[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung für einen Drallgeschoßzünder. Diese
Sicherungsvorrichtung enthält:
a) einen Rotor, der sich beim Abschuß des Geschosses aus einer Sicherheitsstellung
in eine Scharfstellung bewegen läßt und dessen Achse außerhalb der Drallachse des
Geschosses gelagert ist,
b) ein Hemmwerk, das den Rotor nach Abschuß des Geschosses in die Scharfstellung freigibt,
c) ein erstes Sicherungsorgan, das auf die Abschußbeschleunigung und auf Drall anspricht
zur Freigabe des Rotors für seine Drehung in die Scharfstellung,
d) ein zweites Sicherungsorgan, das auf den Drall des Geschosses anspricht zur Freigabe
des Rotors für seine Drehung in die Scharfstellung.
[0002] An eine Sicherungsvorrichtung für einen Zünder werden folgende Anforderungen gestellt:
Die Unterbrechung einer Zündkette im Zünder muß so ausgebildet sein, daß das erste
Glied der Zündkette bis zur Entsicherung durch mindestens eine Sperreinrichtung oder
Sicherungsvorrichtung von der Übertragungsladung und der Verstärkerladung getrennt
ist. Die Sicherungsvorrichtung muß durch mindestens zwei unabhängig voneinander arbeitende
Sicherungsorgane direkt mechanisch verriegelbar sein. Jedes Sicherungsorgan muß durch
mindestens eine auf das andere nicht einwirkende umweltbedingte Kraft betätigt werden.
Wird beim Fehlen der Sicherungs- oder Sperrvorrichtung die Zündkette nicht sicher
unterbrochen, so ist der Zünder derart auszubilden, daß ein Zusammenbau ohne Sperrglied
nicht möglich ist.
[0003] Es sind Sicherungsvorrichtungen dieser Art bekannt. Es wird insbesondere auf die
CH-A-531 159 und auf die US-A-3 985 079 hingewiesen, in denen eine Sicherungsvorrichtung
beschrieben ist, die einen Rotor aufweist, der mit einem Hemmwerk verbunden ist, das
entweder ein Uhrwerk aufweist oder durch ein Silikon-Fett gebildet wird, das die Drehung
des Rotors abbremst. Diese bekannte Vorrichtung weist ferner ein erstes Sicherungsorgan
auf, das auf die Abschußbeschleunigung anspricht sowie ein zweites Sicherungsorgan,
das auf den Drall anspricht. Nachteilig ist, daß sich der Rotor schon zu drehen beginnt,
wenn das Hemmwerk noch wirksam ist, und daß das eine Sicherungsorgan ausschließlich
auf die Abschußbeschleunigung und nicht noch zusätzlich auf den Drall anspricht.
[0004] Es ist ferner eine Sicherungsvorrichtung dieser Art bekannt (siehe DE-B-2 247 209),
die ebenfalls einen Rotor aufweist, der mit einem Hemmwerk wirkungsverbunden ist.
Der Rotor kann sich erst zu drehen beginnen, wenn das Hemmwerk abgelaufen ist. Sicherungsorgane,
die auf Abschußbeschleunigung oder Drall ansprechen und die zur Freigabe des Rotors
dienen, sind nicht vorhanden.
[0005] Es ist schließlich ein Sicherungsorgan bekannt (siehe DE-A-1 927911), das auf die
Abschußbeschleunigung und auf den Drall anspricht, zur Freigabe des Rotors für seine
Drehung in die Scharfstellung. Dieses Sicherungsorgan ist in eine Sprengkapselsicherung
eingebaut, welche jedoch kein zweites Sicherungsorgan aufweist, das ausschließlich
auf den Drall anspricht.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sicherungsvorrichtung zu schaffen,
bei der durch geeignete Kombination der einzelnen Elemente alle an eine solche Sicherungsvorrichtung
gestellten Anforderungen so weit und so gut als möglich erfüllt sind.
[0007] Die Sicherungsvorrichtung, mit der diese Aufgabe gelöst wird, ist dadurch gekennzeichnet,
- daß die Sicherungsvorrichtung in einem Gehäuse angeordnet ist, d. h. der Rotor,
das Hemmwerk, das erste und zweite Sicherungsorgan befinden sich in diesem Gehäuse
und bilden eine Baueinheit, die zwischen Verstärkerladung und Zündung des Drallgeschosses
angeordnet werden kann, und
- daß die Sicherungsorgane ebenfalls in je einem eigenen Gehäuse angeordnet sind,
die als eigene Baueinheit in das Gehäuse der Sicherungsvorrichtung eingebaut sind.
[0008] Vorteile dieser Sicherungsvorrichtung bestehen darin, daß die Sicherungsorgane vor
ihrem Einbau in die Sicherungsvorrichtung fertig montiert werden können, und daß die
Sicherungsvorrichtung vor ihrem Einbau in den Drallgeschoßzünder fertig montiert werden
kann.
[0009] Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung für einen Drallgeschoßzünder
sind im folgenden anhand der Zeichnung ausführlich beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen an sich bekannten Bodenzünder,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 von Fig. 3 durch eine Sicherungsvorrichtung
für den in Fig. 1 dargestellten Bodenzünder,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 111-111 von Fig. 2,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch ein DrallSicherungsorgan der Sicherungsvorrichtung
gemäß Fig. 2 und 3,
Fig. 5 und Fig. 6 das in Fig. 4 dargestellte DrallSicherungsorgan in verschiedenen
Stellungen,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines Beschleunigungs-Sicherungsorgans,
Fig. 8 einen Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines Beschleunigungs-Sicherungsorgans,
Fig. 9 und Fig. 10 das in Fig. 8 dargestellte Beschleunigungs-Sicherungsorgan in verschiedenen
Stellungen,
Fig. 11 einen Längsschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel eines Beschleunigungssicherungsorgans,
Fig. 12 das in Fig. 11 dargestellte Beschleunigungs-Sicherungsorgan in einer anderen
Stellung,
Fig. 13 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel der Sicherungsvorrichtung nach
Linie XVI-XVI in Fig. 14 in gesichertem Zustand, wobei der Schnitt so gelegt wurde,
daß einzelne Teile zweimal dargestellt sind,
Fig. 14 einen Schnitt nach Linie XVII-XVII, in Fig. 13 in gesichertem Zustand,
Fig. 15 denselben Schnitt nach Linie XVII-XVII, in Fig. 13 in gesichertem Zustand,
Fig. 16 denselben Schnitt nach Linie XVI-XVI wie Fig. 13 in teilweise armiertem Zustand,
Fig. 17 einen Schnitt nach Linie XX-XX wie Fig. 16, einen Schnitt nach Linie XXI-XXI
in Fig. 14 durch ein Beschleunigungssicherungsorgan in gesichertem Zustand,
Fig. 18 einen Schnitt nach Linie XXI-XXI in Fig. 14 durch ein Beschleunigungssicherungsorgan
in gesichertem Zustand,
Fig. 19 denselben Schnitt nach Linie XXI-XXI in Fig. 14 in armiertem Zustand,
Fig. 20 einen Längsschnitt durch ein Drallsicherungsorgan nach Linie XXIII-XXIII in
Fig. 16,
Fig. 21 und Fig. 22 denselben Längsschnitt durch das Drallsicherungsorgan in verschiedenen
Stellungen.
[0010] Gemäß Fig. 1 weist ein bekannter Bodenzünder ein Gehäuse 10 auf, das mit seinem Außengewinde
11 am hinteren Ende eines nicht dargestellten Geschoßkörpers eingeschraubt werden
kann. Dieses Gehäuse 10 ist durch einen Deckel 12 verschlossen, der in ein Innengewinde
13 des Gehäuses 10 eingeschraubt ist. An diesem Dekkel 12 ist eine Verstärkerladung
14 befestigt, welche in die nicht dargestellte Sprengladung im Innern des Geschoßkörpers
hineinragt. Unter dem Deckel 12 befindet sich eine Platte 15, an welcher die elektronischen
Elemente 16 des Zünders befestigt sind. Außerdem ist oberhalb der Platte 15 ein Rotor
17 mit einer Zündkapsel 18 angeordnet. Unterhalb des Rotors 17 ist eine weitere Zündkapsel
19 vorhanden. Zur Zündung dieser Kapsel 19 ist ein Stromgenerator oder ein Stromspeicher
20 vorhanden.
[0011] Der Aufbau und die Wirkungsweise des Bodenzünders gemäß Fig. 1 ist nicht neu und
der Zünder ist hier nur dargestellt und beschrieben worden, um deutlich zu machen,
wo sich der erfindungsgemäß ausgebildete Rotor 17 im Zünder befindet.
[0012] Gemäß Fig. 2 und 3 weist eine Sicherungsvorrichtung ein Gehäuse 29 auf, das durch
einen Deckel 29a verschlossen ist. Im Innern des Gehäuses 29 ist ein Rotor 21 - der
dem in Fig. 1 dargestellten Rotor 17 entspricht - um eine vertikale Achse 22 drehbar
gelagert. Der Rotor 21 enthält eine Zündkapsel 23 und einen Trägheitskörper 24, um
den Schwerpunkt des Rotors 21 außerhalb der Drehachse zu verlagern. Der Rotor 21 besitzt
eine Verzahnung 25, die mit einem Hemmwerk 26 zusammenwirkt, um eine Drehung des Rotors
21 zu verzögern. Außerdem sind zwei Sicherungsorgane 27, 28 vorhanden, welche eine
vorzeitige Drehung des Rotors 21 um seine eigene Achse 22 verhindern. Der Rotor 21
befindet sich in Scharfstellung, wenn die Zündkapsel sich in der Geschoßachse befindet.
Das erste Sicherungsorgan 27 spricht nur auf den Geschoßdrall an, d. h. dieses Organ
gibt den Rotor 21 frei, sobald beim Abschuß des Geschosses der Drall des Geschosses
einen Grenzwert erreicht hat. Daher wird dieses Organ 27 als Drall-Sicherungsorgan
bezeichnet. Das zweite Organ 28 spricht nur auf die Geschoßbeschleunigung an, d. h.
dieses Organ 28 gibt den Rotor 21 frei, sobald beim Abschuß des Geschosses die Beschleunigung
des Geschosses einen Grenzwert erreicht hat. Daher wird dieses Organ 28 als Beschleunigungs-Sicherungsorgan
bezeichnet. Das erste Organ 27, d. h. das Drall-Sicherungsorgan ist anhand der Fig.
4 bis 6 näher beschrieben und das Beschleunigungs-Sicherungsorgan ist anhand der Fig.
7 bis 10 näher beschrieben.
[0013] Gemäß Fig. 4 bis 6 weist das Drall-Sicherungsorgan eine Hülse 30 auf, in welcher
ein Kolben 31 verschiebbar geführt ist. Eine Feder 32 hat das Bestreben, den Kolben
31 in der Hülse 30 nach rechts gemäß Fig. 4 zu schieben, sie stützt sich einerseits
am Boden der Hülse 30 und andererseits an der Stirnfläche des Kolbens 31 ab. Das linke
Ende der Hülse 30 hat einen größeren Außendurchmesser als das rechte Ende. Die Hülse
30 befindet sich in einer Bohrung 33 des Gehäuses 29 (Fig. 3). Diese Bohrung 3 hat
ebenfalls entsprechend der Hülse am linken Ende einen größeren Innendurchmesser als
das rechte Ende. Die Bohrung 3 weist daher eine Schulter 34 auf (Fig.4-6). Der Kolben
31 besitzt drei Aussparungen 35-37, von denen die mittlere Aussparung 35 am tiefsten
ist, die rechte Aussparung 36 ist weniger tief und die linke Aussparung 37 ist noch
weniger tief. Die Hülse 30 besitzt eine Querbohrung 38, die an ihrem einen Ende konisch
ist und eine Kugel 39 teilweise hindurchläßt.
[0014] Gemäß Fig. 4 ragt die Kugel 39 aus der Hülse 30 heraus und stützt sich an der Schulter
34 der Bohrung 33 im Gehäuse 29 ab, wenn sie sich in der am wenigsten tiefen Aussparung
37 des Kolbens 31 befindet. Befindet sich gemäß Fig. 5 jedoch die Kugel 39 in der
weniger tiefen Aussparung 36, dann ragt sie zwar noch in die Bohrung 38 der Hülse
30 hinein, aber nicht aus der Hülse 30 heraus und stößt daher auch nicht mehr gegen
die Schulter 34. Befindet sich jedoch die Kugel 39 in der tiefsten Aussparung 35,
dann ragt sie nicht mehr in die Bohrung 38 der Hülse 30 hinein, wodurch die Feder
32 in der Lage ist, den Kolben 31 aus der Hülse 30 vollständig herauszuschieben (nicht
gezeigt). Gemäß Fig. 4 fehlt der Rotor 21 und der Kolben 31 kann bei der Montage so
weit in die für den Rotor 21 vorgesehene Aussparung 41 des Gehäuses 29 eindringen,
bis die Kugel 39 an der Schulter 34 der Bohrung 33 des Gehäuses 29 anliegt.
[0015] Gemäß Fig. 5 ragt der Kolben 31 in ein Sackloch 40 des Rotors 21 hinein und gemäß
Fig.6 6 stützt sich der Kolben 31 auf den falsch eingesetzten Rotor 21.
[0016] Die Wirkungsweise dieses Drall-Sicherungsorganes ist wie folgt:
Falls der Rotor 21 bei der Montage irrtümlicherweise nicht in das Gehäuse 29 eingesetzt
wurde, dann läßt sich auch das Drall-Sicherungsorgan 27 nicht einsetzen, da beim Einschieben
des Sicherungsorganes 27 in die Bohrung 33 des Gehäuses 29 die Kugel 39 an der Schulter
34 anstößt und ein vollständiges Einschieben der Hülse 30 verhindert, wie aus Fig.
4 ersichtlich ist. Falls der Rotor 21 jedoch gemäß Fig. 5 richtig eingesetzt wurde,
dann läßt sich auch das DrallSicherungsorgan 27 vollständig in das Gehäuse 29 einsetzen.
Das Gehäuse 29 des Rotors 21 kann dann auch in das Zündergehäuse 10 eingesetzt werden.
[0017] Falls jedoch der Rotor 21 falsch in das Gehäuse 29 eingesetzt wurde, dann kann das
Sicherungsorgan 27 nicht wie gewöhnlich eingesetzt werden, denn dabei müßte die Feder
32 stärker als üblich zusammengedrückt werden, wie aus Fig. 6 erkennbar ist, in der
allerdings die Feder 32 noch völlig entspannt dargestellt ist.
[0018] Beim Abschuß des Geschosses wird durch den Drall der Kolben 31 soweit nach links
verschoben (Fig. 5), (die Kugel 39 läßt dies zu), daß er nicht mehr in das Sackloch
40 hineinragt, wodurch sich der Rotor 21 frei drehen kann, bis er in an sich bekannter
Weise in seine Scharfstellung gelangt.
[0019] Gemäß Fig. 7 weist das Beschleunigungs-Sicherungsorgan 28 ein zylindrisches Gehäuse
42 auf, das eine nicht durchgehende exzentrische Längsbohrung 43 sowie eine geneigte
durchgehende Querbohrung 44 besitzt. Am linken unteren Ende der Querbohrung 44 ist
ein Nocken 45 vorhanden, der verhindert, daß eine sich in der Querbohrung 44 befindliche
Kugel 46 herausfällt. In der nicht durchgehenden Längsbohrung 42 ist ein Kolben 47
verschiebbar angeordnet. Eine Feder 48 hat das Bestreben, den Kolben 47 nach oben
zu stoßen. Dieser Kolben 47 hat an seinem oberen Ende 49 und in der Mitte 50 den selben
Durchmesser, wie die Längsbohrung 43. Zwischen dem oberen Ende 49 und der Mitte 50
des Kolbens 47 sind zwei Kolbenteile 51 und 52 von verschiedenem Durchmesser vorgesehen,
die durch einen konischen Kolbenteil 53 miteinander verbunden sind. Der Übergang vom
oberen Kolbenteil 51 zum Ende 49, sowie der Übergang vom unteren Kolbenteil 52 zur
Mitte 50 sind ebenfalls konisch. Von der Mitte 50 ragt ein Führungsbolzen 54 für die
Feder 48 nach unten. Die Mitte 50 weist noch eine Nut 55 auf, die zur Montage notwendig
ist.
[0020] Zur Montage dieses Beschleunigungs-Sicherungsorganes wird zuerst die Feder 48 in
die Längsbohrung 43 hineingeschoben, bis sie am Grund der Längsbohrung 43 anliegt,
anschließend wird die Kugel 46 in die Querbohrung 44 hineingerollt, bis sie an der
Nase 45 anliegt. Schließlich wird der Kolben 47 in die Längsbohrung 43 hineingeschoben,
wobei die Nut 55 sich im Bereich der Kugel 46 befindet, anschließend, wenn die Mitte
55 des Kolbens 47 sich unterhalb der Kugel 46 befindet, wird der Kolben 47 um 180°
um seine Längsachse gedreht, damit er in die gezeigte Lage gelangt. Die Mitte 50 des
Kolbens 47 stützt sich dann an der Kugel 46 ab und der Kolben 47 wird durch die Feder
48 gegen die Kugel 46 gepreßt. Die Kugel 46 ragt gemäß Fig. 3 in eine Aussparung 56
des Rotors 21 hinein.
[0021] Die Wirkungsweise des beschriebenen Beschleunigungs-Sicherungsorganes 28 ist wie
folgt:
Durch die Abschußbeschleunigung wird der Kolben 47 entgegen der Kraft der Feder 48
in Fig. soweit nach unten verschoben, daß sich der obere Kolbenteil 51 im Bereich
der Kugel 46 befindet, gleichzeitig wird die Kugel 46 in der geneigten Bohrung 44
gegen den Rotor 21 gedrückt. Durch den Geschoßdrall wird nun die Kugel 46 gegen den
Kolbenteil 51 gedrückt und ragt nicht mehr aus dem Gehäuse 42 heraus. Solange die
Kugel 46 sich in der Stellung gemäß Fig. 7 befindet, ragt sie in die Aussparung 56
des Rotors 21, sobald sie gegen den Kolbenteil 51 gedrückt wird, gibt sie den Rotor
21 frei und dieser kann sich in seine Scharfstellung drehen.
[0022] Gemäß Fig. 8 bis 10 weist ein anderes Ausführungsbeispiel des Sicherungsorgans 28
ein zylindrisches Gehäuse 57 auf, das durch einen Deckel 58 verschoben ist. In diesem
Gehäuse 57 befindet sich ein pilzförmiger Kolben 59, der durch eine Feder 60 gegen
den Deckel 58 des Gehäuses 57 gedrückt wird. Die Feder 60 stützt sich auf einen Ring
61 ab, der an einer Schulter 62 des Gehäuses 57 anliegt. Im Bereich dieser Schulter
62 weist das Gehäuse 57 eine nicht durchgehende Querbohrung 63 auf, in der sich eine
Kugel 64 befindet. Der Kolben 59 weist an seinem unteren Ende eine kugelförmige Verdickung
65 auf und darüber einen konvexen Hals 66. Durch die Verdickung 65 des Kolbens 59
wird die Kugel 64 gegen einen Bördelrand 67 am äußeren Ende der Bohrung 63 gedrückt
(Fig. 8), wodurch die Kugel 64 aus dem Gehäuse 57 herausragt und in die Aussparung
56 des Rotors 21 (Fig. 3) hineinragt. Der Ring 61 weist eine Aussparung 68 auf, in
welche die Kugel 63 teilweise hineinragt, wie aus Fig. 9 ersichtlich ist. Der Ring
61 ist außen konisch ausgebildet, damit er sich gemäß Fig. 10 entgegen der Kraft der
Feder 60, z. B. unter der Wirkung einer Zentrifugalkraft schräg stellen kann. Bei
schräger Stellung des Ringes 61 kann gemäß Fig. 10 die Kugel 64 gegen den Hals 66
des Kolbens 59 gedrückt werden, wodurch die Kugel 64 nicht mehr aus dem Gehäuse 57
herausragt.
[0023] Die Wirkungsweise des Beschleunigungs-Sicherungsorganes 2 gemäß Fig. 8 bis 10 ist
wie folgt:
Beim Abschuß des Geschosses, in dem sich der Bodenzünder mit dem beschriebenen Beschleunigungs-Sicherungsorgan
28 befindet, wird der Kolben 59 unter der Wirkung der Abschußbeschleunigung entgegen
der Kraft der Feder 60 nach unten gedrückt, in die Stellung gemäß Fig. 9. Die Feder
60 drückt dabei den Ring 61 gegen die Kugel 64. Sobald der Drall einen Grenzwert übersteigt,
wird die Kugel 64 entgegen der Kraft der Feder 60 gegen den Hals66 des Kolbens 59
gedrückt und ragt daher nicht mehr in die Aussparung 56 des Rotors 21 hinein, wodurch
dieser sich in seine Scharfstellung drehen kann.
[0024] Gemäß Fig. 11 und 12 weist ein weiteres Ausführungsbeispiel des Sicherungsorganes
28 ein zylindrisches Gehäuse 69 auf, das durch einen Deckel 70 verschlossen ist. In
diesem Gehäuse 69 befindet sich ein pilzförmiger Kolben 71, der durch eine Feder 72
gegen den Deckel 70 des Gehäuses 69 gedrückt wird. Die Feder 72 stützt sich auf eine
Hülse 73, die starr im Gehäuse 69 verankert ist. Unterhalb der Hülse 73 befindet sich
ein Ring 74 im Gehäuse 69. Im Bereich dieses Ringes 74 weist das Gehäuse 69 eine nicht
durchgehende Querbohrung 75 auf, in der sich eine Kugel 76 befindet. Der Kolben 71
weist an seinem unteren Ende eine kugelförmige Verdikkung 77 auf und darüber einen
konvexen Hals 78. Durch die Verdickung 77 des Kolbens 71 wird die Kugel 76 gegen einen
Bördelrand 79 am äußeren Ende der Querbohrung 75 gedrückt (Fig. 11), wodurch die Kugel
76 aus dem Gehäuse 69 herausragt und in die Aussparung 56 des Rotors 21 (Fig. 3) hineinragt.
Der Ring 74 weist eine Aussparung 80 auf, in welche die Kugel 76 teilweise hineinragt,
wie aus Fig. 11 ersichtlich ist. Der Ring 74 ist außen konisch ausgebildet und kann
sich z. B. unter der Wirkung der Zentrifugalkraft schräg stellen. Bei schräger Stellung
des Ringes 74 kann gemäß Fig. 12 die Kugel 76 gegen den Hals 78 des Kolbens 71 gedrückt
werden, wodurch die Kugel 76 nicht mehr aus dem Gehäuse 69 herausragt.
[0025] Die Wirkungsweise des Beschleunigungs-Sicherungsorganes 28 gemäß Fig. 11 und 12 ist
im wesentlichen gleich wie bei dem Beschleunigungs-Sicherungsorgan gemäß Fig. 8 bis
10. Der einzige Unterschied besteht darin, daß sich der Ring 74 nicht gegen die Kraft
der Feder 72 schräg stellen muß und sich daher leichter schräg stellen kann.
[0026] Gemäß Fig. 13-17 enthält die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung 110 einen Rotor
111 (Fig. 17), der um eine Achse 112 drehbar gelagert ist. In diesem Rotor 111 ist
eine Zündkapsel 113 befestigt. Ferner ist im Rotor 111 ein Schwinganker 114 drehbar
gelagert, wie insbesondere aus Fig. 17 deutlich erkennbar ist. Dieser Schwinganker
114 ist um einen Bolzen 115 drehbar, der verschiebbar im Rotor 111 angeordnet ist,
und der sich in Fig. 13 in seiner untersten Stellung und in Fig. 16 in seiner obersten
Stellung befindet, In der Sicherungsstellung des Rotors 111 fällt die Achse des Bolzens
115 mit der Drallachse des Geschosses zusammen, wie auf Fig. 17 ersichtlich ist.
[0027] Der um den Bolzen 115 schwenkbare Schwinganker 114 wirkt mit einem Zahnrad 116 zusammen.
In an sich bekannter Weise kann sich bei jeder Schwenkbewegung des Schwingankers 114
das Zahnrad 116 um einen Zahn weiter drehen. Das Zahnrad 116 wird von einem Zahnsegment
117 (Fig. 13,14 und 15) über eine Getriebe angetrieben, das aus vier Zahnrädern 118,
119, 120 und 121 besteht. Das Zahnrad 118 ist starr mit dem Zahnrad 116 verbunden.
Die beiden Zahnräder 116 und 118 sind um eine Achse 122 drehbar gelagert. Die Zahnräder
119 und 120 sind ebenfalls starr miteinander verbunden und um eine Achse 123 drehbar
gelagert, wobei einerseits das Zahnrad 119 mit dem Zahnrad 118 und andererseits das
Zahnrad 120 mit dem Zahnrad 121 in Eingriff steht. Das Zahnrad 121 ist um eine Achse
124 drehbar und steht mit dem Zahnsegment 117 in Eingriff. Nach dem Abschuß des Geschosses
dreht sich das Zahnsegment 117 unter der Wirkung des Dralles aus der Stellung gemäß
Fig. 14 in die Stellung gemäß Fig. 15 und treibt dabei über die Zahnräder 121, 120,
119 und 118 das Zahnrad 116 an, wodurch der Schwinganker 114 hin- und hergeschwenkt
wird. Das Zahnsegment 117 ist unabhängig vom Rotor 111 auf der Achse 112 gelagert.
Wie aus Fig. 15 und 13 ersichtlich ist, stößt das Zahnsegment 117 bei seiner Drehung
im Gegenuhrzeigersinne gegen die Zündkapsel 113 und hat das Bestreben, den Rotor 111
ebenfalls im Gegenuhrzeigersinn zu drehen. Der oben erwähnte Bolzen 115 ragt mit seinem
kegelförmigen Kopf 125 in eine Bohrung 126 im Gehäuse 127 (Fig. 13), wodurch der Rotor
111 gegen eine unbeabsichtigte Drehung gesichert ist. Sobald das Zahnsegment 117 in
die Stellung gemäß Fig. 15 gelangt ist, befindet sich eine Bohrung 128 im Zahnsegment
117 oberhalb des Bolzens 115, wodurch dieser sich gemäß Fig. 16 nach oben in diese
Bohrung 128 hinein schieben läßt. Diese Verschiebung des Bolzens 115 wird einerseits
dadurch bewirkt, daß durch den Drall der Rotor 111 das Bestreben hat, sich im Uhrzeigersinne
zu drehen.
[0028] Dabei wird der Kopf 125 des Bolzens 115 mit seiner kegeligen Fläche gegen die Kante
der Bohrung 126 des Gehäuses 127 gedrückt, wodurch der Bolzen 115 nach oben in die
Bohrung 128 des Segmentes 117 (Fig. 16) geschoben wird. Andererseits wird durch den
Luftwiderstand das Geschoß verzögert, wodurch der Bolzen 115 ohnehin das Bestreben
hat, sich nach vorne zu bewegen, d. h. in der Zeichnung nach oben.
[0029] Der Rotor 111 ist vor dem Abschuß durch zwei Sicherungsorgane 129 und 130 gegen Drehung
gesichert, von denen das zweite Sicherungsorgan 129 auf den Drall anspricht, zur Freigabe
des Rotors 111 in seine Scharfstellung und von denen das zweite Sicherungsorgan 130
auf die Abschußbeschleunigung und den Drall anspricht zur Freigabe des Rotors 111
in seine Scharfstellung.
[0030] Die Ausbildung des ersten Sicherungsorganes 130 ist aus Fig. 18 und 19 ersichtlich.
Gemäß Fig. 18 und 19 weist das Sicherungsorgan ein zylindrisches Gehäuse 131 auf,
in dem sich eine Kugel 132 in einer Längsbohrung befindet und durch eine Feder 133
gegen eine verschiebbare und kippbare ringförmige Scheibe 134 gedrückt wird, welche
ihrerseits an einem tellerförmigen Deckel 135 des Gehäuses anliegt.
[0031] Das Gehäuse 131 besitzt im Bereich der Kugel 132 eine Querbohrung 136, in der sich
eine zweite kleinere Kugel 137 befindet. Am äußeren Ende der Querbohrung 136 ist eine
Bördelung 138 vorgesehen, welche verhindert, daß die zweite Kugel 137 aus der Querbohrung
136 des zylindrischen Gehäuses herausfallen kann. Wie aus Fig. 14,15 und 17 ersichtlich
ist, kann die kleinere Kugel 137 in eine Aussparung 139 des Rotors 111 (Fig. 17) als
auch in eine Aussparung 140 des Zahnsegmentes 117 (Fig. 14) hineinragen, wobei gemäß
Fig. 13 gleichzeitig ein Teil der Kugel 137 in die Aussparung 139 des Rotors 111 und
ein anderer Teil der Kugel 137 in die Aussparung 140 des Zahnsegmentes 117 hineinragt.
[0032] Gemäß Fig. 19 wird durch die Abschußbeschleunigung und durch die Trägheit der Kugel
132 die Feder 133 komprimiert, wodurch die erste Kugel 132 sich im Gehäuse 131 abwärts
bewegt. Gleichzeitig drückt die ringförmige Scheibe 134 dank ihrer Massenträgheit
während des gesamten Rohrdurchlaufes auf die Kugel 137 und hält sie in ihrer Sperrstellung
fest. Am Rohrende wird durch den Geschoßdrall die zweite Kugel 137 gegen die erste
Kugel 132 und gegen die ringförmige Scheibe 134 gedrückt, dadurch ragt die Kugel 137
nicht mehr in die erwähnten Aussparungen 139 und 140 des Rotors 111, bzw. des Zahnsegmentes
117 hinein. Ebenfalls durch Drallwirkung gleitet die Kugel 132 in eine seitliche Aussparung
und bleibt dort. Somit sind der Rotor 111 und das Zahnsegment 117 durch das Sicherungsorgan
130 nicht mehr gegen ihre Drehung in die Scharfstellung gesichert.
[0033] Gemäß Fig. 20-22 weist das Drall-Sicherungsorgan 129 eine Hülse 141 auf, in welcher
ein Kolben 142 verschiebbar geführt ist. Eine Feder 143 hat das Bestreben, den Kolben
142 in der Hülse 141 nach rechts gemäß Fig. 20 zu schieben. Die Feder 143 stützt sich
einerseits am Boden der Hülse 141 und andererseits an der Stirnfläche des Kolbens
142 ab. Ein Zapfen 144 des Kolbens 142 ragt ins Innere der Feder 143 hinein. Die Hülse
141 befindet sich in einer Bohrung des Gehäuses 127. Diese Bohrung enthält eine Öffnung
150. Der Kolben 142 besitzt zwei Aussparungen 146 und 147, von denen die rechte Aussparung
147 tiefer ist, als die linke Aussparung 146. Die Hülse 142 besitzt eine Querbohrung
148, welche leicht konisch ist und enthält eine Kugel 149, die teilweise durch die
Querbohrung 148 hindurchragt. Gemäß Fig. 20 ragt die Kugel 149 aus der Hülse 141 heraus
und in die Öffnung 150 des Gehäuses 127 hinein, da sie sich in der linken, weniger
tiefen Aussparung 146 des Kolbens 142 befindet. Befindet sich die Kugel 149 jedoch
gemäß Fig. 21 in der rechten tieferen Aussparung 147 des Kolbens 142, dann ragt sie
zwar noch immer in die Querbohrung 148 der Hülse 142 hinein, aber nicht mehr in die
Öffnung 150 des Gehäuses 127. Gemäß Fig. 20 ragt der Kolben 142 in eine Aussparung
145 des Rotors 111 hinein. Gemäß Fig.21 stützt sich der Kolben 142 auf den falsch
eingesetzten Rotor 111 ab. Gemäß Fig. 22 fehlt der Rotor 111 und der Kolben kann bei
der Montage so weit in den für den Rotor 111 vorgesehenen Raum eindringen, bis die
Kugel 149 an einer Kante der Öffnung 150 des Gehäuses 127 anliegt.
[0034] Falls der Rotor 111 beim Zusammenbau der ganzen Sicherungsvorrichtung irrtümlicherweise
nicht in das Gehäuse 127 eingesetzt wurde, dann läßt sich auch das Drallsicherungsorgan
129 nicht einsetzen, da beim Einschieben des Drallsicherungsorganes 129 in die Bohrung
des Gehäuses 127 die Kugel 149 an der Kante der Öffnung 150 anstößt und ein vollständiges
Einschieben der Hülse 141 verhindert, wie auf Fig. 22 ersichtlich ist. Falls der Rotor
111 jedoch gemäß Fig. 20 eingesetzt wurde, dann läßt sich auch das Drallsicherungsorgan
129 vollständig in das Gehäuse einsetzen. Falls jedoch der Rotor 111 falsch in das
Gehäuse 127 eingesetzt wurde, dann kann das Drallsicherungsorgan 129 nicht wie gewöhnlich
eingesetzt werden, denn dabei müßte die Feder 143 stärker als üblich zusammengedrückt
werden, wie aus Fig. 21 ersichtlich ist. Diese falsche Stellung ist von außen sichtbar
und meßbar und zwar wegen der Stellung des Zapfens 144. Beim Abschuß des Geschosses
wird durch den Drall der Kolben 142 gemäß Fig. 20 und 21 soweit nach links verschoben,
daß er nicht mehr in die Aussparung 145 des Rotors 111 hineinragt, wodurch sich der
Rotor 111 frei drehen kann, bis er in seine Scharfstellung gelangt.
1. Sicherungsvorrichtung für ein Drallgeschoß mit einer Verstärkerladung und einem
Zünder, enthaltend
a) einen Rotor (21, 111), der sich beim Abschuß des Geschosses aus einer Sperrstellung
in eine Scharfstellung bewegen läßt und dessen Achse (22, 112) außerhalb der Drallachse
des Geschosses gelagert ist,
b) ein Hemmwerk (26,114-121), das den Rotor (21, 111) nach Abschuß des Geschosses
in die Scharfstellung freigibt,
c) ein erstes Sicherungsorgan (28,130), das auf die Abschußbeschleunigung und auf
den Drall anspricht zur Freigabe des Rotors (111) für seine Drehung in die Scharfstellung,
d) ein zweites Sicherungsorgan (27, 129), das auf den Drall des Geschosses anspricht
zur Freigabe des Rotors (21, 111) für seine Drehung in die Scharfstellung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsvorrichtung (110) in einem Gehäuse (29,
127) angeordnet ist, d. h. der Rotor (21, 111), das Hemmwerk (26, 114-121), das erste
und das zweite Sicherungsorgan (28, 130 und 27, 129) befinden sich in diesem Gehäuse
(29, 127) und bilden eine Baueinheit, die zwischen Verstärkerladung und Zünder des
Drallgeschosses angeordnet werden kann, und daß die Sicherungsorgane (27, 28,129,
130) ebenfalls in je einem eigenen Gehäuse (30, 42,141,131) angeordnet sind, die als
eigene Baueinheiten in das Gehäuse (29, 127) der Sicherungsvorrichtung eingebaut sind.
2. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
ein Gehäuse (29) aufweist, in welchem der Rotor (21) um eine Achse (22) parallel zur
Geschoßachse drehbar gelagert ist, daß die beiden Sicherungsorgane (27, 28) in je
einem zylindrischen Gehäuse (30, 42) angeordnet sind, wobei die Zylinderachse des
einen Gehäuses (42) parallel und die Zylinderachse des anderen Gehäuses (30) radial
zur Geschoßachse angeordnet sind, und daß die beiden Gehäuse (30,42) der Sicherungsorgane
(27, 28) im Gehäuse (29) der Sicherungsvorrichtung angeordnet sind.
3. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Drallsicherungsorgan
(27) ein zylindrisches Gehäuse (30) aufweist, in welchem ein federbelasteter, in eine
Bohrung (40) des Rotors (21) hineinschiebbarer Kolben (31) angeordnet ist, der durch
den Drall entgegen der Kraft der Feder (32) aus der Bohrung (40) des Rotors (21) verschiebbar
ist, und daß im Kolben (31) Aussparungen (35, 36, 37) für einen Sperrkörper (39) angeordnet
sind, der aus der ersten Aussparung (37) in eine Bohrung (38) des zylindrischen Gehäuses
(30) ragt und an einer Schulter (34) des Gehäuses (29) der Sicherungsvorrichtung anliegt,
der aus der zweiten Aussparung (36) des Kolbens (31) nur in die Bohrung (38) des zylindrischen
Gehäuses (30) ragt und in der dritten Aussparung (35) des Kolbens (31) sich vollständig
in diesem befindet.
4. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschleunigungs-Sicherungsorgan
(28) ein zylindrisches Gehäuse (42) aufweist, in welchem ein federbelasteter verschiebbarer
Kolben (47) angeordnet ist; daß das zylindrische Gehäuse eine Querbohrung (44) aufweist,
in der sich ein Sperrkörper (46) befindet, der in eine Aussparung (56) des Rotors
(21) hineinschiebbar ist, und daß in einer ersten Stellung des Kolbens (47) der Sperrkörper
(46) in die Aussparung (56) des Rotors (21) hineinragt, wobei die Querbohrung (44)
derart geneigt ist, daß der Sperrkörper (46) durch die Geschoßbeschleunigung gegen
den Rotor (21) gedrückt wird (Fig. 7, 8).
5. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die genannte
Feder (60) auf den Kolben (59) und über einen Ring (61) auf den Sperrkörper (64) abstützt
und das Bestreben hat, den Sperrkörper (64) gegen den Rotor zu drücken (Fig. 8-10).
6. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Sperrkörper
(76) ein den Kolben (71) umgebender Ring (74) anliegt, der unter der Beschleunigungskraft
den Sperrkörper (76) gegen den Rotor (21) drückt (Fig. 11, 12).
7. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination folgender
Merkmale:
a) das Hemmwerk (26, 114-121) weist einen Schwinganker (114) auf, dessen Achse (115)
mit der Drallachse des Geschosses zusammenfällt,
b) dem Rotor (21, 111) ist ein Zahnsegment (25, 117) zugeordnet, das mit dem Hemmwerk
(114, 121) in Eingriff steht und einen Anschlag zur Mitnahme des Rotors (111) besitzt,
c) das erste Sicherungsorgan (130) weist eine durch die Abschußbeschleunigung verschiebbare
Kugel (132) auf,
d) das zweite Sicherungsorgan (29) weist einen durch den Drall verschiebbaren Kolben
(42) auf.
8. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Sicherungsorgan
(130) außer der Kugel (132) noch eine verschiebbare und abkippbare Scheibe (134) aufweist.
9. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bolzen (115)
zur Sicherung des Rotors (111) zugleich die Achse des Schwingankers (114) bildet.
1. Safety device for a spin projectile with a booster charge and a primer, containing,
a) a rotor (21, 111), which, when the projectile is fired, can move from a blocking
position into an activating position and the pivot pin (22, 112) of which is mounted
outside the spin axis of the projectile,
b) an escapement (20, 114-121) which, after the projectile has been fired, releases
the rotor (21, 111) into the activating position,
c) a first safety member (28, 130) which responds to the firing acceleration and to
the spin to release the rotor (111) and allow it to rotate into the activating position,
d) a second safety member (27, 129) which responds to the spin of the projectile to
release the rotor (21, 111) and allow it to rotate into the activating position,
characterised in that the safety device (110) is located in a housing (29, 127), that
is to say the rotor (21, 111), the escapement (26, 114-121) and the first and second
safety members (28, ,130 and 27, 129) are located in this housing (29, 127) and form
a constructional unit which can be arranged between the booster charge and the primer
of the spin projectile, and in that the safety members (27, 28, 129, 130) are likewise
each located in their own housing (30, 42, 141, 131) which are installed as individual
constructional units in the housing (29,127) of the safety device.
2. Safety device according to claim 1, characterised in that the device has a housing
(29) in which the rotor (21) is mounted so as to be rotatable about a pivot pin (22)
parallel to the projectile axis, in that the two safety members (27, 28) are each
located in a cylindrical housing (30, 42), the cylinder axis of one housing (42) being
arranged parallel to the projectile axis and the cylinder axis of the other housing
(30) being arranged radially relative to the projectile axis, and in that the two
housings (30, 42) of the safety members (27, 28) are located in the housing (29) of
the safety device.
3. Safety device according to claim 2, characterised in that the spin safety member
(27) has a cylindrical housing (30) in which is located a spring-loaded piston (31)
which can be pushed into a bore (40) of the rotor (21) and which is displaceable,
as a result of the spin, out of the bore (40) of the rotor (21) counter to the force
of the spring (32), and in that there are in the piston (31) recesses (35, 36, 37)
for a blocking body (39) which projects from the first recess (37) into a bore (38)
of the cylindrical housing (30) and rests against a shoulder (34) of the housing (29)
of the safety device and which projects from the second recess (36) of the piston
(31) only into the bore (38) of the cylindrical housing (30) and in the third recess
(35) of the piston (31) is located completely in the latter.
4. Safety device according to claim 2, characterised in that the acceleration safety
member (28) has a cylindrical housing (42) in which a spring-loaded displaceable piston
(47) is arranged, in thta the cylindrical housing has a transverse bore (44) in which
is located a blocking body (46) which can be pushed into a recess (56) of the rotor
(21), and in that, in a first position of the piston (47), the blocking body (46)
projects into the recess (56) of the rotor (21), the transverse bore (44) being inclined
in such a way that the blocking body (46) is pressed against the rotor (21) as a result
of the projectile acceleration (figures 7 and 8).
5. Safety device according to claim 4, characterised in that the said spring (60)
is supported on the piston (59) and via a ring (61) on the blocking body (64) and
endeavours to press the blocking body (64) against the rotor (figures 8 to 10).
6. Safety device according to claim 4, characterised in taht a ring (74) surrounding
the piston (71) rests against the blocking body (76) and presses the blocking body
(76) against the rotor (21) as a result of the acceleration force.
7. Safety device according to claim 1, characterised by the combination of the following
features:
a) the escapement (26, 114-121} has a rocker arm (114), the axis (115) of which coincides
with the spin axis of the projectile,
b) the rotor (21, 111) has assigned to it a gear segment (25, 117) which engages with
the escapement (114, 121) and which has a stop for driving the rotor (111),
c) the first safety member (130) has a ball (132) which is displaceable as a result
of the firing acceleration,
d) the second safety member (29) has a piston (42) which is displaceable as a result
of the spin.
8. Safety device according to claim 7, characterised in that the first safety member
(130) has, in addition to the ball (132), also a displaceable and tiltable disc (134).
9. Safety device according to claim 7, characterised in that a bolt (115) for retaining
the rotor (111) forms at the same time the pivot pin of the rocker arm (114).
1. Dispositif de sécurité pour un projectile à giration avec une charge de renforcement
et une fusée, comprenant:
a) un rotor (21, 111) qui, lors du tir du projectile, se déplace d'une position verrouillée
dans une position d'armement et dont l'axe (22, 112) est situé à l'extérieur de l'axe
de giration du projectile,
b) un mécanisme à marteau (26, 114-121) qui, après le tir du projectile, libère le
rotor (21, 111) en position d'armement,
c) un premier organe de sécurité (28, 130) qui est sensible à l'accélération du tir
et à la giration pour libérer le rotor (111) pour sa rotation en position d'armement,
d) un second organe de sécurité (27, 129) qui est sensible à la giration du projectile
pour libérer le rotor (21, 111) pour sa rotation en position d'armement,
caractérisé en ce que le dispositif de sécurité (110) est placé dans un boîtier (29,
127), c'est-à-dire le rotor (21, 111), le mécanisme à marteau (26,114-121), le premier
et le second organe de sécurité (28, 130 et 27, 129) se trouvent dans ce boîtier (29,127)
et ils forment une unité constructive qui peut être placée entre la charge de renforcement
et la fusée du projectile à giration, et en ce que les organes de sécurité (27, 28,
129, 130) sont également logés dans un boîtier propre (30,42,141,131), les unités
constructives propres étant montées dans le boîtier (29, 127) du dispositif de sécurité.
2. Dispositif de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif
comporte un boîtier (29) dans lequel est monté le rotor (21) à rotation autour d'un
axe (22) parallèle à l'axe du projectile, en ce que les deux organes de sécurité (27,
28) sont logés chacun dans un boîtier cylindrique (30, 42), l'axe du cylindre d'un
boîtier (42) étant parallèle et l'axe du cylindre de l'autre boîtier (30) est radial
à l'axe du projectile et en ce que les deux boîtiers (30, 42) des organes de sécurité
(27, 28) sont logés dans un boîtier (29) du dispositif de sécurité.
3. Dispositif de sécurité selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'organe
de sécurité de giration (27) comporte un boîtier cylindrique (30) dans lequel est
logé un piston (31) chargé par un ressort, coulissant dans un perçage (40) du rotor
(21), et qui peut coulisser sous l'effet de la giration contre la force du ressort
(32) hors du perçage (40) du rotor (21) et en ce que des cavités (35, 36, 37) sont
prévues dans le piston (31) pour un organe de-blocage (39) qui est en saillie d'une
première cavité (37) dans un perçage (38) du boîtier cylindrique (30) et s'appuie
contre un épaulement (34) du boîtier (29) du dispositif de sécurité, et qui est en
saillie de la seconde cavité (36) du piston (31) seulement dans le perçage (38) du
boîtier cylindrique (30) et se trouve complétement dans la troisième cavité (35) du
piston (31).
4. Dispositif de sécurité selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'organe
de sécurité d'accélération (28) comporte un boîtier cylindrique (42) dans lequel est
placé un piston (47) coulissant, chargé par un ressort; en ce que le boîtier cylindrique
comporte un perçage transversal (44) dans lequel se trouve un organe de blocage (46)
qui peut s'introduire dans une cavité (56) du rotor (21) et en ce que dans une première
position du piston (47), l'organe de blocage (46) vient dans la cavité (56) du rotor
(21), le perçage transversal (44) étant incliné de façon que l'organe de blocage (46)
soit poussé contre le rotor (21) par l'accélération du projectile (figures 7, 8).
5. Dispositif de sécurité selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dit ressort
(60) s'appuie sur le piston (59) et par une bague (61) sur l'organe de blocage (64)
et a tendance à pousser l'organe de blocage (64) contre le rotor (figures 8-10).
6. Dispositif de sécurité selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une bague
(74) entourant le piston (71) s'appuie contre un organe de blocage (76), bague qui
pousse l'organe de blocage (76) contre le rotor (21) sous l'effet de la force d'accélération
(figures 11, 12).
7. Dispositif de sécurité selon la revendication 1, caractérisé par la combinaison
des caractéristiques suivantes:
a) le mécanisme à marteau (26, 114-121) comporte une ancre oscillante (114) dont l'axe
(115) coïncide avec l'axe de giration du projectile,
b) un segment denté (25, 117) est associé au rotor (21, 111) et engrène avec le mécanisme
à marteau (114, 121) et comporte une butée pour l'entraînement du rotor (111),
c) le premier organe de sécurité (130) comporte une bille (132) coulissante sous l'effet
de l'accélération du tir,
d) le second organe de sécurité (29) comporte un piston (42) coulissant sous l'effet
de la giration.
8. Dispositif de sécurité selon la revendication 7, caractérisé en ce que le premier
organe de sécurité (130) comporte en plus de la bille (132) encore un disque (134)
coulissant et basculant.
9. Dispositif de sécurité selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un goujon
(115) pour la sécurité du rotor (111) forme en même temps l'axe de l'induit oscillant
(114).