(19)
(11) EP 0 048 353 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.03.1982  Patentblatt  1982/13

(21) Anmeldenummer: 81106676.0

(22) Anmeldetag:  27.08.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3G09F 11/29, G09F 13/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB LI NL

(30) Priorität: 22.09.1980 DE 3035694

(71) Anmelder: Iffland, August
D-6464 Linsengericht 4/Grossenhausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Iffland, August
    D-6464 Linsengericht 4/Grossenhausen (DE)

(74) Vertreter: Munderich, Paul (DE) 
Frankfurter Strasse 84
W-6466 Gründau-Rothenbergen
W-6466 Gründau-Rothenbergen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Durchlichtbarer Werbeträger


    (57) Die Erfindung betrifft einen durchlichtbaren Werbeträger, bei dem die Einzelbildeinstellung nach Ablauf einer Stillstandszeit durch motorischen Antrieb des Werbefilmbandes über eine Wegstrecke jeweils bis zur Volleinblendung des Folgebildes in das durch die Öffnung (5) bestimmte Sichtfeld transportiert wird.
    Früher wurden vergrößernde Diaprojektoren als Werbeträger verwendet.
    Erst die Verbesserung der Siebdrucktechnik in Verbindung mit einer verbesserten Übertragungstechnik von kleinen auf große Darstellungen (z.B. 80 x 120 cm) haben zu einer Verbilligung der im Verhältnis 1:1 unmittelbar durchlichtbaren Werbefilmbänder (16) geführt, so daß Projektor ,und Optik für diese Werbung entfallen können.
    Wichtig ist ein exakter Bildstand im Werbeträger. Oft erscheinen zwei nicht vollständige Bilder gemeinsam im Gesichtsfeld. Eine unmittelbare Schrittschaltsteuerung des Motors ist nicht ausreichend.
    Desweiteren erfordert die notwendige schrittweise Rückführung des Werbefilmbandes (16) einen zweiten Antriebsmotor.
    Es ist Aufgabe dieser Erfindung, im Werbefilmträger eine exakte Einstellung des Bildstandes im Vor- und Rücklauf bei geringstem Antriebsaufwand zu ermöglichen.
    Die Lösung erfolgt mittels einer in einem aus Deckelteil (3) und Rückteil (2) bestehenden Gehäuse (1) vorgesehenen Anordnung. Das Rückteil (2) ist Träger der Leuchtstofflampen (7) und einer elektronischen Steuereinheit (10) für den I Bandantrieb. Das Deckelteil (3) weist eine durch Scheibe (6) verschlossene Öffnung (5) auf, hinter der das Werbefilmband (16) über je zwei Vorrats- und Stützrollen (15/17) durch den im Deckelteil (3) angeordneten Motor (11) über einen Doppelantrieb reversierbar antreibbar ist.
    In seinem, der Antriebsseite gegenüberliegenden Berreich (19), weist das Werbefilmband (16) eine dreireihige Perforation (20) auf. Der Folgeabstand der Perforationsdurchbrüche (20) einer Reihe entspricht dem Maß der Schrittlänge, während die beiden anderen Reihen die jeweilige Endlage des Werbefilmbandes bestimmen.
    In die Perforationsdruchbrüche (20) greifen Noppen (22) ein, die mechanisch und elektrisch mit der Steuerung (11) verbunden sind und die wegabhängige Auslösung der erforderlichen Schaltungen bewirken. Es sollen Figur 1 und Figur 4 in Betracht gezogen werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen durchlichtbaren Werbeträger, bei dem die Einzelbildeinstelhing nach Ablauf einer vorbestimmten Stillstandszeit durch einen motorischen Antrieb des Werbefilmbandes über eine vorbestimmte Wegstrecke jeweils bis zur vollständigen Einblendung des nächsten Bildes in das Sichtfeld transportiert wird und dessen Gehäuse aus einem Rückteil und einem Deckelteil besteht, das Rückteil Träger der Leuchtstofflampen sowie einer elektronischen Steuereinheit für den Antrieb des Werbefilmbandes ist, und das Deckelteil eine mit durchsichtiger Scheibe verschlossene-öffnung aufweist.

    [0002] Durchlichtbare Werbeträger, bei denen die einzelnen Bildabschnitte eines Werbefilmbandes in ihrer jeweiligen Originalgröße nur durchlichtet und über eine durchsichtige Scheibe sichtbar gemacht werden, sind noch wenig bekannt, da die Herstellung des relativ groß zu dimensionierenden Werbefilms verhältnismäßig kostspielig war.

    [0003] Die früheren, im wesentlichen als Werbeträger ausgebildeten Projektoren arbeiten als sogenannte Stehbildwerfer, die aus einem vorzugsweisen Rundsilo Dias in die Projektionsstellung verbrachten.

    [0004] Erst die Verbesserungen der Drucktechnik, insbesondere der Siebdrucktechnik, in Verbindung mit der verbesserten Übertragungstechnik von kleinen Darstellungen auf große Darstellungen, haben zu einer Verbilligung des im Verhältnis 1:1 unmittelbar durchlichtbaren Werbeträgerfilmes geführt, so daß erst heute an die Entwicklung der technisch wesentlich, insbesondere durch den Fortfall der Optik und eines großen Teils der Mechanik und Steuerung, weniger aufwendiger Werbeträger nach den Eingangsauführungen gedacht werden kann.

    [0005] Diese sollen echt werbende Bildflächen ermöglichen, die in aller Regel das Maß 80 x 120 cm nicht unterschreiten, vielfach aber wesentlich größer sind.

    [0006] Die auf dieser Basis bis jetzt entwickelten, bekannten, jedoch durch die Literatur noch nicht beschriebenen Werbeträger befriedigen nicht, da der schrittweise Antrieb des Motors, in Verbindung mit wegeinstellbaren Mitteln, nicht genau genug gesteuert ist, um eine exakte Einstellung des jeweils gewünschten Bildes hinter der durchsichtigen Bildscheibe zu sichern, so daß oft zwei nicht vollständige Bilder gemeinsam im Blickfeld erscheinen.

    [0007] Die üblicherweise ebenfalls schrittweise stattfindende Rückführung des Werbefilmbandes in seine Ausgangsposition erfordert die Stillsetzung des ersten Antriebsmotors und die Umschaltung auf einen zweiten, in umgekehrter Richtung wirkenden Antriebsmotor.

    [0008] Dies ist relativ teuer und vergrößert die Unsicherheitsfaktoren.

    [0009] Die Stillstandszeit dieser Geräte wird durch Schrittschaltwerte bestimmt. Sie lassen damit keine variable Einstellung dieser Zeitabschnitte zu.

    [0010] Dies berücksichtigend ist es deshalb Aufgabe dieser Erfindung, einen durchlichtbaren Werbeträger nach der eingangs beschriebenen Art zu nennen, der die Einstellung eines exakten Bildstandes bei größter Variationsmöglichkeit und geringstem Antriebsaufwand zuläßt.

    [0011] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe sieht vor, daß hinter und entlang der öffnung das Werbefilmband, über zwei mit zugeordneten Stützrollen ausgerüstete Vorratsrollen durch einen im Deckelteil angeordneten Motor über einen Doppelantrieb reversierbar antreibbar ist,
    daß das Werbefilmband in seinem der Antriebsseite gegenüberliegenden Randbereich mit einer dreireihigen Perforation versehen ist, wobei der Abstand der Perforationsdurchbrüche einer Reihe dem Maß der Schrittlänge entspricht,während die beiden anderen Reihen die jeweilige Endlage des reversierbaren Werbefilmbandes bestimmen, und
    daß in die Perforationsdurchbrüche Noppen greifen, die ihrerseits über je einem, an jeweils einem Schalter angelenkten Schwingarm angeordnet sind.

    [0012] Durch die Verwendung eines reversierbaren, durch eine an sich bekannte elektronische Steuereinheit beherrschten Doppelantriebes, für die das Werbefilmband tragenden Vorratsrollen - bei einfacher Regulierung der Stillstandszeit durch die Steuereinheit- wird, in Verbindung mit der exakten Impulsgabe an die Steuereinheit, durch die in die Ausnehmungen der Perforation eingreifenden Noppen über die mit ihnen über Schwingarme verbundenen Schalter der schrittweise Transport in der richtigen Schrittlänge und die Umkehrung der Antriebsrichtung in der jeweiligen Endlage des Werbefilmbandes gesichert bzw. erreicht.

    [0013] Zweckmäßigerweise wird die die Schrittlänge bestimmende Perforation des Werbefilmbandes mittig zwischen den beiden anderen angeordnet .

    [0014] Darüberhinaus sind weitere Perforationen zur Steuerung eines mit dem Werbefilmband verbundenen Tonträgers und/ oder anderer beliebiger Mittel vorgesehen.

    [0015] Im Interesse der Energieeinsparung ist vorgesehen, daß der durchlichtbare Werbeträger mit einer Fotozelle ausgerüstet ist, die bei genügendem Außenlicht über einen Schalter die Einschaltung der Lampen unterbindet und bei nicht ausreichendem Außenlicht diese einschaltet.

    [0016] Zur Vermeidung jeglichen Schlupfes im Antriebssystem ist vorgesehen, daß der Doppelantrieb über ein mit dem Motor verbundenes Doppelkettenrad und Ketten auf die mit je einem Kettenrad verbundenen Vorratsrollen stattfindet.

    [0017] In diesem Zusammenhang ist auf die den Vorratsrollen zugeordneten Stützrollen hinzuweisen. Sie sidhern ein glattes Anliegen an die Scheibe bzw. eine wellen- und verzugsfreie Führung des Werbefilmbandes hinter der Scheibe.

    [0018] Darüberhinaus wird die Einstellung eines exakten Filmstandes noch dadurch gefördert, daß auf dem Randbereich zumindest einer Seite jeder Vorratsrolle oder einer dieser jeweils zugeordneten Scheibe eine in ihrer Bremskraft voreinstellbare Federbremse ansetzt.

    [0019] Abschließend ist festzuhalten, daß die gewählte konstruktive Ausbildung des Gehäuses eine gute Zugänglichkeit zu den Einbauten ergmöglicht, so daß der Austausch der Bänder und die Wartung des Werbeträgers einfach sind.

    [0020] Die Erfindung wird durch die beigefügte zeichnerische Darstellung einer beispielsweisen Ausbildung des durchlichtbaren Werbeträgers näher erläutert.

    [0021] 

    Figur 1 zeigt einen Schnitt durch die Seitenansicht des Gehäuses des durchlichtbaren Werbeträgers.

    Figur 2 zeigt eine Ansicht des Gehäuses von innen, in Richtung des Gehäuserückteiles.

    Figur 3 zeigt eine Ansicht des Gehäuses von innen, in Richtung des Gehäusedeckelteils.

    Figur 4 zeigt eine partielle Darstellung des Werbefilmbandes mit seitlicher Perforation und die durch die Perforation betätigte Schaltergruppe.



    [0022] Der durchlichtbare Werbeträger besteht aus einem aus Rückteil 2 und Deckelteil 3 gebildeten Gehäuse 1. Das Gehäuse 1 ist dabei in seinem Deckelteil 3 durchbrochen und die hierbei gebildete öffnung 4 über Rahmenelemente 5 durch eine aus Glas oder Acryl bestehende durchsichtige Scheibe 6 verschlossen.

    [0023] Im Rückteil 2 des Gehäuses 1 sind Leuchtstofflampen 7 angeordnet, die durch Starter 8 und Vorschaltgeräte 9 betrieben werden.

    [0024] Die Leuchtstofflampen 7 sind dabei an der Rückwand des Rückteiles 2 durch die hier befestigten Fassungen 7' fixiert. Im gleichen Bereich des Rückteiles 2, in dem die Schalter 8 und die Vorschaltgeräte 9 angeordnet sind, ist eine elektronische StEuereinheit 10 für die Steuerung der Abschalt- und Laufphasen des Motors 11 installiert, mit deren Hilfe die Stillstandsphase des Motors 11,und damit die Standzeit des jeweiligen Bildes, einstellbar ist.

    [0025] Die Schrittzeit, d.h. die Transportgeschwindigkeit des Werbefilmbandes 16 selbst, kann evtl. durch veränderliche Drehzahleinstellung des Motors 11 des Antriebes fallweise variiert werden. Im allgemeinen ist die Transportgeschwindigkeit jedoch als konstant zu betrachten.

    [0026] Ausgehend vom Motor 11 werden durch ein Doppelkettenrad 12 und Ketten 13 die beiden auf- bzw. abwickelnden Vorratsrollen 14 über die mit ihnen verbundenen Kettenräder 15 angetrieben. Das ablaufende Werbefilmband 16 wird über die den beiden Vorratsrollen 14 jeweils zugeordnete Stützrollen 17, entlang der Scheibe 6, geführt. Auf beide Vorratsrollen 14 wirkt jeweils eine in ihrer Auflast voreinstellbare Federbremse ein,

    [0027] um die bei Stillsetzung des Motors noch vorhandene kinetische Energie der Vorratsrollen 14 abzubremsen und damit jeglichen Nachlauf zu vermeiden.

    [0028] Das Werbefilmband 16 ist in seinem der Motoranordnung gegenüberliegenden Randbereich 19 mit einer vorzugsweise mehrreihigen Perforation 20 versehen.

    [0029] In diese Perforation 20 greifen die an Schwingarmen 21 befestigten Noppen 22, wobei der Abstand der Perforationsdurchbrüche in der mittleren Reihe die Schrittlänge durch Einrastimpulse der Noppen 22 bestimmt. während die jeweils danebenliegende Perforation die Endlage des Werbefilmbandes 16 bestimmen und den Umschaltimpuls für den Rück- bzw. Vorlauf einleiten.

    [0030] Die Schwingarme 21 sind an ihren, entgegen der Befestigung der Noppen 22 gerichteten Enden gelenkig mit den Schaltern 23 verbunden, wobei diese auf die elektronische Steuereinheit 10 entsprechend einwirken. Damit ist der durchlichtbare Werbeträger als sdcher komplett.

    [0031] Zusätzlich kann jedoch dieser noch durch eine Fotozelle ergänzt werden, die bei genügendem Außenlicht die Einschaltung der Leuchtstofflampen 7 unterbindet bzw. bei nicht ausreichendem Außenlicht die Leuchtstofflampen 7 einschaltet.

    [0032] In diesem Fall wirkt der von der Fotozelle 24 gegebene Schaltimpuls in aller Regel über die elektronische Steuereinheit 10 dergestalt ein, daß der Befehl erst nach Vollzug einer Bildschaltung wirksam wird.

    [0033] Der entsprechende Ablauf von Tonbändern parallel zu den Werbefilmbändern 16 ist ebenfalls vorsehbar. Desweiteren kann der durchlichtbare Werbeträger darüberhinaus noch mit einer elektrischen, vorzugsweise quarzgesteuerten Digitaluhr 25 als zusätzlicher Service für den Betrachter ausgerüstet werden.


    Ansprüche

    1. Durchlichtbarer Werbeträger, bei dem die Einzelbildeinstellung nach Ablauf einer vorbestimmten Stillstandszeit durch einen motorischen Antrieb des Werbefilmbandes über eine vorbestimmte Wegstrecke jeweils bis zur vollständigen Einblendung des nächsten Bildes in das Sichtfeld transportiert wird und dessen Gehäuse aus einem Rückteil und einem Deckelteil besteht, das Rückteil Träger der Leuchtstofflampen sowie einer elektronischen Steuereinheit für den Antrieb des Werbefilmbandes ist; und das Deckelteil eine mit durchsichtiger Scheibe verschlossene öffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet,

    d a ß hinter und entlang der öffnung (5) das Warbafilmband. (16) über zwei mit zugeordneten Stützrollen, ausgerüstete Vorratsrollen (14) durch einen im Deckelteil (3) angeordneten Motor (11) über einen Doppelantrieb reversierbar antreibbar ist,

    d a 8 das Werbefilmband (16) in seinem der Antriebsseite gegenüberliegenden Randbereich (19) mit einer dreireihigen Perforation (20) versehen ist, wobei der Abstand der Perforationsdurchbrüche einer Reihe dem Maß der Schrittlänge entspricht, während die beiden anderen Reihen die jeweilige Endlage des reversierbaren Werbefilmbandes (16) bestimmen, und

    d a B in die Perforationsdurchbrüche Noppen (22) greifen, die ihrerseits über je einen, an jeweils einem Schalter (23) angelenkten Schwingarm (21) angeordnet sind.


     
    2. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    d a ß die die Schrittlänge bestimmende Perforation (20) des Werbefilmbandes (16) mittig zwischen den beiden anderen angeordnet ist.
     
    3. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
    d a B weitere Perforationen (20) im Werbefilm- , band (16) zur Steuerung eines mit dem Werbefilmband verbundenen Tonträgers und/oder anderer Mittel vorgesehen ist.
     
    4. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    daß dieser mit einer Fotozelle (24) ausgerüstet ist, die bei genügendem Außenlicht über einen Schalter die Einschaltung der Lampen (7) unterbindet und bei nicht ausreichendem Außenlicht diese einschaltet.
     
    5. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    d a B der Doppelantrieb über ein mit dem Motor (11) verbundenes Doppelkettenrad (12) und Ketten (13) auf die mit je einem Kettenrad (15) verbundenen Vorratsrollen (14) stattfindet.
     
    6. Durchlichtbarer Werbeträger nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet,
    d a B auf dem Randbereich zumindest einer Seite jeder Vorratsrolle (14) oder einer dieser jeweils zugeordneten Scheibe eine in ihrer Bremskraft voreinstellbare Federbremse (18) ansetzt.
     




    Zeichnung