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EP 0 046 464 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.05.1984 Patentblatt 1984/21 |
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Anmeldetag: 27.08.1980 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: B65D 35/50 |
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Sicherheitsbehälter
Security container
Récipient de securité
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.03.1982 Patentblatt 1982/09 |
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Anmelder: AHK Alkohol Handelskontor GmbH & Co. KG |
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D-4780 Lippstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Schuster, Wilhelm, Ing.
D-6000 Frankfurt/M. (DE)
- Stahl, Jürgen, Ing.
D-6000 Frankfurt/M. (DE)
- Wegner, Wilhelm
D-6000 Frankfurt/M. (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schulze, Ilse et al |
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Patentanwältin
Bergstrasse 49 69120 Heidelberg 69120 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsbehälter mit flexiblen, komprimierbaren Behälterwandungen,
insbesondere zum Ausgeben von leicht entflammbaren Flüssigkeiten, dessen Öffnung mit
einem fest auf einem Behälteransatz sitzenden Sicherheitsverschluß und einer abnehmbaren
Abdeckkappe verschlossen ist, der Sicherheitsverschluß aus einem durch Verkleinerung
des Innenraumes des Behälters betätigbaren, membrangesteuerten Kegelventil besteht,
wobei die Membran eine mittige, durch einen Dichtrand begrenzte Ausnehmung aufweist,
durch die ein Ventilkegel gesteckt ist, an dem der Dichtrand anliegt, und die ferner
an einem Rand eines zylindrischen Membranträgers angeformt ist, dessen der Membran
abgekehrter Randab- . schnitt auf dem Behälteransatz dichtend aufgesetzt ist.
[0002] Ein selbsttätig schließender Tubenverschluß mit den genannten Merkmalen ist aus der
DE-B-1 486 228 bekannt. Eine solche Tube ist zur Ausgabe von pastösem oder hochviskosem
sowie flüssigem oder niedrigviskosem Gut vorgesehen, wobei je nach Füllgut die Vorspannung
einer als Membran dienenden verformbaren Kappe eingestellt wird. Zur Entnahme des
Füllgutes wird auf die Tubenwandung ein Druck ausgeübt. Dabei wird die Vorspannung
der Kappe überwunden, der elastische Bereich der Kappe gibt nach und der Rand der
Aussparung des Stutzens hebt sich von der Sitzfläche am Dorn ab. Bei Nachlassen des
Druckes auf die Tubenwandung geht die Kappe in ihre ursprüngliche Lage zurück.
[0003] Ein solcher Tubenverschluß ist wohl selbsttätig schliessend. Er ist aber nicht geeignet,
als Sicherheitsverschluß bei der Ausgabe von leicht entflammbaren Flüssigkeiten, wie
Alkohol oder Benzin, verwendet zu werden. Wenn aus der Tube, bzw. einem mit einem
ähnlichen Verschluß versehenen Behälter keine Flüssigkeit mehr entnommen werden soll
und der Druck auf die Behälterwand nachläßt, entsteht im Innenraum der Tube bzw. des
Behälters ein Unterdruck, der durch Einströmen von Luft bzw. eines durch Verdunsten
von Flüssigkeit im Behälter gebildeten entzündbaren Luft-Gas-Gemisches ausgeglichen
wird. Dies ist der Zustand, bei dem die Gefahr besteht, daß die Flamme in das Behälterinnere
zurückschlägt und eine Explosion verursacht. Schwere Verbrennung und Verletzungen
sind nicht selten die Folge.
[0004] Aus der FR-A-1 535 749 ist ein mit flexiblen, komprimierbaren Wandungen versehener
Behälter bekannt, dessen Ausgabeloch als Düse dient, die mit einer entsprechend geformten
Schraubverschlußkappe bei Nichtgebrauch verschlossen ist. Zur dosierten Ausgabe sind
in den gegenüberliegenden Wandungen des Behälters Einbuchtungen vorgesehen, durch
die eine Dosierung der auszugebenden Flüssigkeitsmenge möglich ist. Aber auch ein
solcher Behälter mit einem kleinen praktisch als Düsenöffnung dienenden Ausgabeloch
bietet nicht die erforderliche Sicherheit bei der Ausgabe leicht brennbarer Flüssigkeiten.
Zum Ausgeben wird die Flüssigkeit mit Druck in einer dosierten Menge durch die Düse
gepresst. Der im Behälter erzeugte Überdruck verhindert dabei für die Dauer des Entnahmevorganges
das Eindringen von Luft in den Behälter, so daß erst hinter der Austrittsöffnung ein
brennbares Flüssigkeits-Luft-Gemisch entsteht. Wenn aber der Druck auf die elastischen
Behälterwände nachläßt und diese in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren, entsteht
im Innenraum des Behälters ein Unterdruck und es tritt die weiter oben beschriebene
Situation auf. Die Dosierungsmöglichkeit durch die Einbuchtungen in den Behälterwänden
ändert an der Wirkung nichts.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen . Sicherheitsbehälter der eingangs genannten
Art zu schaffen, dessen Sicherheitsverschluß ein Rückschlagen der Flamme in das Behälterinnere
in jedem Fall verhindert und der unmittelbar nach Aufheben des Druckes auf die Behälterwand
verzögerungsfrei schließt, auch wenn im Behälterinneren Unterdruck herrscht.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Sicherheitsbehälter der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß die mittige Ausnehmung begrenzende Wand der Membran sich in dem Behälterinneren
abgewandter Richtung konisch verjüngend und axial nach außen abstehend in Form einer
Manschette hochgezogen ist und dichtend am Ventilkegel anliegt, der seinerseits auf
einer in axialer Richtung federnd nachgebenden, mit Aussparungen versehenen und im
Membranträger eingepaßten Rinplatte angeordnet ist.
[0007] Zweckmäßige Weiterbildungen des Sicherheitsbehälters gemäß Anspruch 1 sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0008] Der erfindungsgemäße Sicherheitsbehälter ist so ausgelegt, daß beim Entleeren des
Behälterinhalts in ein offenes Feuer oder auf eine über den Entzündungspunkt der Flüssigkeit
erhitzte Oberfläche, die Flamme nicht in den Behälter zurückschlägt. Bei einem solchen
Sicherheitsbehälter wird nach Aufheben des Druckes auf die Behälterwände das Kegelventil
durch die entsprechende Vorspannung der Membran verzögerungsfrei geschlossen. Die
Membran wird zweckmäßig so stark vorgespannt, daß der Sicherheitsverschluß auch bei
senkrecht nach unten gerichteter Behälteröffnung durch den Druck der Flüssigkeitssäule
allein nicht geöffnet wird. Da die Membran sofort nach Beendigung des Ausgabevorgangs
schließt, bleiben sowohl der im Behälterinneren nunmehr herrschende Unterdruck als
auch die zur Entnahme der Flüssigkeit erfolgte Verformung der Behälterwandung zunächst
bestehen, auch wenn der Behälter aus der Hand gelegt wird. Das Eindringen eines entflammbaren
Luft-Gas-Gemisches in das Behälterinnere ist somit ausgeschlossen und eine mögliche
Explosionsgefahr gebannt. Um den Druckausgleich im Behälterinneren herbeizuführen,
wird der Ventilkegel des Kegelventils leicht nach innen gedrückt, wobei die Membran
vom Dichtsitz gelöst wird. Dabei entsteht zwischen dem Ventilkegel und der Membran
ein Durchlaß, durch den Luft eintritt, bis der Druckausgleich erfolgt ist. Da dieser
Vorgang durch manuellen Druck auf die Ventilkegelspitze erfolgt, befindet sich der
Behälter naturgemäß im sicheren Abstand von einer offenen Flamme, so daß ein Rückschlag
und damit eine ungewollte Entzündung praktisch ausgeschlossen ist.
[0009] Der erfindungsgemäße Sicherheitsverschluß für den Sicherheitsbehälter vereinigt somit
die Funktionen eines vom Behälterinneren her beaufschlagbaren Sperrventils mit denen
eines handbetätigten Belüftungsventils.
[0010] Die nötige Vorspannung der Membran und das zum Abheben vom Ventilkegel erforderliche
Bewegungsspiel kann von konzentrisch um die Ausnehmung bzw. die Manschette angeordneten
Membranwellen aufgebracht werden. Bei Verwendung eines ausreichend elastischen Membranmaterials
ist aber die Ausgestaltung einer ebenen Membranfläche ebenso möglich. Zur Entnahme
der Flüssigkeit wird die Manschette der Membran durch den von außen ausgeübten Druck
im Behälterinneren erzeugten Überdruck von ihrem Dichtsitz auf dem Ventilkegel abgehoben.
Diese schließt aber sofort nach Aufheben des Druckes von außen. Durch den in axialer
Richtung federnd gelagerten Ventilkegel kann dieser zur Herstellung des Druckausgleichs
nach innen gedrückt und dabei leicht von der dichtenden Membran gelöst werden. Eine
zusätzliche Sicherung des nicht in Gebrauch befindlichen Behälters bietet die Abdeckkappe,
die die Membran an den Ventilkegel andrückt und vorzugsweise auch dichtend auf einem
Randabschnitt der Membran aufsitzt.
[0011] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen :
Figur 1 eine Vorderansicht des erfindungsgemässen Behälters ;
Figur 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, des Behälters gemäss Fig. 1 ;
Figur 3 eine vergrösserte Schnittansicht des Sicherheitsverschlusses des Behälters
; und
Figur 4 eine Draufsicht auf einen Schnitt durch den Sicherheitsverschluss des Behälters
entlang der Linie A-B in Fig. 3.
[0012] Der Behälter 1 besteht aus einem flexiblen Kunststoff und ist in seiner Form so gestaltet,
dass er leicht mit einer Hand greifbar und komprimierbar ist. Die dargestellte Ausführungsform
ist ein flacher Behälter, der etwa in halber Höhe eine einen sicheren Griff gewährleistende
Einschnürung aufweist. Jede andere, beispielsweise rechteckige oder rotationssymmetrische
Gestaltung ist aber ebenso möglich.
[0013] Am auslaufseitigen Ende des Behälters 1 verengt sich dessen Wandung 2 zu einem Ansatz
4, der den offenen Hals des Behälters bildet und sich in zwei annähernd zylindrischen
Stufen 5 und 6 zum Auslauf hin verengt. Der Ansatz 4 dient als Halterung und Führung
für den als Kegelventil 7 ausgestalteten Sicherheitsverschluss und für eine Abdeckkappe
8. Auf der Aussenseite der dem Auslauf abgewandten Ansatzstufe 5 ist zu diesem Zweck
eine den Ansatz 4 schraubenförmig umlaufende Rastnase 9 mit vorzugsweise abgerundeter
Oberfläche angeformt, die in eine entsprechend gestaltete Nut 10 an der Abdeckkappe
8 formschlüssig eingreift. Die Abdeckkappe 8 ist durch diese Schraubenführung auf
den Absatz 4 aufsetzbar und mit einer Drehbewegung arretierbar.
[0014] Die Aussenseite der dem Auslauf zugewandten Ansatzstufe 6 ist als Träger einer oder
mehrerer den Ansatz 4 ringförmig umgreifender Schnappnasen 11 ausgebildet. Auf diese
Schnappnasen 11 ist von der Auslaufseite her ein zylindrischer Membranträger 12 aufgeschoben,
dessen Innenwand ringförmige Ausnehmungen aufweist, in die die Schnappnasen 11 formschlüssig
und dichtend eingreifen. Die Aufschiebtiefe des Membranträgers 12 wird von einer ringförmig
in der zylindrischen Wand 13 dieses Membranträgers ausgenommenen Stufe 14 begrenzt,
die an der Oberkante 15 des Ansatzes 4 bündig aufliegt. Durch einen solchen Schnappverschluss
wird ein unbeabsichtigtes Lösen des Membranträgers 12 vom Behälter 1 ausgeschlossen
und auch die willkürliche Demontage des Sicherheitsverschlusses möglichst erschwert.
[0015] Am oberen freien Rand des Membranträgers 12 ist eine dessen offene Seite bedeckende
Membran 16 angeformt, die eine mittige, kreisförmige Ausnehmung 17 aufweist. Um diese
Ausnehmung 17 sind konzentrisch verlaufende Wellen 18 ausgeformt. Der Rand der Ausnehmung
17 kann als solcher als -Dichtrand ausgelegt. sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Membran 16 an dieser Ausnehmung 17 konisch nach aussen gegen den Auslauf hochgezogen
und bildet eine zum Auslauf hin sich verjüngende Manschette 19, die dichtend an dem
durch die Ausnehmung 17 gesteckten Ventilkegel 20 anliegt. Der Ventilkegel 20 und
die Manschette 19 der Membran 16 wirken in der Funktion als Sicherheitsverschluss
für den Behälter 1 zusammen.
[0016] Der Ventilkegel 20 ist in axialer Richtung elastisch federnd gelagert. Als Halterung
und Träger für den Ventilkegel 20 dient ein zylindrisches Formstück 21, das mit seinem
dem Auslauf abgekehrten Rand 22 auf der Oberkante 15 des Behälters 1 aufliegt und
von dessen oberer Randkante radiale Träger 23 nach innen gezogen sind. Die Wand 13
des Membranträgers 12 bildet ein Gehäuse, in das das Formstück 21 mit Paßsitz eingesetzt
ist. Das Formstück 21 wird durch den als Überwurf aufgesetzten Membranträger 12 in
seiner Position auf dem Behälter fixiert.
[0017] Der Ventilkegel 20 ist als Nabe an der Stoßstelle der Träger 23 des Formstücks mittig
angeordnet und durch die speichenartig verlaufenden Träger 23 mit Bewegungsspiel in
axialer Richtung federnd gelagert. In der dargestellten Ausführungsform (Fig. 4) sind
drei in einem Winkelabstand von 120° angeordnete Träger 23 vorgesehen, die dem Formstück
21 eine dreizählige Symmetrie bezüglich der Ventilkegelachse verleihen.
[0018] In der Winkelmitte zwischen je zwei Trägern 23, also wiederum um jeweils 120° versetzt,
sind an der Randkante des zylindrischen Teiles des Formstücks 21 nach oben gegen die
Unterseite der Membran 16 gerichtet, drei Zapfen 24 angeformt. Die Spitzen 25 dieser
Zapfen 24 enden in einem geringen Abstand unterhalb der Membran 16, so dass sie diese
im Ruhezustand nicht berühren. Durch Wahl einer geeigneten Materialstärke sind die
Zapfen 24 im Gegensatz zu den Trägern 23 im wesentlichen starr. Die Zapfen dienen
als Anschlag und begrenzen die Bewegung der Membran 16 in axialer Richtung.
[0019] In der Wandung 2 des Behälters 1 sind vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende,
in das Behälterinnere gerichtete Einbuchtungen 3 ausgeformt, die eine zum Druck auf
die Behälterwandung 2 zwecks Entnahme von Flüssigkeit besonders geeignete Stelle markieren.
Jede Einbuchtung 3 gestattet von der Grösse her den Eingriff mindestens einer Fingerkuppe.
Wird die Behälterwandung 2 an den Einbuchtungen 3 zusammengedrückt, verringert sich
das Innenvolumen des Behälters um eine bestimmte Menge, die durch den relativen Abstand
der Behälterwände bestimmt und durch eine Anschlagstellung, bei der sich die Behälterwände
in der Einbuchtung 3 an ihrer Innenseite berühren, begrenzt ist. Durch Fingerdruck
auf die Einbuchtungen 3 der Behälterwandung 2 lässt sich also die auszugebende Flüssigkeitsmenge
genau dosieren. Am Behälter 1 können einzelne Einbuchtungen, mehrere, praktischerweise
verschieden grosse Ausgabevolumina definierende Einbuchtungen oder Paare derartiger
Einbuchtungen vorgesehen sein. Selbstverständlich kann aber auch auf jeden beliebigen
anderen Teil der Behälterwandung 2 Druck ausgeübt und dabei Flüssigkeit ausgegeben
werden.
[0020] Die Bauteile des erfindungsgemässen Behälters 1 wirken wie folgt zusammen. Durch
Zusammendrücken der Wandung 2 wird innerhalb des Behälters 1 ein Überdruck erzeugt,
der die mit entsprechender Vorspannung an den Ventilkegel 20 andichtende Manschette
19 der Membran 16 vom Ventilkegel 20 abhebt. Das dazu erforderliche Bewegungsspiel
wird von den konzentrischen Balgwellen 18 der Membran 16 aufgebracht. Durch das Abheben
der Membran 16 öffnet sich an der Dichtfläche zwischen Manschette 19 und Ventilkegel
20 ein Ringspalt, durch den die Flüssigkeit aus dem Behälter 1 austreten kann. Die
Flüssigkeit strömt durch die im Formstück 21 zwischen den Trägers 23 und Zapfen 24
verbliebenen Aussparungen an dem Ventilkegel 20 entlang durch den Ringspalt und vereinigt
sich spätestens an der entsprechend geformten Spitze 26 des Ventilkegels 20 zu einem
sich dort ablösenden, einheitlichen Strahl.
[0021] Sinkt bei Beendigung des Entleervorganges der im Behälter aufgebaute Überdruck unter
eine durch die Vorspannung der Membran 16 bestimmte Schwelle, so legt sich die Manschette
19 dichtend an den Ventilkegel 20, schliesst verzögerungsfrei den Ringspalt und verhindert
so das Einströmen eines möglicherweise entzündungsfähigen Gas-Luft-Gemisches in den
Behälter. Der bei Nachlassen des manuellen Druckes auf die Wandung 2 im Behälterinneren
entstehende Unterdruck wird nicht selbsttätig, sondern nur durch ein handbetätigtes
Belüften des Behälters ausgeglichen. Zu diesem Zweck wird der Ventilkegel 20 an seiner
über die Manschette 19 hinausragenden Spitze 26 axial gegen die Federkraft der Träger
23 niedergedrückt. Die am Ventilkegel 20 dichtend ansitzende Membran 16 trifft dabei
auf die Zapfen 24, die die axiale Mitbewegung der Membran 16 begrenzen, die Manschette
19 vom Ventilkegel 20 abheben und dadurch den Behälter 1 belüften. Nach erfolgtem
Belüften, das schon durch einen kurzen Druck auf die Spitze 26 des Ventilkegels 20
erreicht wird, federt dieser dank der elastischen Träger 23 in seine dichtende Stellung
zurück.
[0022] Die dargelegte Funktion des Sicherheitsverschlusses trennt also den Vorgang der Flüssigkeitsausgabe
aus dem Behälter 1 in der zeitlichen Folge von dem des Druckausgleichs und verhindert
so wirkungsvoll das Ansaugen heisser Flammgase in ein explosibles Gas-LuftGemisch.
Mit dem erfindungsgemässen Behälter kann eine leicht entflammbare Flüssigkeit bedenkenlos
in ein offenes Feuer gesprüht werden.
[0023] Das manuelle Belüften des Behälters wird am einfachsten durch einen Griff an die
Behälteröffnung und deshalb ganz automatisch weitab jeder Gefahrenquelle durchgeführt.
Eine unabsichtliche Fehlbedienung ist ausgeschlossen.
[0024] Durch die Anordnung von Einbuchtungen 3 in der Behälterwandung 2 wird ferner eine
Überdosierung der ausgegebenen Flüssigkeit vermieden.
[0025] Einen weiteren Sicherheitsfaktor stellt die Gestaltung der Abdeckkappe 8 dar, die
den Behälter 1 während des Transports oder längerer Lagerzeit verschliesst. Auf der
Innenseite der Deckplatte 27 der Abdeckkappe 8 ist mittig und koaxial ein zylindrischer
Stutzen 28 angeformt, der über die Spitze 26 des Ventilkegels 20 passt, wobei die
Innenkante 29 des Stutzens 28 die Manschette 19 der Membran 16 übergreift. Beim Aufschrauben
der Abdeckkappe 8 auf den Ansatz 4 drückt die Innenkante 29 auf die Manschette 19
und arretiert die Membran 16 in einer dichtend gegen den Ventilkegel 20 gepressten
Position. Der Sicherheitsverschluss 7 ist dadurch in seiner Schließstellung fixiert
und der Behälter 1 gegen Auslaufen geschützt.
[0026] An der Innenwand 20 der Abdeckkappe 8 ist weiterhin eine ringförmige Stufe 31 angeformt,
die bei aufgesetzter Abdeckkappe 8 den oberen Rand der Wand 13 des Membranträgers
12 berührt. Beim Verschrauben der Abdeckkappe 8 auf dem Ansatz 4 drückt sich die Stufe
31 an dieser Stelle dichtend an den Membranträger 12 und trennt den von der Abdeckkappe
8 umschlossenen Raum hermetisch von der Aussenwelt ab. Sollte also einmal durch groben
Druck auf die Behälterwandung 2, aussergewöhnlich hohe Temperaturen oder Beschädigung
des Sicherheitsverschlusses Flüssigkeit aus dem Behälter 1 treten, so verbleibt sie
eingekapselt unter der Abdeckkappe 8. Die Stufe 31 dient zugleich als Arretierung,
die ein zu tiefes Aufschrauben der Abdeckkappe 8 auf den Behälter 1 verhindert.
[0027] Der erfindungsgemässe Behälter garantiert durch die Möglichkeit einer genauen Mengendosierung,
den Sicherheitsverschluss mit Rückschlagsperre und die dichtende Abdeckkappe einen
gefahrlosen Umgang mit leicht entflammbaren Flüssigkeiten. Alle Behälterbauteile sind
einfach und wirtschaftlich herzustellen. Im Vergleich zu ungesicherten Spritzflaschen
nach dem Stand der Technik wird nur ein zusätzliches Formteil benötigt.
1. Sicherheitsbehälter (1) mit flexiblen, komprimierbaren Behälterwandungen, insbesondere
zum Ausgeben von leicht entflammbaren Flüssigkeiten, dessen Öffnung mit einem fest
auf einem Behälteransatz sitzenden Sicherheitsverschluß und einer abnehmbaren Abdeckkappe
(8) verschlossen ist, der Sicherheitsverschluß aus einem durch Verkleinerung des Innenraumes
des Behälters betätigbaren, membrangesteuerten Kegelventil (7) besteht, wobei eine
Membran (16) eine mittige, durch einen Dichtrand begrenzte Ausnehmung (17) aufweist,
durch die ein Ventilkegel (20) gesteckt ist, an dem der Dichtrand anliegt, und die
ferner an einem Rand eines zylindrischen Membranträgers angeformt ist, dessen der
Membran abgekehrter Randabschnitt auf dem Behälteransatz dichtend aufgesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die die mittige Ausnehmung (17) begrenzende Wand der Membran
(16) sich in dem Behälterinneren abgewandter Richtung konisch verjüngend und axial
nach außen abstehend in Form einer Manschette (19) hochgezogen ist und dichtend am
Ventilkegel (20) anliegt, der seinerseits auf einer in axialer Richtung federnd nachgebenden,
- mit Aussparungen versehenen und im Membranträger (12) eingepaßten Ringplatte angeordnet
ist.
2. Sicherheitsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkegel
(20) als Nabe der Ringplatte angeordnet ist und die Ringplatte in Form von speichenartig
geführten Trägern (23) ausgebildet ist, die mit einer oberen Randkante eines zylindrischen
Formstückes (21) verbunden sind, das mit Paßsitz in den Membranträger (12) unterhalb
der Membran (16) eingesetzt ist.
3. Sicherheitsbehälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Axialbewegung
der durch den federnd gelagerten Ventilkegel (20) abgestützten Membran (16) durch
einen Anschlag begrenzt ist.
4. Sicherheitsbehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Anschlag für
die Membran (16) an die Ringplatte angeformte, nach oben gegen die Membran (16) gerichtete,
im wesentlichen starre Zapfen (24) vorgesehen sind.
5. Sicherheitsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Membran (16) mit um die mittige Ausnehmung (17) konzentrisch verlaufenden Welle
(18) ausgebildet ist.
6. Sicherheitsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dichtend an
dem Ventilkegel (20) anliegende Manschette (19) der Membran (16) durch eine über den
Sicherheitsverschluß gestülpte, aus einem zylindrischen Mantel und einer Deckplatte
(27) bestehenden Abdeckkappe (8) mit einem von der Innenseite der Deckplatte (27)
abstehenden, über die Au- ßenseiten der Manschette (19) übergreifenden Stutzen (28)
an den Ventilkegel (20) angedrückt ist.
7. Sicherheitsbehälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenwand
(30) des zylindrischen Mantels der Abdeckkappe (8) eine Stufe (31) vorgesehen ist,
die dichtend auf einem Randabschnitt der Membran (17) aufsitzt.
8. Sicherheitsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Behälterwandungen
(2) mindestens eine in das Behälterinnere gerichtete Einbuchtung (3) aufweist, die
beim Zusammendrücken der Behälterwandungen (2) bis zur Berührung der gegenüberliegenden
Behälterwandung eindrückbar ist.
9. Sicherheitsbehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei
fluchtende Einbuchtungen (3) an einander gegenüberliegenden Behälterwandungen (2)
vorgesehen sind.
1. A safety container (1) with flexible compressible container walls, more particularly
for the dispensing of easily inflammable materials, the opening of which is closed
by a safety closure firmly seated on a container projection, and a removable cover
cap (8), the safety closure consisting of a diaphragm controlled conical valve (7)
actuated by reduction of the internal volume of the container, a diaphragm (16) of
said valve having a centrally disposed opening (17) with a sealing rim through which
a valve cone (20) extends and against which the sealing rim engages, and which furthermore
has a cylindrical diaphragm carrier formed on a margin thereof, the margin section
remote from the diaphragm sealingly engaging the container extension, characterized
in that the wall of the diaphragm (16) having the central opening (17) is conically
tapered in the direction towards the container interior and is raised up outwardly
in the form of a collar (19) and sealingly engages on the valve cone (20), which for
its part is arranged on an annular plate fitted resiliently yieldably in the diaphragm
carrier (12) and provided with cutouts.
2. A safety container according to claim 1, characterized in that the valve cone (20)
is arranged as the hub of the annular plate and the annular plate is constructed in
the form of spoke- like supports (23) which are connected with the upper margin edge
of a cylindrically shaped piece (21) which is snugly seated in the diaphragm carrier
(12) below the diaphragm (16).
3. A safety container according to claim 1 and 2, characterized in that the axial
movement of the diaphragm (16) abutting against the resiliently supported valve cone
(20) is limited by an abutment.
4. A safety container according to claim 3, characterized in that an essentially rigid
stop (24) is formed on the annular plate and, extending upwardly towards the diaphragm
(16), is provided as an abutment for the diaphragm (16).
5. A safety container according to claims 1 to 4, characterized in that the diaphragm
(16) is formed with corrugations extending concentrically about the central opening
(17).
6. A ,safety container according to claim 1, characterized in that the collar (19)
of the diaphragm (16) disposed sealingly against the valve cone (20) is pressed against
the valve cone (20) by a projection (28) at the interior of the top plate (27) of
a closure cap (8) which is inverted over the safety closure, the closure cap (8) having
the top plate (27) and a cylindrical sleeve.
7. A safety container according to claim 6, characterized in that a step (31) is provided
in the inner wall (30) of the cylindrical sleeve of the closure cap 8, and is sealingly
seated on a rim section of the diaphragm (17).
8. A safety container according to claim 1, characterized in that one of the container
walls (2) has at least one depression (3) directed into the interior of the container,
which can be pressed into contact with the oppositely disposed container wall when
squeezing together the container walls (2).
9. A safety container according to claim 8, characterized in that at least two aligned
depressions (3) are provided on relatively oppositely disposed container walls (2).
1. Récipient de sécurité (1) avec parois flexibles pouvant être comprimées, notamment
pour la délivrance de liquides facilement inflammables, dont l'ouverture est obturée
avec un dispositif de fermeture de sécurité, monté sur un appendice du récipient,
et un capuchon de couvercle (8) amovible, le dispositif de fermeture de sécurité consistant
en une soupape à cône (7) commandée par membrane, actionnée par réduction du volume
intérieur du récipient, la membrane (16) présentant au centre un évidement (17) délimité
par un bord d'étanchéité, à travers lequel est enfiché un cône de soupape (20) contre
lequel s'applique le bord d'étanchéité de l'ouverture, et qui s'appuie en outre par
sa forme contre un bord d'un support de membrane cylindrique, dont la portion de bord
éloignée de la membrane s'applique à étanchéité sur l'appendice du récipient, récipient
caractérisé en ce que la paroi de la membrane (16) qui délimite l'évidement central
(17) se prolonge, en direction opposée à l'intérieur du récipient, avec rétrécissement
conique, axialement vers l'extérieur sous la forme d'une manchette (19) qui s'applique
à étanchéité sur le cône de soupape (20), lequel est disposé, pour sa part, sur une
plaque annulaire à élasticité de ressort en direction axiale, pourvue d'évidements
et s'adaptant dans le support de membrane (12).
2. Récipient de sécurité suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le cône
de soupape (20) est disposé comme moyeu de la plaque annulaire et celle-ci a la forme
de bras de support en étoile (23) qui sont reliés avec une arête de bord supérieure
d'une pièce moulée de forme cylindrique (21), laquelle est logée dans un siège adapté
du support de membrane (12), au-dessous de la membrane (16).
3. Récipient de sécurité suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce
que le déplacement axial de la membrane (16), soutenue par le cône de soupape (20)
monté élastiquement, est limité par une butée.
4. Récipient de sécurité suivant la revendication 3, caractérisé en ce que, comme
butée pour la membrane (16), sont prévus des axes essentiellement rigides (24) formés
sur la plaque annulaire et. dirigés vers le haut contre la membrane (16).
5. Récipient de sécurité suivant l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que la membrane (16) est constituée d'ondulations qui s'étendent concentriquement
autour de l'évidement central (17).
6. Récipient de sécurité suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la manchette
(19) de la membrane (16) qui est appliquée à étanchéité sur le cône de soupape (20)
est appliquée sur le cône de soupape, par un capuchon de couvercle (8), consistant
en une enveloppe cylindrique et une plaque de couvercle (27), emmanché par-dessus
le dispositif de fermeture, et qui s'appuie sur le cône de soupape (20) avec une pièce
d'appui (28) saillante sur la face intérieure de la plaque de couvercle (27) et engagée
par-dessus les bords extérieurs de la manchette (19).
7. Récipient de sécurité suivant la revendication 6, caractérisé en ce que, dans la
paroi intérieure (30) de l'enveloppe cylindrique du capuchon de couvercle (8), est
prévu un épaulement décroché (31) qui s'appuie, à joint étanche, sur une portion de
bord de la membrane (17).
8. Récipient de sécurité suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente
dans l'une de ses parois (2), au moins un renfoncement (3) dirigé vers l'intérieur
du récipient, qui, lors de la compression des parois (2) peut être enfoncé jusqu'à
son contact avec la paroi opposée du récipient.
9. Récipient de sécurité suivant la revendication 8, caractérisé en ce que, au moins
deux renfoncements alignés entre eux (3) sont prévus dans des parois (2) du récipient
se faisant face.