[0001] Die Erfindung betrifft eine Hartlegierung, bestehend aus einem oder mehreren Hartstoffen
und einer binären oder multinären Bindemetall-Legierung, die mindestens ein Metall
aus der Gruppe 8 des Periodensystems der Elemente und/oder Rhenium enthält.
[0002] Hartmetalle bzw. Hartlegierungen sind bereits in R. Kieffer, F. Benesovsky "Hartmetalle"
(1965), Seiten 216 bis 223, beschrieben worden. Gute Verschleißfestigkeit und hohe
Korrosionsbeständigkeit weisen Hartmetalle mit einem Basiscarbid aus Chromcarbid (Cr
3C2) mit 12% oder 15% Nickel-Binder auf. Solche Chromcarbid-Hartmetalle sind aber
verhältnismäßig spröde, was bei Schlagbeanspruchungen zu berücksichtigen ist. Mit
steigendem Nickel-Gehalt nimmt auch die Korrosionsbeständigkeit von Cr
3C
2-Hartmetallen ab. Die geringe Zähigkeit und schlechte Temperaturwechselbeständigkeit
schließt die Verwendung von Cr3C2 Hartmetallsn als Hochtemperaturwerkstoffe aus. Versuche,
Cr
3C
2 teilweise durch Mo
2C, WC, TiC und TaC sowie Nickel durch Kobalt, Kupfer, Eisen oder Molybdän zu ersetzen,
haben keine wesentlichen Eigenschaftsverbesserungen gebracht. Eine andere Möglichkeit
zu korrosionsfesten Hartmetallen zu gelangen, besteht darin, in WC-Co- oder WC-TiC-Co-Legierungen
das Kobalt durch korrosionsbeständige Binder-Legierungen zu ersetzen. Hierzu wurden
Nickel-Chrom-Legierungen im Verhältnis 80:20 oder 70:30 verwendet. In der Praxis kommen
6 bis 20%, vorzugsweise 8 bis 10% Binder-Legierung in Frage. Platin gebundenes WC-Hartmetall
wurde ebenfalls hergestellt. Dieses wird im Reaktorbau, wo starke Neutronenstrahlung
auftritt empfohlen [Kieffer, Benesovsky 1965].
[0003] Die Nachteile der bekannten Harlegierungen sind in ihrer verhältnismäßig geringen
Festigkeit und/oder in ihrem hohen spezifischen Gewicht zu sehen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Werkstoff mit hoher Festigkeit,
hoher Härte und hoher Verschleißfestigkeit, der gegen korrodierende (teilweise auch
oxidierende) Medien weitgehend resistent ist, bereitzustellen. Das Verfahren seiner
Herstellung soll einfach sein.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Hartlegierung, bestehend aus einem
oder mehreren Hartstoffen und einer binären oder multinären Bindemetall-Legierung,
die mindestens ein Metall aus der Gruppe 8 des Periodensystems der Elemente und/oder
Rhenium enthält und die dadurch gekennzeichnet ist, daß
a) eine feindisperse homogene Verteilung des Hartstoffes in der Bindemetall-Legierung
vorliegt,
b) die Hartstoffe aus Carbiden der Übergangsmetalle der Gruppen 4A, 5A und 6A des
Periodensystems der Elemente bestehen,
c) die Bindemetall-Legierung aus mindestens einem der Übergangsmetalle der Gruppen
4A, 5A und 6A des Periodensystems der Elemente mit Rhenium oder mindestens einem der
Platinmetalle Ru, Rh, Pd, Os, lr, Pt, worin der Anteil des Platinmetalls bis zu 90
Atom-% durch Eisen, Kobalt oder Nickel ersetzt werden kann, besteht und
d) die Übergangsmetalle, die Bestandteile der Hartstoffe sind, die gleichen sind wie
die Übergangsmetalle in der Bindemetall-Legierung.
[0006] Vorteilhafte Ausbildungen der Hartlegierung sind gekennzeichnet durch Hartstoff-zu-Bindemetall-Legierungsverhältnisse
im Bereich zwischen 90 Vol.-% Hartstoff/10 Vol.-% Bindemetall-Legierung und 5 Vol.-%
Hartsoff/95 Vol.-% Bindemetall-Legierung. Das Carbid in der Hartlegierung weist eine
Zusammensetzung auf, die einem Obergangsmetall-zu-Kohlenstoff-Verhältnis (Atomverhältnis)
im Bereich von 1:1 bis 2:1 entspricht. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Hartlegierung
ist der Anteil des Platinmetalls in der Bindemetall-Legierung bis zu 90 Atom-% durch
Eisen, Kobalt oder Nickel ersetzt.
[0007] Hartlegierungen, die aus einem oder mehreren Carbiden der Übergangsmetalle Titan,
Zirkonium, Hafnium (Gruppe 4A des Periodensystems der Elemente), Vanadium, Niob, Tantal
(Gruppe 5A) und Wolfram (in der Gruppe 6A) und aus einem metallischen Binder aus wenigstens
einem Metall, das aus einer Gruppe ausgewählt ist, die Platin, Palladium, Rhodium
und Ruthenium umnfaßt, bestehen, sind aus der DE-A-2011082 bekannt. Aus dieser Druckschrift
geht auch hervor, daß das metallische Bindemittel ein zusätzliches Metall oder zusätzliche
Metalle aus der Gruppe Iridium, Osmium, Nickel, Kobalt und Eisen enthalten kann. Zumindest
die Metalle Ruthenium und Palladium sollen im Bindemittel die Wirkung haben, das Wachsen
der Kömchen vollständig zu unterdrücken und in einigen Fällen die Korngröße der Metallcarbide
während des Sinterns aktiv zu reduzieren.
[0008] Hartlegierungen wie die erfindungsgemäßen Hartlegierungen, welche alle binäre oder
multinäre Bindemetall-Legierungen enthalten, die sowohl ein Metall oder mehrere Metalle
aus der Gruppe 8 des Periodensystems der Elemente oder Rhenium als auch ein oder mehrere
Übergangsmetalle der Gruppen 4A, 5A und 6A aufweisen, werden in der DE-A-2011082 nicht
angesprochen.
[0009] Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Hartlegierungen ist dadurch gekennzeichnet,
daß
a) ein Pulver eines Übergangsmetalls aus einer der Gruppen 4A, 5A oder 6A mit einem
Pulver des Metalls Rhenium oder eines Platinmetalls und mit Kohlenstoffpulver in stöchiometrischem
Verhältnis, das Carbiden mit 2 oder mehr Metallkomponenten entspricht, gemischt werden,
b) daß Pulvergemisch aus a) zu Preßlingen gepreßt wird,
c) die Preßlinge bei Temperaturen von 1575 K oder darüber, jedoch in jedem Einzelfall
bei Temperaturen oberhalb der Zerfallstemperatur des jeweiligen mehrkomponentigen
Carbids geschmolzen oder gesintert und
d) danach einer Ausscheidungs- oder Homogenisierungs-Glühung unterzogen und abgekühlt
werden.
[0010] In einer Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird Ch.rompulver mit einem
Pulver eines oder mehrerer der Metalle aus der Gruppe Ru, Rh, Ir und Pt und mit Kohlenstoffpulver
in einem Verhältnis das den Formeln

oder aus diesen sich ergebenden Mischformeln entspricht, gemischt und das Gemisch
nach dem Pressen zur Bildung eines intermediär enstehenden Carbids geschmolzen oder
bei Temperaturen über den Zerfallstemperaturen der jeweiligen mehrkomponen
tigen Carbide gesintert.
[0013] Eine andere erfindungsgemäße Verfahrensweise zur Herstellung einer Hartlegierung
gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
a) ein Pulver eines vorgefertigten Carbids eines Übergangsmetalles aus einer der Gruppen
4A, 5A oder 6A mit einem Pulver eines Ubergangsmetalles aus einer der Gruppen 4A,
5A oder 6A und mit einem Pulver des Metalles Re oder eines der Platinmetalle in stöchiometrischem
Verhältnis, das Carbiden mit 2 oder mehr Metallkomponenten entspricht, gemischt wird,
b) das Pulvergemisch aus a) zu Preßlingen gepreßt wird,
c) die Preßlinge bei Temperaturen von 1575 K oder darüber, jedoch in jedem Einzelfall
bei Temperaturen oberhalb der Zerfallstemperatur des jeweiligen mehrkomponentigen
Carbids geschmolzen oder gesintert und
d) danach einer Ausscheidungs- oder Homogenisierungs-Glühung unterzogen und abgekühlt
werden.
[0014] In allen Fällen wurde nach dem Schmelz- oder Sintervorgang eine Ausscheidungsglühung
durchgeführt. Auf diese Weise konnten Legierungen hergestellt werden, die sich durch
feinstverteilte Carbide in einer festen, zähen und korrosionsbeständigen Metallmatrix
auszeichnen. Als Carbide kommen insbesondere Chrom-, Molybdän- und Wolframcarbide
in Frage; als Metallphase Legierungen auf der Basis von (Pt-Cr), (Pt-Mo), (Pt-W),
(Pd-Cr), (Pd-Mo), (Pd-W), (Ru-Cr), (Ru-Mo), (Ru-W) bzw. anderer Platinmetalle mit
Cr, Mo und W.
[0015] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß ternäre Hochtemperaturcarbide erhalten
werden, die beim Abkühlen oder bei Wärmebehandlung bei mittleren Temperaturen (ca.
1273 K bis 1575 K) in eine Carbidphase und eine feste Platinmetall-Legierung zerfallen.
Die Wärmebehandlung läßt sich so steuern, daß äußerst feinkörnige Gefügestrukturen
mit gleichmäßiger Carbidverteilung entstehen. Dies bringt eine hohe Härte und Festigkeit
mit sich und ist die Grundlage für günstiges Verschleißverhalten. Beispielsweise weist
eine Hartlegierung mit 63 Vol.-% Metallphase und 37 Vol.-% Carbid (Mo
2C) so noch eine Härte von 1060 HV auf und, nach dem Rißlängen-Verfahren zu schließen,
eine sehr hohe Zähigkeit.
[0016] Die erfindungsgemäßen Hartlegierungen stellen feinkörnige Verbundwerkstoffe dar mit
einer Gesamtzusammensetzung aus dem Viereck a-b-c-d in Fig. 1 bestehend aus einer
Carbidphase und Metallegierungen mit den in Fig. 1 angegebenen Komponenten. Wesentlicher
Bestandteil der Erfindung ist ferner die Herstellungsmethode: Durch Hochtemperatursinterung
oder Erschmelzung wird ein ternäres Carbid hergestellt, welches bei tieferen Temperaturen
zum Zerfall in eine binäre Carbidphase und eine binäre Metallphase gebracht wird.
[0017] Folgende Tabelle zeigt Zusammensetzungen solcher ternärer Carbidphasen mit Übergangsmetallen
der 6. Gruppe, deren Zerfall erfindungsgemäß genutzt wird.
[0018] Ternäre kubisch flächenzentrierte Carbide der Übergangsmetalle Cr, Mo und W mit Rhenium
und Platinmetallen

[0019] Jedoch können auch erfindungs gemäße Hartlegierungen in dem in Fig. 1 bezeichneten
Bereich mit anderen Übergangsmetallen der Gruppen 4A, 5A und 6A und den genannten
Platinmetallen hergestellt werden.
[0020] Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger Ausführungsbeispiele, die die Erfindung
jedoch nicht einschränken sollen, näher erläutert.
Beispiel 1:
[0021] Ein Werkstoff auf der Basis Molybdäncarbid-(Mo, Pt)Legierung wurde erhalten durch
Erschmelzen oder Sinterung oberhalb 1575 K einer Mischung von Mo/Pt/C 50/35/15 At.%.
Eine solche Probe liegt am Ende des ternären Carbids (Mo, Pt)G
~0.1 im Isothermen-Schaubild des Systems Mo-Pt-C bei 1773 K. Eine nachfolgende Glühung
bei 1373 K führte zum Zerfall gemäß den Phasenbeziehungen im Schaubild bei 1373 K
in Mo
2C und η-(Mo, Pt). Die Gehalte der metallischen bzw. der Carbidphase können nach Bedarf
variiert werden. WC-(W, Ir)-bzw. WC-(W, Pt)-Legierungen mit sehr hohen Metallgehalten
sind ebenfalls hergestellt worden.
Beispiel 2:
[0022] Eine W/Pt/C-Legierung mit 50 At.% W, 40 At.% Pt und 10 At.% C wird erschmolzen oder
bei 2273 K gesintert, schnell abgekühlt und anschließend bei Temperaturen um 1373
K homogenisiert. Feinste WC- und W
2C-Teilchen sind sodann in einer (W, Pt)-Matrix gelöst.
Beispiel 3
[0023] Eine W/Rh/C-Legierung mit 40 At.% W, 40 At.% Rh und 20 At.% C wird erschmolzen oder
bei 2273 K gesintert, schnell abgekühlt und anschließend bei 1773 K homogenisiert.
Das Mikrogefüge zeigt WC- und W2C-Partikel von etwa 1 bis 2 pm, homogen in einer (W,
Rh)-Legierung verteilt.
[0024] Verschleiß- und korrosionsbeständige Hartmetalle der angegebenen Art können in Werkzeugen
und Verschleißteilen unter besonders korrosiver (und teilweise oxidationsanfälliger)
Umgebung eingesetzt werden. Auch in der Kerntechnik ergeben sich günstige Anwendungsmöglichkeiten
infolge der Kurzlebigkeit der bei Neutronenstrahlung auftretenden Isotopen von manchen
Platinmetallen, z.B. Pt, im Gegensatz zu dem konventionellen Bindemetall Co.
1. Hartlegierung bestehend aus einem oder mehreren Hartstoffen und einer binären oder
multinären Bindemetall-Legierung, die mindestens ein Metall aus der Gruppe 8 des Periodensystems
der Elemente und/oder Rhenium enthält, dadurch gekennzeichnet, daß
a) eine feindisperse homogene Verteilung des Hartstoffes in der Bindemetall-Legierung
vorliegt,
b) die Hartstoffe aus Carbiden der Übergangsmetalle der Gruppen 4A, 5A und 6A des
Periodensystems der Elemente bestehen,
c) die Bindemetall-Legierung aus mindestens einem der Übergangsmetalle der Gruppen
4A, 5A und 6A des Periodensystems der Elemente mit Rhenium oder mindestens einem der
Platinmetalle Ru, Rh, Pd, Os, Ir, Pt, worin der Anteil des Platinmetalls bis zu 90
Atom-% durch Eisen, Kobalt oder Nickel ersetzt werden kann, besteht und
d) die Übergangsmetalle, die Bestandteile der Hartstoffe sind, die gleichen sind wie
die Übergangsmetalle in der Bindemetall-Legierung.
2. Hartlegierung gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch Hartstoff-zu-Bindemetall-Legierungs-Verhältnisse
im Bereich zwischen 90 Vol.-% Hartstoff/10 Vol.-% Bindemetall-Legierung und 5 Vol.-%
Hartstoff/95 Vol-% Bindemetall-Legierung.
3. Hartlegierung gemäß Anspruch oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Carbid eine
Zusammensetzung aufweist, die einem Ubergangsmetall-zu-Kohlenstoff-Verhältnis (Atomverhältnis)
im Bereich von 1:1 bis 2:1 entspricht.
4. Hartlegierung gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anteil des Platinmetalles in der Bindemetall-Legierung bis zu 90 At.-% durch
Eisen, Kobalt oder Nickel ersetzt ist.
5. Verfahren zur Herstellung einer Hartlegierung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß
a) ein Pulver eines Übergangsmetalls aus einer der Gruppen 4A, 5A oder 6A mit einem
Pulver des Metalles Rhenium oder eines Platinmetalls und mit Kohlenstoffpulver in
stöchiometrischem Verhältnis, das Carbiden mit 2 oder mehr Metallkomponenten entspricht,
gemischt werden,
b) das Pulvergemisch aus a) zu Preßlingen gepreßt wird,
c) die Preßlinge bei Temperaturen von 1575 K oder darüber, jedoch in jedem Einzelfall
bei Temperaturen oberhalb der Zerfallstemperatur des jeweiligen mehrkomponentigen
Carbids geschmolzen oder gesintert und
d) danach einer Ausscheidungs- oder Homogenisierungs-Glühung unterzogen und abgekühlt
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Chrompulver mit einem Pulver
eines oder mehrerer der Metalle aus der Gruppe Ru, Rh, Ir und Pt und mit Kohlenstoffpulver
in einem Verhältnis, das den Formeln

und

oder aus diesen sich ergebenden Mischformeln entspricht, gemischt wird und das Gemisch
nach dem Pressen zur Bildung eines intermediär entstehenden Carbides geschmolzen oder
bei Temperaturen über den Zerfalltemperaturen der jeweiligen mehrkomponentigen Carbide
gesintert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Molybdänpulver mit einem
Pulver eines oder mehrerer Metalle aus der Gruppe Re, Ru, Rh, Os, Ir, Pt und mit Kohlenstoffpulver
in einem Verhältnis, das den Formeln

und

oder aus diesen sich ergebenden Mischformeln entspricht, gemischt wird und das Gemisch
nach dem Pressen zur Bildung eines intermediär entstehenden Carbids, geschmolzen oder
bei Temperaturen über den Zerfallstemperaturen der jeweiligen mehrkomponentigen Carbide
gesintert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Wolframpulver mit einem
Pulver eines oder mehrerer der Metalle aus der Gruppe Ru, Rh, Os und Pt und mit Kohlenstoffpulver
in einem Verhältnis, das den Formeln

und

oder aus diesen sich ergebenden Mischformeln entspricht, gemischt wird und das Gemisch
nach dem Pressen zur Bildung eines intermediär entstehenden Carbids geschmolzen oder
bei Temperaturen über den Zerfallstemperaturen der jeweiligen mehrkomponentigen Carbide
gesintert wird.
9. Verfahren zur Herstellung einer Hartlegierung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß
a) ein Pulver eines vorgefertigten Carbids eines Übergangsmetalles aus einer der Gruppen
4A, 5A oder 6A mit einem Pulver eines Ubergangsmetalles aus einer der Gruppen 4A,
5A oder 6A und mit einem Pulver des Metalles Re oder eines der Platinmetalle in stöchiometrischem
Verhältnis, das Carbiden mit 2 oder mehr Metallkomponenten entspricht, gemischt wird,
b) das Pulvergemisch aus a) zu Preßlingen gepreßt wird,
c) die Preßlinge bei Temperaturen von 1575 K oder darüber, jedoch in jedem Einzelfall
bei Temperaturen oberhalb der Zerfallstemperatur des jeweiligen mehrkomponentigen
Carbids geschmolzen oder gesintert und
d) danach einer Ausscheidungs- oder Homogenisierungs-Glühung unterzogen und abgekühlt
werden.
1. Alliage dur constitué d'un ou plusieurs matériaux durs et d'un alliage formant
métal liant, qui contient un métal du groupe 8b du système périodique des éléments,
caractérisé en ce que:
a) il se présente sous la forme d'une répartition homogène finement dispersée de matériaux
durs dans l'alliage formant métal liant,
b) les matériaux durs sont constitués par des carbures des métaux de transition des
groupes 4A, 5A, et 6A du système périodique des éléments, et
c) les métaux liants sont constitués d'alliages solides des métaux de transition des
groupes 4A, 5A et 6A du système périodique des éléments avec du rhénium (Re) ou un
des métaux du groupe du platine (Ru, Rh, Pd, Os, Ir, Pt), dans lequel la part des
métaux du groupe du platine peut être remplacée jusqu'à 90% d'atomes par du fer, cobalt
ou nickel, et
d) les métaux de transition de même composition que les matériaux durs sont semblables
aux métaux de transition dans l'alliage du métal liant.
2. Alliage dur suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'on prévoit des
rapports entre les matériaux durs et l'alliage formant métal liant qui se situent
entre 90% en volume de matériau dur pour 10% en volume d'alliage liant, et 5% en volume
de matériau dur pour 95% en volume d'alliage formant métal liant.
3. Alliage dur suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le carbure
a une composition qui correspond à un rapport entre le métal de transition et le carbone
de l'order de 1:1 à 2:1.
4. Alliage dur suivant l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que la portion de métal du platine dans l'alliage formant métal liant est remplacée
dans une proportion qui peut atteindre 90 atomes % par du fer, du cobalt ou du nickel.
5. Procédé pour la fabrication d'un alliage dur suivant la revendication 1, caractérisé
en ce que:
a) on mélange une poudre d'un métal de transition de l'un des groupes 4B, 5B ou 6B
avec une poudre du métal rhénium ou d'un métal du platine et avec du carbone en poudre
dans un rapport stoechiomètrique qui correspond à des carbures comportant 2 composants
métalliques ou plus,
b) le mélange de poudres obtenu suivant a) est pressé en pièces moulées,
c) les pièces moulées pressées sont fondues ou frittées, à des températures de 1575
K ou plus, et, toutefois, dans tous les cas, à des températures supérieures à la température
de décomposition du carbure à composants multiples concerné,
d) elles sont soumises ensuite à une cuisson de séparation ou d'homogénéisation et
refroidies.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que l'on mélange du chrome
en poudre avec une poudre d'un ou plusieurs des métaux du groupe Ru, Rh, Ir et Pt
et avec de la poudre de carbone dans un rapport qui correspond aux formules:

et

ou à des formules mixtes ressortant de ces dernières, et, après pressage, fond ou
fritte le mélange pour obtenir la formation d'un carbure intermédiaire, à des températures
supérieures à la température de décomposition des carbures à composants multiples
concernés.
7. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que l'on mélange du molybdène
en poudre avec une poudre d'un ou plusieurs métaux du groupe Re, Ru, Rh, Os, Ir, Pt
et avec du carbone en poudre, dans un rapport qui correspond aux formules:

et

ou à des formules mixtes ressortant de ces dernières, et fond ou fritte le mélange
après l'avoir pressé, pour former un carbure intermédiaire, à des températures supérieures
à la température de dé composition du carbure à composants multiples intéressé.
8. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que l'on mélange du tungstène
en poudre avec une poudre d'un ou plusieurs des métaux du groupe Ru, Rh, Os et Pt
et avec du carbone en poudre, dans un rapport qui correspond aux formules:

et

ou à des formules mixtes ressortant de ces dernières, et fond ou fritte le mélange
après pressage pour former un carbure qui se formera de façon intermédiaire, à des
températures 'supérieures à la température de décomposition des carbures à composants
multiples intéressés.
9. Procédé pour la fabrication d'un alliage dur suivant la revendication 1, caractérisé
en ce que:
a) l'on mélange une poudre d'un carbure, préparé préalablement, d'un métal de transition
de l'un des groupes 4B, 5B ou 6B avec une poudre d'un métal de transition de l'un
des groupes 4B, 5B ou 6B et avec une poudre du métal Re ou de l'un des métaux du groupe
du platine dans un rapport stoechiométrique qui corresponde à des carbures à deux
composants métalliques ou plus,
b) on presse le mélange de poudres suivant a) en pièces pressées moulées,
c) on fond ou fritte, les pièces moulées à des températures de 1575 K ou plus, toutefois,
dans tous les cas, à des températures supérieures à la température de décomposition
du carbure à composants multiples concerné et
d) on soumet ensuite à une cuisson de séparation ou d'homogénéisation et refroidit.
1. Hard alloy comprising one or several hard phases and a binary or multi-component
binder metal alloy, said hard alloy comprising at least one metal of Group 8 of the
Periodic Table of Elements and/or rhenium, with
a) a finely dispersed homogeneous distribution of the hard phase present in said binder
metal alloy;
b) the hard phases comprising carbides of the transition metals of Groups 4A, 5A and
6A of the Periodic Table of Elements;
c) the binder metal alloy comprising at least one of the transition metals of Groups
4A, 5A and 6A of the Periodic Table of Elements with rhenium or at least one of the
platinum metals Ru, Rh, Pd, Os, lr, Pt, the proportion of platinum metal being replaceable
up to 90 atom percent by iron, cobalt or nickel; and
d) the transition metals which are constituents of the hard phases, being the same
as the transition metals in the binder metal alloy.
2. Hard alloy according to Claim 1 wherein the ratio of hard phase to binder metal
alloy is in a range from 90 vol.% hard phase to 10 vol.% binder metal alloy to 5 vol.%
hard phase to 95 vol.% binder metal alloy.
3. Hard alloy according to Claim 1 or 2, wherein said carbide has a composition which
corresponds to a transition metal to carbon ratio (atomic ratio) in a range from 1:1
to 2:1.
4. Hard alloy according to one of the foregoing claims, wherein the proportion of
platinum metal in the binder metal alloy is replaced up to 90 at.% by iron, cobalt
or nickel.
5. Method for producing a hard alloy according to Claim 1, comprising
a) forming a powder mixture of a transition metal of one of Groups 4A, 5A or 6A and
a powder of the rhenium metal or a platinum metal and a carbon powder in stoichiometric
proportions which corresponds to carbides comprising two or more metal components;
b) pressing the powder mixture from a) to form pressed bodies;
c) melting or sintering the pressed bodies at a temperature of 1575 K or above, but
in each individual case at temperatures above the decomposition temperature of said
multi-component carbide; and
d) subsequent subjecting to precipitation or homogenization annealing followed by
cooling.
6. Method according to Claim 6, wherein said powder mixture is formed from chromium
powder, a powder of one or several of the metals of the Group Ru, Rh, Ir and Pt, and
carbon powder in a ratio which corresponds to the formulas

and

or resulting from these mixing formulas, and the mixture, after pressing to form an
intermediate carbide, is molten or sintered at temperatures above the decomposition
temperatures of the respective multi-component carbides.
7. Method according to Claim 6, wherein said powder mixture is formed from molybdenum
powder, a powder of one or several metals of the Group Re, Ru, Rh, Os, Ir, Pt, and
carbon powder in a ratio corresponding to the formulas

and

or resulting from these mixing formulas, and the mixture, after pressing to. form
an intermediate carbide, is molten or sintered at temperatures above the decomposition
temperatures of the respective multi-component carbides.
8. Method according to Claim 6, wherein said powder mixture is formed from tungsten
powder, a powder of one or several of the metals of the Group Ru, Rh, Os and Pt, and
carbon powder in a ratio which corresponds to the formulas

and

or resulting from these mixing formulas, and the mixture after pressing to form an
intermediate carbide, is molten or sintered at temperatures above the decomposition
temperatures of the respective multi-component carbides.
9. Method for producing a hard alloy according to Claim 1, comprising
a) forming a powder mixture of a prefabricated carbide of a transition metal of one
of the Groups 4A, 5A or 6A and a powder of a transition metal of one of the Groups
4A, 5A or 6A and a powder of the Re-metal or one of the platinum metals in stoichiometric
proportions which correspond to carbides having two or more metal components;
b) pressing the powder mixture from a) to form pressed bodies;
c) melting or sintering the pressed bodies at a temperature of 1575 K or above, but
in each individual case at temperatures above the decomposition temperature of the
respective multi-component carbide; and
d) subsequently subjecting them to precipitation or homogenization annealing followed
by cooling.