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(11) |
EP 0 048 486 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.11.1983 Patentblatt 1983/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.09.1981 |
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| (54) |
Membrandruckregler
Diaphragm-pressure regulator
Régulateur de pression à membrane
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
24.09.1980 DE 3035925
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.1982 Patentblatt 1982/13 |
| (71) |
Anmelder: HONEYWELL B.V. |
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NL-1062 EV Amsterdam (NL) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Berkhof, Hendrikus
Emmen (NL)
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| (74) |
Vertreter: Rentzsch, Heinz, Dipl.-Ing. et al |
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Honeywell Holding AG
Patent- und Lizenzabteilung
Postfach 10 08 65 63008 Offenbach 63008 Offenbach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Membrandruckregler gemäß Gattungsbegriff des
Anspruchs 1. Ein solcher modulierender Druckregler ist aus der DE-PS 2 646 310 bekannt.
Dort stützt sich die Membran über eine Hilfsfeder an einer den auf die Membran einwirkenden
Mindestdruck bestimmenden ersten Feder ab, während eine den auf die Membran einwirkenden
Maximaldruck bestimmende zweite Feder sich einerseits an einem gehäusefesten Gegenstück
abstützt und andererseits auf eine als Mitnahmeanschlag für den Übertragungshebel
dienende Hülse einwirkt, welche einen einer Mitnahmefläche der ersten Feder gegenüberstehenden
Stift trägt.
[0002] Um bei einem solchen Membrandruckregler die Neigung der die Abhängigkeit des Ausgangsdruckes
von der Temperatur darstellenden Kennlinie verändern zu können, ist bei einem aus
EP-A-13 993 bekannten Druckregler im Zuge der Kraftübertragung von einem Temperaturfühler
auf die Membran des Druckreglers ein zweiter Übertragungshebel mit einem verstellbaren
Schieber vorgesehen. Durch Verstellen dieses Schiebers kann der Einflußgrad der vom
Temperaturfühler erzeugten Kraft auf die Einstellfeder verändert werden. Hierzu ist
jedoch ein Eingriff in das Gehäuseinnere erforderlich, so daß von dieser Möglichkeit
im wesentlichen nur bei der erstmaligen Einstellung des Druckreglers, beispielsweise
auf eine bestimmte Gassorte Gebrauch gemacht wird.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Möglichkeit zur einfachen Einstellung der Regelkennlinie
ohne Eingriff in das Gehäuseinnere zu schaffen, so daß eine solche Einstellung auch
nach dem Zusammenbau des Membrandruckreglers und gegebenenfalls sogar nach Einbau
des Membrandruckreglers in ein Gasregelgerät erfolgen kann. Dies gelingt durch die
im Anspruch 1 gekennzeichnete Erfindung. Es ist zwar bekannt, bei Druckreglern die
die Membran beaufschlagende Feder auszuwechseln, wenn der Druckregler auf einen anderen
Druckbereich umgestellt werden soll. Die Erfindung führt jedoch zu einer Lösung, bei
der der Maximaldruck, also der Druckbereich durch die genannte Einstellfeder vorgegeben
wird und somit beim Auswechseln der Hilfsfeder unbeeinflußt bleibt. Wechselt man die
Hilfsfeder gegen eine andere mit abweichender Federstärke aus, so ändert sich nur
die Steilheit der Federkennlinie im Modulationsbereich, nicht aber der maximale oder
minimale Ausgangsdruck des Druckreglers.
[0004] Weiterhin wird mit der Erfindung angestrebt, eine Führungsgröße, beispielsweise die
Ausgangsstellgröße eines Temperaturfühlers derart auf den Druckregler einwirken zu
lassen, daß im Modulationsbereich diese gemessene Führungsgröße den Arbeitspunkt des
Druckreglers auf dem geneigten Teil seiner Kennlinie bestimmt. Dabei sollen die zuvor
eingestellten Minimal-und Maximalwerte unbeeinflußt sowie die Auswechselbarkeit bzw.
Einstellbarkeit der Einstellfedern erhalten bleiben. Dies wird durch Ausgestaltungen
der Erfindung nach den Ansprüchen 7 und 8 erreicht. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
[0005] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier in den Zeichnungen wiedergegebener Ausführungsbeispiele
erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform des Druckreglers in Verbindung mit einem servogesteuerten
Gasregelgerät, das durch ein Einschaltmagnetventil ein- und abschaltbar ist,
Fig. 2 den Verlauf des Ausgangsdrucks P des Druckreglers in Abhängigkeit von der als
Führungsgröße auf den Druckregler einwirkenden Temperatur in einem über das Gasregelgerät
beheizten Raum sowie den Einfluß unterschiedlicher Hilfsfedern auf die Steilheit der
Regelkennlinie,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform des Druckreglers mit abgewandelter Ausgestaltung
der Einwirkungsstelle für die Führungsgröße.
[0006] In Fig. 1 wird das Hauptventil 1 eines nur teilweise dargestellten Gasregelgerätes
durch den von einem Membrandruckregler 30 erzeugten Steuerdruck gesteuert. In der
Trennwand 2 zwischen Einlaßkammer 3 und Auslaßkammer 4 des Hauptventils 1 ist ein
Ventilsitz 5 angeordnet, der mit Hilfe eines Schließkörpers 6 mehr oder weniger geöffnet
werden kann. Eine Membran 7 trennt die Auslaßkammer 4 von einer Steuerdruckkammer
8. Der Druck in der Kammer 8 arbeitet über die Membran 7 gegen die Kraft einer Schließfeder
9, welche den Schließkörper 6 in Schließrichtung des Hauptventils 5, 6 zu bewegen
sucht.
[0007] Die Einlaßkammer 3 steht ferner über eine Drossel 11 mit der Eingangskammer 12 eines
Einschaltmagnetventils 13 in Verbindung, welches in Fig. 1 im Einschaltzustand wiedergegeben
ist. Es besteht aus einem Magnetkern 14 mit Erregerwicklung 15 und einem Anker 16,
der einen Drosselkörper 17 trägt. In der gezeigten Einschaltlage des Einschaltmagnetventils
13 steht dessen Eingangskammer 12 einerseits über den Kanal 18 mit der Steuerdruckkammer
8 des Hauptventils 1 und andererseits über einen Kanal 19 mit der Einlaßseite 20 des
Membrandruckreglers 30 in Verbindung. Ein Kanal 21 verbindet die Kammer 31 des Membrandruckreglers
30 mit der Auslaßkammer4 des Hauptventils.
[0008] Befindet sich das Einschaltmagnetventil 13 abweichend von der in Fig. 1 wiedergegebenen
Darstellung in der Ausschaltlage, so ist die Verbindung zwischen den Kammern 12 und
8 durch den Schließkörper 17 gesperrt, während zugleich die Eingangskammer 20 des
Druckreglers 30 einerseits über den Kanal 22 mit der Auslaßkammer 4 des Hauptventils
1 und andererseits über den Kanal 18 mit der Steuerdruckkammer 8 des Hauptventils
in Verbindung steht. Das Einschaltmagnetventil 13 spricht an, sobald die Zufuhr von
Wärme gefordert wird, also beispielsweise die Temperatur in einem zu beheizenden Raum
oder Wasserbereiter unter einen vorgegebenen Sollwert absinkt. Zur Erzeugung der benötigten
Wärme ist an den Auslaß 23 des Hauptventils 1 ein Brenner angeschlossen.
[0009] Die Einlaßkammer 20 des Membrandruckreglers 30 mündet in einen Ventilsitz 32, der
mit Hilfe eines Drosselkörpers 33 mehr oder weniger verschlossen werden kann. Hierdurch
ändert sich der Durchlaßquerschnitt zwischen der Eingangskammer 20 und der Druckreglerkammer
31, die wie erwähnt, über den Kanal 21 mit der Auslaßkammer 4 des Hauptventils 1 in
Verbindung steht. Der Drosselkörper 33 ist über einen Membranteller 34 und einem Drosselkörperträger
35 an einer die Kammer 31 auf der dem Ventilsitz 32 abgewandten Seite begrenzenden
Membran 36 befestigt, die mit ihrem umlaufenden Wulst 37 zwischen dem Gehäuseunterteil
38 des Druckreglers 30 und einer den Ventilsitz 32 aufweisenden Scheibe 39 druckdicht
eingespannt ist. Auf der der Kammer 31 abgewandten Seite ist auf die Grundplatte 38
des Druckreglers ein Deckel 40 aufgesetzt, der zugleich als Träger für einen thermomechanischen
Umformer 41 dient.
[0010] Der Drosselkörperträger 35 und damit die Membran 36 stehen unter dem Einfluß zweier
Einstellfedern 42 und 43. Die letztgenannte Einstellfeder 43 liegt an einem Absatz
44 des Drosselkörperträgers 35 an und ist mit ihrem anderen Ende gehäusefest eingespannt,
beispielsweise mit Hilfe eines Niets 45 an einem Gehäuseabsatz der Grundplatte 38
befestigt. Auf diese Einstellfeder 43 wirkt eine im Deckel 40 verstellbare Einstellschraube
46 ein, mit deren Hilfe der minimale Ausgangsdruck des Druckreglers vorgegeben werden
kann. Ferner liegt am Ende 47 des Drosselkörperträgers 35 die andere Einstellfeder
42 an, die ebenfalls als Blattfeder ausgebildet ist. Sie wird von einem Zwischenhebel
48 getragen, der um eine Achse 49 schwenkbar ist. Diese ist in zwei Laschen 50 eines
Übertragungshebels 51 gelagert, der seinerseits um eine gehäusefeste Achse 52 schwenkbar
ist.
[0011] Der Übertragungshebel 51 steht unter dem Einfluß einer ihn im Gegenuhrzeigersinn
drükkenden Schraubenfeder 53, die sich einseitig gehäusefest an der Grundplatte 38
abstützt. Das freie Ende 54 des Übertragungshebels 51 ist rechtwinklig abgebogen und
dient als Anschlag zur Drehbegrenzung des Zwischenhebels 48 im Uhrzeigersinn.
[0012] So wie die Vorspannung der Einstellfeder 43 mit Hilfe der Einstellschraube 46 vorgegeben
werden kann, ist in entsprechender Weise für die Einstellfeder 42 eine Einstellschraube
55 in einer Gewindebohrung 56 des Gehäusedeckels 40 verstellbar. Zwischen die Einstellschraube
55 und einen an der Einstellfeder 42 anliegenden Federteller 57 ist eine Hilfsfeder
58 eingeschaltet, deren Vorspannung mit Hilfe der Einstellschraube 55 eingestellt
werden kann und die im Bedarfsfall leicht auswechselbar ist. Die Steifigkeit dieser
Hilfsfeder 58 bestimmt die Steilheit der Druckreglerkennlinie im Modulationsbereich.
[0013] Der thermoelektrische Umformer 41, im folgenden als Temperaturregler bezeichnet,
formt die von einem Ausdehnungstemperaturfühler 61 gemessenen Temperaturänderungen
in eine mechanische Verstellung des Stifts 62 um. Hierzu dient eine Membrankapsel
63, die sich einerseits an einem Einstellkörper 64 abstützt und auf der anderen Seite
sich gegen die Kraft einer Feder 65 ausdehnen kann. An der Membrankapsel 63 liegt
der Federteller 66 an, an welchem der Ausgangsstift 67 des Umformers befestigt ist.
Er wirkt auf einen gehäusefest gelagerten Hebel 68 ein, der seinerseits den Stift
62 trägt. Am Hebel 68 ist ferner eine Blattfeder 69 befestigt, die beim Überschreiten
eines vorgegebenen Temperaturgrenzwertes den elektrischen Schalter 70 betätigt. Der
Einstellkörper 64 kann mit Hilfe eines Drehknopfes 71 verstellt und damit der Abstützpunkt
für die Membrankapsel 63 in bekannter Weise verändert werden. Hierdurch wird der Temperatursollwert
vorgegeben.
[0014] Im gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt die Ein- und Abschaltung des Druckreglers
30 mit Hilfe des Einschaltmagnetventils 13, indem dieses die Gaszufuhr zum Druckregler
entweder freigibt oder sperrt. Eine andere Möglichkeit zur Sperrung des Druckreglers
besteht darin, daß man den Drosselkörper 33 mechanisch vom Sitz 32 wegzieht und auf
diese Weise den Druckregler blockiert. Hierzu kann anstelle des Einschaltmagnetventils
13 ein auf den Drosselkörperträger 35 einwirkender Elektromagnet mit der Membran 36
und dem Drosselkörper 33 fluchtend auf den Deckel 40 aufgesetzt werden, der eingeschaltet
den Druckregler freigibt und im Ausschaltzustand die Bewegung des Drosselkörperträgers
35 blockiert. Da sowohl die Einstellschrauben 55 und 46, als auch der Übertragungshebel
51 außerhalb der Fluchtlinie von Membran 36 und Ventil 32, 33 angeordnet sind, bereitet
der Ersatz des Einschaltmagnetventils 13 durch einen solchen auf den Deckel 40 aufzusetzenden
Elektromagneten konstruktiv keine Schwierigkeiten.
[0015] Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform eines servogesteuerten Gasregelgerätes
mit modulierendem Druckregler arbeitet folgendermaßen: Es sei angenommen, daß ein
Heizkessel Heizwasser für in einem Raum angebrachte Heizkörper iiefert und der Heizkessel
durch einen Gasbrenner beheizt wird. Dieser Brenner ist an den Auslaß 23 angeschlossen.
Der Ausdehnungstemperaturfühler 61 mißt die Temperatur des Kesselwassers. Mit der
Erregerspule 15 des Einschaltmagnetventils ist einerseits der Kontakt eines Raumthermostaten
in Reihe geschaltet, welcher schließt, sobald die im Raum gemessene Temperatur einen
vorgegebenen Sollwert unterschreitet. Außerdem liegt mit dieser Reihenschaltung ein
weiterer Kontakt, nämlich der Arbeitskontakt des Schalters 70 in Reihe, welcher öffnet,
sobald die vom Temperaturfühler 61 gemessene Kesselwassertemperatur einen vorgegebenen
maximalen Grenzwert überschreitet. Geschieht dies, so wird das Einschaltmagnetventil
stromlos und damit die Gaszufuhr zum Brenner unterbrochen. Zum Brenner soll also nur
dann und nur so lange Gas strömen, wie einerseits die Raumtemperatur unterhalb des
eingestellten Sollwerts liegt, also eine Wärmezufuhr zum Raum erforderlich ist, und
andererseits die vorhandene Kesselwassertemperatur (Fühler 61) nicht ausreicht, um
die im Raum aufgestellten Heizkörper mit genügend heißem Wasser zu versorgen, also
eine Wärmezufuhr zum Kesselwasser erforderlich ist. Ist hingegen das Kesselwasser
für eine ausreichende Wärmezufuhr zum Raum heiß genug oder wird überhaupt keine Wärmezufuhr
zum Raum benötigt, so soll dem Brenner kein Gas zugeführt werden können.
[0016] Bei Einschaltung der Anlage mögen die Raumtemperatur und auch die Kesselwassertemperatur
unter dem gewünschten Sollwert liegen. Folglich spricht das Einschaltmagnetventil
13 an und gibt mittels des Drosselkörpers 17 die Gaszufuhr einerseits über den Kanal
32 zum Druckregler 30 und andererseits über den Kanal 18 zur Steuerkammer 8 des Hauptventils
1 frei. Der Druckregler 30 bestimmt den in der Kammer 12 und in den genannten Kanälen
sowie in der Steuerkammer 8 herrschenden Druck und damit den Grad der Öffnung des
Hauptventils 5, 6. Voraussetzungsgemäß ist die vom Fühler 61 gemessene Kesselwassertemperatur
niedrig, die Membrankapsel 63 also weitgehend zusammengedrückt. Somit übt der Stift
62 keine nennenswerte Kraft auf den Übertragungshebel 51 aus; dieser wird vielmehr
durch die Feder 53 so weit möglich im Gegenuhrzeigersinn geschwenkt. Die Einstellfeder
42 stützt sich mit ihrem mittleren Teil am Federteller 57 und damit über die Hilfsfeder
58 an der Einstellschraube 55 ab. Drückt die Feder 53 die Lagerstelle 49 und damit
den linken Hebelarm der Einstellfeder 42 nach oben, so wird der rechte Hebelarm der
Einstellfeder 42 nach oben, so wird der rechte Hebelarm und damit das Ende 47 des
Drosselkörperträgers 35 anliegende freie Ende 73 der Einstellfeder 42 in Richtung
des Pfeils 72 mit der größtmöglichen Kraft in Richtung auf den Ventilsitz 32 gedrückt.
Der Schließkörper 33 verschließt den Ventilsitz 32 und damit die Verbindung zwischen
Kanal 19 und Kanal 21, so daß der in der Kammer 12 herrschende Steuerdruck nicht über
die genannten Kanäle zur Auslaßkammer 4 des Hauptventils hin abgebaut werden kann,
sondern in voller Höhe über den Kanal 18 in der Steuerdruckkammer 8 ansteht und die
Membran 7 samt Drosselkörper 6 gegen die Kraft der Feder 9 in die voll geöffnete Stellung
des Hauptventils 5, 6 drückt. Es herrscht also der höchstmögliche Steuerdruck P entsprechend
dem Anfang der Kurve gemäß Fig. 2. Die Höhe dieses Maximaldrucks wird durch die Lage
der Einstellschraube 55 bestimmt. Je weiter diese in Richtung auf das Gehäuseinnere
eingeschraubt und damit die Hilfsfeder 58 nach unten gedrückt wird, umso stärker ist
die Kraft in Richtung des Pfeils 72, d. h. umso höher ist der Steuerdruck, den der
Eingangsdruck überschreiten muß, ehe der Druckregler wirksam wird und einen Teil des
Eingangsdrucks zum Ausgang hin abbaut.
[0017] Steigt die Kesselwassertemperatur an, so überschreitet im Punkt A der Kennlinie gemäß
Fig. 2 die vom Stößel 67 über den Hebel 68 und den Stift 62 auf den Übertragungshebel
51 einwirkende Kraft im Uhrzeigersinn diejenige, die von der Feder 53 im Gegenuhrzeigersinn
ausgeübt wird. Nun schwenkt der Stößel 67 allmählich den Hebel 68 im Gegenuhrzeigersinn.
Diese Bewegung wird durch den Stift 62 auf den Übertragungshebel 51 übertragen, so
daß dieser eine Bewegung im Uhrzeigersinn ausführt. Damit verringert sich der Druck,
den der Anschlag 54 auf die Einstellfeder 42 im Gegenuhrzeigersinn ausübt. Der Steuerdruck
P nimmt ab, weil mit der Verschiebung des Federstößels 57 nach unten die von der Hilfsfeder
58 ausgeübte Kraft und somit auch die auf das Ende 47 des Drosselkörperträgers 35
einwirkende Kraft verringert wird. Im Punkt A der Betriebskennlinie ist somit der
Beginn des Modulationsbereichs M erreicht. Nunmehr wird die auf das Ende 47 des Drosselkörperträgers
35 einwirkende Kraft der Einstellfeder 42 in erster Linie durch die Federkraft der
Hilfsfeder 58 bestimmt. Je härter diese Feder ist, umso steiler verläuft die Kennlinie
im Modulationsbereich M. In Fig. 2 entspricht der gestrichelt eingezeichnete Kurventeil
A'B der Verwendung einer härteren Hilfsfeder 58 und der Kurventeil A"B einer weicheren
Hilfsfeder 58 als im Fall AB. Schließlich ist im Punkt B die Hilfsfeder 58 völlig
entspannt und übt keine Kraft mehr auf die Einstellfeder 42 aus. Diese wird somit
wirkungslos. Auf den Drosselkörperträger 35 wirkt nur noch die Einstellfeder43 ein,
deren Vorspannung mit Hilfe der Einstellschraube 46 vorgegeben werden kann. Wenn der
über die Drossel 11 zugeführte Eingangsdruck diesen Minimalwert überschreitet, öffnet
der Schließkörper 33 den Abblaskanal 20, 21 zum Auslaß hin, so daß der Steuerdruck
in der Steuerkammer 8 sinkt und das Hauptventil 5, 6 durch die Schließfeder 9 in Richtung
Schließstellung bewegt wird. Im Punkt B der Kennlinie ist also der minimale Ausgangsdruck
des Druckreglers und damit auch des Gasregelgerätes erreicht. Selbst wenn die Temperatur
weiter ansteigt, bleibt dieser minimale Ausgangsdruck bis zum Punkt C erhalten. Erst
wenn bei weiterem Anstieg infolge Schwenkbewegung des Hebels 68 im Gegenuhrzeigersinn
die an diesem befestigte Blattfeder 69 den Schalter 70 betätigt und damit den Stromkreis
für das Einschaltmagnetventil 13 öffnet, wird letzteres stromlos und sein Schließkörper
17 blockiert die Gaszufuhr zum Druckregler 30. Gleichzeitig wird die Steuerdruckkammer
8 über die Kanäle 18 und 21 zum Auslaß hin drucklos gemacht. Das Hauptventil 5, 6
schließt.
[0018] Sinkt nunmehr bei abgeschaltetem Brenner die vom Fühler 61 gemessene Kesselwassertemperatur
unter den Abschaltgrenzwert, so schließt nach Durchlaufen des Schaltdifferentials
S im Punkt D der Schalter 70, das Einschaltmagnetventil 13 spricht erneut an, und
der Brenner wird erneut mit minimalem Gasdurchsatz eingeschaltet. Sinkt trotz dieser
Gaszufuhr die Temperatur weiter ab, so schwenkt die Feder 53 den Übertragungshebel
51 im Gegenuhrzeigersinn bis sich die Einstellfeder 42 erneut gegen das Ende 47 des
Drosselkörperträgers 35 legt und die Hilfsfeder 58.wirksam wird. In Abhängigkeit von
der mittels des Temperaturfühlers 61 gemessenen Kesselwassertemperatur stellt sich
der Ausgangsdruck P auf einen Wert im Modulationsbereich M zwischen den Punkten A
und B der Kennlinie ein.
[0019] Stellt der Raumtemperaturfühler einen Anstieg der Raumtemperatur über den Sollwert
fest, so öffnet sein Arbeitskontakt und schaltet folglich das Einschaltmagnetventil
13 ab. Damit wird die Gaszufuhr zum Brenner in der gleichen Weise gesperrt, wie dies
zuvor in Verbindung mit dem Öffnen des Übertemperaturschalters 70 erläutert worden
ist.
[0020] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des Membrandruckreglers, bei der der Übertragungshebel
151 und der Zwischenhebel 148 ihre räumliche Lage zueinander vertauscht haben gegenüber
der Anordnung nach Fig. 1. Auf diese Weise gelingt es, sowohl den Angriffspunkt der
als Pfeil 81 angedeuteten Führungsgröße entsprechend dem Stift 62 des Temperaturreglers
als auch die Einstellschraube 55 für die Einstellfeder 42 noch weiter von der Fluchtlinie
von Membran 36 und Drosselkörperträger 35 nach außen zu verlegen. Der Übertragungshebel
151 ist um die gehäusefeste Achse 152 schwenkbar und zwar wird er bei zunehmender
Kraft der Führungsgröße 81 gegen die Kraft der Rückstellfeder 53 im Gegenuhrzeigersinn
geschwenkt. In zwei Laschen 50 des Übertragungshebels 151 ist die Schwenkachse 49
für den Zwischenhebel 148 gelagert. Seine Lagerstelle liegt hier auf der dem Drosselkörperträger
35 abgewandten Seite der Lagerstelle 152 des Übertragungshebels 151. Die Wirkungsweise
der Anordnung nach Fig. 3 ist die gleiche wie die zuvor anhand von Fig. 1 beschriebene.
Der Anschlag 54 begrenzt wiederum das Schwenken des Zwischenhebels 148 im Uhrzeigersinn.
1. Membrandruckregler, insbesondere zum Regeln des Servosteuerdrucks für ein Gasregelgerät,
mit einer den Drosselkörper (33) eines Ventils (32, 33) tragenden Membran (36) und
einer den Drosselkörper in Schließrichtung belastenden, den maximalen Ausgangsdruck
des Druckreglers bestimmenden Einstellfeder (42), die sich zur Einstellung ihrer Vorspannung
an einer im Reglergehäuse (40) verstellbaren Einstellschraube (55) abstützt, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Einstellfeder (42) und der Einstellschraube (55)
eine Hilfsfeder (58) angeordnet und von außerhalb des Reglergehäuses (40) gegen eine
andere Hilfsfeder mit abweichender Federkennlinie austauschbar ist.
2. Druckregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Drosselkörper
(33) ebenfalls in Schließrichtung belastende, den minimalen Ausgangsdruck des Druckreglers
bestimmende zweite Einstellfeder (43) vorgesehen ist und beide Einstellfedern (42,
43) als Blattfedern ausgebildet sind.
3. Druckregler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auswechselbare Hilfsfeder
(58) in einer durch die Einstellschraube (55) nach außen verschlossenen Gewindebohrung
(56) des Gehäusedeckels (40) geführt und von der gleichen Gehäuseseite her zugängig
ist, wie die Einstellmittel (46) für die zweite Einstellfeder (43).
4. Druckregler nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit einem Übertragungshebel, über
den die Kraft einer Führungsgröße auf die Einstellfeder einwirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl die Einstellmittel (55, 46) für die beiden Einstellfedern (42, 43) als
auch der Übertragungshebel (51) außerhalb der Fluchtlinie von Ventilsitz (32) und
Drosselkörper (33) angeordnet sind.
5. Druckregler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
a) der an seinem einen Ende um eine gehäusefeste Achse (52, 152) schwenkbar gelagerte
Übertragungshebel (51, 151) in der Nähe seines freien Endes eine Lagerstelle (50)
für ein Schwenklager (49) trägt;
b) im Schwenklager (49) ein Zwischenhebel (48, 148) drehbar gelagert ist, welcher
die erste Einstellfeder (42) trägt;
c) sich der Zwischenhebel (48, 148) mit seinem dem Einstellmittel (55) für die erste
Einstellfeder (42) zugewandten Ende an einem Anschlag (54) des Übertragungshebels
(51, 151) abstützt; und
d) der Übertragungshebel (51, 151) unter dem Einfluß einer der Stellkraft (62, 81)
der Führungsgröße entgegenwirkenden, sich einseitig gehäusefest abstützenden Feder
(53) steht.
6. Druckregler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Einstellschraube
(55) beaufschlagte auswechselbare Hilfsfeder (58) zwischen dem Anschlag (54) und dem
Drosselkörper (33) an der ersten Einstellfeder (42) angreift.
7. Druckregler nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich das das Schwenklager
(49) für den Zwischenhebel (48) tragende Ende des Übertragungshebels (51) von seinem
gehäusefesten Lager (52) aus gesehen in Richtung auf den Drosselkörper (33) erstreckt
und die Stellkraft (62) der Führungsgröße zwischen den beiden Lagerstellen (49, 52)
am Übertragungshebel (51) angreift (Fig. 1).
8. Druckregler nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich das das Schwenklager
(49) für den Zwischenhebel (148) tragende Ende des Übertragungshebels (151) von seinem
gehäusefesten Lager (152) aus gesehen in Gegenrichtung zum Drosselkörper (33) erstreckt
und die Stellkraft (81) der Führungsgröße auf der dem Schwenklager (49) für den Zwischenhebel
(148) abgewandten Seite des Übertragungshebels (151) angreift (Fig. 3).
1. Diaphragm operated pressure regulator, in particular for controlling the servo
control pressure for a gas control apparatus, comprising a diaphragm (36) carrying
the closure member (33) of a valve (32, 33) and comprising an adjusting spring (42)
biasing the closure member in closing direction and determining the maximum outlet
pressure of the pressure regulator, which adjusting spring for adjusting its bias
abuts against an adjusting screw (55) which can be adjusted within the housing (40)
of the control apparatus, characterized in that an auxiliary spring (58) is positioned
between the adjusting spring (42) and the adjusting screw (55) with said auxiliary
spring being exchangeable from outside of the housing (40) against another auxiliary
spring having a different spring rate.
2. Pressure regulator according to claim 1, characterized in that a second adjusting
spring (43) is provided biasing the closure member (33) also in closing direction
and determining the minimum outlet pressure of the pressure regulator, and that both
adjusting springs (42,43) are spring blades.
3. Pressure regulator according to claim 2, characterized in that the exchangeable
auxiliary spring (58) is guided in a threaded hole (56) of a cover (40), closed to
the outside by the adjusting screw (55), and that it can be exchanged from the same
side of the housing where the adjusting means (46) for the second adjusting spring
(43) are located.
4. Pressure regulator according to one of claims 1 to 3, comprising a transmission
lever via which the force of a control value acts upon the adjusting spring, characterized
in that the adjusting means (55, 46) for the two adjusting springs (42, 43) as well
as the transmission lever (51) are located outside the line of alignment of the valve
seat (32) and the closure member (33).
5. Pressure regulator according to claim 4, characterized in that
a) the transmission lever (51,151) borne tiltably with its one end around a stationary
axis (52, 152) carries adjacent to its free end a support (50) for a tilting bearing
(49);
b) an intermediate lever (48, 148) is rotatably borne in said tilting bearing (49)
and carries the first adjusting spring (42);
c) the intermediate lever (48, 148) with its end facing the adjusting means (55) for
the first adjusting spring (42) abuts against an abutment (54) of the transmission
lever (51, 151);
d) the transmission lever (51,151) is biased by a spring (53) which, with its one
side, engages the housing and which operates in opposition to the operating force
(62, 81) of the control value.
6. Pressure regulator according to claim 5, characterized in that the changeable auxiliary
spring (58), biased by adjusting screw (55), engages the first adjusting spring (42)
between the abutment (54) and the closure member (33).
7. Pressure regulator according to claim 5 or 6, characterized in that the end of
transmission lever (51) which carries the tilting bearing (49) for the intermediate
lever (48) seen from its stationary support (52) extends in the direction to the closure
member (33), and the operating force (62) of the control value engages the transmission
lever (51) between the two bearing points (49, 52) (figure 1
8. Pressure regulator according to claim 5 or 6, characterized in that the end of
the transmission lever (151) carrying the tilting bearing (49) for the intermediate
lever (148) seen from its stationary support (152) extends opposite to the closure
member (33), and the operating force (81) of the control value engages the transmission
lever (151) on that side of the transmission lever which is opposite the tilting bearing
(49) for the intermediate lever (148) (figure 3).
1. Régulateur de pression à membrane, en particulier pour la régulation de la pression
de commande d'un appareil de régulation de gaz, comportant une membrane (36) portant
l'obturateur (33) d'une soupape (32, 33), et un ressort de réglage (42), agissant
sur cet obturateur dans le sens de sa fermeture et déterminant la pression maximale
de sortie du régulateur, qui s'appuie pour le réglage de sa tension initiale sur une
vis de réglage (55) vissée dans le boîtier (40) du régulateur, caractérisé par le
fait qu'entre le ressort de réglage (42) et la vis de réglage (55) est placé un ressort
auxiliaire (58) qui peut être remplacé de l'extérieur du boîtier (40) du régulateur
par un autre ayant une caractéristique de charge différente.
2. Régulateur de pression selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il
est prévu un deucième ressort de réglage (43) qui agit également sur l'obturateur
(33) dans le sens de sa fermeture et qui détermine la pression minimale de sortie
du régulateur, et que les deux ressorts de réglage (42, 43) sont des ressorts lames.
3. Régulateur de pression selon la revendication 2, caractérisé par le fait que le
ressort auxiliaire interchangeable (58) est logé dans un trou taraudé (56) du couvercle
(40) du boîtier obturé vers l'extérieur par la vis de réglage (55) et est accessible
depuis le même côté du boîtier que le moyen (46) de réglage du deucième ressort de
réglage (43).
4. Régulateur de pression selon l'une des revendications 1 à 3, comportant un levier
de transmission par l'intermédiaire duquel la force d'une grandeur de conduite agit
sur le ressort de réglage, caractérisé par le fait que les moyens (55, 46) de réglage
des deux ressorts de réglage (42, 43) et le levier de transmission (51) sont placés
en dehors de l'alignement du siège de soupape (32) et de l'obturateur (33).
5. Régulateur de pression selon la revendication 4, caractérisé par le fait que:
a) le levier de transmission (51, 151), monté à une extrémité sur un axe (52, 152)
solidaire du boîtier, porte à proximité de son extrémité libre un support (50) pour
un axe (49),
b) sur l'axe (49) est monté un levier intermédiaire (48, 148) qui porte le premier
ressort de réglage (42),
c) le levier intermédiaire (48, 148) s'appuie à son extrémité située du côté du moyen
(55) de réglage du premier ressort de réglage
(42) sur une butée (54) du levier de transmission (51,151), et
d) le levier de transmission (51, 151) est soumis à l'action d'un ressort (53) qui
s'appuie d'un côté sur le boîtier et agit en sens contraire de la force réglante (62,
81) de la grandeur de conduite.
6. Régulateur de pression selon la revendication 5, caractérisé par le fait que le
ressort auxiliaire interchangeable (58) sur lequel agit la vis de réglage (55) agit
sur le premier ressort de réglage (42) entre la butée (54) et l'obturateur (33).
7. Régulateur de pression selon l'une des revendications 5 et 6, caractérisé par le
fait que l'extrémité du levier de transmission (51) qui porte l'axe (49) sur lequel
est monté le levier intermédiaire (48), s'étend en direction de l'obturateur (33),
à partir de l'ace (52) solidaire du boîtier sur lequel est monté le levier de transmission
(51), et la force réglante (62) de la grandeur de conduite agit sur le levier de transmission
(51) entre les deux axes (49, 52).
8. Régulateur de pression selon l'une des revendications 5 et 6, caractérisé par le
fait que l'extrémité du levier de transmission (151) qui porte l'axe (49) sur lequel
est monté le levier intermédiaire (148) en direction opposée à l'obturateur (33) à
partir de l'axe (152) solidaire du boîtier sur lequel est monté le levier de transmission
(151), s'étend et la force réglante (81) de la grandeur de conduite agit sur le côté
du levier de transmission (151) opposé à l'axe (49) sur lequel est monté le levier
intermédiaire (148) (figure 3).