[0001] Die Erfindung betrifft einen durchlichtbaren Werbeträger, bei dem die Einzelbildeinstelhing
nach Ablauf einer vorbestimmten Stillstandszeit durch einen motorischen Antrieb des
Werbefilmbandes über eine vorbestimmte Wegstrecke jeweils bis zur vollständigen Einblendung
des nächsten Bildes in das Sichtfeld transportiert wird und dessen Gehäuse aus einem
Rückteil und einem Deckelteil besteht, das Rückteil Träger der Leuchtstofflampen sowie
einer elektronischen Steuereinheit für den Antrieb des Werbefilmbandes ist, und das
Deckelteil eine mit durchsichtiger Scheibe verschlossene-öffnung aufweist.
[0002] Durchlichtbare Werbeträger, bei denen die einzelnen Bildabschnitte eines Werbefilmbandes
in ihrer jeweiligen Originalgröße nur durchlichtet und über eine durchsichtige Scheibe
sichtbar gemacht werden, sind noch wenig bekannt, da die Herstellung des relativ groß
zu dimensionierenden Werbefilms verhältnismäßig kostspielig war.
[0003] Die früheren, im wesentlichen als Werbeträger ausgebildeten Projektoren arbeiten
als sogenannte Stehbildwerfer, die aus einem vorzugsweisen Rundsilo Dias in die Projektionsstellung
verbrachten.
[0004] Erst die Verbesserungen der Drucktechnik, insbesondere der Siebdrucktechnik, in Verbindung
mit der verbesserten Übertragungstechnik von kleinen Darstellungen auf große Darstellungen,
haben zu einer Verbilligung des im Verhältnis 1:1 unmittelbar durchlichtbaren Werbeträgerfilmes
geführt, so daß erst heute an die Entwicklung der technisch wesentlich, insbesondere
durch den Fortfall der Optik und eines großen Teils der Mechanik und Steuerung, weniger
aufwendiger Werbeträger nach den Eingangsauführungen gedacht werden kann.
[0005] Diese sollen echt werbende Bildflächen ermöglichen, die in aller Regel das Maß 80
x 120 cm nicht unterschreiten, vielfach aber wesentlich größer sind.
[0006] Die auf dieser Basis bis jetzt entwickelten, bekannten, jedoch durch die Literatur
noch nicht beschriebenen Werbeträger befriedigen nicht, da der schrittweise Antrieb
des Motors, in Verbindung mit wegeinstellbaren Mitteln, nicht genau genug gesteuert
ist, um eine exakte Einstellung des jeweils gewünschten Bildes hinter der durchsichtigen
Bildscheibe zu sichern, so daß oft zwei nicht vollständige Bilder gemeinsam im Blickfeld
erscheinen.
[0007] Die üblicherweise ebenfalls schrittweise stattfindende Rückführung des Werbefilmbandes
in seine Ausgangsposition erfordert die Stillsetzung des ersten Antriebsmotors und
die Umschaltung auf einen zweiten, in umgekehrter Richtung wirkenden Antriebsmotor.
[0008] Dies ist relativ teuer und vergrößert die Unsicherheitsfaktoren.
[0009] Die Stillstandszeit dieser Geräte wird durch Schrittschaltwerte bestimmt. Sie lassen
damit keine variable Einstellung dieser Zeitabschnitte zu.
[0010] Dies berücksichtigend ist es deshalb Aufgabe dieser Erfindung, einen durchlichtbaren
Werbeträger nach der eingangs beschriebenen Art zu nennen, der die Einstellung eines
exakten Bildstandes bei größter Variationsmöglichkeit und geringstem Antriebsaufwand
zuläßt.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe sieht vor, daß hinter und entlang der
öffnung das Werbefilmband, über zwei mit zugeordneten Stützrollen ausgerüstete Vorratsrollen
durch einen im Deckelteil angeordneten Motor über einen Doppelantrieb reversierbar
antreibbar ist,
daß das Werbefilmband in seinem der Antriebsseite gegenüberliegenden Randbereich mit
einer dreireihigen Perforation versehen ist, wobei der Abstand der Perforationsdurchbrüche
einer Reihe dem Maß der Schrittlänge entspricht,während die beiden anderen Reihen
die jeweilige Endlage des reversierbaren Werbefilmbandes bestimmen, und
daß in die Perforationsdurchbrüche Noppen greifen, die ihrerseits über je einem, an
jeweils einem Schalter angelenkten Schwingarm angeordnet sind.
[0012] Durch die Verwendung eines reversierbaren, durch eine an sich bekannte elektronische
Steuereinheit beherrschten Doppelantriebes, für die das Werbefilmband tragenden Vorratsrollen
- bei einfacher Regulierung der Stillstandszeit durch die Steuereinheit- wird, in
Verbindung mit der exakten Impulsgabe an die Steuereinheit, durch die in die Ausnehmungen
der Perforation eingreifenden Noppen über die mit ihnen über Schwingarme verbundenen
Schalter der schrittweise Transport in der richtigen Schrittlänge und die Umkehrung
der Antriebsrichtung in der jeweiligen Endlage des Werbefilmbandes gesichert bzw.
erreicht.
[0013] Zweckmäßigerweise wird die die Schrittlänge bestimmende Perforation des Werbefilmbandes
mittig zwischen den beiden anderen angeordnet .
[0014] Darüberhinaus sind weitere Perforationen zur Steuerung eines mit dem Werbefilmband
verbundenen Tonträgers und/ oder anderer beliebiger Mittel vorgesehen.
[0015] Im Interesse der Energieeinsparung ist vorgesehen, daß der durchlichtbare Werbeträger
mit einer Fotozelle ausgerüstet ist, die bei genügendem Außenlicht über einen Schalter
die Einschaltung der Lampen unterbindet und bei nicht ausreichendem Außenlicht diese
einschaltet.
[0016] Zur Vermeidung jeglichen Schlupfes im Antriebssystem ist vorgesehen, daß der Doppelantrieb
über ein mit dem Motor verbundenes Doppelkettenrad und Ketten auf die mit je einem
Kettenrad verbundenen Vorratsrollen stattfindet.
[0017] In diesem Zusammenhang ist auf die den Vorratsrollen zugeordneten Stützrollen hinzuweisen.
Sie sidhern ein glattes Anliegen an die Scheibe bzw. eine wellen- und verzugsfreie
Führung des Werbefilmbandes hinter der Scheibe.
[0018] Darüberhinaus wird die Einstellung eines exakten Filmstandes noch dadurch gefördert,
daß auf dem Randbereich zumindest einer Seite jeder Vorratsrolle oder einer dieser
jeweils zugeordneten Scheibe eine in ihrer Bremskraft voreinstellbare Federbremse
ansetzt.
[0019] Abschließend ist festzuhalten, daß die gewählte konstruktive Ausbildung des Gehäuses
eine gute Zugänglichkeit zu den Einbauten ergmöglicht, so daß der Austausch der Bänder
und die Wartung des Werbeträgers einfach sind.
[0020] Die Erfindung wird durch die beigefügte zeichnerische Darstellung einer beispielsweisen
Ausbildung des durchlichtbaren Werbeträgers näher erläutert.
[0021]
Figur 1 zeigt einen Schnitt durch die Seitenansicht des Gehäuses des durchlichtbaren
Werbeträgers.
Figur 2 zeigt eine Ansicht des Gehäuses von innen, in Richtung des Gehäuserückteiles.
Figur 3 zeigt eine Ansicht des Gehäuses von innen, in Richtung des Gehäusedeckelteils.
Figur 4 zeigt eine partielle Darstellung des Werbefilmbandes mit seitlicher Perforation
und die durch die Perforation betätigte Schaltergruppe.
[0022] Der durchlichtbare Werbeträger besteht aus einem aus Rückteil 2 und Deckelteil 3
gebildeten Gehäuse 1. Das Gehäuse 1 ist dabei in seinem Deckelteil 3 durchbrochen
und die hierbei gebildete öffnung 4 über Rahmenelemente 5 durch eine aus Glas oder
Acryl bestehende durchsichtige Scheibe 6 verschlossen.
[0023] Im Rückteil 2 des Gehäuses 1 sind Leuchtstofflampen 7 angeordnet, die durch Starter
8 und Vorschaltgeräte 9 betrieben werden.
[0024] Die Leuchtstofflampen 7 sind dabei an der Rückwand des Rückteiles 2 durch die hier
befestigten Fassungen 7' fixiert. Im gleichen Bereich des Rückteiles 2, in dem die
Schalter 8 und die Vorschaltgeräte 9 angeordnet sind, ist eine elektronische StEuereinheit
10 für die Steuerung der Abschalt- und Laufphasen des Motors 11 installiert, mit deren
Hilfe die Stillstandsphase des Motors 11,und damit die Standzeit des jeweiligen Bildes,
einstellbar ist.
[0025] Die Schrittzeit, d.h. die Transportgeschwindigkeit des Werbefilmbandes 16 selbst,
kann evtl. durch veränderliche Drehzahleinstellung des Motors 11 des Antriebes fallweise
variiert werden. Im allgemeinen ist die Transportgeschwindigkeit jedoch als konstant
zu betrachten.
[0026] Ausgehend vom Motor 11 werden durch ein Doppelkettenrad 12 und Ketten 13 die beiden
auf- bzw. abwickelnden Vorratsrollen 14 über die mit ihnen verbundenen Kettenräder
15 angetrieben. Das ablaufende Werbefilmband 16 wird über die den beiden Vorratsrollen
14 jeweils zugeordnete Stützrollen 17, entlang der Scheibe 6, geführt. Auf beide Vorratsrollen
14 wirkt jeweils eine in ihrer Auflast voreinstellbare Federbremse ein,
[0027] um die bei Stillsetzung des Motors noch vorhandene kinetische Energie der Vorratsrollen
14 abzubremsen und damit jeglichen Nachlauf zu vermeiden.
[0028] Das Werbefilmband 16 ist in seinem der Motoranordnung gegenüberliegenden Randbereich
19 mit einer vorzugsweise mehrreihigen Perforation 20 versehen.
[0029] In diese Perforation 20 greifen die an Schwingarmen 21 befestigten Noppen 22, wobei
der Abstand der Perforationsdurchbrüche in der mittleren Reihe die Schrittlänge durch
Einrastimpulse der Noppen 22 bestimmt. während die jeweils danebenliegende Perforation
die Endlage des Werbefilmbandes 16 bestimmen und den Umschaltimpuls für den Rück-
bzw. Vorlauf einleiten.
[0030] Die Schwingarme 21 sind an ihren, entgegen der Befestigung der Noppen 22 gerichteten
Enden gelenkig mit den Schaltern 23 verbunden, wobei diese auf die elektronische Steuereinheit
10 entsprechend einwirken. Damit ist der durchlichtbare Werbeträger als sdcher komplett.
[0031] Zusätzlich kann jedoch dieser noch durch eine Fotozelle ergänzt werden, die bei genügendem
Außenlicht die Einschaltung der Leuchtstofflampen 7 unterbindet bzw. bei nicht ausreichendem
Außenlicht die Leuchtstofflampen 7 einschaltet.
[0032] In diesem Fall wirkt der von der Fotozelle 24 gegebene Schaltimpuls in aller Regel
über die elektronische Steuereinheit 10 dergestalt ein, daß der Befehl erst nach Vollzug
einer Bildschaltung wirksam wird.
[0033] Der entsprechende Ablauf von Tonbändern parallel zu den Werbefilmbändern 16 ist ebenfalls
vorsehbar. Desweiteren kann der durchlichtbare Werbeträger darüberhinaus noch mit
einer elektrischen, vorzugsweise quarzgesteuerten Digitaluhr 25 als zusätzlicher Service
für den Betrachter ausgerüstet werden.
1. Durchlichtbarer Werbeträger, bei dem die Einzelbildeinstellung nach Ablauf einer
vorbestimmten Stillstandszeit durch einen motorischen Antrieb des Werbefilmbandes
über eine vorbestimmte Wegstrecke jeweils bis zur vollständigen Einblendung des nächsten
Bildes in das Sichtfeld transportiert wird und dessen Gehäuse aus einem Rückteil und
einem Deckelteil besteht, das Rückteil Träger der Leuchtstofflampen sowie einer elektronischen
Steuereinheit für den Antrieb des Werbefilmbandes ist; und das Deckelteil eine mit
durchsichtiger Scheibe verschlossene öffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet,
d a ß hinter und entlang der öffnung (5) das Warbafilmband. (16) über zwei mit zugeordneten
Stützrollen, ausgerüstete Vorratsrollen (14) durch einen im Deckelteil (3) angeordneten
Motor (11) über einen Doppelantrieb reversierbar antreibbar ist,
d a 8 das Werbefilmband (16) in seinem der Antriebsseite gegenüberliegenden Randbereich
(19) mit einer dreireihigen Perforation (20) versehen ist, wobei der Abstand der Perforationsdurchbrüche
einer Reihe dem Maß der Schrittlänge entspricht, während die beiden anderen Reihen
die jeweilige Endlage des reversierbaren Werbefilmbandes (16) bestimmen, und
d a B in die Perforationsdurchbrüche Noppen (22) greifen, die ihrerseits über je einen,
an jeweils einem Schalter (23) angelenkten Schwingarm (21) angeordnet sind.
2. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
d a ß die die Schrittlänge bestimmende Perforation (20) des Werbefilmbandes (16) mittig
zwischen den beiden anderen angeordnet ist.
3. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
d a B weitere Perforationen (20) im Werbefilm- , band (16) zur Steuerung eines mit
dem Werbefilmband verbundenen Tonträgers und/oder anderer Mittel vorgesehen ist.
4. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser mit einer Fotozelle (24) ausgerüstet ist, die bei genügendem Außenlicht
über einen Schalter die Einschaltung der Lampen (7) unterbindet und bei nicht ausreichendem
Außenlicht diese einschaltet.
5. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
d a B der Doppelantrieb über ein mit dem Motor (11) verbundenes Doppelkettenrad (12)
und Ketten (13) auf die mit je einem Kettenrad (15) verbundenen Vorratsrollen (14)
stattfindet.
6. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet,
d a B auf dem Randbereich zumindest einer Seite jeder Vorratsrolle (14) oder einer
dieser jeweils zugeordneten Scheibe eine in ihrer Bremskraft voreinstellbare Federbremse
(18) ansetzt.