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EP 0 044 024 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.1984 Patentblatt 1984/46 |
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Anmeldetag: 08.07.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: G21F 5/00 |
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Transport- und/oder Lagerbehälter für radioaktive Stoffe
Container for transporting and/or storing radioactive materials
Récipient de transport et/ou de stockage pour matières radioactives
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB LI SE |
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Priorität: |
11.07.1980 DE 3026248
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.01.1982 Patentblatt 1982/03 |
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Anmelder: TRANSNUKLEAR GmbH |
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D-6450 Hanau 11 (DE) |
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Erfinder: |
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- Botzem, Werner, Dipl.-Ing.
D-8755 Alzenau (DE)
- Knappe, Ortwin, Dipl.-Ing.
D-8000 München 70 (DE)
- Laug, Reiner, Dipl.-Ing.
D-6450 Hanau (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Transport- und/oder Lagerbehälter für
radioaktive Stoffe, insbesondere für bestrahlte Brennelemente aus Kernreaktoren, bestehend
aus einem Behälterkörper mit Gammastrahlen-Abschirmfunktion, einer Neutronenabschirmung
und axial oder radial verlaufenden Kühlrippen an der Oberfläche des Behälterkörpers
zur Wärmeabfuhr an die Umgebung.
[0002] Transport- und/oder Lagerbehälter für radioaktive Stoffe müssen entsprechend den
Verkehrsvorschriften auch schweren Unfällen standhalten, wobei die Unfälle bei der
Prüfung des Baumusters u.a. simuliert werden durch den Absturz aus 9 m Höhe auf eine
unnachgiebige Oberfläche. Nach einer solchen Belastung muss der Behälter dicht bleiben,
und es darf keine nennenswerte Schwächung erfolgen.
[0003] Beim Absturz auf die mit Kühlrippen versehene Oberfläche muss in Kauf genommen werden,
dass Kühlrippen im Bereich des Aufprallpunktes beschädigt werden. Bei bisher bekannten
Behältern mit angeschweissten oder angegossenen Kühlrippen besteht dabei nachteilig
die Gefahr, dass durch das Abbrechen von Kühlrippen eine Rissfortpflanzung in den
die dichte Umschliessung des radioaktiven Stoffes darstellende Behälterkörper erfolgt.
[0004] Aus der DE-B-2040348 ist ein gattungsgemässer Behälter für die Lagerung und den Transport
von radioaktiven Stoffen bekannt, der radial oder axial verlaufende Kühlrippen auf
der Oberfläche des Behälterkörpers besitzt. Beim Absturz eines solchen Behälters besteht
jedoch die Gefahr, dass die Kühlrippen auf der Behälteroberfläche abbrechen und eine
Rissfortpflanzung in den Behälterkörper erfolgt.
[0005] In der DE-A-2221 610 wird ein Behälter für radioaktive Stoffe beschrieben, der aus
einem Innenbehälter mit Gammastrahlen-Abschirmfunktion und einem Aussenbehälter besteht,
der axiale und radiale Rippen zur Steigerung der mechanischen Festigkeit besitzt.
Diese Rippen tragen nicht zur Wärmeabstrahlung bei und können daherauch nicht verhindern,
dass bei Unfallsituationen Kühlrippen des Innenbehälters abbrechen und Beschädigungen
des Behälterkörpers auftreten.
[0006] Es war daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Transport- und/oder Lagerbehälter
für radioaktive Stoffe, insbesondere für bestrahlte Brennelemente aus Kernreaktoren,
zu schaffen, bestehend aus einem Behälterkörper mit Gammastrahlen-Abschirmfunktion,
einer Neutronenabschirmung und axial oder radial verlaufenden Kühlrippen an der Oberfläche
des Behälterkörpers, der bei Beschädigung bzw. Abbrechen von Kühlrippen eine Rissfortpflanzung
in den Behälterkörper hinein vermeidet.
[0007] Die Aufgabe wurde erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass auf der Oberfläche des Behälterkörpers
quer zur Erstreckungsrichtung der Kühlrippen Stege angeordnet sind, deren Höhe maximal
2/3 der Höhe der Kühlrippen beträgt und dass die Stege in einem Abstand zueinander
angeordnet sind, der maximal das 10-fache der Steghöhe beträgt.
[0008] Vorteilhaft ist es, wenn die Kühlrippen im Bereich der querlaufenden Stege Kerben
aufweisen, wobei die maximale Tiefe der Kerben die obere Begrenzung der Stege bildet.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn Kühlrippen und Stege gemeinsam an den Behälterkörper
angegossen sind und der von Kühlrippen und Stegen gebildete Raum mit Neutronenabschirmungsmaterial
gefüllt ist.
[0009] Anhand der Abbildungen 1 bis IV wird nachstehend der erfindungsgemässe Behälter schematisch
und in beispielhafter Ausführung näher erläutert.
[0010] Ein Transport- und Lagerbehälter, bestehend aus einem Behälterkörper (1) und anderen
an sich bekannten Teilen und Ausstattungen, besitzt an seiner Oberfläche Kühlrippen
(2). Quer zur Erstreckungsrichtung der Kühlrippen (2) sind Stege (3) angebracht, die
bei axialer Erstreckungsrichtung der Kühlrippen rundumlaufen, bei rundumlaufenden
Kühlrippen jedoch axial verlaufen. Als besonders günstig hat sich das gemeinsame Angiessen
der Kühlrippen (2) und Stege (3) an den Behälterkörper (1 ) erwiesen.
[0011] Die Querstege (3) haben zur Folge, dass der unvermeidbare Bruch der Kühlrippen (2)
beim Aufprall nicht am Rippenfuss (6) erfolgt, wo die Gefahr der Rissausdehnung in
den Behälterkörper (1) gegeben ist, sondern in einem bestimmten Abstand vom Rippenfuss.
Der sichere Abstand des Risses vom Behälterkörper (1) wird gewährleistet durch die
Wahl entsprechender Steghöhen und entsprechendem Stegabstand. Wie theoretische Berechnungen
sowie Experimente gezeigt haben, sind die Stege (3) so zu dimensionieren, dass die
Steghöhe maximal 2/3 der Höhe der Kühlrippen (2) und der Stegabstand maximal das 10-fache
der Steghöhe beträgt.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung besteht darin, in den Kühlrippen (2) im Bereich
der Stege (3) Kerben (4) vorzusehen, die die gezielte Rissausbildung ohne Eindringen
in den Behälterkörper (1) noch zuverlässiger gewährleisten, indem die Rissbildung
auf den durch die Stege (3) zueinander vorgegebenen Abstand limitiert wird. Die maximale
Tiefe der Kerben (4) ist an der oberen Begrenzung (5) der Stege (3) erreicht. Geringere
Tiefen der Kerben (4) sind in Abhängigkeit von Auslegung und Material ebenfalls sehr
wirksam. Die Kerben können angeformt oder fallweise auch nachträglich eingearbeitet
werden.
Beispiel
[0013] Ein Gussbehälter für bestrahlte Brennelemente aus Druckwasserreaktoren mit angegossenen
umlaufenden Stegen, Stegabstand voneinander ca. 440 mm, Steghöhe ca. 70 mm, besitzt
Kühlrippen, die in axialer Richtung an der Behälterkörperoberfläche angeordnet sind.
Die Kühlrippen wiesen eine Höhe von ca. 240 mm auf. Im Bereich der querlaufenden Stege
befinden sich in den Kühlrippen Kerben mit einer Kerbentiefe von ca. 95 mm. Mit diesen
Auslegungsdaten werden Risse im Behälterkörper durch Kühlrippenbeschädigungen sicher
vermieden.
[0014] Es ist auch günstig, wenn der von den Stegen (3) und den unteren Teilen der Kühlrippen
(2) gebildete Raum (7) mit Neutronenabschirmungsmaterial gefüllt ist.
1. Transport- und/oder Lagerbehälter für radioaktive Stoffe, insbesondere für bestrahlte
Brennelemente aus Kernreaktoren, bestehend aus einem Behälterkörper mit Gammastrahlung-Abschirmfunktion,
einer Neutronenabschirmung und axial oder radial verlaufenden Kühlrippen an der Oberfläche
des Behälterkörpers, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberfläche des Behälterkörpers
(1) quer zur Erstreckungsrichtung der Kühlrippen (2) Stege (3) angeordnet sind, deren
Höhe maximal 2/3 der Höhe der Kühlrippen (2) beträgt und dass die Stege (3) in einem
Abstand zueinander angeordnet sind, der maximal das 10-fache der Steghöhe beträgt.
2. Transport- und/oder Lagerbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kühlrippen (2) im Bereich der querlaufenden Stege (3) Kerben (4) aufweisen, wobei
die maximale Tiefe der Kerben (4) die obere Begrenzung (5) der Stege (3) bildet.
3. Transport- und/oder Lagerbehälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der von den Stegen (3) und den Kühlrippen (2) gebildete Raum (7) mit Neutronenabschirmungsmaterial
gefüllt ist.
4. Transport- und/oder Lagerbehälter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kühlrippen (2) und Stege (3) gemeinsam an den Behälterkörper (1 ) angegossen
sind.
1°) Récipient pour le transport et/ou le stockage de matières radioactives en particulier
d'éléments combustibles irradiés provenant de réacteurs nucléaires, constitué d'un
corps de récipient, ayant pour fonction de constituer un blindage contre les rayons
gamma, d'un blindage contre les neutrons, et de nervures de refroidissement, s'étendant
axialement ou radialement sur la surface du récipient, caractérisé en ce que, sur
la surface du corps (1 ) du récipient, sont disposées, perpendiculairement à la direction
de l'extension des nervures de refroidissement (2), des entretoises (3), dont la hauteur
maximum se monte aux deux tiers de la hauteur de ces nervures (2), et que les entretoises
(3) sont disposées avec un écartement de l'une par rapport à l'autre qui se monte
au maximum à 10 fois leur hauteur.
2°) Récipient de transport et/ou de stockage suivant la revendication 1, caractérisé
en ce que les nervures de refroidissement (2) présentent dans la zone des entretoises
(3) transversales, des encoches (4), la profondeur maximale de ces encoches (4) formant
la limite supérieure (5) des entretoises.
3°) Récipient de transport et/ou de stockage suivant l'une des revendications 1 et
2, caractérisé en ce que le compartiment (7) formé par les entretoises (3) et les
nervures de refroidissement (2) est rempli de la matière constituant le blindage contre
les neutrons.
4°) Récipient de transport et/ou de stockage suivant l'une quelconque des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que les nervures de refroidissement (2) et les entretoises
(3) sont coulées en commun sur le corps de récipient (1).
1. A transport and/or storage container for radioactive materials and more particularly
for irradiated fuel elements from nuclear reactors, consisting of a container body
which acts as a shield against gamma radiation, a neutron shield and cooling ribs
on the surface of the container body which run in an axial or radial direction, characterised
in that webs (3) are arranged on the surface of the container body (1) in a transverse
direction to that of the cooling ribs (2), the height of which webs is at most 2/3
the height of the cooling ribs (2) and the webs (3) are arranged at a spacing from
each other which is at most 10 times the height of the webs (3).
2. A transport and/or storage container according to claim 1, characterised in that
the cooling ribs (2) have slots (4) in the area of the webs (3) running in a transverse
direction and the maximum depth of the slots (4) forms the upper limit of the webs
(3).
3. A transport and/or storage container according to claims 1 and 2, characterised
in that the space (7) which is formed by the webs (3) and the coolings ribs (2) is
filled with neutron-shielding material.
4. A transport and/or storage container according to claims 1 to 3, characterised
in that the cooling ribs (2) and webs (3) together are cast integral with the container
body (1).