[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Behälters aus Karton
oder dergleichen durch Falten von Abschnitten eines flachliegenden Zuschnittes, bei
dem alle einander benachbarten Flächen auf wenigstens annähernd ihrer vol= len Länge
miteinander verbunden sind, wobei zwischen den benachbarten Flächen vorgerillte Faltlinien
angeordnet sind.
[0002] Aus der US-PS 3 423 008 ist beispielsweise ein Verfahren zum Herstellen eines Behälters
bekannt, bei dem zwischen den Wandflächen Zwickelflächen vorgesehen sind, die nach
dem Aufrichten der Wandflächen außen an diese angelegt und dann mit Ansätzen an den
Wandflächen verklebt werden.
[0003] Auch aus dem DE-GM 71 43 807 ist ein derartiger Faltbehälter bekannt, bei dem nach
außen gefaltete Zwickel durch Wandansätze festgeklebt sind.
[0004] Durch die bei beiden Behälterausführungen vorgesehene Verklebung zwischen Zwickelflächen
und Wandansätzen ist das Verfahren zum Herstellen eines kompletten und gefüllten Behälters
äußerst kompliziert, insbesondere, wenn auf ein und derselben Anlage unterschiedliche
Behälterformen hergestellt werden sollen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen eines Behälters
der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem es auf möglichst einfache Art möglich
ist, den Behälter ausgehend von einem wenigstens annähernd flachliegenden Zuschnitt
herzustellen, zu füllen und zu verdeckeln, wobei gewährleistet sein soll, daß auf
derselben Anlage Behälter unterschiedlicher Gestaltung und Größe hergestellt werden
können.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Behälterunterteil in einer
Formeinrichtung geformt wird, von dort in eine auf einer Fördereinrichtung angeordneten
Aufnahmevorrichtung eingebracht, in dieser zu einer Füllstation und anschließend zu
einer Verdeckelungseinrichtung transportiert wird, in der ein Stülpdeckel auf das
Behälterunterteil aufgesteckt wird.
[0007] Das Behälterunterteil wird unmittelbar aus der Formeinrichtung in die Aufnahmevorrichtung
eingebracht, sb daß es auch ohneVerklebung o.dgl. seiner Wandteile untereinander nicht
auseinander gehen kann. In der Aufnahmevorrichtung, die auf einer Fördereinrichtung
angeordnet ist, wird das Unterteil dann zu einer Füllstation transportiert, um nach
dem Füllen sofort in einer Verdeckelungseinrichtung mit einem Stülpdeckel versehen
zu werden. Nach dem Aufbringen des Stülpdeckels ist die endgültige Stabilität des
Behälters erreicht, so daß er aus der Aufnahmevorrichtung entnommen werden kann.
[0008] Mit diesem erfindungsgemäßen Verfahren, bei dem der Behälter erst im Abfüllbetrieb
hergestellt wird, ist es ohne weiteres möglich, auf einer Fertigungs- und Abfüllanlage,
Behälter unterschiedlicher Art und Größe herzustellen, zu füllen und zu verdeckeln.
Beim Übergang auf eine andere Behälterform- oder größe ist es dabei lediglich notwendig,
die Formeinrichtung und die auf der Fördereinrichtung montierten Aufnahmevorrichtungen
auszutauschen, was sehr einfach und schnell durchzuführen ist, Die Verdeckelungseinrichtung
muß bei Verwendung ähnlicher Deckel nicht geändert werden. Bei stark abweichenden
Deckelformen oder Deckelgrößen ist ein Austausch der Verdeckelungseinrichtung bzw.
einzelner Teile ohne weiteres möglich.
[0009] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist als Formeinrichtung
ein Formschacht vorgesehen, dem der ebene oder nahezu ebene Kartonzuschnitt zugeführt
wird und durch den der Zuschnitt unter Falten entlang der vorgerillten Faltlinien
von einem Stempel gedrückt wird. Nach Abschluß des Formvorganges schiebt der Stempel
das fertige Behälterunterteil in eine unter dem Formschacht befindliche Aufnahmevorrichtung.
[0010] Beim Verlassen des Formschachtes ist das Behälterunterteil zwar fertig geformt, jedoch
nicht formstabil. Durch das unmittelbare Einschieben des Behälterunterteils in die
Aufnahmevorrichtung wird jedoch ein Auseinanderfalten verhindert. Für den Formvorgang
und für das Durchschieben in die Aufnahmevorrichtung wird dabei ein und derselbe Stempel
verwendet. Dadurch ist das Auswechseln der Vorrichtungsteile beim Ändern der Behälterform-oder
größe weiter vereinfacht und es ist möglich, auch kleinere Losgrößen der Behälter
kurzfristig hintereinander herzustellen.
[0011] Sehr vorteilhaft ist es auch, wenn gemäß der Erfindung an den beim Falten des Behälters
dem Behälterinneren zugekehrten Wandflächen ein über die Behälteroberkante hinausragender
Ansatz vorgesehen ist, der nach außen umgelegt und an die Außenseite der außenliegenden
Wände angelegt wird.
[0012] Damit ist erreicht, daß nach dem Verlassen der Fqrmeinrichtung und dem Zurückziehen
des Stempels die'dem Behälterinneren zugekehrten Wandflächen nicht nach innen kippen
können.
[0013] Diese Ansätze erbringen darüber hinaus einen sicheren Behälter- - Verschluß, wenn
gemäß der Erfindung am Deckel wenigstens an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen
Widerlager vorgesehen werden, an denen die nach außen umgefalteten Wandansätze beim
Aufstecken des Deckels auf das Behälterunterteil angreifen und dadurch ein unbeabsichtigtes
öffnen des verschlossenen Behälters verhindern.
[0014] Bei einem am oberen Rand dreieckigen Behälter sind selbstverständlich drei Widerlager
vorgesehen.
[0015] Ein gemäß der Erfindung ausgestalteter Behälter ist dadurch gekennzeichnet, daß an
den Kanten einer drei- oder mehreckig ausgebildeten Bodenfläche über vorgerillte Faltlinien
die Wandflächen angelenkt sind, und daß wenigstens an zwei, vorzugsweise diametral
gegenüberliegenden Wandflächen an der von der Bodenfläche abgekehrten Kante jeweils
ein Ansatz angeformt ist, daß der zwischen zwei benachbarten Wandflächen liegende
Zwickel über vorgerillte Faltlinien mit diesen verbunden und durch eine weitere von
der Bodenfläche ausgehende Faltlinie mittig unterteilt ist, und daß die in sich gefalteten
Zwickel an die Außenseite einer Behälterwand angelegt sind, die mit einem Ansatz versehen
ist, der außen an den Zwickeln angelegt ist.
[0016] Ein derartiger Behälter ist absolut dicht, da er keine, dem Füllgut ausgesetztenfreien
Schnittkanten und keine Verklebungen oder Verhakungen aufweist.
[0017] Wird er mit einem erstarrenden Füllgut wie Eiskrem, oder anderen einzufrierenden
Gütern, wie z.B. Spinat oder auch mit Margarine gefüllt, so ist er nach dem Erstarren
des Füllgutes stabil. Aber auch ohne ein derartiges Füllgut ist er mit Hilfe eines
Stülpdeckels stabilisierbar.
[0018] Bei einem weiteren, gemäß der Erfindung ausgestalteten Behälter sind an den Kanten
einer wenigstens viereckig ausgebildeten Bo Bodenfläche über vorgerillte Faltlinien
Wandflächen angelenkt weiter ist an wenigstens zwei, vorzugsweise diametral gegenüberliegenden
Wandflächen an der von der Bodenfläche abgekehrt.en Kante jeweils ein Ansatz angeformt
und zwischen jeweils zwei benachbarten Wandflächen liegt ein von der Bodenfläche ausgehender
dreieckförmiger Zwickel, der über Faltlinien mit den benachbarten Wandflächen verbunden
ist und der zwichen der innenliegenden Wandfläche und der außenliegenden Wandfläche
in deren gegenseitigem überlappungsbereich liegt.
[0019] Ein derart ausgestalteter Behälter hat den weiteren Vorteil, daß auch bei ausgeprägt
eckiger Bodenform, d.h., auch bei einem quadratischen Bodenquerschnitt, der obere
Rand des Behälters einen runden Querschnitt aufweisen und mit einem runden Deckel
verschlossen werden kann.
[0020] Eine Vorrichtung zur Herstellung eines Behälters mit einem .Formschacht sowie einer
Zuführeinrichtung für die flachliegenden oder leicht vorgefcmten Kartonzuschnitte
in Einzelfolge zum Formschacht, dem ein Stempel oder dergleichen zum Durchdrücken
des Zuschnittes durch den Formschacht zugeordnet ist, ist dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb des Formschachtes eine Fördereinrichtung angeordnet ist, die mit an
die Behälter form angepaßten Aufnahmevorrichtungen versehen ist, in welche der Stempel
die im Formschacht gebildeten Behälter hineinpreßt und welche die Behälter unter eine
Füllstation befördern, die oberhalb der Fördereinrichtung angeordnet ist, und daß
hinter der Füllstation eine Verdeckelungseinrichtung sitzt, in der die Behälter mit
einem Stülpdeckel versehen werden können.
[0021] Eine derartige Vorrichtung ermöglicht eine äußerst rationelle Herstellung, Befüllung
und Verdeckelung der Behälter, wobei ohne Schwierigkeiten eine Anpassung an die jeweils
vorgesehene Behältergestaltung ermöglicht ist.
[0022] Auch ist es möglich, flachliegende oder bei komplizierten Behälterformen bereits
leicht vorgeformte Zuschnitte zu verwenden. Desgleichen kann diese Vorrichtung auch
dann wirtschaftlich eingesetzt werden, wenn nicht alle Stationen benötigt werden.
So ist es beispielsweise möglich, die Behälter im Formschacht aufzurichten und anschließend
unter Auslassung der Befüllung zu verdeckeln.
[0023] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele eines Behälters
und anhand einer Vorrichtung dargestellt. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen flachliegenden Zuschnitt zur Bildung eines Behälters mit quadratischem
Boden,
Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung eines Behälters, gebildet aus einem Zuschnitt
nach Fig. 1,
Fig. 3 einen flachliegenden Zuschnitt mit einer achteckigen Bodenfläche,
Fig. 4 ein Schaubild eines Behälters aufgerichtet aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Aufrichten, Transportieren,
Füllen und Verdeckeln des Behälters und
Fig. 6 einen Querschnitt durch einen als Stülpdeckel ausgebildeten Behälterdeckel
mit nach innen eingebördeltem unteren Rand.
[0024] Mit 1 ist in Fig. 1 ein Zuschnitt aus Karton bezeichnet, der eine quadratische Bodenfläche
aufweist. Diese Bodenfläche 2 hat als Begrenzungskanten vier vorgerillte Faltlinien
3,4,5 und 6, über die jeweils eine im wesentlichen rechteckige Wandfläche.7,8,9 und
10 an der Bodenfläche angelenkt ist. Zwischen jeweils zwei benachbarten Wandflächen
liegen Dreiecksflächen 11,12,13 und 14, die durch jeweils eine Biegelinie 15,16,17,18
unterteilt sind und über ebenfalls vorgerillte Faltlinien 19 bis 26 mit den Wandflächen
7,8,9 und 10 in Verbindung stehen. An den beiden einander gegenüberliegenden Wandflächen
8 und 10 ist über jeweils eine vorgerillte Faltlinie 27 bzw 28 je ein Wandansatz 29
bzw 30 angeformt.
[0025] Zum Aufrichten des Zuschnittes 1 zu einem fertigen Behälter gemäß Fig. 2 werden zuerst
die vier Wandflächen 7,8,9 und 10 um etwa 90° um die Faltlinien 3,4,5 und 6 nach oben
gebogen. Die Dreiecksflächen 11,12,13 und 14 bleiben dabei außerhalb des Behälters
und werden jeweils entlang der Biegelinien 15,16, 17 und 18 in sich zusammengefaltet.
Anschließend werden jeweils zwei dieser zusammengefalteten Dreiecksflächen zusammen
an die Wandfläche 8 bzw. 10 außen angelegt. Die beiden Wandansätze 29 und 30 werden
dann nach außen um 180° umgelegt, wodurch die Dreiecksflächen 11 und 12 zwischen der
Wandfläche 8 und dem Wandansatz 29 und die Dreiecksflächen 13 und 14 zwischen der
Wandfläche 10 und dem Wandansatz 30 liegen.
[0026] In Fig. 3 ist ein Zuschnitt 100 dargestellt, der eine achteckige Bodenfläche 101
aufweist, die durch vorgerillte Faltlinien 102,103,104;105,106,107,108 und 109 begrenzt
ist. Über jede dieser Faltlinien ist eine Wandfläche 110 bis 117 an der Bodenfläche
101 angelenkt.
[0027] Vier dieser Wandflächen, nämlich 110, 112, 114 und 116 werden zu ihrem von der Bodenfläche
abgewandtem Ende hin breiter, während die jeweils dazwischen angeordneten Wandflächen
111, 113,115, und 117 nach außen hin schmäler ausgestaltet sind. Zwischen zwei benachbarten
Wandflächen ist jeweils eine Dreiecksfläche 118 bis 125 vorgesehen, die über vorgerillte
Faltlinien 126 bis 141 an den benachbarten Wandflächen angelenkt sind.
[0028] An den sich nach außen verjüngenden Wandflächen 111,113,115 und 117 sind über weitere
vorgerillte Faltlinien 142,143,144 und 145 Wandansätze 146, 147,148 und 149 angeformt.
[0029] Beim Auffalten des Zuschnittes 100 in die in Fig. 4 dargestellte Becherform werden
alle Wandflächen um 90° nach oben gebogen, wobei die sich nach außen verjüngenden
Wandflächen 111,113,115 und 117 dem Behälterinneren zukehren und die nach außen breiter
werdenden Wandflächen 110,112,114 und 116 im Überlappungsbereich mit den anderen Wandflächen
außen liegen und dabei die inneren Wandflächen teilweise überdecken.
[0030] Anschließend werden die Wandansätze 146,147,148 und 149 um 180° nach außen umgefaltet
und liegen dann an der Außenseite der äußeren Wandflächen an. Diese äußeren Wandflächen
werden dadurch an den inneren Wandflächen festgelegt.
[0031] Durch diese Ausgestaltung der Wandflächen mit im Endzustand nur einer Dreiecksfläche
zwischen zwei benachbarten Wandflächen, hat der obere Behälterrand einen nahezu kreisförmigen
Querschnitt, obwohl der Boden eine achteckige Form aufweist.
[0032] Die in Fig. 5 schematisch dargestellte Vorrichtung hat eine Fördereinrichtung 200,
die als Band oder Kette ausgebildet sein kann und endlos ist. Oberhalb der Fördereinrichtung
ist ein Formschacht 201 angeordnet, der mit einem Stempel 202 ausgerüstet ist. Neben
dieser aus Formschacht und Stempel bestehenden Aufrichtestation ist ein Vorratsstapel
203 für die Zuschnitte vorgesehen, dem eine Zuführeinrichtung 204 der Zuschnitte zur
Aufrichtestation zugeordnet ist. Unterhalb des'Formschachtes 201 steht jeweils eine
Aufnahmevorrichtung 205, wovon eine Vielzahl auf der Fördereinrichtung 200 montiert
ist.
[0033] Ebenfalls über einer Aufnahmevorrichtung 205 ist eine Füllstation 206 befestigt,
der eine Verdeckelungseinrichtung 207 folgt.
[0034] Die Zuführeinrichtung 204 entnimmt jeweils einen Zuschnitt 1 bzw. 100 vom Vorratsstapel
203 und transportiert ihn zwischen den Formschacht 201 und den gerade aus diesem ausgefahrenen
Stempel 202. Daraufhin fährt der Stempel in den Formschacht ein und richtet dabei
den Behälter auf. Nach Abschluß dieses Aufrichtevorganges drückt der Stempel den Behälter
auf der Unterseite des Formschachtes heraus und in eine darunterstehende Aufnahmevorrichtung
205 ein.Die Aufnahmevorrichtung 205 ist dabei so nahe am Ende
'des Formschachtes angeordnet, daß ein Aufgehen des Behälters verhindert wird.
[0035] Gleichzeitig mit dem Aufrichten eines Behälters im Formschacht wird ein bereits gebildeter
Behälter in der Füllstation 206 gefüllt.
[0036] Ebenfalls zur gleichen Zeit wird ein vorher befüllter Behälter von der Verdeckelungseinrichtung
207 mit einem Stülpdeckel 208 versehen. Dieser Stülpdeckel 208 hat - wie in Fig. 6
in größerem Maßstab dargestellt - an seinem unteren Rand eine nach innen gerichtete
Bördelung 209, hinter welcher sich die Wandansätze 29,30,146,147,148 und/oder 149
abstützen.
[0037] Hierdurch wird ein sicherer Halt des Deckels auf dem Behälter und als dessen Folge
ein sicherer Zusammenhalt des Behälters gewährleistet.
[0038] Anstelle der Bördelung kann auch eine ähnliche Ausgestaltung vorgesehen werden, mit
der die Wandansätze eine Verriegelung eingehen.
1. Verfahren zum Herstellen eines Behälters aus ·Karton oder dergleichen.durch Falten
von Abschnitten eines flachliegenden Zuschnittes, bei dem alle einander benachbarten
Flächen auf wenigstens annähernd ihrer vollen Länge miteinander verbunden sind, wobei
zwischen den benachbarten Flächen vorgerillte Faltlinien angeordnet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß das Behälterunterteil in einer Formeinrichtung (201,202) geformt
wird, von dort in eine auf einer Fördereinrichtung (200) angeordneten Aufnahmevorrichtung
(205) eingebracht, in dieser zu einer Füllstation (206) und anschließend zu einer
Verdeckelungseinrichtung (207) transportiert wird, in der ein Stülpdeckel (208) auf
das Behälterunterteil aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Formeinrichtung ein
Formschacht (201) vorgesehen ist, dem der ebene oder nahezu ebene Kartonzuschnitt
(1,100) zugeführt wird und durch den der Zuschnitt unter Falten entlang der vorgerillten
Faltlinien von einem Stempel (202) gedrückt wird, worauf nach Abschluß des Formvorganges
der Stempel das fertige Behälterunterteil in eine unter dem Formschacht (201) befindliche
Aufnahmevorrichtung (205) schiebt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens zwei
einander diametral gegenüberliegenden, beim Falten des Behälters dem Behälterinneren
zugekehrten Wandflächen (8, 10, 111, 113, 115, 117) ein über die Behälteroberkante
hinausragender Wandansatz (29,30,146,147,148,149) vorgesehen ist, der nach außen umgelegt
und an die Außenseite der außenliegenden Wände (110,112,114,116) angelegt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Deckel (208) wenigstens
an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen Widerlager (209) vorgesehen werden, an
denen die nach außen umgefalteten Wandansätze (29,30,146,147,148, 149) beim Aufstecken
des Deckels (208) auf das Behälterunterteil angreifen und dadurch ein unbeabsichtigtes
Öffnen des verschlossenen Behälters verhindern.
5. Behälter hergestellt nach dem Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Kanten einer drei- oder mehreckig ausgebildeten
Bodenfläche (2) über vorgerillte Faltlinien (3,4,5,6) Wandflächen (7, 8, 9, 10) angelenkt
sind, und daß wenigstens an zwei, vorzugsweise diametral gegenüberliegenden Wandflächen.
(8,10) an der von der Bodenfläche ebgekehrten Kante jeweils ein Wandansatz (29,30)
angeformt ist, daß der zwischen zwei benachbarten Wandflächen liegende Zwickel(11,12,13,14,)über
vorgerillte Faltlinien (19, 10, 21, 22; 23, 24, 25, 26) mit diesen verbunden und durch
eine weitere von der Bodenfläche ausgehende Faltlinie (15,16,17,18) mittig unterteilt
ist, unddaß die in sich gefalteten Zwickel an die Außenseiten einer Behälterwand (8,10)
angelegt sind, die mit einem Wandansatz (29,30) versehen ist, der außen an den Zwickel
angelegt ist.
6. Behälter hergestellt nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß an den Kanten einer wenigstens viereckig ausgebildeten Bodenfläche
(101) über vorgerillte Faltlinien (102 bis 109) Wandflächen (110 bis 117) angelenkt
sind, und daß an wenigstens zwei, vorzugsweise diametral gegenüberliegenden Wandflächen
(111,113,115, 117) an der von der Bodenfläche abgekehrten Kante jeweils ein Wandansatz
(146,147,148,149) angeformt ist, daß zwischen jeweils zwei benachbarten Wandflächen
eine von der Bodenfläche ausgehende Dreiecksfläche (118.bis 125) liegt, die über Faltlinien
(126 bis 141) mit den benachbarten Wandflächen verbunden ist und die zwischen der
innenliegenden Wandfläche (111,113,115,117) und der außenliegenden Wandfläche (110,112,114,116)
in deren gegenseitigem überlappungsbereich liegt.
7. Vorrichtung zur Herstellung eines Behälters gemäß Anspruch 5 oder 6, mit einem
Formschacht sowie einer Zuführeinrichtung für die flachliegenden oder leicht vorgeformten
Kartonzuschnitte in Einzelfolge zum Formschacht, dem ein Stempel oder dergleichen
zum Durchdrücken des Zuschnittes durch den Formschacht zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb des Formschachtes (201)eine Fördereinrichtung (200) angeordnet ist,
die mit an die Behälterform angepaßten Aufnahmevorrichtungen (205) versehen ist, in
welche der Stempel (202) die im Formschacht gebildeten Behälter hineinpreßt und welche
die Behälter unter eine Füllstation (206) befördern, die oberhalb der Fördereinrichtung
angeordnet ist, und daß hinter der Füllstation eine Verdeckelungseinrichtung (207)
sitzt, in der die Behälter mit einem Stülpdeckel (208) versehen werden.