenpaare angeordnet sein.
[0011] Die erfindungsgemässen Baukörper können derart ausgestaltet sein, dass die aneinandergrenzenden
Längsflächen der Segmente mit glatter oder mit profilierter, z.B. gewellter oder gerillter
Oberfläche ausgebildet sind, und ferner in der Weise, dass die Segmente unter Zwischenschaltung
von Metallplatten, von Metallplattenpaaren und/oder von Distanzhaltern, aneinanderliegen.
Letztere können aus in den Metall-Lagen ausgeformten Sicken oder Noppen, aus Blechstreifen,
Drähten oder aus verbrennbaren oder verdampfbaren Einlagen u.dgl. bestehen. Eine weitere
Ausgestaltung kann darin bestehen, dass an einer mitverpressten Metall-Lage eine zweite
Auflage, z.B. eine Blechplatte angebracht, z.B. angeschweisst ist und dass die anliegende
Längsfläche des Nachbarsegments metallagenfrei ist.
[0012] Die Profilierungen, wie Wellen, Rillen, Nuten od.dgl., können in den Längsflächen
der aus feuerfestem Material bestehenden, vorgefertigten Segmente durch Schneiden
oder Fräsen ausgebildet werden. Es ist aber auch möglich, die Profilierungen im Zuge
der Herstellung der Segmente auszubilden, indem der Pressstempel oder die Formenwand
der zur Herstellung der Segmente verwendeten Pressform mit der entsprechenden negativen
Profilierung ausgestattet ist, wodurch beim Pressen der Segmente die Profilierung
in den Längsflächen entsteht.
[0013] Die Herstellung der Segmente mit mitverpressten Metallauflagen mit profilierter Oberfläche
kann in einfacher Weise dadurch erfolgen, dass der Pressstempel oder die Pressformenwandung
mit der entsprechenden Profilierung, z. B. Wellung oder Rillung, versehen ist und
eine zunächst ebene Blechplatte sowie die feuerfeste Masse in die Pressform eingeführt
werden. Beim Pressvorgang wird dann automatisch die Profilierung in der mitverpressten
Blechplatte ausgebildet.
[0014] Beim Zusammenbau der mit profilierten Metallauflagen versehenen Segmente entstehen
im Baukörper Fugen, Kanäle, durch welche der Gasdurchgang erfolgen kann, wobei die
profilierten Längsflächen sowohl an einer glatten als auch an einer profilierten Längsfläche
des Nachbarsegments anliegen kann. Die anliegende Längsfläche des Nachbarsegments
kann ihrerseits mit einer mitverpressten Metallauflage versehen sein oder sie kann
auflagenfrei sein.
[0015] Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemässen Baukörpers kann darin bestehen,
dass in einzelne oder in alle Segmente mindestens ein mitverpresstes Paar von aneinanderliegenden
Metalleinlagen, z.B. Blechplatten, eingebettet ist. Dabei können zwischen den Metallplatten
eines Einlagenpaares Distanzhalter der obgenannten Art angeordnet sein. Durch die
Anzahl der in einem Baukörper angeordneten Einlagenpaare sowie durch deren Ausgestaltung
mit Distanzhaltern kann das Ausmass der Gasdurchlässigkeit weiter variiert werden.
[0016] Im Fall dieser mitverpressten Einlagenpaare ist der Baukörper in einfacher Weise
dadurch herstellbar, dass in die Pressform zunächst ein Teil des feuerfesten Materials
eingeführt wird, sodann das Einlagenpaar, das über die gesamte Steinlänge aber nur
über einen Teil der Steinbreite reicht, eingelegt und schliesslich weiteres feuerfestes
Material eingefüllt wird. Soll der Baukörper mehr als ein Einlagenpaar aufweisen,
wiederholt sich dieser Vorgang entsprechend. Sodann wird senkrecht zu den Einlagen
der Pressdruck aufgebracht und der Baukörper dadurch geformt. Nach der Entnahme aus
der Presse werden die Einlagen an den Stirnseiten der Baukörper freigelegt, um den
Gasdurchgang zu ermöglichen. Anstelle eines Plattenpaares kann auch ein gefalztes
Blech oder ein zusammengedrücktes Rohr eingesetzt werden. Ferner sind auch mehrlagige
Einlagen, gegebenenfalls mit Distanzelementen, möglich.
[0017] Durch die Anzahl der in einem Baukörper angeordneten Einlagenpaare kann das Ausmass
der Gasdurchlässigkeit variiert werden. Da das für die Baukörper verwendete feuerfeste
Material dem der übrigen Auskleidung entsprechen kann, haben die Baukörper die gleiche
Haltbarkeit wie die sie umgebende Auskleidung. Eine vorzeitige Erneuerung der Gasdurchlasssteine
ist nicht erforderlich.
[0018] Wie sich gezeigt hat, können die Baukörper auch ohne Gaszufuhr betrieben werden.
Dabei dringt zwar etwas Metall in den engen Spalt zwischen den Einlagen eines Paares
ein, bei Wiedereinschalten der Gaszuleitung wird aber dieses eingedrungene Metall
wieder aus dem Baukörper gespült und die ursprüngliche Gasdurchlässigkeit stellt sich
wieder ein. Diese bleibt über die ganze Lebensdauer des Baukörpers im wesentlichen
gleich.
[0019] Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen die Zeichnungen, in denen in nicht einschränkender
Weise einige mögliche Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Baukörper dargestellt
werden. Es zeigen:
Die Fig. 1 eine erste mögliche Ausführungsform eines Baukörpers;
die Fig. bis 7 verschiedene Ausführungsformen von Segmenten;
die Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel eines mitzuverpressenden Einlagenpaares im vergrösserten
Massstab;
die Fig. 9 eine zweite mögliche Ausführungsform eines Baukörpers in dem Segmente gemäss
der Fig. 6 zur Anwendung kommen und
die Fig. 10 eine dritte mögliche Form, in der Segmente gemäss der Fig. 7 eingesetzt
sind.
[0020] Der in der Fig. 1 dargestellte Baukörper 1 weist ein z.B. aus miteinander verschweissten
Platten aufgebautes Metallgehäuse 2 auf, das insgesamt zwölf Segmente 3 umgibt, die
in zwei Reihen zu je sechs Stück angeordnet sind. Jedes Segment 3 besitzt eine mitverpresste
Metallauflage 4 und liegt mit einer unbewehrten Seitenfläche unter Zwischenschaltung
einer nicht dargestellten Mörtelschicht dicht an der Innenseite des Metallgehäuses
2 an. Dadurch wird der unerwünschte, weil unkontrollierbare Gasdurchfluss längs des
Metallgehäuses verhindert.
[0021] Zwischen den beiden Reihen der Segmente 3 ist eine Blechplatte 5 eingelegt, längs
welcher ebenso wie längs den Metallauflagen 4 der Segmente 3 ein Gasdurchgang erfolgen
kann. Anstelle der Blechplatte 5 kann auch ein Plattenpaar angeordnet sein. Ferner
können die Blechplatte 5 oder das Plattenpaar eingemörtelt sein.
[0022] Die Segmente 3 sind mittels zweier Leisten 6, die an der Innenseite des Metallgehäuses
2 angeordnet und vorzugsweise an diesem durch Punktschweissen befestigt sind, von
der Stirnseite des Metallgehäuses beabstandet. An dieser Seite, die die Kaltseite
darstellt, ist eine Stirnplatte 7 dicht angeschweisst, welche mit einem Rohranschluss
8 versehen ist. Der zwischen der Stirnplatte 7 und den Stirnseiten der Segmente 3
bleibende Raum ist der Verteilungsraum für das Gas.
[0023] Die der Stirnseite 7 gegenüberliegende, nicht sichtbare Seite stellt die Feuerseite
des Baukörpers dar und kann mit einem Abdeckblech verschlossen sein. Letzteres wird
angewendet, wenn die den Baukörper umgebende Zustellung des Metallbehandlungsgefässes
Teer oder ähnliche Kohlenstoffträger enthält. Es dient dann dazu, während des Aufheizens
des Gefässes das Eindringen von Teer oder dgl. in die Gasdurchgangsfugen des Baukörpers
und das Verkleben derselben zu verhindern. Das Abdeckblech schmilzt bei Betriebsbeginn
ab und gibt die Fugen frei. Im Bereich der feuerseitigen Stirnseite des Baukörpers
kann ein nicht gezeigter Bügel angebracht sein, über den der Baukörper an einen Kranhaken
gehängt werden kann.
[0024] In den Fig. 2, 3, 4 sind Segmente 30, 31, 32 dargestellt, die an zwei, drei bzw.
vier Längsflächen mit mitverpressten Metallauflagen 4, 41, 42 versehen sind. Letztere
können zwecks besserer Verbindung mit dem feuerfesten Material mit ausgestanzten,
in das feuerfeste Material ragenden Krallen 9 versehen sein. Das Segment 33 in der
Fig. 5 besitzt eine mitverpresste Metallauflage 4 und eine durch Punktschweissen daran
befestigte zweite Metallauflage 43. Die Segmente 30, 31, 32, 33 können anstelle der
Segmente 3 in den Baukörper nach der Fig. 1 eingesetzt sein.
[0025] Die Fig. zeigt ein Segment 34, das an einer Längsfläche mit einer profilierten und
zwar einer gewellten Metallauflage 44 verpresst ist und an der gegenüberliegenden
Längsfläche mit einer ebenen Metallauflage 4. Beim Zusammenbau zweier solcher Segmente
34 in einen Baukörper entstehen längs der Profilierung Kanäle für den Gasdurchgang.
[0026] Die Fig. 7 zeigt ein Segment 35, das drei Segmente 3 des Baukörpers nach der Fig.
1 ersetzen kann. Dieses Segment 35 ist mit einer U-förmigen mitverpressten Metallauflage
45 und zwei Paaren von Blecheinlagen 10 versehen, die sich über die gesamte Länge
aber nur über einen Teil der Breite des Segments 35 erstrecken. Je nach der gewünschten
Gasdurchlässigkeit können diese Einlagen 10 als glatte Blechstreifen oder aber, wie
in der Fig. 8 gezeigt, als mit Distanzhaltern, wie Sikken oder Rillen 11 versehene
Blechstreifen ausgebildet sein. Zur Verbesserung der Verbindung zwischen der Steinmasse
und den Einlagen 10 können diese mit Krallen 9 versehen sein.
[0027] Der in der Fig. 9 dargestellte Baukörper 1 weist ein Metallgehäuse 2 auf, das zwölf
Segmente umgibt, die in zwei Reihen zu je sechs Stück angeordnet sind. Jedes Segment
ist an einer Längsfläche mit einer Profilierung versehen und zwar ist in den oberen
Segmenten 34a eine Profilierung in der Form von Rillen dargestellt und in den unteren
Segmenten 34 eine solche in der Form von Wellen. In der Praxis wird man jedoch bei
allen Segmenten dieselbe Art der Profilierung anwenden.
[0028] Die mitverpressten ebenen Blechplatten, welche sich in den Fugen zwischen je zwei
Segmenten einer Reihe befinden, können in einer Variante auch mit Profilierungen versehen
sein. Zwischen den beiden Reihen ist eine Einlage in der Form eines Blechplattenpaares
dargestellt.
[0029] Der in der Fig. 10 gezeigte Baukörper 1 weist ein Metallgehäuse 2 auf, das vier Segmente
35 umgibt. Diese vier Segmente liegen mit ihren U-förmigen mitverpressten Metallauflagen
45 aneinander, wogegen die unbewehrten Längsseiten der Segmente an der Innenseite
des Gehäuses anliegen, das z.B. aus miteinander verschweissten Platten hergestellt
ist.
[0030] Als Material für die metallischen Einlagen eignet sich insbesondere Stahlblech, z.B.
in einer Stärke zwischen 0,5 und 3 mm, das gegebenenfalls mit einem Oberflächenschutz
versehen sein kann.
[0031] Der Baukörper kann z. B. aus einer teergebundenen Magnesiamasse mit der folgenden
Zusammensetzung und folgendem Kornaufbau hergestellt werden:

[0032] Der Sintermagnesia werden 4 Gew.-% Steinkohlenteerpech als Bindemittel zugesetzt.
Als Bindemittel kommen auch andere Teere, Peche, Kunstharze od.dgl. in Betracht.
[0033] Eine weitere, zur Verwendung in einem erfindungsgemässen Baukörper geeignete Masse
weist folgende Zusammensetzung und folgenden Kornaufbau auf:

Korngrössen
[0034]

[0035] Die Komponenten werden zwecks chemischer Bindung mit 3,7 Gew.-% Kieseritlösung mit
einer Dichte von 1,22 g/cm
3 vermischt.
[0036] Die Erfindung ist aber nicht auf die Verwendung der genannten feuerfesten Materialien
beschränkt. Es können auch andere feuerfeste Stoffe, z. B. Mischungen von Magnesia
und Chromerz, Hochtonerdematerial, Anwendung finden.
[0037] Die erfindungsgemässen Baukörper besitzen eine ausreichende Gasdurchlässigkeit, wobei
der Gasdurchgang einerseits durch die Fugen zwischen den einzelnen Segmenten und andererseits
durch die Fugen zwischen den Metalleinlagen erfolgt. Die Segmente selbst besitzen
praktisch keine Gasdurchlässigkeit, und demnach kann das für die Baukörper verwendete
feuerfeste Material dem der übrigen Auskleidung des Metallbehandlungsgefässes entsprechen.
Dadurch haben die gasdurchlässigen Baukörper die gleiche Haltbarkeit wie die der sie
umgebenden Auskleidung, und eine vorzeitige Erneuerung der gasdurchlässigen Baukörper
ist nicht erforderlich. Erfindungsgemäss wird generell in jeder Fuge des Baukörpers,
durch die ein Gasdurchgang erfolgen soll, eine Metallplatte, sei es in Form von Metall-Lagen
auf den Segmenten, sei es in Form von zwischen den Segmenten angeordneten Metallplatten,
vorgesehen. Wie gesagt, verhindern diese Metallplatten oder-auflagen das Eindringen
von Metall aus dem Metallbad des Behandlungsgefässes in die Fugen, und zwar auch im
Falle der Behandlung von Roheisen, welches infolge seiner Konsistenz und Viskosität
eine besonders starke Neigung hat, in die Fugen einzudringen.
[0038] Diese Erscheinung mag damit erklärt werden, dass die in den gasdurchlässigen Fugen
angeordneten Metallplatten eine Kühlwirkung ausüben und die Wärme rasch zur kalten
Stirnfläche des Baukörpers ableiten. Dadurch erstarrt eindringendes Behandlungsmetall
schon nach einer kurzen Strecke (wenige cm). Bei Fugen ohne Metallplatten oder-auflagen
wurde dagegen das Vordringen von Behandlungsmetall bis zur kalten Stirnfläche beobachtet.
1. Feuerfeste, gasdurchlässige Baukörper (1) zum Einblasen eines Gases in ein Metallbehandlungsgefäss
durch dessen Auskleidung hindurch, bestehend aus mindestens zwei, an Längsflächen
aneinanderliegenden Segmenten (3, 30, 31, 32, 33, 34, 34a, 35) aus feuerfestem nicht
porösem Material sowie eventuell dazwischen angeordneten Metall-Lagen (4, 41, 42,
43, 44, 45), wobei die Segmente längsseitig durch ein gemeinsames Metallgehäuse (2)
zusammengefasst sind, das an Längsflächen der Segmente dicht, gegebenenfalls unter
Verwendung einer Mörtelzwischenschicht, anliegt und eine der Stirnseiten des Baukörpers
mit mindestens einem Anschluss (8) und einem Verteilungsraum für die Gaszufuhr versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-Lagen (4, 41, 42, 43, 44, 45) mit dem
feuerfesten Material der Segmente (3, 30, 31, 32, 33, 34, 34a, 35) verpresst sind,
wobei wenigstens eine der aneinanderliegenden Längsflächen der Segmente mit einer
Metall-Lage versehen ist.
2. Baukörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die sich an der Längsfläche
des Segments befindlichen Metall-Lage eine weitere Metall-Lage (43) z. B. durch Schweissen
angebracht ist, wobei die anliegende Längsfläche des Nachbarsegments Metall-Lagen
frei ist.
3. Baukörper nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die
Segmente mindestens ein mitverpresstes Paar von aneinanderliegenden Metall-Einlagen
(10) eingebettet ist.
4. Baukörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Metallplatten
eines Einlagenpaares Distanzhalter, beispielsweise Drähte, Metallstreifen angeordnet
sind.
5. Baukörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen aneinanderliegenden
Metall-Einlagen (10) mittels in den Metall-Lagen ausgeformten Sicken oder Rillen (11)
abgestellt ist.
6. Baukörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Metall-Lagen
mit Krallen (9) versehen ist.
7. Baukörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das feuerfeste nicht poröse
Material mit einer Profilierung, beispielsweise Rillen oder Wellen versehen ist.
8. Baukörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-Lagen mit einer
Profilierung, beispielsweise Wellen versehen sind.
9. Baukörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall-Einlagen aus
Stahlblech sind, in einer Stärke zwischen 0,5 und 3 mm.
1. Refractory gas-permeable structural unit (1) for blowing gas into a metallurgical
vessel through its lining, comprising at least two elements (3, 30, 31, 32, 33, 34,
34a, 35) composed of refractory non-porous material, said elements abutting against
one another with their longitudinal faces and possibly with metal layers (4, 41, 42,
43, 44, 45) that are arranged between said elements, a common metal housing (2) sealingly
surrounding the longitudinal faces of said elements if required by using a mortar
interlayer, and at one of the end faces of the unit at least one gas-connection (8)
and a gas distribution chamber, characterized in that the metal layers (4, 41, 42,
43, 44, 45) and the refractory material of the elements (3, 30, 31, 32, 33, 34, 34a,
35) have been brought together by pressing, at least one of the abutting longitudinal
faces of the elements being provided with a metal layer.
2. Structural unit as defined in claim 1, characterized in that the metal layer arranged
on one of the longitudinal faces of the elements comprises an additional metal layer
(43) which may be fixed thereon by welding, the abutting longitudinal face of the
neighbouring element being free from any metal layer.
3. Structural unit as defined in claims 1 or 2, characterized in that at least one
pair of metal layers (10) abutting against one another is embedded in the elements,
said layers and the refractory material having been brought together by pressing.
4. Structural unit as defined in claim 3, characterized in that spacing members, for
instance wires or metal strips, are provided between the abutting metal layers of
one pair.
5. Structural unit as defined in claim 3, characterized in that the distance between
the abutting metal layers (10) of one pair is adjusted by beads or grooves (11) in
the metal layers.
6. Structural unit as defined in claim 1, characterized in that at least one of the
metal layers is provided with claws (9).
7. Structural unit as defined in claim 1, characterized in that the refractory non-porous
material is profiled, for instance provided with grooves or corrugations.
8. Structural unit as defined in claim 1, characterized in that the metal layers are
profiled, for instance provided with corrugations.
9. Structural unit as defined in claim 1, characterized in that the metal layers are
made of steel sheets having a thickness from 0,5 to 3 mm.
1. Elément réfractaire (1), perméable aux gaz, pour injecter du gaz dans un récipient
métallurgique à travers son revêtement, constitué par au moins deux segments (3,30,31,32,33,34,34a,
35) juxtaposés, en matériau réfractaire non-poreux et comprenant éventuellement des
plaques métalliques (4, 41, 42, 43, 44 45) interposées entre les segments, les côtés
latéraux des segments étant entourés par un boîtier (2) métallique commun, qui adhère
de façon étanche, le cas échéant grâce à une couche de ciment intercalaire, aux côtés
latéraux des segments et où un des côtés frontaux de l'élément comporte au moins une
connexion (8) et une chambre de distribution pour l'amenée de gaz, caractérisé en
ce que les plaques métalliques (4, 41, 42, 43, 44, 45) et le matériau réfractaire
des segments (3, 30, 31, 32, 34, 34a, 35) sont joints par pressage, au moins une des
faces latérales adjacentes des segments étant munie d'une plaque métallique.
2. Elément selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une deuxième plaque métallique
(43) est fixée, par exemple par soudage, sur la plaque métallique se trouvant sur
une des faces latérales, la face latérale adjacente du segment voisin étant démunie
de plaque métallique.
3. Elément selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins une
paire de plaques métalliques (10) contiguës est logée dans les segments, lesdites
plaques métalliques et le matériau réfractaire des segments étant joints par pressage.
4. Elément selon la revendication 3, caractérisé en ce que des cales d'écartement,
p. ex. des fils ou des bandes métalliques, sont disposées entre les paires de plaques
métalliques contiguës.
5. Elément selon la revendication 3, caractérisé en ce que la distance entre les paires
de plaques métalliques (10) est ajustée à l'aide de moulures ou de sillons (11) réalisés
dans les plaques.
6. Elément selon la revendication 1, caractérisé en ce que qu'au moins une des plaques
métalliques est munie de griffes (9).
7. Elément selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau réfractaire
non-poreux est muni d'un profilage p.ex. de sillons ou de rainures.
8. Elément selon la revendication 1, caractérisé en ce que les plaques métalliques
sont munies d'un profilage p.ex. de rainures.
9. Elément selon la revendication 1, caractérisé en ce que les plaques métalliques
sont en tôle d'acier ayant des épaisseurs comprises entre 0,5 et 3 mm.