[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Reinigen eines an einer Stahlstichdruckmaschine
befindlichen Wischzylinders mit einem Behälter für das Reinigungsmittel, mit an diesem
befindlichem Einlauf für das Reinigungsmittel, einer mit einer Pumpe versehenen Einrichtung
zum Regenieren des Reinigungsmittels und einem an dem Reinigungsmittelbehälter befindlichen
Einlauf für das regenierte Reinigungsmittel.
[0002] Eine Einrichtung der umrissenen Art ist aufgrund der DE-AS 12 29 547 bekannt. Diese
Einrichtung besitzt eine Klärkammer zum Zwecke des Regenerierens des Reinigungsmittels,
Diese Klärkammer ist jedoch bei dem außerordentlich hohen Anfall an Farbstoffen, welche
beim Reinigen des Formzylinders von Stahlstichdruckmaschinen anfallen, nur in recht
unvollkommener Weise geeignet, das sogenannte Wischmittel zum Reinigen des Formzylinders
zu regenieren, sofern die Klärkammer - was unter praktischen Bedingungen immer gegeben
ist - nicht allzu große Abmessungen aufweisen soll. Dadurch, daß die Größe der Klärkammer
unter praktischen Bedingungen begrenzt ist, wird das Reinigungsmittel durch eine Klärkammer
nur unvollkommen gereinigt, was wiederum bedeutet, daß sie sich sehr schnell mit Farbe
anreichert und nur relativ kurze Zeit verwendet werden kann.
[0003] Wegen des sehr hohen Anteils von Farbe ist die Kapazität der Klärkammer sehr schnell
erschöpft, weshalb die Klärkammer in relativ kurzen zeitlichen Intervallen gereinigt
werden muß. Dies bedeutet einen fortlaufenden hohen Bedienungsaufwand. Analoges gilt
für die Verwendung von Durchlauffiltern. Diese Filter setzen sich beim Betrieb der
Einrichtung sehr schnell zu, so daß auch diese Filter in recht kurzen zeitlichen Intervallen
gewechselt werden müssen,
[0004] Es besteht daher die Aufgabe, die Standzeit des Reinigungsmittels zu verlängern,
[0005] Diese Aufgabe wird durch das in den Patentansprüchen umrissene Patentbegehren gelöst.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Verwendung eines Separators zum Reinigen des Reinigungsmittels
wird dieses während des Laufes der Stahlstichdruckmaschine kontinuierlich gereinigt.
Dabei ist der Reinigungseffekt wesentlich größer als mit Hilfe der bisher verwendeten
Klärkammern oder Durchlauffilter. Das Reinigen verstopfter Filter oder Klärkammern
wird vollkommen vermieden. Desgleichen wird die Standzeit des Reinigungsmittels, d.h.
diejenige Zeit, in welcher das Reinigungsmittel seinerseits rein genug ist, um den
Wischzylinder der Stahlstichdruckmaschine zu reinigen, wesentlich verlängert, Die
kurzen Zeiten, welche notwendig sind, um den Separator selbst zu-reinigen, sind sehr
kurz, Aufgrund der ebenfalls vorgeschlagenen Schaltung werden diese Zeiten zudem noch
dadurch überbrückt, daß relativ gut gereinigtes Reinigungsmittel umgewälzt werden
kann, wohingegen relativ schlecht gereinigtes Reinigungsmittel für diesen kurzen Zeitraum
nicht verwendet wird, Die Zeiten, in welchen der Separator selbst gereinigt wird,
werden bei Verwendung eines sogenannten selbstreinigenden Separators noch um ein weiteres
verkürzt, Auf diese Weise wird ein vollkommen kontinuierlicher Betrieb der Wischeinrichtung
und damit der Stahlstichdruckmaschine selbst erzielt, Die erfindungsgemäße Einrichtung
ist in einer den Erfindungsgedanken nicht begrenzenden Weise in einem Ausführungsbeispiel
in der beigefügten Fig. schematisch abgebildet. In der Fig. sind im vorliegenden Zusammenhang
nicht wesentliche Maschinenteile wegen einer übersichtlicheren Darstellungsweise nicht
gezeichnet, da sie dem Fachmann ohnehin hinreichend bekannt sind,
[0007] Zum Reinigen des Formzylinders 1 einer Stahlstichdruckmaschine zum Herstellen von
Wertscheinen, beispielsweise Banknoten oder Briefmarken, berührt ein Wischzylinder
2 die Oberfläche des Formzylinders 1. Der Wischzylinder kann dabei angetrieben sein
und derart umlaufen, daß er an der Berührungsstelle von Formzylinder und Wischzylinder
zu der Oberfläche des Formzylinders 1 gegenläufig oder gleichläufig umläuft.
[0008] Der Wischzylinder 2 ist mindestens teilweise von einem Behälter 3 für die Aufnahme
der Reinigungsflüssigkeit umgeben. Diese Reinigungsflüssigkeit wird in Fachkreisen
weitgehend auch als "Wischflüssigkeit" bezeichnet. An dem Behälter 3 sind mindestens
zwei Ablaufstellen 4 und 5 vorgesehen, mit deren Hilfe die in dem Behälter 3 anstehende
Reinigungsflüssigkeit 6 ablaufen kann. Vom Boden 7 des Behälters 3 ist die Ablaufstelle
4 um den Abstand 8 und die Ablaufstelle 5 um den Abstand 9 entfernt, Der Abstand 8
kann auch das Maß Null annehmen, so daß die Ablaufstelle 4 an der untersten Stelle
des Behälters 3 liegt, Auf diese Weise sind die Ablaufstellen auch untereinander so
angeordnet, daß sie die Reinigungsflüssigkeit 6 aus unterschiedlichen Niveaus aus
dem Behälter 3 abführen können.
[0009] Der Ablaufstelle 4 ist eine Leitung 10 und der Ablaufstelle 5 eine Leitung 11 zugeordnet.
Die Leitungen 10 und 11 sind mit dem ersten Dreiwegeventil 12 verbunden, -während
eine Pumpe 13 zwischen dem ersten Dreiwegeventil 12 und dem zweiten Dreiwegeventil
14 angeordnet ist. Zwischen dem zweiten Dreiwegeventil 14 und der Zulaufstelle 15
für das regenerierte Reinigungsmittel ist ein mehrere Komponenten eineskolloidalen
Flüssigkeitsgemisches oder Flüssigkeit-Feststoffgemisches mit Hilfe der Fliehkraft
arbeitender, nach Art einer Zentrifuge umlaufender Separator 16 angeordnet, welcher
ein sogenannter selbstreinigender Separator sein kann, Vom Seperator 16 führt eine
Leitung 17 zu der Zulaufstelle 15. Aufgrund der Verbindungsleitungen ist der Separator
16 nicht allein zwischen der Pumpe 13 oder den Dreiwegeventilen 12 und 14 und der
Zulaufstelle 15, sondern auch zwischen der Ablaufstelle 4 und der Zulaufstelle 15
angeordnet, Ferner führt eine Leitung 18 von dem zweiten Dreiwegeventil 14 zu der
Leitung 17. Zwischen dem Separator 16 und der Einmündung der Leitung 18 in die Leitung
17 ist ein Absperrventil 19 angebracht.
[0010] Während des normalen Betriebsablaufes läuft die Reini- gungsflüssigkeit aus dem Behälter
3 über die Ablaufstelle 4 in die Leitung 10, passiert das erste Dreiwegeventil 12
bei einer Ventilstellung derart, daß die Leitung 11 gesperrt ist, gelangt danach in
die Pumpe 13, dann in das zweite Dreiwegeventil 14, welches so geschaltet ist, daß
die Leitung 18 gesperrt ist, um danach dem Separator 16 zuzulaufen. Dort wird das
Reinigungsmittel seinerseits gereinigt, Nach dem Reinigungsvorgang läuft das gereinigte
Reinigungsmittel durch das geöffnete Ventil 19 und die Leitung 17 an die Zulaufstelle
15, um in gereinigter Förm wieder ih den Behälter 3 eintreten zu können.
[0011] Wenn der Separator seinerseits gereinigt werden soll, was relativ kurze Zeit insbesondere
dann beansprucht, Wenn es ein selbstreinigender Separator ist, wird das Dreiwegeventil
12 derart verstellt, daß es die Leitung 11-mit der Pumpe 13 verbindet und den Durchfluß
durch die Leitung 10 sperrt. Das zweite Dreiwegeventil 14 wird gleichzeitig derart
verstellt, daß es die Pumpe 13 mit der Leitung 18 verbindet und den Zulauf zum Separator
16 sperrt, während das Ventil 19 ebenfalls gesperrt wird. Auf diese Weise wird die
Reinigungsflüssigkeit für den kurzen Zeitraum des Reinigens des Seperators an einer
relativ weit oben gelegenen Stelle des Behälters 3 entnommen. Dies ist eine Stelle,
an der relativ reines Reinigungsmittel in dem Behälter 3 ansteht im Gegensatz zu der
Position der Ablaufstelle 4, an welcher relativ verschmutztes Reinigungsmittel anzutreffen
ist.
[0012] Wenn die Ventile in dem zuletzt genannten Sinne verstellt worden sind, kann der Separator
16 schnell gereinigt werden. Nach der Reinigung des Separators werden die Dreiwegeventile
12 und 14 sowie das Ventil 19 wieder umgestellt, damit der ursprüngliche Kreislauf
des Reinigungsmittels wieder eingehalten werden kann.
Teileliste
[0013]
1 Formzylinder
2 Wischzylinder
3 Behälter für Aufnahme der Reinigungsflüssigkeit
4 Ablaufstelle
5 Ablaufstelle
6 Reinigungsmittel
7 Boden des Behälters 3
8 Abstand vom Behälter 3
9 Abstand
10 Ablaufleitung
11 Ablaufleitung
12 erstes Dreiwegeventil
13 Pumpe
14 zweites Dreiwegeventil
15 Zulaufstelle
16 Separator
17 Leitung
18 Leitung
19 Absperrventil
1.) Einrichtung zum Reinigen eines an einer Stahlstichdruckmaschine befindlichen Wischzylinders
(2) mit einem Behälter (3) für das Reinigungsmittel (6), mit an diesem befindlichem
Ablauf (4) für das Reinigungsmittel (6), einer mit einer Pumpe (13) versehenen Einrichtung
(16) zum Regenerieren des Reinigungsmittels und einem an dem Reinigungsmittelbehälter
(3) befindlichen Einlauf (15) für das regenierte Reinigungsmittel ( 6), gekennzeichnet
durch mindestens zwei an dem Reinigungsmittelbehälter (3) befindliche Ablaufstellen
(4,5) für das Reinigungsmittel ( 6), mit hinsichtlich des Bodens (7) des Reinigungsmittelbehälters
(3) unterschiedlichen Abständen (8,9), ein mit mindestens zwei Ablaufleitungen (10,11)
verbundenes erstes Dreiwegeventil o.dgl. (12) sowie ein zweites Dreiwegeventil o.dgl.
(14), wobei die Pumpe (13) zwischen den Dreiwegeventilen (12,14) angeordnet ist und
einen zwischen einer Ablaufstelle (4,5) und der Einlaufstelle(15)angeordneten Separator
(16).
2.) Verfahren zum Reinigen des an Stahlstichdruckmaschinen benötigten Wischmittels,
gekennzeichnet durch die Verwendung eines Separators.