[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum Entwickeln von Fotomaterial in
einem Behandlungsgefäß. Zur Aufbewahrung der verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten
sind eine Anzahl von in sich abgeschlossenen Vorratsbehältern vorgesehen, die einerseits
mit einer Gasleitung und andererseits mit einer Steigleitung für die Behandlungsflüssigkeit
versehen sind, weil sich auf diese Weise einfacher als bei kostspieligen Vorrichtungen
(DE-AS 11 06 178), die mit Förderpumpen arbeiten, der Entwicklungsprozeß von Fotomaterial
auch für den Fotoamateur automatisieren läßt.
[0002] Die Gasleitung ist zeitweise an eine Gasversorgungsquelle angeschlossen und baut
dadurch im Behälterinneren einen Gasdruck auf, der die Behandlungsflüssigkeit aus
diesem Vorratsbehälter durch die Steigleitung heraustreibt. Die von den verschiedenen
Vorratsbehältern kommenden Steigleitungen sowie eine zusätzliche, ventilgesteuerte
Spülwasser- Leitung sind über eine Sammelleitung an das Behandlungsgefäß angeschlossen,
worin das Fotomaterial für die Entwicklung untergebracht ist. Ein Steuerprogramm bestimmt
die Reihenfolge der aufeinanderfolgenden Arbeitsphasen, in denen jeweils eine bestimmte
Behandlungsflüssigkeit aus einem der Vorratsbehälter in das Behandlungsgefäß übergeführt
wird, was durch ein von einem Schrittmotor schaltbaren Verfeilerventil steuerprogrammgemäß
ausgeführt wird.
[0003] Bei der bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-AS 13 03 749) steuert das Verteilerventil
nicht nur die Gasführung zu dem richtigen Vorratsbehälter sondern auch die Führung
der Behandlungsflüssigkeit aus dem angesteuerten Vorratsbehälter in die Sammelleitung.
Das Verteilerventil hat dazu einen komplizierten, störanfälligen Aufbau. Neben einem
Eingang für die an die Gasversorgungsquelle angeschlossene Versorgungsleitung, die
steuerprogrammgemäß an einen der die Gasleitungen der Vorratsbehälter tragenden Ausgänge
gekuppelt wird, besitzt das Verteilerventil zahlreiche weitere Eingänge zum Anschluß
der von jedem Vorratsbehälter kommenden Steigleitungen, die steuerprogrammgemäß an
einen gemeinsamen Ausgang angekuppelt werden, um die betreffende Behandlungsflüssigkeit
an die Sammelleitung weiterzuführen. Selbst wenn zwischen den Arbeitsgängen mit verschiedener
Behandlungsflüssigkeit Spülvorgänge mit Wasser ausgeführt werden, besteht die Gefahr
einer Verschmutzung der Behandlungsflüssigkeit durch vorausgehende Flüssigkeitsreste,
zumal wenn, spätestens nach längerer Betriebszeit, die Dichtungsmittel im Verteilerventil
versagen. Zwar ist die Versorgungsleitung für das Gas über ein Absperrventil vom Steuerprogramm
aus zu verschließen, doch bleiben die Gasleitungen und damit die Steigleitungen an
ihren Anschlußstellen im Verteilerventil unter Druck, wodurch kleine Undichtigkeiten
bereits schwerwiegende gegenseitige Verschmutzungen der Behandlungsflüssigkeiten herbeiführen
können.
[0004] Bei der bekannten Vorrichtung ist schließlich am Ende der Sammelleitung ein Absperrventil
erforderlich, das steuerprogrammgemäß die gewünschte Menge der jeweiligen Behandlungsflüssigkeit
in das Behandlungsgefäß durchläßt. Die bei Entwicklungsprozessen verwendeten Behandlungsflüssigkeiten
sind aggressiv,weshalb hochwertiger Werkstoff für das Absperrventil und das vorerwähnte
Verteilerventil erforderlich ist. Darüber hinaus setzen die Behandlungsflüssigkeiten
Verkrustungen ab, welche die Betätigung der Ventile erschweren und die Dichtungen
beeinträchtigen. Um Störungen an den Ventilen herabzusetzen, müssen diese präzise
gefertigt sein, was die bekannten Vorrichtungen verteuert und für den Fotoamateur
nicht erschwinglich macht.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine preiswerte und störunanfällige Vorrichtung
der im Gattungsbegriff des Anspruches 1 genannten Art zu entwickeln, die ohne Gefahr
von Flüssigkeitsverlusten oder Verschmutzungen einen schnellen Wechsel der verschiedenen
Behandlungsflüssigkeiten für eine vollautomatische Arbeitsweise ermöglicht.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die jeweils von einem der Vorratsbehälter
bis zum Behandlungsgefäß sich erstreckenden Strömungswege für die verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten
ventilfrei sind sowie jeweils einen definierten Strömungswiderstand aufweisen, das
Verteilerventil lediglich gasbeaufschlagt ist durch nur einen Eingang für die Gasversorgungsquelle,
wie eine Druckluftpumpe, sowie nur durch Ausgänge für die Gasleitungen der verschiedenen
Vorratsbehälter, am Ende einer Arbeitsphase, vor Umstellung des Verteilerventils auf
einen anderen Ausgang, der jeweils angesteuert gewesene Ausgang des Verteilerventils
vom Gasdruck entlastbar ist, ein auf die Strömung der Behandlungsflüssigkeit ansprechender
Sensor in der Sammelleitung angeordnet ist und der Sensor jeweils ein Zeitschaltwerk
zu Beginn einer jeden Arbeitsphase in Gang setzt, wobei das Zeitschaltwerk nach Ablauf
einer einstellbaren Zeitdauer den Schrittmotor des Verteilerventils steuerprogrammgemäß
weiterschaltet.
[0007] Bei der, Erfindung ist ein mit der Behandlungsflüssigkeit in Berührung kommendes
Ventil vermieden, wodurch ein störanfälliger, teurer Bauteil eingespart ist. Das Verteilerventil
wirkt nur mit Gasen, wie Druckluft, zusammen, so daß hier Verschmutzungen nicht eintreten
können. Ein unkontrolliertes Sickern der Behandlungsflüssigkeiten aus einer Steigleitung
ist mit Sicherheit vermieden, weil am Ende einer Arbeitsphase, bevor das Verteilerventil
umgesteuert wird, der zuletzt angesteuert gewesene Ausgang des Verteilerventils vom
Gasdruck entlastet wird. Dadurch wird die Gasleitung druckfrei und die im Steigrohr
bis zur Sammelleitung reichende Säule der jeweiligen Behandlungsflüssigkeit kann in
seinen Vorratsbehälter zurückfließen und steht für eine weitere Verwendung wieder
zur Verfügung. Ein unerwünschtes Nachströmen von Behandlungsflüssigkeit in die Sammelleitung
ist dadurch mit Sicherheit ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die in
die Sammelleitung mündenden Anschlußstücke der verschiedenen Steigleitungen abgewinkelt
sind und einen in Schwerkraftrichtung verlaufende Endschenkel bilden,von dessen Knickstelle
aus in diesem Fall die Behandlungsflüssigkeit in den zugehörigen Vorratsbehälter zurückströmt.
[0008] Das Entlasten des Gasdrucks im Ausgang des Verteilerventils zu dem vorerwähnten Zweck
kann auf zweierlei Weisen erfolgen, deren jede ihre besonderen Vorteile mit sich bringt.
Besonders wirkungsvoll ist es, am Ende einer Arbeitsphase kurzzeitig einen Gasunterdruck
am Eingang des Verteilerventils auszuüben, was z.B. einfach dadurch geschieht, daß
man den Eingang von einer Druckquelle des Gases auf eine Saugbei quelle des Gases
umstellt. Dazu genügt es, einer Luftpumpe als Gasversorgungsquelle eine Umsteuerung
vom Druckende auf das Saugende auszuführen, wozu die Verwendung eines Zweiwegeventils
am Eingang des Verteilerventils ausreicht. Der Unterdruck am Eingang pflanzt sich
als Entlastung des Gasdrucks auf den jeweils angesteuerten Ausgang des Verteilerventils
aus. Aufgrund des Unterdrucks wird ein Sog auf die zugehörige Flüssigkeitssäule im
Steigrohr ausgeführt, wodurch diese Flüssigkeit schnell zurückgeholt wird. Durch mitgerissenes
Gas werden auch eventuell verbleibende Tropfen in der Steigleitung mitgenommen, so
daß ein unkontrolliertes Nachströmen von Flüssigkeiten nicht zu befürchten ist.
[0009] Eine einfachere Methode zur Entlastung des Gasdrucks am Ende einer Arbeitsphase besteht
darin, den angesteuerten Ausgang des Verteilerventils kurzzeitig mit der Atmosphäre
zu verbinden, wodurch der Gasdruck zusammenfällt. Es ist von besonderer Bedeutung,
wenn dabei Vorratsbehälter verwendet werden, die in sich pneumatisch verformbar sind
aufgrund des ausgeübten Gasdrucks. Dazu eignen sich einfache Kunststoffflaschen. In
der Arbeitsphase sind solche Kunststoffflaschen durch den Gasdruck voluminös gebläht.
Bricht nun der Gasdruck durch Verbindung mit der Atmosphäre zusammen, so hat die in
den zugehörigen Vorratsbehälter zurückströmende Flüssigkeitssäule offensichtlich eine
Trägheitswirkung, die wegen der Inkompressibilität der Flüssigkeit bestrebt ist, über
den Druckausgleich hinaus weiterzuströmen und dadurch überraschenderweise sogar eine
Sogwirkung ausübt, welche dieerwähnte besonders wirkungsvolle Reinigung der Steigleitungen
vornimmt und dadurch ein unerwünschtes Nachtropfen der Behandlungsflüssigkeit mit
Sicherheit ausschließt. In diesem Fall spart man sogar eine besondere Saugquelle.
[0010] Obwohl im Bereich der Flüssigkeitsströmung keine Ventile verwendet werden, ist eine
exakte Dosierung der jeweils in die Sammelleitung zum Behandlungsgefäß strömenden
Behandlungsflüssigkeit erreicht. Der erwähnte Sensor in der f Sammelleitung spricht
auf den Beginn der Strömung an und setzt ein Zeitschaltwerk in Gang, welches nach
Ablauf der dort eingestellten Zeitdauer den Schrittmotor zum Weiterschalten des Verteilerventils
wirksam setzt. Weil die Strömungswiderstände im Strömungsweg der verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten
definiert ausgebildet sind, was z.B. bei kurzen Steigleitungen durch zusätzlichen
Einbau von Widerstandsmitteln erreicht wird, fließen in gleichen Zeiten gleiche Mengen.
Dadurch erhält man über das Zeitschaltwerk auf einfache Weise eine exakte Dosierung
der durchgeleiteten Mengen der jeweils benötigten Behandlungsflüssigkeit.
[0011] Eine sehr einfache Verbindung des Ausgangs des Verteilerventils mit der Atmosphäre
am Ende einer Arbeitsphase ergibt sich, wenn man einen rotationsbeweglichen Teil des
Verteilerventils von seinem stationären Teil kurzzeitig abhebt. Vorteilhaft ist es,
für den rotationsbeweglichen Teil als auch als stationären Teil des Verteilerventils
jeweils eine Platte zu verwenden, die durch dazwischenliegende Kugeln zueinander leichtgängig
drehbar gemacht sind. Die Kugeln sind in den gegeneinander gerichteten Stirnflächen
der beiden Platten in Aufnahmen eingerastet, welche die jeweilige Drehstellung des
Verteilerventils in der jeweiligen Arbeitsphase festlegen und damit für eine Ausrichtung
von Bohrungen sorgen, die zum Übergang des Druckmediums vom Eingang zu dem ausgewählten
Ausgang des Verteilerventils dienen. Darüber hinaus erfüllen die Kugeln zugleich noch
eine dritte Aufgabe, sie erzeugen nämlich den erwünschten Axialhub zwischen den beiden
Platten, weil in den Zwischenstellungen, die zwischen den jeweiligen Arbeitsphasen
sich ergeben, die Kugeln aus ihren Aufnahmen in der rotationsbeweglichen Platte herausgelangen
und diese gegen eine Federbelastung axial anheben. Bei dieser Lüftung hebt sich ein
Dichtungsring am Anschlußstück der Eingangsbohrung für das Druckmedium von der stationären
Platte ab und lüftet dadurch den vorausgehend angesteuerten Ausgang gegen die Atmosphäre.
Durch dieses Anheben wird schließlich auch der Dichtungsring am Anschlußstück der
Eingangsbohrung geschont, was sich in einer langen Lebensdauer der Dichtung auswirkt.
Besonders einfach ist es, in der Eingangsbohrung der einen, z.B. rotationsbeweglichen
Platte, ein Anschlußstück für die z.B. von einer Druckluftpumpe kommende Versorgungsleitung
frei drehbar anzuordnen, weil dadurch eine aufwendige und störanfällige axiale Zuführung
der Druckluft in das Verteilerventil vermieden wird. In der anderen, z.B. stationären
Platte, sind dann, jeweils in Ausrichtung mit dem rotationsbeweglichen Anschlußstück
die Gegenbohrungen vorgesehen, welche die Ausgänge für die verschiedenen Gasleitungen
bilden.
[0012] Weitere Vorteile und Maßnahmen der Erfindung sind in den Ansprüchen, den Zeichnungen
und in der nachfolgenden Beschreibung erwähnt. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen für die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung geeigneten Prozessor
zur Entwicklung von Fotomaterial,
Fig. 2 eine Endansicht der beim Prozessor von Fig. 1 verwendbaren Vorrichtung in schematischer
Darstellung der wichtigsten Bauteile, wobei eine Abdeckhaube der Vorrichtung weggelassen
ist,
Fig. 3 zur Vorrichtung von Fig. 2 gehörende Bauteile, nämlich ein Verteilerventil
im Schnitt sowie einen ihm vorgeordneten Umschalter,
Fig. 4 eine Längsschnittansicht durch ein maßgebliches Teilstück der Vorrichtung,
wo eine rotierende Trommel als Behandlungsgefäß in dem Prozessor von Fig. 1verwendet
wird,
Fig. 5 eine Längsschnittansicht durch einen Vorratsbehälter für die Behandlungsflüssigkeit,
der in einer Aufnahme des Prozessors von Fig. 1 eingesteckt wird und dort in ein Temperierbad
eintaucht,
Fig. 6a und 6b in zwei Arbeitsstellungen die Längsschnittansichten durch das Anfangsstück
einer Sammelleitung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei die Längsschnittführung
durch die Schnittlinie VI - VI von Fig. 7 gezeigt ist,
Fig. 7 eine Endansicht durch das abgelöste Ahfangsstück des Sammelrohrs, wobei ein
schwenkbeweglicher, als Sensor für die Flüssigkeit dienender Bauteil der Deutlichkeit
wegen weggelassen ist,
Fig. 8a und 8b die Längsschnittansichten durch ein bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
verwendetes Verteilerventil in zwei zueinander unterschiedlichen Arbeitsstellungen,
wobei die Schnittführung für die Fig. 8a durch die Schnittlinie VIII-VIH von Fig.
9 ersichtlich ist,
Fig. 9 die Draufsicht auf das Verteilerventil in der Arbeitsstellung von Fig. 8a und
Fig.10 die Draufsicht auf den stationären Teil des Verteilerventils mit Schnittführung
durch die Achsen, wobei die Schnittlinie X - X in Fig. 8a gezeigt ist.
[0013] Der in Fig. 1 gezeigte Prozessor 10 ermöglicht eine automatische Entwicklung von
Fotomaterial, welches im Inneren einer Trommel 11 untergebracht ist. Die Trommel 11
ist im Betriebsfall im Sinne des eingezeichneten Pfeils 88 antreibbar. In einem Steuergehäuse
18 des Prozessors 10 sind die erforderlichen Motoren sowie Pumpen untergebracht, die
ein auf einer bestimmten Temperatur gehaltenes Temperierbad umwälzen. Das Temperierbad
ist in einer unteren Wanne 12 des Prozessors 10 enthalten und wird von den Pumpen
in eine obere Rinne 15 geleitet, wo die Trommel 11 sich befindet. Von der Rinne 15
aus strömt das Temperierbad durch einen Überlauf 16 wieder in die Wanne 12 zurück.
Durch verschiedene Handhaben 19 am Steuergehäuse 18 lassen sich die Motoren und Pumpen
sowie die Temperatur des Temperierbads einstellen.
[0014] Die Wanne 12 ist durch eine geeignet profilierte Abdeckung 13 nach oben abgeschlossen
und besitzt eine Reihe von öffnungen 14, in welchen eine Schar von Vorratsbehältern
20 mit verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten untergebracht sind, die in das Temperierbad
eintauchen. Als Vorratsbehälter 20 werden in sich verformbare Flaschen aus Kunststoff
verwendet, die für den Transport der Behandlungsflüssigkeit üblicherweise mit Schraubdeckeln
versehen sind. Diese Schraubdeckel werden zur Verwendung der Vorratsbehälter 20 in
der Vorrichtung entfernt und mit besonderen Anschlüssen versehen, wie am besten Fig.
5 zeigt.
[0015] Die Abschlüsse bestehen aus einem von einer Überwurfmutter 23 am Hals 25 des Behälters
20 festgeschraubten Einsatz 24, der in der öffnung des Behälterhalses 25 steckt. Durch
den Einsatz 24 ist ein Steigrohr 26 geführt, an welches eine Steigleitung 56 für die
im Behälter 20 befindliche Behandlungsflüssigkeit 22 angeschlossen ist. Weiterhin
ist durch den,Einsatz 24 das endseitige Zuführrohr 28 einer Gasleitung 57 hindurchgeführt,
durch welche im vorliegenden Fall Druckluft ins Behälterinnere oberhalb des Flüssigkeitsspiegels
21 zugeführt wird. Die Vorratsbehälter 20 sind durch geeignete Halterungen, die an
Schultern 29 des Behälters 20 angreifen, in einer gewünschten Eintauchtiefe in dem
Temperierbad der Wanne 12 festgehalten, wie aus Fig. 1 hervorgeht.
[0016] Die maßgeblichen Bauteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung 30 sind in den Fig. 2
bis 4 gezeigt. Die Vorrichtung ist an einem Gehäuseteil 32 angebracht, welches in
dem aus Fig.1 ersichtlichen Freiraum 31 neben der Trommel 11 untergebracht werden
kann und dort über Laufrollen 97 auf Seitenteilen der Rinne 15 des Prozessors 10 verfahrbar
ist. Die Vorrichtung 30 ist mit einem Anschlußkörper 33 versehen, der über eine geeignete
Kupplung an das Innere der Trommel 11 angeschlossen wird. Im vorliegenden Fall geschieht
dies durch einen von der Trommel 11 abnehmbaren Deckel 40, der einen bei der Trommeldrehung
88 nicht mitrotierenden, abgedichteten zentralen Einsatz 37 besitzt. Der Einsatz 37
ist mit einer Muffe 36 versehen, worin das Ende 35 des Anschlußkörpers 33 eingesteckt
und beispielsweise von den beiden Hälften 92, 93 einer Magnetkupplung flüssigkeitsdicht
gehalten wird.
[0017] Der Einsatz 37 besitzt mehrere Durchlässe, zu denen zunächst eine vom Tankinnenraum
nach außen gehende Entlüftungsöffnung gehört,die im Kupplungsfall, wie aus der Endansicht
von Fig.2 ersichtlich ist, sich in einem Entlüftungskanal 41 des Anschlußkörpers 33
fortsetzt. Der Einsatz 34 besitzt ferner für die Behandlungsflüssigkeiten einen Zuführkanal
42 und einen Auslaßkanal 43, der sich trommelinnenseitig mit einem Heberohr 46 bis
zum Trommelgrund fortsetzt. Im Kupplungsfall sind dieser Zuführ- und Auslauf-Kanal
über Dichtungen 38, 39 mit Öffnungen 44, 45 im Anschlußkörper verbunden, wobei die
Öffnung 44 zu einer Sammelleitung 34 und die öffnung 45 zu einem Ablaufkanal 50 im
Anschlußkörper 33 gehören. Der erwähnte Entlüftungskanal 41 könnte durch nicht näher
gezeigte Verschlußglieder zeitweilig verschlossen werden, wodurch sich im Inneren
der Trommel ein über- oder Unterdruck für bestimmte Steuervorgänge erzielen läßt.
Für eine drehfeste Positionierung des Einsteckendes 35 vom Anschlußkörper 33 in der
Muffe 36 des trommelseitigen Einsatzes 37 sorgt auch noch eine Steckverbindung, die
hier aus einem Dorn 47 einerseits und einer Dornaufnahme 48 andererseits besteht.
[0018] Ausweislich der Fig. 4 verläuft die Sammelleitung 34 achsparallel im Anschlußkörper
33, die an ihrem freien Ende mit einer von einem Ventil 49 absperrbaren Leitung 52
für Spülwasser versehen ist. Das Spülwasser durchströmt die Sammelleitung 34 in Längsrichtung
und gelangt über den angeschlossenen Zuführkanal 42 ins Trommelinnere zum Wässern
des dort angeordneten Fotomaterials. Bezogen auf die durch den Pfeil 54 angedeutete
Strömungsrichtung in der Sammelleitung 34, münden Anschlußröhrchen 55 für die bereits
erwähnten Steigleitungen 56 der verschiedenen Vorratsbehälter 20 in spitzem Winkel
seitlich in die Sammelleitung 34 ein. Die Anschlußröhrchen 55 liegen zweckmäßigerweise
in einer Vertikalebene, um wenigstens eine Komponente in Richtung der Schwerkraft
wirksam werden zu lassen. Die Strömung einer bestimmten Behandlungsflüssigkeit 22
ergibt sich dann, wenn, wie Fig. 5 verdeutlicht, über die erwähnte Gasleitung 57 Druckluft
ins Behälterinnere geleitet wird, die, wie die Pfeile 58 in Fig. 5 verdeutlichen,
auf den dortigen Flüssigkeitsspiegel 21 einwirkt. Dadurch wird die Behandlungsflüssigkeit
22 im Steigrohr 26 hochgedrückt und gelangt über die Steigleitung 56 und das zugehörige
Anschlußröhrchen 55 in die Sammelkammer 34. Auf diesem Strömungsweg 26, 56 durchläuft
die Behandlungsflüssigkeit 22 kein Ventil.
[0019] Der Strömungswiderstand auf diesem Strömungsweg 26, 56 hat eine bestimmte Größe,
die durch Einbauten sogar auf den gewünschten Wert gehalten werden kann. Weil der
in den Vorratsbehältern 20 wirksame Druck 58 und der Strömungswiderstand konstant
sind, bestimmt die Dauer des Flüssigkeitsstroms die durchgelassene Menge der jeweiligen
Behandlungsflüssigkeit 22. Diese Menge bestimmt sich folglich von der Dauer,in der
ein Druck 58 im Behälterinneren ausgeübt wird. Dies wird automatisch gesteuert von
einem Verteilerventil 70, wovon in den Zeichnungen zwei Ausführungsbeispiele gezeigt
sind, nämlich in Fig. 2 und 3 einerseits und in den Fig. 8a bis 10 andererseits.
[0020] Anhand der Fig. 2 und 3 läßt sich die Arbeitsweise und der grundsätzliche Aufbau
des Verteilerventils 70 erläutern. Das Verteilerventil 70 ist nur mit Gas beaufschlagt,
wofür im vorliegenden Fall Druckluft 58 verwendet wird, die von einer Pumpe über eine
Versorgungsleitung 79 und, gemäß Fig.3, über einen Umschalter 62 und eine Verbindungsleitung
64 dem einzigen Eingang 78 des Verteilerventils 70 zugeführt wird. Das Verteilerventil
70 besteht aus einem stationären Teil 75 und aus einem rotationsbeweglichen Teil 76,
welcher von einem Schrittmotor 72 beispielsweise über ein Ritzel 85 und eine Umfangszahnung
84 angetrieben wird. Im vorliegenden Fall befindet sich der Drucklufteingang 78 zentral
im stationären Teil 75 angeordnet und mündet in eine axiale Einlaßöffnung 83. Der
rotationsbewegliche Teil 76 besitzt eine Radialkammer 86, welche die Einlaßöffnung
83 in Abhängigkeit von der jeweiligen Drehlage des rotationsbeweglichen Teils 76 mit
einer einen Ausgang 71 jeweils aufweisenden Auslaßöffnung 81 verbindet. Die verschiedenen
Ausgänge 71 sind auf einem koaxial zur Einlaßöffnung 83 angeordneten Kreis im stationären
Teil 75 angeordnet und dienen zum Anschluß der einzelnen Gasleitungen 57, welche zu
den verschiedenen Vorratsbehältern 20 führen.
[0021] Gemessen wird nicht der Druckluftverbrauch zum Austreiben der Behandlungsflüssigkeit
22 in einem Vorratsbehälter 20, denn durch Verformungen des flexiblen Vorratsbehälters
aufgrund des herrschenden Innendrucks und der unterschiedlichen Höhe des Flüssigkeitsspiegels
21 im Vorratsbehälter 20 würden sich unterschiedliche Flüssigkeitsmengen ergeben.
Gemessen wird vielmehr die Zeitdauer der erwähnten Strömung 54 in der Sammelleitung
34 vor der Trommel 11, was von einem in Fig. 4 angedeuteten Sensor 59 abgefühlt wird.
Der Sensor 59 spricht auf eine Strömung der Flüssigkeit an. Er kann aus einem elektrischen
Widerstand bestehen, z.B. einem Kaltleiter, der auf die Anwesenheit von Flüssigkeit
anspricht. Man könnte hierfür auch optische Einrichtungen verwenden, z.B. eine Lichtschranke,
die zwischen einem Lichtsender und Lichtempfänger beidseitig der Sammelleitung 34
gebildet wird. Als optischen Sensor könnte man auch die Brechung eines Lichtstrahls
in der strömenden Flüssigkeit verwenden. In den Fig. 6a bis 7 ist ein mechanisch wirksamer
Sensor verdeutlicht, der später hinsichtlich seines Aufbaus uns seiner Wirkungsweise
näher beschrieben werden wird. Solange keine Flüssigkeit in der Sammelleitung 34 vorliegt,
befindet sich der Sensor 59 in seiner Ruhelage. über nicht näher gezeigte elektrische
Anschlüsse am Sensor 59 wird einer elektronischen Steuervorrichtung in diesem Fall
gemeldet, daß keine Behandlungsflüssigkeit zur Trommel fließt.
[0022] Wird nun über ein Steuerprogramm der Steuereinrichtung das Verteilerventil 70 so
eingestellt, daß ein bestimmter Vorratsbehälter 20 mit Druckluft 58 versorgt wird,
und dadurch über seine zugehörige Steigleitung 56 und sein Anschlußröhrchen 55 die
betreffende Behandlungsflüssigkeit 22 in die Sammelleitung 34 strömt, so meldet der
Sensor 59 dem Steuergerät den Beginn der Flüssigkeitsströmung. Dadurch wird in der
Steuereinrichtung ein Zeitschaltwerk in Gang gesetzt, das auf eine bestimmte Zeitdauer
eingestellt ist. Ist diese Zeitdauer abgelaufen, so wird in diesem Steuergerät ein
Schaltimpuls ausgelöst, der die Zufuhr von Druckluft 58 zu diesem Vorratsbehälter
20 unterbricht, wodurch die in Fig. 4 und 5 durch die Pfeile 87 angedeutete Strömung
der jeweiligen Behandlungsflüssigkeit 22 in der Steigleitung 56 endet. Zweckmäßigerweise
wird aber der betreffende Vorratsbehälter 20 dann auch noch von dem in ihm herrschenden
Druck 58 entlastet, was am einfachsten dadurch geschieht, daß der zugehörige Ausgang
71 mit der Atmosphäre kurzzeitig verbunden wird. Dadurch kommt es zu einer Rückströmung
der Druckluft im Sinne der in Fig. 5 angedeuteten Pfeile 99 durch die zugehörige Gasleitung
57. Dies kann durch die Umsteuerung des Verteilerventils 70 bewirkt werden, die von
dem erwähnten elektronischen Steuergerät eingeleitet wird, wenn die im zugehörigen
Zeitschaltwerk eingestellte Zeitdauer abgelaufen ist. Es wird ein Steuerimpuls dem
Schrittmotor 72 zugeleitet, der über die erwähnte Antriebsverbindung 84, 85 den rotationsbeweglichen
Teil 76 des Verteilerventils 70 weiterbewegt. Dadurch wird nicht nur die Versorgung
der Druckluft 58 unterbrochen sondern auch der Druck 58 im Flascheninneren im Sinne
der in Fig.5 eingezeichneten Pfeile 99 abgebaut. Die Fig. 8a bis 10 zeigt hierzu eine
besonders einfache zuverlässige Gestaltungsmöglichkeit, die später - näher beschrieben
werden wird.
[0023] Sind die Vorratsbehälter 20 flexibel ausgebildet, wenn sie beispielsweise aus Kunststoffflaschen
bestehen, die vom Innendruck 58 etwas aufgebläht werden, so kommt es bei der erwähnten
Rückströmung 99 der Druckluft aus dem Vorratsbehälter bereits zu einer überraschenden
Sogwirkung. Durch die Rückströmung der Behandlungsflüssigkeit im Sinne des in Fig.
4 und 5 eingezeichneten Rückströmpfeils 65 in der wirksam gewesenen Steigleitung 56,
machen sich offenbar Trägheitskräfte bemerkbar, die eine Sogwirkung im Behälterinneren
20 entstehen lassen. Dadurch werden etwaige Flüssigkeitsreste 66 in den Steigleitungen
56 mitgerissen. Die Steigleitung 56 ist dadurch mit Sicherheit geleert und ein unkontrolliertes
Nachtropfen dieser Flüssigkeitsreste 66 während einer späteren anderen Arbeitsphase
der Vorrichtung sind ausgeschlossen.
[0024] Im Ausführungsbeispiel von Fig. 3 ist zu diesem Zweck eine besondere Saugphase am
Ende einer jeden Arbeitsphase vorgesehen, die von dem erwähnten Zeitschaltwerk durch
einen Steuerimpuls zur Auslösung gebracht wird.Die Ausführung von Fig. 3 eignet sich
daher besonders für starre Vorratsbehälter 20, die nicht aufgrund wechselnden Innendrucks
58 verformbar sind. Hierzu wird der Umschalter 62 benutzt, der als Zweiwege-Ventil
ausgebildet ist. Der Umschalter 62 trägt außer der bereits erwähnten Versorgungsleitung
79 eine zu einer Luftsaugquelle führende Saugleitung 90. Die jeweilige Schaltstellung
des Umschalters 62 wird von einem Schieber 51 od.dgl. bewirkt. In der ausgezogen in
Fig. 3 gezeichneten Schaltstellung des Schiebers 51, ist die Versorgungsleitung 79
über die Verbindungsleitung 64 mit dem Eingang 78 des Verteilerventils 70 verbunden,
weshalb in diesem Fall die erwähnte Arbeitsphase der Vorrichtung vorliegt, wo die
betreffende Behandlungsflüssigkeit 22 im Sinne des Strömungspfeils 87 von Fig. 4 und
5 aus dem zugehörigen Vorratsbehälter 20 ausgetrieben und in die Trommel 11 eingeleitet
wird. Am Ende der Arbeitsphase, die von der Einstellung der wirksamen Zeitdauer des
erwähnten Zeitschaltwerks bestimmt ist, wird der Schieber 51 des Umschalters 62 in
die strichpunktiert in Fig. 3 angedeutete andere Schaltstellung überführt, wodurch
jetzt die Saugleitung 90 über die Verbindungsleitung 64 mit dem Eingang 78 des Verteilerventils
70 verbunden ist. Bedarfsweise könnte der Schieber 51 auch noch in einer Mittelstellung
verbleiben, in der sowohl die Versorgungsleitung 79 für die Druckluft als auch die
Saugleitung 90 abgesperrt sind r und beispielsweise eine Verbindung des Eingangs 78
vom Verteilerventil 70 mit der Atmosphäre hergestellt ist. Befindet sich der Schieber
51 in der vom Steuergerät ausgelösten Betätigung im Sinne des in Fig. 3 eingezeichneten
Betätigungspfeils 27 in der dortigen strichpunktiert angezeichneten Schaltposition,
so wirkt der Sog 99, wie aus Fig. 5 zu erkennen ist, über die Gasleitung 57 auch im
Inneren des vorher wirksam gewesenen Vorratsbehälters 20. Dadurch kommt es zu einer
besonders gründlichen Reinigung der zugehörigen Steigleitung 56 von den erwähnten
Flüssigkeitsresten 66.
[0025] Durch den Schrittmotor 72 weitergedreht, bleibt der rotationsbewegliche Teil 76 des
Verteilerventils 70 zunächst in einer unwirksamen Zwischenstellung stehen, wo zunächst
keines der Ausgänge 71 mit Druckluft versorgt wird. Jetzt kann durch die erwähnte
Drehung 88 der Trommel 11 im Trommelinneren der Entwicklungsvorgang des Fotomaterials
ablaufen. Die zugehörige Zeitdauer ist in dem erwähnten Steuerprogramm festgelegt
und wird vom Steuergeräte kontrolliert. Nach Ablauf der Behandlung des Fotomaterials
mit der betreffenden Behandlungsflüssigkeit wird die Trommel 11 entleert. Dies kann
z.B. durch Kippen der Trommel 51 geschehen, wodurch die Flüssigkeit von selbst aus
dem Trommelinneren abläuft. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist hierfür eine Pumpe
60 vorgesehen, die von einem Motor 63 angetrieben wird. Dadurch wird die verbrauchte
Behandlungsflüssigkeit vom Heberohr 46, den Auslaufkanal 43 und den daran angekuppelten
Ablaufkanal 50 im Anschlußkörper 33 abgesaugt und kann zur Regenerierung bedarfsweise
in einem besonderen, nicht näher gezeigten Behälter aufgefangen werden.
[0026] Während einer solchen Zwischenstellung des Verteilerventils 70 können auch Spülvorgänge
im Trommelinneren ablaufen. Hierzu wird vom Steuergerät, gemäß einem ausgewählten
bestimmten Programm, das in Fig. 4 ersichtliche Absperrventil 49 geöffnet, wodurch
Wasser aus der Spülwasserleitung 52 in die Sammelleitung 34 einläuft und von dort
über den Zuführkanal 42 ins Trommelinnere gelangt. Nach dem Spülvorgang wird die Wasserfüllung
aus der Trommel 11 in der bereits geschilderten Weise entweder durch Kippen der Trommel
aufgrund der Schwerkraft herausgegossen oder über die Pumpe 60 durch das Heberohr
46, den Auslaufkanal 43 und den Ablaufkanal 50 herausgepumpt.
[0027] Danach ist die Vorrichtung 30 bereit, die nächste Behandlungsflüssigkeit 22 einzuführen.
Dies ist im Steuerprogramm festgelegt. Durch den Schrittmotor 42 wird der rotationsbewegliche
Teil 76 des Verteilerventils 70 in eine Drehstellung gebracht, wo der Eingang 78 mit
einem bestimmten Ausgang 71 des Verteilerventils 70 durch dessen Radialkammer 86 verbunden
ist. Dadurch strömt wieder Druckluft 58 in den zugehörigen Vorratsbehälter 20 und
treibt dort die gewünschte Behandlungsflüssigkeit 22 in Strömungsrichtung 87 durch
die zugehörige Steigleitung 56. Damit wiederholt sich der Vorgang. Es versteht sich,
daß bei einem Aufbau der Vorrichtung im Sinne der Fig. 3 der dortige Umschalter 62
wieder auf die Versorgungsleitung 79 für die Druckluft 58 zurückgestellt worden ist.
[0028] Wie bereits mehrfach erwähnt wurde, zeigen die Fig. 6a bis 7 eine andere Ausführung
des Sensors, die sich besonders bewährt hat. Der besseren Übersicht wegen sind zur
Bezeichnung gleicher Bauteile die gleichen Bezugszeichen wie im vorausgehenden Ausführungsbeispiel
verwendet, auch wenn der Aufbau demgegenüber abweichend ausgebildet sein sollte. Dieses
Ausführungsbeispiel eignet sich besonders für eine zu ihrer Entleerung kippbewegliche
Trommel. Das Auslaufende zum Serauskippen der jeweiligen Tankfüllung wird auch in
diesem Fall zugleich zur Einführung der frischen Behandlungsflüssigkeiten verwendet,
weshalb die in den Fig.6a bis 7 gezeigte Sammelleitung 34 in diese Trommelöffnung
einmündet. Die Sammelleitung 34 ist hier von einem Rohr 53 gebildet und benötigt keines
Anschlußkörpers 33 des Ausführungsbeispiels von Fig. 2 bis 4 mit verschiedenen Durchlässen.
Das Rohr 53 kann daher einen mit dem Querschnitt des Anschlußkörpers 33 ohne weiteres
vergleichbaren Querschnitt besitzen. Das Rohr 53 ist zwecks guten Auslaufs der dort
befindlichen Flüssigkeit mit einer leichten Neigung zur Trommelachse angeordnet, wodurch
die Flüssigkeit aufgrund der Schwerkraft in die Trommel einlaufen kann. Zu Beginn
der Sammelleitung 34 ist das Rohr 53 mit einer Abschlußwand 61 versehen, die von Anschlußstücken
17 für die verschiedenen Steigleitungen 56 sowie für die Spülwasserleitung 52 versehen
ist. Die Anschlußstücke 17 bilden einen in sich abgewinkelten Leitungsverlauf, der
jeweils in einem Knickpunkt 66 seine höchste Position erreicht und von dort ab mit
einem Endschenkel 67 in Schwerkraftrichtung abwärts verläuft. Das hat den Vorteil,
daß,bezüglich dieses Knickpunkts 66,die dahinter liegenden Flüssigkeitsmengen über
den Endschenkel 67 stets in die Sammelleitung 34 und von dort in das Trommelinnere
gelangen, während die davor liegenden Flüssigkeitsreste in der Steigleitung 56 nach
Abschluß der Arbeitsphase wieder in den zugehörigen Vorratsbehälter 20 im Sinne des
erwähnten Rückströmpfeils 65 zurücklaufen, wie bereits ausführlich erläutert wurde.
[0029] Das Endstück 68 des Rohres 53 wird zweckmäßigerweise zusammen mit der Abschlußwand
61 und den verschiedenen Anschlußstücken 17 sowie einem Radiallappen 69 einstückig
aus Kunststoff hergestellt. Die innere Stirnansicht dieses Endstücks 68 ist in Fig.
7 gezeigt. Die Innenfläche der Abschlußwand 61 bildet eine Anschlagfläche 73 für eine
zu diesem Sensor 59 gehörende Klappe 74. Die Anschlagfläche 73 verläuft im vorliegenden
Fall leicht geneigt zum Längsverlauf der Sammelleitung 34. Wie aus Fig. 7 ersichtlich,
münden die verschiedenen Anschlußstücke 65 mit Öffnungen in der Anschlagfläche 73.;
und zwar liegt die öffnung des Anschlußstückes für die Spülwasserleitung 52 etwa in
der Rohrmitte und ist von einem Kranz von öffnungen umgeben, die zu den Anschlußstücken
17 der verschiedenen Steigleitungen 56 gehören.
[0030] Der Sensor 59 umfaßt in diesem Fall einen etwa S-förmig abgekröpften zweiarmigen
Hebel 89, der einen Schlitz 82 im erwähnten Radiallappen 69 durchgreift und dort eine
Schwenkachse 77 aufweist. Der Hebel 89 ist durch einen 34 oben liegenden Schlitz/im
Endstück 68 des Rohres 53 in die Sammelleitung 34 eingeführt und an seinem inneren
Armende ist die erwähnte Klappe 74 befestigt. Der Hebel 89 ist aufgrund der Schwere
der Klappe 74 bestrebt, mit dieser an der Anschlagfläche 73 zur Anlage zu kommen,
was bedarfsweise durch eine Rückstellfeder unterstützt werden kann. Eine solche Ruhestellung
ist in Fig. 6a gezeigt. Der außen gerichtete freie Arm 95 befindet sich dann in einer
Position bezüglich des erwähnten Radiallappens 69, wo eine Lichtschranke von ihm durchquert
ist. Ein Lichtsender 96 und ein Lichtempfänger 98 sind beidseitig des vom Schlitz
82 bestimmten Bewegungswegs dieses Hebelarms 95.angeordnet, wie aus Fig. 7 zu erkennen
ist.
[0031] Strömt nun Flüssigkeit durch die Steigleitungen 56 in Richtung der Sammelleitung
34, so stößt diese gegen die Klappe 74, wodurch der Hebel 89 um seine Schwenkachse
77 bewegt 128 wird. Es kommt zu der Arbeitslage des Sensors gemäß Fig. 6b. Der freie
Arm 95 ist weggeschwenkt,und gibt die Lichtschranke frei, wodurch das Licht ungestört
vom Sender 96 in den Empfänger 98 gelangen kann. Dies geschieht, sobald eine Behandlungsflüssigkeit
in die Sammelleitung 34 einzulaufen beginnt. Die dann freigegebene Lichtschranke 96,
98 setzt ein Zeitschaltwerk in Gang, welches auf eine bestimmte Zeitdauer eingestellt
ist. Nach Ablauf der Zeitdauer wird, wie bereits oben erläutert wurde, ein Steuerimpuls
dem Schrittmotor des Verteilerventils 70 zugeführt.
[0032] Ein besonders einfacher und zuverlässiger Aufbau des Verteilerventils ist in den
Fig. 8a bis 10 gezeigt, wo zur Bezeichnung der gleichen Bauteile die bisherigen Bezugszeichen
verwendet sind und insoweit die bisherige Beschreibung gilt. Der stationäre und der
rotationsbewegliche Teil 75, 76 bestehen hier jeweils aus einer Platte, die durch
einen Axialbolzen 100 miteinander verbunden und durch eine am Ende des Axialbolzens
100 befindliche Endscheibe 101 sich abstützende Druckfeder 102 gegeneinander gepreßt
sind.
[0033] Im vorliegenden Fall befindet sich der Drucklufteingang 78 an der rotationsbeweglichen
Platte 76 und besteht aus einer im Radialabstand zur Rotationsachse 103 der beiden
Platten 75, 76 liegenden Eingangsbohrung, in welcher ein Anschlußstück 104 für die
Versorgungsleitung 79 angeordnet ist. Das Anschlußstück 104 ist in der Eingangsbohrung
78 drehbar/angeordnet, so daß bei der aus Fig. 9 ersichtlichen Rotationsbewegung 105
der Platte 76 das Anschlußstück 104 sich entsprechend weit zurückdrehen kann und dadurch
die Versorgungsleitung 79 nicht verdrillt. Die stationäre Platte 75 ist über einen
Flansch 106 in der Vorrichtung befestigt und besitzt eine Schar von Bohrungen, die
auf einem mit der Eingangsbohrung 78 übereinstimmenden Kreis 107 angeordnet sind,
welche Ausgänge 71 zum Anschluß der verschiedenen Gasleitungen 57 aufweisen. Die Fig.
10 zeigt die Draufsicht auf die stationäre Platte 75,auf deren oberer Stirnfläche
80 die Auslaßöffnungen 81 der erwähnten Ausgänge 71 auf dem dort strichpunktiert eingezeichneten
Kreis 107 angeordnet sind. Zwischen den beiden Platten 75, 76 sind zu Lagerungszwecken
Kugeln 108 angeordnet, die auf Seiten der stationären Platte 75 in tiefen Ausnehmungen
109 und auf der gegengerichteten unteren Stirnfläche 110 der rotationsbeweglichen
Platte 76 in flachen Ausnehmungen 111 aufgenommen sind. Zwischen diesen beiden Stirnflächen
80, 110 der beiden Platten 75, 76 kann, aufgrund der Abstützung der dazwischenliegenden
Kugeln 108, bereits in der aus Fig. 8a ersichtlichen Ausgangslage ein kleiner Spalt
112 verbleiben.
[0034] Dieser Spalt 112 wird von einem Dichtungsring 113 gasdicht überbrückt, welcher am
eingangseitigen Anschlußstück 104 festsitzt und dessen Austrittsöffnung umschließt.
In der Ausgangslage von Fig. 8a befindet sich der Dichtungsring 113 in Ausrichtung
mit einem bestimmten Ausgang 71 einer Gasleitung 57 und versorgt den zugehörigen Vorratsbehälter
20 mit Druckluft, wie bereits beschrieben wurde. Der Dichtungsring 113 ist in diesem
Fall von der Druckfeder 102 zwischen den beiden Stirnflächen 80, 110 der beiden Platten
75, 76 eingepreßt. Zur Lagestabilisierung der rotationsbeweglichen Platte 76 trägt
diese außer dem Dichtungsring 113 noch Stützringe 114 entsprechender Höhe, die gemeinsam
für einen Spalt 112 von überall gleicher Höhe sorgen. Die Ausgangslage von Fig. 8a
liegt jeweils während einer Arbeitsphase der Vorrichtung vor, wo aufgrund der Drehlage
der rotationsbeweglichen Platte 76 ein bestimmter Ausgang 71 angesteuert ist.
[0035] Diese Drehlage ist zunächst dadurch gesichert, daß die drei Kugeln 108 in bestimmte
zugehörige Ausnehmungen 111 eingerastet sind,deren Anordnung gestrichelt in der Draufsicht
von Fig. 9 zu erkennen ist. Während zur Lagerung der Kugeln in der stationären Platte
75 nur drei tiefe Ausnehmungen 109 vorgesehen sind, sind entsprechend der Anzahl der
Auslaßöffnungen 81 in der stationären Platte 75 zahlreiche flache Ausnehmungen 111
dort jeweils in einer definierten Winkellage angeordnet. Die Kugeln lo8 und ihre Ausnehmungen
111 wirken zusammen mit der erwähnten Druckfeder 102 nach Art einer Rastverbindung.
Die entscheidende Sicherung der Drehposition der rotationsbeweglichen Platte 76 wird
aber von einem Drehglied 120 bestimmt, welches auf einer Antriebswelle 115 des Schrittmotors
72 sitzt. Der Motor 72 ist an einer abgesetzten Plattenverlängerung 118 durch Schrauben
119 od.dgl. befestigt. Der kreisförmige Umfang der rotationsbeweglichen Platte 76
ist mit zwei Sorten von Aussparungen 116, 117 versehen, die miteinander abwechselnd
angeordnet sind und zueinander unterschiedliche Funktionen zu erfüllen haben. In der
Ausgangslage von Fig. 8a und 9 greift stets ein 'rückwärtiges Stück 121 des Drehgliedes
120 in eine der Aussparungen 116 und fixiert dadurch die Drehposition der Platte 76,
weshalb man diese Aussparung als Ruhe-Aussparung 116 bezeichnen kann. Wird der Schrittmotor
72 zur Ausführung eines Schaltschritts angetrieben, so wälzt sich zunächst das ein
Drehprofil aufweisende rückwärtige Stück 121 in der von einem entsprechenden Kreisprofil
bestimmten Ruheaussparung 116 ab, bis schließlich ein radial abgesetzter Schaltfinger
122 des Drehgliedes 120 bei dem in Fig. 9 angedeuteten Umlauf 123 in die benachbarte
Aussparung 117 gelangt und die rotationsbewegliche Platte 76 in ihrer Rotationsrichtung
105 um einen Winkelbetrag 124, wie aus Fig. 9 ersichtlich, mitnimmt. Wegen dieses
Transports kann die Aussparung 117 als Transportaussparung bezeichnet werden. Nach
der Rotation um diesen Winkelbetrag 124 kommt die nächste Ruheaussparung 116 im Bereich
des Drehglieds 120 zu liegen, weshalb dessen rückwärtiges Stück 121 dort einfahren
und diese neue Drehlage der rotationsbeweglichen Platte 76 fir xieren kann. Wie ersichtlich,
wirken die Aussparungen 116, 117 mit dem Drehglied 120 nach Art eines sogenannten
"Malteserkreuz-Antriebs" zusammen.
[0036] Die Fig. 8b zeigt die Umsteuerungsphase des Verteilerventils 70, wo der Schaltfinger
122 in eine Transportaussparung 117 faßt und dadurch die rotationsbewegliche Platte
76 weiterbewegt. Dadurch gelangt die Kugel 108 außer Eingriff mit der aus Fig. 8a
und 9 ersichtlichen flachen Aussparung 111 der rotationsbeweglichen Platte 76. Die
Kugel rollt vor die untere Stirnfläche 110 der rotationsbewe
g- lichen Platte 76, wodurch die Platte 76, gegen die Wirkung der Druckfeder 102, im
Sinne der in Fig. 8b eingezeichneten Hubpfeile 125 angehoben wird. Der bisher zwischen
den Plattenstirnflächen 110, 80 befindliche enge Spalt 112 in der Ausgangslage der
Fig. 8a wird dadurch zu der aus Fig. 8b ersichtlichen weiten Lücke 112' verbreitert.
Bei diesem Anhub 125 der rotationsbeweglichen Platte 76 wird natürlich auch der zur
Abdichtung der Druckluft dienende Dichtungsring 113 mitgenommen, wodurch der vorausgehend
angesteuerte Ausgang 71 entlüftet wird. Dadurch kommt es in der zugehörigen Gasleitung
57 und in der Vorratsflasche 20 zu dem durch die Pfeile 99 im Zusammenhang mit Fig.
5 erwähnten Druckabbau, der eine sofortige Rückströmung 65 der Behandlungsflüssigkeit
aus der zugehörigen Steigleitung 56 bewirkt. Der weitere Fluß der Behandlungsflüssigkeit
ist sofort unterbrochen und es kommt nicht darauf an, ob die an der Versorungsleitung
79 angeschlossene Druckluftpumpe abgeschaltet ist oder ein Absperrventil an der Druckluftquelle
geschlossen ist.
[0037] Der Anhub 125 der Platte 76 während ihrer Rotation 105 schont auch den Dichtungsring
113 und auch die Stützringe 114. Die Kugeln 108 erzeugen eine rollende Lagerung der
Platte 76, weshalb sich diese leichtgängig verstellen läßt.
[0038] Nach jedem Schaltschritt des Schrittmotors 72 um den aus Fig. 9 ersichtlichen Winkelbetrag
124 kann der Schrittmotor 72 abgeschaltet werden. Dies wird von einem Steuerprogramm
bestimmt, das sich in seinen einzelnen Phasen nach dem gewünschten Ablauf des Entwicklungsprozesses
im Inneren der Trommel 11 von Fig. 1 richtet. Nach Ablauf der Ro-
' tationsbewegung 105 um den in Fig. 9 gezeigten Winkelbetrag 124 ist die Platte 76
nur um eine halbe Schaltstellung weiterbewegt worden, wo sich die Versorgungsleitung
79 noch nicht in Ausrichtung mit der nächsten Auslaßöffnung 81 befindet. Die Versorgungsleitung
79 befindet sich also zwischen zwei Ausgangsöffnungen 81 und kann daher nicht wirksam
werden. Weil die Ausnehmungen 111 auf der unteren Stirnfläche 110 der Platte 76 dabei
nicht mit den Kugeln 108 ausgerichtet sind, bleibt es dabei bei dem Anhub 125 von
Fig. 8b. Im Inneren der Trommel 11 kann nun die Behandlungsflüssigkeit am Fotomaterial
für die gewünschte Zeit wirksam werden. Dann wird die Flüssigkeit abgepumpt. Gegebenenfalls
können dann Spülvorgänge mit Wasser einsetzen. Erst wenn all dies abgelaufen ist,
wird der Schrittmotor 72 wiederum kurzzeitig wirksam gesetzt, worauf sein Drehglied
120 die Platte 76 um einen weiteren Winkelbetrag 124 bewegen kann, der bezüglich der
Ausgangslage von Fig. 9 die Platte 76 um den Gesamtwinkel 126 weiterbewegt. Jetzt
ist die Versorgungsleitung 79 in Ausrichtung mit der nächsten Auslaßöffnung 81 der
stationären Platte 75. Die Kugel 108 ist jetzt auch in Ausrichtung mit der nächsten
Ausnehmung 111 auf der Plattenunterseite 110 und rastet dort ein. Durch die Feder
102 wird daher die Platte 76 wieder nach unten gedrückt und der Dichtungsring 113
wird zwischen den Stirnflächen 80,110 der beiden Platten fest/gepreßt und dichtet
den Übergang zwischen den Platten 75, 76 ab. Druckluft kann nun durch die Versorgungsleitung
79 zu dem nächsten angesteuerten Ausgang 71
rgelangen, wenn das Steuerprogramm die zugehörige Behandlungsflüssigkeit 22 des angesteuerten
Vorratsbehälters 20 in das Trommelinnere überführen will. Dann wiederholt sich der
bereits beschriebene Vorgang. Ist die Überführung dieser Behandlungsflüssigkeit aber
nicht erwünscht, so wird die Druckluftpumpe nicht eingeschaltet bzw. das Absperrventil
zwischen der Druckluftquelle und der Versorgungsleitung 79 nicht geöffnet und der
Schrittmotor 72 kann die Weiterschaltung in die nächste Position besorgen.
[0039] Es versteht sich, das anstelle von Druckluft ein beliebiges anderes Gas, z.B. Stickstoff,
als Druckmedium verwendet werden könnte, das aus einer beliebigen Quelle, z.B.einer
Gasflasche, kommt.
[0040] r Aufstellung der Bezugszeichen:
10 Prozessor
11 Trommel
12 Wanne
13 Abdeckung
14 öffnung
15 Rinne
16 Überlauf
17 Anschlußstück
18 Steuergehäuse
19 Handhabe
20 Vorratsbehälter
21 Flüssigkeitsspiegel
22 Behandlungsflüssigkeit
23 Überwurfmutter
24 Einsatz
25 Hals
26 Steigrohr
27 Betätigungspfeil für 51
28 Zuführrohr
29 Schulter
30 Vorrichtung
31 Freiraum für 30
32 Gehäuseunterteil
33 Anschlußkörper
34 Sammelleitung
35 Steckende von 33
36 Muffe
37 Einsatz
38 Dichtung bei 50
39 Dichtung bei 44
40 Deckel
41 Entlüftungskanal
42 Zuführkanal
43 Auslaufkanal
44 Öffnung
45 Öffnung
46 Heberohr bei 43
47 Dorn in 37
48 Dornaufnahme in 33
49 Absperrventil
50 Ablaufkanal
51 Schieber
52 Spülwasserleitung
53 Rohr
54 Strömungspfeil
55 Anschlußröhrchen
56 Steigleitung
57 Gasleitung
58 Pfeile für Druckluft
59 Sensor
60 Pumpe
61 Abschlußwand
62 Umschalter
63 Motor
64 Verbindungsleitung
65 Pfeil der Rückströmung
66 Knickpunkt
67 Endschenkel
68 Endstück
69 Radiallappen
70 Verteilerventil
71 Ausgang
72 Schrittmotor
r
73 Anschlagfläche
74 Klappe
75 stationärer Teil, Platte
76 stationärer Teil, Platte
77 Schwenkachse
78 Drucklufteingang, Eingangsbohrung
79 Versorgungsleitung
80 obere Stirnfläche
81 Auslaßöffnung
82 Schlitz
83 axiale Einlaßöffnung
84 Umfangszahnung
85 Ritzel
86 Radialkammer
87 Pfeil für Strömungsrichtung
88 Drehpfeil für Trommel
89 Hebel
90 Saugleitung
91 Umschalter
92 Magnetkupplungs-Hälfte
93 Magnetkupplungs-Hälfte
94 Schlitz von 53
95 Arm von 89
96 Lichtschranke-Sender
97 Laufrolle von 30
98 Lichtschranke-Empfänger
99 Pfeil der Luftrückführung
100 Axialbolzen
101 Endscheibe
102 Druckfeder
103 Rotationsachse
104 Anschlußstück
105 Rotationsbewegung
106 Flansch
107 Anordnungskreis
108 Kugel,
109 Ausnehmung
110 untere Stirnfläche
111 Ausnehmung
112 Spalt
112' verbreiterter Spalt, Lücke
113 Dichtungsring
114 Stützring
115 Antriebswelle
116 Ruhe-Aussparung
117 Transport-Aussparung
118 Plattenverlängerung
119 Schraube
120 Drehglied
121 rückwärtiges Stück von 120
122 Schaltfinger
123 Drehung
124 Winkelbetrag
125 Hubpfeil
126 Gesamtwinkel
127 Drehung von 104
128 Schwenkbewegung von 89
1. Vorrichtung zum Entwickeln von Fotomaterial in einem Behandlungsgefäß (11),
mit einer Anzahl in sich geschlossener Vorratsbehälter (20) für verschiedene Behandlungsflüssigkeiten
(22),
jeder Vorratsbehälter (20)
einerseits eine Gasleitung (57) aufweist, welche zeitweise mit einer Gasversorgungsquelle
verbunden ist und dadurch im Behälterinneren einen Gasdruck (58) aufbaut,
und andererseits für die vom Gasdruck (58) aus dem Vorratsbehälter (20) getriebene
Behandlungsflüssigkeit (22) eine Steigleitung (56) besitzt, welche eine gewünschte
Menge der jeweiligen Behandlungsflüssigkeit (22) über eine Sammelleitung (34) zum
Behandlungsgefäß(11) überführt,
an die Sammelleitung (34) die Steigleitungen (56) aller Vorratsbehälter (20) sowie
eine ventilgesteuerte (49) Spülwasser-Leitung (52) angeschlossen sind,
und mit einem nach einem Steuerprogramm durch einen Schrittmotor (72) schaltbaren
Verteilerventil (70), an dessen Ein- und Ausgänge (78; 71) die verschiedenen Leitungen
angeschlossen sind, um während aufeinanderfolgender Arbeitsphasen, steuerprogrammgemäß,
jeweils eine bestimmte Behandlungsflüssigkeit (22) aus einem der Vorratsbehälter (20)
in das Ber handlungsgefäß (11) zu überführen, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils
von einem der Vorratsbehälter (20) bis zum Behandlungsgefäß (11) sich erstreckenden
Strömungswege (26, 56, 34) für die verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten (22) ventilfrei
sind sowie jeweils einen definierten Strömungswiderstand aufweisen,
das Verteilerventil (70) lediglich gasbeaufschlagt ist durch nur einen Eingang (78)
für die Gasversorgungsquelle (64, 62, 79), wie eine Druckluftpumpe, sowie nur durch
Ausgänge (71) für die Gasleitungen (57) der verschiedenen Vorratsbehälter (20),
am Ende einer Arbeitsphase, vor Umsteuerung des Verteilerventils (70) auf einen anderen
Ausgang (71), der jeweils angesteuert gewesene Ausgang (71) des Verteilerventils (70)
vom Gasdruck entlastbar ist,
ein auf die Strömung der Behandlungsflüssigkeit ansprechender Sensor (59) in der Sammelleitung
(34) angeordnet ist
und der Sensor (59) jeweils ein Zeitschaltwerk zu Beginn einer jeden Arbeitsphase
in Gang setzt,
welches nach Ablauf einer einstellbaren Zeitdauer den Schrittmotor (72) des Verteilerventils
(70) steuerprogrammgemäß weiterschaltet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils am Ende einer
Arbeitsphase, ein Gasunterdruck (99) kurzzeitig am Eingang (78) des Verteilerventils
(70) herrscht, (vergl. Fig. 3, 4, 5).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang (78) im Verteilerventil
(70) an einem Zweiwege-Ventil (62) angeschlossen ist,
daß einerends an eine Druckluftquelle (79) und andererends an eine Luftsaugquelle
(90) angeschlossen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftquelle (79)
vom Druckende und die Luftsaugquelle (90) vom Saugende ein und derselben Luftpumpe
gebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Umsteuerung des Verteilerventils
(70) zwischen zwei Arbeitsphasen der jeweils vorausgehend angesteuert gewesene Ausgang
(71) des Verteilerventils zum Abbau (99) des Gadrucks in der zugehörigen Gasleitung
(57) kurzzeitig mit der Atmosphäre verbindbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5 mit einem Verteilerventil (70) aus einem stationären
(75) und einem dazu rotationsbeweglichen Teil (76), zwischen denen eine Dichtung (113)
angeordnet ist und die gegeneinander kraftbelastet (102) sind, dadurch gekenn- zeichnet,
daß während der Umsteuerung des Verteilerventils (70) der rotationsbewegliche Teil
(76) vom stationären Teil (75), gegen die Kraftbelastung (102), axial abhebbar (125)
ist und dadurch eine Verbindung (112') der vorausgehend angesteuert gewesenen Gasleitung
(57) mit der Atmosphäre herstellt, (vergl. Fig. 8b).
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorratsbehälter (20) aufgrund des Gasdrucks in sich pneumatisch verformbar
sind und z.B. aus Kunststoffflaschen bestehen.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der rotationsbewegliche Teil aus einer Platte (76) mit einer im Radialabstand
zur Rotationsachse (103) angeordneten Eingangsbohrung (78) besteht,
in welcher ein Anschlußstück (104) für die von der Gasversorgungsquelle, wie einer
Druckluftpumpe, kommende Versorgungsleitung (79) frei drehbar (127) angeordnet ist
und die Austrittsöffnung des Anschlußstücks (104) mit einem Dichtungsring (113) versehen
und dem stationären Teil (75) zugekehrt ist,
der stationäre Teil seinerseits aus einer Platte (75) mit Gegenbohrungen (81) besteht,
die auf einem mit dem Radialabstand der Eingangsbohrungen (78) übereinstimmenden Kreis
(107) angeordnet sind und die Ausgänge (71) zum Anschluß der verschiedenen Gasleitungen
(57) bilden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, r
daß die unter Federbelastung (102) stehende rotationsbewegliche Platte (76) auf der
stationären Platte (75) durch dazwischenliegende Kugeln (108) drehgelagert ist
und die gegeneinander gerichteten Stirnflächen (80,110) der beiden Platten (75, 76)
Aufnahmen (109, 111) für die Kugeln (108) aufweisen,
die in den Arbeitsphasen jeweils paarweise miteinander ausgerichtet,
aber während der Umsteuerung nicht miteinander übereinstimmen und dadurch einen Axialhub
(125) der rotationsbeweglichen Platte (76) gegenüber der stationären Platte (75) bewirken,
die das Anschlußstück (104) der Eingangsbohrung von der stationären Platte (75) lüftet,
(vergl. Fig. 8b).
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der kreisförmige Umfangsrand der rotationsbeweglichen Platte zwei Sorten von miteinander
abwechselnd angeordneten Aussparungen (116, 117) für ein mit einem radialen Schaltfinger
(122) versehenes Drehglied (120) des Schrittmotors (72) aufweist,
nämlich einerseits eine Ruheaussparung (116) zum durchdrehbaren (123) Eingriff des
vom Schaltfinger (122) abgekehrten rückwärtigen Stücks (121) des Drehglieds (12o)
während der Arbeitsphase des Verteilerventils (70) und andererseits eine Transportaussparung
(117) zum Eintritt des Schaltfingers (122) zwecks Umsteuerung (105) des Verteilerventils
(70) um einen vorbestimmten Drehwinkel (124, 126), (vergl. Fig. 9).
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (59) in der Sammelleitung (34) eine Lichtschranke aufweist,(vergl.
Fig. 4).
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (59) aus einem elektrischen Widerstand gebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (59) aus einer in Strömungsrichtung (54) schwenkbar (130) beweglichen
Klappe (74) besteht,
die in Ruhelage von Rückstellkräften an einem Anschlag. (73) angedrückt ist und dadurch
den Durchlaßquerschnitt in der Sammelleitung (34) verschließt, (vergl. Fig. 6a)
und die Klappe (74) von Beginn eines Flüssigkeitsstroms (54) an, unter Freigabe des
Durchlaßquerschnitts in der Sammelleitung (34), von dem Anschlag (73) wegschwenkbar
(130) ist, (vergl. Fig. 6b).
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (74)
mit einem Arm (95) versehen ist, der zu Beginn der Schwenkbewegung (130) der Klappe
(74) eine Lichtschranke (96, 98) kreuzt.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die in die Sammelleitung (34) mündenden Anschlußstücke (17) der Steigleitungen
(56) abgewinkelt sind und einen in Schwerkraftrichtung abwärts verlaufenden Endschenkel
(67) aufweisen.