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EP 0 047 360 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.01.1985 Patentblatt 1985/03 |
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Anmeldetag: 05.06.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B41M 5/24 |
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Verfahren zum Aufbringen einer Gleitschicht auf die Oberfläche eines mit einer dünnen
Aluminiumschicht überzogenen Aufzeichnungsträgers
Process for the manufacture of a sliding layer on the surface of a recording substrate
coated with a thin aluminium layer
Procédé de formation d'une couche lisse sur la surface supérieure d'un support d'impression
recouvert d'une mince couche d'aluminium
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
27.08.1980 DE 3032223
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.03.1982 Patentblatt 1982/11 |
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Anmelder: |
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- IBM DEUTSCHLAND GMBH
D-70569 Stuttgart (DE)
DE
- International Business Machines
Corporation
Armonk, N.Y. 10504 (US)
FR GB IT
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Erfinder: |
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- Bahr, Dietrich Jürgen, Dr.
D-7033 Herrenberg (DE)
- Briska, Marian, Dipl.-Ing.
D-7030 Böblingen (DE)
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Vertreter: Kreidler, Eva-Maria, Dr. rer. nat. |
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Schönaicher Strasse 220 D-7030 Böblingen D-7030 Böblingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen einer Gleitschicht auf die Oberfläche
eines mit einer dünnen Aluminiumschicht überzogenen Aufzeichnungsträgers, bei dem
als Gleitschicht eine Metallseife in einer Schichtdikke von 2 bis 1000 nm auf die
Oberfläche der Aluminiumschicht aufgebracht wird.
[0002] Beim elektrographischen Aufzeichnungsvorgang auf einer mit einer Aluminiumschicht
überzogenen Folie oder auf einem mit einer Aluminiumschicht und einer Lackschicht
überzogenen Papier müssen die Schreibelektroden unmittelbar einen elektrischen Kontakt
mit der Aluminiumschicht haben. Nahezu jedes Aufzeichnungsgerät ist für einen kontinuierlichen
Schreibvorgang entworfen, d.h. es findet immer eine Relativbewegung zwischen den Schreibelektroden
und dem mit Aluminium beschichteten Aufzeichnungsträger statt. Auch während dieser
Relativbewegung muss der elektrische Kontakt zwischen den Elektroden und dem mit Aluminium
beschichteten Aufzeichnungsträger gewährleistet sein, d.h. die Elektroden schleifen
auf der Aluminiumschicht, unabhängig davon, ob gerade geschrieben wird oder nicht.
Dieses Schleifen hinterlässt in den Bereichen, in denen das Aluminium nicht ausgebrannt,
d.h. verdampft ist, Schleif- oder Kratzspuren, deren Stärke und Eigenart einmal von
der Rauhigkeitsstruktur und den verwendeten Materialien bei der Herstellung des Aufzeichnungsträgers,
zum anderen von der Grösse und Anordnung der einzelnen Elektroden abhängen. Insbesondere
bei sehr dünnen Elektroden für die qualitativ hochwertigen Aufzeichnungen ergeben
sich wegen der relativ hohen Flächenpressung starke Spuren, die im günstigsten Fall
nur optisch unschön sind, im ungünstigsten Fall aber eine Wiedergabe oder Reproduktion
des beschriebenen Aufzeichnungsträgers, beispielsweise durch Kopieren erheblich erschweren,
wenn nicht gar unmöglich machen.
[0003] Aus der DE-C-849609 sind Aufzeichnungsträger mit einem aufgedampften Metallbelag
bekannt, die mit Schutzschichten aus chemisch beständigen Verbindungen des Belagmetalls,
z.B. Oxiden oder Carbonaten, aus Quarz oder Paraffin, oder insbesondere aus Ölen versehen
sind. Es ist bekannt, dass Schichten aus den zuvor beschriebenen Materialien Schleif-
und Kratzspuren auf dem Metallbelag mehr oder weniger reduzieren können.
[0004] Die in der EP-A-36469, welche aufgrund des Artikels 54(3) und (4) EPÜ zum Stand der
Technik gehört, vorgeschlagene Beschichtung mit einer 2 bis 1000 nm dicken Schicht
einer Metallseife hat sich bereits als recht gute Lösung für das Problem der Beseitigung
von Schleif- und Kratzspuren erwiesen. Derartige Metallseifenschichten kann man beispielsweise
mit Tauch-, Spritz-, Aufdampf- oder Sputterverfahren oder auch rein mechanisch aufbringen.
[0005] Bei Experimenten mit gesättigten, reinen Metallseifen, wie z.B. AI-Stearat, Li-Stearat,
Mg-Palmitat oder Li-Palmitat hat sich jedoch herausgestellt, dass diese beim trockenen,
mechanischen Auftrag eine zu hohe Härte und schlechte Haftung auf dem Aluminium aufweisen.
Des weiteren war eine Beschädigung der Aluminiumschicht des Aufzeichnungsträgers nicht
völlig auszuschliessen. Insbesondere wird beim trockenen, mechanischen Auftragen solcher
reiner Metallseifen das Aluminium angeschliffen, so dass sich eine unterschiedlich
hohe Vergrauung des Aufzeichnungsträgers ergibt. Die ungesättigten Seifen, wie z.B.
Zn-Oleat lassen sich nach dem mechanischen Verfahren ohnehin nicht auftragen, da sie
meistens eine zähflüssige und klebrige Konsistenz haben. Im Gemisch mit gesättigten
Seifen können sie jedoch eine Reihe wertvoller Eigenschaften aufweisen, und zwar durch
Polymerisation und Vernetzung.
[0006] Um die obengenannten Schwierigkeiten zu überwinden, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen,
dass die Metallseife in einem trockenen, mechanischen Auftragverfahren aufgebracht
wird und vor dem Aufbringen mit 10-30 Gew.%, bezogen auf das Gewicht der Gleitschicht,
eines mehrfunktionellen, aliphatischen Alkohols zu vermischen. Man geht dabei so vor,
dass die Metallseife in einem Mörser oder in einer Mühle mit 10-30 Gew.% des aliphatischen
Alkohols zu einer homogenen geschmeidigen Masse vermischt wird. In diesem Fall können
sowohl gesättigte als auch Mischungen aus gesättigten und ungesättigten Metallseifen
verwendet werden. Als reine Metallseifen eignen sich hierbei insbesondere Al-Stearat,
Li-Stearat, Mg-Palmitat oder Li-Palmitat. Selbstverständlich sind hier auch Natrium-
oder Kaliumseifen geeignet, wie z.B. deren Stearate und Palmitate. Vorzugsweise wird
man als Beimischung mehrfunktionelle, aliphatische Alkohole mit relativ sehr kurzen
Ketten verwenden, wie z.B. Glycerin oder Äthylenglykol.
[0007] Höhere Beimischungen von mehr als 30 Gew.% Alkohol zeigen keine Nachteile. Einige
Versuche wurden mit Alkoholzugaben von 1:0,7 durchgeführt und wurden für funktionsfähig
befunden.
[0008] Als besonders wirksam hat sich ein rein mechanisches Auftragverfahren herausgestellt,
bei dem die Metallseife, die erfindungsgemäss präpariert wurde, mittels eines weichen
Wattebausches auf die Aluminiumoberfläche dünn und gleichmässig aufgerieben und aufpoliert
wird. Mit zunehmendem Poliergrad nimmt auch die Wirksamkeit dieser Seifenschicht zu.
Solche polierten Schichten haben dennoch die Mattigkeit eines nicht behandelten Aufzeichnungsträgers.
Es hat sich gezeigt, dass derart beschichtete Aufzeichnungsträger praktisch keine
Kratz- und Schleifspuren mehr zeigen.
1. Verfahren zum Aufbringen einer Gleitschicht auf die Oberfläche eines mit einer
dünnen Aluminiumschicht überzogenen Aufzeichnungsträgers, bei dem als Gleitschicht
eine Metallseife in einer Schichtdicke von 2 bis 1000 nm auf die Oberfläche der Aluminiumschicht
aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallseife in einem trockenen,
mechanischen Auftragverfahren aufgebracht wird und vor dem Aufbringen mit 10 bis 30
Gew.%, bezogen auf das Gewicht der Gleitschicht, eines mehrfunktionellen, aliphatischen
Alkohols in einem Mörser oder einer Mühle zu einer homogenen Masse vermischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Metallseife eine gesättigte
oder eine Mischung aus gesättigten und ungesättigten Metallseifen verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als gesättigte Metallseife
reines AI-Stearat, Li-Stearat, Mg-Palmitat oder Li-Palmitat verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit einer
gesättigten Metallseife als ungesättigte Metallseife Zn-Oleat verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als aliphatischer Alkohol
Äthylenglykol verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als aliphatischer Alkohol
Glycerin verwendet wird.
1. Process for applying a sliding layer to the surface of a record carrier covered
with a thin aluminium layer, wherein a 2 to 1000 nm thick layer of a metallic soap
is applied as a sliding layer to the surface of the aluminium layer, characterized
in that, prior to being applied in a dry, mechanical process, the metallic soap is
mixed in a mortar or mill with 10 to 30 per cent by weight, as referred to the weight
of the sliding layer, of a multi-functional, aliphatic alcohol to form a homogeneous
mass.
2. Process according to claim 1, characterized in that a saturated metallic soap or
a mixture of saturated and unsaturated metallic soaps is used as a metallic soap.
3. Method according to claim 2, characterized in that pure AI-stearate, Li-stearate,
Mg-palmitate, or Li-palmitate is used as a saturated metallic soap.
4. Process according to claim 2, characterized in that Zn-oleate is used as an unsaturated
soap in conjunction with a saturated metallic soap.
5. Process according to claim 1, characterized in that ethylene glycol is used as
the aliphatic alcohol.
6. Process according to claim 1, characterized in that glycerin is used as the aliphatic
alcohol.
1. Procédé de formation d'une couche lisse sur la surface supérieure d'un support
d'impression recouvert d'une mince couche d'aluminium, dans lequel on dépose comme
couche lisse un savon métallique en une épaisseur de couche de 2 à 1000 nm à la surface
de la couche d'aluminium, caractérise en ce qu'on dépose le savon métallique dans
un procédé d'apport mécanique à sec et en ce qu'avant de le déposer on le mélange
avec de 10 à 30% en poids, par rapport au poids de la couche lisse, d'un alcool aliphatique
poly- fonctionnel dans un mortier ou un moulin pour donner une masse homogène.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme savon métallique
un savon métallique saturé ou un mélange de savons métalliques saturés et non saturés.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on utilise comme savon métallique
saturé le stéarate d'aluminium, le stéarate de lithium, le palmitate de magnésium
ou le palmitate de lithium pur.
4. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on utilise l'oléate de zinc
comme savon métallique non saturé en liaison avec un savon métallique saturé.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise l'éthylèneglycol
comme alcool aliphatique.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise la glycérine
comme alcool aliphatique.