[0001] Die Erfindung geht aus von einer Teleskopschiene mit den im Oberbegriff des Anspruchs
1 bzw. des Anspruchs 7 angegebenen Merkmalen. Bei dieser aus der DE-PS 23 07 041 bekannten
Teleskopschiene sind die beiden Schienenpaare mit Abstand übereinander angeordnet
und durch ein im Querschnitt Z-förmiges Profilblech miteinander verbunden, dessen
nach oben ragender Schenkel an der einen Teilschiene der Innenschiene und dessen nach
unten ragender Schenkel an der anderen Teilschiene der Innenschiene fest angebracht
ist und in dessen diese beiden Schenkel verbindenden Steg in einer in der Mitte des
Profilblechs angeordneten Ausnehmung eine Rolle mit ungefähr waagerechter Achse gelagert
ist, deren Lauffläche auf der Unterseite der oberen Außenschiene und zugleich auf
der Oberseite der unteren Außenschiene abrollt und dadurch deren Bewegung synchronisiert.
Die Vorzüge dieser Teleskopschiene sind in gewissen Anwendungsfällen mit Nachteilen
verknüpft. So ist die bekannte Schiene sehr schmal und beansprucht daher nur eine
geringe Einbaubreite. Dieser Vorteil ist jedoch durch eine große Einbauhöhe der Teleskopschiene
erkauft. Das Z-förmige Profilblech der bekannten Teleskopschiene ermöglicht in gewissem
Ausmaß einen Ausgleich von seitlichen Einbaumaßtoleranzen, die insbesondere bei Holzmöbeln
ein Problem sind, indem die beiden Schienenpaare um den Steg des Profilbleches ein
wenig elastisch ausgelenkt werden können. Die damit verbundene Einbuße an Eigensteifigkeit
der Teleskopschiene kann sich nachteilig auswirken bei Anwendungen, in denen die Teleskopschiene
hohen Gewichtsbelastungen ausgesetzt ist; dieser Fall tritt häufiger bei Stahlmöbeln
auf, die in der Regel recht maßgenau sind, sodaß auf die toleranzausgleichende Wirkung
des Z-förmigen Profilblechs verzichtet werden kann.
[0002] Aus der US-PS 3 679 275 ist eine dreigliedrige Teleskopschiene bekannt, bei der die
Innenschiene aus vier Teilschienen besteht, die paarweise Rücken an Rücken unter Zwischenfügen
eines Verbindungsblechs miteinander verbunden sind, und zwar sind die beiden Paare
mit Abstand übereinander angeordnet. Jede der inneren Teilschienen trägt kugelgelagert
eine äußere Teilschiene, und je zwei auf einer gemeinsamen Seite des mittleren Verbindungsblechs
liegende äußere Teilschienen sind durch ein äußeres Verbindungsblech miteinander zu
einer einheitlichen Außenschiene verbunden. Zur Synchronisierung der Auszugsbewegung
der Außenschienen in bezug auf die Innenschiene ist in dem Zwischenraum zwischen dem
oberen und dem unteren Teilschienenpaar der Innenschiene im mittleren Verbindungsblech
eine Aussparung vorgesehen und darin mit senkrechter Drehachse eine Rolle gelagert,
deren Mantelfläche gleichzeitig auf der Innenseite der beiden äußeren Verbindungsbleche
abrollt. Diese Teleskopschiene ist zwar für hohe Gewichtsbelastung geeignet, sie ist
jedoch aufwendig im Aufbau und besitzt sowohl eine große Einbauhöhe als auch Einbaubreite.
[0003] Demgegenüber ist es die Aufgabe der Erfindung, mit möglichst geringem Aufwand eine
hinreichend steife und vielseitig einsetzbare dreigliedrige Teleskopschiene zu schaffen,
bei der nach wie vor eine Synchronisierung der beiden Außenschienen in bezug auf die
Innenschiene möglich ist.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Teleskopschiene mit den im Anspruch 1
bzw. im Anspruch 7 angegebenen Merkmalen.
[0005] Unter einem Zugglied wird ein Gegenstand verstanden, der auf Teleskopschienen gelagert
ausgezogen und eingeschoben werden soll, vor allem Schübe in Möbeln, Küchen, Archiven
u. dgl.. Üblicherweise wird die Teleskopschiene mit ihrer einen Außenschiene unverschieblich
an der Seitenwand eines Schrankes, Schreibtisches oder sonstigen Möbelstücks (allgemein
auch als Kabinett bezeichnet) befestigt, in welchem das Zugglied untergebracht werden
soll; die zweite Außenschiene wird dann seitlich am Zugglied befestigt.
[0006] Unter einer Laufschiene wird jedes hinreichend steife Gebilde verstanden, welches
eine ebene Fläche besitzt, auf der die Rolle der Teleskopschiene abrollen kann. Die
Laufschiene ist im übrigen an das jeweilige Zugglied angepaßt, welches an der Teleskopschiene
befestigt werden soll.
[0007] Zwar wäre es auch möglich, jene Außenschiene, auf der die Rolle unmittelbar abrollt,
mit dem Zugglied und die zweite Außenschiene mittelbar über eine Laufschiene an der
Seitenwand eines Kabinetts zu befestigen, in welchem das Zugglied untergebracht werden
soll, jedoch würden dann die Vorteile der Erfindung nicht voll ausgenützt, d.h. es
läge eine verschlechterte Benutzung der Erfindung vor. Die Kabinettwand ist nämlich
üblicherweise plan und erfordert keine Anpassung an die daran zu befestigende Außenschiene
über ein Zwischenteil, während andererseits wegen der Vielgestaltigkeit der Zugglieder
dort eine Anpassung der anderen Außenschiene an das Zugglied sehr oft nötig ist. Z.B.
zeigt die DE-OS 23 07 041 einen Montagewinkel, der mit einem Schenkel an einem Schubfach
befestigt wird und mit seinem anderen Schenkel auf der oberen Außenschiene lose aufliegt
und durch einen Schnellspannverschluß lediglich gegen Verschieben und Abheben gesichert
ist. Die Erfindung verwendet mit Vorteil als Laufschiene für die Rolle ein Teil, welches
zugleich der Anpassung an das Zugglied dient.
[0008] Durch die Anordnung der mittleren Teilschienen und damit auch der Außenschienen gemäß
Anspruch 1 nebeneinander wird die Teleskopschiene in sich steifer als dies bei Anordnung
der Teilschienen übereinander möglich ist und wird zugleich ihre Einbauhöhe reduziert.
[0009] Durch die Anordnung der Teilschienen nebeneinander ist es nun nicht mehr wie bei
der aus der DE-PS 23 07 041 bekannten Teleskopschiene möglich, die Rolle für die Synchronisierung
unmittelbar zwischen den beiden Außenschienen vorzusehen. Die Erfindung löst dieses
Problem elegant dadurch, daß sie die Rolle unmittelbar auf der einen Außenschiene
- vorzugsweise auf ihrer Oberseite - abrollen läßt wie bisher auch, und daß die zur
Synchronisierung der beiden Außenschienen nötige Verbindung zu der anderen, zweiten
Außenschiene mittelbar über eine gesonderte Laufschiene erfolgt, auf welcher die Rolle
ebenfalls abrollt und welche mit dem Zugglied gekoppelt ist, welches seinerseits mit
der zweiten Außenschiene gekoppelt ist. Die Erfindung vermeidet dabei jedoch eine
aufwendige Konstruktion, wie sie aus der US-PS 3 679 275 bekannt ist. Insbesondere
ist die Rolle leicht und bequem zu montieren und jederzeit leicht zugänglich.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Der
Gegenstand des Anspruchs 2 hat den Vorteil, daß die Rolle in dem stufenförmigen Absatz
geschützt, aber dennoch sehr gut zugänglich angeordnet ist. Zur Erzielung eines guten
Reibungsschlusses besitzt die Rdle vorzugsweise und in an sich bekannter Weise eine
gummielastische Lauffläche und die Schienen, auf denen die Rolle abrollt, haben zweckmäßig
eine aufgerauhte, z.B. eine geriffelte Oberfläche. Der Kontakt mit der Laufschiene,
welche mit der zweiten Aussenschiene gekoppelt ist, kann dadurch hergestellt werden,
daß diese Laufschiene unter dem Gewicht des Zuggliedes oder auf andere Weise unter
Druck auf der Rolle aufliegt, wozu diese vorzugsweise die seitlich daneben angeordnete
zweite Laufschiene überragt, und zwar vorzugsweise nur um ein so geringes Maß, daß
die gummielastische Auflage der Rolle soweit zusammengedrückt (Anspruch 3) und/oder
die Rolle soweit gegen Federkraft verschoben werden kann (Anspruch 4), daß die Laufschiene
noch auf der seitlich neben der Rolle liegenden zweiten Außenschiene zur Anlage kommen
kann, und zwar auf der Oberseite der zweiten Außenschiene, während die Rolle zugleich
auf der Oberseite der ersten Außenschiene aufliegt (Anspruch 20).
[0011] Es wäre jedoch auch möglich, die Teleskopschiene so zu montieren, daß die Rolle an
der Unterseite der einen (bei einem Versatz der inneren Teilschienen an der Unterseite
der oberen) Außenschiene, welche auch das Zugglied trägt, abrollt, während die andere(untere)
Außenschiene und eine Winkelschiene, deren seitlich abstehender Schenkel der Unterseite
der Rolle anliegt, an der Seitenwand des Kabinettes befestigt werden. Eine derartige
Montage nützt die Vorteile der Erfindung jedoch nicht voll aus, da mit der an der
Kabinettwand zu befestigenden Winkelschiene ein weiteres Teil benötigt wird.
[0012] Vorzugsweise sind die beiden inneren Teilschienen auf den beiden Seiten eines Z-förmigen
Profilblechstreifens befestigt, weil durch die Z-Form die Stabilität der Teleskopschiene
erhöht wird (Anspruch 5), wobei die beiden Schenkel des Z-Profilblechstreifens weder
in der Höhe noch seitlich über den Bereich der Außenschienen hinausragen sollten,
um die Einbauhöhe und die Einbaubreite der Teleskopschiene nicht zu erhöhen (Anspruch
6). Die Rolle ist bei dieser Ausbildung des Profilblechstreifens in einer Ausnehmung
- vorzugsweise in der Mitte - eines der Schenkel des Profilblechstreifens angeordnet
und dadurch zusätzlich geschützt.
[0013] Bei der zweiten Lösung gemäß Anspruch 7 werden die Außenschienen und die beiden Kugelrinnenpaare
der Innenschiene nicht nebeneinander, sondern ineinander angeordnet, wobei die Kugelrinnen
der Innen-und Außenschienen sämtlich übereinander, vorzugsweise in derselben vertikalen
Ebene liegend, angeordnet sind. Auf diese Weise vermindert man gegenüber der aus der
DE-PS 2 307 041 bekannten Schiene die Einbauhöhe, ohne die Einbaubreite nennenswert
zu erhöhen.Diese neue Teleskopschiene ist sehr kompakt und besitzt hohe Eigensteifigkeit.
[0014] Durch die Anordnung der Schienen ineinander ist es nicht mehr wie bei der aus der
DE-PS 2 307 041 bekannten Teleskopschiene möglich, die Rolle für die Synchronisierung
unmittelbar zwischen den beiden Außenschienen vorzusehen. Die Erfindung löst auch
bei der zweiten Lösungsvariante dieses Problem elegant dadurch, daß sie die Rolle
unmittelbar auf der einen Außenschiene - vorzugsweise auf ihrer Oberseite - abrollen
läßt wie bisher auch, und daß die zur Synchronisierung der beiden Außenschienen nötige
Verbindung zu der anderen zweiten Außenschiene mittelbar über eine gesonderte Laufschiene
erfolgt, auf welcher die Rolle ebenfalls abrollt und welche mit dem Zugglied gekoppelt
ist, welches seinerseits mit der zweiten Außenschiene gekoppelt ist. Die Erfindung
vermeidet dabei jedoch eine aufwendige Konstruktion, wie sie aus der US-PS 3 679 275
bekannt ist. Insbesondere ist die Rolle leicht und bequem zu montieren und jederzeit
leicht zugänglich.
[0015] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung nach der zweiten Lösungsvariante sind
Gegenstand der Unteransprüche des Anspruchs 7.
[0016] Anspruch 8 beschreibt die bevorzugte Orientierung der Kugelrinnen der Innenschiene.
Bei dieser Anordnung wird der Aufbau der Schiene besonders einfach. Die erste Außenschiene
besitzt bei Verwendung einer solchen Innenschiene Kugelrinnen, die mit ihren konkaven
Seiten einander zugewandt sind, während die zweite Außenschiene Kugelrinnen besitzt,
deren konkave Seiten in entgegengesetzte Richtungen weisen. Die erste Außenschiene
übergreift die Innenschiene und die zweite, niedrigere Außenschiene liegt mit ihren
Kugelrinnen innerhalb der Innenschiene, wird von dieser also umgriffen. Die Innenschiene
kann aus zwei starr miteinander verbundenen Teilschienen bestehen, deren die Kugelrinnen
verbindenden Stege etweder nebeneinander (Ansprüche 9 und 10) oder übereinander (Ansprüche
11 bis 13) angeordnet sind. Besonders bevorzugt wird jedoch die Teleskopschiene gemäß
Anspruch 14, deren Innenschiene einstückig aus entsprechend geformtem Profilmaterial
hergestellt werden kann.
[0017] Im Sinne der Erfindung wird zur Erzielung einer geringen Einbauhöhe der Abstand der
Kugelrinnen der Innenschiene möglichst gering gewählt (Anspruch 15), vorzugsweise
so, daß die Kugelrinnen paarweise Rücken an Rücken aneinander anliegen (Anspruch 16).
[0018] Die dem Zugglied angepaßte Laufschiene kann im einfachsten Fall eine zweischenklige
Winkelschiene sein, welche mit einem Schenkel an dem Seitenteil des Zuggliedes befestigt
wird, während der andere Schenkel nach Art eines Stützflansches seitlich absteht und
der Rene aufliegt (Anspruch 22). Die Laufschiene kann aber auch integraler Bestandteil
des Zuggliedes sein ; z.B. kann einer aus Kunststoff einstückig geformten Schublade
beidseits ein seitlich abstehender Stützflansch angeformt werden, der der Rolle aufliegt
(Anspruch 21).
[0019] Die Befestigung des Zuggliedes ist auf vielgestaltige Weise möglich. Das Zugglied
wird im einfachsten Fall starr an der Laufschiene befestigt und diese mit ihrem seitlich
abstehenden Stützflansch auf die Rolle und die zweite Außenschiene aufgelegt und auf
letzterer gegen Verschieben gesichert, z.B. durch an sich bekannte Schnellspannverschlüsse,
die ein Abgleiten und Abheben der Laufschiene von der Außenschiene verhindern, im
übrigen aber ein gewisses seitliches Spiel ermöglichen (Anspruch 23).
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen schematisch
dargestellt.
Figur 1 zeigt in der Seitenansicht eine Schublade mit geringfügig ausgezogener Teleskopschiene,
Figur 2 zeigt eine Ansicht wie in Figur 1, jedoch mit stärker ausgezogener Teleskopschiene,
Figur 3 zeigt die Ansicht III-III auf einen Randbereich der Rückseite der Schublade
mit Teleskopschiene gemäß Fig. 1,
Figur 4 und 5 zeigen eine Ansicht wie in Figur 3 jedoch mit anders gestalteten Schubladen,
Figur 6 zeigt eine Ansicht analog Figur 2 mit einer Teleskopschiene aus ineinander
angeadneten Gliedern, und
Figur 7 zeigt die Ansicht VII-VII auf die Rückseite der Schublade mit Teleskopschiene
aus Fig. 6.
[0021] In den verschiedenen Figuren sind gleiche oder einander entsprechende Teile mit übereinstimmenden
Bezugszahlen bezeichnet.
[0022] Die in Figur 1 bis 3 dargestellte Teleskopschiene besteht aus einer zusammengesetzten
Innenschiene 2 und zwei Außenschienen 1 und 3. Die Innenschiene 2 besteht aus einem
langgestreckten, im Querschnitt Z-förmigen Profilblechstreifen 20, an dessen Steg
beidseits je eine Teilschiene 24, 25, die mit ihren Rücken einander zugewandt sind,
befestigt, vorzugsweise aufgeschweißt sind, und zwar sind die beiden Teilschienen
24 und 25 nicht in gleicher Höhe, sondern um einen Abstand versetzt angeordnet. Der
Versatz ist geringfügig kleiner als der Durchmesser der Rolle 4. Die Teilschienen
24 und 25 bestehen in bekannter Weise aus einem Metallprofilstreifen mit einem planen
Steg und davon abstehenden Kugelrinnen 26, deren konkave Seiten nach oben und unten
voneinander fortweisend angeordnet sind.
[0023] Jede der inneren Teilschienen 24 und 25 trägt eine der Aussenschienen 1 und 3, die
ebenfalls jeweils aus einem Metallprofilstreifen mit einem planen Steg und daran anschließenden
Kugelrinnen 27 bestehen; die Kugelrinnen 27 sind mit ihren konkaven Seiten einander
und den Kugelrinnen 26 der Teilschiene 24 bzw. 25, die sie umgreifen, zugewandt. In
den Zwischenräumen zwischen den Kugelrinnen 26 und 27 bewirken Kugeln 28, die in einem
nicht dargestellten Kugelkäfig gehalten sind, eine präzise und leichtgängige Lagerung
und Führung der Außenschienen 1 und 3 auf der Innenschiene 2.
[0024] Umbördelungen 29, 30 an den Endrändern der Außenschienen 1 und 3, die in Fig. 1 und
2 dargestellt sind, wurden in den Figuren 3 bis 5 aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht gezeichnet.
[0025] In einer Ausnehmung 9 mitten im oberen waagerechten Schenkel 22 des Z-förmigen Profilblechstreifens
20 ist mit waagerechter Drehachse 10 eine Rolle 4 vorgesehen, deren Drehachse 10 am
Steg 21 des Profilblechstreifens 20 unverschieblich gelagert ist.
[0026] Die Rolle 4 besitzt einen Mantel (Lauffläche) aus Gummi und liegt mit leichtem Andruck
unmittelbar auf der Oberseite der ersten (unteren) Außenschiene 3 auf.
[0027] Die Schublade 5 ist einstückig aus Kunststoff geformt und in ihrer Gestalt an die
Teleskopschiene angepaßt, und zwar besitzt sie in iher Seitenwand eine Ausnehmung
11, in welcher sie mit Spiel die zweite, obere Außenschiene 1 aufnimmt. Der obere
Abschluß der Ausnehmung 11 wird durch einen Stützflansch 6 gebildet, der auf der Oberseite
der Rolle 4 aufliegt und als Laufschiene für die Rolle 4 dient. Die Verbindung der
Schublade 5 mit der oberen, zweiten Außenschiene 1 erfolgt z.B. durch Verschrauben
oder durch Aufrasten auf die Außenschiene 1 oder durch Schnellspannverschlüsse; es
genügt, daß die Schublade 5 gegen Gleiten auf der Außenschiene 1 in Zugrichtung 12
gesichert ist.
[0028] Bei unbelasteter Schublade 5 weist der Stützflansch 6 einen geringen Abstand von
der Oberseite der oberen Außenschiene 1 auf. Bei belasteter Schublade kann der Gummimantel
der Rolle 4 komprimiert werden, bis der Stützflansch 6 auf der Oberseite der Außenschiene
1 aufliegt, wodurch die Belastung der Rolle 4 begrenzt bleibt.
[0029] Die untere (erste) Außenschiene 3 ist an der Seitenwand eines nicht dargestellten
Kabinetts zu befestigen, in welchem die Schublade 5 untergebracht werden soll. Die
untere Außenschiene 3 ist also das unbewegliche Glied der Teleskopschiene.
[0030] Die Fig. 1 und 2 zeigen, daß durch die Rolle 4 die Relativbewegungen der Außenschienen
1 und 3 bezogen auf die Lage der Innenschiene 2 synchronisiert werden, d.h. bei der
momentanen Auszugslänge S
3 = S
1 + S
2 mit S
1 als der Auszuglänge zwischen der Innenschiene 2 und der unteren Außenschiene 3 und
mit S
2 als der Auszugslänge zwischen der Innenschiene 2 und der oberen Außenschiene 1 ist
stets S
1 = S
2, sodaß die drei Glieder 1,2,3 der Teleskopschiene stets gleichzeitig ihre Endanschläge
erreichen.
[0031] Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom vorhergehenden
Ausführungsbeispiel dadurch, daß die Schublade 5' anders gestaltet und nicht zur unmittelbaren
Auflage auf die Teleskopschiene geeignet ist. Dies geschieht vielmehr mittels einer
im Querschnitt Z-förmigen Winkelschiene 13, welche seitlich an der Schublade 5' befestigt
ist, dort mit ihrem Steg 14 anliegt und mit ihrem unteren Schenkel 15 in eine zur
Seite offene Nut 16 im Schubladenboden eingreift, während der obere Schenkel 7 der
Winkelschiene 13 nach Art eines Stützflansches seitlich absteht und auf der Rolle
4 und der Oberseite der oberen Außenschiene 1 aufliegt und dort gegen Verschieben
in Zugrichtung gesichert ist.
[0032] Das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel
darin, daß als Schublade eine Blechschublade 5" vorgesehen ist, die an ihrer i.w.
planen Seitenfläche eine aufgeschweißte einfache Winkelschiene 17 zur Bildung eines
seitlich abstehenden Stützflansches 8 besitzt, der auf der Rolle 4 und der Oberseite
der oberen Außenschiene 1 aufliegt und dort gegen Verschieben in Zugrichtung gesichert
ist.
[0033] Die in Fig. 6 und 7 dargestellte-Teleskopschiene unterscheidet sich von der zuvor
beschriebenen dadurch, daß die drei Glieder der Teleskopschiene nicht nebeneinander,
sondern ineinander angeordnet sind. Die Innenschiene 2a besteht aus einem planen Steg
41, der zwei einander zugewandte, mittlere Kugelrinnen 35 und 36 verbindet, welche
sich nach oben bzw. unten in eine obere Kugelrinne 31 und eine untere Kugelrinne 32
fortsetzen, welche in entgegengesetzte Richtungen gewandt sind. In der oberen und
unteren Kugelrinne 33 bzw. 34 läuft auf Kugeln 28 die erste Außenschiene 3a, welche
aus einem planen Steg 39 und zwei einander zugewandten Kugelrinnen 31 und 32 besteht,
die die Innenschiene 2a zwischen sich aufnehmen. In den mittleren Kugelrinnen 35 und
36 der Innenschiene 2a läuft auf Kugeln 28 die zweite, niedrigere Außenschiene 1a,
welche aus einem planen Steg 40 und zwei in entgegengesetzte Richtungen weisenden,
den mittleren Kugelrinnen 35 und 36 zugewandten Kugelrinnen 37 und 38 besteht. Die
Innenschiene 2a und die beiden Außenschienen 1a und 3a sind einstückig aus Profilmaterial
geformt.
[0034] Die beiden Stege 39 und 40 der Außenschienen 1a und 3a liegen an den beiden Außenseiten
der Teleskopschiene. Der Steg 39 der ersten Außenschiene 3a wird an einer nicht eingezeichneten
Kabinettwand befestigt, während der Steg 40 der zweiten Außenschiene 1a an der Seite
einer Schublade 5a oder dergl. Zugglied anliegt. Die Schublade 5a ist in üblicher
Weise gegen Verschieben in Zugrichtung 12 relativ zur zweiten Außenschiene 1a gesichert.
[0035] Zur Synchronisierung der Bewegung der beiden Außenschienen 1a und 3a relativ zur
Innenschiene 2a ist seitlich an der Innenschiene 2a am Übergang zwischen der oberen
Kugelrinne 33 und der angrenzenden mittleren Kugelrinne 35 ein Arm 42, z.B. ein Blechstreifen,
befestigt, welcher senkrecht nach oben ragt und mit waagerechter Drehachse 10 eine
Rolle 4 trägt, welche auf der Oberseite der ersten Außenschiene 3a, d.h. auf der Außenseite
der Kugelrinne 31, abrollt. Auf der Rolle 4 liegt wie im Beispiel der Fig. 3 ein seitlich
von der Schublade 5a abstehender Stützflansch 6a auf, der als Laufschene dient. Anstelle
eines solchen Stützflansches 6a können natürlich z.B. auch Winkelschienen zum Einsatz
kommen, wie sie in Fig. 4 und 5 dargestellt sind.
1. Dreigliedrige Teleskopschiene für Zugglieder mit einer Innenschiene und zwei zu
beiden Seiten auf dieser Innenschiene auf Kugeln gelagerten und in Zugrichtung verschieblichen
Außenschienen, bei der die Innenschiene aus zwei starr miteinander verbundenen, mit
ihren Rückseiten in entgegengesetzte Richtungen weisenden Teilschienen besteht und
bei der zur Synchronisierung der Gleitbewegungen der beiden Außenschienen in bezug
auf die Innenschiene eine Rolle vorgesehen ist, deren i.w. waagerecht und quer zur
Zugrichtung liegende Drehachse bezogen auf die Innenschiene unverschieblich gelagert
ist und deren Lauffläche einerseits auf der ersten der beiden Außenschienen unmittelbar
aufliegt und zugleich andererseits kraftschlüssig auf die zweite Außenschiene einwirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Teilschienen (24,25) der Innenschiene (2) mit einander
zugewandten Rückseiten nebeneinander angeordnet sind und daß die Rolle (4) auf die
zweite Außenschiene (1) mittelbar über eine von der Teleskopschiene abnehmbare, in
ihrer Gestalt an das jeweilige Zugglied (5, 5', 5") angepaßte und relativ zum Zugglied
(5, 5', 5") unverschiebliche Laufschiene (6,7,8) einwirkt.
2. Teleskopschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilschienen (24,25)
der Innenschiene (2) und mit ihnen die beiden Außenschienen (1,3) in der Röhe zueinander
versetzt, jedoch einander überlappend angeordnet sind und daß die Rolle (4) in einem
der beiden durch diesen Versatz gebildeten stufenförmigen Absätze angeordnet ist.
3. Teleskopschiene nach Anspruch 2, dadurch qekennzeichnet, daß die Rolle (4) eine
gummielastische Lauffläche besitzt und so angeordnet und bemessen ist, daß sie in
der Höhe die seitlich benachbarte Außenschiene (1) geringfügig überragt.
4. Teleskopschiene nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse
(10) der Rolle (4) in vertikaler Richtung gegen Federkraft verschieblich gelagert
ist und in ihrer entspannten Endlage die seitlich benachbarte Außenschiene (1) ein
wenig überragt.
5. Teleskopschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Teilschienen (24, 25) der Innenschiene (2) an den beiden gegenüberliegenden
Seiten des Steges (21) eines im Querschnitt Z-förmigen Profilblechstreifens (20) befestigt
sind und daß die Rolle (4) in einer Ausnehmung (9) eines der beiden kurzen Schenkel
(22) des Profilblechstreifens (20) angeordnet ist.
6. Teleskopschiene nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (22,
23) des Profilblechstreifens (20) nicht über die jeweilige Aussenschiene (1,3) hinausragen.
7. Dreigliedrige Teleskopschiene für Zugglieder mit einer Innenschiene und zwei auf
dieser Innenschiene auf Kugeln gelagerten und in Zugrichtung verschieblichen Außenschienen,
bei der die Innenschiene vier übereinander angeordnete Kugelrinnen besitzt, denen
die zugehörigen je zwei Kugelrinnen der beiden Außenschienen zugewandt sind und bei
der zur Synchronisierung der Gleitbewegungen der beiden Außenschienen in bezug auf
die Innenschiene eine Rolle vorgesehen it, deren 1, w. waagerecht und quer zur Zugrichtung
liegende Drehachse bezogen auf die Innenschiene unverschieblich gelagert ist und deren
Lauffläche einerseits auf der ersten der beiden Außenschienen unmittelbar aufliegt
und zugleich andererseits kraftschlüssig auf die zweite Außenschiene einwirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Außenschiene (3a) auf der oberen (33) und auf der unteren
Kugelrinne (34) der Innenschiene (2a) gelagert ist und daß die zweite Außenschiene
(1a) auf den beiden mittleren, zwischen der oberen und der unteren Kugelrinne (33,
34) liegenden Kugelrinnen (35, 36) der Innenschiene (2a) gelagert ist und daß die
Rolle (4) auf die zweite Außenschiene (1a) mittelbar über eine von der Teleskopschiene
abnehmbare, in ihrer Gestalt an das jeweilige Zugglied (5a) angepaßte und relativ
zum Zugglied (5a) unverschiebliche Laufschiene (6a) einwirkt.
8. Teleskopschiene nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mittleren Kugelrinnen
(35,36) der Innenschiene (2a) mit ihren konkaven Seiten einander zugewandt sind und
die obere (33) und die untere Kugelrinne (34) der Innenschiene (2a) mit ihren konkaven
Seiten in einander entgegengesetzte Richtungen weisen.
9. Teleskopschiene nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschiene
aus zwei unterschiedlich hohen Teilschienen besteht, die beide aus je zwei Kugelrinnen
und je einem diese Kugelrinnen verbindenden Steg bestehen, und daß die niedrigere
Teilschiene zwischen den beiden Kugelrinnen der höheren Schiene liegend angeordnet
und starr mit dieser verbunden ist.
10. Teleskopschiene nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilschienen
mit ihren Stegen aneinander anliegen.
11. Teleskopschiene nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschiene
aus zwei übereinander angeordneten Teilschienen besteht, die beide aus je zwei Kugelrinnen
und einem diese Kugelrinnen verbindenden Steg bestehen und durch einen weiteren Steg
starr miteinander verbunden sind.
12. Teleskopschiene nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Steg
die beiden senkrecht übereinander angeordneten Stege der beiden Teilschienen miteinander
verbindet.
13. Teleskopschiene nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Steg
die Längsränder der beiden benachbarten Kugelrinnen der beiden Teilschienen miteinander
verbindet.
14. Teleskopschiene nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
mittleren Kugelrinnen (35, 36) der Innenschiene (2a) einerseits durch einen Steg (41)
starr miteinander verbunden sind und sich andererseits in die obere (33) bzw. untere
Kugelrinne (34) fortsetzen.
15. Teleskopschiene nach einem der Ansprüche 7 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
obere (33) und untere Kugelrinne (34) der Innenschiene (2a) einen möglichst geringen
Abstand von der ihnen jeweils benachbarten mittleren Kugelrinne (35, 36) der Innenschiene
(2a) aufweisen.
16. Teleskopschiene nach Anspruch 8 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß die obere
(33) und die untere Kugelrinne (34) der Innenschiene (2a) mit ihrer konvexen Seite
an der konvexen Seite der ihnen jeweils benachbarten mittleren Kugelrinne (35, 36)
der Innenschiene (2a) anliegen.
17. Teleskopschiene nach Anspruch 7 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (4)
eine gummielastische Lauffläche besitzt.
18. Teleskopschiene nach einem der Ansprüche 7 - 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehachse (10) der Rolle (4) in vertikaler Richtung gegen Federkraft verschieblich
gelagert ist.
19. Teleskopschiene nach einem der Ansprüche 7 - 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rolle (4) an einem seitlich an der Innenschiene (2a) befestigten und nach oben ragenden
Arm (42) gelagert ist und auf der Oberseite der ersten (höheren) Außenschiene (3a)
abrollt.
20. Teleskopschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle (4) auf der Oberseite der ersten Außenschiene (3, 3a) abrollt.
21. Teleskopschiene nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugglied (5,5',5",
5a) mit einem seitlich abstehenden Stützflansch (6, 6a, 7, 8) zur Auflage auf die
Rolle (4) versehen ist.
22. Teleskopschiene nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß als Laufschiene
eine Winkelschiene (13, 17) mit seitlich abstehendem, zur Auflage auf die Rolle (4)
dienenden Stützflansch (7,8) vorgesehen ist.
23. Teleskopschiene nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Laufschiene (6,6a,13 17) unverschieblich an der zweiten Außenschiene (1, 1a)
befestigt ist.