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EP 0 048 008 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.1984 Patentblatt 1984/31 |
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Anmeldetag: 12.09.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: C21B 13/14 |
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Verfahren und Vorrichtung zur direkten Erzeugung von flüssigem Roheisen aus stückigem
Eisenerz
Method and apparatus for the direct production of hot metal from lump iron ore
Procédé et dispositif pour la production directe de fonte liquide à partir de minerai
de fer en morceaux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
12.09.1980 DE 3034539
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.03.1982 Patentblatt 1982/12 |
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Anmelder: |
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- DEUTSCHE VOEST-ALPINE
INDUSTRIEANLAGENBAU GMBH
40094 Düsseldorf (DE)
- VOEST ALPINE AG
A-4010 Linz (AT)
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Erfinder: |
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- Weber, Ralph
Bairro Morumbi
Sao Paulo (BR)
- Rollinger, Bernt
D-7570 Baden-Baden 11 (DE)
- Hauk, Rolf, Dr.
D-7570 Baden-Baden/Varnhalt (DE)
- Nagl, Michael
D-7570 Baden-Baden (DE)
- Rinner, Bernhard
D-7640 Kehl/Rhein (DE)
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Vertreter: Henkel, Feiler, Hänzel & Partner |
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Kurfürstendamm 170 D-1000 Berlin 15 D-1000 Berlin 15 (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Sie bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
8.
[0002] Ein Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art sind durch die DE-B-1 238 941 bekannt
geworden.
[0003] Um die zum Einschmelzen des Eisenschwamms erforderliche hohe Temperatur zu erzeugen,
wird beim bekannten Verfahren in einer Schmelzzone ein kohlenstoffhaltiger Brennstoff
mit einem sauerstoffhaltigen Gas so verbrannt, dass eine oxidierende Atmosphäre ensteht,
die die für den Schmelzprozess erforderliche Temperatur - es ist ein Temperaturbereich
von 1600 bis 1925°C angegeben - gewährleistet. Das in der Schmelzzone erzeugte Gas
wird in einer von der Schmelzzone getrennten Vergasungszone, in welcher ein Überschuss
an Brennstoff mit Sauerstoff verbrannt wird, einer Anreicherungsbehandlung unterworfen.
Der im Direktreduktionsschachtofen erzeugte Eisenschwamm wird durch einen Schneckenförderer
im heissen Zustand auf direktem Weg über eine Verbindungsleitung in die Schmelzzone
befördert und dort geschmolzen.
[0004] Bei dem bekannten Verfahren ist es erforderlich, einen unmittelbaren Gasstrom von
der Schmelzzone über die Verbindungsleitung zum Direktreduktionsschachtofen in diesen
zu verhindern, da die heissen oxidierenden Gase einer Temperatur zwischen 1600 und
1925°C binnen kurzer Zeit eine Clusterbildung im Bereich der Austragvorrichtung und
im unteren Bereich des Direktreduktionsschachtofens zur Folge hätten und damit der
Verfahrensablauf gestört werden würde. Es muss deshalb durch konstruktive oder verfahrenstechnische
Massnahmen dafür gesorgt werden, dass das oxidierende Gas aus der Schmelzzone nicht
in den Direktreduktionsschachtofen gelangen kann. Durch die DE-A1-2 843 303 ist ein
Verfahren bekannt geworden, bei dem die aus einem Direktreduktionsschachtofen ausgetragenen
Eisenschwammpartikel im heissen Zustand einem Einschmelzvergaser an einer Stelle zugeführt
werden, an der Reduktionsgas einer Temperatur von etwa 1200 bis 1400°C vorhanden ist,
das mit einem hohen Staubanteil beladen ist. Um zu verhindern, dass über die Zufuhreinrichtung
für die Eisenschwammpartikel staubbeladenes heisses Reduktionsgas aus dem Einschmelzvergaser
in den Direktreduktionsschachtofen gelangt, werden die heissen Eisenschwammpartikel
mittels einer als Absperrorgan ausgebildeten Schleuse vom Direktreduktionsschachtofen
in den Einschmelzvergaser gefördert.
[0005] Derartige Schleusen haben sich wegen der hohen Temperaturen und wegen der Beschaffenheit
des Schüttgutes als störanfällig erwiesen. Es kommt vor, dass sich an den Schliessstellen
der Absperrorgane Material festsetzt und damit kein gasdichter Abschluss mehr gewährleistet
ist. Die heissen aufsteigenden Gase, die das Schüttgut über ihren Erweichungspunkt
erwärmen, führen dann bald zu weiteren Schwierigkeiten infolge eines Zusammenbakkens
der Eisenschwammpartikel.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Verfahren und einer Vorrichtung der einleitend
genannten Art einen auf Dauer betriebssicheren, kontinuierlichen Transport von auf
knapp unterhalb der Erweichungstemperatur erhitzten Eisenschwammpartikeln aus dem
Direktreduktionsschachtofen in den Einschmelzvergaser zu ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren der genannten Art durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind
den Ansprüchen 2 bis 7 zu entnehmen. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist durch die
Merkmale des Anspruchs 8 gekennzeichnet, vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung
sind den restlichen Ansprüchen zu entnehmen.
[0008] Bei der erfindungsgemässen Lösung wird auf die Schleusen verzichtet, die das über
1200°C heisse und verschmutzte Reduktionsgas aus dem Einschmelzvergaser daran hindern,
über die Austragöffnung in den Reduktionsschachtofen zu gelangen. Es hat sich gezeigt,
dass ohne Schwierigkeiten ein kleiner Teil des im Einschmelzvergaser erzeugten Reduktionsgases
im Gegenstrom zu den Eisenschwammpartikeln-in das Reduktionsaggregat eingeleitet werden
kann, wenn dieses Gas vor der Austragvorrichtung auf Temperaturen unterhalb der Erweichungstemperatur
des geförderten Eisenschwammes abgekühlt wird. Beim Abkühlprozess erscheint es wesentlich,
dass dieser die Güte des Reduktionsgases nicht verringert. Als besonders vorteilhaft
hat es sich erwiesen, ausreichend, in der Regel auf unterhalb 100°C, abgekühltes und
gereinigtes Reduktionsgas beizumischen. Ein wesentlicher Anteil des mitgeführten Staubs
setzt sich im Bereich der Austrittsseite der Austragvorrichtung ab und wird durch
die Austragvorrichtung zusammen mit den Eisenschwammpartikeln ausgetragen. Damit der
Anteil des über die Austragvorrichtung direkt einströmenden ungereinigten Reduktionsgases
im Verhältnis zu dem in die Reduktionszone eingeblasenen, gereinigten und auf Prozesstemperatur
abgekühlten Gas klein gehalten wird, muss der Strömungswiderstand im Strömungsweg
des ungereinigten Reduktionsgases wesentlich höher als im Strömungsweg des gereinigten
und auf Prozesstemperatur abgekühlten Reduktionsgases sein. Der Strömungswiderstand
wird für den erstgenannten Strömungsweg in erster Linie durch die Austragvorrichtung
und die Schüttsäule bis zu den Einblasdüsen für das gereinigte und gekühlte Reduktionsgas
bestimmt. Es sollte deshalb eine Austragvorrichtung zur Anwendung kommen, die einen
verhältnismässig hohen Strömungswiderstand aufweist, während der Strömungswiderstand
im Hauptströmungsweg des Reduktionsgases durch geeignete Auswahl von Entstaubungs-
und Kühlvorrichtungen möglichst klein gehalten werden soll. Als Austragvorrichtung
haben sich Schneckenförderer, deren Förderteil als Paddelschnecke ausgebildet ist
und deren Austrittsöffnung jeweils unmittelbar in ein mit dem Eisenschmelzvergaser
verbundenes Fallrohr mündet, als besonders geeignet erwiesen. Die Schneckenförderer
bedingen einen verhältnismässig hohen Druckverlust und bilden zugleich ein gutes Staubfilter,
das sich durch den ständigen Austrag der aufgefangenen Staubteilchen zusammen mit
den Eisenschwammpartikeln «selbst reinigt».
[0009] Die Erfindung wird durch ein Ausführungsbeispiel anhand von zwei Figuren näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Verfahrens und der Vorrichtung,
Fig. 2 in einem Längsschnitt einen Schneckenförderer zum Heissaustrag der Eisenschwammpartikel.
[0010] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Vorrichtung zur direkten Erzeugung von flüssigem
Roheisen aus stückigem Eisenerz enthält einen Einschmelzvergaser 1 der in der DE-OS
2 843 303 beschriebenen Art. Oberhalb des Einschmelzvergasers ist ein in einer nicht
dargestellten Stahlkontruktion aufgehängter Direktreduktionsschachtofen 2 angeordnet,
der im Prinzip beispielsweise in der DE-OS 2 935 707 beschrieben ist. Dem Direktreduktionsschachtofen
wird über einen gasdichten Doppelglockenverschluss 3 stückiges Eisenerz zugeführt,
das in Form einer losen Schüttung im Schachtofen absinkt und mittels eines über einen
mittleren Gaseinlass 4 eingeblasenen heissen Reduktionsgases einer Temperatur zwischen
760 und 850°C zu Eisenschwamm reduziert wird. Das verbrauchte Reduktionsgas verlässt
den Schachtofen 2 über einen oberen Gasauslass 5 und kann in bekannter Weise in den
Reduktionsgaskreislauf zurückgeführt oder anderweitig ausgenutzt werden.
[0011] Der durch Reduktion des stückigen Eisenerzes erhaltene heisse Eisenschwamm wird mit
einer Temperatur von etwa 750° bis 800°C unten aus dem Direktreduktionsschachtofen
2 ausgetragen und kontinuierlich von oben in den Einschmelzvergaser chargiert. Im
Einschmelzvergaser wird aus über Öffnungen 6 eingebrachter Kohle und durch zwölf radial
angeordnete Düsen 7 eingeblasenem sauerstoffhaltigem Gas, insbesondere Sauerstoff
und Luft, ein Kohlefliessbett 8 gebildet, in dem auch grössere Eisenschwammpartikel
merklich abgebremst und bis zum Eintritt in eine Hochtemperaturzone im unteren Abschnitt
des Kohlefliessbettes um einen wesentlichen Betrag in ihrer Temperatur erhöht und
schliesslich aufgeschmolzen werden.
[0012] Oberhalb des Kohlefliessbettes 8 schliesst sich ein Beruhigungsraum an, in den radiale
Düsen 9 münden, durch die zur Kühlung des im Einschmelzvergaser erzeugten heissen
Reduktionsgases Wasserdampf, Kohlenwasserstoffe oder ein beispielsweise auf 50°C herabgekühltes
Reduktionsgas eingeblasen werden. Das im Einschmelzvergaser erzeugte Reduktionsgas
verlässt den Einschmelzvergaser oberhalb des Beruhigungsraumes durch zwei Gasauslässe
10 mit einer Temperatur zwischen 1200 und 1400°C und einem Druck von etwa 2 bar. Es
gelangt dann zu einer Mischstelle 11, in der es mit Kühlgas ausreichend niedriger
Temperatur auf die für die Direktreduktion notwendige Temperatur, in der Regel von
760 bis 850°C, gebracht wird. Die Mischstelle ist strömungstechnisch so ausgebildet,
dass ein Teil der kinetischen Energie des Kühlgases nach Durchmischung mit dem heissen
vom Einschmelzvergaser gelieferten Reduktionsgas als Druck wiedergewonnen wird und
damit der Druckverlust im Heissgasweg möglichst gering gehalten wird. Von der Mischstelle
gelangt das Gas zu einem Zyklonabscheider 12, in dem der mit dem Gasstrom mitgerissene
Koksstaub und Asche weitgehend abgeschieden werden. Sodann wird der auf die vorgeschriebene
Prozesstemperatur abgekühlte und gereinigte Heissgasstrom geteilt, und zwar werden
etwa 60 Vol.-% hiervon als erster Teilgasstrom 13 durch den Gaseinlass 4 in die Reduktionszone
des Direktreduktionsschachtofens 2 eingeblasen, während der andere Teil zur Kühlgasgewinnung
einem Einspritzkühler 14 und dann einem Waschturm 15 zugeführt wird. Das hier austretende
Kühlgas wird durch einen Kompressor 16 komprimiert und mit einer Temperatur von etwa
50°C zur Temperaturregelung des aus dem Einschmelzvergaser austretenden heissen Reduktionsgases
der Mischstelle 11, zur Temperaturregelung des Reduktionsgases im Einschmelzvergaser
den Düsen 9 und ferner, wie später beschrieben, einer Ringleitung 22 zugeführt.
[0013] Für den Heissaustrag der Eisenschwammpartikel aus dem Direktreduktionsschachtofen
2 sind symmetrisch zur Mittelachse des Ofens radial sechs Schneckenförderer 17 angeordnet,
die als Paddelschnecken ausgebildet und einseitig gelagert sind. Die Austrittsöffnung
18 jedes Schneckenförderers steht mit einer Verbindungsleitung in Form eines Fallrohres
19 in Verbindung, die durch die Decke des Einschmelzvergasers 1 in den Beruhigungsraum
dieses Vergasers mündet. Es sind demnach im vorliegenden Fall auch sechs axialsymmetrisch
angeordnete Fallrohre vorgesehen. Möglichst nahe am Eintritt in den Einschmelzvergaser
mündet in jedes Fallrohr eine Düse 21 aus einer Ringleitung 22, der vom Kompressor
16 ein als dritter Teilgasstrom 23 bezeichneter Strom des auf 50°C abgekühlten und
gereinigten vom Einschmelzvergaser gelieferten Reduktionsgase zugeführt wird.
[0014] Während bei bekannten Verfahren und Anlagen durch aufwendige Massnahmen verhindert
wird, dass das ungereinigte und zu heisse Reduktionsgas ohne Aufbereitung in den Direktreduktionsschachtofen
gelangen kann, wird bei dem vorliegenden Verfahren ein begrenzter Gasstrom unmittelbar
vom Einschmelzvergaser über die Austragvorrichtung 17 für den heissen Eisenschwamm
im Gegenstrom zu diesem zugelassen. Der gesamte, direkt aus dem Einschmelzvergaser
in die Fallrohre strömende Gasstrom aus ungereinigtem Reduktionsgas ist als zweiter
Teilgasstrom 24 bezeichnet. Die Temperatur des in die Fallrohre 19 einströmenden zweiten
Teilgasstromes 24 wird mittels des über die Düsen 21 in geregelterMenge eingeleiteten
Kühlgases auf eineTemperatur zwischen 760 und 850°C abgekühlt, bevor die Gasströme
über die Schneckenförderer 17 in den Reduktionsschachtofen gelangen. Das Kühlgas wird
so zugeführt, dass eine besonders gute Verwirbelung mit dem aufsteigenden Rohgas eintritt.
Der beim Eintritt in den Schneckenförderer 17 im aufsteigenden Gasstrom enthaltene
Staub setzt sich im wesentlichen im Bereich des Schneckenförderers ab und wird sukzessive
zusammen mit den Eisen schwammpartikeln wieder in das betreffende Fallrohr und in
den Einschmelzvergaser zurück befördert.
[0015] Wesentlich ist eine Begrenzung des zweiten Teilgasstromes 24, d.h. also der über
die sechs Fallrohre 19 unmittelbar vom Einschmelzvergaser nach oben strömenden Rohgasmenge
auf einen Anteil von maximal 30 Vol.-% der gesamten in den Direktreduktionsschachtofen
eingeleiteten Reduktionsgasmenge. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, dass der Strömungswiderstand
für den zweiten Teilgasstrom 24 im Strömungsweg bis zur Reduktionszone im Direktreduktionsschachtofen,
d.h. also bis zur Ebene des Gaseinlasses 4, grösser ist als der Strömungswiderstand
für den ersten Teilgasstrom 13 im Strömungsweg vom Gasauslass 10 bis zum Gaseinlass
4. Dieser Forderung kommt die Ausbildung der Austragvorrichtung 17 als Schneckenförderer,
deren Förderteil als Paddelschnecke ausgebildet ist, entgegen. Im übrigen werden der
Strömungswiderstand und damit die Druckverluste im Strömungsweg des ersten Teilgasstromes
13 bewusst klein gehalten.
[0016] Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Verfahrens und der Vorrichtung wird ein
unmittelbarer kontinuierlicher Transport der heissen Eisenschwammpartikel aus dem
Direktreduktionsschachtofen 2 in den Einschmelzvergaser 1 ermöglicht, ohne dass Schleusen
oder andere aufwendige Einrichtungen zur Abdichtung gegenüber dem heissen Reduktionsgas
erforderlich sind, die bei der hohen Temperatur und der Art des zu fördernden Materials
nur unter Schwierigkeiten mit der erforderlichen Betriebssicherheit realisierbar sind.
[0017] In Fig. 2 ist teilweise im Längsschnitt einer der sechs Schneckenförderer 17 dargestellt.
Der Schneckenförderer ist an einem mit dem Mantel des Direktreduktionsschachtofens
verschweissten Stutzen 31 angeflanscht. Im Stutzen 31 befindet sich an der Austrittsseite
18 des Förderers ein Austrittsstutzen 32 zum Anflanschen eines Fallrohres 19 (siehe
auch Fig. 1). Als Verschleissschutz für das Mauerwerk umhüllt den Förderteil ein Hüllrohr
33, das ebenfalls am Stutzen 31 angeflanscht ist.
[0018] Der Schneckenförderer 17 enthält einen in den Ofen hineinragenden Förderteil 36 sowie
einen am Stutzen 31 angeflanschten aus dem Ofen herausragenden Lagerteil 34 und einen
Antriebsteil 44.
[0019] Der Förderteil 36 hat die Form eines durch Paddeln 37 gebildeten unterbrochenen Schneckengangs,
wobei sich die gestrichelt eingezeichnete Umhüllende 38 der Paddelschnecke zum freien
Ende der Welle 35 hin konisch verjüngt. Dieses freie Ende reicht bis nahezu in die
Mitte des Schachtofens und gewährleistet durch die konische Verjügung der Umhüllenden
eine gleichmässige Entnahme des Schüttgutes aus der Schüttsäule.
[0020] Die Welle 35 ist wassergekühlt und für diesen Zweck hohl ausgebildet mit einem Innenrohr
39, das kurz vor dem freien Ende der Welle 35 endet und in das das Kühlwasser eingeführt
wird, welches sodann am freien Ende umgeleitet wird und im Ringspalt zwischen dem
zentralen Rohr 39 und der Innenwand der Welle 35 zurückströmt.
[0021] Der Antrieb 44 ist wie folgt aufgebaut.
[0022] Zum Drehen der Welle 35 dient ein Klinkenschaltwerk 45 mit einem Rad 40, in dessen
Zähne eine Klinke 41 eingreift, die drehbar an einem Hebel 42 befestigt ist, der wiederum
drehbar auf der Welle 35 sitzt und mittels eines hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren
Kolben 43 um eine vorgegebene Winkelbewegung hin und her geschwenkt werden kann. Hierbei
wird durch die Klinke 41 das Rad 40 jeweils um einen der Zahnteilung oder einem Vielfachen
der Zahnteilung entsprechenden Betrag weitergedreht.
[0023] Bei grösseren Durchmessern des Direktreduktionsschachtofens kann es erforderlich
sein, die Welle des Schneckenförderers durch den Ofen zu führen und beidseitig in
der Wand des Ofengefässes zu lagern. In diesem Fall ist es zweckmässig, die Schneckengänge
vom Zentrum aus gegenläufig, d.h. zum Umfang fördernd, anzuordnen.
1. Verfahren zur direkten Erzeugung von flüssigem Roheisen aus stückigem Eisenerz,
das in einem Direktreduktionsschachtofen in Form einer losen Schüttung mittels eines
heissen Reduktionsgases zu Eisenschwamm reduziert und dann durch eine Austragvorrichtung
im heissen Zustand auf direktem Weg über wenigstens eine Verbindungsleitung (19) in
einen Einschmelzvergaser (1) gefördert wird, in dem aus eingebrachter Kohle und eingeblasenem
sauerstoffhaltigen Gas die zum Schmelzen des Eisenschwamms erforderliche Wärme und
das Reduktionsgas erzeugt werden, von dem ein erster Teilgasstrom nach einer Abkühlung
auf die für die Reduktion vorgeschriebenen Temperatur und einer Entstaubung in die
Reduktionszone des Direktreduktionsschachtofens eingeblasen wird, dadurch gekennzeichnet,
dass ein sich über den direkten Weg zwischen Einschmelzvergaser und Direktreduktionsschachtofen
(2) im Gegenstrom zu den Eisenschwammpartikeln ausbildender zweiter Teilgasstrom (24)
des Reduktionsgases auf maximal 30 Vol.-% der insgesamt in den Direktreduktionsschachtofen
eingeleiteten Reduktionsgasmenge begrenzt und im Bereich der Verbindungsleitung auf
eine Temperatur von unterhalb 950°C gekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des zweiten
Teilgasstromes (24) an der dem Direktreduktionsschachtofen (2) zugeführten Reduktionsgasmenge
zwischen 5 und 15 Vol.-% liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des zweiten
Teilgasstroms (24) an der dem Direktreduktionsschachtofen (2) zugeführten Reduktionsgasmenge
zwischen 8 und 10 Vol.-% liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite
Teilgasstrom (24) im Bereich der Verbindungsleitung (19) auf eine Temperatur zwischen
750 und 850°C gekühlt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite
Teilgasstrom (24) im Bereich der Verbindungsleitung (19) durch Beimischen eines dritten
Teilgasstromes (23) des im Einschmelzvergaser (1) erzeugten Reduktionsgases gekühlt
wird, nachdem dieses gereinigt und ausreichend abgekühlt worden ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas des dritten Teilgasstromes
(23) auf eine Temperatur von etwa 50°C abgekühlt wird, bevor es mit dem zweiten Teilgasstrom
(24) vermischt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungswiderstand
für den ersten Teilgasstrom (13) im Strömungsweg zwischen dem Einschmelzvergaser (1)
und dem Eintritt (4) in die Reduktionszone wesentlich kleiner als der Strömungswiderstand
für den zweiten und dritten Teilgasstrom (24, 23) im Strömungsweg zwischen dem Einschmelzvergaser
und dem Eintritt in die Reduktionszone gehalten wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 mit
einem oberhalb eines Einschmelzvergasers (1) angeordneten Direktreduktionsschachtofen
(2), der am unteren Ende eine Austragsvorrichtung (17) für heissen Eisenschwamm mit
mindestens einer Austrittsöffnung (18) aufweist, an die eine unmittelbar in den Einschmelzvergaser
(1) mündende Verbindungsleitung (19) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsleitung mit einem zusätzlichen seitlichen Gaseinlass (21) für Kühlgas
versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragsvorrichtung
in Form von über den Querschnitt verteilt angeordneten Schneckenförderern (17) ausgebildet
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragsvorrichtung
in Form von fliegend gelagerten, radial angeordneten Schneckenförderern (17) ausgebildet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderteil
(36) der Schneckenförderer (17) in Form eines durch Paddeln (37) gebildeten unterbrochenen
Schneckengangs ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich
die Umhüllende (38) des Förderteils (36) der Schneckenförderer (17) zur Eintrittsseite
des Schneckenförderers hin konisch verjüngt.
1. A process for the direct production of liquid pig iron from iron ore in lump form
which is reduced to sponge iron in a direct reduction shaft furnace in the form of
a loose bulk material by means of a hot reducing gas, and then conveyed by a discharge
apparatus in a hot condition directly by way of at least one connecting conduit (19)
into a smelter gasifier (1) in which the heat required for melting the sponge iron,
and the reducing gas, are produced from coal which is introduced into the gasifier
and oxygen- bearing gas which is blown thereinto, a first portion of the flow of reducing
gas, after cooling to the temperature prescribed for the reduction operation, and
a dust separation operation, being blown into the reduction zone of the direct reduction
shaft furnace, characterised in that a second portion (24) of the flow of reducing
gas which is formed over the direct path between the smelter gasifier and the direct
reduction shaft furnace (2) in counter-flow to the sponge iron particles, is limited
to not more than 30% by volume of the total amount of reducing gas introduced into
the direct reduction shaft furnace and is cooled to a temperature of below 950° C
in the region of the connecting conduit.
2. A process according to claim 1, characterised in that the proportion of the second
flow portion (24) of the amount of reducing gas fed to the direct reduction shaft
furnace (2) is between 5 and 15% by volume.
3. A process according to claim 2, characterised in that the proportion of the second
flow portion (24) of the amount of reducing gas fed to the direct reduction shaft
furnace (2) is between 8 and 10% by volume.
4. A process according to one of claims 1 to 3, characterised in that the second flow
portion (24) is cooled to a temperature of between 750 and 850°C in the region of
the connecting conduit (19).
5. A process according to one of claims 1 to 4, characterised in that the second flow
portion (24) is cooled in the region of the connecting conduit (19) by admixing a
third flow portion (23) of the reducing gas which is produced in the smelter gasifier
(1) after said reducing gas has been scrubbed and adequately cooled.
6. A process according to claim 5, characterised in that the gas of the third flow
portion (23) is cooled to a temperature of about 50°C before it is mixed with the
second flow portion (24).
7. A process according to one of claims 1 to 6, characterised in that the flow resistance
in respect of the first flow portion (13) in the flow path between the smelter gasifier
(1) and the entry (4) into the reduction zone is kept substantially lower than the
flow resistance in respect of the second and third flow portions (24, 23) in the flow
path between the smelter gasifier and the entry into the reduction zone.
8. Apparatus for carrying out the process according to one of claims 1 to 7 comprising
a direct reduction shaft furnace (2) which is disposed above a smelter gasifier (1)
and which at its lower end has a discharge apparatus (17) for hot sponge iron, with
at least one outlet opening (18) to which is connected a connecting conduit (19) which
opens directly into the smelter gasifier (1), characterised in that the connecting
conduit is provided with an additional lateral gas inlet (21) for cooling gas.
9. Apparatus according to claim 8, characterised in that the discharge apparatus is
in the form of screw conveyors (17) which are distributed over the cross-section thereof.
10. Apparatus according to claim 8, characterised in that the discharge apparatus
is in the form of radially disposed screw conveyors (17) which are mounted in an overhung
configuration.
11. Apparatus according to claim 9 or claim 10, characterised in that the conveyor
member (36) of the screw conveyors (17) is in the form of an interrupted screw pitch
formed by paddles (37).
12. Apparatus according to one of claims 9 to 11, characterised in that the envelope
(38) of the conveyor member (36) of the screw conveyors (17) tapers conically towards
the entry end of the screw conveyor.
1. Procédé de production directe de fonte liquide à partir de minerai de fer en morceaux,
qui, sous forme d'une charge en vrac est réduit en éponge de fer dans un four à cuve
de réduction directe au moyen d'un gaz de réduction chaud et qui ensuite, par un dispositif
de déchargement, est transporté, à l'état chaud, en voie directe, par au moins un
conduit de liaison (19) dans un gazéificateur à fusion (1), où sont produits, à partir
de charbon qui est introduit et de gaz contenant de l'oxygène qui est insufflé, la
chaleur nécessaire à la fusion de l'éponge de fer et le gaz de réduction, dont un
premier courant gazeux partiel est insufflé, après un refroidissement à la température
prescrite pour la réduction et après un dépoussiérage, dans la zone de réduction du
four à cuve de réduction directe, caractérisé en ce qu'il consiste à limiter, à au
plus 30% en volume de la quantité de gaz de réduction introduite en tout dans le four
à cuve de réduction directe, un deuxième courant gazeux partiel (24) du gaz de réduction
se formant dans la voie directe entre le gazéificateur à fusion et le four à cuve
de rédcution directe (2), à contre-courant des particules d'éponge de fer et à le
refroidir à une température inférieure à 950°C dans la région du conduit de liaison.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième courant gazeux
partiel (24) représente de 5 à 15% en volume de la quantité de gaz de réduction envoyée
au four à cuve de réduction directe (2).
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce que le deuxième courant gazeux
partiel (24) représente de 8 à 10% en volume de la quantité de gaz de réduction envoyée
au four à cuve de réduction directe (2).
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il consiste
à refroidir le deuxième courant gazeux partiel (24) à une température comprise entre
750 et 850°C dans la région du conduit de liaison (19).
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il consiste
à refroidir le deuxième courant gazeux partiel (24) dans la région du conduit de liaison
(19) par mélange d'un troisième courant gazeux partiel (23) du gaz de réduction produit
dans le gazéificateur à fusion (1 après que ce gaz de réduction a été épuré et refroidi
suffisamment.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce qu'il consiste à refroidir
le gaz du troisième courant gazeux partiel (23) à une température de 50°C environ,
avant de le mélanger au deuxième courant gazeux partiel (24).
7. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il consiste
à maintenir la résistance à l'écoulement pour le premier courant gazeux partiel (13)
dans le trajet d'écoulement compris entre le gazéificateur à fusion (1) et l'entrée
(4) dans la zone de réduction, à une valeur nettement plus petite que la résistance
à l'écoulement pour les deuxième et troisième courants gazeux partiels (24, 23) dans
le trajet d'écoulement compris entre le gazéificateur à fusion et l'entrée dans la
zone de réduction.
8. Installation pour la mise en oeuvre du procédé suivant l'une des revendications
1 à 7, comprenant un four à cuve de réduction directe (2) disposé au-dessus d'un gazéificateur
à fusion (1 ) et présentant, à l'extrémité inférieure, un dispositif de déchargement
(17) pour de l'éponge de fer chaude, ayant au moins une ouverture de sortie (18) à
laquelle est raccordé un conduit de liaison (19) débouchant directement dans le gazéificateur
à fusion (1), caractérisé en ce que le conduit de liaison est muni d'une entrée latérale
supplémentaire (21 ) pour du gaz de refroidissement.
9. Installation suivant la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de
déchargement affecte la forme de transporteurs à vis (17) répartis sur la section
transversale.
10. Installation suivant la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de
déchargement affecte la forme de transporteurs à vis (17) disposés radialement et
montés flottants.
11. Installation suivant la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la partie
formant transporteur (36) des transporteurs à vis (17) affecte la forme d'une vis
hélicoïdale interrompue formée par des palettes (37).
12. Installation suivant l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'enveloppe
(38) de la partie formant vis (36) du transporteurs à vis (17) se rétrécit coniquement
en direction du côté d'entrée du transporteur à vis.

