[0001] Die Erfindung betrifft eine auf einem Gatterrahmen anbringbare hydraulische Spanneinrichtung
zum Spannen von Sägeblättern, mit mindestens einem Kolben, der mittels einer hydraulischen
Flüssigkeit betätigbar ist, um das Sägeblatt zu spannen und durch den Druck in der
hydraulischen Flüssigkeit weiter in gespannter Lage zu halten.
[0002] Es ist bereits ein hydraulischer Sägespanner bekannt, mit dem alle Sägeblätter gleichzeitig
hydraulisch gespannt werden können. Dieser Sägespanner besteht im wesentlichen aus
einer am oberen Riegel des Gatterrahmens befestigten Einheit, welche eine Vielzahl
von nebeneinander angeordneten hydraulischen Zylindern mit entsprechenden Kolben enthält.
Diese Kolben können über eine Ölpumpe mit hydraulischer Flüssigkeit beaufschlagt werden,
um gleichzeitig alle am Gatterrahmen angebrachten Sägeblätter zu spannen.
[0003] Nachteilig ist dabei, daß die Kolben nur einen geringen Hub aufweisen, so daß noch
zusätzlich mechanische Spannmittel notwendig sind, um die Sägeblätter vor dem hydraulischen
Spannen noch mechanisch vorzuspannen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß der
Mittelabstand zwischen Kolben fest ist, so daß damit auch der Abstand zwischen zwei
Sägeblättern praktisch festgelegt ist. Es ist zwar möglich, daß die Angeln nicht genau
in der Mitte des Kolbens aufgesetzt werden, aber dann besteht die Gefahr, daß der
daneben liegende Kolben ebenfalls an der Angel angreift und so die doppelte Kraft
angelegt wird, was zum Zerreißen der Angel führen kann. In der Regel werden auch gewisse
Kolben der Einheit häufiger benützt als andere, so daß sich bei den ersteren und den
zugehörigen Zylindern früher Abnützungserscheinungen ergeben. Wenn aber auch nur ein
Zylinder der Einheit beschädigt ist, wird die ganze Einheit mit den vielen Zylindern
unbrauchbar und muß ausgewechselt werden (DE-C-661 577).
[0004] Durch die DE-AL-2 656 961 ist eine mechanische Spanneinrichtung bekannt geworden,
die durch ein hydraulisches Werkzeug betätigbar ist. Da für jedes Sägeblatt eine individuelle
Spanneinrichtung vorgesehen ist, ist es möglich, die Distanzen zwischen zwei Sägeblättern
problemlos zu ändern und das Gewicht der auf dem Gatterrahmen angeordneten Spannmittel
klein zu halten. Die Spanneinrichtung besteht im wesentlichen aus einer Sägeangel,
einem daran angeordneten Anlageteil und einem Befestigungskeil, mit dem das Sägeblatt
nach dem Spannen in der gespannten Lage gehalten wird. Das hydraulische Werkzeug besteht
aus einem Grundteil mit zwei Zylinderbohrungen, in welchem zwei Kolben eines Spannteils
angeordnet sind. Der Spannteil ist mit einem Kupplungskeil mit dem Anlageteil der
Sägeangel kuppelbar. Nach dem Ankuppeln des hydraulischen Werkzeugs kann dieses betätigt
werden, um das Sägeblatt zu spannen, worauf dann der Befestigungskeil soweit eingeschoben
wird, daß er nach dem Wegnehmen des hydraulischen Werkzeugs das Sägeblatt in der gespannten
Lage festhält. Nachteilig ist aber dabei, daß sowohl die Spanneinrichtung als auch
das hydraulische Werkzeug keine Einheiten darstellen, sondern jeweils einen separaten
Befestigungskeil bzw. einen seperaten Kupplungsteil benötigen, also Teile, die leicht
verloren gehen können. Des weiteren müssen diese Keile beim Einspannen und Ausspannen
eines Sägeblatts betätigt werden, wodurch natürlich die Rüstzeit vergrößert wird.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine auf einen Gatterrahmen anbringbare
hydraulische Spanneinrichtung zu schaffen, welche es erlaubt, die Distanzen zwischen
zwei Sägeblättern problemlos zu verändern und das Gewicht der auf dem Gatterrahmen
angeordneten Spannmittel klein zu halten und zugleich zusätzliche Teile, wie Kupplungs-
und Befestigungskeile, zu vermeiden.
[0006] Gemäß der Erfindung wird dies bei einer Spanneinrichtung der eingangs erwähnten Art
dadurch erreicht, daß die Spanneinrichtung einen Körper aufweist, dessen Breite nicht
größer ist als der kleinste übliche Mittelabstand zwischen zwei Sägeblättern, daß
der Körper Mittel zur Befestigung eines Sägeblattes oder einer Sägeblattangel aufweist
und daß im Körper mindestens auf einer Seite der Mittel mindestens eine zur Aufnahme
des hydraulischen Kolbens dienende Zylinderbohrung angeordnet ist, welche in Verbindung
mit einem im Körper angeordneten Druckerzeuger steht.
[0007] Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Spanneinrichtungen ist es möglich, die Distanzen
zwischen zwei Sägeblättern problemlos zu verändern. Werden beispielsweise zur Herstellung
von Bauholz nur wenige Sägeblätter verwendet, so sind auch nur wenige, relativ billige
Spanneinrichtungen notwendig. Wird eine solche Spanneinrichtung beschädigt, so kann
sie sofort durch eine andere solche Spanneinrichtung ersetzt werden. Bei der vorbekannten
hydraulischen Spanneinrichtung (DE-C-661 577) ist dies nicht ohne große Kosten möglich,
weil dort als Ersatz eine kostspielige Spanneinrichtung mit vielen Kolben in Reserve
gehalten werden muß. Die erfindungsgemäße Spanneinrichtung ist auch sehr einfach im
Aufbau und billig in der Herstellung. Es müssen nur soviele Spanneinrichtungen am
Gatter befestigt werden, wie Sägeblättereingespannt werden müssen. Die übrigen Spanneinrichtungen,
welche vor vollen Bestückung des Gatterrahmens mit Sägeblättern notwendig wären, müssen
also nicht ständig am Gatterrahmen befestigt sein. Dadurch wird das Gewicht vermindert
und die nicht benötigten Spanneinrichtungen laufen auch nicht Gefahr einer Beschädigung.
Ein wichtiger Vorteil besteht auch darin, daß der sogenannte Mitteneirthang bei Gattern
mit Breitenverstellung mit hydraulischen Spannelementen durchgeführt werden kann.
Bei solchen Gattern sind zwei Schlittenpaare mit zwei Gruppen von Sägeblättern vorgesehen,
welche die äußeren Teile des Stammes in Bretter verarbeiten. Die Schlittenpaare mit
den beiden Gruppen von Sägeblättern sind je nach der gewünschten Breite des herzustellenden
Balkens relativ zueinander verstellbar. Die hydraulischen Spannelemente können nun
aber nicht nur zum Spannen der zwischen einem Schlittenpaar angeordneten Sägeblätter
verwendet werden sondern auch zum Spannen von Sägeblättern, die gegebenenfalls noch
direkt am Gatter angeordnet werden, was z. B. dann der Fall ist, wenn ein dicker Stamm
in mehrere Balken aufgeteilt werden soll. Mit den bisherigen hydraulischen Spanneinrichtungen
war der sogenannte Mitteneinhang nicht möglich, was ein schwerwiegender Nachteil darstellte.
[0008] Vorteilhafter ist auf beiden Seiten der Mittel zur Befestigung eines Sägeblattes
je mindestens eine einen hydraulischen Kolben enthaltende Zylinderbohrung vorgesehen.
Durch diese Anordnung wird erreicht, daß der zur Verfügung stehende Raum gut ausgenützt
wird. Zweckmäßigerweise sind die Zylinderbohrungen miteinander in Verbindung. Dadurch
wird erreicht, daß in beiden Bohrungen der gleiche Druck herrscht und somit auf beiden
Seiten der Mittel zur Befestigung gleiche Kräfte auftreten. Um den zur Verfügung stehenden
Platz noch besser auszunützen, wird vorteilhaft vorgesehen, daß auf beiden Seiten
der Mittel zur Befestigung eines Sägeblattes zwei je einen hydraulischen Kolben enthaltende
Zylinderbohrungen vorgesehen sind. Durch die Anordnung mehrerer Zylinderbohrungen
kann auch bei relativ geringer Breite der Vorrichtung ohne größere Schwierigkeiten
und ohne die Verwendung extremer Drücke in der hydraulischen Flüssigkeit die gewünschte
Spannkraft erzielt werden.
[0009] Es ist zweckmäßig, daß jeder hydraulische Kolben eine im unbetätigten Zustand der
Spanneinrichtung bis zum Grunde der Zylinderbohrung reichende Verlängerung von kleinem
Durchmesser aufweist. Diese Verlängerung dient als Anschlag, mit dem vermieden wird,
daß der Kolben tiefer als notwendig in die Zylinderbohrung eindringt. Da die Zylinderbohrung
relativ lang ist, kann sie relativ viel hydraulische Flüssigkeit aufnehmen und dadurch
zugleich als Druckspeicher dienen. Zusätzlich kann noch mindestens ein separater Druckspeicher
vorgesehen sein, der mit den Zylinderbohrungen verbunden ist. Diese Druckspeicher
haben vorteilhaft die Form von zylinderischen Bohrungen und sind zweckmäßigerweise
zur Aufnahme weiterer Hydraulikflüssigkeit in der Mitte der Spanneinrichtung angeordnet.
Diese Druckspeicher ermöglichen eine relativ große Bewegung der hydraulischen Kolben,
ohne daß ein größerer Druckabfall stattfindet. Als besonders zweckmäßig hat sich die
Anordnung der Druckspeicher in Form einer zu den Zylinderbohrungen parallelen Bohrung
erwiesen.
[0010] Zweckmäßigerweise wird der Druckerzeuger durch einen in einer weiteren Zylinderbohrung
des Körpers untergebrachten Kolben gebildet, der von außen her betätigbar ist. Diese
Ausgestaltung erlaubt einen sehr kompakten Aufbau der Spanneinrichtung und vermeidet
hydraulische Leitungen mit all ihren Nachteilen.
[0011] Der Kolben des Druckerzeugers kann durch mechanische Mittel betätigbar sein. Diese
mechanischen Mittel können beispielsweise durch eine in einem Gewinde des Körpers
drehbare Schraube gebildet werden. Auf diese Weise ist eine Druckerzeugung mit sehr
einfachen Mitteln möglich.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen Gatterrahmen mit neun durch hydraulische Spanneinrichtung festgespannte
Sägeblätter,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Riegel des Gatterrahmens mit einem von einer hydraulischen
Spanneinrichtung gespannten Sägeblatt und einem Spannwerkzeug für die Spanneinrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Spanneinrichtung mit eingebautem Druckerzeuger,
Fig.4 einen teilweisen Schnitt durch eine Spanneinrichtung wie in Fig. 3, jedoch mit
einer anderen Ausführungsform des Druckerzeugers,
Fig. 5 einen Schnitt durch ein Spannwerkzeug mit hydraulisch betätigtem Druckstift,
Fig. 6 einen Schnitt durch ein pneumatisch/ hydraulisches Spannwerkzeug.
[0013] In Fig. 1 ist ein Gatterrahmen 10 dargestellt, der aus zwei Säulen 11 und dem oberen
und unteren Riegel 13, 15 besteht. Auf dem oberen Riegel 13, der oft auch als Joch
bezeichnet wird, befinden sich Leisten 17 aus gehärtetem Stahl (Fig. 2). Beim dargestellten
Gatterrahmen 10 sind zum Sägen des Stammes 16 zwei Gruppen von Sägeblättern 19 auf
zwei Paaren von Schlitten 12 vorgesehen. Diese Schlitten 12 können auf den zugehörigen
Riegeln 13, 15 relativ zueinander verschoben werden. Für jedes Sägeblatt 19, gleichgültig,
ob es nun zwischen einem Schlittenpaar oder direkt zwischen den Riegeln 13, 15, wie
in Fig. 1 in der Mitte dargestellt, angeordnet ist, ist zum Spannen eine separate
Spanneinrichtung 21 vorgesehen.
[0014] In Fig. 2 ist wiederum der obere Riegel 13 des Gatterrahmens 10 ersichtlich, jedoch
von der Seite und im Schnitt. Gezeigt ist ferner die in Fig. in der Mitte des Gatterrahmens
10 angeordnete Spanneinrichtung 21 mit der senkrechten Verlängerung 23, welche einen
Zapfen 25 zur Aufnahme einer Angel 27 für das Sägeblatt 19 aufweist. In Fig. 2 ist
ferner ein Ausführungsbeispiel eines Spannwerkzeuges 29 ersichtlich, das später unter
Bezugnahme auf Fig. 5 beschrieben wird.
[0015] Der Aufbau der hydraulischen Spanneinrichtung 21 ist aus Fig. 3 ersichtlich, die
einen teilweisen Schnitt darstellt. Die Spanneinrichtung 21 besteht im wesentlichen
aus einem ungefähr prismatischen Körper 31, der ungefähr in der Mitte eine Verlängerung
23 mit Mitteln, z. B. einem Zapfen 25, zur Befestigung eines Sägeblattes oder einer
Sägeblattangel aufweist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist die Breite des Körpers
31 nicht größer als der kleinstübliche Mittelabstand zwischen zwei Sägeblättern 19.
Im Körper 31 sind auf beiden Seiten der Verlängerung 23 je zwei Zylinderbohrungen
37 angeordnet, in welchen hydraulische Kolben 39 angeordnet sind. Es wäre auch möglich,
auf beiden Seiten nur je eine Zylinderbohrung 37 mit einem Kolben 39 vorzusehen. Bei
der Verwendung von mehreren Zylinderbohrungen 37 wird jedoch der vorhandene Platz
besser ausgenützt, und es kann mit geringeren hydraulischen Drücken gearbeitet werden.
Die Anordnung der Zylinderbohrungen 37 erfolgt vorteilhaft symmetrisch zur Mittelachse
38. Auf diese Weise können seitlich an den Zylinderwänden angreifende Kräfte praktisch
vermieden werden. Die Kolben 39 sind durch Federn 41 in Richtung der Zylinderbohrung
37 vorgespannt. Die Federn 41 liegen dabei an der Abschlußplatte 43 an, die mit nicht
eingezeichneten Schrauben am Körper 31 befestigt ist. Die Kolben 39 weisen eine bis
zum Grund der Zylinderbohrung 37 reichende Verlängerung 35 von kleinem Durchmesser
auf. Diese Verlängerung 35 dient als Anschlag und verhindert, daß der Kolben weiter
als notwendig in die Zylinderbohrung 37 eindringen kann. Da die Verlängerung 35 einen
kleinen Durchmesser aufweist, hat in der jeweiligen Zylinderbohrung 37 relativ viel
hydraulische Flüssigkeit Platz. Die Zylinderbohrungen 37 dienen daher auch als hydraulische
Druckspeicher. Die Kolben 39 besitzen in üblicher Weise einen Dichtring 47. Eine zusätzliche
Führungsfläche 49 ist zur besseren Führung des Kolbens 39 vorgesehen.
[0016] Die Zylinder 37 sind über Bohrungen 52, 53, 54, 56, 58 miteinander und mit zwei Druckspeichern
55 verbunden. Diese Druckspeicher 55 werden durch zwei zu den Zylinderbohrungen 37
parallele Bohrungen gebildet, die nachträglich durch Einschweißen von Deckeln 37'verschlossen
wurden. Dank des relativ großen Volumens der Hydraulikflüssigkeit in den Zylinderbohrungen
37 und den zusätzlichen Bohrungen 55 ergibt sich eine günstige Weg/Kraft-Charakteristik
für die Kolben 39. Dies heißt mit anderen Worten, daß nach dem Spannen der Sägeblätter
die Kolben 39 einen relativ großen Weg zurücklegen können, ohne daß die auf die Sägeblätter
wirkende Spannkraft stark abfällt.
[0017] In der Spanneinrichtung 21 ist auch ein Druckerzeuger 57 vorgesehen, der im wesentlichen
aus einer weiteren Zylinderbohrung 58', einem Kolben 59 und einer Rückstellfeder 63
besteht. Dieser Kolben 59 besitzt in üblicher Weise einen Dichtring 61. Eine Abschlußplatte
70, die mit nicht ausgezeichneten Schrauben am Körper 31 befestigt ist, weist eine
Öffnung 72 mit kleinerem Durchmesser als die Zylinderbohrung 58' auf und verhindert
somit ein Herausfallen des Kolbens 59. Die Zylinderbohrung 58' des Druckerzeugers
kann zur Erzeugung eines Druckes in den Zylinderbohrungen 37 mit diesen über die Bohrungen
65, 66, 66',66" korrespondieren. Um den Druck in den Zylinderbohrungen 37 aufrechtzuerhalten,
wird durch Anziehen der Schraube 67 das Kugelventil geschlossen. Das Kugelventil besteht
aus der Kugel 68 und dem Kolben 68'. Es ist auch die Verwendung eines anderen Ventils,
z. B. eines Rückschlagventils, denkbar. In diesem Falle könnte die Notwendigkeit des
Anziehens der Schraube 67 entfallen. Es müßten dann aber Mittel vorgesehen werden,
um zum Lösen der Spannvorrichtung den Druck in der Spannvorrichtung abzusenken.
[0018] Die Abschlußplatten 43 und 70 sind vorteilhaft mit Zentriermitteln 44, z. B. Vorsprüngen
versehen, welche in Aussparungen 93 des in Fig. 5 gezeigten Spannwerkzeuges 29 passen,
um dieses zu zentrieren.
[0019] Ein mit einem Gewinde versehenes Entlüftungsloch 75 dient der Entlüftung der Spanneinrichtung
21 beim Einfüllen der hydraulischen Flüssigkeit. Das Einfüllen kann beispielsweise
durch die Bohrung 66 vor dem Einlegen der Ventilteile 68, 68' und 67 erfolgen, wobei
die Spanneinrichtung so angeordnet wird, daß das Entlüftungsloch 75 nach oben gerichtet
ist.
[0020] Der Druckerzeuger 57 ist so konzipiert, daß er durch ein in den Figuren 2, 5 und
6 dargestelltes Spannwerkzeug betätigt werden kann, welches einen Druck in Richtung
des Pfeils 69 erzeugt. Es wäre aber auch möglich, Spanneinrichtung und Spannwerkzeug
so auszugestalten, daß hydraulische Flüssigkeit durch eine Kupplung der Spanneinrichtung
von einer Druckquelle her zugeführt wird. Die Verwendung eines Druckerzeugers 57 ist
jedoch vorteilhafter, weil bei der Verwendung einer hydraulischen Spanneinrichtung
21 mit Druckerzeuger 57 das Spannen auf sehr einfache Weise und sehr rasch bewerkstelligt
werden kann. Wenn ein Druck in Richtung des Pfeils 69 ausgeübt wird, wird dadurch
hydraulische Flüssigkeit aus derZylinderbohrung 58 über die Bohrungen 65, 66, 66',
66" in die Zylinderbohrungen 37 gedrückt, so daß die Zapfen 79 der Kolben 39 nach
außen treten und die Spanneinrichtung samt dem Sägeblatt 19 (Fig. 2) anheben. Dadurch
wird das Sägeblatt zwischen den Riegeln 13, 15 (Fig. 1) gespannt.
[0021] Das in Fig. 5 gezeigte, hydraulisch betätigbare Spannwerkzeug 29 besitzt einen hydraulischen
Zylinder 86 mit einem Druckstift 89'. Diesem Druckstift 89' gegenüber weist das Spannwerkzeug
in einem Abstand, welcher leicht größer ist als die Höhe der Spanneinrichtung, eine
Auflagefläche 91 auf, welche mit einer entsprechenden Auflagefläche 93 (Fig. 3) der
Spanneinrichtung in Berührung gebracht werden kann. Das Werkzeug 29 weist einen drehbar
gelagerten Schlüssel 94 zum Öffnen und Schließen der Ventilschraube 67 der Spanneinrichtung
21 auf. Der Schlüssel 94 besteht aus dem drehbaren Schaft 95, an welchem ein Hebel
96 angebracht ist. Zum bequemen Arbeiten besitzt das Spannwerkzeug einen Griff 97,
der durch eine Öffnung 92 gebildet wird.
[0022] Mit diesem Spannwerkzeug können die einzeinen Spanneinrichtungen 21 leicht betätigt
werden, indem das Spannwerkzeug 29 an die Spanneinrichtung 21 angesetzt wird, wobei
den Zentriermitteln 44 angepaßte Aussparungen 93 oder dergleichen für Zentrierung
sorgen. Dann wird hydraulischer Druck, z. B. durch eine Hydraulikpumpe erzeugt, so
daß der Druckstift 89' auf den Kolben 59 des Druckerzeugers 57 wirkt. Durch Betätigung
des Griffes 96 wird dann das Ventil 68, 68' geschlossen, so daß der hydraulische Druck
auch dann noch in der Spanneinrichtung 21 aufrechterhalten bleibt, wenn das Spannwerkzeug
29 wieder entfernt wird. Da die Riegel 13, 15 des Rahmens 10 etwas durchfedern können,
ist es gegebenenfalls notwendig, nach dem ersten Spannen die Spannoperation nochmals
zu wiederholen. Es wäre aber auch möglich, vor dem hydraulischen Spannen in bekannter
Weise die Angeln auf mechanischem Wege vorzuspannen. Es erweist sich aber in den meisten
Fällen als zweckmäßig, auf eine mechanische Vorspannung zu verzichten, weil dadurch
sowohl die Spanneinrichtung als auch die Spannoperation vereinfacht wird.
[0023] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Spannwerkzeugs 29. Bei diesem
Ausführungsbeispiel ist ein pneumatischer Zylinder 81 vorgesehen, dessen Kolben 83
einen durch eine Öffnung 85 in einen hydraulischen Zylinder 86 ragenden Zapfen 84
aufweist. Der Kolben 87 weist eine Aussparung 88 auf, deren Durchmesser größer ist,
als jener des Zapfens 84. Diese Aussparung ist mit hydraulischer Flüssigkeit gefüllt.
Sowohl für den pneumatischen Kolben 83 als auch für den hydraulischen Kolben 87 sind
Rückstellfedern 89 bzw. 90 vorgesehen. Durch die beiden Zylinder 81, 86 wird ein pneumatischhydraulischer
Kraftverstärker geschaffen. Am Kolben 87 ist ein Druckstift 89' vorgesehen. Diesem
gegenüber weist das Spannwerkzeug in einem Abstand, welcher leicht größer ist als
die Höhe der Spanneinrichtung, eine Auflagefläche 91 auf, welche mit einer entsprechenden
Auflagefläche 93' der Spanneinrichtung 21 in Berührung gebracht werden kann.
[0024] Es ist auch möglich, die Spanneinrichtung so auszugestalten, daß als Spannwerkzeug
beispielsweise ein gewöhnlicher Sechskantschlüssel verwendet werden kann. Um dies
zu ermöglichen, weist das in Fig. 4 gezeigte weitere Ausführungsbeispiel einer hydraulischen
Spanneinrichtung 21 einen entsprechend ausgestalteten Druckerzeuger 57 auf. Im übrigen
kann die Spanneinrichtung 21 gleich wie in Figur 3 gezeigt aufgebaut sein. Beim Druckerzeuger
57 gemäß Figur 4 wird der Druck durch eine Schraube 71 erzeugt, die auf den Kolben
59 einwirkt. Zu diesem Zwecke genügt es, einen Sechskantschlüssel (nicht eingezeichnet)
in die Sechskantöffnung 73 der Schraube 71 einzuführen und diese im Gewinde 74 so
zu drehen, daß der Kolben 59 nach unten bewegt wird. Dadurch wird hydraulische Flüssigkeit
über die Bohrungen 66, 66', 66" in die Zylinderbohrungen 37 gedrückt, so daß die Zapfen
79 der Kolben 39 nach außen treten und die Spanneinrichtung 21 samt dem Sägeblatt
19 (Fig. 2) anheben. Dadurch wird das Sägeblatt, wie bereits vorher beschrieben, zwischen
den Riegeln 13 und 15 (Fig. 1) gespannt.
1. Auf einem Gatterrahmen anbringbare hydraulische Spanneinrichtung (21) zum Spannen
von Sägeblättern (19), mit mindestens einem Kolben (39), der mittels einer hydraulischen
Flüssigkeit betätigbar ist, um das Sägeblatt (19) zu spannen und durch den Druck in
der hydraulischen Flüssigkeit weiter in gespannter Lage zu halten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spanneinrichtung einen Körper (31) aufweist, dessen Breite nicht größer ist
als der kleinste übliche Mittelabstand zwischen zwei Sägeblättern (19), daß der Körper
(31) Mittel (23, 25) zur Befestigung eines Sägeblattes (19) oder einer Sägeblattangel
aufweist und daß im Körper (31) mindestens auf einer Seite der Mittel (23) mindestens
eine zur Aufnahme des hydraulischen Kolbens (39) dienende Zylinderbohrung (37) angeordnet
ist, welche in Verbindung mit einem im Körper (31) angeordneten Druckerzeuger (57)
steht.
2. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten
der Mittel (23, 25) zur Befestigung eines Sägeblattes (19) je mindestens eine einen
hydraulischen Kolben (39) enthaltende Zylinderbohrung (37) vorgesehen ist.
3. Spanneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderbohrungen
(37) miteinander in Verbindung stehen.
4. Spanneinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden
Seiten der Mittel (23, 25) zur Befestigung eines Sägeblattes (19) zwei je einen hydraulischen
Kolben (39) enthaltende Zylinderbohrungen (37) vorgesehen sind.
5. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
je eine Rückstellfeder (41) zur Rückstellung der Kolben (39) vorgesehen ist.
6. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder hydraulische Kolben (39) eine im unbetätigten Zustand der Spanneinrichtung bis
zum Grunde der Zylinderbohrung (37) reichende Verlängerung (35) von kleinem Durchmesser
aufweist.
7. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Körper (31) mindestens einen Druckspeicher (55) enthält, der mit den Zylinderbohrungen
(37) verbunden ist.
8. Spanneinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckspeicher
(55) die Form einer zu den Zylinderbohrungen (37) parallelen Bohrung aufweist.
9. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckerzeuger (57) durch einen in einer weiteren Zylinderbohrung (58') des Körpers
(31) untergebrachten Druckkolben (59) gebildet wird, der von außen her betätigbar
ist.
10. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckkolben (59) des Druckerzeugers (57) durch mechanische Mittel betätigbar ist.
11. Spanneinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanischen
Mittel durch eine in einem Gewinde (74) des Körpers (31) drehbare Schraube gebildet
werden.
12. Spanneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
Zentriermittel (44) zum Zentrieren eines an die Spanneinrichtung anzusetzenden Spannwerkzeuges
(29) vorgesehen sind.
1. Hydraulic tensioning device (21) for tensioning saw blades (19) on a saw frame,
said tensioning device (21) comprising at least one piston (39) capable of being actuated
by a hydraulic fluid to tension the saw blade (19) and to keep it in tensioned position
by the pressure in the hydraulic fluid, characterized in that the tensioning device
comprises a body (31) having a width not being larger than the usual center-to-center-distance
between two saw blades (19), in that the body (31) comprises means (23, 25) for attaching
a saw blade (19) or a saw blade holder, and in that in the body (31), at least on
one side of the means (23), at least one cylinder bore (37) for receiving the hydraulic
piston (39) is provided, said cylinder bore (37) being connected to a pressure generator
(57) located in the body (31).
2. Tensioning device as claimed in claim 1, characterized in that on both sides of
the means (23,25) for attaching a saw blade (19) at least one cylinder bore (37) containing
a hydraulic piston (39) is provided.
3. Tensioning device as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the cylinder
bores (37) are communicating with each other.
4. Tensioning device as claimed in claim 2 or 3, characterized in that on both sides
of the means (23, 25) for attaching a saw blade (19) two cylinder bores (37) are provided,
each cylinder bore (37) containing a hydraulic piston (39).
5. Tensioning device as claimed in one of the claims 1 to 4, characterized in that
for each piston (39) a return spring (41) is provided.
6. Tensioning device as claimed in one of the claims 1 to 5, characterized in that
each hydraulic piston (39) comprises an extension (35) of small diamter which extension,
if the tensioning device is not actuated, extends to the bottom of the cylinder bore
(37).
7. Tensioning device according to one of the claims 1 to 6, characterized in that
the body (31) comprises at least one pressure reservoir (55) connected to the cylinder
bores (37).
8. Tensioning device according to claim 7, characterized in that the pressure reservoir
(55) has the form of a bore parallel to the cylinder bores (37).
9. Tensioning device according to one of the claims 1 to 8, characterized in that
the pressure generator (57) is provided by a pressure piston (59) located in a further
cylinder bore (58') of the body (31), said pressure piston (59) being adapted to be
actuated from the outside.
10. Tensioning device according to one of the claims 1 to 9, characterized in that
the pressure piston (59) of the pressure generator (57) is actuatable by mechanical
means.
11. Tensioning device according to claim 10, characterized in that the mechanical
means are a screw capable of being rotated in a thread (74) of the body (31).
12. Tensioning device according to one of the claims 1 to 11, characterized in that
centering means (44) are provided for centering a centering tool (29) when applied
to the tensioning device.
1. Dispositif de tension hydraulique (21) adaptable sur un châssis de scies pour tendre
des lames de scies (19), avec au moins un piston (39) actionnable au moyen d'un liquide
hydraulique, pour tendre la lame de scie (19) et pour la maintenir en position tendue
par la pression dans le liquide hydraulique, caractérisé en ce que le dispositif de
tension comporte un corps (31) dont la largeur n'est pas supérieure à la distance
moyenne ordinaire la plus petite entre deux lames de scies (19), en ce que le corps
(31) présente des moyens (23, 25) pour la fixation d'une lame des scie (19) ou d'une
queue de lame de scie, et en ce que, dans le corps (31), au moins d'un côté des moyens
(23), est disposé au moins un alésage cylindrique (37) servant à la réception du piston
hydraulique (39), alésage qui est en communication avec un générateur de pression
(57) disposé dans le corps (31).
2. Dispositif de tension suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, des deux
côtés des moyens (23, 25) pour la fixation d'une lame de scie (19), on a prévu chaque
fois au moins un alésage cylindrique (37) contenant un piston hydraulique (39).
3. Dispositif de tension suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les
alésages cylindriques (37) sont en communication entre eux.
4. Dispositif de tension suivant la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que des
deux côtés des moyens (23, 25) pour la fixation d'une lame de scie (19), on a prévu
deux alésages cylindriques (37) contenant chacun un piston hydraulique (39).
5. Dispositif de tension suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
qu'un ressort de rappel (41) est prévu pour le rappel des pistons (39).
6. Dispositif de tension suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
que chaque piston hydraulique (39) présente un prolongement (35) de petit diamètre
arrivant jusqu'au fond de l'alésage cylindrique (37), dans l'état de non activité
du dispositif de tension.
7. Dispositif de tension suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que le corps (31) contient au moins un accumulateur de pression (55) qui est relié
aux alésages cylindriques (37).
8. Dispositif de tension suivant la revendication 7, caractérisé en ce que l'accumulateur
de pression (55) a la forme d'une forure parallèle aux alésages cylindriques (37).
9. Dispositif de tension suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce
que le générateur de pression (57) est formé par un piston de compression (59) logé
dans un autre alésage cylindrique (58) du corps (31) et qui est actionnable de l'extérieur.
10. Dispositif de tension suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce
que le piston de compression (59) du générateur de pression (57) peut être actionné
par des moyens mécaniques.
11. Dispositif de tension suivant la revendications 10, caractérisé en ce que les
moyens mécaniques sont formés par une vis qui peut tourner dans un taraudage (74)
du corps (31).
12. Dispositif de tension suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en
ce que des moyens de centrage (44) sont prévus pour le centrage d'un outil de tension
(29) à appliquer au dispositif de tension.