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EP 0 048 012 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.1987 Patentblatt 1987/04 |
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Anmeldetag: 14.09.1981 |
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Desintegrator und Verfahren zum Betrieb des Desintegrators
Disintegrating apparatus and its operation method
Appareil de désintégration et procédé pour sa mise en fonctionnement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
16.09.1980 DE 3034849
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.03.1982 Patentblatt 1982/12 |
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Anmelder: HAMMONA Immobilien-Anlagen GmbH |
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D-4700 Hamm 1 (DE) |
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Erfinder: |
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- Durek, Joachim, Dr.-Ing.
D-6720 Speyer (DE)
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Vertreter: König, Reimar, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dr.-Ing. Reimar König
Dipl.-Ing. Klaus Bergen
Postfach 260254 40095 Düsseldorf 40095 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Desintegrator zum Feinstzerkleinern von anorganischen
Stoffen mit vornehmlich kristallinem Aufbau und von tiefgekühlten organischen Stoffen,
sowie von entsprechenden Stoffgemischen, mit zwei gegensinnig umlaufend angetriebenen
Rotoren, die mindestens vier alternierend ineinandergreifende konzentrisch in Kranzform
angeordnete Schaufelreihen tragen, die den Stofftransport von innen durch die Schaufelreihen
hindurch nach außen besorgen, wobei die Schaufeln jeweils in Drehrichtung nach vorn
und nach außen geneigt sind.
[0002] Desintegratoren sind bereits in unterschiedlichen Ausführungsformen für die Feinstzerkleinerung
von Materialien vorgeschlagen worden. So soll z.B. bei einem bekannten Verfahren zur
Aufbereitung von feinkörnigem, Baustoffrohgut (DE-AS-12 36 915) ein Desintegrator
zum Einsatz gelangen, der so ausgebildet und betrieben werden soll, daß wenigstens
drei aufeinanderfolgende Stöße auf jedes Materialteilchen mit einem Zeitintervall
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stößen von höchstens 0,05 sec gewährleistet sind.
Die den Teilchen durch die Schlagkörper oder durch andere Teilchen versetzten Stöße
sollen hierbei mit einer Geschwindigkeit von wenigstens 15 m/s erfolgen. Durch diese
Schlagbehandlung soll das Material einer Aktivierung unterworfen worden, die dem Material
neue und beträchtlich verbesserte Eigenschaften verleiht. Der hierfür vorgeschlagene
Desintegrator ist mit im Querschnitt kreisrunden Schlagstäben ausgerüstet, die einem
außerordentlich hohen Verschleiß unterliegen. Darüber hinaus sind die Rotoren einseitig,
d.h. fliegend gelagert, so daß die im Interesse einer guten Aktivierung erforderlichen
hohen Drehzahlen wegen hierbei unvermeidbar auftretender gefährlicher Schwingungserscheinungen
nicht erreicht werden können.
[0003] Bei einem bekannten Desintegrator der eingangs angegebenen Gattung (DE-AS 12 96 943)
wird von der Erkenntnis Gebrauch gemacht, daß sich während des Zerkleinerungsbetriebes
auf den Arbeitsflächen der Schaufeln von selbst eine den Schaufelverschleiß mindernde
Schutzschicht bildet, die aus dem zu zerkleinernden Material besteht. Bei einer Ausführungsform
dieses bekannten Desintegrators sind die Schaufeln im Interesse einer verbesserten
Bildung und Beibehaltung der Schutzschicht an ihren Wirkflächen konkav ausgebildet.
Außerdem können die Eintritts- und Austrittskanten der Schaufeln durch Schneideinsätze
aus hartem abriebfestem Material verstärkt sein. Trotz dieser Maßnahmen unterliegen
auch bei diesem bekannten Desintegrator die Schlagkörper, d.h. die Schaufeln, einem
für den kontinuerlichen Betrieb untragbar hohen Verschleiß, weil die Zerkleinerung
in erster Linie durch die unmittelbare Schlageinwirkung der Schaufeln auf den zu zerkleinernden
Stoff herbeigeführt wird. Außerdem sind auch bei diesem bekannten Desintegrator die
erreichbaren Höchstdrehzahlen durch die ebenfalls einseitige, d.h. fliegende Lagerung
der Rotoren begrenzt, so daß optimale Aktivirungen des Zerkleinerungsgutes nicht erreichbar
sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Desintegrator bereitzustellen, dessen
Schaufeln nur einem vergliechbar geringen Verschleiß unterliegen und dessen Rotoren
mit für eine wirksame Feinstzerkleinerung und Aktivierung wünschenswerten hohen Drehzahlen
angetrieben werden können. Dabei soll der Desintegrator für eine technisch einwandfreie
und wirtschaftliche Feinstzerkleinerung einer breiten Palette unterschiedlichen Stoffe
geeignet sein.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird ausgehend von einem Desintegrator der eingangs angegebenen
Gattung dadurch gelöst, daß 'die Schaufeln im wesentlichen nach Art von Radialturbinenschaufeln
gekrümmt ausgebildet sind, wobei sich die Konkavkrümmung jeweils in Drehrichtung vorn
befindet, und daß die Rotoren an jeweils zugeordneten Hohlwellen befestigt sind, die
auf einer gemeinsamen festen Achse drehbar gelagert sind.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Schaufeln ergibt sich im Betrieb des Desintegrators
ein Turboeffekt, dessen unmittelbare Auswirkung darin besteht, daß die Schaufeln für
die zu zerkleinernden Stoffe und den Gas bzw. Luftdurchsatz hauptsächlich eine Leitfunktion
übernehmen und nur noch zum geringen Teil als Schlagwerkzeuge dienen. Dies bedeutet,
daß die Feinstzerkleinerung überwiegend durch mehrfaches Zusammenprallen der hoch
beschleunigten Teilchen im freien Flug erfolgt, wodurch der Schaufelverschleiß wirksam
herabgesetzt wird. Die Lagerung der Rotoren über Hohlwellen auf einer gemeinsamen
festen Achse erlaubt nicht nur einen schwingungsfreien Hoch-und Dauerlauf des Desintegrators,
sie ermöglicht auch solche Drehzahlen, die dem äußeren Schaufelkranz Umfangsgeschwindigkeiten
in der Nähe der Schallgeschwindigkeit verleihen. Dadurch wird im Zusammenwirken mit
dem erwähnten Turboeffekt eine äußerst wirksame Feinstzerkleinerung und Aktivierung
erzielt, die wegen des herabgesetzten Schaufelverschleisses über wirtschaftlich lange
Betriebszeiträume aufrechterhalten werden kann.
[0007] Der erfindungsgemäße Desintegrator kann zur Feinstzerkleinerung praktisch sämtlicher
Stoffe aus dem anorganischen Bereich mit vornehmlich kristallinem Aufbau, sowie über
die ganze HärteSkala nach Mohs bis etwa 9,5 eingesetzt werden. Aber auch praktisch
alle Stoffe aus dem organischen Bereich können mit dem erfindungsgemäßen Desintegrator
feinstzerkleinert werden, wenn diese zuvor in bekannter Weise durch Behandlung mit
flüssigem Stickstoff auf etwa -160 bis -170°C tiefgekühlt und entsprechend versprödet
werden. Es können auch Gemische aus den angegebenen Bereichen desintegriert werden,
und zwar sowohl trocken als auch naß. Die mit dem erfindungsgemäßen Desintegrator
zerkleinerten Stoffe besitzen einzigartige Eigenschaften hinsichtlich des Zerkleinerungsgrades
und der erzielten Aktivierung. Auffallend ist die Beobachtung, daß die zerkleinerten
Stoffe nicht zum Agglomerieren neigen.
[0008] Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn der Neigungswinkel zwischen Schaufelstellung
und Umfangsrichtung zwischen 20 und 32° beträgt und wenn die Schaufeln des äußeren
Schaufelkranzes außen eine Abweisfläche besitzen, die mit der Schaufelstellung einen
Winkel von etwa 70° bildet. Durch die letztere Maßnahme wird der Verschleiß an den
besonders verschleißanfälligen Außenkanten der Schaufeln des äußeren Schaufelkranzes
wirksam herabgesetzt. Es hat sich auch gezeigt, daß der Verschleiß am Anfang und Ende
der Schaufeln durch Anbringung von Verschleißnasen verringert werden kann. Im übrigen
bildet das Zerkleinerungsmaterial auch auf den Wirkflächen der Schaufeln des erfindungsgemäßen
Desintegrators eine verschleißmindernde Schutzschicht.
[0009] Zusätzlich können die Eintritts- und Austrittskanten der Schaufeln gegen Verschleiß
geschützt sein. Vorteilhaft kann dies dadurch geschehen, daß die Eintritts- und Austrittskanten
der Schaufeln oder ihrer Verschleißnasen mit einem Werkstoff aufgepanzert sind, dessen
Werkstoffeigenschaften sich aus einer gesetzmäßig abgeleiteten "Hochlage" zwischen
Zerkleinerungsstoff und Schaufelwerkstoff ergeben.
[0010] Bei Verwendung voller Rotorscheiben und vier daran angebrachter Schaufelkränze hat
es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn zwischen dem ersten und dritten sowie
zwischen dem zweiten und vierten Schaufelkranz Entlastungsbohrungen in den Rotorscheiben
angebracht sind. Diese Entlastungsbohrungen sorgen für einen Druckausgleich zwischen
den einzelnen zwischen den Schaufelkränzen gebildeten Kammern, wodurch der Verschleiß
an den Schaufelstirnflächen und den benachbarten Rotorscheibenbereichen herabgesetzt
wird.
[0011] Vorteilhaft ist das die Rotoren umgebende Gehäuse in der Ebene der festen Achse horizontal
geteilt und ist gegenüber den aus dem Gehäuse herausgeführten Hohlwellen abgedichtet,
mit diesen jedoch nicht kraftschlüssig verbunden. Zweckmäßig ist hierbei die Anordnung
so getroffen, daß das Gehäuse und die die Rotoren über die Hohlwellen lagernde feste
Achse getrennt auf einer gemeinsamen Grundplatte angeordnet sind.
[0012] Die Hohlwellen des Desintegrators können über Flachkeilriemen direkt oder über angeflanschte
Getriebe mit Zwischenkupplung mit den Antriebsmotoren in Antriebsverbindung stehen.
Bei Direktantrieb der Hohlwellen ist zweckmäßig eine Anlaufregelung der Motoren vorhanden.
[0013] Beim Betrieb eines Desintegrators nach der Erfindung ist es von Vorteil, wenn die
zu zerkleinernden Stoffe dem Desintegrator zwangsdosiert und mengenregelbar unter
Ausnutzung der Schwerkraft aufgegeben und die zerkleinerten Stoffe nach Maßgabe der
Zerkleinerungsleistung unter Ausnutzung der Schwerkraft aus dem Desintegrator ausgetragen
werden, und wenn der den Desintegrator durchsetzende Gasstrom zwischen der Aufgabezone
und der Austragszone partiell umgewälzt wird. Diese Umwälzung ermöglicht dem erfindungsgemäßen
Desintegrator ein ihm eigentümliches unterschiedliches Verhalten des Luft- oder Gasstromes
bei Leerlauf einerseits und Lastlauf andererseits. Es hat sich nämlich herausgestellt,
daß der Desintegrator bei Leerlauf den Luft- oder Gasstrom von außen nach innen durchsetzt,
während diese Strömungsrichtung bei Lastlauf in die entgegengesetzte Richtung umschlägt.
[0014] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Desintegrator unter luft- und gasdichtem Abschluß
an der Aufgabe- und Austragszone in einem geschlossenen Zerkleinerungskreislauf betrieben
wird.
[0015] Weiterhin kann verfahrensgemäß vorgesehen sein, daß die Hohlwellenlagerungen des
Desintegrators durch im Kreislauf geführtes Öl geschmiert werden, und daß dieser Ölstrom
mit Hilfe seiner Parameter Druck, Temperatur und Menge zur Absicherung und Temperaturregelung
des Desintegrators vetwendet wird.
[0016] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Ausführungsbeispiele
darstellenden schematischen Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Desintegrator,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Schaufelkränze entsprechend der Linie 11-11 in Fig.
1,
Fig. 3 einen der Fig. 1 ähnlichen in diesem Fall abgebrochenen Längsschnitt durch
den Desintegrator und
Fig. 4 einen Ausschnitt aus einer Desintegrationsanlage mit einem Disintegrator.
[0017] Zur Erläuterung des grundsätzlichen Aufbaus des Desintegrators wird zunächst auf
die Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Auf einer Grundplatte 1 ist über daran angebrachte
seitliche Auflager 2 eine feste, biegesteife und zylindrische Achse 3 unverdrehbar
befestigt. Konzentrisch zur Achse 3 sind zwei Hohlwellen 4 und 5 angeordnet, die jeweils
über zwei mit gegenseitigem Abstand angebrachte geeignete Wälzlager 6 um die Achse
3 drehbar, in axialer Richtung aber unverschiebbar sind. Der getrennte Antrieb der
Hohlwellen 4 und 5 über Flächkeilriemen oder über angeflanschte Getriebe mit Zwischenkupplung,
sowie die beiden Antriebsmotoren sind in Fig. 1 nicht dargestellt.
[0018] In einer zur Achse 3 senkrechten Ebene ist an der Hohlwelle 4 ein allgemein mit der
Bezugszahl 7 bezeichneter rotationssymmetrisch ausgebildeter Rotor befestigt. An der
Hohlwelle 5 ist auf entsprechende Weise ein allgemein mit 8 bezeichneter Rotor befestigt.
Die Rotoren 7 und 8 werden über die jeweils zugehörigen Hohlwellen 4 bzw. 5 gegensinnig
angetrieben, wie die Drehrichtungspfeile 9 bzw. 10 zu erkennen geben. Die Rotoren
7 und 8 besitzen volle Scheiben 11 bzw 12, an denen die jeweils zugeordneten Schaufelkränze
befestigt sind, die in Fig. 1 nur schematisch angedeutet sind. Der Rotor 8 trägt den
ersten oder inneren Schaufelkranz 13 und den dritten Schaufelkranz 14. Am Rotor 7
sind der zweite Schaufelkranz 15 und der vierte oder äußere Schaufelkranz 16 befestigt.
Wie ersichtlich ist, greifen die Schaufelkränze 13 bis 16 alternierend in dem Sinne
ineinander, daß auf jeweils einen Schaufelkranz des einen Rotors ein Schaufelkranz
des anderen Rotors in radialer Richtung betrachtet folgt. Die Schaufelkränze sind
selbstverständlich konzentrisch zueinander und zu den Hohlenwellen 4 und 5 sowie zur
festen Achse 3 angeordnet.
[0019] Die Grundplatte 1 besitzt im gezeichneten Beispiel eine Aussparung für den Durchtritt
der Rotoren 7 und 8 und eines die Rotoren umgebenden Gehäuses, das in der Ebene der
festen Achse 3 horizontal geteilt ist und daher aus einem Unterteil 17 und einem Oberteil
18 besteht. Oberteil und Unterteil können auf bekannte nicht näher dargestellte Weise
durch lösbare Verbindungsmittel miteinander verbunden sein. Das Gehäuse ist über sein
Unterteil 17 fest mit der Grundplatte verbunden. Die Hohlwellen 4 und 5, sind bei
19 und 20 abgedichtet aus dem Gehäuse 17, 18 herausgeführt, mit dem sie jedoch nicht
kraftschlüssig verbunden sind. Die Abdichtung an den Hohlwellendurchtritten 19 und
20 kann beispielsweise durch ein unter Druck zugeführtes Sperrgas erfolgen. Auf diese
Weise wird sicher verhindert, daß zu zerkleinernde bzw. zerkleinerte Stoffteilchen
aus dem Gehäuse austreten. Das Gehäuse 17, 18 besitzt einen Einlaufstutzen 21, der
in den Innenraum des Desintegrators einmündet, der von der Rotorscheibe 12, dem Schaufelkranz
13 und einer Gehäusewand begrenzt wird. Am unteren Ende besitzt das Gehäuseunterteil
17 eine Austragsöffnung 22. Pfeile 23 und 24 markieren die Durchsatzrichtung der zu
zerkleinernden Stoffe durch den Desintegrator.
[0020] In Fig. 2 ist von jedem Schaufelkranz 13 bis 16 aus Gründen der Zeichnungsvereinfachung
jeweils nur eine Schaufel dargestellt, die zudem noch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
eingezeichnet sind. Selbstverständlich können die Schaufeln der verschiedenen Schaufelkränze
auch über einander entsprechende oder ähnliche geometrische Konfigurationen verfügen.
Kennzeichnend ist für alle Schaufeln, daß sie im wesentlichen nach Art von Rdialturbinenschaufeln
gekrümmt ausgebildet sind, so daß sich in den von benachbarten Schaufeln eines Schaufelkranzes
gebildeten Kanälen besondere, den erwähnten Turboeffekt ergebende Strömungsbedingungen
ausbilden können. Wie ersichtlich ist, befindet sich die Konkavkrümmung aller Schaufeln
jeweils in Drehrichtung (Pfeile 9 und 10) vorn.
[0021] Die Schaufeln 25 des äußeren Schaufelkranzes 16 sind mit einem nach außen weisenden
und in Drehrichtung hinten befindlichen Vorsprung 26 ausgerüstet, welcher eine äußere
Abweisfläche 27 bildet; die mit der durch die Hilfslinie 28 markierten Schaufelstellung
einen Winkel β von etwa 80° bildet. Der Winkel a zwischen der Schaufelstellung 28
und der durch die Hilfslinie 29 markierten Umfangsrichtung liegt zwischen 20 und 32°.
Dieser Winkelbereich wird auch für die entsprechenden Winkel a der anderen Schaufelkränze
13 bis 15 zur Anwendung gebracht. Die Umfangsrichtung 29 ist die senkrechte auf die
durch die Eintrittskante der Schaufel 25 geführte Radiallinie 30. Die Winkel a der
Schaufeln der übrigen Schaufelkränze sind entsprechend definiert.
[0022] Am Beispiel der Schaufel 31 des Schaufelkranzes 14 ist die Anbringung von Verschleißnasen
32 und 33 am Schaufeleintritt bzw. am Schaufelaustritt demonstriert. Durch diese Verschleißnasen
32 und 33 wird der Verschleiß der Schaufel 31 in dem Sinne verringert, als sie Verschleißnasen
ohne Beeinträchtigung der Schaufelwirksamkeit durch Verschleiß langsam abgebaut werden
können.
[0023] Eine mögliche Schaufelausführung ohne Verschleißnasen ist am Beispiel der Schaufel
34 des Schaufelkranzes 15 dargestellt. Anstelle einteilig hergestellter Schaufeln
25, 31, 34 können auch aus mehreren Teilen zusammengeschweißte Schaufeln verwendet
werden, wie dies am Beispiel der Schaufel 35 des Schaufelkranzes 13 gezeigt ist. In
diesem Fall besteht die Schaufel 35 aus zwei im stumpfen Winkel aneinander geschweißte
Flachstücke 36 und 37. Es können auch mehr als zwei Stücke aneinander geschweißt werden,
um die Schaufelform möglichst einer gekrümmten Schaufelform anzunähern.
[0024] Zum Schutz der Eintritts- und Austrittskanten der Schaufeln gegen Verschleiß können
diese mit einem aufgepanzertem Werkstoff versehen sein, wie das am Beispiel der Schaufeln
34 und 35 jeweils bei 38 schematisch angedeutet ist. Entsprechende Aufpanzerungen
39 können auch an den ggf. vorhandenen Verschleißnasen angebracht sein, wie das anhand
der Verschleißnasen 32 und 33 der Schaufel 31 des Schaufelkranzes 14 angedeutet ist.
[0025] Wie aus Fig. 3 hervorgeht, besitzt die volle Rotorscheibe 11 des Rotors 7 zwischen
den Schaufelkränzen 15 und 16 Entlastungsbohrungen 40 für den Druckausgleich. Entsprechende
Entlastungsbohrungen 41 sind im Rotor 8 angebracht, und zwar in einer die beiden Schaufelkränze
13 und 14 miteinander verbindenden Ringscheibe 42.
[0026] Eine anlagenmäßige Einbindung das Desintegrators geht aus Fig. 4 hervor. Wie daraus
entnehmbar ist, können sich auf der Grundplatte 1 auch die beiden Antriebsmotoren
43 und 44 befinden. Die zu zerkleinernden Stoffe werden über regelbare und zwangsdosierende
Zellradschleusen 45 und 46, ein daran anschleißendes Hosenrohr 47, eine Aufgabezone
48 und einen Kompensator 49 dem Zulaufstutzen 21 des Desintegrators zugeführt. Das
zerkleinerte Gut verläßt den Desintegrator über einen Kompensator 50, eine Austragszone
51 und ein Hosenrohr 52 und wird von dort aus zwei weiteren Austrags-Zellradschleusen
53 und 54 zugeleitet. An die Aufgabezone 48 und die Austragszone 51 ist eine Luft-oder
Gasumwälzleitung 55 angeschlossen, in welcher in beide möglichen Strömungsrichtungen
eingezeichnete Pfeile den Strömungsumschlag zwischen Leerbetrieb und Lastbetrieb andeuten.
Die Umwälzleitungen 55 können auch im Desintegratorgehäuse selbst als Strömungskanäle
angebracht sein. Luft oder Inertgas wird dem System bei Lastbetrieb über die Leitung
56 zugeführt. Die Zuführung von Luft oder Gas im Leerlaufbetrieb erfolgt über die
Leitung 57. Etwaiger Luft- oder Gasüberdruck kann aus dem System über die Leitung
58 entweichem, die zu einem Filter führt. Ein Gasanschluß 59 kann auch unmittelbar
in die Umwälzleitung 55 einmünden.
[0027] Aufgrund der geschilderten anlagenmäßigen Anordnung kann der Desintegrator unter
luft- und gasdichtem Abschluß an der Aufgabe- und Austragszone in einem geschlossenen
Zerkleinerungskreislauf betrieben werden, so daß die bei dem Zerkleinerungsvorgang
entstehenden Stäube nicht nach außen dringen können.
[0028] Der erfindungsgemäße Desintegrator wurde beispielsweise zur Zerkleinerung unterschiedlicher
Mineralstoffe bis zu einer Mohs-Härte von 9.3 bei Durchsätzen zwischen 6 bis 8 t/h
eingesetzt. Mit Hilfe von zwei Kurzschlußläfermotoren wurden dabei die Rotoren gegenläufig
mit einer Drehzahl von 3000 min-
1 angetrieben. Der maximale Rotordurchmesser, d.h. der maximale Durchmesser des Rotors
7 am äußeren Schaufelkranz 16 betrug 750 mm. Es waren vier Schaufelkränze mit insgesamt
50 Schaufeln vorgesehen, wobei die Schaufelanzahl von innen nach außen zunahm, und
zwar für den Schaufelkranz 13 neun Schaufeln, für den Schaufelkranz 15 zwölf Schaufeln,
für den Schaufelkranz 14 vierzehn Schaufeln und für den Schaufelkranz 16 fünfzehn
Schaufeln. Die mittlere Körnung des Aufgabegutes betrug etwa 12 mm.
[0029] Die mit dem erfindungsgemäßen Desintegrator erzielbaren Zerkleinerungsergebnisse
werden nachfolgend anhand eines charakteristischen Desintegrationsbeispiels veranschaulicht.
[0030] Zum Einsatz gelangte eine Flugasche aus Lignit-Kohle folgender chemischer Zusammensetzung
[0031]

[0032] Diese Elektrofilterasche (Efa) hatte eine Korngröße vor der Desintegration von durchschnittlich
200 pm. Die spezifische Oberfläche nach Blaine betrug etwa 4200 cm
2/g. Nach der Desintegration betrug die Korngröße nur noch etwa 20 um und die spezifische
Oberfläche 9195 cm
2/g. Nach nachfolgender Sichtung beim Feinanteil betrag die speizifische Oberfläche
13.360 cm
2/g. Die Verweilzeit der zu zerkleinernden Teilchen im Desintegrator betrug im Durchschnitt
weniger als 1 sec.
[0033] Um den Einfluß der Desintegration bzw. der mechanischen Altivierung auf die Efa zu
veranschaulichen, wurden nach DIN 1164 ein Versuchsprogramm an Beton-Probekörpern
durchgeführt. Dieser Beton wurde aus einem Zement F 45 mit stufenweiser Abmagerung
durch desintegrierte Efa hergestellt. Der Wasser-Zementwert wurde konstant gehalten.
Untersucht wurden die Druck- und Biegezugfestigkeiten der Probekörper in Abhängigkeit
von der Alterung.
[0034] Die den Zeichnungen des Desintegrators beigefügten Diagramme zeigen jeweils die Druck-
und Biegefestigkeiten bei Beimischung nichtdesintegrierter Efa (4200
CM2/g) und desintegrierter und gesichteter Efa (13360 cm
2/g). Jeweils eine Kurve (a) zeigt den Beton aus 100 %igem F45 und die andere (b) einen
Beton aus 50 %igem F45 und 50% Efa.
[0035] In Diagramm 1 und 2, bei nichtdesintegrierter Efa, lagen die Festigkeiten des Betons
mit 50% F45 und 50% Efa immer erheblich unter denen des Betons mit 100% F45. Hierbei
handelt es sich um den typischen Fall, für den Efa nur als Füllstoff mit entsprechenden
Festigkeitsverlusten Verwendung findet. Im Diagramm 3, nach Desintegration und Sichtung,
ist jedoch zu erkennen, daß Kurve b mit 50% Efa-Anteil, bereits nach sieben Tagen
die Druckfestigkeit von Beton mit 100% F45 (Kurve a) übersteigt. Bereits nach etwa
28 Tagen liegt Kurve b mit ca. 22% größerer Festigkeit über Kurve a und bleibt in
diesem Abstand konstant bis zur Aushärtung von 90 Tagen. Diagram 4 veranschaulicht
ähnliche Verhältnisse.
[0036] Alle unter Einsatz des erfindungsgemäßen Desintegrators erzielten Proben wiesen keinerlei
Haarrisse auf.
1. Desintegrator zum Feinstzerkleinern von anorganischen Stoffen mit vornehmlich kristallinem
Aufbau und von tiefgekühlten organischen Stoffen, sowie von entsprechenden Stoffgemischen,
mit zwei gegensinnig umlaufend angetriebenen Rotoren (7, 8), die mindestens vier alternierend
ineinandergreifende konzentrisch in Kranzform angeordnete Schaufelreihen (12, 14,
15, 16) tragen, die den Stofftransport von innen durch die Schaufelreihen hindurch
nach außen besorgen, wobei die Schaufel (25, 31, 34, 35) jeweils in Drehrichtung nach
vorn und nach außen geneigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln (25, 31,
34, 35) im wesentlichen nach Art von Radialturbinenschaufeln gekrümmt ausgebildet
sind, wobei sich die Konkavkrümmung jeweils in Drehrichtung vorn befindet, und daß
die Rotoren (7, 8) an jeweils zugeordneten Hohlwellen (4, 5) befestigt sind, die auf
einer gemeinsamen festen Achse (3) drehbar gelagert sind.
2. Desintegrator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel (a)
zwischen Schaufelstellung (28) und Umfangsrichtung (29) zwischen 20 und 32° beträgt,
und daß die Schaufeln (25) des äußeren Schaufelkranzes (16) außen eine Abweisfläche
(27) besitzen, die mit der Schaufelstellung (28) einen Winkel (ß) von etwa 70° bildet.
3. Desintegrator nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln
(31) am Anfang und Ende eine Verschließnase (32, 33) aufweisen.
4. Desintegrator nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintritts-
und Austrittskanten der Schaufeln (31, 34, 35) oder ihrer Verschleißnasen (32, 33)
mit einem Werkstoff (38, 39) aufgepanzert sind, dessen Werkstoffeigenschaften sich
aus einer gesetzmäßig abgeleiteten "Hochlage" zwischen Zerkleinerungswerkstoff und
Schaufelwerkstoff ergeben.
5. Desintegrator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Verwendung voller Rotorscheiben (11, 12) und vier daran angebrachter Schaufelkränze
(13 bis 16) zwischen dem ersten und dritten sowie zwischen dem zweiten und vierten
Schaufelkranz Entlastungsbohrungen (41, 40) in den Rotorscheiben (42, 11) angebracht
sind.
6. Desintegrator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
die Rotoren (7, 8) umgebende Gehäuse (17, 18) in der Ebene der festen Achse (3) horizontal
geteilt ist und gegenüber den aus dem Gehäuse hinausgeführten Hohlwellen (4, 5) abgedichtet,
mit diesen jedoch nicht kraftschlüssig verbunden ist.
7. Desintegrator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (17, 18)
und die die Rotoren (7, 8) über die Hohlwellen (4, 5) lagernde feste Achse (3) getrennt
auf einer gemeinsamen Grundplatte (1) angeordnet sind.
8. Desintegrator nach einem der Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hohlwellen (4, 5) über Flachkeilriemen direkt oder über angeflanschte Getriebe mit
Zwischenkupplung mit den Antriebsmotoren (43, 44) in Antriebsverbindung stehen.
9. Desintegrator nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Direktantrieb der
Hohlwellen (4, 5) eine Anlaufregelung der Motoren (43, 44) vorhanden ist.
10. Desintegrator nach den Ansprüchen 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager
(6) seiner Hohlwellen (4, 5) an einen Ölkreislauf angeschlossen sind und daß das im
Kreislauf geführte Öl mit Hilfe seiner Parameter Druck, Temperatur und Menge zur Absicherung
und Temperaturregelung des Desintegrators verwendet wird.
1. Désintégrateur à pulvériser des matières inorganiques d'une structure généralement
cristalline, des matières organiques refroidies à basse température, et des mélanges
de matières correspondants, comportant deux rotors (7, 8) commandés dans la direction
opposée à l'autre, supportant au moins quatre séries d'aubes (13, 14, 15, 16) s'engageant
dans une manière alternante et disposées concentriquement sous forme d'anneau, transportant
la matière de l'intérieur à travers des séries d'aube à l'extérieur, les aubes (25,
31, 34, 35) chaque fois dans la direction de rotation étant inclinées vers l'avant
et vers l'extérieur, caractérisé en ce que les aubes (24, 31, 34, 35) sont courbées
essentiellement comme des aubes de turbine radiales, la courbure concave, chaque fois
dans la direction de rotation, étant en avant, et que les rotors (7, 8) sont fixés
aux arbres creux (4, 5) chaque fois associés et pivotant sur un axe (3) fixe.
2. Désintégrateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle d'inclinaison
(a) entre la position d'aube (28) et la direction périphérique (29) est entre 20 et
32°, et que les aubes (25) de la couronne d'aube extérieur (16) comportent à l'extérieur
un déflecteur (27) formant avec la position d'aube (28) un angle (β) d'environ 70°.
3. Désintégrateur selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les aubes
(31), à côté d'avant et à côté d'arrière, comportent un talon d'usure (32, 33).
4. Désintégrateur selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les arêtes
d'entrée et les arêtes de sortie des aubes (31, 34, 35) ou des talons d'usure (32,
33) desquels sont renforcées d'une matière (38, 39) les propriétés de laquelle se
résultent d'une "position haute" se dérivant- conforme de la loi entre de la matière
à pulvériser et de la matière d'aube.
5. Désintegrateur selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'en utilisant
des disques de rotor (11, 12) pleines et quatre couronnes d'aube (13 à 16) pourvues
auxquelles, des alésages de décharge (41, 40) sont disposés dans les disques de rotors
(42, 11) entre la couronne d'aube première et troisième et entre la couronne d'aube
seconde et quatrième.
6. Désintégrateur selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le boîtier
(17, 18) entournant les rotors (7, 8), est divisé horizontalement au plan de l'axe
(3) fixé et étoupé vers les arbres creux (4, 5) conduits du boîtier sans être relié
auxquels par l'influence de force.
7. Désintégrateur selon la revendication 6, caractérisé en ce que le boîtier (17,
18) et l'axe fixe (3) supportant les rotors (7, 8) par l'intermédiaire les arbres
creux (4, 5) sont disposés séparément sur une plaque de base (1) commune.
8. Désintégrateur selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les arbres
creux (4, 5) par l'intérmédiaire des courroies coniques directement ou par l'intermédiaire
des transmissions bridées ayant un accouplement intermédiaire, sont en connexion de
commande.
9. Désintégrateur selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'en cas d'une commande
directe des arbres creux, une commande de démarrage des moteurs (43, 44) est prévue.
10 Désintégrateur selon les revendications 10 à 12, caractérisé en ce que les paliers
(6) des arbres creux (4, 5) duquel sont raccordés à une circulation d'huile et que
l'huile circulée par l'intermédiaire des ses paramètres de compression, température
et volume est utilisée pour protéger et régulier la température du désintégrateur.
1. A disintegrator for pulverizing inorganic substances of predominantly crystalline
structure and of deep-frozen organic substances and of corresponding mixtures of substances,
having two rotors (7, 8) driven in a direction opposite to the other, with said rotors
carrying at least four rows of scoops (13, 14, 15, 16) engaging alternately with one
another and arranged concentrically in the form of rings to safeguard the substance
transport from the inside, through the rows of scoops, to the outside, with the scoops
(25, 31, 34, 35) being respectively inclined in the direction of rotation forwardly
and outwardly, characterized in that the scoops (25, 31, 34, 35) are of a curved configuration
substantially like radial turbine blades, with the concave curvature, respectively
in the direction of rotation, being forward, and that the rotors (7, 8) are secured
to respectively associated hollow shafts (4, 5) rotatably disposed on a common fixed
axis (3).
2. A distintegrator according to claim 1, characterized in that the angle of inclination
(a) between the blade setting (28) and the peripheral direction (29) is between 20
and 32 degrees, and that the scoops (25) of the outer scoop ring (16) include an outer
deflecting surface (27) which forms an angle (β) of about 70 degrees with the blade
setting (28).
3. A distintegrator according to claims 1 and 2, characterized in that the scoops
(31), at the front and rear ends thereof, are provided with a wear-resistant nose
(32, 33).
4. A disintegrator according to claims 1 to 3, characterized in that the inlet and
outlet edges of the scoops (31, 34, 35) or the wear-resistant noses (32, 33) thereof
are hard-faced with a material (38, 39) the material properties of which produce a
"high position", derived from the applicable laws, between the pulverized material
and the material of the scoops.
5. A disintegrator according to any one of claims 1 to 4, characterized in that, when
using full rotor discs (11, 12) and four scoop rings (13 to 16) provided thereon,
relief holes (41,40) in rotor discs (42, 11) are provided between the first and third
and the second and fourth scoop rings.
6. A disintegrator according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the
housing (17, 18) surrounding the rotors (7, 8) is horizontally divided in the plane
of the fixed axis (3), and is sealed against the hollow shafts (4, 5) emerging from
the housing, it being however, not connected in form-locking manner thereto.
7. A disintegrator according to claim 6, characterized in that the housing (17, 18)
and fixed axis (3) supporting the rotors (7, 8) via the hollow shafts (4, 5) are disposed
separately on a common baseplate (1).
8. A disintegrator according to any one of claims 1 to 7, characterized in- that the
hollow shafts (4, 5), via flat V-belts, are in driving connection with the driving
motors (43, 44) either directly or via a flanged-on gear including an intermediate
connector.
9. A distintegrator according to claim 8, characterized in that in the event of a
direct drive of the hollow shafts (4, 5), a starting control of the motors (43, 44)
is provided.
10. A disintegrator according to claims 10 to 12, characterized in that the bearings
(4, 5) are connected to a flow of circulating oil and that the oil carried in the
circulating flow, with the aid of its pressure, temperature and volume parameters,
is used to protect and to control the temperature of the disintegrator.