(19)
(11) EP 0 043 831 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.01.1984  Patentblatt  1984/02

(21) Anmeldenummer: 81900307.0

(22) Anmeldetag:  23.01.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B66C 23/66, B66C 23/60
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP8100/008
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 8102/152 (06.08.1981 Gazette  1981/19)

(54)

LADEGESCHIRR MIT IN EINEM LÜMMELLAGER ZWISCHEN ZWEI PFOSTEN HINDURCHSCHWENKENBAREM LADEBAUM

LOADING INSTALLATION, COMPRISING A LOADING BOOM WHICH CAN BE SWUNG THROUGH BETWEEN TWO KING POSTS

INSTALLATION DE CHARGE, AVEC UN MAT DE CHARGE ARTICULABLE ENTRE DEUX MONTANTS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
FR GB

(30) Priorität: 24.01.1980 DE 3002464

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.01.1982  Patentblatt  1982/03

(71) Anmelder: BLOHM + VOSS AG
D-2000 Hamburg 11 (DE)

(72) Erfinder:
  • SPRENGEL, Heinz
    D-2000 Hamburg 65 (DE)

(74) Vertreter: Morgan, James Garnet et al
Manitz, Finsterwald & Partner Patentanwälte Postfach 22 16 11
80506 München
80506 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Ladegeschirr mit in einem Lümmellager zwischen zwei Pfosten hindurchschwenkbarem Ladebaum, der an dem oberen Ende einer über die Beschläge des Haupthubes hinausreichenden Verlängerung einen ersten Hilfshub trägt, dessen den oberen Ladeblock und die Leitscheibe tragender Blockbeschlag um die Ladeachse drehbar und dessen Leitscheibe und Seilscheiben des oberen Ladeblocks exzentrisch zu der Drehachse des Blockbeschlages an diesem angeordnet sind, wobei der Abstand des Blockbeschlages des ersten Hilfshubes von den Beschlägen des Haupthubes mindestens so groß ist, daß bei hochgefahrenem unteren Ladeblock und Ladehaken des ersten Hilfshubes und in annähernd senkrechter Stellung des Ladebaums die Unterkante des Ladehakens von den Beschlägen des Haupthubesfreigeht.

    [0002] Bei einem Ladegeschirr der vorstehend beschriebenen Art, welches aus der DE-A 28 11 384 bekannt ist, ist es jedoch bei Kranarbeiten, insbesondere auch für Schwimmkräne im Offshore-Bereich, oft wünschenswert, zusätzlich zu dem Haupthub und einem Hilfshub, einen weiteren, zweiten Hilfshub, wenn auch nur für kleinere Lasten, zur Verfügung zu haben.

    [0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, in dieser Hinsicht Abhilfe zu schaffen.

    [0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß bei einem Ladegeschirr der eingangs genannten Art ein Blockbeschlag eines zweiten Hilfshubes mittels einer zweiten Verlängerung des Ladebaumes mit dem um die Ladebaumachse drehbaren Blockbeschlag des ersten Hilfshubes fest oder nur derart begrenzt drehbar verbunden ist, daß beim Durchschwingen des Ladebaums durch die Pfostenebene auch der zweite Hilfshub in den anderen Arbeitsbereich gedreht wird, und daß der zweite Hilfshub bei hochgefahrenem unterem Ladeblock mit Ladehaken in annähernd senkrechter Stellung des Ladebaumes mit der Unterkante seines Ladehakens vorzugsweise von dem Blockbeschlag des ersten Hilfshubesfreigeht.

    [0005] Durch diese erfindungsgemäße Verbindung des Blockbeschlages des zweiten Hilfshubes mit dem Blockbeschlag des ersten Hilfshubes ergibt sich, daß - wenn beim Durchschwingen des Ladebaumes durch die Pfostenebene sich der erste Hilfshub um ca. 180° nach dem anderen Arbeitsbereich freidreht - der zweite Hilfshub zwangsweise mitgedreht wird und so gleichfalls über dem anderen Arbeitsbereich arbeitsklar hängt.

    [0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Blockbeschlag des zweiten Hilfshubes um ca. +/-15° um die Achse der zweiten Ladebaumverlängerung durch Stopper begrenzt drehbar angeordnet. Diese Möglichkeit, daß sich der Blockbeschlag des zweiten Hilfshubes um etwa +/­ 15° um die Achse der zweiten Ladebaumverlängerung drehen kann, ist vorteilhaft, wenn es erforderlich ist, daß die beiden Hilfshübe gegeneinander schräg ziehen. Andererseits ist eine Begrenzung der Drehmöglichkeit auch deshalb erforderlich, um zu gewährleisten, daß beim Durchschwingen des Ladebaumes durch die Pfostenebene auch der zweite Hilfshub in den anderen Arbeitsbereich gedreht wird.

    [0007] Schließlich kann der zweite Hilfshub unabhängig von dem ersten Hilfshub und dem Haupthub und bei entsprechender Dimensionierung der Verbindung auch gleichzeitig arbeiten.

    [0008] Die Erfindung wird nachstehend anhand von zeichnerisch dargestellten Beispielen näher erläutert. Es zeigt

    Fig. 1 ein Ladegeschirr gemäß der Erfindung in Arbeitsstellung,

    Fig. 2 ein Ladegeschirr, wie in Fig. 1, jedoch mit einem zusätzlich drehbaren Blockbeschlag des zweiten Hilfshubes, und

    Fig. 3 ein Ladeschirr, wie in Fig. 1, aber mit aufgetopptem Ladebaum.



    [0009] Es bedeuten in Fig. 1

    1 die erste Ladebaumverlängerung,

    2 den Blockbeschlag des ersten Hilfshubes,

    3 Seilscheiben des ersten Hilfshubes,

    4 Leitscheiben des ersten Hilfshubes,

    5 den unteren Ladeblock des ersten Hilfshubes

    6 den Ladehaken des ersten Hilfshubes

    7 das Seil bzw. die holende Part des ersten Hilfshubes,

    11 eine zweite Verlängerung des Ladebaumes

    12 ein Blockbeschlag für den zweiten Hilfshub

    13 Seilscheibe für den zweiten Hilfshub

    15 den unteren Ladeblock des zweiten Hilfshubes

    16 den Ladehaken des zweiten Hilfshubes

    17 das Seil bzw. die holende Part des zweiten Hilfshubes



    [0010] In Fig. 2 haben die mit einem Index (z. B. 11' statt 11) versehenen Bezugszeichen dieselbe Bedeutung wie in Fig. 1.

    [0011] Mit 19 sind die Stopper für eine begrenzte Drehmöglichkeit des Blockbeschlages 12' des zweiten Hilfshubes gegenüber der zweiten Ladebaumverlängerung 11' bezeichnet.

    [0012] In Fig. 3 haben die Bezugszeichen mit einem Doppel-Index (z. B. 11" statt 11) dieselbe Bedeutung wie in Fig. 1.


    Ansprüche

    1. Ladegeschirr, mit in einem Lümmellager zwischen zwei Pfosten hindurchschwenkbarem Ladebaum, der an dem oberen Ende einer über die Beschläge des Haupthubes hinausreichenden Verlängerung (1) einen ersten Hilfshub trägt, dessen den oberen Ladeblock und die Leitscheibe (4) tragender Blockbeschlag (2) um die Ladebaumachse drehbar und dessen Leitscheibe (4) und Seilscheiben (3) des oberen Ladeblocks exzentrisch zu der Drehachse des Blockbeschlages (2) an diesem angeordnet sind, wobei der Abstand des Blockbeschlages (2) des ersten Hilfshubes von den Beschlägen des Haupthubes mindestens so groß ist, daß bei hochgefahrenem unteren Ladeblock (5) und Ladehaken (6) des ersten Hilfshubes und in annähernd senkrechter Stellung des Ladebaums die Unterkante des Ladehakens (6) von den Beschlägen des Haupthubes freigeht, dadurch gekennzeichnet, daß ein Blockbeschlag (12, 12', 12") eines zweiten Hilfshubes mittels einer zweiten Verlängerung (11) des Ladebaumes mit dem um die Ladebaumachse drehbaren Blockbeschlag (2) des ersten Hilfshubes fest oder nur derart begrenzt drehbar verbunden ist, daß beim Durchschwingen des Ladebaums durch die Pfostenebene auch der zweite Hilfshub in den anderen Arbeitsbereich gedreht wird, und daß der zweite Hilfshub bei hochgefahrenem unteren Ladeblock (15) mit Ladehaken (16) in annähernd senkrechter Stellung des Ladebaumes mit der Unterkante seines Ladehakens (16") von dem Blockbeschlag (2) des ersten Hilfshubes freigeht.
     
    2. Ladegeschirr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockbeschlag (12') des zweiten Hilfshubes um ca. +/-15° um die Achse der zweiten Ladebaumverlängerung (11') durch Stopper (19) begrenzt drehbar ist.
     
    3. Ladegeschirr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Hilfshub unabhängig von dem ersten Hilfshub und dem Haupthub arbeitet und bei entsprechender Dimensionierung der Verbindung auch gleichzeitig arbeiten kann.
     


    Claims

    1. Loading installation comprising a loading boom which ca be swung through in a swivel bearing between two king posts and which carries a first auxiliary hoist at the upper end of an extension (1) which projects beyond the fittings of the main hoist, with the block fitting (2) of the auxiliary hoist which carries the upper cargo block and the guide sheave (4) being rotatable about the axis of the loading boom and with the guide sheave (4) and the cable sheaves (3) of the upper cargo block being arranged on the block fitting (2) eccentrically of this axis of rotation thereof, wherein the spacing of the block fitting (2) of the first auxiliary hoist from the fittings of the main hoist is at least sufficiently large that, with the lower cargo block (5) and the cargo hook (6) of the first auxiliary hoist in the raised position and with an approximately vertical position of the loading boom, the lower edge of the cargo hook (6) is free of the fittings of the main hoist, characterised in that a block fitting (12, 12', 12") of a second auxiliary hoist is connected by means of a second extension (11) of the loading boom with the block fitting (2) of the first auxiliary hoist which is rotatable about the loading boom axis, either fixedly or for limited rotational movement, in such a way that on swinging the loading boom through the plane of the king posts the second auxiliary hoist is also turned into the other working region; and in that the lower edge of the cargo hook (16") of the second auxiliary hoist is free of the block fitting (2) of the first auxiliary hoist when the lower cargo block (15) with the load hook (16) is in the raised position and in an approximately vertical position of the loading boom.
     
    2. A loading installation in accordance with claim 1, characterised in that the block fitting (12') of the second auxiliary hoist can rotate through ca. ±15° about the axis of the second loading boom extension (11') and is limited by stops (19).
     
    3. A loading installation in accordance with claim 1 or claim 2 and characterised in that the second auxiliary hoist operates independently from the first auxiliary hoist and the main hoist and, with appropriate dimensioning of the connection, can also operate simultaneously.
     


    Revendications

    1. Appareil de chargement avec mât de charge pouvant pivoter dans un palier entre deux montants et qui porte, à l'extrémité supérieure d'un prolongement (1) arrivant au-delà des ferrures du dispositif de levage principal, un premier dispositif de levage auxiliaire dont la ferrure de bloc (2) portant le bloc de charge supérieur et la poulie directrice (4) peut tourner autour de l'axe du mât de charge et dont la poulie directrice (4) et les poulies à câble (3) du bloc de charge supérieur sont disposées sur la ferrure de bloc (2) excentriquement par rapport à l'axe de rotation de celle-ci, la distance de la ferrure de bloc (2) du premier dispositif de levage auxiliaire aux ferrures du dispositif de levage principal étant au moins assez grande pour que, lorsque le bloc de charge inférieur (5) et le crochet de charge (6) du premier dispositif de levage auxiliaire sont remontés et que le mât de charge est en position approximativement verticale, le bord inférieur du crochet de charge (6) se libère des ferrures du dispositif de levage principal, caractérisé par le fait qu'une ferrure de bloc (12, 12', 12") d'un deuxième dispositif de levage auxiliaire est reliée, au moyen d'un deuxième prolongement (11) du mât de charge, à la ferrure de bloc (2) du premier dispositif de levage auxiliaire qui peut tourner autour de l'axe du mât de charge, de façon fixe ou de manière à pouvoir tourner seulement de façon limitée de telle sorte que lorsque le mât de charge pivote à travers le plan des montants, le deuxième dispositif de levage auxiliaire est aussi mis en rotation dans l'autre région de travail, et que lorsque le bloc de charge inférieur (15) et son crochet de charge (16) sont remontés, le deuxième dispositif auxiliaire de levage, dans une position approximativement verticale du mât de charge, se libère, par le bord inférieur de son crochet de charge (16"), de la ferrure de bloc (2) du premier dispositif de levage auxiliaire.
     
    2. Appareil de chargement selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la ferrure de bloc (12') du deuxième dispositif de levage auxiliaire peut tourner d'environ +/-15° autour de l'axe du deuxième prologement de mât de charge (11') en étant limitée par des butées (19).
     
    3. Appareil de chargement selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que le deuxième dispositif de levage auxiliaire fonctionne indépendamment du premier dispositif de levage auxiliaire et du dispositif de levage principal et peut aussi fonctionner simultanément si la liaison a une dimension appropriée.
     




    Zeichnung