(19)
(11) EP 0 043 624 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.01.1982  Patentblatt  1982/02

(21) Anmeldenummer: 81200739.1

(22) Anmeldetag:  30.06.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B41F 35/00, B41F 9/16
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR GB IT LI

(30) Priorität: 07.07.1980 DE 3025639

(71) Anmelder: Maschinenfabrik GOEBEL GmbH
D-64210 Darmstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Jakob, Hans
    D-6100 Darmstadt-Eberstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Einrichtung zum Reinigen eines an einer Stahlstichdruckmaschine befindlichen Wischzylinders


    (57) An Wischeinrichtungen für Stahlstichdruckwerke verwendete Reinigungseinrichtung wird mit Hilfe einer umlaufenden Trenneinrichtung gereinigt. Die Reinigungseinrichtung umfasst einen Reinigungsbehälter (3) mit einem Einlauf (15) und zwei Ablaufstellen (4, 5), welche sich hinsichtlich des Bodens (7) des Behälters in unterschiedlichen Abständen (8, 9) befinden, eine Pumpe (13) und einen zwischen einer Ablaufstelle (4, 5) und der Einlaufstelle (15) angeordneten Separator (16).




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Reinigen eines an einer Stahlstichdruckmaschine befindlichen Wischzylinders mit einem Behälter für das Reinigungsmittel, mit an diesem befindlichem Einlauf für das Reinigungsmittel, einer mit einer Pumpe versehenen Einrichtung zum Regenieren des Reinigungsmittels und einem an dem Reinigungsmittelbehälter befindlichen Einlauf für das regenierte Reinigungsmittel.

    [0002] Eine Einrichtung der umrissenen Art ist aufgrund der DE-AS 12 29 547 bekannt. Diese Einrichtung besitzt eine Klärkammer zum Zwecke des Regenerierens des Reinigungsmittels, Diese Klärkammer ist jedoch bei dem außerordentlich hohen Anfall an Farbstoffen, welche beim Reinigen des Formzylinders von Stahlstichdruckmaschinen anfallen, nur in recht unvollkommener Weise geeignet, das sogenannte Wischmittel zum Reinigen des Formzylinders zu regenieren, sofern die Klärkammer - was unter praktischen Bedingungen immer gegeben ist - nicht allzu große Abmessungen aufweisen soll. Dadurch, daß die Größe der Klärkammer unter praktischen Bedingungen begrenzt ist, wird das Reinigungsmittel durch eine Klärkammer nur unvollkommen gereinigt, was wiederum bedeutet, daß sie sich sehr schnell mit Farbe anreichert und nur relativ kurze Zeit verwendet werden kann.

    [0003] Wegen des sehr hohen Anteils von Farbe ist die Kapazität der Klärkammer sehr schnell erschöpft, weshalb die Klärkammer in relativ kurzen zeitlichen Intervallen gereinigt werden muß. Dies bedeutet einen fortlaufenden hohen Bedienungsaufwand. Analoges gilt für die Verwendung von Durchlauffiltern. Diese Filter setzen sich beim Betrieb der Einrichtung sehr schnell zu, so daß auch diese Filter in recht kurzen zeitlichen Intervallen gewechselt werden müssen,

    [0004] Es besteht daher die Aufgabe, die Standzeit des Reinigungsmittels zu verlängern,

    [0005] Diese Aufgabe wird durch das in den Patentansprüchen umrissene Patentbegehren gelöst.

    [0006] Durch die erfindungsgemäße Verwendung eines Separators zum Reinigen des Reinigungsmittels wird dieses während des Laufes der Stahlstichdruckmaschine kontinuierlich gereinigt. Dabei ist der Reinigungseffekt wesentlich größer als mit Hilfe der bisher verwendeten Klärkammern oder Durchlauffilter. Das Reinigen verstopfter Filter oder Klärkammern wird vollkommen vermieden. Desgleichen wird die Standzeit des Reinigungsmittels, d.h. diejenige Zeit, in welcher das Reinigungsmittel seinerseits rein genug ist, um den Wischzylinder der Stahlstichdruckmaschine zu reinigen, wesentlich verlängert, Die kurzen Zeiten, welche notwendig sind, um den Separator selbst zu-reinigen, sind sehr kurz, Aufgrund der ebenfalls vorgeschlagenen Schaltung werden diese Zeiten zudem noch dadurch überbrückt, daß relativ gut gereinigtes Reinigungsmittel umgewälzt werden kann, wohingegen relativ schlecht gereinigtes Reinigungsmittel für diesen kurzen Zeitraum nicht verwendet wird, Die Zeiten, in welchen der Separator selbst gereinigt wird, werden bei Verwendung eines sogenannten selbstreinigenden Separators noch um ein weiteres verkürzt, Auf diese Weise wird ein vollkommen kontinuierlicher Betrieb der Wischeinrichtung und damit der Stahlstichdruckmaschine selbst erzielt, Die erfindungsgemäße Einrichtung ist in einer den Erfindungsgedanken nicht begrenzenden Weise in einem Ausführungsbeispiel in der beigefügten Fig. schematisch abgebildet. In der Fig. sind im vorliegenden Zusammenhang nicht wesentliche Maschinenteile wegen einer übersichtlicheren Darstellungsweise nicht gezeichnet, da sie dem Fachmann ohnehin hinreichend bekannt sind,

    [0007] Zum Reinigen des Formzylinders 1 einer Stahlstichdruckmaschine zum Herstellen von Wertscheinen, beispielsweise Banknoten oder Briefmarken, berührt ein Wischzylinder 2 die Oberfläche des Formzylinders 1. Der Wischzylinder kann dabei angetrieben sein und derart umlaufen, daß er an der Berührungsstelle von Formzylinder und Wischzylinder zu der Oberfläche des Formzylinders 1 gegenläufig oder gleichläufig umläuft.

    [0008] Der Wischzylinder 2 ist mindestens teilweise von einem Behälter 3 für die Aufnahme der Reinigungsflüssigkeit umgeben. Diese Reinigungsflüssigkeit wird in Fachkreisen weitgehend auch als "Wischflüssigkeit" bezeichnet. An dem Behälter 3 sind mindestens zwei Ablaufstellen 4 und 5 vorgesehen, mit deren Hilfe die in dem Behälter 3 anstehende Reinigungsflüssigkeit 6 ablaufen kann. Vom Boden 7 des Behälters 3 ist die Ablaufstelle 4 um den Abstand 8 und die Ablaufstelle 5 um den Abstand 9 entfernt, Der Abstand 8 kann auch das Maß Null annehmen, so daß die Ablaufstelle 4 an der untersten Stelle des Behälters 3 liegt, Auf diese Weise sind die Ablaufstellen auch untereinander so angeordnet, daß sie die Reinigungsflüssigkeit 6 aus unterschiedlichen Niveaus aus dem Behälter 3 abführen können.

    [0009] Der Ablaufstelle 4 ist eine Leitung 10 und der Ablaufstelle 5 eine Leitung 11 zugeordnet. Die Leitungen 10 und 11 sind mit dem ersten Dreiwegeventil 12 verbunden, -während eine Pumpe 13 zwischen dem ersten Dreiwegeventil 12 und dem zweiten Dreiwegeventil 14 angeordnet ist. Zwischen dem zweiten Dreiwegeventil 14 und der Zulaufstelle 15 für das regenerierte Reinigungsmittel ist ein mehrere Komponenten eineskolloidalen Flüssigkeitsgemisches oder Flüssigkeit-Feststoffgemisches mit Hilfe der Fliehkraft arbeitender, nach Art einer Zentrifuge umlaufender Separator 16 angeordnet, welcher ein sogenannter selbstreinigender Separator sein kann, Vom Seperator 16 führt eine Leitung 17 zu der Zulaufstelle 15. Aufgrund der Verbindungsleitungen ist der Separator 16 nicht allein zwischen der Pumpe 13 oder den Dreiwegeventilen 12 und 14 und der Zulaufstelle 15, sondern auch zwischen der Ablaufstelle 4 und der Zulaufstelle 15 angeordnet, Ferner führt eine Leitung 18 von dem zweiten Dreiwegeventil 14 zu der Leitung 17. Zwischen dem Separator 16 und der Einmündung der Leitung 18 in die Leitung 17 ist ein Absperrventil 19 angebracht.

    [0010] Während des normalen Betriebsablaufes läuft die Reini- gungsflüssigkeit aus dem Behälter 3 über die Ablaufstelle 4 in die Leitung 10, passiert das erste Dreiwegeventil 12 bei einer Ventilstellung derart, daß die Leitung 11 gesperrt ist, gelangt danach in die Pumpe 13, dann in das zweite Dreiwegeventil 14, welches so geschaltet ist, daß die Leitung 18 gesperrt ist, um danach dem Separator 16 zuzulaufen. Dort wird das Reinigungsmittel seinerseits gereinigt, Nach dem Reinigungsvorgang läuft das gereinigte Reinigungsmittel durch das geöffnete Ventil 19 und die Leitung 17 an die Zulaufstelle 15, um in gereinigter Förm wieder ih den Behälter 3 eintreten zu können.

    [0011] Wenn der Separator seinerseits gereinigt werden soll, was relativ kurze Zeit insbesondere dann beansprucht, Wenn es ein selbstreinigender Separator ist, wird das Dreiwegeventil 12 derart verstellt, daß es die Leitung 11-mit der Pumpe 13 verbindet und den Durchfluß durch die Leitung 10 sperrt. Das zweite Dreiwegeventil 14 wird gleichzeitig derart verstellt, daß es die Pumpe 13 mit der Leitung 18 verbindet und den Zulauf zum Separator 16 sperrt, während das Ventil 19 ebenfalls gesperrt wird. Auf diese Weise wird die Reinigungsflüssigkeit für den kurzen Zeitraum des Reinigens des Seperators an einer relativ weit oben gelegenen Stelle des Behälters 3 entnommen. Dies ist eine Stelle, an der relativ reines Reinigungsmittel in dem Behälter 3 ansteht im Gegensatz zu der Position der Ablaufstelle 4, an welcher relativ verschmutztes Reinigungsmittel anzutreffen ist.

    [0012] Wenn die Ventile in dem zuletzt genannten Sinne verstellt worden sind, kann der Separator 16 schnell gereinigt werden. Nach der Reinigung des Separators werden die Dreiwegeventile 12 und 14 sowie das Ventil 19 wieder umgestellt, damit der ursprüngliche Kreislauf des Reinigungsmittels wieder eingehalten werden kann.

    Teileliste



    [0013] 

    1 Formzylinder

    2 Wischzylinder

    3 Behälter für Aufnahme der Reinigungsflüssigkeit

    4 Ablaufstelle

    5 Ablaufstelle

    6 Reinigungsmittel

    7 Boden des Behälters 3

    8 Abstand vom Behälter 3

    9 Abstand

    10 Ablaufleitung

    11 Ablaufleitung

    12 erstes Dreiwegeventil

    13 Pumpe

    14 zweites Dreiwegeventil

    15 Zulaufstelle

    16 Separator

    17 Leitung

    18 Leitung

    19 Absperrventil




    Ansprüche

    1.) Einrichtung zum Reinigen eines an einer Stahlstichdruckmaschine befindlichen Wischzylinders (2) mit einem Behälter (3) für das Reinigungsmittel (6), mit an diesem befindlichem Ablauf (4) für das Reinigungsmittel (6), einer mit einer Pumpe (13) versehenen Einrichtung (16) zum Regenerieren des Reinigungsmittels und einem an dem Reinigungsmittelbehälter (3) befindlichen Einlauf (15) für das regenierte Reinigungsmittel ( 6), gekennzeichnet durch mindestens zwei an dem Reinigungsmittelbehälter (3) befindliche Ablaufstellen (4,5) für das Reinigungsmittel ( 6), mit hinsichtlich des Bodens (7) des Reinigungsmittelbehälters (3) unterschiedlichen Abständen (8,9), ein mit mindestens zwei Ablaufleitungen (10,11) verbundenes erstes Dreiwegeventil o.dgl. (12) sowie ein zweites Dreiwegeventil o.dgl. (14), wobei die Pumpe (13) zwischen den Dreiwegeventilen (12,14) angeordnet ist und einen zwischen einer Ablaufstelle (4,5) und der Einlaufstelle(15)angeordneten Separator (16).
     
    2.) Verfahren zum Reinigen des an Stahlstichdruckmaschinen benötigten Wischmittels, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Separators.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht