[0001] Die Erfindung betrifft eine Bank zur Aufnahme mehrerer Druckstößeleinheiten. Diesbezügliche
Druckstößel sind in den deutschen Patenanmeldungen P 29 26 276.8 (GE 979 026) und
P 30 18 407.7 (GE 980 014) beschrieben. Sie sind insbesondere zur Verwendung in Anschlagdruckern
gedacht.
[0002] Es ist eine Vielzahl von Druckhammerantrieben bekannt, die nach unterschiedlichen
Prinzipien arbeiten.
[0003] Nach der.deutschen Patentschrift 1 276 380 (Docket 25 450A) werden die Druckhämmer
von Blattfedern getragen, deren im ausgelenkten Zustand gespeicherte Energie zur Druckhammerbetätigung
dient. Das Auslösen des Druckhammers erfolgt auf elektromagnetische Weise durch das
Ausschalten der Erregung eines den Druckhammer zurückhaltenden Elektromagneten.
[0004] Zeilendrucker mit einer Vielzahl von Zeichenpositionen weisen sogenannte Druckhammerbänke
auf. Diese Druckharmmerbänke. dienen der Aufnahme einzelner Druckhammereinheiten,
von denen jede einer bestimmten Druckposition zugeordnet ist. Die im deutschen Patent;
276 380 beschriebene Druckhammmerbank weist eine Vielzahl von besonderen Merkmalen
auf: Die vorgespannten Druckhämmer werden durch einen allen Druckhämmern gemeinsamen
Elektromagneten gehalten, dessen auf Blattfedern befestigter und parallel verschiebbarer
Träger eine senkrecht zur Schreibweise gerichtete hin- und hergehende Bewegung ausführt,
die der Rückholung der Druckhämmer nach dem Anschlag dient. Des weiteren sind für
die einzelnen Druckhämmer elastisch befestigte Dämpfermassen vorgesehen, die die Energie
der sich nach dem Druckanschlag zurückbewegenden Druckhämmer aufnehmen und mittels
federnder Sperren die Druckhämmer solange verriegeln, bis die Magnetjoche des Haltemagneten
in dieser vorderen Extremlage die Druckhämmer erfaßt haben. Außerdem sind die Dämpfermassen
auf einem sich über alle Druckstellen erstreckenden, drehbar gelagerten, mit seinem
Drehpunkt gegenüber den federnden Sperren nach unten versetzten Träger'befestigt,
der mittels eines Nockengetriebes zur Freigabe der Druckhämmer kurzzeitig ausschwenkt.
[0005] In einem typischen schnellen Anschlagdrucker, z. B. wie den IBM-Drucker Modell 3203,
besteht jede Druckhammereinheit aus einem Klappanker-Elektromagneten, einem separaten
Druckhammer und einem Stößel zur Übertragung der kinetischen Energie des Klappankers
auf den Druckhammer. Jeder Elektromagnet ist mit zwei Schrauben auf einer allen Druckhammereinheiten
gemeinsamen Grundplatte angeschraubt; diese Schrauben müssen zu jeder Flugzeitjustage
gelockert und anschließend wieder festgezogen werden (264 Stück!). Jeder Elektromagnet
überträgt den bei der Beschleunigung des Ankers auftretenden Rückstoßimpuls voll auf
die Grundplatte. Ein Auswechseln einzelner Druckhammereinheiten ist nicht möglich.
[0006] Zur Vermeidung dieser Nachteile ist es Aufgabe der Erfindung, eine Bank zur Aufnahme
mehrerer Druckstößeleinheiten vorzusehen, die folgenden Forderungen genügt:
Jede Druckstößeleinheit soll ohne Zerlegen der Bank einzeln auswechselbar sein;
[0007] Auf die Hammerbank soll nicht der volle Rückstoßimpuls übertragen werden;
[0008] wenige Befestigungselemente sollen zur Montage aller Druckstößeleinheiten genügen.
[0009] Diese Aufgabe der Erfindung wird in vorteilhafter Weise durch die im kennzeichnenden
Teil des Anspruches 1 genannten Maßnahmen gelöst.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unter- .ansprüchen zu entnehmen.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben.
[0012] Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Bank zur Aufnahme mehrerer Druckstößeleinheiten,
Fig. 2 eine vereinfachte Seitenansicht (aus Pfeilrichtung P) der Bank gemäß Fig. 1
mit einer Druckstößeleinheit,
Fig. 3. eine auszugsweise Schnittdarstellung der Bank mit zwei Druckstößeleinheiten
gemäß der Schnittlinie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine auszugsweise Schnittdarstellung der Bank mit zwei Druckstößeleinheiten
gemäß der Schnittlinie 4-4 in Fig. 2.
[0013] Elektromagnetische Antriebseinheiten, wie sie in Druckstößeleinheiten für die nachfolgend
beschriebene Bank verwendung finden können, sind in der deutschen Patentanmeldung
P 30 18 407.7 beschrieben. Dieser Anmeldung ist zu entnehmen, daß die eigentliche
elektromagnetische Antriebseinheit in der Aussparung eines flachen schmalen Rahmens
untergebracht ist, und daß der eigentliche stabähnliche Druckstößel in zwei Bohrungen
dieses Rahmens geführt ist. Des weiteren ist ausgesagt, daß dieser Stößel an seinem
druckfernen Ende mit einem in einem Langloch des Stößels verlaufenden einseitig befestigten
Federstift zusammenwirkt. Dieser Federstift dient dem Zurückholen des Druckstößels
nach einem Arbeitshub. Einzelheiten zum Verständnis der.Wirkungsweise der elektromagnetischen
Druckstößelantriebseinheit seien hier nicht wiederholt, da sie für das Verständnis
der nachfolgend beschriebenen Bank zur Aufnahme mehrerer Druckstößeleinheiten nicht
erforderlich sind.
[0014] In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Bank zur Aufnahme mehrerer Druckstößeleinheiten
gezeigt. Die Druckstößeleinheiten sind mit 5 und 6 gekennzeichnet, deren Rahmen mit
5-1 und 6-1 bezeichnet sind.
[0015] Zur Vereinfachung der Darstellung sind nur zwei Druckstößeleinheiten 5 und 6 gezeigt,
wenn auch ungleich mehr in der Bank 1 Aufnahme finden können.
[0016] Aus der Darstellung ist ersichtlich, daß eine Druckstößeleinheit (siehe auch Fig.
2) 6 aus einem flachen, schmalen Rahmen 6-1 besteht. Der Rahmen jeder Druckstößeleinheit
ist mit einer Aussparung 7 versehen, in der die eigentliche elektromagnetische Antriebseinheit
für den Druckstößel (nicht dargestellt) angeordnet ist. Der nicht dargestellte
Druckstößel wird in den Bohrungen 10 und 11 der Rahmen 5-1 und 6-1 geführt. Jeder Rahmen
5 und 6 hat an seinem vorderen Ende einen kielartigen Teil und an seinem hinteren
Ende jeweils zwei Rahmenschenkel 9-1 und 9-2. Die Rahmenschenkel haben an ihrem hinteren
Ende jeweils eine V-förmige Nut 9-1-1 und 9-2-1 (siehe auch Fig. 3). Am oberen Rahmenschenkel
9-2 ist mittels der Schraube 17 ein Winkelstück 16 angebracht, in welchem eine Stellschraube
15 verläuft. Diese Stellschraube dient als Anschlag für eine Anschlagleiste 13, welche
im unteren Rahmenschenkel 9-1 eine Schneidenlagerung 14 hat und sich von dort durch
ein Langloch 12 im oberen Rahmenschenkel 9-2 nach oben erstreckt. Wie aus Fig. 2 hervorgeht,
wird die Anschlagsleiste gegen das Stellschraubenende von einer Zugfeder 27 gehalten.
Aus Fig. 2 ist ebenfalls zu erkennen, wie der bereits erwähnte Federstift 23 mit dem
eigentlichen Druckstößel 22 zusammenwirkt. Dieser Federstift 23 ist mit einer Lasche
24 verbunden, die mit Hilfe der Schraube 25 auf dem oberen Rahmenteil verbunden ist.
Durch Erregung der nicht dargestellten elektromagnetischen Antriebseinheit erfährt
der Stößel 22 eine Beschleunigung in Arbeitsrichtung D. Nach erfolgtem Druckvorgang
wird er durch den Federstift 23 in seine Ausgangsposition zurückgeführt, in der er
durch die Kraft des Federstiftes gegen die Anschlagleiste 13 gedrückt wird.
[0017] Im folgenden wird beschrieben, wie die Druckstößeleinheiten in der Bank 1 Aufnahme
finden.
[0018] Die Bank 1 hat eine U-förmigeähnliche Form. Der vordere U-Schenkel 4 weist zur Aufnahme
der kielartigen vorderen Teile 5-2, 6-2 der Rahmen 5-1 und 6-1 vertikal verlaufende
Profilrillen 4-1, 4-2 auf, die der Kielform angepaßt sind. Der hintere U-Schenkel 2
der Bank 1 besteht aus zwei Abschnitten: einem geradlinig verlaufenden Schenkelteil
2-1 und einem oberen nach innen abgewinkelten Schenkelteil 2-2. Dieser Teil 2-2 weist
zur Aufnahme der einzelnen Druckstößeleinheiten 5 und 6 wiederum vertikale Profilrillen
2-2-1, 2-2-2 auf. Diese Profilrillen dienen der Aufnahme eines Stiftes 19, der in
den V-förmigen Rillen 9-1-1 des unteren und oberen Rahmenschenkel 9-1 und 9-2 des
Rahmens 6-1 verläuft. Diese letztgenannten Profilrillen sind aufeinander ausgerichtet.
Sie verlaufen ebenso wie die Profilrillen des Teils 2-2 vertikal. Im zusammengebauten
Zustand sind die beiden U-Schenkel 4 und 2 der Bank mit der Basis 3 verbunden. Diese
Verbindung kann mittels nicht dargestellter Schrauben lösbar sein. Es sind jedoch
auch andere Verbindungen, z. B. Schnappverbindungen möglich. Die Profilrillen in den
U-Schenkeln der Bank für benachbarte Rahmen haben eine unterschiedliche Tiefe, so
daß jeweils nur alle geradzahligen bzw. ungeradzahligen Rahmen miteinander fluchten.
Dieser Versatz bewirkt, daß sich benachbarte Druckstößeleinheiten im Betrieb nicht
merklich störend (z. B. magnetisch) gegenseitig beeinflussen.
[0019] Aus Fig. 2, welche eine vereinfachte Seitenansicht (aus Pfeilrichtung P, Fig. 1)
der Bank mit der Druckstößeleinheit-6 darstellt, ist insbesondere zu erkennen, wie
der zwischen dem unteren 9-1 und oberen 9-2 Rahmenschenkel des Rahmens 6-1 angeordnete
Stift 19 in seinem mittleren Teil in der hinteren Profilrille der Bank anliegt. Dieser
Stift soll eine in Druckrichtung D federnde Wirkung aufweisen, so daß der beim Feuern
des Druckstößels 22 auftretende Rückstoß nur gedämpft auf die Bank 1 übertragen wird.
Des weiteren ist der Fig. 2 zu entnehmen, daß der Stift 19 mit seinem oberen Teil
in einer Bohrung des Winkelstücks 16 Aufnahme findet.
[0020] Der gegenseitige Versatz der einzelnen Druckstößeleinheiten ist insbesondere aus
den Fign. 1, 3 und 4 zu erkennen.
[0021] In Fig. 3 ist eine auszugsweise Schnittdarstellung der Bank (mit zwei Druckstößeleinheiten)
gemäß der Schnittlinie 3-3 in Fig. 2 gezeigt, während in Fig. 4 eine auszugsweise
Schnittdarstellung der Bank (mit zwei Druckstößeleinheiten) gemäß der Schnittlinie
4-4 in Fig. 2 wiedergegeben ist.
[0022] Fig. 3 bezieht sich somit auf die Halterung und Führung der hinteren Teile der Druckstößeleinheiten,
während sich
Fig. 4 auf die Halterung und Führung der vorderen Teile der
Druckstößeleinheiten bezieht.
[0023] Die V-förmigen Profilrillen im Teil 2-2 des Schenkels 2 der Bank 1 sind 2-2-1 und
2-2-2 gekennzeichnet. Es ist zu erkennen, daß diese Profilrillen eine unterschiedliehe
Tiefe haben, und daß am Grunde dieser Profilrillen die Stifte 19 der Rahmen verlaufen.
[0024] Zur Führung der vorderen Rahmenteile sei auf Abbildung 4 verwiesen. Die V-förmigen
Profilrillen 4-1, 4-2 haben für benachbarte Rahmen wieder eine unterschiedliche Tiefe.
Die
Profilrille für den Rahmen 6-1 ist mit 4-2, die für den Rahmen 5-1 mit 4-1 gekennzeichnet.
Diese V-förmigen Rillen haben unter Beachtung des Rahmenversatzes wieder eine unterschiedliche
Tiefe. Sie sind dem kielartigen vorderen Teil 6-2, 5-2 der Rahmen 6-1 und 5-1 angepaßt,
wobei die Rillenbreite für die tieferliegenden Rillen etwas breiter als die eigentliche
Rahmenbreite sind.
[0025] In Fig. 5 ist eine vereinfachte Darstellung einer Ausziehvorrichtung für das Herausnehmen
einer Druckstößeleinheit aus der Bank gezeigt. Diese Vorrichtung ist ein entsprechend
henkelförmig gebogener Draht 31 mit abgewinkelten Enden, die in horizontal verlaufende
Bohrungen des Winkelstücks 29 bzw. (30) im vorderen Rahmenteil eingefügt werden können.
Auf diese Weise ist es möglich, die einzelnen Rahmeneinheiten bei Bedarf (unter entsprechender
Lockerung des vorderen bzw. hinteren Rahmenschenkels 2, 4) aus der Bank 1 zu entnehmen
und diese auch wieder in die Bank einzusetzen. Eine solche Lockerung kann z. B. durch
teilweises Lösen einer Schraubverbindung erfolgen, die dem Zusammenfügen der U-Schenkel
4 und 2 der Bank mit der Basis 3 dient.
1. Bank zur Aufnahme nebeneinanderliegender Stößeleinheiten, welche bestehen auis
einem flachen, schmalen Rahmen mit einer innerhalb einer Aussparung dieses Rahmens
angeordneten elektromagnetischen Antriebseinheit für den Stößel, der in zwei Bchrungen
des Rahmens geführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Aufnahme und Führung der einzelnen Stößeleinheiten (5, 6) die Bank (1) einen
U-förmigähnlichen Querschnitt aufweist, daß der Rahmen (6-1) jeder Stö- ßeleinheit
(6) an mindestens einem seiner beiden Enden einen zwischen zwei Rahmenschenkeln (9-1,
9-2) angeordneten biegeelastischer Stift (19) aufweist, daß die Rahmen zwischen den
U-Schenkeln (2, 4) der Bank (1) lösbar angeordnet sind und daß beide U-Schenkel Aussparungen
(4-1, 4-2; 2-2-1, 2-2-2) zur form- und/oder kraftschlüssigen Aufnahme des vorderen
oder hinteren Rahmenteiles bzw. des Stiftes (19) aufweisen.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparungen (4-1, 4-2; 2-2-1, 2-2-2) in den U-Schenkeln der Bank (1) zur
Aufnahme einer Stößelantriebseinheit vertikal verlaufende Profilrillen sind.
3. Anordnung anch Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vordere Rahmenneil eine kielartige Form (6-2) und der hintere Rahmenneil einen
biegeelastischen Stift (19) aufweist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet.
daß nebeneinanderliegnde Stößelantriebseinheiten (5, 6) in Aktionsrichtung der Stößel
gegeneinander versetzt sind zur Verminderung der gegenseitigen Beeinflussung der elektromagnetischen
Antriebseinheiten.
5. Anordnung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ihre Verwendung für AnschlagDrucker.