[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Garn mit einem
Bandförderer mit Antriebsvorrichtung, einem Wickelkopf mit einem auf einer Kreisbahn
geführten Fadenführer, durch den das Garn in Form von Schlingen nach Art einer Schraubenwendel
auf den Bandförderer an dessen in Transportrichtung vorderem Ende gelegt wird, einem
Mast mit im wesentlichen sich in Längsrichtung des Masts erstreckenden, um den Mast
herum angeordneten Fördermitteln, auf die durch den Wickelkopf die Garnschlingen derart
auflegbar sind, dass sich beim Betrieb der Vorrichtung der Mast mindestens zu einem
Teil seiner Länge innerhalb der Garnschlingen befindet, und mit einer Vorrichtung
zum Abziehen des Garns am hinteren Ende des Bandförderers.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist durch die DE-OS 19 25 315 bekannt. Bei der bekannten
Vorrichtung, bei der der Bandförderer durch einen in seinem Inneren angeordneten,
parallel zur Transportrichtung verlaufenden Tragmast gehalten ist, ist zum Antrieb
des Bandförderers von einem ausserhalb des Bandförderers angeordneten Motor her ein
kompliziertes Zahnradgetriebe erforderlich, das gleichzeitig als Halterung für den
Mast dient. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Vorrichtung
demgegenüber zu vereinfachen.
[0003] Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass zum Antrieb des Bandförderers
ein in Bewegungsrichtung des Bandförderers beweglich angetriebenes Antriebsglied vorgesehen
ist, das mit dem Förderband des Bandförderers oder mit einem mit diesem gekoppelten
Antriebsteil durch die durch die Schlingen definierte Fläche hindurch gekoppelt ist.
[0004] Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass kein im Bereich der Verankerung des zentralen
Masts des Bandförderers angeordnetes Zahnradgetriebe erforderlich ist, da die Antriebskraft
für das Förderband im einfachsten Fall unmittelbar auf dieses übertragen wird. Die
Erfindung soll eine Übertragung der Antriebskraft durch Magnetkräfte mitumfassen;
hierzu könnte das Förderband beispielsweise aus nicht magnetischem Material bestehen,
in das im Abstand voneinander angeordnete ferromagnetische Abschnitte eingearbeitet
sind, die zum Beispiel durch einen oder mehrere beweglich angetriebene Magnete bewegt
werden; auch ein Antrieb mittels eines Linearmotors, wobei beispielsweise das Förderband
aus Metall besteht, ist denkbar. Bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform der Erfindung,
bei der das Antriebsglied mit dem Bandförderer in mechanischem Kontakt ist, wobei
die Bewegungsgeschwindigkeit des Antriebsgliedes in Transportrichtung des Bandförderers
etwa dessen Transportgeschwindigkeit entspricht. Da hier eine allenfalls auftretende
Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Bandförderer und dem Antriebsglied relativ
gering ist, schadet es nichts, wenn die auf den Bandförderer gelegten Schlingen mit
dem Antriebsglied körperlich in Kontakt kommen. Wenn dafür gesorgt ist, dass die Zeitdauer,
während der ein derartiger Kontakt besteht, relativ klein ist, so kann durchaus auch
eine an sich erhebliche Geschwindigkeitsdifferenz bestehen, die wegen der Kürze der
Zeit, in der sie wirksam ist, jedoch nicht zu einer Störung oder gar Beschädigung
der aufgelegten Schlingen führt. Wenn das Antriebsglied unmittelbar mit dem Förderband
in Kontakt ist, wird, von einem möglicherweise auftretenden Schlupf abgesehen, im
allgemeinen keine Geschwindigkeitsdifferenz vorhanden sein; eine Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen dem Antriebsglied und dem angetriebenen Teil ist aber dann möglich, wenn,
wie später noch ausgeführt wird, das Antriebsglied beispielsweise mit einer innerhalb
der durch die Schlingen definierten Fläche angeordneten Antriebsrolle in Kontakt ist.
[0005] Die Erfindung soll zwar einen formschlüssigen Kontakt zwischen dem Antriebsglied
und dem von diesem angetriebenen Teil mitumfassen, bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform
der Erfindung, bei der der mechanische Kontakt ein Reibkontakt ist. Dabei kann die
Anordnung dann ohne Schwierigkeiten so getroffen sein, dass die mit den Garnschlingen
in Berührung kommenden Teile, also das Antriebsglied und das von diesem angetriebene
Teil, keinerlei Vorsprünge haben, an denen im Falle einer Betriebsstörung sich die
Garnschlingen verhaken könnten.
[0006] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist das Antriebsglied linear beweglich angetrieben.
Dabei kann das Antriebsglied eine hin- und hergehende Bewegung ausführen, wobei es
bei der einen Bewegungsrichtung zur Anlage an dem Förderband gebracht ist, und in
der umgekehrten Richtung von diesem abgehoben ist. Bei einer anderen Ausführungsform
der Erfindung dagegen ist das Antriebsglied rotierend angetrieben, insbesondere ist
es ein Rad. Das rotierende Antriebsglied könnte aber auch nach Art eines Förderbandes
ausgebildet sein, das im wesentlichen auf seiner ganzen Länge mit dem Trum des Förderbandes
des Bandförderers in Eingriff ist, das die Schlingen hält. Unter dem Begriff Rad soll
hier auch eine Walze verstanden sein, also ein Rad mit erheblicher Dicke in Achsrichtung
gemessen.
[0007] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist das Rad mit einem im Inneren der Schlingen
angeordneten, mit dem Förderband in Antriebsverbindung stehenden Reibrad gekoppelt.
Vorzugsweise liegt die Berührungszone zwischen dem Rad und dem Reibrad etwa in der
durch die Schlingen definierten Fläche. Es findet dabei also kein Durchdrücken der
einzelnen Schlingen im Bereich der Berührungszonen statt, wodurch eine Dehnung der
einzelnen Schlingen bewirkt werden könnte. Eine derartige Dehnung muss jedoch nicht
unbedingt zu einer Beschädigung des Garns oder zu einer Beeinträchtigung eines Behandlungsvorganges
führen, der mit Hilfe der erfindungsgemässen Vorrichtung ausgeführt wird, beispielsweise
eines Schrumpfvorgangs oder eines Dämpfvorgangs.
[0008] Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das Rad mit dem Förderband in
Kontakt und das Förderband ist an seiner dem Rad abgewandten Seite in dessen Bereich
abgestützt. Dadurch kann durch das Rad eine ausreichend starke Anpresskraft gegen
das Förderband ausgeübt werden, um dieses mittels Reibungskräften sicher anzutreiben.
Die Umfangsgeschwindigkeit des Rads ist hierbei bis auf einen Schlupf gleich der Transportgeschwindigkeit
des Förderbandes, so dass die Lage der sich zwischen dem Rad und dem Förderband befindenden
Garnschlingen nicht oder kaum verändert wird. Die einzige Beeinflussung, die auf das
Garn ausgeübt wird, ist ein kurzzeitiges Einklemmen zwischen dem Förderband und dem
Rad (oder dem Reibrad und dem Rad bei der oben beschriebenen Ausführungsform), diese
kurzzeitige Zusammendrückung beeinflusst aber das Garn nicht oder nur in einem völlig
vernachlässigbaren Umfang.
[0009] Wenn das auf den Bandförderer aufzulegende Garn sich nicht auf einer am Wickelkopf
selbst angeordneten Vorratsspule befindet, sondern von ausserhalb her der Vorrichtung
zugeführt wird und beispielsweise von einem rotierenden Verlegerohr auf den Bandförderer
aufgelegt wird, wie dies bei der bekannten Vorrichtung der Fall ist, so ist es nicht
möglich, den den Bandförderer haltenden Mast unmittelbar drehfest zu lagern, um ein
unerwünschtes Rotieren des Bandförderers zu verhindern, sondern die drehfeste Halterung
des Masts wird bei der bekannten Vorrichtung unter Verwendung eines Planetengetriebes
bewirkt, das auch zum Antrieb des Bandförderers selbst dient. Gemäss einer Ausführungsform
der Erfindung ist die Sicherung gegen ein Verdrehen des Bandförderers gegenüber der
bekannten Vorrichtung dadurch vereinfacht, dass der Bandförderer um seine Längsachse
drehbar gelagert ist, und dass eine im Bereich der Schlingen des Garns von aussen
angreifende Abstützung zum Verhindern einer Drehung des Bandförderers um die Längsachse
vorgesehen ist. Eine derartige Sicherung gegen Verdrehen ist an sich aus der DE-B-2338703
bekannt. Die an sich drehbare Lagerung des Bandförderers ist deswegen erforderlich,
um das soeben genannte rotierende Verlegerohr vorsehen zu können. Die Abstützung kommt
wiederum mit den Schlingen des Garns in Eingriff, wobei jedoch eine Störung der Lage
der Schlingen oder eine Beschädigung des Garns vermieden wird, wenn diese Abstützung
in der gleichen Weise ausgebildet ist, wie oben für das Antriebsglied an Hand von
verschiedenen Ausführungsformen beschrieben wurde. Besonders einfach lässt sich die
Anordnung verwirklichen, wenn die Abstützung gemäss einer Ausführungsform der Erfindung
mindestens ein Stützrad aufweist, dessen Drehachse quer zur Förderrichtung des Bandförderers
verläuft. Dieses Stützrad braucht nicht selbst angetrieben zu sein, es sollte aber
genügend leichtgängig gelagert sein.
[0010] Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung bildet das rotierend antreibende Rad,
das zum Antrieb des Bandförderers vorgesehen ist, gleichzeitig das Stützrad. Das rotierend
antreibbare Rad kann sich dabei an beliebiger Stelle innerhalb der Längenerstreckung
des Bandförderers befinden, da es, soweit bisher beschrieben, lediglich dazu dient,
eine Drehung des Bandförderers um seine Längsachse zu verhindern.
[0011] Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung ist das Gewicht des Bandförderers mindestens
teilweise von einer im Bereich der Schlingen von aussen angreifenden Unterstützung
getragen. Diese Unterstützung kann in der gleichen Weise ausgebildet sein, wie die
oben beschriebenen verschiedenen Ausführungsformen des Antriebs- glieds.Bevorzugt
ist eine Ausführungsform, bei der das Antriebsglied gleichzeitig die Abstützung gegen
ein Drehen des Bandförderers um seine Längsachse und die Unterstützung zur Aufnahme
eines Teils des Gewichts des Bandförderers bildet. Dabei befindet sich das Antriebsrad,
das dabei zweckmässiger als Antriebswalze ausgebildet ist, im Bereich des in Förderrichtung
hinteren Endes des Bandförderers.
[0012] Erfindungsgemäss kann die beschriebene Vorrichtung besonders vorteilhaft bei einer
Texturiereinrichtung für Garn verwendet werden, bei der das Garn zunächst einer Texturiereinrichtung
zugeführt wird, insbesondere einem Lufttexturiergerät, und anschliessend einer Temperaturbehandlung
zur Fixierung zugeführt wird. Diese Temperaturbehandlung findet auf dem oben beschriebenen
Gerät statt, das zu diesem Zweck von einem Gehäuse umgeben ist, um die gewünschte
Temperatur im Bereich der Garnschlingen aufrecht zu erhalten. Der besondere Vorteil
der Verwendung liegt darin, dass eine erhebliche Verweilzeit des Garns im Bereich
der Temperaturbehandlung bei relativ geringer Baulänge der Vorrichtung erreicht werden
kann, so dass ein sicheres Fixieren der Texturierung möglich ist.
[0013] Die Verwendung einer ähnlichen Vorrichtung zum Thermofixieren von Garn ist aus der
DE-B-2338703 bekannt. Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand
der Zeichnung beschrieben.
[0014] Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen Zwischenspeichers
für Garn, wobei der Antrieb des Bandförderers von aussen über eine Antriebswalze erfolgt,
Fig. 2 eine vereinfachte Vorderansicht in Richtung des Pfeils zu II in Fig. 1,
Fig. 3 eine vereinfachte Ansicht entsprechend der Linie 111-111 in Fig. 1,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer Texturiermaschine, die die Vorrichtung nach Fig. 1
enthält.
[0015] Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung umfasst einen Wickelkopf 1, an den sich ein Bandförderer
2 anschliesst, der durch eine Behandlungszone 3 führt, die durch ein strichpunktiert
angedeutetes, die Behandlungszone umschliessendes Gehäuse 4 begrenzt ist. An dem dem
Wickelkopf 1 abgewandten freien Ende des Bandförderers 2 wird das vom Wickelkopf 1
aufgelegte Garn über einen Abzugsring 5 abgezogen. Durch zwei Lichtschranken 6,7 und
8, wird dafür gesorgt, dass das Ende der wendelartigen Wicklung des Garns auf dem
Bandförderer 2 ständig im Bereich zwischen diesen Lichtschranken bleibt; die Abzugsgeschwindigkeit
wird entsprechend geregelt, um dieses Ziel zu erreichen.
[0016] Der Wickelkopf 1 weist ein Auflegrohr 11 auf, das mittels eines in einem Lager 12
um eine waagrechte Achse drehbar gelagerten Halterohrs 13 drehbar gehalten ist, wobei
das linke Ende des Auflegerohrs 11 genau in der Drehachse liegt, und das rechte Ende
aus der Drehachse herausgebogen und durch eine mit dem Halterohr 13 rotierende Haltescheibe
14 gehalten ist. Das in Fig. 1 nicht dargestellte Garn wird durch ein Einblasrohr
15 ins Auflegerohr 11 eingeblasen und von diesem bei seiner Drehbewegung auf den Bandförderer
in Form von Schlingen aufgelegt, die wegen der gleichzeitigen Transportbewegung des
Bandförderers die Form einer wendelartigen Wicklung annehmen. Der Bandförderer 2 weist
einen waagrecht liegenden zentralen Mast 18 auf, der durch ein Rohr gebildet ist,
dessen in Fig. 1 linkes Ende in der Haltescheibe 14 mittels eines Kugellagers 19 drehbar
gelagert ist. Daher ist das linke Ende des Masts 18 über die Haltescheibe 14, das
Halterohr 13, das Lager 12 und mit diesem verbundene Befestigungswinkel 20, 21 an
einer ortsfesten Unterlage 22 abgestützt. Das Auflegerohr 11 wird in der angedeuteten
Weise über einen Riementrieb 23, der die Drehbewegung einer Antriebswelle 24 auf ein
mit dem Auflegerohr 11 verbundenes Rad 25 überträgt, angetrieben.
[0017] Der Bandförderer 2 weist zwei Förderbänder 30 und 30' auf, die in der Blickrichtung
der Fig. 1 im Abstand hintereinander in gleicher Weise verlegt sind, daher genügt
es, den Verlauf des Bandes 30 zu erläutern. Dieses verläuft von einer vorderen unteren
Rolle 31 geringfügig ansteigend zu einer hinteren unteren Rolle 32, bei der es umgelenkt
wird und oberhalb des soeben beschriebenen Bandabschnitts zurückläuft, um eine Rolle
33 um etwa 270° herumgeführt ist, die sich in Blickrichtung der Fig. 1 hinter der
Ebene der Rolle 32 befindet. Von der Rolle 33 gelangt das Band nach oben zu einer
wiederum in Blickrichtung der Fig. 1 etwas weiter hinten liegenden Rolle 34, von dieser
aus leicht ansteigend nach vorn zu einer Rolle 35, die das Band etwa 180° umlenkt,
von wo aus es leicht fallend zu einer hinteren oberen Rolle 36 gelangt, die oberhalb
der Rolle 32 liegt und von dieser wieder zur hinteren unteren Rolle 31. Die Richtung
des Bandlaufes verläuft von der Rolle 31 zur Rolle 32 und somit auch von der Rolle
35 zur Rolle 36. Der Verlauf des Bandes 30' ist der gleiche. Die sich von vorn, in
Fig. 1 also von links, nach hinten bewegenden Abschnitte der Bänder liegen an den
Kanten eines rechteckigen Prismas, und die auf diesen sich nach hinten bewegenden
Bandteilen aufgewickelten Garnschlingen, die ausreichend straff aufgewickelt werden,
damit sie nicht durchhängen, liegen somit in den Flächen des genannten, sich im Querschnitt
geringfügig verjüngenden Prismas.
[0018] Wie Fig. 2 zeigt, sind die Rolle 34 und die zum Band 30' gehörende entsprechende
Rolle 34' an einem mit dem Mast 18 unmittelbar verbundenen Klotz 40 befestigt, der
nach unten ragende Fortsätze 41 trägt, an denen die Rollen 33 und 33' drehbar befestigt
sind. Mit der Rolle 33 ist ein Reibrad 45 gleichachsig und drehfest verbunden, das
mit seinem Umfang an seiner Unterseite bis in die durch die beiden zwischen den unteren
Rollen 31 und 32 verlaufenden Abschnitte der Bänder 30 und 30' verlaufende Ebene reicht.
Von unten her drückt gegen dieses Reibrad 45 ein walzenförmiges Rad 50, das in der
angedeuteten Weise ortsfest gelagert ist und über eine Riemenscheibe 51 antreibbar
ist. Das Rad 50 ist in Richtung seiner Drehachse,die senkrecht zur Zeichenebene der
Fig. 1 und somit waagrecht verläuft, so lang, dass es sowohl mit dem Reibrad 45 des
Förderbandes 30, als auch mit dem spiegelbildlich zum Reibrad 45 angeordneten Reibrad
45' des Förderbandes 30' in Eingriff ist. Dadurch wird der mit seinem in Fig. 1 linken
Ende in der Haltescheibe 14 an sich drehbar gelagerte Mast bzw. der mit diesem verbundene
Bandförderer daran gehindert, sich um seine waagrechte Längsachse zu drehen. Die Reibräder
45 werden durch das Gewicht des Bandförderes 2, soweit dieses nicht von dem Lager
12 aufgenommen wird, gegen das Rad 50 gedrückt. Die Reibungskraft zwischen dem Rad
50 und den Reibrädern 45, 45' ist so gross, dass die Drehbewegung des Rads 50 die
Reibräder 45, 45' und somit die Förderbänder 30, 30' in Bewegung versetzt. In der
Berührungszone zwischen den Reibrädern 45, 45' befinden sich auch die unteren waagrechten
Abschnitte der auf den Bandförderer gewickelten Garnschlingen, die jedoch deswegen,
weil die Relativgeschwindigkeit zwischen dem Rad 50 und den Reibrädern 45 und 45'
praktisch den Wert Null hat, nicht in ihrer Lage geändert werden. Diese Garnschlingen
laufen zwischen dem Reibrad 45 und dem Rad 50 in Transportrichtung des Bandförderers
hindurch. Der Durchmesser des Reibrads 45 ist annähernd so gross wie der der Rolle
33, so dass die Umfangsgeschwindigkeit des Rads 50 der Transportgeschwindigkeit des
Bandförde rers entspricht.
[0019] Da der Mast auch an seinem in Fig. 1 rechten Endbereich durch das Rad 50 unterstützt
ist, braucht er im Gegensatz zu bekannten Geräten nicht freitragend ausgebildet zu
sein und kann daher sehr einfach und mit geringem Gewicht hergestellt werden. Da durch
die geschilderte Abstützung, die das Ende des Bandförderers frei lässt, wird es auch
ermöglicht, das Garn mittels eines einfachen Abzugsrings 5 abzuziehen.
[0020] In der in Fig. 1 angedeuteten Weise sind die hinteren Rollen 32 und 36 an zweiarmigen
Hebeln 55 gelagert, so dass sie mittels einer auf das Ende des Masts 18 aufgeschraubten
Verstellschraube 56 nach aussen oder innen (in Fig. 1 ist dies etwa in Richtung senkrecht
nach oben oder unten) geschwenkt werden können, um hierdurch die Förderbänder zu spannen
oder die von der Horizontalen geringfügig abweichenden Richtungen der Förderbänder
zwischen den Rollen 31 und 32 bzw. 35 und 36 einzustellen.
[0021] In Fig. 4 ist die oben beschriebene Vorrichtung Bestandteil einer Texturiermaschine.
Das Garn 60 läuft von einer Vorlagespule 61, die in einem Gatter 62 mit zahlreichen
Vorlagespulen gelagert ist, über mehrere Fadenführungen 63, 64, 65 zu einem Lieferwerk
66, von wo es zur Texturierdüse 67 gelangt. Diese Düse ist in einem Gehäuse enthalten,
das in Fig. 4 sichtbar ist. Nach der Texturierdüse gelangt das Garn über ein Lieferwerk
68 zum Einblasrohr 15 des anhand der Figuren 1 und 3 beschriebenen Garnspeichers,
der Bestandteil einer Fixierkammer ist, in der das texturierte Garn fixiert wird.
In Fig. 4 sind die einzelnen Garnschlingen auf dem Bandförderer angedeutet. Das Garn
wird am Ende des Bandförderers über den starren Abzugsring 5 abgezogen und läuft über
Bandführungen 71, 72, 73 und 74 zu einer Aufspulvorrichtung 75.
[0022] Die in Fig. 4 sichtbaren weiteren Lieferwerke . und Aufspulvorrichtungen sowie Vorlagespulen
stehen mit weiteren, hinter der gezeigten Fixierkammer angeordneten und nicht eigens
dargestellten Fixierkammern in Verbindung. Der Garnspeicher mit dem Bandförderer 2
und dem Gehäuse 4 ist am oberen Ende eines Maschinengestells 78 befestigt, in dem
die soeben genannten einzelnen Elemente der Texturiermaschine angeordnet sind. Der
Garnspeicher lässt sich wegen seines geringen Gewichts ohne Schwierigkeiten an der
gezeigten Stelle unterbringen, dabei bleibt zwischen den Vorlagespulen 61 und den
beschriebenen Lieferwerken ein Bedienungsgang frei, der über einen Arbeitsgang 80,
unterhalb von dem zwischen den Umlenkungen 72 und 73 das Garn hindurchläuft, begangen
werden kann. Die Welle 24 und das Rad 50 werden über einen Riemen 76A bzw. 76B von
je einem Antriebsmotor 77A bzw. 77B angetrieben, die auf je einem Podest 79A bzw.
79B stehen. Die Aufwickelvorrichtung 75 ist zum Wickeln einer Konusspule ausgebildet.
[0023] Bei einer Länge des Gehäuses 4 von 0,5 m und der Länge einer Schlinge von 0,5 m sowie
einem Legeabstand der einzelnen Garnschlingen von 0,3 mm ergibt sich eine Verweilzeit
von etwa 2 Minuten für das Garn im Gehäuse 4 des Garnspeichers, wenn man eine Garngeschwindigkeit
von 400 m/ min annimmt.
[0024] Die beschriebene Vorrichtung eignet sich besonders zum Bearbeiten von einem derartigen
Garn, das einen Kletteneffekt zeigt, also an Abschnitten des gleichen Garns mehr oder
weniger stark haftet. Die Vorrichtung kann so betrieben werden, dass auf der Fördervorrichtung
die einzelnen Garnschlingen sich nicht berühren, so dass eine Störung des Betriebs
durch den genannten Kletteneffekt nicht erfolgen kann. Unter dem Ausdruck Bandförderer
soll auch eine Vorrichtung verstanden werden, bei der anstatt eines Förderbandes ein
Seil oder ein seilartiges Fördermittel vorgesehen ist.
1. Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Garn (60) mit einem Bandförderer (2) mit
Antriebsvorrichtung (45, 50, 76, 77), einem Wickelkopf (1) mit einem auf einer Kreisbahn
geführten Fadenführer, durch den das Garn in Form von Schlingen nach Art einer Schraubenwendel
auf den Bandförderer an dessen in Transportrichtung vorderem Ende gelegt wird, einem
Mast (18) mit im wesentlichen sich in Längsrichtung des Masts erstreckenden, um den
Mast herum angeordneten Fördermitteln (Teile von Förderbändern 30, 30') auf die durch
den Wickelkopf (1) die Garnschlingen derart auflegbar sind, dass sich beim Betrieb
der Vorrichtung der Mast (18) mindestens zu einem Teil seiner Länge innerhalb der
Garnschlingen befindet, und mit einer Vorrichtung (5, 75) zum Abziehen des Garns am
hinteren Ende des Bandförderers, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb des Bandförderers
(2) ein in Bewegungsrichtung des Bandförderers beweglich angetriebenes Antriebsglied
(50) vorgesehen ist, das mit dem Förderband (30, 30') des Bandförderers oder einem
mit diesem gekoppelten Antriebsteil (Reibrad 45, 45') durch die durch die Schlingen
definierte Fläche hindurch gekoppelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsglied (50)
mit dem Bandförderer (2) in mechanischem Kontakt ist, und dass die Bewegungsgeschwindigkeit
des Antriebsglieds in Transportrichtung des Bandförderers etwa dessen Transportgeschwindigkeit
entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Kontakt
ein Reibkontakt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsglied
ein rotierend antreibbares Rad (50) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad (50) mit einem
im Inneren der Schlingen angeordneten, mit dem Förderband (30, 30') in Antriebsverbindung
stehenden Reibrad (45,45') gekoppelt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Berührungszone zwischen
dem Rad (50) und dem Reibrad (45, 45') etwa in der durch die Schlingen definierten
Fläche liegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad mit dem Förderband
in Kontakt ist, und dass das Förderband an seiner dem Rad abgewandten Seite in dessen
Bereich abgestützt ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Bandförderer (2) um seine Längsachse drehbar gelagert ist, und dass eine im Bereich
der Schlingen von aussen angreifende Abstützung (Rad 50) zum Verhindern einer Drehung
des Bandförderers um seine Längsachse vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung mindestens
ein Stützrad (Rad 50) aufweist, dessen Drehachse quer zur Förderrichtung des Bandförderers
verläuft.
10. Vorrichtung nach Anpruch 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierend antreibbare
Rad (50) gleichzeitig das Stützrad bildet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewicht des
Bandförderers mindestens teilweise von einer Unterstützung getragen ist, die ein im
Inneren der Schlingen angeordnetes Stützteil des Bandförderers abstützt.
12. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche bei einer
Texturiermaschine zum Fixieren des eine Texturierdüse verlassenden Garns.
1. Apparatus for intermediate storage of yarn (60), having a belt conveyor (2) with
drive device (45, 50, 76, 77), a winding head (1) with a thread guide guided on a
circular path and serving to lay the yarn in the form of loops in the manner of a
screw thread on the belt conveyor at the leading end thereof as considered in the
conveying direction, a pole (18) around and extending substantially lengthwise of
which are arranged conveying means (parts of conveying belts 30, 30') on which the
yarn loops can be so laid by the winding head (1) that during operation of the apparatus
the pole (18) is within the yarn loops over at least a part of its length, and having
a device (5,75) for removing the yarn at the rear end of the belt conveyor, characterised
in that for driving the belt conveyor (2) there is provided a drive member (50) which
is movably driven in the direction of movement of the belt conveyor and which is coupled
to the conveying belt (30,30') of the belt conveyor or to a drive member connected
thereto (friction wheel 45,45') through the surface defined by the loops.
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the drive member (50) is
in mechanical contact with the belt conveyor (2) and that the velocity of the drive
member in the direction of conveyance of the belt conveyor approximates the conveying
speed of the latter.
3. Apparatus according to claim 2, characterised in that the mechanical contact is
a friction contact.
4. Apparatus according to claim 2 or 3, characterised in that the drive member is
a rotatably driven wheel (50).
5. Apparatus according to claim 4, characterised in that the wheel (50) is coupled
to a friction wheel (45, 45') arranged inside the loops and in driving connection
with the conveyor belt (30, 30').
6. Apparatus according to claim 5, characterised in that the contact zone between
the whell (50) and the friction wheel (45, 45') lies approximately in the surface
defined by the loops.
7. Apparatus according to claim 4, characterised in that the wheel is in contact with
the conveyor belt and that the conveyor belt is supported in the region of the wheel
on the side remote therefrom.
8. Apparatus according to one of the preceding claims, characterised in that the belt
conveyor (2) is mounted for rotation about its longitudinal axis, and that an externally
engaging support (wheel 50) is provided in the region of the loops for preventing
rotation of the belt conveyor about its longitudinal axis.
9. Apparatus according to claim 8, characterised in that the support has at least
one support wheel (wheel 50) whereof the axis of rotation extends transversely of
the direction of conveyance of the belt conveyor.
10. Apparatus according to claims 4 and 9, characterised in that the rotatably driven
whell (50) also forms the support wheel.
11. Apparatus according to claim 9 or 10, characterised in that the weight of the
belt conveyor is at least partly carried by a support which supports a support element
of the belt conveyor arranged within the loops.
12. Use of an apparatus according to one of the preceding claims in a texturising
machine for fixing the yarn leaving a texturising nozzle.
1. Dispositif d'accumulation temporaire de fil (60) comprenant un transporteur à bande
(2) avec dispositif d' entraînement (45, 50, 76, 77), une tête d'enroulement (1) présentant
un guide-fil qui est guidé sur une voie circulaire et par lequel le fil est placé
sous la forme de boucles à la manière d'une hélice sur le transporteur à bande à son
extrémité avant dans le sens du transport, un poteau (18) avec des moyens transporteurs
(parties de bandes transporteuses 30, 30') qui s'étendent sensiblement suivant la
direction longitudinale du poteau et sont agencés tout autor du poteau et sur lesquels
les boucles de fil peuvent être placées par la tête d'enroulement (1) de telle façon
que, lors de la mise en service du dispositif, le poteau (18) se trouve au moins pour
une partie de sa longueur à l'intérieur des boucles de fil, et un dispositif (5, 75)
pour le prélèvement du fil à l'extrémité arrière du transporteur à bande, caractérisé
en ce que, pour l'entraînement du transporteur à bande (2), il est prévu un organe
d'entraînement (50) qui est entraîné de manière mobile dans le sens de mouvement du
transporteur à bande et qui est accouplé avec la bande transporteuse (30, 30') du
transporteur à bande ou avec une pièce d'entraînement (roue de friction 45, 45') accouplée
à cette dernière, à travers la surface déterminée par les boucles.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe d'entraînement
(50) est en contact mécanique avec le transporteur à bande (2) et en ce que la vitesse
de mouvement de l'organe d'entraînement dans le sens de transport du transporteur
à bande correspond approximativement à la vitesse de transport de celui-ci.
3. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le contact mécanique
est un contact de friction.
4. Dispositif suivant l'une ou l'autre des revendications 2 et 3, caractérisé en ce
que l'orange d'entraînement 2 et 3, caractérisé en ce que l'organe d'entraînement
est une roue (50) qui peut être entraînée en rotation.
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce que la roue (50) est accouplée
à une roue de friction (45, 45') agencée à l'intérieur des boucles et disposée par
rapport à la bande transporteuse (30, 30') de manière à permettre son entraînement.
6. Dispositif suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la zone de contact
entre la roue (50) et la roue de friction (45,45') est située aproximati- vement dans
la surface déterminée par les boucles.
7. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce que la roue est en contact
avec la bande transporteuse et en ce que la bande transporteuse est supportée, sur
son côté opposé à la roue, dans la zone de cette dernière.
8. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le transporteur à bande (2) est supporté de manière à pouvoir pivoter autour
de son axe longitudinal et en ce qu'un support (roue 50) agissant à partir de l'extérieur
dans la zone des boucles est prévu pour empêcher une rotation du transporteur à bande
autour de son axe longitudinal.
9. Dispositif suivant la revendication 8, caractérisé en ce que le support présente
au moins une roue de soutien (roue 50) dont l'axe de rotation est disposé transversalement
au sens de transport du transporteur à bande.
10. Dispositif suivant les revendications 4 et 9, caractérisé en ce que la roue (50)
qui peut être entraînée en rotation forme simultanément la roue de soutien.
11. Dispositif suivant l'une ou l'autre des revendications 9 et 10, caractérisé en
ce que le poids du transporteur à bande est supporté au moins partiellement par un
soutien qui supporte une pièce de soutien du transporteur à bande, agencée à l'intérieur
des boucles.
12. Utilisation d'un dispositif suivant l'une des revendications précédentes, dans
une machine texturer, pour le fixage du fil qui quitte une tuyère à texturer.