[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Öffnen oder Schliessen einer
Tür, insbesondere einer Feuertür, mit einem pneumatisch oder hydraulisch betätigbaren
Arbeitszylinder, dessen Zylindergehäuse an der Türzarge, der Wand o.ä. und dessen
aus einem Rohr bestehende Kolbenstange an der Tür befestigt ist und der mit einer
Druckmittelquelle gekoppelt ist, so dass bei Druckmittelzufuhr die Kolbenstange aus
dem Zylindergehäuse herausdrückendes Druckmittel in den Raum zwischen Kolben und Bodenwand
des Zylindergehäuses gelangt, wobei der der Bodenwand des Zylindergehäuses abgewandte
Endbereich des Zylindergehäuses gegenüber der Kolbenstange abgedichtet ist.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist durch die DE-A-25 56 407 bekannt geworden.
[0003] Bei einer anderen Vorrichtung dieser Art (CH-A-412 625), bei der jedoch das Zylindergehäuse
mit der schwenkbaren Tür und die aus einem Rohr bestehende Kolbenstange mit der Türzarge,
der Wand o.ä. verbunden ist, sind zur Vermeidung längerer, Biegebelastungen unterworfener
Schläuche nahe dem Befestigungspunkt für die Kolbenstange an dieser Druckmittelanschlüsse
vorgesehen, durch die wahlweise Druckmittel von einer Druckmittelquelle zugeführt
werden kann, das entweder durch den Innenraum der rohrförmigen Kolbenstange in den
Raum zwischen Bodenwand des Zylindergehäuses und Kolben gelangt und dadurch die Kolbenstange
aus dem Zylinder herausdrückt, oder über den anderen Anschluss durch einen Kolbenstangen-Ringraum,
der ausserhalb des zur Druckmittelführung vom ersten Anschluss dienenden Innenraums
der Kolbenstange liegt, über Öffnungen nahe dem Kolben in den Ringraum zwischen Zylindergehäuse
und Aussenwand der Kolbenstange eintritt und dadurch einen solchen Druck auf den Kolben
ausübt, dass die Kolbenstange in das Zylindergehäuse hinein verschoben wird.
[0004] Während bei dieser bekannten Vorrichtung wegen der geringen Bewegungen der Kolbenstange
im Bereich der Druckmittelanschlüsse eine einfache und unbelastete Verbindung zur
Druckmittelquelle hergestellt werden kann, ermöglicht diese Vorrichtung keine Betätigung
durch einen an der Tür vorgesehenen Griff- oder Auslösehebel, sondern lediglich durch
eine entfernt von der zu bewegenden Tür vorgesehene Anordnung.
[0005] Es sind auch bereits Vorrichtungen bekannt, bei denen eine Steuerleitung von einem
mit dem an der Tür vorgesehenen Griff- oder Auslösehebel gekoppelten Ventil zu der
Druckmittelquelle führt, die bei Ventilbetätigung durch die Bodenwand des Zylindergehäuses
bzw. den entsprechenden Endbereich dieses Gehäuses Druckmittel in den Raum zwischen
Kolben und Bodenwand des Zylindergehäuses drückt und so die mit ihrem äusseren Ende
an der Tür befestigte Kolbenstange aus dem Zylindergehäuse herausdrückt, so dass die
Tür durch Verschwenken oder Verschieben geöffnet wird.
[0006] Das Schliessen der Tür erfolgt nach Freigabe des Griff- oder Auslösehebels und damit
nach Schliessen des Ventils entweder dadurch, dass die Tür mit Hilfe eines Gewichtes
in ihre Schliessstellung geschwenkt bzw. verschoben wird, wobei sich dann die Kolbenstange
wieder in das Zylindergehäuse hineinbewegt und der Kolben das zuvor eingebrachte Druckmittel
durch eine Entlüftungsöffnung aus dem Zylindergehäuse herausdrückt, oder dadurch,
dass durch das Schliessen des Ventils die andere Seite des Kolbens mit Druckmittel
beaufschlagt und gleichzeitig die zuvor beaufschlagte Seite entlüftet wird, also ein
doppelt wirkender Arbeitszylinder benutzt wird, mit dessen Hilfe sowohl das Öffnen
als auch das Schliessen vorgenommen wird.
[0007] Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, dass eine Verbindung
vom Griff- oder Auslösehebel der Tür zu der stationär bezüglich der Tür angeordneten
Druckmittelquelle geführt werden muss, d.h. die Verbindung zwischen der bewegbaren
Tür und der Druckmittelquelle erfordert elastische Schläuche oder Leitungen, die eine
solche Länge haben, dass sie auch den sich im Betrieb ergebenden grössten Abstand
zwischen Griff- oder Auslösehebel der Tür und Druckmittelquelle überbrücken. Derartige
Leitungen oder Schläuche sind häufig wegen des geringen zur Verfügung stehenden Raums
schwierig und nur mit grossem Aufwand zu montieren, und sie unterliegen infolge der
Bewegung der Tür einem erheblichen Verschleiss. Ferner sind flexible Leitungen für
Feuertüren im allgemeinen nicht zulässig.
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Öffnen oder Schliessen einer
Tür mittels eines an dieser vorgesehenen Griff- oder Auslösehebels derart auszugestalten,
dass keine flexiblen Leitungen oder Schläuche erforderlich sind und dass insbesondere
die verwendeten Leitungen keine sich im Betrieb ändernden Abstände zu überbrücken
haben.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss
derart ausgestaltet, dass die rohrförmige Kolbenstange in ihrem dem Kolben benachbarten
Endbereich mindestens eine Einlassöffnung zum Eintritt von Druckmittel und in ihrem
dem Kolben entfernten Endbereich eine mit einer Seite eines mittels eines Griff- oder
Auslösehebels der Tür zu öffnenden Ventils verbundene Auslassöffnung zum Austritt
von Druckmittel aufweist, dass eine mit der Kolbenstange verbundene Rohrleitung vorgesehen
ist, deren eines offenes Ende durch den Kolben geführt ist und deren anderes Ende
aus dem dem Kolben entfernten Endbereich der Kolbenstange gegenüber deren Innenraum
abgedichtet herausgeführt und mit dem anderen Ende des Ventils verbunden ist, wobei
beim Öffnen des Ventils Druckluft von der Auslassöffnung über die Rohrleitung in den
Raum zwischen Kolben und Bodenwand des Zylindergehäuses strömt und beim Schliessen
des Ventils dieser Raum über die Rohrleitung entlüftet wird, und dass der der Bodenwand
des Zylindergehäuses abgewandte Endbereich des Zylindergehäuses einen Einlass zur
Zufuhr von Druckmittel zum Ringraum zwischen Zylindergehäuse und Kolbenstange aufweist.
[0010] Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung ist somit der an der Tür vorhandene Griff-
oder Auslösehebel bzw. das von diesem zu betätigende, an oder in der Tür untergebrachte
Ventil lediglich mit der Kolbenstange des Arbeitszylinders verbunden, die ihrerseits
an der Tür befestigt ist, so dass also beim Öffnen oder Schliessen der Tür keine Abstandsänderung
zwischen diesen Elementen eintritt, die verwendeten Verbindungsleitungen also aus
starren Rohren bestehen können. Das Öffnen der Tür erfolgt dadurch, dass das über
den Innenraum der rohrförmigen Kolbenstange von der Druckmittelquelle zum Ventil geleitete
Druckmittel bei Betätigung des Griff- oder Auslösehebels durch das Ventil hindurch
über die Rohrleitung und durch den Kolben in den Raum zwischen Kolben und Bodenwand
des Zylindergehäuses gelangt. Da diese mit Druckmittel beaufschlagte Kolbenfläche
wesentlich grösser ist als die gegenüberliegende Kolbenfläche, an der die Kolbenstange
befestigt ist und durch die sich die Rohrleitung erstreckt, wird die Kolbenstange
infolge dieser Beaufschlagung des Kolbens mit Druckmittel aus dem Zylindergehäuse
herausgedrückt, d.h. die Tür wird geöffnet.
[0011] Obwohl die Rohrleitung zur Zufuhr von Druckmittel zum Raum zwischen Bodenwand des
Zylinders und Kolben beispielsweise auch als Längsbohrung in der Wand des die Kolbenstange
bildenden Rohres ausgebildet sein könnte, ist sie vorzugsweise in Form einer separaten
Rohrleitung achsparallel oder koaxial im Innenraum des Rohres angeordnet.
[0012] Insbesondere bei Türen, deren Schliessbewegung mit Hilfe eines an ihr angreifenden
Gewichtes erzeugt wird, wie dies häufig bei Feuertüren der Fall ist, die sich selbsttätig
schliessen sollen, ist es erwünscht, eine Einrichtung vorzusehen, mit der sichergestellt
wird, dass auch bei Versagen von Bauelementen der Öffnungsvorrichtung, etwa wenn das
vom Griff- oder Auslösehebel zu aktivierende Ventil bei Freigabe des Griff- oder Auslösehebels
nicht wieder zurückschaltet, nach einiger Zeit selbsttätig ein Schliessen der Tür
erfolgt.
[0013] Hierzu kann eine erfindungsgemässe Vorrichtung derart ausgestaltet werden, dass in
der Umfangswand des der Bodenwand abgewandten Endbereiches des Zylindergehäuses eine
mit einem druckmittelbetätigten Zeitventil verbundene Steueröffnung vorgesehen ist,
die gegenüber dem Rohr in dessen beiden axialen Richtungen abgedichtet ist, und dass
zumindest eine Einlassöffnung in der vollständig ausgefahrenen Stellung des Rohres
in Strömungsverbindung mit der Steueröffnung steht.
[0014] Wenn sich eine mittels einer derartigen Vorrichtung geöffnete Tür in ihrer vollständig
geöffneten Stellung befindet, wird somit über die eine Einlassöffnung und die Steueröffnung
im Zylindergehäuse das Zeitventil mit Druckmittel beaufschlagt, und falls die Tür
sich nicht vor Ablauf der durch das Zeitventil bestimmten Zeitspanne geschlossen hat,
wird das Zeitventil betätigt, das dann ein Ventil zur Unterbrechung der Druckmittelzufuhr
zum Arbeitszylinder sowie zu dessen Entlüftung aktiviert, so dass der Druck im Raum
zwischen Bodenwand des Zylindergehäuses und Kolben abfällt und die Tür von dem zu
diesem Zweck vorgesehenen Gewicht geschlossen wird.
[0015] Um eine mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung versehene Türe mit Hilfe eines Druckmittels,
etwa Druckluft, zentral öffnen und wieder schliessen zu können, kann im Raum zwischen
dem Kolben und der Bodenwand des Zylindergehäuses ein zweiter, schwimmender Kolben
und ein in der Nähe der Bodenwand angeordneter Lufteinlass vorgesehen werden.
[0016] Dadurch wird erreicht, dass bei Einleitung von Druckluft von einer zentral gesteuerten
Druckluftquelle der zweite, schwimmende Kolben gegen den ersten Kolben bewegt wird
und die durch den ersten Kolben führende Rohrleitung, die bei nicht betätigtem Griff-
oder Auslösehebel an Atmosphäre angeschlossen ist, verschliesst. Bei zentraler Steuerung
verschiebt somit die eingeleitete Druckluft den zweiten Kolben gegen den ersten, und
damit erfolgt eine Verschiebung beider Kolben im Zylindergehäuse. Nach dem Wegschalten
der zugeführten Druckluft können sich beide Kolben wieder in ihre Ausgangslage zurückbewegen.
Der Handbetrieb der Vorrichtung wird hingegen nicht beeinflusst, denn bei Betätigung
des Griff-oder Auslösehebels wird die Druckluft durch die durch den ersten Kolben
führende Rohrleitung in den Raum zwischen den beiden Kolben eingeleitet, wobei der
zweite Kolben den Lufteinlass absperrt. Die durch die Rohrleitung eingeleitete Druckluft
verschiebt daher den an der Kolbenstange befestigten Kolben in der vorstehend erwähnten
Weise.
[0017] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
Figur 1 zeigt schematisch und stark vereinfacht eine Vorrichtung zum Öffnen einer
Schiebetür.
Figur 2 zeigt in einer Schnittdarstellung den Arbeitszylinder der Vorrichtung aus
Figur 1 sowie seine Verbindungen mit dem vom Griff- oder Auslösehebel der Tür zu betätigenden
Ventil.
Figur 3 zeigt in einer Schnittdarstellung einen Arbeitszylinder, der eine zentral
gesteuerte Betätigung ermöglicht, sowie seine Verbindung mit dem vom Griff- oder Auslösehebel
der Tür zu betätigenden Ventil.
[0018] Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung zum Öffnen der Schiebetür 1 in Richtung des
Pfeiles enthält einen Arbeitszylinder, dessen Zylindergehäuse 10 mittels einer Halterung
8 sowie über einen Winkel 5 und eine Schraube 7 mittels eines Winkels 6 an einer Wand
befestigt ist. An dieses Zylindergehäuse ist ein Druckbehälter 9 angeschlossen, dem
von einer Druckmittelquelle (nicht gezeigt) ein Druckmittel, etwa Druckluft, zugeführt
wird, so dass er einen ausreichenden Druckluftvorrat für mehrere Türöffnungen enthält.
[0019] Am Kolben 20 des Arbeitszylinders ist eine sich aus dem Zylindergehäuse 10 heraus
erstreckende Kolbenstange 21 befestigt, deren äusseres Ende an einer Platte 4 angebracht
ist. Diese Platte ist über eine Strebe 3 am oberen Ende der Tür 1 befestigt. Vom äusseren
Ende der Kolbenstange erstrecken sich in später zu beschreibender Weise Leitungen
25 und 26 zu einem in der Tür vorgesehenen Ventil, das mit Hilfe des schwenkbaren
Türgriffes 2 betätigt wird, d.h. das Ventil wird beim Verschwenken des Türgriffes
zum Öffnen der Tür geöffnet, wodurch die Kolbenstange 21 aus dem Zylindergehäuse 10
herausbewegt und die Tür 1 von ihr in die gestrichelt angedeutete Öffnungsstellung
bewegt wird.
[0020] Der Aufbau des Arbeitszylinders sowie seine Verbindungen zu dem vom Türgriff 2 zu
betätigenden Ventil 27 sind in Figur 2 dargestellt, wobei jedoch die Befestigung des
Zylindergehäuses 10 an der Wand und die Befestigung des äusseren Endes der Kolbenstange
21 an der Tür weggelassen sind.
[0021] Auf das äussere Ende des Zylindergehäuses ist eine einen Teil des Zylindergehäuses
bildende Buchse 11 aufgeschraubt, deren geringster Innendurchmesser grösser ist als
der Aussendurchmesser der Kolbenstange 21 und in deren Innenwand drei Ringdichtungen
14,15,16 angeordnet sind, die den Ringraum 19 zwischen Zylindergehäuse 10 und Kolbenstange
21 abdichten. Ferner ist die zur Anlage an der äusseren Endfläche des Zylindergehäuses
10 kommende Ringschulter 17 der Buchse 11 radial nach innen verlängert und bildet
einen Anschlag für den Kolben 20 des Arbeitszylinders.
[0022] Der Kolben 20 trägt in einer umlaufenden Ringnut eine an der Innenwand des Zylindergehäuses
10 anliegende Dichtung 22, und an ihm ist die Kolbenstange 21 befestigt, die sich
in der vollständig eingeschobenen Stellung des Kolbens 20 mit ihrem freien Ende aus
dem Zylindergehäuse, d.h. aus der Buchse 11 herauserstreckt. Diese Kolbenstange besteht
aus einem Rohr, das in dem dem Kolben 20 benachbarten Endbereich zwei Einlassöffnungen
23 und 24 aufweist und in dessen verschlossenem anderen Ende eine Auslassöffnung 29
vorgesehen ist, an die eine Rohrleitung 25 angeschlossen ist. Ferner erstreckt sich
durch das Rohr 21 parallel zu dessen Längsachse eine Rohrleitung 26, die durch den
Kolben 20 geführt und an diesem Ende offen ist, während sie gegenüber dem Innenraum
des Rohres 21 abgedichtet am anderen Ende dieses Rohres austritt.
[0023] Die Rohrleitung 25 ist an den Eingang eines von Hand, d.h. mittels des Türgriffes
2 zu betätigenden Ventils 27 angeschlossen, während die Rohrleitung 26 mit dem Ausgang
dieses Ventils verbunden ist. Dieses Ventil wird, wie durch die Feder 28 angedeutet,
bei Freigabe des Türgriffes durch Federkraft in seine Schliessstellung gebracht.
[0024] Die Verbindung mit der Druckmittelquelle bzw. mit dem Druckmittelbehälter 9 (Figur
1 ) erfolgt über die Anschlussbohrung 12, in die ein Teil einer üblichen Kupplung
eingeschraubt werden kann, und über ein schematisch dargestelltes Ventil 30. An die
Steueröffnung 13 wird mit einer entsprechenden Kupplung ein übliches Zeitventil 31
angeschlossen. Dieses Zeitventil enthält ein in einer Richtung wirkendes Drosselventil,
das zur Einstellung der gewünschten Zeitverzögerung verstellbar ist und das durchströmende
Druckmittel, etwa Druckluft, einem Behälter zuführt, so dass bei Erreichen eines bestimmten
Druckes im Behälter ein Ventil umgeschaltet wird. Beim Umschalten dieses Ventils wird
das Ventil 30 mittels Druckluft aus dem Druckmittelbehälter 9 geschlossen.
[0025] Es sei davon ausgegangen, dass die Tür 1 (Figur 1) in üblicher Weise mit Hilfe eines
nicht dargestellten Gewichtes in die Schliessstellung bewegt und in dieser gehalten
wird, während das Öffnen mit Hilfe des Arbeitszylinders erfolgt.
[0026] Wird über die Anschlussbohrung 12 Druckluft zugeführt, so gelangt diese in den Ringraum
19 und durch die Einlassöffnungen 23, 24 in den Innenraum der Kolbenstange 21 und
von dort über die Auslassöffnung 29 und die Rohrleitung 25 an den Eingang des zunächst
geschlossenen Ventils 27. In dieser Stellung wird die Kolbenstange 21 einerseits infolge
des auf die Tür wirkenden Gewichtes und andererseits infolge des Druckes der Druckluft
auf die freie Kolbenfläche; die dem Ringraum 19 zugewandt ist, in ihrer geschlossenen
Lage gehalten. Dabei wird über eine entsprechende, am Ventil 27 angedeutete Entlüftung
sichergestellt, dass ein gegebenenfalls im Raum 18 vorhandener Überdruck abgebaut
wird.
[0027] Bei Betätigung des Türgriffes 2 wird das Ventil 27 geöffnet, und die Druckluft gelangt
von der Leitung 25 in die Rohrleitung 26 und damit in den Raum 18. Infolge der grösseren
wirksamen Fläche des Kolbens 20 an dieser Seite wird der Kolben 20 verschoben und
die Kolbenstange 21 aus dem Zylindergehäuse 10 herausbewegt, d.h. die Tür 1 wird in
Richtung des Pfeiles (Figur 1) bewegt, also geöffnet.
[0028] Bei Freigabe des Türgriffes 2 wird das Ventil 27 durch Federdruck geschlossen und
der Raum 18 über die Rohrleitung 26 vom Ventil 27 entlüftet. Die Tür wird daher infolge
des Gewichtes und infolge des Druckes der Druckluft auf die dem Raum 18 abgewandte
Ringfläche des Kolbens 20 geschlossen, und dabei gelangen Kolben 20 und Kolbenstange
21 wieder in die Stellung gemäss Figur 2.
[0029] Um sicherzustellen, dass die Tür 1 selbst dann wieder geschlossen wird, wenn beispielsweise
das Ventil 27 «hakt», also nach Freigabe des Türgriffes 2 nicht wieder in seine Schliessstellung
zurückkehrt, ist der Abstand der Einlassöffnung 24 der Kolbenstange 21 von der ihr
zugewandten Fläche des Kolbens 20 so bemessen, dass diese Einlassöffnung bei Anlage
des Kolbens 20 an der Ringschulter 17, also bei geöffneter Tür zwischen den Dichtungen
14 und 15 liegt und so das an die Steueröffnung 13 angeschlossene Zeitventil 31 mit
Druckluft beaufschlagt. Wird die Tür 1 daher nicht innerhalb der durch das Zeitventil
bestimmten Zeitspanne geschlossen, schliesst das Zeitventil 31 das Ventil 30, wodurch
einerseits die Druckluftzufuhr zum Arbeitszylinder unterbrochen wird und andererseits
Arbeitszylinder und Rohrleitungen 25 und 26 entlüftet werden. Dadurch wird dann die
Tür infolge des Gewichtes in ihre Schliessstellung bewegt. Die Tür kann danach wieder
mit Hilfe des Arbeitszylinders geöffnet werden, wenn das Ventil 30 von Hand geöffnet
worden ist.
[0030] Es ist selbstverständlich auch möglich, bei entsprechender Dimensionierung der Kolbenfläche
auf die Verwendung eines Gewichtes zum Schliessen der Tür zu verzichten und auch den
Schliessvorgang durch Beaufschlagung des Kolbens 20 mit Druckluft zu bewirken.
[0031] In dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind gleiche Teile mit den gleichen
Bezugszeichen wie in den Figuren 1 und 2 bezeichnet. In Zusammenhang mit Figur 3 werden
nur die zusätzlichen bzw. abgewandelten Teile beschrieben.
[0032] Zwischen der Bodenwand 12' des Zylindergehäuses 10 und dem Kolben 20 ist ein zweiter
Kolben 40 vorgesehen, der schwimmend angeordnet ist und den Raum zwischen Bodenwand
12' und Kolben 20 in einen ersten Raum 18 und einen zweiten Raum 18' unterteilt. Der
schwimmende zweite Kolben 40 trägt ebenso wie der Kolben 20 auf seinem Umfang eine
Dichtung 42, vorzugsweise einen O-Ring.
[0033] In der Nähe der Bodenwand 12' ist ferner eine Lufteinlassleitung 44 für den zweiten
Raum 18' des Zylindergehäuses 10 angeschlossen, durch die Druckluft in den Raum 18',
also auf die dem Kolben 20 angewandte Seite des zweiten Kolbens 40 einleitbar ist.
Die Lufteinlassleitung 44 ist in üblicher Weise in das Zylindergehäuse 10 eingeschraubt.
Die Dicke des zweiten Kolbens 40 ist so gewählt, dass kein Verkanten bei einer Verschiebung
im Zylindergehäuse 10 erfolgt. Da sich der zweite Kolben 40 im Betrieb jedoch am Kolben
20 abstützt, ist die Gefahr von Verkantungen nicht sehr gross.
[0034] Die Lage der Lufteinlassleitung 44 und die Dicke des Kolbens 20 sind so gewählt,
dass die Lufteinlassleitung 44 bei an der Bodenwand 12' anliegendem zweiten Kolben
40 verschlossen ist, so dass dann ein bis auf die Mündung der Rohrleitung 26 geschlossener
erster Raum 18 entsteht.
[0035] Bei Handbetätigung des Türgriffes 2 wird, wie bereits in Zusammenhang mit Figuren
1 und 2 beschrieben, das Ventil 27 geöffnet und die Druckluft gelangt von der Rohrleitung
25 in die Rohrleitung 26 und damit in den ersten Raum 18. Dabei wird zunächst der
zweite Kolben 40 gegen die Bodenwand 12' bewegt und die Lufteinlassleitung 44 verschlossen,
so dass die in den ersten Raum 18 eingeleitete Druckluft auf die dem zweiten Kolben
40 zugewandte grössere wirksame Fläche des ersten Kolbens 20 wirkt, und diesen zusammen
mit der Kolbenstange 21 aus dem Zylindergehäuse 10 herausbewegt, d.h. die Tür wird
geöffnet.
[0036] Bei Freigabe des Türgriffes 2 wird, wie in Zusammenhang mit Figuren 1 und 2 beschrieben,
das Ventil 27 durch den Druck der Feder 28 geschlossen und der erste Raum 18 über
die Rohrleitung 26 und das Ventil 27 entlüftet. Dadurch schliesst die Tür infolge
des einwirkenden Gewichtes und infolge des Druckes der Druckluft auf die dem ersten
Raum 18 abgewandte Ringfläche des Kolbens 20, der dadurch zusammen mit der Kolbenstange
21 wieder in die Ausgangsstellung gelangt.
[0037] Soll die Tür durch zentrale Steuerung geöffnet werden, wird Druckluft durch die Lufteinlassleitung
44 in den zweiten Raum 18' zwischen dem zweiten Kolben 40 und der Bodenwand 12' des
Zylindergehäuses 10 eingeleitet, wodurch der zweite Kolben 40 gegen den Kolben 20
bewegt wird. Das in dem ersten Raum 18 vorhandene Druckmittel, vorzugsweise Druckluft,
wird durch die Rohrleitung 26 und das in Ruhestellung befindliche Ventil 27 abgeleitet.
Wenn der zweite Kolben 40 am Kolben 20 anliegt, sind beide Kolben durch die in den
zweiten Raum 18' eingeleitete Pressluft gemeinsam verschiebbar, wodurch auf einfache
Weise die Entlüftung der Rohrleitung 26 unterbunden wird. Zum Schliessen der Tür und
damit zum Zusammenfahren von Kolbenstange 21 und Zylindergehäuse 10 wird die Lufteinlassleitung
44 einfach entlüftet, beispielsweise mit Hilfe eines üblichen, nicht dargestellten
Dreiwegehahnes. Bei einer Entlüftung des zweiten Raumes 18' wird der Kolben 20 wieder
auf die zuvor beschriebene Weise in die Ausgangsstellung zurückgefahren, die etwa
der in Figur 3 dargestellten Laqe entspricht.
1. Vorrichtung zum Offnen einer Tür (1), insbesondere einer Feuertür, mit einem pneumatisch
oder hydraulisch betätigbaren Arbeitszylinder, dessen Zylindergehäuse (10) an der
Türzarge, der Wand o.ä. und dessen aus einem Rohr bestehende Kolbenstange (21) an
der Tür (1) befestigt ist und der mit einer Druckmittelquelle (9) gekoppelt ist, so
dass bei Druckmittelzufuhr die Kolbenstange (21) aus dem Zylindergehäuse (10) herausdrückendes
Druckmittel in den Raum (18) zwischen Kolben (20) und Bodenwand des Zylindergehäuses
(10) gelangt, wobei der der Bodenwand des Zylindergehäuses (10) abgewandte Endbereich
des Zylindergehäuses (10) gegenüber der Kolbenstange (21) abgedichtet ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die rohrförmige Kolbenstange (21) in ihrem dem Kolben (20) benachbarten
Endbereich mindestens eine Einlassöffnung (23, 24) zum Eintritt von Druckmittel und
in ihrem dem Kolben (20) entfernten Endbereich eine mit einer Seite eines mittels
eines Griff-oder Auslösehebels (2) der Tür (1) zu öffnenden Ventils (27) verbundene
Auslassöffnung (29) zum Austritt von Druckmittel aufweist, dass eine mit der Kolbenstange
(21) verbundene Rohrleitung (26) vorgesehen ist, deren eines offenen Ende durch den
Kolben (20) geführt sit und deren anderes Ende aus dem dem Kolben (20) entfernten
Endbereich der Kolbenstange (21 ) gegenüber deren Innenraum abgedichtet herausgeführt
und mit dem anderen Ende des Ventils (27) verbunden ist, wobei beim Öffnen des Ventils
(27) Druckluft von der Auslassöffnung (29) über die Rohrleitung (26) in den Raum (18)
zwischen Kolben (20) und Bodenwand des Zylindergehäuses (10) strömt und beim Schliessen
des Ventils (27) der Raum (18) über die Rohrleitung (26) entlüftet wird, und dass
der der Bodenwand des Zylindergehäuses (10) abgewandte Endbereich des Zylindergehäuses
(10) einen Einlass (12) zur Zufuhr von Druckmittel zum Ringraum (19) zwischen Zylindergehäuse
(10) und Kolbenstange (21) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung (26)
achsparallel oder koaxial im Innenraum der Kolbenstange (21) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 für eine Tür, deren Schliessbewegung mit Hilfe
eines an ihr angreifenden Gewichtes erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in
der Umfangswand des der Bodenwand abgewandten Endbereiches des Zylindergehäuses (10)
eine mit einem druckmittelbetätigten Zeitventil (31 ) verbundene Steueröffnung (13)
vorgesehen ist, die gegenüber der Kolbenstange (21) in dessen beiden axialen Richtungen
abgedichtet ist, und dass zumindest eine Einlassöffnung (24) in der vollständig ausgefahrenen
Stellung der Kolbenstange (21) in Strömungsverbindung mit der Steueröffnung (13) steht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem
Raum zwischen dem Kolben (20) und der Bodenwand (12') des Zylindergehäuses (10) ein
zweiter, schwimmender Kolben (40) vorgesehen ist, und dass das Zylindergehäuse (10)
in der Nähe seiner Bodenwand (21') einen Lufteinlass (44) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der schwimmende Kolben
(40) an seinem Umfang eine Dichtung (42) trägt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis
von Durchmesser zu Dicke des schwimmenden Kolbens (40) derart gewählt ist, dass bei
dessen Verschiebung im Zylindergehäuse (10) kein Verkanten des Kolbens (40) erfolgt.
1. Dispositif d'ouverture d'une porte (1), en particulier une porte pare-feu, comprenant
un vérin à commande pneumatique ou hydraulique dont le corps de cylindre (10) est
fixé au chambranle de la porte, au mur, etc., dont la tige de piston (21), constituée
par un tube, est fixée sur la porte (1 ), et qui est couplé à une source de fluide
sous pression (9), de sorte que, lorsqu'on amène du fluide sous pression, du fluide
sous pression qui chasse la tige de piston (21) du corps de cylindre (10) parvient
dans l'espace (18) compris entre le piston (20) et le fond du corps de cylindre (10),
la partie terminale du corps de cylindre (10) éloignée du fond du corps de cylindre
(10) étant rendue étanche par rapport à la tige de piston (21 ), caractérisé en ce
que la tige de piston (21 ) tubulaire présente, dans sa partie terminale voisine du
piston (20), au moins une ouverture d'entrée (23, 24) pour l'introduction de fluide
sous pression et, dans sa partie terminale éloignée du piston (20), une ouverture
de sortie (29) reliée à un côté d'une soupape (27) qui s'ouvre au moyen d'un levier
(2) à poignée ou d'un levier (2) de déclenchement de la porte (1 ), ouverture de sortie
(29) servant à l'évacuation de fluide sous pression, en ce qu'il y a une conduite
(26) reliée à la tige de piston (21 ), conduite dont l'une des extrémités ouvertes
passe dans le piston (20) et dont l'autre extrémité sort de la partie terminale de
la tige de piston (21), éloignée du piston (20), de façon étanche par rapport à l'intérieur
de cette tige de piston (21 ) et est reliée à l'autre extrémité de la soupape (27),
de l'air comprimé passant, lors de l'ouverture de la soupape (27), de l'ouverture
de sortie (29), en passant par la conduite (26), dans l'espace (28) compris entre
le piston (20) et le fond du corps de cylindre (10) et, lors de la fermeture de la
soupape (27), l'espace (18) étant purgé par la conduite (26), et en ce que la partie
terminale du corps de cylindre (10) éloignée du fond du corps de cylindre (10) a une
entrée (12) servant à amener du fluide sous pression dans l'espace annulaire (19)
compris entre le corps de cylindre (10) et la tige de piston (21 ).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conduite (26) est
disposée à l'intérieur de la tige de piston (21 ), parallèlement à l'axe de celle-ci
ou coaxialement.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, destiné à une porte dont le mouvement
de fermeture est produit à l'aide d'un poids qui agit sur elle, caractérisé en ce
qu'il y a, dans la paroi périphérique de la partie terminale du corps de cylindre
(10) opposée au fond, une ouverture de commande (13) reliée à une soupape retardatrice
(31 ) actionnée par un fluide sous pression et qui est rendue étanche, par rapport
à la tige de piston (21 ), dans ses deux directions axiales, et en ce qu'au moins
une ouverture d'entrée (24) est reliée, sur le plan de l'écoulement, à l'ouverture
de commande (13) quand la tige de piston (21 ) est entièrement sortie.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il y a, dans
l'espace compris entre le piston 20 et le fond (12') du corps de cylindre (10), un
deuxième piston (40), qui est flottant, et en ce que le corps de cylindre (10) présente,
près de son fond (21'), une arrivée d'air (44).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le piston flottant (40)
porte un joint (42) à sa périphérie.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le rapport entre
le diamètre et l'épaisseur du piston flottant (40) est choisi de telle façon qu'il
ne se mette pas en biais quand il se déplace dans le corps de cylindre (10).
1. Means for opening a door (1), more especially a fire door, having an operating
cylinder which can be actuated pneumatically or hydraulically and of which the cylinder
housing (10) is fixed on the door frame, the wall or the like and of which the piston
rod (21) consisting of a tube is fixed on the door (1) and which is coupled with a
pressure medium source (9), so that when pressure medium is supplied, pressure medium
forcing the piston rod (21 ) out of the cylinder housing (10) passes into the space
(18) between the piston (20) and the bottom wall of the cylinder housing (10), that
end region of the cylinder housing (10) which faces away from the bottom wall of the
cylinder housing (10) being sealed off with respect to the piston rod (21), wherein
the tubular piston rod (21), in its end region adjacent the piston (20), comprises
at least one inlet opening (23, 24) for the admission of pressure medium and, in its
end region remote from the piston (20), an outlet opening (29) for the discharge of
pressure medium and connected to one side of a valve (27) to be opened by means of
a handle or release lever (2) of the door (1), wherein a pipe line (26) connected
to the piston rod (21 ) is provided an open end of which line is guided through the
piston (20) while its other end is led out of that end region of the piston rod (21
) which is remote from the piston (20), sealed off from the internal space thereof,
and is connected to the other ead of the valve (27), so that, with opening of the
valve (27), compressed air flows form the outlet opening (25) through the pipe line
(26) into the space (18) between piston (20) and bottom wall of the cylinder housing
(10) and, with closing of the valve (22), compressed air is vented from the space
(18) through the pipe line (26), and wherein that end region of the cylinder housing
(10) which is remote from the bottom wall of the cylinder housing (10) comprises an
inlet (12) for feeding pressure medium to the annular space (19) between cylinder
housing (10) and piston rod (21 ).
2. Means according to Claim 1, wherein the pipe line (26) is arranged axially parallel
or coaxially in the internal space of the piston rod (21).
3. Means according to Claim 1 or 2, for a door of which the closing movement is produced
with the aid of a weight acting thereon, wherein a control opening (13) connected
to a time valve actuated by pressure is provided in the circumferential wall of that
end region of the cylinder housing (10) which is remote from the bottom wall, which
opening is sealed off with respect to the piston rod (21) in its two axial directions,
and wherein at least one inlet opening (24) has a flow connection with the control
opening (13) in the completely extended position of the piston rod (21).
4. Means according to one of Claims 1 to 3, wherein a second floating piston (40)
is provided in the space between the piston (20) and the bottom wall (12') of the
cylinder housing (10), and wherein the cylinder housing (10) has an air inlet in the
vicinity of its ottom wall (21').
5. Means according to Claim 4, wherein the floating piston (40) carries a packing
(42) on its circumference.
6. Means according to Claim 4 or 5, wherein the ratio between diameter and thickness
of the floating piston (40) is so chosen that there is no tilting of the piston (40)
as it is displaced in the cylinder housing (10).