[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit einem Eingangswalzenpaar zum Fördern
einer stückweise zu bedruckenden Druckmaterialbahn, einer Druckvorrichtung und einer
Abschneidevorrichtung für das bedruckte Bahnstück.
[0002] Durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung wird die Aufgabe gelöst, eine Druckmaschine
dieser Art zu schaffen, mit der auf eine wählbare von mehreren Druckmaterialbahnen
gedruckt werden kann, wobei diese Bahnen beispielsweise verschieden breit, verschiedenfarbig
oder mit verschiedenen Vordrucken versehen sein können. Vorteiltafte Ausführungsformen
dieser Maschine sind Gegenstand der Ansprüche 2 und 3. Die Weiterbildung der Erfindung
nach dem Patentanspruch 5 ermöglicht es, die Führungskanäle für eine relativ grosse
Anzahl Druckmaterialbahnen verhältnismässig dicht nebeneinander anzuordnen, indem
wenig Raum beanspruchende Greifer als Fördervorrichtung dienen, deren Greif- und Lösebewegung
durch praktisch keinen Raum einnehmende Mittel gesteuert sind. Die Ansprüche 6 - 9
geben vorteilhafte Ausführungsformen dieser Greifer und die Ansprüche 10 und 11 geben
Weiterbildungen der Fördervorrichtung an.
[0003] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes anhand der beiliegenden
schematischen Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte schematische Seitenansicht einer Druckmaschine, mit der wahlweise,
in beliebiger Reihenfolge, jeweils auf eine von sieben Druckmaterialbahnen gedruckt
und das bedruckte Bahnstück abgeschnitten werden kann,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Greifers,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 2, in grösserem Massstab,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 2, in grösserem Massstab, und
Fig. 6 eine teilweise Ansicht in Richtung des Pfeiles VI in Fig. 1.
[0004] In Fig. 1 bezeichnet 1 das Eingangswalzenpaar, 2 den Nadelkopf und 3 den Druckbalken
der Druckvorrichtung. 4 die Messerklinge, die mit einem am Druckbalken gebildeten
Gegenmesser die Abschneidevorrichtung der als Nadeldrucker ausgeführten Druckmaschine
bildet. Der Nadelkopf 2 ist quer zur Zeichenebene verschiebbar und angetrieben, wie
beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung Nr. 80101133.9 beschrieben. Die
Messerklinge 4 kann wie in der europäischen Patentanmeldung Nr. 80101205.5 beschrieben,
angetrieben und der nicht dargestellte Farbbandtransport kann wie in der europäischen
Patentanmeldung Nr. 80101248.5 beschrieben, ausgeführt sein. Die bekannten Nadeldrucker
dieser Art arbeiten zum Bedrucken von Stücken ein und derselben Papierbahn so, dass
die Eingangswalzen 1 die zu bedruckende Papierbahn in ihre Druckposition, gegebenenfalls
zum zeilenweisen Bedrucken in mehrere Druckpositionen nacheinander, verschiebt, nach
dem Bedrucken in die Abschneideposition weiterschiebt und nach dem Abschneiden des
bedruckten Papierstücks in die Druckposition, gegebenenfalls in die erste Druckposition,
zurückschiebt. Bei der vorliegenden Maschine arbeitet der Nadeldrucker 1 - 4 im wesentlichen
ebenso, aber mit dem Unterschied, dass das Walzenpaar 1 die Papierbahn nach dem Abschneiden
nicht in die Druckposition sondern, wie weiter unten erläutert, weiter zurückschiebt,
nämlich bis zum Verlassen des Klemmspaltes 5 der Walzen l, und dass die Papierbahn
vor jedem Druckvorgang zwischen die Walzen 1 eingeführt und von diesen in die Druckposition,
gegebenenfalls die erste Druckposition, vorgeschoben wird.
[0005] Für sieben wahlweise in beliebiger Reihenfolge zu bedruckende Papierbahnen sind sieben
flache, je zwischen zwei parallelen Kanalwänden gebildete Führungskanäle. von denen
zwei mit 6 und 7 bezeichnet sind, fächerförmig angeordnet und auf die der Druckvorrichtung
2, 3 abgewandte Seite des Klemmspaltes 5 gerichtet. Zur seitlichen Führung jeder Papierbahn
sind zwischen den Kanalwänden jedes Führungskanals zwei Führungen angeordnet, die
durch in Löcher der Kanalwände greifende Nasen gehalten sind. Zur Anpassung an verschiedene
Papierbandbreiten sind mehrere Lochreihen vorgesehen, vergl. die Kanalwand 61 des
Kanals 6, die Führungen 62 mit den Nasen 63 und die Lochreihen 64 in Fig. 2.
[0006] Um mit einem kleinen Winkel zwischen benachbarten Kanälen auszukommen und dadurch
innerhalb eines gegebenen Winkels möglichst viele Führungskanäle unterzubringen, sind
nach Fig. 1 nur die äussersten und zwei der dazwischen liegenden Kanalwände bis an
das dem Klemmspalt 5 benachbarte Ende der Kanalanordnung erstreckt und die anderen
kürzer ausgeführt, wobei benachbarte Kanäle ineinander münden. Nicht dargestellte
planparallele Distanzstücke zwischen den beiden Kanalwänden jedes Führungskanals und
nicht dargestellte abgestumpft keilförmige Distanzstücke zwischen benachbarten Führungskanälen
sowie geeignete Verbindungsmittel halten die Kanalanordnung zusammen.
[0007] Dem Führungskanal 6 ist ein Greifer 8, dem Führungskanal 7 ist ein gleicher Greifer
9 und den weiteren Führungskanälen ist je ein weiterer, gleicher Greifer zum Vorschieben
und Zurückschieben der im betreffenden Kanal geführten Papierbahn zugeordnet. Diese
Papierbahnen sind in Fig. 1 nicht dargestellt. In Fig. 4 und 5 ist die Papierbahn
im Führungskanal 6 mit 11, im Führungskanal 7 mit 12 bezeichnet. Jeder Greifer ist,
wie weiter unten im Zusammenhang mit Fig. 2 - 5 näher beschrieben, ausgeführt und
mittels einer Antriebsvcrrichtung, längs eines Vorschub- und Rückschubweges verschiebbar,
der sich über einen dem Klemmspalt 5 atgewandten Teil des zugeordneten Kanals erstreckt,
bei allen Kanälen gleich liegt, und annähernd dem Abstand entspricht, den die fächerförmige
Anordnung der Kanäle vom Klemmspalt 5 hat. In Fig. 1, 2, 4 und 5 ist der Greifer 8
am Ende des Vorschubweges (d.i. der Anfang des Rückschubweges), und der Greifer 9
am Anfang des Vorschubweges, (d.i. das Ende des Rückschubweges). Die Greifer sind,
wie im Zusammenhang mit Fig. 4 und 5 erläutert wird, so gesteuert, dass einem Endteil
des Vorschubweges die Lösebewegung des Greifers, dem damit zusammenfallenden Anfangsteil
des Rückzugweges dementsprechend die Greifbewegung des Greifers und dem restlichen
Teil des Vorschub- und Rückschubweges die Greifposition des Greifers zugeordnet ist.
[0008] Die Antriebsgeschwindigkeit und -richtung jedes Greifers ist längs des ganzen Vor-
und Rückschubweges der Umfangsgeschwindigkeit und Drehrichtung des Walzenpaares 1
angepasst. Grundsätzlich genügt es, wenn unmittelbar vor und während des Lösens des
Greifers dessen Geschwindigkeit gleich oder wenig grösser sowie während und unmittelbar
nach der Greifbewegung die Geschwindigkeit des Greifers gleich oder etwas kleiner
als die des Walzenpaares ist.Im Ruhezustand der Druckmaschine haben die freien Enden
der Papierbahnen alle denselben Abstand vom Klemmspalt 5. Dieser Abstand ist etwas
kleiner als der Vor- und Rückschubweg der Greifer, und jeder Greifer ist in der in
Fig. 1 für den Greifer 9 dargestellten Ruhestellung, in der er in Greifposition ist,
er greift also an der Papierbahn an und hält sie fest.
[0009] Wenn auf eine Papierbahn gedruckt werden soll, wird der Greifer, der dieser Papierbahn
bzw. deren Führungskanal zugeordnet ist, vorgeschoben, wobei er die Papierbahn mitnimmt.
Wenn der Greifer sich dem Ende seines Vorschubweges nähert, gelangt die Papierbahn
in den Klemmspalt 5 des Walzenpaares 1, kurz danach führt der Greifer seine Lösebewegung
aus, er bleibt in dieser Stellung, und das Walzenpaar 1 schiebt das Papierband vorwärts
in die Druckposition, in der es bedruckt wird, und weiter in die Abschneideposition,
in der es abgeschnitten wird, und daraufhin rückwärts. Kurz bevor die rückwärts geschobene
Papierbahn den Klemmspalt 5 des Walzenpaares 1 verlässt, beginnt der Greifer seine
Rückschubbewegung, wobei er zuerst seine Greifbewegung ausführt und danach die Papierbahn
mitnimmt, die den Klemmspalt 5 des Walzenpaares 1 verlässt. Am Ende des Rückschubweges
ist der Greifer wieder in seiner Ruhelage und das durch das Abschneiden des bedruckten
Stückes der Papierbahn gebildete freie Papierbahnende ist wieder in der Lage, die
das vor dem Abschneiden vorhanden gewesene Ende vor dem ganzen Vorgang hatte. Dies
ist darauf zurückzuführen, dass der Greifervorschub kurz nach dem Einlaufen des ursprünglichen
Papierbahnendes in den Klemmspalt 5 endete, der Rückschubweg kurz vor dem Herauslaufen
des neuen Papierbahnendes aus dem Klemmspalt begann, und der Vorschubweg gleich dem
Rückschubweg ist. Der Antrieb des Greifers und der Walzen erfolgt durch Schrittmotoren,
da diese für bestimmte Drehungen genau steuerbar sind. Die erforderlichen Drehungen
der Walzen ergeben sich aus den Abständen des Klammspaltes von der Druckstelle und
der Abschneidestelle. Durch die angegebene Bemessung der Vor- und Rückschubgeschwindigkeit
des Greifers wird erreicht, dass die Papierbahn weder gestaucht noch gezerrt wird,
wenn sie vorübergehend sowohl vom Greifer als auch vom Walzenpaar gefördert wird.
[0010] Jeder Greifer hat, wie
Fig. 2 - 5 am Beispiel des Greifers 8 und teilweise auch für den Greifer 9 zeigen,
zwei Federblechstreifen 81 bzw. 91, die an ihren Enden durch Distanzstücke in einem
Abstand voneinander gehalten, anschliessend einander zugewandt gekröpft sind und zur
Mitte hin divergieren. Die Federblechstreifen 81 des Greifers 8 sind an der Aussenseite
der Kanalwände 61 des zugeordneten Führungskanals 6 angeordnet, und ihre Kröpfungen
sind an diesen geführt. Entsprechendes gilt für die anderen Greifer. An der Innenseite
der Federblechstreifen8L bzw. 91 ist je eine Greifbacke 82 bzw. 92 zweier GreifbacKenpaare
und je ein Nocken 83 bzw. 93 eines zwischen den Greifbackenpaaren 82 bzw. 92 angeordneten
Nockenpaares befestigt. Die Greifbacken 82 und 92 greifen je durch eine Oeffnung 65
bzw. 75 in den Kanalwänden 61 und 71 und die Nocken 83 bzw. 93 greifen je durch eine
Oeffnung 66 bzw. 76 der Kanalwände El bzw. 71 hindurch. Diese Oeffnungen sind zur
Ermöglichung der Vor- und Rückschubbewegung des Greifers 8 bzw. 9 als Langlöcher ausgebildet.
Die Federblechstreifen 81 'k.-zw. 91 sind so vorgespannt, dass die Greifbacken 82
bzw. 92 im Ruhezustand des Greifers 8 bzw. 9 zusammengepresst sind, und die Nocken
83 bzw. 93 einander (und auch die Papierbahn) nicht berühren, so dass die Federkraft
der Federblechstreifen 81 bzw. 91 vollständig auf die Greifbacken wirkt. Damit die
Greifbackenpaare 82 bzw. 92 zuverlässig kraftschlüssig an der Papierbahn 11 bzw. 12
im Kanal 6 bzw. 7 angreifen, bestehen sie aus einem Material (Kunststoff) mit hohem
Reibungskoeffizienten. Dagegen bestehen die Nocken 83 bzw. 93 aus einem Material (einem
anderen Kunststoff) hoher Gleitfähigkeit. damit sie leicht auf ihnen zugeordneten
Steuerflächen gleiten, wie im folgenden beschrieben.
[0011] Die decken 83 und 93 der Greifer 8 und 9 laufen bei deren Lcsebewegung und Greifbewegung
auf Steuerflächen 67 bzw. 77, die an keilförmigen Ausbuchtungen 68 bzw. 78 der K&nalwände
61 und 71 gebildet sind. Im übrigen ragen die Nocken 83 und 93 durch die Langlöcher
66 bzw. 76 in den Kanalwänden 61 bzw. 71 hindurch. Diese Langlöcher 66 und 76 sind
aber kurzer als die Langlöcher 65 und 75, in die die Greifbacken 82 und 92 hineinragen,
weil die NocKen 83 und 93 am Ende des Vorschub- und Anfang des Ruckschubweges auf
den Steuerflächen 67 und 77 gleiten.
[0012] In Fig. 1, 2, 4 und 5 ist der Greifer 8 am Ende des Vorschubweges und seine Nocken
83 sind auf die Steuerflächen 6" allfgelaufen. so dass seine Greifbacken 82 von derpapierbahn
11 abgehoben sind. Damit kann diese (11) - wie oben beschrieben - vom Walzenpaar 1
weiter vorgeschoben und nach dem Druck- und dem Abschneidevorgang wieder zurückgeschoben
werden. Wenn der Greifer 8 danach seine Rückschubbewegung ausfuhrt, laufen die Nocken
83 von den Steuerflächen 67 ab, wodurch die Greifrewegung bewirkt und die Papierbahn
11 von den Greifbacken 82 erfasst und auf dem Rückschubweg des Greifers 8 zurückgeschoben
wird, bis der Greifer 8 die Stellung hat, in welcher der Greifer 9 dargestellt ist.
Dabei bleibt die Papierbahn 11 festgehalten. Wenn der Greifer 9 vorgeschoben wird,
nimmt er die zwischen seinen Greifbacken 92 festgeklemmte Papierbann 12 mit, bis seine
Nocken 93 auf die Steuerflächen 77 laufen. Der Greifer 9 kommt dann in die Lage und
in den Zustand. in dem der Greifer 8 dargestellt ist, und es gilt das dazu Gesagte.
[0013] Zum Antrieb in Vor- und Rückschubrichtung ist jeder Greifer sowohl mit einem Paar
Zugfedern, die in Rückschubrichtung wirken, als auch mit einer Seilwinde verbunden,
die gegen die Zugfedern wirkt, wie in Fig. 1 und 6 sowie am Beispiel des Greifers
8 und teilweise für den Greifer 9 auch in Fig. 2 gezeigt ist. So ist der Greifer 8
mit einem Zugfederpaar 84, das ortsfest abgestützt ist, und mit einem Paar dehnungsfester
Seile 85 verbunden. Die entsprechenden Seile des Greifers 9 sind in Fig. 1 und 2 mit
95 bezeichnet. In Fig. 1 ist das dort sichtbare Seil des Paares 85 nur teilweise dargestellt.
Jedes Seil 85 bzw. 95 läuft über eine frei drehbare Umlenkrolle 86 bzw. 96 zu einer
Seilscheibe 87 bzw. 97, an der das Seilende befestigt ist. Die Seilscheiben jedes
Paares 87 bzw. 97 sitzen fest auf einer Welle 88 bzw. 98, deren Drehung durch nicht
dargestellte Anschläge in der der Zugrichtung der Federn. z.B. 84, entsprechenden
Richtung beschränkt ist, wodurch die Ruhelage der Greifer 8 und 9 definiert ist. Auf
jeder Welle 88 und 98 sitzt ein Kupplungsglied 89a bzw. 99a einer formscnlüssigen
elektromagnetisch schaltbaren Kupplung, deren anderes Kupplungsglied 89b bzw. 99b
dreh- und verschiebbar auf der Welle 88 bzw. 98 gelagert ist. Die Kupplungsglieder
89b und 99b haben eine sinnbildlich dargestellte Aussenverzahnung, die auch bei axialer
Verschiebung des Kupplungsgliedes mit einem Zahnrad 13 bzw. 14 eines sinnbildlich
dargestellten Zahnradvorgeleges 15 kämmt, das von einem Schrittmotor 16 angetrieben
ist, und die Kupplungsglieder 89b und 99b sowie die diesen entsprechenden weiteren
Kupplungsglieder gemeinsam antreibt, wodurch aber jeweils nur die Welle angetrieben
wird, deren Kupplung eingerückt ist. Dabei ist der Schrittmotor 16 so gesteuert, dass
die Drehung dem Greifervor- bzw. -räckschubweg entspricht. Zur Vermeidung von Schleifringen
für die Stromzufuhr zu den die Erregerwicklung tragenden Gliedern, z.B. 89a, 93a,
der Kupplungen ist deren elektrische Anschlussleitung, z.B. 89c, 99c, mit soviel Spiel
um die betreffende Welle, Z.B. 88, 98, gewickelt, dass diese sich ungehindert entsprechend
der Vor- und Rückschubbewegung des Greifers drehen kann.
[0014] Die ganze Maschine ist durch eine nicht dargestellte elektronische Programmsteuereinrichtung
gesteuert, die jeweils das Einrücken der Kupplung (z.B. 89a/89b) auslöst, die dem
Greifer (z.B. 8) des Führungskanals (z.B. 6) für die gewählte Papierbahn (z.B. 11)
zugeordnet ist, den Antrieb des Schrittmotors 16 und des Walzenpaares 1 sowie den
Druck- und den Abschneidevorgang steuert. Cbwohl der das Walzenpaar 1 antreibende
(nicht dargestellte) Schrittmotor genau gemäss der durch das Walzenpaar auszuführenden
Vor- und Rückschubstrecken steuerbar ist. wird der Vorschub, durch den die Papierbahn
in die Druckposition, gegebenenfalls in die erste von mehreren Druckpositionen, kommt,
nicht durch eine entsprechend bemessene Drehung der Walzen 1 bemessen, sondern dann
beendet, wenn eine Lichtschranke 17 (Fig. 1) auf das freie Papierbah nende anspricht.
Dadurch wird während jedes Programmes einmal eine ganz bestimmte Lage des Papierbahnendes
in der Maschine sichergestellt und verhindert, dass durch Zufälligkeiten bedingte,
einzeln unwesentliche Vor- oder Rückschubfehler sich von DrucKvorgang zu Druckvorgang
addieren und schliesslich zu grosseren Positionierungsfehlern führen. Eine weitere.
nicht dargestellte Lichtschranke ist vor dem Walzenpaar angeordnet, sie arbeitet mit
der Steueiein
'richtung zusammen, um ein Signal auszulösen, wenn eine Papierbahn aufgebraucht ist.
1. Druckmaschine mit einem Eingangswalzenpaar (1) zum Fördern einer stückweise zu
bedruckenden Druckmaterialbahn (11, 12), einer Druckvorrichtung (2) und einer Abschneidevorrichtung
(4) für das bedruckte Bahnstück, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, flache Führungskanäle
(6, 7) für je eine von mehreren Druckmaterialbahnen fächerförmig angeordnet und auf
die der Druckvorrichtung (2) abgewandte Seite des Klammspaltes (5) des Walzenpaares
(1) gerichtet sind, und jedem Führungskanal (6, 7) eine einzeln antreibbare Fördervorrichtung
(8, 9) zugeordnet ist, die vor einem Druckvorgang die zu bedruckende der je in einen
der Kanäle (6, 7) hineinragenden Druckamaterialbahnen vorschiebt und sie nach dem
Einlaufen des freien Bahnendes in den Walzenspalt (5) des rotierenden Walzenpaares
(1) loslässt, das (1) die Bahn weiter in Druckpcsition vorschiebt und nach dem Abschneidevcrgang
zurückschiebt. wobei die Fordervorrichtung 8. 9) die Bahn wieder erfasst, bevor deren
beim Abschneiden gebildetes Ende den Walzenspalt (5) verlässt, und die Bahn weiter
um eine Strecke zurückschiebt, die gleich der Vorschubstrecke der Fördervorrichtung
ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vor- und Rückschubweg
der Fördervorrichtung annähernd dem Abstand entspricht, den die fächerartige Anordnung
der Führungskanäle (6,7) vom Walzenspalt (5) hat.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Führungskanal
(6, 7) zwei parallele Kanalwände (71, 72) hat, und der Abstand wenigstens der äusseren
Wände der äusseren Kanäle der Kanalanordung vom Klemmspalt (5) annähernd dem Vor-
und Rückschutweg der Fördervorrichtung (8,9) entspricht, und einander benachbarte
Wände von je zwei inneren Kanäler. kurzer als die äusseren Wände der äusseren Kanäle
sind, sc dass jene Kanäle ineinander münden.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Führungskanal
(6, 7) ein Greifer (8, 9) zugeordnet ist, der einzeln durch eine Antriebsvorrichtung
(84 - 89, 94 - 99) längs eines Vor-und Rückschubweges, der sich über einen dem Walzenpaar
abgewandten Längsteil der Kanäle erstreckt, verscrie;.- bar und so gesteuert ist,
dass einem Endteil des Vcrschubweges die L'ösebewegung des Greifers, dem damit zusammenfallenden
Anfangsteil des Rückschubweges die Greifbewegung des Greifers und dem restlichen Teil
des Vorschub- und Räckschubweges die Greifposition des Greiferpaares zugeordnet ist,
und dass die Antriebsgeschwindigkeit und -richtung jedes Greifers längs des Vor- und
Rückschubweges unmittelbar vor und während des Lösens des Greifers sowie während und
unmittelbar nach dessen Greifbewegung der Umfangsgeschwindigkeit und Drehrichtung
des Walzenpaares entspricht.
5. Maschine nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet. dass jeder Greifer (8, 9) zwei
an der Aussenseite der Kanalwände (61, 71) quer zur Vor- und Rückschubrich'ung geführte
Federbleche (81, 91) hat, die mit GreifbacKenpaaren (82, 92) und Nockenpaaren (83,
93) versehen sind, dass die Greifbacken (82, 83)durch in den Kanalwänden (61, 71)
gebildete Oeffnungen hindurch greifen, die zur Ermöglichung der Vorschub- und Räcfschubbewegarig
als Langlöcher (65, 75) ausgebildet sind, und dass jeder Nocken (83, 93) bei der Oeffnungsbewegung
und bei der Greifbewegung der Greifbacken auf einer Steuerfläche (67, 77) läuft, die
an keilartigen Vorsprüngen (68, 78) an den Aussenseiten der Kanalwände (61,71) gebildet
sind, und dass die Greifbacken (82, 92) und die Nocken (83, 93) durch eine elastische
Vorspannung der Federbleche (81, 91) paarweise in Richtung zueinander gedrückt sind.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Necken (83, 93) auf
dem Weg des Greifers (8, 9) auf dem dessen Greifbacken (82, 92) in Greifposition sind,
je in eine Aussparung (66, 76) der Kanalwand (61, 71) hineinragen, so dass die Nocken
(83, 93) nur im Bereich der Steuerflächen (67, 77) an den Kanalwänden (61, 71) angreifen.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder
Greifer (8, 9) in der Mitte der Federblechstreifen ein Nockenpaar (83, 93) und beiderseits
desselben je ein Greifbackenpaar (82, 92) hat.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden
der Federblechstreifen (81, 91) jedes Greifers (8, 9) über die Kanalwände (6, 7) hinausragen,
und je mit einer Zugfeder (84, 94), die entgegengesetzt zur Vorschubrichtung des Greifers
(8, 9) wirkt, und mit einem Seil (85, 95) verbunden ist, das in Vorschubrichtung zu
einer Umlenkrolle (86, 96) und von dieser zu einer einzeln antreibbaren Seilwinde
(97, 98) läuft.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass alle Fördervorrichtungen,
insbesondere Greifer,mit Seilwinden (8, 84 - 88; 9, 94- 98) je über eine einzeln schaltbare,
formschlüssige Wellenkupplung (89a, 89b; 99a, 99b) mit einem gemeinsamen Antrieb (13
- 15) verbunden sind.
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet. dass das Abtriebsglied (89a,
99a) jeder Kupplung einen zum Ein- und Ausrücken dienenden Elektromagneten hat. dessen
Anschlussleitung (89c, 99c) um die drehfest mit diesem Abtriebsglied verbundene Welle
(88, 98) mit einem Spiel gewickelt ist, das die für die Vor- und Rückschubbewegung
der Fördervorrichtung, insbesondere des Greifers (8, 9), erforderliche Drehung der
Welle (88, 89) ermöglicht.
11. Maschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsglieder
(89b, 99b) aller Kupplungen von einem umsteuerbaren Elektromotor (16) über an gemeinsames
Zahnradvorgelege (15) angetrieben sind.
12. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine Lichtschranke
(17), die in Druckposition der Druckmaterialbahn, bei mehrzeiligem Druck in der ersten
Druckposition, auf das freie Ende der Druckmaterialbahn anspricht, um den Antrieb
des Eingangswalzenpaares (1) zu stoppen und den Druckvorgang, bei mehrzeiligem Druck
den Druck der ersten Zeile. auszulösen.