[0001] Die Erfindung betrifft einen Verbundprofilstab, insbesondere für Fensterflügelrahmen,
Fensterrahmen, Fassaden mit einem inneren und einem äußeren Teilprofilstab, die beide
durch im Abstand voneinander angeordnete Verbinder aus einem wärmeisolierenden Material
miteinander verbunden sind, wobei die Verbinder als zwei in Nuten der Teilprofilstäbe
verhakte stegartige Zwischenstücke ausgebildet sind, die durch mindestens ein zwischen
ihnen eingesetztes Teilstück auseinandergedrückt und in den Nuten der Teilprofilstäbe
verspannt sind und bei welchem Verbundprofilstab die wärmeisolierenden Luftkammern
zweckmäßig durch Leisten oder Bänder abgedeckt sind, wobei die Zwischenstücke und
das keilförmige Teilstück im Querschnitt.des Verbundprofilstabes mehrstufig keilförmig
ausgebildet sind und die Keilstufen in den Längsansichten der Zwischenstücke und des
Teilstückes schräg ansteigen, um das Verspannen der Zwischenstücke in den Nuten der
Teilprofilstäbe durch Verschieben des Teilstückes entlang der Keilstufen zu ermöglichen
(EP 0 004 666).
[0002] Bei dieser Ausführung hat sich gezeigt, daß durch die Verschiebung des Teilstückes
und die notwendige Verschiebesicherung der Verbinder auf beiden Seiten in den Teilprofilstäben
relativ viel Raum benötigt wird, der anderwärtig nicht ausgenutzt werden kann. Andererseits
kann den verschärften Wärmeschutzbestimmungen nur dadurch Rechnung getragen werden,
daß der Zwischenraum zwischen den Teilprofilstäben vergrößert und damit die dazwischenliegenden
Kunststoffteile verlängert werden.
[0003] Dies kann ohne Verbreiterung des Gesamtprofils erfindungsgemäß dadurch erreicht werden,
daß zwei gegenläufige Teilstücke, die durch Abreißstege miteinander verbunden sind,
vorgesehen sind.
[0004] Durch die dadurch erfolgte Aufspaltung des Teilstückes ist es möglich, in dem Raum
dazwischen die Verschiebesicherung platzsparend anzuordnen und den Verschiebeweg zu
begrenzen.
[0005] Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform eines Verbundprofilstabes im Querschnitt,
Fig. 2 einen Längsschnitt hierzu,
Fig. 3 Teilprofilstäbe vor dem Einsetzen der Verbinder, perspektivisch dargestellt,
Fig. 4 einen Querschnitt in der Mitte durch die Verbinder,
Fig. 5 perspektivische Ansichten der einzusetzenden Teile in auseinandergezogener
Darstellung veranschaulicht,
Fig. 6 eine Ansicht vor dem Einschieben der Zwischenstücke,
Fig. 7 eine Zusammenstellung nach dem Einschieben,
Fig. 8 einen Querschnitt durch die Anordnung der Verschiebesicherung und die Keilstufen
in beiden Verbindern,
Fig. 9 diese Keilstufe nur in einem der Verbinder,
Fig. 10 eine andere Ausführungsform mit sich nach innen verschiebenden Zwischenstücken
im Querschnitt,
Fig. 11 diese Anordnung in Seitenansicht vor dem Einschieben der Zwischenstücke,
Fig. 12 und 13 eine Front- und Seitenansicht dieser Anordnung nach dem Einschieben
der Zwischenstücke.
[0006] Wie man aus der Zeichnung erkennen kann, werden zwei Teilprofilstäbe 17 und 18 aus
Metall durch zwei Verbinder 1, 2 aus Kunststoff formschlüssig miteinander verbunden,
indem zwischen die Verbinder-Zwischenstücke 1, 2 keilförmige Teilstücke 3a, 3b, von
der Seite in Längsrichtung der Teilprofilstäbe 17, 18 gesehen, eingetrieben werden,
welche durch ihre Verschiebung entlang der Keilstufen 4 (Fig. 5) sich voneinander
entfernen und die Zwischenstücke dabei seitwärts in Nuten der Teilprofilstäbe 17,
18 drücken, so daß eine feste Verbindung geschaffen wird. Zum luftdichten Abschluß
dienen seitlich angeordnete Gummidichtungsleisten 19, 20. Sowohl die Zwischenstücke
1, 2, als auch die Teilstücke 3a, 3b sind aus wärmeisolierendem Kunststoff gefertigt,
wobei die Teilstücke 3a, 3b einstückig mit Abreißstegen 11, 12 (Fig. 5, 6) an beiden
Enden hergestellt sind. Diese Abreißstege werden erst nach dem Zusammenstellen und
Einschieben der Teilstücke 3a, 3b getrennt, wenn sie sich beim Aufgleiten auf den
Keilstufen 4, 5 voneinander entfernen. Der vordere Abreißsteg 11 wird dabei in eine
Nut 8 (Fig. 5) der Zwischenstücke eingelegt und bleibt nach dem Abreißen in dieser
liegen. Um die Zwischenstücke 1, 2 gegen relatives Längsverschieben zueinander zu
sichern, sind in der Mitte zwischen den Keilstufen 4, 5 des einen Zwischenstückes
eine Nut 7 und des anderen Zwischenstückes eine in diese hineinpassende Feder 6 angeordnet.
Es kann auch eine Lochstiftverbindung vorgesehen werden.
[0007] Die Anordnung ist infolge dieser Konstruktionsdetails sehr kompakt und leicht zu
handhaben, da die Einzelteile ineinander eingreifen und daher als Einheit zwischen
die Teilprofilstäbe eingesetzt werden können und sie nimmt auch in verspannter Lage
keinen größeren Raum ein, da die Teilstücke nicht über die Zwischenstücke seitwärts
vorstehen. Die Keilstufen 4, 5 können sowohl in beiden Zwischenstücken 1, 2 angeordnet
sein (Fig. 8), als auch nur in einem Zwischenstück 2 gemäß Fig. 9. Während bei der
Ausführung nach den bisherigen Figuren beim Einschieben der Teilstücke diese nach
außen wandern, werden bei der Ausführung gemäß den Fig. 10 bis 13 die Teilstücke 13a,
13b nach innen verschoben, indem sie auf den Keilstufen 14, 15, die zusammenlaufen,
zueinander geführt werden. Auch hier werden dabei AbreißstEge 21, 22 an Sollbruchstellen
abgerissen. Die Teilstücke 13a, 13b sind dabei so ausgespart, daß zwischen ihnen noch
die Nut-Federverbindung 6, 7 Platz findet.
1. Verbundprofilstab, insbesondere für Fensterflügelrahmen, Fensterrahmen, Fassaden
mit einem inneren und einem äußeren Teilprofilstab 17, 18, die beide durch im Abstand
voneinander angeordnete Verbinder aus einem wärmeisolierenden Material miteinander
verbunden sind, wobei die Verbinder als zwei in Nuten der Teilprofilstäbe (17, 18)
verhakte stegartige Zwischenstücke (1, 2) ausgebildet sind, die durch mindestens ein
zwischen ihnen eingesetztes Teilstück (3, 13) auseinandergedrückt und in den Nuten
der Teilprofilstäbe verspannt sind und bei welchem Verbundprofilstab die wärmeisolierenden
Luftkammern zweckmäßig durch Leisten (19, 20) oder Bänder abgedeckt sind, wobei die
Zwischenstücke (1, 2) und das keilförmige Teilstück (3, 13) im Querschnitt des Verbundprofilstabes
mehrstufig keilförmig ausgebildet sind und die Keilstufen (4, 5) in den Längsansichten
der Zwischenstücke und des Teilstückes schräg ansteigen, um das Verspannen der Zwischenstücke
in den Nuten der Teilprofilstäbe (17, 18) durch Verschieben des Teilstückes entlang
der Keilstufen zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gegenläufige Teilstücke
(3a, 3b bzw. 13a, 13b), die durch Abreißstege (11, 12 bzw. 21, 22) miteinander verbunden
sind, vorgesehen sind.
2. Verbundprofilstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilstufen (4,
5) in Einschubrichtung der Teilstücke (3a, 3b) divergieren (Fig. 1 bis 8).
3. Verbundprofilstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilstufen (14,
15) in Einschubrichtung der Teilstücke (13a, 13b) konvergieren (Fig. 10 bis 13).
4. Verbundprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Keilstufen (4, 5 bzw. 14, 15) nur an einem der beiden Zwischenstücke (1, 2) ausgebildet
sind (Fig. 9).
5. Verbundprofilstab nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die gegenseitige Verschiebesicherung der Zwischenstücke (1, 2) als Nut- und Federverbindung
(6, 7) oder Zapfenlochverbindung in der Mitte zwischen den Keilstufen (4, 5 bzw. 14,
15) angeordnet ist.